Brandenburg hat 15 besonders geschützte Naturparadiese, die in Europa einzigartig sind. Manche sind von Berlin nur wenige S-Bahn-Stationen entfernt. Es ist die Welt der Auerhähne, Otter und Wölfe. Spannend sind aber auch die Menschen, die in diesen einzigartigen Landschaften leben, sie pflegen und Besuchern zugänglich machen. Mal im Kanu in einer Mondscheinnacht, mal zu Fuss auf der Suche nach seltenen Singvögeln bei Sonnenaufgang: Berliner und Brandenburger können Ausflüge in eine erstaunliche Wildnis unternehmen – direkt vor der Haustür! Zu entdecken sind Highlights wie das dschungelartige Auenland im 'Nationalpark Unteres Odertal', die glasklaren Seen im 'Naturpark Stechlin-Ruppiner Land' und der verwunschene Wasserwald im 'Biosphärenreservat Spreewald'. Aber auch Landschaften, die fast noch ein Geheimtipp sind wie das Dorchetal im 'Naturpark Schlaubetal' und die riesige Wanderdüne im 'Naturpark Nuthe-Nieplitz'. Und wer hätte gedacht, dass direkt an der Grenze zur Millionenmetropole Berlin die seltenen Fischotter auf den ehemaligen Rieselfeldern der Grossstadt zu Hause und manchmal sogar zu beobachten sind? Der Film bringt die ausserordentliche Vielfalt der brandenburgischen Landschaften zum Leuchten, reflektiert aber auch die Bedrohungen in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Wiederkehrende Trockenheit macht vielen empfindlichen Lebensräumen zu schaffen. Umweltschützer warnen aber auch vor zunehmenden Flutkatastrophen an Elbe und Oder. Wie ist das Erleben der Naturparadiese im Norden Brandenburgs mit ihrem Schutz zu vereinbaren?
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
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Brandenburg hat 15 besonders geschützte Naturparadiese, die in Europa einzigartig sind. Manche sind von Berlin nur wenige S-Bahn-Stationen entfernt. Es ist die Welt der Auerhähne, Otter und Wölfe. Spannend sind aber auch die Menschen, die in diesen einzigartigen Landschaften leben, sie pflegen und Besuchern zugänglich machen. Mal im Kanu in einer Mondscheinnacht, mal zu Fuss auf der Suche nach seltenen Singvögeln bei Sonnenaufgang: Berliner und Brandenburger können Ausflüge in eine erstaunliche Wildnis unternehmen – direkt vor der Haustür! Zu entdecken sind Highlights wie das dschungelartige Auenland im 'Nationalpark Unteres Odertal', die glasklaren Seen im 'Naturpark Stechlin-Ruppiner Land' und der verwunschene Wasserwald im 'Biosphärenreservat Spreewald'. Aber auch Landschaften, die fast noch ein Geheimtipp sind wie das Dorchetal im 'Naturpark Schlaubetal' und die riesige Wanderdüne im 'Naturpark Nuthe-Nieplitz'. Und wer hätte gedacht, dass direkt an der Grenze zur Millionenmetropole Berlin die seltenen Fischotter auf den ehemaligen Rieselfeldern der Grossstadt zu Hause und manchmal sogar zu beobachten sind? Der Film bringt die ausserordentliche Vielfalt der brandenburgischen Landschaften zum Leuchten, reflektiert aber auch die Bedrohungen in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Wiederkehrende Trockenheit macht vielen empfindlichen Lebensräumen zu schaffen. Umweltschützer warnen aber auch vor zunehmenden Flutkatastrophen an Elbe und Oder. Wie ist das Erleben der Naturparadiese im Norden Brandenburgs mit ihrem Schutz zu vereinbaren?
Brandenburg hat 15 besonders geschützte Naturparadiese, die in Europa einzigartig sind. Manche sind von Berlin nur wenige S-Bahn-Stationen entfernt. Es ist die Welt der Auerhähne, Otter und Wölfe. Spannend sind aber auch die Menschen, die in diesen einzigartigen Landschaften leben, sie pflegen und Besuchern zugänglich machen. Mal im Kanu in einer Mondscheinnacht, mal zu Fuss auf der Suche nach seltenen Singvögeln bei Sonnenaufgang: Berliner und Brandenburger können Ausflüge in eine erstaunliche Wildnis unternehmen – direkt vor der Haustür! Zu entdecken sind Highlights wie das dschungelartige Auenland im 'Nationalpark Unteres Odertal', die glasklaren Seen im 'Naturpark Stechlin-Ruppiner Land' und der verwunschene Wasserwald im 'Biosphärenreservat Spreewald'. Aber auch Landschaften, die fast noch ein Geheimtipp sind wie das Dorchetal im 'Naturpark Schlaubetal' und die riesige Wanderdüne im 'Naturpark Nuthe-Nieplitz'. Und wer hätte gedacht, dass direkt an der Grenze zur Millionenmetropole Berlin die seltenen Fischotter auf den ehemaligen Rieselfeldern der Grossstadt zu Hause und manchmal sogar zu beobachten sind? Der Film bringt die ausserordentliche Vielfalt der brandenburgischen Landschaften zum Leuchten, reflektiert aber auch die Bedrohungen in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens. Wiederkehrende Trockenheit macht vielen empfindlichen Lebensräumen zu schaffen. Umweltschützer warnen aber auch vor zunehmenden Flutkatastrophen an Elbe und Oder. Wie ist das Erleben der Naturparadiese im Norden Brandenburgs mit ihrem Schutz zu vereinbaren?
Vor einiger Zeit kündigte Esther Engelke aus Wiesbaden ihren gut bezahlten Job in einer Marketingfirma, ging auf eine Weltreise und gründete das vielseitige Unternehmen 'Kräuterschwesther'.
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Vor über 50 Jahren malte Kurt Albert den ersten roten Punkt an einen fränkischen Felsen – als Zeichen dafür, dass er diesen Fels in freier Kletterei hinaufgekommen ist. Das Sportklettern trat einen Siegeszug an, der bis heute andauert. Doch wie steht es um das Klettern in Franken heute? Kurz: Es ist lebendig wie eh und je! 'Bergauf-Bergab' ist unterwegs mit unterschiedlichen Menschen, die die Leidenschaft für die Felsen verbindet.
Informations détaillées
Eine Bergsendung, die mit dem 'Erlebnis Berg' nicht nur den Spezialisten, sondern ein breites Publikum erreicht – dieser Grundgedanke von 'Bergauf-Bergab' hat sich mehr als 25 Jahre bewährt und soll auch in Zukunft diese BR-Sendung prägen.
Auch im dicht besiedelten Europa gibt es noch wilde Naturlandschaften. Eine solche ist die Hohe Tatra an der Grenze zwischen der Slowakei und Polen. Mit einer Grundfläche von nur 30 mal 20 Kilometern nennt man die Hohe Tatra auch 'das kleinste Gebirge der Welt'. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend: Viele der 300 Gipfel sind über 2500 Meter hoch. Der höchste Berg – die Gerlachspitze – misst 2655 Meter. Es ist ein armes Land, dünn besiedelt, der Tourismus noch immer bescheiden, exzessive Forstwirtschaft hat es nie gegeben. So blieb vor allem im Bereich des Nationalparks ein urwüchsiger Wald erhalten – eine Mischung aus Laub- und Nadelhölzern, durchflossen von unregulierten Flüssen und Bächen. Die Sommer sind heiss und kurz, die stürmischen, bitterkalten Winter verwandeln die Gipfelregionen monatelang in eine Eiswüste, und die Wetterstürze können mit jenen in den Alpen spielend mithalten. In dieser Region hat sich eine Tierwelt erhalten, die man im restlichen Europa nicht mehr findet. So leben in den slowakischen Karpaten rund 200 Wölfe in Rudeln. Im Unterschied dazu ist der Luchs ein überzeugter Einzelgänger, den man in freier Wildbahn kaum zu sehen bekommt. Die Karpaten sind die letzte Hochburg der Luchse. In der Slowakei gibt es nach Schätzungen von Biologen rund 400 dieser grossen Katzen. Auch Braunbären finden in der Hohen Tatra noch ausreichend Lebensraum: Zu Hunderten streifen sie durch die einsamen Wälder, nicht selten zum Ärger von Hirten, Bauern und Imkern. Die Gämsen der Tatra bilden eine eigene Unterart. Dass sie sich von den alpinen Gämsen unterscheiden, hat man erst 1970 entdeckt. Doch die Bestände sind durch intensive Bejagung stark zurückgegangen.
Der Karst war lange der unwirtlichste Flecken Erde zwischen Wien und Triest. Regisseur Kurt Mayer hat die Karstlandschaft über zwei Jahre lang intensiv bereist. Das Karstplateau ist durchlöchert wie ein Schwamm, es saugt alles auf, was fliessen kann. Seine Unterwelt, riesige Höhlendome, von wilden Flüssen durchbraust, prägte schon Dantes Bild der Hölle. Niko Luin und seine Frau Katarina sind – wie viele Bauern im Karst – in ihrer Freizeit begeisterte Höhlenforscher. Jeder Karstbewohner träumt von einer eigenen Grotte. Viele Bauern haben tatsächlich ihren eigenen Eingang zur Unterwelt. Dort keltern sie Wein, lagern den Karstschinken oder lassen Käse reifen. In der Höhle von Skocjan, einer der grössten Höhlen Europas, verschwindet ein reissender Fluss, die Reka, um knapp 50 Kilometer weiter südlich bei Duino als Timavo ins Meer zu münden. Mehr als 9000 Höhlen sind im Karst inzwischen vermessen, aber es gibt auch Bereiche, die noch niemand dokumentiert hat.
