Die Bretagne ist die grösste Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
Im Wiener Stephansdom scheinen sich die Erde und der Himmel zu berühren. Für die Menschen, die dort beten oder arbeiten ist jeder Tag auch eine Begegnung mit Gott. Immer wieder tauchen sie in Mysterien ein, die nur der Glaube erklären kann. Der Film begleitet Menschen, deren Leben durch den Dom eine Wendung genommen hat. Denn bei so manchen Erlebnissen, die dort passieren, fällt es schwer, an Zufälle zu glauben. Vielmehr kann man den Eindruck gewinnen, dass Gott dort direkt zu den Menschen spricht.
Glocken gibt es schon seit mindestens 3600 Jahren: Sie rufen zum Gebet und verkünden den Frieden. Die Dokumentation geht den kulturgeschichtlichen Wurzeln der Klangkörper auf den Grund. Glocken wurden zu Kriegsgerät verschmolzen und danach Symbol des Wiederaufbaus. Sie vermelden Freude ebenso wie das Sterben eines Menschen. In China wurden Glocken als Folterinstrumente eingesetzt, für Christen sind sie Verkünder von Zeit und Vergänglichkeit. Es ist nicht der Wohlklang allein, der die Wahrnehmung des Glockenklangs bestimmt, wie die Professoren Bernhard Tschofen, Roland Girtler und August Schmidhofer erläutern. Die Musikhistorikerin Birgit Lodes aus München berichtet von Richard Wagners Plänen, Glocken in seinen Werken einzusetzen, und verrät, wie menschliche Stimmen eine Glocke im Konzert nachahmen können.
Anita Lackenberger begibt sich auf Spurensuche nach den vielfältigen Osterglocken in Tirol, deren Klänge und Geschichten – und stellt regionale österliche Gaumenfreuden vor. In den Alpen und besonders auch in Tirol gibt es einen reichen 'Glockenschatz' – viele Glocken haben die Kriege überstanden und läuten immer noch wie vor 100 und mehr Jahren – mit ihren eigenen Melodien, die auch für das Osterfest geschaffen worden sind. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass Ostern auch ein Fest der Töne und Geräusche ist – des Summens, Surrens und vor allem des Läutens an den Feiertagen. Zuvor, am Gründonnerstag, 'fliegen die Glocken nach Rom' – und stellen das Läuten ein. Mit der 'Auferstehung Christi' beginnen die Glocken wieder zu läuten – und läuten das ganze Wochenende. Das Fasten in der Karwoche ist zu Ende, jetzt finden die grossen Feiern mit ihren mannigfaltigen Brauchtümern statt. Glocken sind wesentliche Begleiter im Tongeschehen einer Stadt oder einer Gemeinde. Sie gehören zum Alltag und zu den Festtagen. Im Klang der Glocken wird auch im kulinarischen Sinne gefeiert: etwa mit 'Osterbrot' oder 'Fochaz', der ursprünglich aus Südtirol stammenden Variante, die heute ebenso in Nordtirol zur Osterjause gehört. In einigen Klöstern wird noch selbst gebacken, bei anderen gibt es angeschlossene Bäckereien, in denen die kulinarischen Spezialitäten erworben werden können. Zu einem würdigen Feiertagsmenü passt etwa ein Tiroler Kalbsrücken-Steak, aus dem eigenen Pachthof zugeliefert, mit Spargel aus Verona und selbst gemachter 'Sauce Hollandaise'. Schinken mit Kren, gebacken in Brot- oder Ölteig, wird zu den Osterjausen gereicht. Verschiedenste Ostereier-Rezepte helfen bei der Verwertung der bunten Köstlichkeiten. Jedes Kloster, jeder Orden – ob von den Jesuiten, Franziskanern, Serviten oder Zisterziensern – hat seine eigenen Ostertraditionen und Geschichten. Anita Lackenberger taucht in eine oft fremde Welt ein, die jedoch die Grundlage für das so wesentliche Frühlingsfest – das Osterfest – ist.
Die Dokumentation führt im frühlingshaften Wien durch die Geschichte von typischen Gerichten, zu geheimen Orten von Schönbrunn und in Wiener Kaffeehäuser in Tradition der k. u. k. Küche. Gegessen wird und wurde schon immer gern in Wien. Von den kaiserlichen Rezepten ist bis heute noch vieles in der Küche der österreichischen Hauptstadt erhalten geblieben. Filmemacherin Anita Lackenberger berichtet über Gaumenfreuden und kulinarische Anekdoten. Die Hofzuckerbäcker kandieren Veilchenblüten als Dekoration für ihre Tortenkreationen. In Schönbrunn wird die Orangerie geöffnet, die Zitrusbäume dürfen nach der Winterpause wieder ins Freie. Die Gärtner haben in den Parkanlagen alle Hände voll zu tun. In der kaiserlichen Küche werden vom 'Semmerl' fürs Frühstück über den Tafelspitz als Hauptmahlzeit bis zum 'Schönbrunner Reisauflauf' viele kulinarische Köstlichkeiten gezaubert. Der Kaiser steht schon früh auf. Zwischen 5.00 und 6.00 Uhr muss der Morgenkaffee fertig sein – mit einer frischen 'Brioche' aus feinstem ungarischem Mehl mit süsser Milch und bester Butter, eventuell noch gefüllt mit etwas Topfen. Viele aus der imperialen Familie lieben auch ein resches 'Kaisersemmerl' mit Butter und Marmelade zum Frühstück. In einem typischen Wiener Kaffeehaus kommen heute noch Schnittlauchbrot und Eier im Glas für den Start in den Tag hinzu. Gekochtes Rindfleisch – vom Tafelspitz bis zur Fledermaus – mit Kartoffelschmarrn, Spinat, Apfelkren und dem obligatorischen Markknochen zählt ebenfalls zu den klassischen Wiener Gerichten. Eine fleischlose Alternative bilden flaumig-buttrige Eiernockerln mit grünem Kopfsalat, der in Wien 'Häuplsalat' genannt und dessen Marinade mit etwas Zucker verfeinert wird. Zur Nachmittagsjause stehen etwa Malakoff-Torte, Apfelstrudel und Petits Fours – feines gefülltes und glasiertes Kleingebäck – zur Auswahl. Anita Lackenberger verbindet kulinarische mit historischen 'Schmankerln' in ihrem filmischen Frühlingsspaziergang durch bekannte und unbekannte Plätze von Schönbrunn und bei ihren Besuchen in Wiener Traditionscafés.
Mit dem Aschermittwoch beginnt die vorösterliche Fastenzeit. Am Ostermontag endet die wohl intensivste Zeit des Jahres, wenn es um Rituale und Bräuche geht. Die Dokumentation lädt ein auf eine Reise rund um den Bodensee und den dort noch so unterschiedlichen Osterbräuchen. Zu sehen sind die Geldbittelwäsch in Bregenz bis zu den faszinierenden Osterbrunnen am schweizerischen und am deutschen Bodenseeufer. Ebenfalls gezeigt werden religiöse Rituale wie die Palmweihe am Palmsonntag oder das Osterfeuer in der Osternacht, bunte Ostermärkte bis hin zum 'Eiertütschen' und natürlich der Osterhase, auf den wohl jedes Kind rund um den Bodensee wartet und sich darauf freut ein Osternest suchen zu dürfen.
Bräuche zu Festtagen sind in Kärnten in Österreich fest ins Leben verankert. Von den Kindern bis zu den Älteren sind zu Ostern alle unterwegs und feiern gemeinsam schon Tage vor dem Fest. Ein Fastentuch aus dem Mittelalter, Fackelumzüge und das laute Austreiben böser Geister sind nur einige der Traditionen, die es bis in die Moderne geschafft haben. Auf dem Teller landen Speisen, die es nur zu Ostern und nur in dieser Region gibt. Von einer eher stillen Karwoche bis zum freudigen Osterfest spannt sich in Kärnten ein reicher Bogen jahrhundertealter Bräuche, die bis heute gelebt werden. Der Film begleitet Menschen in verschiedenen Teilen des österreichischen Bundeslands, die mit Hingabe und Stolz ihre Traditionen weitertragen. Es sind Sinnbilder einer tief verwurzelten Kultur, in der Glaube, Gemeinschaft und Natur eng miteinander verbunden sind. In Gurk öffnet sich der Blick auf das monumentale Fastentuch aus dem Jahr 1458, ein Meisterwerk gotischer Malkunst. In der katholischen Kirche wird es während der Fastenzeit aufgehängt, um den Altar oder die Heiligenbilder abzudecken. Es symbolisiert Verzicht, Besinnung und Vorbereitung. Auf 89 Quadratmetern zeigt es Szenen aus dem Alten wie auch dem Neuen Testament und prägt seit Jahrhunderten die Karwoche im Dom der Stadt. Lebendig und laut wird es in Reichenfels, wo Kinder mit hölzernen Rasseln durch den Ort ziehen und mit traditionellen Sprüchen die Glocken ersetzen, die zu dieser Zeit schweigen. In Gösseling entzünden Männer und Frauen meterhohe Fackeln und tragen sie über die dunklen Felder – ein optisch spektakuläres Ritual des Lichts, das Schutz und Segen für Felder und Familien bringen soll. Der Palmsonntag in Rennweg bietet ein beeindruckendes Schauspiel: Die Landjugend trägt riesige Büsche aus Palmkätzchen, die bis knapp unter das Kirchendach reichen. Der grösste ist über zwölf Meter hoch. In Ossiach steht der Brauch der Schwammweihe im Mittelpunkt: Glimmende Baumschwämme entzünden das Kaminfeuer in jedem Haus neu. Den Höhepunkt bildet die festliche Osterjause, eine Nachmittagsmahlzeit mit geweihtem Schinken, Eiern, Würsten und süssem Napfkuchen, dem Reindling. Die liebevoll bestickten Weihkorbdecke über diesen Gaben wird oft über Generationen weitergegeben. Dazu gibt es regionale Spezialitäten wie die mit Mohn gefüllte Butter aus dem Gegendtal. Schliesslich darf auch das fröhliche Eierrollen am Ostersonntag nicht fehlen – ein Spiel, das Familien und Generationen verbindet.
Reich, unabhängig, berühmt: Bühnenstar Anna hat alles, was sich eine Frau nur wünschen kann – bis auf einen Mann. Eines Tages lernt sie den charmanten NATO-Diplomaten Philip Adams kennen. In der turbulenten Liebeskomödie von Stanley Donen zeigen sich Ingrid Bergman und Cary Grant von ihrer komischen Seite. Anna verliebt sich leidenschaftlich in Philip Adams. Er ist zwar verheiratet, lebt aber von seiner Frau getrennt. Einer Affäre steht also nichts im Weg. Zufällig erfährt Anna jedoch, dass Philip seine Ehe nur vorgibt, um sein Junggesellendasein zu bewahren. Anna sinnt auf Rache: Sie lässt sich mit ihrem vermeintlichen Liebhaber überraschen – gerade als Philip ihr den ersehnten Heiratsantrag machen will.