Die Karnischen Alpen liegen ganz im Süden von Österreich und ziehen sich von Villach aus entlang der italienischen Grenze bis hinüber nach Osttirol. Sie sind eine bemerkenswerte Formation. Für die Dreharbeiten legte das Filmteam um Manfred Christ viele Tausende Kilometer zurück – auf der Autobahn zwischen Wien und dem Gailtal, mit dem Geländewagen auf sämtlichen Forststrassen der Region. Die Karnischen Alpen sind ein Grenzgebirge, das verbindet: die Italiener mit den Österreichern und die Alpen mit dem Mittelmeer. Naturliebhaber schätzen sie wegen ihrer unverdorbenen Ruhe, wegen der unzähligen beschaulichen Almen und Wanderwege. Manfred Christ filmte die Region entlang des Gail- und Lesachtals vom Heissluftballon, vom Hubschrauber, vom Flugzeug und vom Führerstand eines Zugs der Gailtalbahn aus. Mehr als 60 Tage lang machte sein Kamerateam die Gegend zwischen Hermagor und der Osttiroler Grenze unsicher, stieg mit Geologen in steile Wände ein, fuhr mit Raftingbooten in die Lesachtalschlucht. Am Ende wagten sich noch Taucher mit einer Unterwasserkamera in den 2000 Meter hoch gelegenen Wolayersee. Weltberühmt wurde das Gebirge wegen seiner Vergangenheit. Dort öffnet die Erdgeschichte Grenzlinien zwischen den Zeitaltern. Davon berichten viele versteinerte Pflanzen und Meerestiere. Die Karnischen Alpen gelten als eines der geologisch am besten untersuchten Gebiete der Erde. Schon seit dem Biedermeier beschäftigen sich Forscher mit der Formation. Mit weitem Rock, Hammer und Meissel stiegen sie damals in die Berge. Hans-Peter Schönlaub, Direktor der Geologischen Bundesanstalt, spielt so einen frühen Forscher. Schönlaub ist in Kötschach-Mauthen zu Hause, also ein Einheimischer, und zieht bereits seit 40 Jahren im Dienste der Forschung durch die Karnischen Alpen.
Cast
Bauernkapelle Birnbaum, Alois Ortner, Hans Peter Schönlaub
Der Wanderfalke ist ein ganz besonderer Vogel: Er ist mit 300 Kilometern pro Stunde auf Jagdflügen im Naturparadies Seefeld unterwegs. Manfred Corrine und seine Kamerateams haben ein Brutpaar ein Jahr lang begleitet – von den eindrucksvollen Balzflügen im Frühjahr über die Aufzucht der Jungen, das Ausfliegen der neuen Generation bis zu deren ersten Jagdversuchen. Die Filmemacher waren vom Seefelder Plateau bis zur höchsten Spitze des Karwendels in allen Landschaften der Region unterwegs und trotzten auch den Schneemassen, um alle Bewohner dieses Gebiets im Jahreslauf zu beobachten. Im Grenzgebiet von Tirol und Bayern hat sich eines der grössten Wildnisgebiete der Alpen erhalten: Das auf 1200 Metern Höhe liegende Seefelder Plateau und die es begrenzenden Gebirgszüge sind ein hoch dynamischer Lebensraum, geprägt von rauen klimatischen Bedingungen. Es ist eine Region, die von Anpassungskünstlern bewohnt wird, die zwischen tiefen Tälern und Schluchten und Berggipfeln mit beinahe 3000 Metern Höhe ihr Zuhause gefunden haben. Sie sind die Protagonisten dieses Films: Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Wasseramseln und Alpenskorpione.
Umgeben von Stadtwüste und sterilem Beton verlieren immer mehr Tiere ihre letzten Rückzugsflächen. Doch wo der Mensch sich zurückzieht, spriesst und krabbelt es. So auch mitten in Wien. Die Natur dringt aus allen noch so winzigen Asphalt- und Betonritzen und erobert sich ihr Recht zurück. Für viele freilebende Tiere sind solche 'Gstettn' oft die letzten Rückzugsmöglichkeiten in der Stadt. Die Dokumentation aus der Reihe 'Universum' präsentiert die Vielfalt der 'Wiener Gstettn', einer kaum bekannten Wildnis in der Grossstadt. Redaktionshinweis: Einen Tag lang heisst es bei 3sat: 'Echt Tierisch'.
Der Untersberg ist ein riesiger Gebirgsstock zwischen Salzburg und Bayern. Zahlreiche Mythen ranken sich um ihn. Von den Bewohnern der Region wird er auch 'Wunderberg' genannt. Mehr als ein Jahr lang waren Thomas Rilk und Bernd Seidel für den Film am schwer begehbaren Massiv des Untersbergs unterwegs. Im Wechsel der Jahreszeiten wird die vielfältige Bedeutung des Bergs für die Lebensgrundlage der dort angesiedelten Menschen deutlich.
Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstrecken sich ein Naturparadies und die grösste Felsschlucht Europas: das Gesäuse. Es ist der mit mehr als 11.000 Hektar drittgrösste Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, furchterregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten. Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander. Am Eingang des Gesäuses steht ein ehemals bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, das weltberühmte Benediktinerstift Admont. Die Mönche des Stifts begannen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, die Tier- und Pflanzenwelt dieser Berge zu erforschen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Die Berghütten der Alpen bieten Schutz und Verlässlichkeit, doch nun sind sie durch den Klimawandel selbst bedroht: Gletscher schwinden, Wasser wird knapp, Bergstürze bedrohen Gebäude und Wege. Die Mutthornhütte im Berner Oberland ist die erste Hütte des Schweizer Alpenclubs, die aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde. Die alpine Infrastruktur ist verletzlich geworden und konfrontiert das Hüttenwesen mit zunehmenden Herausforderungen. Es sind Orte, die seit Generationen für Schutz, Orientierung und Gemeinschaft stehen: die Berghütten des Schweizer Alpenclubs SAC. Doch die Klimaerwärmung verändert die Alpen rasch, Risiken und Gefahren tauchen auf – und mit ihnen die Frage: Sind die Hütten noch am richtigen Ort, braucht es sie noch? Die Mutthornhütte im Berner Oberland musste 2021 von den Behörden geschlossen werden. Grund dafür sind instabile Felsmassen, die durch den tauenden Permafrost gelockert wurden. Die Hütte droht abzustürzen. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Mutthornhütte wäre als erste SAC-Hütte von der Landkarte verschwunden. Doch nun wird sie 900 Meter entfernt auf sicherem Grund durch einen Neubau ersetzt. Ähnliches widerfuhr der Trifthütte: Dort traf eine Lawine das Gebäude, das mehr als 100 Jahre am gleichen Ort gestanden hatte. Das Abschmelzen des Gletschers hinterliess eine veränderte Topografie, die als Ursache für das Unglück gilt. Auch diese Hütte wird an einem anderen Ort neu gebaut. Laut Studien des SAC ist ein Grossteil der Hütten vom Klimawandel betroffen. Sie stehen in einer hochsensiblen Landschaft. Da die Gletscher schwinden und der Schnee der Winters früher wegschmilzt, kämpfen viele mit Wassermangel. Auch die Tage der ikonischen Konkordiahütte, die hoch über dem Aletschgletscher thront, sind voraussichtlich gezählt. Je weiter der Gletscher absinkt, desto länger wird der anstrengende Aufstieg zur Hütte. Mittlerweile sind es über 500 Stufen. Die Arbeiten zur Verlängerung der Treppe, die alle paar Jahre fällig werden, kosten Hundertausende von Franken. Für den SAC und die dazugehörigen Sektionen stellt sich die Frage, wie viel Geld man längerfristig investieren will und kann, um die nötigen Anpassungen umzusetzen. Zudem fragt sich, wie man die Klimaziele von Nettonull erreichen soll, wenn es immer mehr Touristen in die Höhe zieht und Helikopter sowohl für Bau als auch für Unterhalt der Hütten unverzichtbar bleiben. Der Film erzählt nicht nur von Verlust und Risiken, sondern auch von Identität und Verantwortung: Wie sieht die Zukunft der SAC-Hütten aus – zwischen Nachhaltigkeit, Tourismus und der Tradition der hochalpinen Kultur? Wie könnten Hütten aussehen, wo könnten sie stehen, wenn Landschaft und Bergsport sich verändern? Mit eindrucksvollen Bildern, persönlichen Geschichten und wissenschaftlichen Fakten ist der Film auch ein Porträt der Schweizer Alpen in einer sich radikal verändernden Bergwelt.
Die Schweiz feiert Tourismusrekorde, doch vielerorts kippt die Stimmung. Der Film zeigt, wo Reisende träumen und Einheimische stöhnen, und erzählt vom Land hinter der Postkartenkulisse. Der Tourismus in der Schweiz erreicht neue Höhen: 2025 wurden über 60 Millionen Logiernächte verzeichnet – zum dritten Mal in Folge ein Rekord. Doch immer mehr Menschen fühlen sich von den Massen gestört. Verkehrsachsen geraten an ihre Belastungsgrenzen und lokale Identitäten stehen unter Druck. Im Zentrum des Films steht Luzern, wo sich die Besucherzahlen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt haben. Autos rollen weiterhin direkt zu den Uhrengeschäften und verstopfen die Innenstadt. Auch das restriktive Airbnb-Reglement zeigt, wie stark die Bevölkerung den Overtourismus spürt. Auf beliebten Bahnstrecken wie nach Engelberg oder Interlaken verschärfen überfüllte Züge die Spannungen zwischen Einheimischen und Gästen. Besonders drastisch ist die Situation in Lungern: Seit eine koreanische Netflix-Romanze am Lungerersee gedreht wurde, strömen Touristinnen und Touristen in Scharen ins kleine Obwaldner Dorf. Währenddessen investiert der Titlis bereits in seine touristische Zukunft: Herzog & de Meuron entwickeln ein futuristisches Projekt mit Aussichtsturm, Gourmet-Restaurant, Rolex-Boutique und Infrastruktur für Hunderte Gäste. Der Film von Jörg Huwyler stellt die Frage: Wie viel Tourismus verträgt die Schweiz?
Die tägliche Nachrichtensendung beleuchtet in Reportagen und Hintergrundberichten kritisch die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zeitgeschehen und Kultur.