Cast
Cary Grant, Ingrid Bergman, Cecil Parker, Phyllis Calvert, David Kossoff, Megs Jenkins, Oliver Johnston
Regia
Stanley Donen
Sceneggiatura
Norman Krasna
Scheda
Das heiter-beschwingte Kammerspiel 'Indiskret' basiert auf der erfolgreichen Broadwaykomödie 'Kind Sir' von Norman Krasna, der seinen Stoff selbst zum Drehbuch umschrieb. Der Film zählt zu den wenigen Beispielen, bei denen die Leinwandadaption das Original noch übertrifft. Aufgrund der bis in die 1960er Jahre angewandten Filmzensur, nach der Eheleute nicht im selben Bett zu sehen sein sollten, sah sich Stanley Donen gezwungen, eben jene Szene im Film mit der Split-Screen-Technik in zwei Bilder aufzuteilen. 'Indiskret' wurde je dreimal bei den Golden Globes und den BAFTA Awards nominiert.
Critica
Elegant inszenierte Komödie, die durch ihre hervorragende Besetzung beste Unterhaltung bietet (Lex. des Internat. Films).
Ein Wirtschaftsboss lädt eine hübsche, arbeitslose Sekretärin in eindeutiger Absicht zu einer Bermuda-Reise ein. Die junge Frau sagt zu, bleibt gegenüber dem Playboy aber anfangs zugeknöpft. Dann verliebt sie sich in ihn und bringt das Wunder fertig, sich den Junggesellen als Ehemann zu angeln. – Präzises Timing, Dialogwitz und seine Stars Cary Grant und Doris Day sichern der leicht frivolen Komödie noch immer einen hohen Unterhaltungswert. Der Wirtschaftsboss und Frauenheld Philip Shayne spritzt die kleine Angestellte Cathy Timberlake an einem regnerischen Tag in New York mit seinem Rolls-Royce nass. Sie will ihn zur Rede stellen, doch er bezirzt sie mit seinem Charme. Allerdings ist sie nicht leicht zu erobern. Zwar begleitet sie Shayne auf eine Reise auf die Bermudas, doch seine eindeutigen Absichten macht sie mit allerlei Tricks zunichte. Cathy hat sich mehr vorgenommen als ein flüchtiges Abenteuer: Sie will den notorischen Herzensbrecher Shayne in den Hafen der Ehe lotsen. 'Ein Hauch von Nerz' bietet mit seinen beiden Stars Cary Grant und Doris Day eine romantische Hollywoodkomödie der alten Schule rund um Liebe, Sex und Treue. Nach 'Ein Pyjama für zwei', ebenfalls von Regisseur Delbert Mann, hatte Days Leinwand-Traumpartner Rock Hudson erwartet, hier erneut die männliche Hauptrolle zu spielen. Mann wollte jedoch den 20 Jahre älteren Grant, und so übernahm dieser zum letzten Mal die Rolle des Playboys, der einer jüngeren Frau den Hof macht. 'Ein Hauch von Nerz' wurde für drei Oscars nominiert und gewann den Golden Globe als beste Filmkomödie.
Ripetizione
W
Cast
Cary Grant, Doris Day, Gig Young, Audrey Meadows, Alan Hewitt, John Astin, Dick Sargent
Regia
Delbert Mann
Sceneggiatura
Stanley Shapiro, Nate Monaster
Critica
Ein heiter-komödiantisches, bei aller Koketterie stets sauberes Spiel mit der Frivolität. Seinen eigentlichen Witz bezieht der Film aus der ins Bizarre übersteigerten Nebenhandlung, die die Liebesgeschichte bricht und aufs Köstlichste karikiert (Lex. des Internat. Films).
Captain Sherman ankert mit der 'USS Sea Tiger' vor Manila, als ein japanischer Luftangriff ihn und seine Männer plötzlich trifft. Verzweifelt versuchen sie, das U-Boot wieder flott zu bekommen. Als ein erneuter Luftangriff Sherman zur Notlandung auf einer Insel zwingt, geht Leutnant Holden mit einigen Leuten an Land und kehrt mit ungewöhnlicher Kriegsbeute zurück: fünf attraktiven Krankenschwestern der US-Armee, die an Bord für einige Verwirrung sorgen. Zweiter Weltkrieg: Captain Sherman, Kommandant des amerikanischen Unterseebootes 'USS Sea Tiger', hat wirklich Pech: Erst schiessen ihm japanische Bomber sein vor Manila ankerndes Boot beinahe schrottreif. Dann verweigern sture Vorgesetzte der Marine-Bürokratie die zur Reparatur dringend benötigten Ersatzteile. Und zu allem Überfluss wird ihm nun auch noch statt der erhofften Verstärkung Leutnant Nick Holden zugeteilt, ein gelackter Operettenoffizier, der bislang nur als persönlicher Adjutant des Admirals tätig war. Von der Seefahrt versteht Holden rein gar nichts, aber als 'Versorgungsoffizier' entwickelt er ungeahnte, wenn auch ziemlich kriminelle Talente. Mithilfe eines philippinischen Gauners 'organisiert' Holden so ziemlich alles, was das U-Boot und seine Besatzung brauchen. Endlich läuft die notdürftig zusammengeflickte 'Sea Tiger' aus, doch als Holden im nächsten Hafen fünf schiffbrüchige Krankenschwestern der US-Armee an Bord holt, steigt beim folgenden Tauchgang die gefühlte Temperatur in der Enge des U-Bootes erheblich an. Damit hat Captain Sherman aber noch nicht den Tiefpunkt seiner militärischen Karriere erreicht: Mangels geeigneter Rostschutzfarbe musste das Boot inzwischen rosarot angepinselt werden. Und als die 'Sea Tiger' schliesslich eine Gruppe hochschwangerer Frauen rettet, wird das U-Boot zwangsweise zur schwimmenden Entbindungsstation umfunktioniert. Blake Edwards' erster grosser Kinoerfolg ist eine pointiert inszenierte U-Boot-Komödie mit intelligentem Witz und buchstäblichem Tiefgang. Neben Tony Curtis brilliert Cary Grant in der Rolle des leidgeprüften Kommandanten eines rosaroten Unterseebootes, das unter 'freundliches Feuer' gerät und mit Büstenhaltern statt mit Torpedos zurückschiesst: Make Love, not War!
Cast
Cary Grant, Tony Curtis, Joan O'Brien, Dina Merrill, Dick Sargent, Gene Evans, Virginia Gregg
Regia
Blake Edwards
Sceneggiatura
Stanley Shapiro, Maurice Richlin
Scheda
'Unternehmen Petticoat' ist eine turbulente Komödie von Blake Edwards, der seinen Durchbruch mit 'Frühstück bei Tiffany' (1961) feierte. In Anerkennung seines Wirkens als Regisseur, Autor und Produzent erhielt Edwards 2004 den Ehren-Oscar. Cary Grant verkörpert nicht nur den Kommandanten Sherman, sondern wirkte auch als Koproduzent des Films, der ein grosser Kassenerfolg für Universal war. Der Film wurde 1960 für zwei Golden Globes und einen Oscar nominiert.
Critica
Eine turbulente Komödie mit psychologisch treffsicherem Humor und originellen Einfällen, die jedoch nur dadurch so gut unterhält, dass sie reale Kriegsbilder stilvoll auszuklammern versteht (Lex. des Internat. Films).
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Albrecht Dürers Kunst kennt fast jeder: 'Betende Hände', 'Der Feldhase', die Selbstbildnisse. Das Genie aus Nürnberg hat die Kunst für immer verändert. Wer war dieser Superstar? Dürer, der ehrwürdige alte Meister: Dieses Klischee aus dem Schulbuch trügt. 'Terra X' zeigt, wie innovativ und sogar revolutionär Dürer war: mit seinen Dämonen, seiner Nacktheit und seinem Witz. Konventionen waren ihm egal. Ein moderner Künstler. Diese 'Terra X'-Dokumentation zeigt die Welt, aus der Dürer kommt: das aufstrebende Nürnberg um 1500. Eine deutsche Weltstadt, aber eng und von Seuchen geplagt. Bei seinem Vater, einem Goldschmied, geht der Zwölfjährige in die Lehre. Der muss ihn bald ziehen lassen, denn schnell zeigt Albrecht, was seine Berufung ist: Er wird Maler. Wie ein Fotograf es heute tun würde, bannt er alles, was ihn interessiert, auf Tausende Papierseiten. In Venedig lernt er, es mit den italienischen Meistern aufzunehmen. Und dann zeigt der junge Maler der Welt, was er kann. Im 'Selbstbildnis' von 1500 malt er sich wie Jesus Christus, und nun folgt ein Paukenschlag auf den anderen. Zusammen mit Dürer-Spezialisten geht 'Terra X' in die wichtigsten Museen nach München, Nürnberg und Wien. Archive wurden geöffnet, kostbare Unikate gezeigt. Was ist ihr Geheimnis? Mit modernster Animationstechnik wird die unendlich feine Machart der Werke erforscht. Mit dem blossen Auge nicht erkennbar, aber dennoch von Dürer ausgemalt: das silbrige Fell des 'Feldhasen', das Horrorszenario der 'Apokalyptischen Reiter'. Und 'Terra X' untersucht die zeitlose Relevanz von Albrecht Dürers Monogramm 'AD' – es ist das erste Logo, das erste Markenzeichen der Geschichte. Die Dokumentation schildert in Reenactments, wie Dürer immer 'Der Erste' war: Er schuf das erste Akt-Selbstbildnis, dann das erste weibliche Aktporträt, und er arbeitete als Erster fürs grosse Publikum – von manchen seiner Holzschnitte verkaufte er Tausende Exemplare. Damit steht er am Beginn unseres Bilder-Zeitalters und ist mit seinen ikonenhaften Meisterwerken auch heute allgegenwärtig. Ein Meister also, der zeitlos jung und revolutionär geblieben ist.