Eine Studentin verschwindet in Aachen. Der Leiter des Kommissariats Rolf Bermann überlässt Louise Bonì den Fall. Louise hat gerade eine Entziehungskur mit Auszeit hinter sich. Allmählich mehren sich die Hinweise, dass Nadine, der Studentin, etwas zugestossen ist. Dann verschwindet auch noch ein 15-jähriger Junge. Louise findet heraus, dass Eddie in einer leer stehenden Scheune zufällig auf die offenbar entführte Nadine gestossen ist. Offenbar konnte sie ihren Peinigern entkommen. Wenig später wird Eddies Leiche entdeckt. Nadine bleibt verschwunden. Eddies gewalttätiger Vater wird verhaftet, doch Louise glaubt nicht wirklich an ihn als Mörder seines Sohnes und als Entführer der jungen Studentin. Sie stösst auf eine Spur, die zu zwei alten Damen führt: zu den Schwestern Ettinger, denen die Scheune gehört, in der Eddie auf Nadine getroffen war. Wissen die beiden Schwestern etwas über den Verbleib Nadines? Und wenn ja: Warum haben sie die Polizei nicht informiert? Louise wird misstrauisch. Doch Bermann befürchtet, dass Louise dem Fall so kurz nach ihrem Entzug nicht gewachsen ist. Für Bermann ist Eddies Vater der Täter, denn inzwischen wurde eine Zigarettenkippe in der Scheune mit der DNA des Vaters entdeckt. Jetzt müssen sie nur noch Nadine finden. Da geschieht ein weiterer Mord. Ganz offensichtlich hat der Tote – ein Arzt – mit Nadine zu tun gehabt. Eine fieberhafte Suche beginnt, die für Louise immer mehr zum Spagat wird, denn in ihr keimt der Verdacht, dass einer der Täter ein Polizist ist, womöglich sogar ein Kripokollege. In letzter Sekunde verhindert sie, dass der Mörder in die Wohnung in Belgien eindringt, in die die Schwestern Ettinger Nadine in Sicherheit gebracht haben. Doch dort, in Belgien, erfährt Louise etwas, was sie in ihrer Vermutung bestärkt: dass an der Entführung und Misshandlung von Nadine mehrere Täter beteiligt waren. Der Arzt war einer von ihnen. Der andere, dessen Identität noch immer nicht bekannt ist, hatte eine Polizeimarke. Kurzzeitig fällt der Verdacht auf Lederle, Louises Kollegen. Nach seiner Krebserkrankung und der Chemotherapie hat er sich stark verändert, ist seltsam geworden. Louise weiss nicht mehr, was sie denken soll. In ihrer Not vermisst sie den Alkohol, ihren alten Freund, mehr als sie sich eingestehen will. Als sie und Bermann den Täter endlich gefunden haben, wird Louise selbst sein nächstes Opfer.
Es wird vom aktuellen Geschehen in der Schweiz und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleibt das Publikum stets auf dem Laufenden.
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Die Sendung informiert über die Schlagzeilen des Tages aus dem In- und Ausland. Das Nachrichtenmagazin vertieft die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft mit interessanten Hintergrundinformationen.
Allein oder einsam: Seit der Coronakrise rückt das Thema in den Fokus der gesellschaftlichen Debatte. Doch nicht jeder Mensch, der allein ist, ist gleichzeitig einsam. Gern Zeit mit sich selbst zu verbringen, hat keinen guten Ruf. Experten warnen vor Gesundheitsrisiken, sprechen von einer 'Epidemie der Einsamkeit'. Doch wo endet lustvolles Alleinsein, und wo beginnt quälende Einsamkeit? In Grossbritannien gibt es seit 2018 ein 'Ministry of Loneliness'. Immer mehr Länder setzen das Thema auf ihre Agenda, sprechen von einer Krankheit, die so gefährlich sei wie 15 Zigaretten pro Tag. Ein Drittel aller Österreicherinnen und Österreicher, Schweizerinnen und Schweizer und Deutschen lebt allein, Tendenz steigend, und wer den Immobilienmarkt beobachtet, merkt, dass Singlewohnungen dominieren. Sarah Diehl zeigt in ihrem Buch 'Die Freiheit, allein zu sein: Eine Ermutigung', warum vor allem Frauen immer noch zu wenig Räume zum Alleinsein haben. Für sie ist unabhängig sein ein 'Bei-sich-sein', das auch Schaffenskraft wecken kann. Ein Zustand, ein Gefühl, das man in allen Religionen seit Jahrtausenden kennt. Pater Christian lebt im Trappistenkloster Engelszell in Oberösterreich. Der frühere Jurist verbringt den Grossteil seines Tages schweigend, auf der inneren Suche nach Gott. Er sagt: 'Schweigen, Stille sind für uns Instrumente, Handwerkszeug. Wir schweigen nicht, weil das etwas ist, was uns Spass macht, sondern wir versuchen, Lärmquellen auszuschalten, uns zu sammeln und konzentrieren uns auf unsere eigentliche Aufgabe. Die Regel des heiligen Benedikt definiert die Rolle eines Mönches als den Gott suchenden Menschen.' Andererseits kann das Alleinsein auch in Einsamkeit abgleiten und wird immer öfter auch als Epidemie, die uns krank macht, bezeichnet. Ist die Gesellschaft tatsächlich einsamer als früher? Wissenschaftsjournalist und Soziologe Jakob Simmank spricht eher von sozialer Isolation als von Einsamkeit: 'Hinter der vermeintlichen Einsamkeits-Epidemie versteckt sich vor allem ein soziales Problem.' Für ihn ist Altersarmut ein klassischer Prädiktor für soziale Isolation. 'Man sollte eher fragen, wie man verhindern kann, dass Menschen nicht unfreiwillig vereinzelt und isoliert sind', meint er und schlägt vor, dass etwa Nachbarschaftsprojekte nicht eingespart, sondern gefördert werden. Projekte wie etwa das Generationencafé 'Vollpension' in Wien, eine Initiative gegen Altersarmut und -einsamkeit. 'Das ist wie meine Familie', sagt Lucia Hahn, eine der 'Back-Omis', die dort arbeiten. Oder wie der Verein 'Freunde alter Menschen', über den sich Jorge und Ates in Berlin kennengelernt haben – mittlerweile verbindet die beiden eine besondere Freundschaft. Sie sehen sich zweimal im Monat, telefonieren wöchentlich. Jorge meint: 'Ja, ich denke, wichtig ist, man weiss, dass der andere für dich da ist. Das ist das Wichtigste', und Ates stimmt zu: 'Es ist eine Freundschaft auf Augenhöhe.' Studien zeigen: Nicht nur alte, sondern auch junge Menschen kennen das Gefühl der Vereinzelung, des sich 'lost' Fühlens, aber, und das betont auch Jakob Simmank, gleichzeitig sei das Alleinsein verpönt, was den Druck und die 'Fear of missing out' ('FOMO') noch fördere – also die Bedenken, etwas zu verpassen. Das bestätigt auch die Kärntner Comedienne Ina Jovanovic: 'Man hat, glaube ich, als junger Mensch dann schon oft die Angst, einfach Sachen zu verpassen, wenn man nur zu Hause allein sitzt und die anderen leben so das Leben – vor allem mit Social Media – da sieht man ja dann noch mehr, wie cool das Leben der anderen ist. Und du selbst hast halt nicht das Geld oder nicht diese coolen Freunde oder die Möglichkeiten.'
Die Geschichte Habsburgs liest sich heute wie eine Geschichte der Männer. Doch sie erweist sich viel weiblicher, als es der weitverbreiteten Wahrnehmung entspricht. Die Dokumentation erzählt von drei Frauen, die aus dem Hintergrund die Fäden zogen: Zita von Bourbon-Parma, die letzte Kaiserin von Österreich, Maria Theresia von Neapel-Sizilien und Elisabeth Petznek, das einzige Kind des Kronprinzen Rudolf von Österreich. Diese Frauen beschränkten sich nicht darauf, die Machtreflexe der Männer zu kopieren: Sie entwickelten zur Durchsetzung Ziele eigene Strategien. Und alle drei Frauen haben eines gemeinsam: Entscheidende Stationen ihres Lebens und Wirkens sind in Niederösterreich zu finden. Zita von Bourbon-Parma war eine politische Frau, die immer wieder versuchte, im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Etwa bei der 'Sixtus-Affäre': Geheime Verhandlungen des österreichischen Kaiserhauses mit Frankreich sollten den Frieden für die Donaumonarchie bringen. Zita war hier aufgrund ihrer italienisch-französischen Herkunft massgeblich involviert. Ihre prägenden Schauplätze in Niederösterreich erinnern sowohl an festliche Momente wie die Hochzeit in Schloss Schwarzau, aber auch an dramatischere Zeiten, als sie mit ihrer Familie nach der Verzichtserklärung 1918 in Schloss Eckartsau Zuflucht fand. Zita sah die Kaiserkrone mit ihren unverrückbaren Wertvorstellungen als 'gottgegeben'. Ein Abdanken kam deshalb zeit ihres Lebens nicht in Frage. Sie war hart, aber auch herzlich. Auf ihr Bestreben wurde das erste Ministerium für Volksgesundheit gegründet. Ebenso zielstrebig und herzlich: Maria Theresia von Neapel-Sizilien. Die erste Kaiserin von Österreich war das Herz der Familie und eine gesellige, fröhliche Frau. Die Enkelin von Maria Theresia stand ganz klar für eine anti-napoleonische Agenda. Galt ihr Mann als entscheidungsschwach, konnte man das von Maria Theresia nicht behaupten. Zeugen berichteten von einigen politischen Debatten im Park von Schloss Laxenburg, ihrem Wohnsitz. Gemeinsam mit ihrem Ehemann liess sie diesen tatkräftig umbauen und vergrössern. Elisabeth Petznek, geboren als Erzherzogin Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela von Österreich, kam dort viele Jahre später zur Welt. Elisabeth lebte einige Zeit in Schloss Schönau. Dieser Ort, mitten im Herz der Rüstungsindustrie des Ersten Weltkriegs, prägte sie massgeblich. Sie öffnete die Türen für die Kinderfreunde und versorgte die Ortsbewohnerinnen und -bewohner mit Obst und Gemüse aus ihrem Garten. Die Lieblingsenkelin von Kaiser Franz Joseph wurde engagiertes Mitglied der Sozialdemokratie, was ihr den Beinamen 'rote Erzherzogin' einbrachte. Der Schauspieler Friedrich von Thun begibt sich auf Spurensuche und besucht die niederösterreichischen Schauplätze von Habsburgs heimlichen Herrscherinnen.
Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstrecken sich ein Naturparadies und die grösste Felsschlucht Europas: das Gesäuse. Es ist der mit mehr als 11.000 Hektar drittgrösste Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, furchterregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten. Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander. Am Eingang des Gesäuses steht ein ehemals bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, das weltberühmte Benediktinerstift Admont. Die Mönche des Stifts begannen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, die Tier- und Pflanzenwelt dieser Berge zu erforschen.