Cast
Mirko Borsche, Christine Demele, Thomas Eser, Anja Grebe, Oliver Hahn, Joseph Koerner, Christof Metzger
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Nachdem der alte Lord Lebanon mit einem indischen Tuch erwürgt wurde, versammelt sich die Erbengemeinde in seinem Schloss. Ungeduldig wartet sie auf die Testamentseröffnung. Doch der Verblichene hat eine Bedingung: Die untereinander verfeindete Familie soll sechs Tage und Nächte gemeinsam im Schloss verbringen – dann wird das Testament verlesen. Zu aller Entsetzen bringen die Tage nicht nur Streit, sondern auch Tote mit sich. Ein Unwetter schneidet das Schloss völlig von der Aussenwelt ab, und bald lichten sich die Reihen der möglichen Erben. Einer nach dem anderen wird von einem geheimnisvollen Würger mit einem indischen Tuch erdrosselt. Alte Feindschaften werden tiefer denn je, und jeder verdächtigt jeden, der Mörder zu sein. Ein weiterer Film der in den 1960er-Jahren überaus erfolgreichen Edgar-Wallace-Reihe mit der bewährten Mischung aus Spannung und Humor. Alfred Vohrer inszenierte wieder ein hochkarätiges Schauspielensemble mit Heinz Drache, Klaus Kinski, Hans Nielsen, Gisela Uhlen, Hans Clarin und Elisabeth Flickenschildt.
Cast
Klaus Kinski, Elisabeth Flickenschildt, Corny Collins, Heinz Drache, Hans Clarin, Gisela Uhlen, Hans Nielsen
Regia
Alfred Vohrer
Sceneggiatura
Harald G. Petersson, George Hurdalek
Scheda
Alfred Vohrer gehörte in den 60er und 70er Jahren zu Deutschlands bekanntesten Regisseuren. Nach der Edgar Wallace-Reihe verfilmte er sehr erfolgreich mehrere Romane von Johannes Mario Simmel. 'Klaus Kinski war vielleicht der grösste Schauspieler aller Zeiten, persönlich aber eine furchtbare Pestilenz.' So das harte Urteil Werner Herzogs über Kinski, dem er den Dokumentarfilm 'Mein liebster Feind' widmete.
Critica
Ein Geisteskranker ermordet die gesamte Familie. Serien-Gruselkrimi nach Edgar Wallace, der auch die geringsten Erwartungen enttäuscht (Lex. des Internat. Films).
Wer ist der 'Zinker'? Dem 'Lord', Meister unter den Juwelendieben, gelingt es, nach einem grossen Coup den gesuchten Hehler zu stellen. Den Erfolg kann er jedoch nicht lange feiern. Denn wer nicht mitspielt, den verrät der Zinker an die Polizei oder bringt ihn skrupellos um. Inspektor Elford versucht, den Überblick über die vielen Verdächtigen zu behalten. – Alfred Vohrers Edgar-Wallace-Verfilmung mit Günter Pfitzmann und Klaus Kinski. Der Zinker bietet immer einen Bruchteil des wirklichen Wertes und 'verzinkt' bei Scotland Yard diejenigen, die auf sein Angebot nicht eingehen. Wer ihm im Weg steht, der stirbt, bevorzugt durch das tödliche Gift der schwarzen Mamba. Inspektor Elford von Scotland Yard folgt einer Spur zu dem seltsamen Mr. Sutton, dem Inhaber einer Tierhandlung, die auch Raubtiere und giftige Schlangen führt.
Cast
Heinz Drache, Klaus Kinski, Barbara Rütting, Günter Pfitzmann, Jan Hendriks, Inge Langen, Agnes Windeck
Captain Sherman ankert mit der 'USS Sea Tiger' vor Manila, als ein japanischer Luftangriff ihn und seine Männer plötzlich trifft. Verzweifelt versuchen sie, das U-Boot wieder flott zu bekommen. Als ein erneuter Luftangriff Sherman zur Notlandung auf einer Insel zwingt, geht Leutnant Holden mit einigen Leuten an Land und kehrt mit ungewöhnlicher Kriegsbeute zurück: fünf attraktiven Krankenschwestern der US-Armee, die an Bord für einige Verwirrung sorgen. Zweiter Weltkrieg: Captain Sherman, Kommandant des amerikanischen Unterseebootes 'USS Sea Tiger', hat wirklich Pech: Erst schiessen ihm japanische Bomber sein vor Manila ankerndes Boot beinahe schrottreif. Dann verweigern sture Vorgesetzte der Marine-Bürokratie die zur Reparatur dringend benötigten Ersatzteile. Und zu allem Überfluss wird ihm nun auch noch statt der erhofften Verstärkung Leutnant Nick Holden zugeteilt, ein gelackter Operettenoffizier, der bislang nur als persönlicher Adjutant des Admirals tätig war. Von der Seefahrt versteht Holden rein gar nichts, aber als 'Versorgungsoffizier' entwickelt er ungeahnte, wenn auch ziemlich kriminelle Talente. Mithilfe eines philippinischen Gauners 'organisiert' Holden so ziemlich alles, was das U-Boot und seine Besatzung brauchen. Endlich läuft die notdürftig zusammengeflickte 'Sea Tiger' aus, doch als Holden im nächsten Hafen fünf schiffbrüchige Krankenschwestern der US-Armee an Bord holt, steigt beim folgenden Tauchgang die gefühlte Temperatur in der Enge des U-Bootes erheblich an. Damit hat Captain Sherman aber noch nicht den Tiefpunkt seiner militärischen Karriere erreicht: Mangels geeigneter Rostschutzfarbe musste das Boot inzwischen rosarot angepinselt werden. Und als die 'Sea Tiger' schliesslich eine Gruppe hochschwangerer Frauen rettet, wird das U-Boot zwangsweise zur schwimmenden Entbindungsstation umfunktioniert. Blake Edwards' erster grosser Kinoerfolg ist eine pointiert inszenierte U-Boot-Komödie mit intelligentem Witz und buchstäblichem Tiefgang. Neben Tony Curtis brilliert Cary Grant in der Rolle des leidgeprüften Kommandanten eines rosaroten Unterseebootes, das unter 'freundliches Feuer' gerät und mit Büstenhaltern statt mit Torpedos zurückschiesst: Make Love, not War!
Ripetizione
W
Cast
Cary Grant, Tony Curtis, Joan O'Brien, Dina Merrill, Dick Sargent, Gene Evans, Virginia Gregg
Regia
Blake Edwards
Sceneggiatura
Stanley Shapiro, Maurice Richlin
Scheda
'Unternehmen Petticoat' ist eine turbulente Komödie von Blake Edwards, der seinen Durchbruch mit 'Frühstück bei Tiffany' (1961) feierte. In Anerkennung seines Wirkens als Regisseur, Autor und Produzent erhielt Edwards 2004 den Ehren-Oscar. Cary Grant verkörpert nicht nur den Kommandanten Sherman, sondern wirkte auch als Koproduzent des Films, der ein grosser Kassenerfolg für Universal war. Der Film wurde 1960 für zwei Golden Globes und einen Oscar nominiert.
Critica
Eine turbulente Komödie mit psychologisch treffsicherem Humor und originellen Einfällen, die jedoch nur dadurch so gut unterhält, dass sie reale Kriegsbilder stilvoll auszuklammern versteht (Lex. des Internat. Films).
Nachdem der alte Lord Lebanon mit einem indischen Tuch erwürgt wurde, versammelt sich die Erbengemeinde in seinem Schloss. Ungeduldig wartet sie auf die Testamentseröffnung. Doch der Verblichene hat eine Bedingung: Die untereinander verfeindete Familie soll sechs Tage und Nächte gemeinsam im Schloss verbringen – dann wird das Testament verlesen. Zu aller Entsetzen bringen die Tage nicht nur Streit, sondern auch Tote mit sich. Ein Unwetter schneidet das Schloss völlig von der Aussenwelt ab, und bald lichten sich die Reihen der möglichen Erben. Einer nach dem anderen wird von einem geheimnisvollen Würger mit einem indischen Tuch erdrosselt. Alte Feindschaften werden tiefer denn je, und jeder verdächtigt jeden, der Mörder zu sein. Ein weiterer Film der in den 1960er-Jahren überaus erfolgreichen Edgar-Wallace-Reihe mit der bewährten Mischung aus Spannung und Humor. Alfred Vohrer inszenierte wieder ein hochkarätiges Schauspielensemble mit Heinz Drache, Klaus Kinski, Hans Nielsen, Gisela Uhlen, Hans Clarin und Elisabeth Flickenschildt.
Ripetizione
W
Cast
Klaus Kinski, Elisabeth Flickenschildt, Corny Collins, Heinz Drache, Hans Clarin, Gisela Uhlen, Hans Nielsen
Regia
Alfred Vohrer
Sceneggiatura
Harald G. Petersson, George Hurdalek
Scheda
Alfred Vohrer gehörte in den 60er und 70er Jahren zu Deutschlands bekanntesten Regisseuren. Nach der Edgar Wallace-Reihe verfilmte er sehr erfolgreich mehrere Romane von Johannes Mario Simmel. 'Klaus Kinski war vielleicht der grösste Schauspieler aller Zeiten, persönlich aber eine furchtbare Pestilenz.' So das harte Urteil Werner Herzogs über Kinski, dem er den Dokumentarfilm 'Mein liebster Feind' widmete.
Critica
Ein Geisteskranker ermordet die gesamte Familie. Serien-Gruselkrimi nach Edgar Wallace, der auch die geringsten Erwartungen enttäuscht (Lex. des Internat. Films).
Wer ist der 'Zinker'? Dem 'Lord', Meister unter den Juwelendieben, gelingt es, nach einem grossen Coup den gesuchten Hehler zu stellen. Den Erfolg kann er jedoch nicht lange feiern. Denn wer nicht mitspielt, den verrät der Zinker an die Polizei oder bringt ihn skrupellos um. Inspektor Elford versucht, den Überblick über die vielen Verdächtigen zu behalten. – Alfred Vohrers Edgar-Wallace-Verfilmung mit Günter Pfitzmann und Klaus Kinski. Der Zinker bietet immer einen Bruchteil des wirklichen Wertes und 'verzinkt' bei Scotland Yard diejenigen, die auf sein Angebot nicht eingehen. Wer ihm im Weg steht, der stirbt, bevorzugt durch das tödliche Gift der schwarzen Mamba. Inspektor Elford von Scotland Yard folgt einer Spur zu dem seltsamen Mr. Sutton, dem Inhaber einer Tierhandlung, die auch Raubtiere und giftige Schlangen führt.