Der Untersberg ist ein riesiger Gebirgsstock zwischen Salzburg und Bayern. Zahlreiche Mythen ranken sich um ihn. Von den Bewohnern der Region wird er auch 'Wunderberg' genannt. Mehr als ein Jahr lang waren Thomas Rilk und Bernd Seidel für den Film am schwer begehbaren Massiv des Untersbergs unterwegs. Im Wechsel der Jahreszeiten wird die vielfältige Bedeutung des Bergs für die Lebensgrundlage der dort angesiedelten Menschen deutlich.
Umgeben von Stadtwüste und sterilem Beton verlieren immer mehr Tiere ihre letzten Rückzugsflächen. Doch wo der Mensch sich zurückzieht, spriesst und krabbelt es. So auch mitten in Wien. Die Natur dringt aus allen noch so winzigen Asphalt- und Betonritzen und erobert sich ihr Recht zurück. Für viele freilebende Tiere sind solche 'Gstettn' oft die letzten Rückzugsmöglichkeiten in der Stadt. Die Dokumentation aus der Reihe 'Universum' präsentiert die Vielfalt der 'Wiener Gstettn', einer kaum bekannten Wildnis in der Grossstadt. Redaktionshinweis: Einen Tag lang heisst es bei 3sat: 'Echt Tierisch'.
Der Wanderfalke ist ein ganz besonderer Vogel: Er ist mit 300 Kilometern pro Stunde auf Jagdflügen im Naturparadies Seefeld unterwegs. Manfred Corrine und seine Kamerateams haben ein Brutpaar ein Jahr lang begleitet – von den eindrucksvollen Balzflügen im Frühjahr über die Aufzucht der Jungen, das Ausfliegen der neuen Generation bis zu deren ersten Jagdversuchen. Die Filmemacher waren vom Seefelder Plateau bis zur höchsten Spitze des Karwendels in allen Landschaften der Region unterwegs und trotzten auch den Schneemassen, um alle Bewohner dieses Gebiets im Jahreslauf zu beobachten. Im Grenzgebiet von Tirol und Bayern hat sich eines der grössten Wildnisgebiete der Alpen erhalten: Das auf 1200 Metern Höhe liegende Seefelder Plateau und die es begrenzenden Gebirgszüge sind ein hoch dynamischer Lebensraum, geprägt von rauen klimatischen Bedingungen. Es ist eine Region, die von Anpassungskünstlern bewohnt wird, die zwischen tiefen Tälern und Schluchten und Berggipfeln mit beinahe 3000 Metern Höhe ihr Zuhause gefunden haben. Sie sind die Protagonisten dieses Films: Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere, Wasseramseln und Alpenskorpione.
Die Lauenburgischen Seen, zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, sind mit über 470 Quadratkilometern der drittgrösste Naturpark Schleswig-Holsteins. Mit seinen ausgedehnten Waldgebieten, 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee ist es das grösste Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und gehört zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. 25 Jahre nach der Wende hat die Natur die Wunde geheilt, und auch die Narben verblassen allmählich. Die Teilung Deutschlands mit ihren Sperrzonen an der Grenze hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich dort nun auch wieder verschollene Tiere an – die Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen auf eindrucksvolle Weise den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Sie erzählen spannende Geschichten von jagenden Seeadlern, grossen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Sie zeigen, wie empfindlich dieses Refugium ist und halten traurige Momente fest, in denen der Seeadler, der König der Lüfte, mit einer Bleivergiftung in einer Klinik ums Überleben kämpft. Sie sind hautnah dabei, wenn ein Kranich Geburtshilfe leistet, zeigen, wie südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe liefern, um die Weibchen zu erobern. Und sie erklären die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung der Landschaft und Artenvielfalt. Umrahmt wird all dies durch ruhige Momente fantastischer Luftaufnahmen die verdeutlichen, wie abwechslungsreich die Lauenburgischen Seen sind.
Im Kalten Krieg stehen sich zwei verfeindete politische Systeme gegenüber. Doch trotz Mauer verlieben sich Menschen aus Ost und West ineinander und wollen miteinander leben. Manche führt das in eine gemeinsame Zukunft, andere in den Tod. In der Dokumentation berichten Zeitzeugen von ihrem Kampf um Selbstbestimmung und von lebensgefährlichen Fluchtversuchen, um die Liebe ihres Lebens nicht zu verlieren. Kriege werden von Regierungen geführt. Doch sie haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen. So ist es auch im Kalten Krieg, als sich zwei verfeindete politische Systeme gegenüberstehen, Deutschland in zwei Teile geteilt ist und Kontakt zum 'Klassenfeind' im Westen für DDR-Bürgerinnen und -Bürger ein Problem ist. Trotzdem verlieben sich Menschen aus Ost und West ineinander, denn die Liebe geht eigene Wege. Manchmal führen diese Wege in eine gemeinsame Zukunft – manchmal in den Tod. Der Film erzählt authentische, abenteuerliche und tragische Liebesgeschichten aus einer Zeit, die viele Menschen vor existenzielle Herausforderungen gestellt hat. Zeitzeugen berichten von ihrem mutigen Kampf um Selbstbestimmung und von lebensgefährlichen Fluchtversuchen, um als Ost-West-Paar zusammenleben zu können. Ingrid etwa wird wegen ihrer Beziehung zu einem Westdeutschen von der Staatssicherheit verfolgt und beteiligt sich aus Verzweiflung an einer Flugzeugentführung. Für den 19-jährigen Manfred gibt es nur eine Möglichkeit, zu seiner gleichaltrigen Freundin in Westberlin zu kommen: Er gräbt einen Tunnel unter der Berliner Mauer. Christiane will mit ihrem amerikanischen Freund zusammenleben und stellt einen Ausreiseantrag. Jahrelang wird das Paar von den DDR-Behörden schikaniert – dann werden die beiden Eltern. Und Wera versucht, mit ihrem westdeutschen Verlobten über Bulgarien in den Westen zu fliehen – doch auch diese Grenze ist gut bewacht. Ein Film über die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung, über grossen Mut, die Kraft der Liebe und die Grausamkeit des (Kalten) Kriegs.
Auf der Fahrt zu einem Junggesellenabschied verunglücken zwei junge Männer in ihrem Auto tödlich und stürzen in einen Fluss. Ihre Leichen werden der Bestatterin Lisa Taubenbaum anvertraut. Die beiden hatten gemeinsam mit Mario, dem Eigentümer des Wagens, Junggesellenabschied gefeiert. Aber wo ist Mario? Marios Ehefrau Conny weiss nicht, ob sie hoffen oder bangen soll. Lisa, die in der Schulzeit mit Mario liiert war, ist überzeugt, dass er noch lebt. Sie gerät in Clinch mit dem ermittelnden Kommissar Thomas Zellinger, den sie hartnäckig auf Ungereimtheiten aufmerksam macht. Als Mario nach einigen Tagen quicklebendig in Hepperlingen auftaucht, vermutet Zellinger, dass er den Tod seiner beiden Freunde vorsätzlich verursacht hat, und präsentiert ein Motiv, von dem Lisa nicht überzeugt ist. Sie nimmt ihre alte Liebe bei sich auf und erregt damit den Unmut von Zellinger. Mario schweigt beharrlich. Obwohl er alle ausser Lisa gegen sich hat, möchte er keinesfalls preisgeben, was in der Nacht des Unfalls wirklich geschehen ist.
Répétition
W
Cast
Anna Fischer, Artus Maria Matthiessen, Frederik Bott, Christoph Letkowski, Ricarda Seifried, Jakob Gessner, Ulrike Willenbacher
'Reporter' rückt Menschen sowie deren Schicksale und Abenteuer ins Zentrum, deren Geschichte in der Schweiz und weltweit gesellschaftliche oder politische Trends illustriert. Die Inhalte sind weit gefächert. Gezeigt werden neben den grossen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags. 'Reporter' pflegt die klassische Reportage: Lineare Dramaturgien, subjektives Erzählen, der Reporter als Augenzeuge, authentische Emotionen.
Im Kalten Krieg stehen sich zwei verfeindete politische Systeme gegenüber. Doch trotz Mauer verlieben sich Menschen aus Ost und West ineinander und wollen miteinander leben. Manche führt das in eine gemeinsame Zukunft, andere in den Tod. In der Dokumentation berichten Zeitzeugen von ihrem Kampf um Selbstbestimmung und von lebensgefährlichen Fluchtversuchen, um die Liebe ihres Lebens nicht zu verlieren. Kriege werden von Regierungen geführt. Doch sie haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen. So ist es auch im Kalten Krieg, als sich zwei verfeindete politische Systeme gegenüberstehen, Deutschland in zwei Teile geteilt ist und Kontakt zum 'Klassenfeind' im Westen für DDR-Bürgerinnen und -Bürger ein Problem ist. Trotzdem verlieben sich Menschen aus Ost und West ineinander, denn die Liebe geht eigene Wege. Manchmal führen diese Wege in eine gemeinsame Zukunft – manchmal in den Tod. Der Film erzählt authentische, abenteuerliche und tragische Liebesgeschichten aus einer Zeit, die viele Menschen vor existenzielle Herausforderungen gestellt hat. Zeitzeugen berichten von ihrem mutigen Kampf um Selbstbestimmung und von lebensgefährlichen Fluchtversuchen, um als Ost-West-Paar zusammenleben zu können. Ingrid etwa wird wegen ihrer Beziehung zu einem Westdeutschen von der Staatssicherheit verfolgt und beteiligt sich aus Verzweiflung an einer Flugzeugentführung. Für den 19-jährigen Manfred gibt es nur eine Möglichkeit, zu seiner gleichaltrigen Freundin in Westberlin zu kommen: Er gräbt einen Tunnel unter der Berliner Mauer. Christiane will mit ihrem amerikanischen Freund zusammenleben und stellt einen Ausreiseantrag. Jahrelang wird das Paar von den DDR-Behörden schikaniert – dann werden die beiden Eltern. Und Wera versucht, mit ihrem westdeutschen Verlobten über Bulgarien in den Westen zu fliehen – doch auch diese Grenze ist gut bewacht. Ein Film über die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung, über grossen Mut, die Kraft der Liebe und die Grausamkeit des (Kalten) Kriegs.
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? Das Magazin stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Es zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren.