Ripetizione
W
Cast
Heinz Drache, Klaus Kinski, Barbara Rütting, Günter Pfitzmann, Jan Hendriks, Inge Langen, Agnes Windeck
Zu den bekanntesten tierischen Bauten zählen Vogelnester, die Eier und Küken schützen. Je nach Lebensraum und -weise der jeweiligen Vogelart fallen diese Konstruktionen ganz verschieden aus. Vom winzigen Kolibri-Nest, das von Spinnenseide zusammengehalten wird, bis zum tonnenschweren Adlerhorst reicht die Bandbreite der Nester. Auch Bauten aus Lehm und kunstvolle Geflechte aus Pflanzenfasern kommen in der Vogelwelt vor. Inspiriert von diesen Wundern der Natur, versucht sich auch Chris Morgan als Nestbauer. Aus Naturmaterialien versucht er, ein Nest zu konstruieren, das sich mit seinen tierischen Vorbildern messen kann. Mithilfe des Bauingenieurs Corey O'Hern von der Yale University vergleicht er die Belastbarkeit seines Nachbaus mit echten Vogelnestern. Dabei wird deutlich, wie stabil die Strukturen der geflügelten Baumeister sind. Ob Nest, Bau oder Höhle, ob am blanken Erdboden, in luftiger Höhe oder tief im Untergrund – Tiere sind sehr geschickt und erfinderisch, wenn es darum geht, sich eine Behausung einzurichten. Chris Morgan präsentiert tierische Ingenieurskunst. Er erklärt die faszinierenden Konstruktionen und lässt sich von Forschenden in aller Welt neue Erkenntnisse zum Wohnungsbau der Tiere zeigen. Die Reihe 'Tierische Superbauten' zeigt ein breites Spektrum an Nestern, Bauten und Höhlen aus vielen Regionen der Erde. Mal steht deren Konstruktion im Mittelpunkt, dann die Auswahl des richtigen Bauplatzes, und schliesslich die Vor- und Nachteile des Lebens in einer Kolonie. Die Realaufnahmen werden durch Grafiken ergänzt, die einen Einblick ins Innere der tierischen Bauwerke ermöglichen.
Diese Folge zeigt, wie wichtig der Standort für das Heim von tierischen Baumeistern ist. Manche von ihnen konstruieren nicht nur den Bau, sie nehmen auch Einfluss auf dessen Umgebung. Biber können als einziges Säugetier ausser Menschen ihren Lebensraum aktiv umgestalten, indem sie ein Gewässer mit Dämmen aufstauen und Kanäle zu ihren Futterplätzen graben. Im Zentrum ihres Reviers bauen sie eine Burg, deren Eingänge unter dem Wasserspiegel liegen. Als Ökologe beschäftigt sich Chris Morgan seit über 20 Jahren mit Bären. Er begleitet eine Gruppe von Biologen, die im Osten der USA die wachsende Population der Schwarzbären beobachten. Da diese Tiere die Nähe von Menschen nicht scheuen, werden sie streng überwacht. Die Forschenden möchten eine Bärin während ihres Winterschlafs in ihrer Höhle untersuchen – und entdecken dabei gleich vier kleine Bärenkinder. Ob Nest, Bau oder Höhle, ob am blanken Erdboden, in luftiger Höhe oder tief im Untergrund – Tiere sind sehr geschickt und erfinderisch, wenn es darum geht, sich eine Behausung einzurichten. Chris Morgan präsentiert tierische Ingenieurskunst. Er erklärt die faszinierenden Konstruktionen und lässt sich von Forschenden in aller Welt neue Erkenntnisse zum Wohnungsbau der Tiere zeigen. Die Reihe 'Tierische Superbauten' zeigt ein breites Spektrum an Nestern, Bauten und Höhlen aus vielen Regionen der Erde. Mal steht deren Konstruktion im Mittelpunkt, dann die Auswahl des richtigen Bauplatzes, und schliesslich die Vor- und Nachteile des Lebens in einer Kolonie. Die Realaufnahmen werden durch Grafiken ergänzt, die einen Einblick ins Innere der tierischen Bauwerke ermöglichen.
Kolonien sind Städte der Tierwelt. In dieser Folge geht es um deren Funktion für die tierischen Erbauer. Das Zusammenleben auf engem Raum bringt Stress mit sich, aber auch viele Vorteile. Eine Kolonie von Papageitauchern auf den Hebriden ist Hauptschauplatz des Films. Nur in der Brutzeit leben diese Vögel an Land. Zu Tausenden bauen sie nah beieinander ihre Bruthöhlen, in denen jedes Paar ein einzelnes Ei legt – geschützt vor Feinden und Witterung. Nicht nur den Papageitauchern und anderen Vogelarten bringt das Leben in der Kolonie einen grossen Vorteil durch die Sicherheit in der Menge: Auch so unterschiedliche Tiere wie amerikanische Landschildkröten, Glattechsen in der Australischen Wüste oder Augenfleck-Lippfische im Mittelmeer profitieren von einer Gemeinschaft mit vielen Nachbarn. Ein besonders interessantes Beispiel für tierische Kolonien liefern Blattschneiderameisen. Chris Morgan begleitet den Biologen Cameron Currie in den Regenwald von Costa Rica, wo sie eine Ameisenstadt mit Millionen Bewohnern beobachten. Ob Nest, Bau oder Höhle, ob am blanken Erdboden, in luftiger Höhe oder tief im Untergrund – Tiere sind sehr geschickt und erfinderisch, wenn es darum geht, sich eine Behausung einzurichten. Chris Morgan präsentiert tierische Ingenieurskunst. Er erklärt die faszinierenden Konstruktionen und lässt sich von Forschenden in aller Welt neue Erkenntnisse zum Wohnungsbau der Tiere zeigen. Die Reihe 'Tierische Superbauten' zeigt ein breites Spektrum an Nestern, Bauten und Höhlen aus vielen Regionen der Erde. Mal steht deren Konstruktion im Mittelpunkt, dann die Auswahl des richtigen Bauplatzes, und schliesslich die Vor- und Nachteile des Lebens in einer Kolonie. Die Realaufnahmen werden durch Grafiken ergänzt, die einen Einblick ins Innere der tierischen Bauwerke ermöglichen.