Auf der Fahrt zu einem Junggesellenabschied verunglücken zwei junge Männer in ihrem Auto tödlich und stürzen in einen Fluss. Ihre Leichen werden der Bestatterin Lisa Taubenbaum anvertraut. Die beiden hatten gemeinsam mit Mario, dem Eigentümer des Wagens, Junggesellenabschied gefeiert. Aber wo ist Mario? Marios Ehefrau Conny weiss nicht, ob sie hoffen oder bangen soll. Lisa, die in der Schulzeit mit Mario liiert war, ist überzeugt, dass er noch lebt. Sie gerät in Clinch mit dem ermittelnden Kommissar Thomas Zellinger, den sie hartnäckig auf Ungereimtheiten aufmerksam macht. Als Mario nach einigen Tagen quicklebendig in Hepperlingen auftaucht, vermutet Zellinger, dass er den Tod seiner beiden Freunde vorsätzlich verursacht hat, und präsentiert ein Motiv, von dem Lisa nicht überzeugt ist. Sie nimmt ihre alte Liebe bei sich auf und erregt damit den Unmut von Zellinger. Mario schweigt beharrlich. Obwohl er alle ausser Lisa gegen sich hat, möchte er keinesfalls preisgeben, was in der Nacht des Unfalls wirklich geschehen ist.
Cast
Anna Fischer, Artus Maria Matthiessen, Frederik Bott, Christoph Letkowski, Ricarda Seifried, Jakob Gessner, Ulrike Willenbacher
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Mitten in Europa liegt eine Wildnis, die unersetzlich ist für den Vogelzug des Kontinents. Der Film stellt das Naturschutzgebiet vor den Toren der Grossstadt Münster in Westfalen vor. Wie auf einem Flughafen landen und starten dort gefiederte Gäste aus aller Welt. Im Frühjahr rasten beispielsweise unzählige seltene Limikolen-Arten in der kleinen Wasserwildnis im Münsterland, um Kraft zu tanken für ihre Reisen in die nordischen Brutgebiete. Bis zu 7000 Kilometer legen einige dieser Watvögel zurück. Ohne naturbelassene Feuchtgebiete auf ihren Routen könnten sie diese Spitzenleistungen kaum schaffen. Die Rieselfelder sind nicht nur wegen ihrer riesigen Artenvielfalt so besonders, sondern auch, weil sie erst durch den Einfluss des Menschen entstehen konnten. Auf einer Fläche, die so gross ist wie 1000 Fussballfelder, wurde früher das Abwasser von Münster gereinigt. Bis in die 1970er-Jahre hinein führten Kanalrohre das gesamte Schmutzwasser der Stadt in die offene Heidelandschaft. Ein Dschungel aus Schilfpflanzen reinigte das Abwasser, ehe es im sandigen Boden wie durch einen Filter versickerte. Ungewollt hatte der Mensch ein Paradies für Wasservögel geschaffen, die sich in der vormodernen Kläranlage ansiedelten. Während überall in Europa die wertvollen Feuchtgebiete der Landwirtschaft und dem Städtebau geopfert wurden, passierte dort das Gegenteil: Eine künstliche Wasserwildnis entstand. Der Film zeigt in eindrucksvollen Tiergeschichten, welche Vielfalt sich bis heute in der menschgemachten Wildnis ausbreiten konnte. Super-Zeitlupen erlauben Einblicke in Verhaltensweisen, die mit dem blossen Auge kaum wahrnehmbar wären. Seltene Limikolen bevölkern im Frühjahr und Herbst die Wasserflächen. Im Sommer dient die wilde Sumpflandschaft als Kinderstube für Rohrweihe, Storch und Fuchs. Die Kamera schaut in verborgene Welten, die nur durch aufwendigen technischen Einsatz sichtbar werden. Die Filmemacher Christian Baumeister und Max Meis wagen es, den klassischen Naturfilm kreativ zu erweitern. Mit historischen Bildern und spektakulären Luftaufnahmen erzählen sie die einzigartige Geschichte dieser Wildnis aus Menschenhand: von den Anfängen als vormoderne Kläranlage über die Entdeckung eines Naturparadieses bis zum Kampf von Naturschützern für den Fortbestand der Wasserwildnis. Der Zuschauer taucht in eine ungewöhnliche Geschichte ein, die exemplarisch zeigt, dass Mensch und Natur gut miteinander existieren können. Unbeabsichtigt ist aus der menschlichen Zivilisation ein einzigartiges Naturparadies entstanden, das heute Besucher aus aller Welt anlockt. In einer Zeit, in der intensive Landwirtschaft die Natur verkümmern lässt, in der aus wilden Wiesen Agrarsteppen werden, sind die Rieselfelder wie eine Insel, die den Tieren Zuflucht und Lebensraum bietet.
Die Dokumentation 'Kleine Meise ganz gross' erzählt die Geschichte eines Kohlmeisen-Jungen vom Schlupf bis ins Erwachsenenalter und von der ungewöhnlichen Suche nach einem eigenen Revier. Der Film enthüllt dabei die verborgene und zauberhafte Welt der Kohlmeisen in einer Mischung aus beeindruckenden Aufnahmen, verblüffenden Beobachtungen und feinem Humor. Kleine Meise – mit grossem Unterhaltungswert! Unter den kleinen Meisen ist sie ganz gross – die Kohlmeise. Sie ist sogar die grösste heimische Meise und von ihrer Anzahl her die häufigste, die es überall in Europa gibt. Sie ist deshalb auch die wahrscheinlich bekannteste Meisenart. Aber kennen wir den 'Allerweltsvogel' mit der schwarzen Haube und dem gelben Gefieder? Dieser Film entführt in eine Welt direkt vor unserer Tür, die den meisten verborgen bleibt. Denn Kohlmeisen verfügen über erstaunliche Qualitäten: Sie können ganze Heerscharen von Raupen besiegen. Sie sind wagemutige Akrobaten, die sich auch gegen Grössere zu wehren wissen. Und Kohlmeisen sind clevere soziale Netzwerker, die sich mit anderen Vögeln zur Nahrungssuche verbünden. Als intelligente Kommunikatoren können sie ihren Gesang wie eine Sprache benutzen. Kohlmeisen sind fürsorglich, vorausschauend, wagemutig und vor allem – höchst anpassungsfähig. Ob im Garten, im Wald oder in der Stadt, überall kommen sie zurecht. Ein Erfolgskonzept. Aber nicht ihr einziges: Manche Kohlmeisen haben auch ein 'Entdecker-Gen', das ihnen sogar entferntere Welten eröffnet.
Die Lauenburgischen Seen, zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, sind mit über 470 Quadratkilometern der drittgrösste Naturpark Schleswig-Holsteins. Mit seinen ausgedehnten Waldgebieten, 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee ist es das grösste Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und gehört zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. 25 Jahre nach der Wende hat die Natur die Wunde geheilt, und auch die Narben verblassen allmählich. Die Teilung Deutschlands mit ihren Sperrzonen an der Grenze hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich dort nun auch wieder verschollene Tiere an – die Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen auf eindrucksvolle Weise den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Sie erzählen spannende Geschichten von jagenden Seeadlern, grossen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Sie zeigen, wie empfindlich dieses Refugium ist und halten traurige Momente fest, in denen der Seeadler, der König der Lüfte, mit einer Bleivergiftung in einer Klinik ums Überleben kämpft. Sie sind hautnah dabei, wenn ein Kranich Geburtshilfe leistet, zeigen, wie südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe liefern, um die Weibchen zu erobern. Und sie erklären die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung der Landschaft und Artenvielfalt. Umrahmt wird all dies durch ruhige Momente fantastischer Luftaufnahmen die verdeutlichen, wie abwechslungsreich die Lauenburgischen Seen sind.
Karl Ploberger präsentiert einen Tiroler Gastgarten, praxisnahe Erdäpfeltipps und Kräuterhexe Uschi Zezelitsch widmet sich dem aromatischen Lauch in all seinen Facetten. Die Gärtnerinnen auf der Garten Tulln gestalten natürliche Frühlingsdekorationen. Christine und Josef Riedmann öffnen ihren Garten mit Teich, Alpinum und begrüntem Dach des Gartenhauses am Fusse der Hohen Salve im Brixental. Karl Ploberger widmet sich den Erdäpfeln – vom Anbau im Topf über Sortenwahl, Pflege und Ernte bis zur Frage, wie Kraut- und Braunfäule wirksam vorgebeugt werden kann. Neben grundlegenden Kulturmassnahmen steht eine Auswahl bewährter Pflanzenstärkungsmittel aus dem Bioanbau im Mittelpunkt. Uschi Zezelitsch widmet sich dem Lauch, einer alten Kulturpflanze mit langer Tradition. Sie erzählt von Sorten, Herkunft und gesunden Inhaltsstoffen und zeigt, wie vielseitig Lauch in der Küche eingesetzt werden kann. Als Rezeptidee entstehen 'schwimmende Lauchrosen' aus Filo- oder Yufkateig, gefüllt mit Lauch und vielem mehr. Die Gärtnerinnen auf der Garten Tulln gestalten natürliche Frühlingsdekorationen: einen aus Ruten geflochtenen Kranz, verziert mit Moos, Flechten und Blühpflanzen, sowie eine mit Naturmaterialien bestückte Rindenschale. Der Fokus liegt auf nachhaltigen Materialien aus dem eigenen Garten. Karl Ploberger beantwortet die Gartenfrage der Woche: Was kann man gegen Kraut- und Braunfäule machen?
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Menorca wird 'die kleine Schwester von Mallorca' genannt und ist die zweitgrösste Insel der Balearen. Ganz Menorca ist Biosphärenreservat mit einer grossen Artenvielfalt. Menorca ist der östlichste Punkt Spaniens im Mittelmeer. Diese Folge der Reihe erkundet das UNESCO-Weltkulturerbe der talayotischen Bauten und stellt die typisch menorquinische Reitkunst vor – die Menorquiner haben sogar ihre eigene Pferderasse auf der Insel. Menorca bezaubert vor allem durch türkises Wasser, unberührte Natur, grosse geologische Vielfalt und viele Einzigartigkeiten, die nur dort zu finden sind. Obwohl sie nur ein Fünftel der Nachbarinsel Mallorca misst, hat Menorca im Mittelmeer seit jeher eine grosse strategische Bedeutung. Araber, Briten und Franzosen stritten um die Vormacht am Hafen der Hauptstadt Mahón, bevor die Insel 1802 spanisch wurde. Der sechs Kilometer lange Naturhafen gilt als grösster Europas und war schon immer bei den Seemächten begehrt. Davon zeugen auch die vielen historischen Befestigungsanlagen an der majestätischen Hafeneinfahrt. Auch die jahrtausendealten Talayot-Siedlungen sind ein Relikt der bewegten Geschichte der Insel. Die hohen Steintürme aus der Bronzezeit geben noch heute Rätsel auf. Über 2000 Ausgrabungsstätten gibt es auf Menorca. Aus der Talayot-Kultur stammen auch die gefürchteten Steinschleuderer, die der Inselgruppe ihren Namen gaben, denn 'Balearen' heisst übersetzt 'Steinschleuderkämpfer'. Mit Bleikugeln wurden sie zur Waffe – und die Menorquiner zogen schon für die Römer in die Schlachten. Heute ist es ein friedvoller Volkssport. Menorca hat sich eine sehr eigene Kultur bewahrt. Mit inseltypischen Sandalen, aromatischem Käse und sogar einer eigenen Pferderasse unterstreichen die Menorquiner ihre Einzigartigkeit. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen.
Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen. Diese Folge zeigt die grösste Baleareninsel Mallorca mit ihrer die Schönheit und Vielfalt. Sie begleitet Meeresbiologen bei der Rettung der Neptungraswiesen, zeigt, wie Wissenschaftler sich für den Schutz der Mönchsgeier in der Serra de Tramuntana einsetzen und trifft Korbflechterinnen von Capdepera, die eine alte Handwerkskunst bewahren. Mallorca, bekannt für seine steilen Küsten, die majestätische Serra de Tramuntana und fruchtbaren Olivenhaine, ist auch Heimat des Wissenschaftlers José Escaño Roepstorff. Er versucht mit dem Projekt 'MedGardens', die bedrohten Neptungraswiesen rund um die Insel zu retten. Diese Unterwasserpflanzen sind wichtig für das marine Ökosystem, aber durch Tourismus und Umweltverschmutzung stark gefährdet. Mit viel Hingabe werden sie gesammelt und an geeigneten Stellen wieder angesiedelt. In die Höhen der Serra de Tramuntana arbeitet Pep Tapia von der 'Fundación Vida Silvestre Mediterránea' unermüdlich für den Schutz der Mönchsgeier. Diese majestätischen Vögel waren einst vom Aussterben bedroht, doch dank der Bemühungen von Naturschützern leben wieder rund 350 Exemplare auf der Insel. Mit Kameras überwachen sie die Geier und dokumentieren ihre Lebensweise, um ihren Fortbestand zu sichern. In Capdepera bewahren die 'Ses Madones de sa Llata' eine alte Handwerkskunst: das Flechten von Körben und anderen Gegenständen aus Palmblättern. Antonella Farris und Araceli Iranzo haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese uralte Tradition zu erlernen und weiterzuführen, um das Wissen der letzten Korbflechterinnen für kommende Generationen zu erhalten. Die Folge zeigt auch Mallorcas kulturelles Erbe – von den maurischen Terrassen bis zur modernen Küche, wo traditionelle Speisen wie das Gebäck Ensaïmada und die Rohwurst Sobrasada immer noch eine wichtige Rolle spielen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das Trio Bikini Beach vom Bodensee verbindet High-Energy-Fuzz mit gepflegter Slacker-Attitude und infektiösen Garage Punk mit Surf und Psychedelic. Heraus kommt ein Sound wie aus der Hitschmiede der Fuzztones oder Miracle Workers. Bikini Beach haben bereits eine Menge Alben auf den gebräunten Buckeln und trotzdem nichts von ihrer Rotzigkeit verloren. Auf vermeintliche Garage-Vorbilder aus den 1970er- und 1980er-Jahren angesprochen, ist die Band erstaunlich unbeleckt: 'Diese Bands kannten wir tatsächlich bis vor Kurzem gar nicht', sagt Sänger und Gitarrist Nils. 'Eigentlich gibt es null Verbindung zu den Eighties wie auch zu den Seventies. Die haben sich auch nur an den Sixties orientiert, wie wir.' Stattdessen sind es die frühen Alben von Ty Segall, Thee Oh Sees, Sixties-Garage, Them, Link Wray und den Beatles, die Bikini Beach inspirieren. Auch Nirvana, Joy Division oder Black Metal haben es der südbadischen Combo angetan. Der Garagenrock Marke Bikini Beach strotzt nur so von Distortion, Fuzz, Echos und Delays. Ihre Songs sind meistens kurz, nach zwei bis drei Minuten ist alles erzählt. Kein unnötiges Gramm Fett: grandiose Hooks, Beats, die in die Beine gehen, elektrisierende Background-Chöre – fertig ist die Laube.
Nach jahrelanger Pause erwachte die Kapelle Herrenmagazin 2023 aus dem Schlaf der Vernunft, mit dem Plan, vereinzelt wieder aufzutreten. Die vier Hamburger hatten Indie Rock mit schnoddriger Eleganz und Verve erst salonfähig und sich dann jahrelang rar gemacht. Seit 2004 gibt es das Hamburger Quartett um den Schlagzeuger und Gitarristen Rasmus Engler bereits. 2008 erschien ihr Debütalbum 'Atzelgift'. Gründungsmitglieder sind neben Engler Deniz Jaspersen (Gitarre, Gesang) und Philip Wildfang (Gitarre). 2005 kam Bassist Paul Konopacka dazu. 2009 übernahm König Wilhelmsburg für Philip Wildfang an der Gitarre. Deutscher Post-Punk und Indie Rock sind die Eckpfeiler, zwischen denen sich die Band bewegt, ihre Texte sind melancholisch, aufrichtig und strotzen vor Sprachwitz. Nach vier Alben kündete die Band 2016 eine längere Schaffenspause an. Die Comeback-Konzerte von Herrenmagazin im Jahr 2023 waren ausverkauft oder mussten in grössere Säle verlegt werden. Aufgrund der vielen Arme, die ihnen entgegengereckt wurden, vergass sogar diese Band ihren lieb gewonnenen Pessimismus und geht seitdem wieder regelmässig auf Tour. Ihr Erfolgsrezept fürs lange Durchhalten lautet: Freundschaft und Chaos.
Wanda Rutkiewicz war die erste Frau auf dem K2 und die erste Europäerin auf dem Mount Everest. Ihre Erfolge machten sie weltberühmt – und zur Aussenseiterin in der Männerwelt des Alpinismus. 30 Jahre nach ihrem Verschwinden beginnt eine Spurensuche im Himalaja. Wanda Rutkiewicz war eine Pionierin: Als erste Frau stand sie auf dem K2, als erste Europäerin auf dem Mount Everest. Acht Achttausender hatte sie bezwungen, als sie 1992 zu ihrer letzten Expedition aufbrach – zum Kangchendzönga. Von dort kehrte sie nie zurück. Seither ranken sich Mythen um ihr Verschwinden: Ist sie abgestürzt? Oder hat sie sich in ein abgelegenes buddhistisches Kloster zurückgezogen? Drei Jahrzehnte später begibt sich die erfahrene Alpinistin und Regisseurin Eliza Kubarska auf Wandas Spuren. Ihre Reise führt durch Archive, über schwindelerregende Pfade und in abgelegene Täler des Himalajas. Begegnungen mit Yak-Hirten, Nonnen und Bergsteigerlegenden wie Reinhold Messner zeichnen ein vielschichtiges Bild der charismatischen Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupteten musste. Originalaufnahmen, Interviews, Tagebuchauszüge und persönliche Erinnerungen lassen Wanda Rutkiewicz selbst zu Wort kommen. Eliza Kubarska gelingt ein vielschichtiges Portrait einer beeindruckenden und eigenwilligen Bergsteigerin, deren grösster Fehler es war, ihren männlichen Bergsteigerkollegen überlegen zu sein.
Cast
Wanda Rutkiewicz, Reinhold Messner, Krzysztof Wielicki
Mitten in Europa liegt eine Wildnis, die unersetzlich ist für den Vogelzug des Kontinents. Der Film stellt das Naturschutzgebiet vor den Toren der Grossstadt Münster in Westfalen vor. Wie auf einem Flughafen landen und starten dort gefiederte Gäste aus aller Welt. Im Frühjahr rasten beispielsweise unzählige seltene Limikolen-Arten in der kleinen Wasserwildnis im Münsterland, um Kraft zu tanken für ihre Reisen in die nordischen Brutgebiete. Bis zu 7000 Kilometer legen einige dieser Watvögel zurück. Ohne naturbelassene Feuchtgebiete auf ihren Routen könnten sie diese Spitzenleistungen kaum schaffen. Die Rieselfelder sind nicht nur wegen ihrer riesigen Artenvielfalt so besonders, sondern auch, weil sie erst durch den Einfluss des Menschen entstehen konnten. Auf einer Fläche, die so gross ist wie 1000 Fussballfelder, wurde früher das Abwasser von Münster gereinigt. Bis in die 1970er-Jahre hinein führten Kanalrohre das gesamte Schmutzwasser der Stadt in die offene Heidelandschaft. Ein Dschungel aus Schilfpflanzen reinigte das Abwasser, ehe es im sandigen Boden wie durch einen Filter versickerte. Ungewollt hatte der Mensch ein Paradies für Wasservögel geschaffen, die sich in der vormodernen Kläranlage ansiedelten. Während überall in Europa die wertvollen Feuchtgebiete der Landwirtschaft und dem Städtebau geopfert wurden, passierte dort das Gegenteil: Eine künstliche Wasserwildnis entstand. Der Film zeigt in eindrucksvollen Tiergeschichten, welche Vielfalt sich bis heute in der menschgemachten Wildnis ausbreiten konnte. Super-Zeitlupen erlauben Einblicke in Verhaltensweisen, die mit dem blossen Auge kaum wahrnehmbar wären. Seltene Limikolen bevölkern im Frühjahr und Herbst die Wasserflächen. Im Sommer dient die wilde Sumpflandschaft als Kinderstube für Rohrweihe, Storch und Fuchs. Die Kamera schaut in verborgene Welten, die nur durch aufwendigen technischen Einsatz sichtbar werden. Die Filmemacher Christian Baumeister und Max Meis wagen es, den klassischen Naturfilm kreativ zu erweitern. Mit historischen Bildern und spektakulären Luftaufnahmen erzählen sie die einzigartige Geschichte dieser Wildnis aus Menschenhand: von den Anfängen als vormoderne Kläranlage über die Entdeckung eines Naturparadieses bis zum Kampf von Naturschützern für den Fortbestand der Wasserwildnis. Der Zuschauer taucht in eine ungewöhnliche Geschichte ein, die exemplarisch zeigt, dass Mensch und Natur gut miteinander existieren können. Unbeabsichtigt ist aus der menschlichen Zivilisation ein einzigartiges Naturparadies entstanden, das heute Besucher aus aller Welt anlockt. In einer Zeit, in der intensive Landwirtschaft die Natur verkümmern lässt, in der aus wilden Wiesen Agrarsteppen werden, sind die Rieselfelder wie eine Insel, die den Tieren Zuflucht und Lebensraum bietet.
Die Dokumentation 'Kleine Meise ganz gross' erzählt die Geschichte eines Kohlmeisen-Jungen vom Schlupf bis ins Erwachsenenalter und von der ungewöhnlichen Suche nach einem eigenen Revier. Der Film enthüllt dabei die verborgene und zauberhafte Welt der Kohlmeisen in einer Mischung aus beeindruckenden Aufnahmen, verblüffenden Beobachtungen und feinem Humor. Kleine Meise – mit grossem Unterhaltungswert! Unter den kleinen Meisen ist sie ganz gross – die Kohlmeise. Sie ist sogar die grösste heimische Meise und von ihrer Anzahl her die häufigste, die es überall in Europa gibt. Sie ist deshalb auch die wahrscheinlich bekannteste Meisenart. Aber kennen wir den 'Allerweltsvogel' mit der schwarzen Haube und dem gelben Gefieder? Dieser Film entführt in eine Welt direkt vor unserer Tür, die den meisten verborgen bleibt. Denn Kohlmeisen verfügen über erstaunliche Qualitäten: Sie können ganze Heerscharen von Raupen besiegen. Sie sind wagemutige Akrobaten, die sich auch gegen Grössere zu wehren wissen. Und Kohlmeisen sind clevere soziale Netzwerker, die sich mit anderen Vögeln zur Nahrungssuche verbünden. Als intelligente Kommunikatoren können sie ihren Gesang wie eine Sprache benutzen. Kohlmeisen sind fürsorglich, vorausschauend, wagemutig und vor allem – höchst anpassungsfähig. Ob im Garten, im Wald oder in der Stadt, überall kommen sie zurecht. Ein Erfolgskonzept. Aber nicht ihr einziges: Manche Kohlmeisen haben auch ein 'Entdecker-Gen', das ihnen sogar entferntere Welten eröffnet.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Tiefblaues Meer, goldene Strände, ein paar Dörfer und Leuchttürme – das ist längst nicht alles, was Formentera, die kleinste Insel der Balearen, zu bieten hat. Diese Folge begleitet unter anderem den Fotografen Gerardo Ferrero bei seiner täglichen Tour durch das Naturschutzgebiet 'Ses Salines'. Im Frühling ist Brutzeit, und auch zahlreiche Zugvögel machen dort Station. Vor der Küste sind Unterwasserarchäologen dabei, Spuren der langen Geschichte der Insel aufzuspüren. Sie entdecken Anker und Kanonen – Zeugen der Schlachten, die dort stattfanden, um Piraten zu bekämpfen. Am Meeresboden wachsen rund um Formentera auch die Seegraswiesen – sie sind die Lunge des Mittelmeers und ein wichtiges Ökosystem. Das will die Ozeanografin Daisee Aguilera Einheimischen und Touristen zu vermitteln, indem sie mit ihnen Kajaktouren unternimmt. Für den Fischer Raúl Colomar Tur sind die Seegraswiesen beides: ein Segen, weil sie für Fischreichtum sorgen – und ein Ärgernis, weil das Gras seine Netze verstopft. Fangen tut er trotzdem reichlich. An Land bereiten sich die Tänzerinnen des traditionellen Bauernballs, des 'Ball Pagès', auf ihren Auftritt vor. Dafür müssen aufwendige Kostüme geschneidert, Instrumente und Tänze geübt werden. Aktivisten sind unterdessen dabei, die Strände von Mikroplastik zu befreien. Und sie machen Kunst aus den angeschwemmten Fundstücken. Rauls Fisch trocknet später in der Bucht von Es Caló an der Leine. Daraus wird der traditionelle Trockenfisch Peix Sec, den ein Koch im Restaurant gleich nebenan zum beliebten Bauernsalat verarbeitet. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen.
Ibiza steht für exzessive Partys, für Luxustourismus auf der einen, Hippie-Träume auf der anderen Seite. Dass Fremde auf der Insel ihr Glück suchen, sind die Einheimischen lange gewohnt. Phönizier, Römer, Mauren – alle waren sie da, viele blieben. Die Ibizenker nehmen es gelassen. Ihr Geheimnis: Weltoffenheit pflegen und trotzdem die eigenen Traditionen bewahren. Diese Folge taucht in den Alltag der Einheimischen ein. Im Naturpark 'Ses Salines' gewinnen Salzgärtner seit Generationen durch ein ausgeklügeltes System von Wasserbecken das berühmte Ibiza-Salz. Das Meer rund um die Insel ist das Reich der Apnoetaucherin Sarah González Tur, die in minutenlangen Tauchgängen die bunte Unterwasserwelt erkundet. Im Innern der Insel hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Mit Löschübungen trainieren die Feuerwehrleute für den Ernstfall. Weil das bäuerliche Leben verschwindet, wächst immer mehr Wald – eine Gefahr angesichts zunehmender Trockenheit. Einige Landwirte aber gibt es noch. Auf der Finca der Familie Marí sind auch die jungen Familienmitglieder eingestiegen, sie wollen die Farm fit für die Zukunft machen. Lokal essen mögen auch die Züchter der uralten Hunderasse Podenco Ibicenco: Mit ihren schnellen Hunden gehen sie auf Kaninchenjagd. Doch am Ende ist die Beute weniger wichtig als der Auslauf von Hunden und Herrchen. Die Reise endet im Süden der Insel. In der Hauptstadt Eivissa weiht die Goldschmiedin Elisa Pomar in die Symbolik des prächtigen ibizenkischen Schmucks ein – über Jahrhunderte Ausstattung vieler Mädchen und bis heute eine lebendige Tradition. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen.
Menorca wird 'die kleine Schwester von Mallorca' genannt und ist die zweitgrösste Insel der Balearen. Ganz Menorca ist Biosphärenreservat mit einer grossen Artenvielfalt. Menorca ist der östlichste Punkt Spaniens im Mittelmeer. Diese Folge der Reihe erkundet das UNESCO-Weltkulturerbe der talayotischen Bauten und stellt die typisch menorquinische Reitkunst vor – die Menorquiner haben sogar ihre eigene Pferderasse auf der Insel. Menorca bezaubert vor allem durch türkises Wasser, unberührte Natur, grosse geologische Vielfalt und viele Einzigartigkeiten, die nur dort zu finden sind. Obwohl sie nur ein Fünftel der Nachbarinsel Mallorca misst, hat Menorca im Mittelmeer seit jeher eine grosse strategische Bedeutung. Araber, Briten und Franzosen stritten um die Vormacht am Hafen der Hauptstadt Mahón, bevor die Insel 1802 spanisch wurde. Der sechs Kilometer lange Naturhafen gilt als grösster Europas und war schon immer bei den Seemächten begehrt. Davon zeugen auch die vielen historischen Befestigungsanlagen an der majestätischen Hafeneinfahrt. Auch die jahrtausendealten Talayot-Siedlungen sind ein Relikt der bewegten Geschichte der Insel. Die hohen Steintürme aus der Bronzezeit geben noch heute Rätsel auf. Über 2000 Ausgrabungsstätten gibt es auf Menorca. Aus der Talayot-Kultur stammen auch die gefürchteten Steinschleuderer, die der Inselgruppe ihren Namen gaben, denn 'Balearen' heisst übersetzt 'Steinschleuderkämpfer'. Mit Bleikugeln wurden sie zur Waffe – und die Menorquiner zogen schon für die Römer in die Schlachten. Heute ist es ein friedvoller Volkssport. Menorca hat sich eine sehr eigene Kultur bewahrt. Mit inseltypischen Sandalen, aromatischem Käse und sogar einer eigenen Pferderasse unterstreichen die Menorquiner ihre Einzigartigkeit. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen.
Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera vereinen das mediterrane Klima, die kontrastreiche Landschaft und eine reiche Tierwelt – und doch sind die Baleareninseln sehr unterschiedlich. Die vierteilige Reihe stellt die Lebenswelt abseits von Partymeilen und Touristenpfaden sowie Menschen vor, die sich leidenschaftlich für die Natur und ihre Kultur einsetzen. Diese Folge zeigt die grösste Baleareninsel Mallorca mit ihrer die Schönheit und Vielfalt. Sie begleitet Meeresbiologen bei der Rettung der Neptungraswiesen, zeigt, wie Wissenschaftler sich für den Schutz der Mönchsgeier in der Serra de Tramuntana einsetzen und trifft Korbflechterinnen von Capdepera, die eine alte Handwerkskunst bewahren. Mallorca, bekannt für seine steilen Küsten, die majestätische Serra de Tramuntana und fruchtbaren Olivenhaine, ist auch Heimat des Wissenschaftlers José Escaño Roepstorff. Er versucht mit dem Projekt 'MedGardens', die bedrohten Neptungraswiesen rund um die Insel zu retten. Diese Unterwasserpflanzen sind wichtig für das marine Ökosystem, aber durch Tourismus und Umweltverschmutzung stark gefährdet. Mit viel Hingabe werden sie gesammelt und an geeigneten Stellen wieder angesiedelt. In die Höhen der Serra de Tramuntana arbeitet Pep Tapia von der 'Fundación Vida Silvestre Mediterránea' unermüdlich für den Schutz der Mönchsgeier. Diese majestätischen Vögel waren einst vom Aussterben bedroht, doch dank der Bemühungen von Naturschützern leben wieder rund 350 Exemplare auf der Insel. Mit Kameras überwachen sie die Geier und dokumentieren ihre Lebensweise, um ihren Fortbestand zu sichern. In Capdepera bewahren die 'Ses Madones de sa Llata' eine alte Handwerkskunst: das Flechten von Körben und anderen Gegenständen aus Palmblättern. Antonella Farris und Araceli Iranzo haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese uralte Tradition zu erlernen und weiterzuführen, um das Wissen der letzten Korbflechterinnen für kommende Generationen zu erhalten. Die Folge zeigt auch Mallorcas kulturelles Erbe – von den maurischen Terrassen bis zur modernen Küche, wo traditionelle Speisen wie das Gebäck Ensaïmada und die Rohwurst Sobrasada immer noch eine wichtige Rolle spielen.
Ganz im Südwesten Europas warten endlos lange Sandstrände, eine wilde Natur und malerische Dörfer und Städte: Besonders aus der Luft zeigt sich die ganze Schönheit Portugals. Portugal ist eine Entdeckernation. Ab dem 15. Jahrhundert bereisen die Portugiesen die Weltmeere, bringen Schätze und Reichtümer mit. Heute entdecken viele Besucher Portugals reiche Natur und Kultur. In Portugal vereinen sich Land und Meer. An die Strände der Algarve im Süden des Landes zieht es viele Touristen. An der Westküste reiten die besten Surfer der Welt Riesenwellen. Doch das Herz des Landes schlägt in Lissabon. Die Metropole am Atlantik bietet ein vielfältiges Kulturleben und lädt zum Flanieren ein. Die Geschichte Portugals ist geprägt vom Krieg. Seine Gründung im Jahr 1143 fällt in die Zeit der Reconquista, der Zurückdrängung der muslimischen Mauren von der Iberischen Halbinsel durch christliche Herrscher. Das Land muss sich seine Unabhängigkeit immer wieder erkämpfen. Mehrfach greifen die Spanier nach ihrem westlichen Nachbarn. Viele historische Burgen und Wehranlagen aus den Jahrhunderten sind erhalten und zeugen von dieser Zeit. Ein Besuch gleicht einer Reise ins Mittelalter. Ab dem 15. Jahrhundert steigt Portugal zum Imperium auf. Sein Kolonialreich umspannt den Erdball. Die Portugiesen treiben Handel und tragen ihren katholischen Glauben in die Welt. Prachtvolle Kirchen und Klöster zeugen von tiefer Frömmigkeit und grossem Reichtum.
Frankreichs Süden vereint die Schönheit von Natur und Kultur. Von den Burgen der Pyrenäen führt die Reise über das Zentralmassiv bis in die Provence und an die Côte d'Azur. Baudenkmäler aus der Römerzeit wie der Pont du Gard erinnern an die Bedeutung Südfrankreichs seit der Antike. Luftaufnahmen bringen die Spuren der Geschichte besonders zur Geltung. Aber auch moderne Bauten beeindrucken – wie das 270 Meter hohe Viadukt von Millau. Auch wenn Frankreichs Süden bei Touristen beliebter ist als der Norden des Landes: Frankreich hat für jeden Geschmack etwas zu bieten – seien es die sehr unterschiedlichen Küsten an Atlantik und Mittelmeer, ursprüngliche Landschaften wie die Camargue oder die Schluchten von Ardèche und Tarn, schöne Städte und Dörfer, historische Stätten oder der Glanz der mondänen Côte d'Azur. Auch die Weingüter rund um Bordeaux und der Wallfahrtsort Lourdes ziehen Besucher aus der ganzen Welt an.
In Nordfrankreich finden sich wildromantische Küstengebiete, einige der bekanntesten Weinbauregionen der Erde, Schlösser und Kathedralen sowie eine der schönsten Städte der Welt: Paris. Allein im Loire-Tal stehen so viele Burgen und Paläste, dass gar nicht alle in diesem Film gezeigt werden können. Aus der Luft erschliesst sich die Schönheit des Parks von Versailles ebenso wie die wilde Kraft des Atlantiks, der die Küste der Bretagne umtost. Ob Chablis, Burgund oder Champagne – viele der nordfranzösischen Landschaften sind untrennbar mit dem Weinbau verbunden, und ihre Namen wecken Assoziationen von Luxus und Genuss. Zu den ältesten Weinlagen Frankreichs zählt Clos de Vougeot, angelegt von Zisterziensermönchen zu Beginn des 12. Jahrhunderts. In den Ardennen und entlang der Küste der Normandie erinnern noch immer viele Festungen, Bunkeranlagen und Soldatenfriedhöfe an die Kämpfe der beiden Weltkriege, die in diesem Teil des Landes ausgetragen wurden.
Die Berge der Ostalpen, klare Alpenseen, lebendige Städte: Kärnten, das südlichste Bundesland Österreichs, gehört zu den Lieblingszielen deutscher Urlauber. Moderator Michael Friemel geht auf Entdeckungstour durch die Nockberge und die Ferienregion Villach mit dem Faaker See und dem Ossiacher See. Dabei geht er gleich mehrfach baden – und zwar bevorzugt in sprudelndem Quellwasser. Das findet er im urigen Karlbad in den Nockbergen und im Urquellbecken von Villach-Warmbad. Aber auch die Seen laden zum Baden ein – und zum Bootfahren. Kärnten steht für Naturerlebnisse und gute Küche, die im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien sowohl alpenländisch als auch nach Süden schmeckt. Ausserdem gibt es Überraschungen: Mit Japanmakaken und Zitronensorten aus aller Welt hat Michael Friemel in Kärnten nicht gerechnet.
Themen: Filmfestspiele von Cannes – Deutsches Kino stark vertreten / Valie Export – Tod der österreichischen Künstlerin / Niedersächsische Bühnen – Für mehr finanzielle Unterstützung / Doku 'AIDS – in Zeiten der Liebe' – Gespräch mit Regisseur J. Nichelmann / 'The Joy of Aging' – Rösingers Buch übers Altern
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Themen: Filmfestspiele von Cannes – Deutsches Kino stark vertreten / Valie Export – Tod der österreichischen Künstlerin / Niedersächsische Bühnen – Für mehr finanzielle Unterstützung / Doku 'AIDS – in Zeiten der Liebe' – Gespräch mit Regisseur J. Nichelmann / 'The Joy of Aging' – Rösingers Buch übers Altern
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Als der neue englische König Charles III. im Mai 2023 gekrönt wurde, wird wenigen bewusst gewesen sein, dass damit ein Achtel Steirer den englischen Thron besteigt. Denn Charles' Urgrossvater Prinz Alexander von Hessen, der in russischen Diensten stand, musste einst wegen einer nicht standesgemässen Heirat den Hof verlassen. Doch er war auch ein Cousin von Erzherzogin Sophie, der Mutter von Kaiser Franz Joseph. So konnte er in österreichische Dienste treten und wurde nach Graz versetzt, wo er mit seiner Frau lebte. Dort kam ihr Sohn Ludwig zur Welt, der erste Prinz einer neuen Dynastie, dem Haus Battenberg. Ludwig ging später nach England, heiratete dort eine Enkelin von Queen Victoria und machte Karriere in der Royal Navy. Im Ersten Weltkrieg folgte er dem Beispiel des Königshauses. König Georg V. änderte den Namen seiner Familie von 'Sachsen-Coburg und Gotha' in das urenglische 'House of Windsor'. Und aus Ludwig von Battenberg wurde Louis Mountbatten. Sein Enkelsohn war Prinz Philipp, Ehemann von Queen Elizabeth und Vater von Charles III. Noch heute erinnert eine Villa in Graz an die Battenberger, und auch die Taufe des Urgrossvaters von König Charles hat Spuren in der Mur-Metropole hinterlassen.
Die 'Kaiserin Elisabeth Bahn' zwischen Wien und München schliesst ab 1860 die wichtigste Lücke im europäischen Eisenbahnnetz und ermöglicht die direkte Reise von Paris nach Konstantinopel. 'Den ganzen Kontinent zieht es nach Osten!', gibt Mark Twain als Reisedevise aus. Bald erhält Kaiserin Elisabeth ihren ersten Hofsalonzug und bricht mit dem ihr eigenen Elan in alle Himmelsrichtungen auf. Gleichzeitig lässt in Wien die Luxusreisegesellschaft Wagons-Lits ihren ersten Schlafwagen des extravaganten Orientexpress bauen. Der legendärste Zug, der jemals auf Schienen fahren wird, bringt internationales Flair und Prominenz in die Kaiserstadt, und die Strecke wird zur wichtigsten Eisenbahnroute der Monarchie. Auf ihr reisen Potentaten inkognito und auf Staatsbesuch, Magnaten im Rausch der Gründerzeit, Stars und Sternchen der Kunst und der Gesellschaft. Von den Anfängen der heutigen Westbahn bis zur prominentesten Passagierin des Orientexpress, Kaiserin Elisabeth persönlich, spannt sich der Bogen dieser faktenreichen Dokumentation. Elegante Salonwagenfahrten, dramatische Überfälle, historische Reenactments, Drohnenaufnahmen und zahlreiche Experteninterviews bieten neue Einblicke in die aufwendige Form des Reisens des kaiserlichen Hofes. Technische Details erklären die Geheimnisse hinter der Überwindung der Trägheit.
Répétition
W
Cast
Elisabeth Klokar, Lisa Joy Augustin, Silvia Angelo, Roman Hans Gröger, Monica Kurzel-Runtscheiner, Gottfried Rieck, Martina Winkelhofer
Der Film beleuchtet das Reisen in Österreich Ende des 19. Jahrhunderts auf den kleinen Eisenbahnrouten, den Nebenbahnen. Wer baute diese Bahnen, stampfte sie in kürzester Zeit aus dem Boden? Originelle Anekdoten, erzählt von Nachfahren von Lokführern, Hoteliers, Schienenputzerinnen und der ersten Stationsvorsteherin der Monarchie, geben Einblicke in die Entwicklung des Tourismus. Sie führen an die entlegensten Stellen der schönsten Berge und Täler. Zwischen Salzburg und Bad Ischl sind die Spuren der Entrepreneurs Josef Stern und Franz Hafferl zu finden, die sich als Eisenbahnbauer in der Monarchie durchsetzten. Es geht auf den Schafberg, nach Bad Gastein, Zell am See im Pinzgau, ins Zillertal, an den Achensee, ins Karwendel und zur Murtal- und Gleichenbergerbahn der Steiermärkischen Landesbahnen.