Löwen spazieren auf der Strasse, Hyänen wildern in den Ziegenställen. Die Tiere leben im Nationalpark unmittelbar vor den Toren Nairobis. Das führt in der wachsenden Metropole zu Problemen. Der Platz wird immer knapper, und die Stadt dringt langsam in den Lebensraum der Tiere vor. Auch der Verkehr wird immer dichter. Entlastung sollte eine Breitspureisenbahn bringen, die durch Teile des Nairobi-Nationalparks führen sollte. Dagegen gab es Proteste. Nun wird die Strecke grösstenteils über Brücken im Park geführt. Ein kleiner Erfolg. Doch der eigentliche Konflikt zwischen Wirtschaftsentwicklung, Bevölkerungswachstum und Naturschutz ist damit nicht beseitigt. Der Film wirft einen Blick auf Kenias ältesten Nationalpark.
Themen: Der Wal und wir: Neurowisseschaftlerin Maren Urner / Manuel Dürr im Vatikan: 14 Werke Künstlers im Petersdom / Ende einer Ära beim 'Tatort München': Batic und Leitmayr gehen in Ruhestand / Doku 'Siri Hustvedt' im Kino: Eine erstaunliche Schriftstellerin Über ihr Leben, ihre grosse Liebe und die Verheerungen der Präsidentschaft Donald Trumps / Kinderbuchtipps: Wir stellen vor: 'Auf die Strasse! Kunst als Protest', 'Das grosse Buch der Namen' und 'Zipp Zapp Wiggedi Wagg'
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
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Themen: Der Wal und wir: Neurowisseschaftlerin Maren Urner / Manuel Dürr im Vatikan: 14 Werke Künstlers im Petersdom / Ende einer Ära beim 'Tatort München': Batic und Leitmayr gehen in Ruhestand / Doku 'Siri Hustvedt' im Kino: Eine erstaunliche Schriftstellerin Über ihr Leben, ihre grosse Liebe und die Verheerungen der Präsidentschaft Donald Trumps / Kinderbuchtipps: Wir stellen vor: 'Auf die Strasse! Kunst als Protest', 'Das grosse Buch der Namen' und 'Zipp Zapp Wiggedi Wagg'
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
El Salvador wird von einer Vulkankette durchzogen, von denen die meisten noch aktiv sind. Dieses kleine Land, das gerade einmal halb so gross ist wie die Schweiz, kämpft um seinen Ruf. Jahrzehntelanger Bürgerkrieg und Bandenkriminalität haben den Menschen, der Natur und ihrer Tierwelt enorm geschadet. Doch seit wenigen Jahren ist El Salvador wie kaum ein anderes Land in Mittelamerika bemüht, sich um Flora und Fauna, Artenvielfalt und Biodiversität zu kümmern. Die Ranger, Fischer und Biologen sorgen dafür, dass in riesigen Feuchtgebieten und Mangrovenwäldern Arten wie Riesen-Meeresschildkröten oder Krokodile und Papageien zurückkehren und die Populationen wachsen können. Im Dschungel siedeln sich immer mehr Klammeraffen an und in den Trockenwäldern an der Grenze zu Honduras Pumas. Die Dokumentation taucht ein in dieses weitgehend unbekannte Natur- und Tierparadies und zeigt eine Reise in ein Land, in dem die Menschen wieder stolz sind auf die Schätze ihrer Natur. Die Zuschauerinnen und Zuschauer entdecken spektakuläre Vulkankrater: den türkisfarbigen Schwefel-See des Santa Ana Vulkans, Krater voller Sümpfe, Lagunen, an denen Menschen leben und eine Stadt, die in einen Krater hineingebaut wurde. Die pazifische Küste El Salvadors ist an einigen Stellen mit Lava überzogen, von Vulkanausbrüchen vor Tausenden von Jahren. Hier haben sich ein einzigartiges Korallenriff und gute Surfstrände entwickelt. El Salvador ist ein Land im Kommen, doch der Alltag für die Menschen ist aufgrund seiner zahlreichen aktiven Vulkane ein Leben auf dem Pulverfass.
In den Tiefen unter Venezuelas Tafelbergen wagt sich ein internationales Forschungsteam in ein episches Abenteuer voller Geheimnisse und Entdeckungen. Das Team begibt sich auf den Auyan-Tepui, einen der imposanten Tafelberge, und dringt tief in dessen Höhlensystem vor. Dort untersucht es rätselhafte Insekten- und Vogelarten und stösst auf faszinierende Urzeitwesen, die älter sind als Dinosaurier: lebendige Steine. Die majestätischen Tafelberge Venezuelas, von den Einheimischen ehrfürchtig als 'Tepuis', Häuser der Götter, bezeichnet, sind mehr als nur beeindruckende Naturwunder. Für die Wissenschaft sind sie 'Inseln in der Zeit'. Welche Tiere und Pflanzen haben sich auf den Gipfelplateaus und in den unberührten Höhlensystemen darunter entwickelt? Ein internationales Forschungsteam will diese Frage beantworten. Der italienische Geologe Francesco Sauro leitet die Expedition. Er hat im Auyan-Tepui ein riesiges Höhlensystem entdeckt. Sonderbare Insekten und Vögel leben darin, doch nicht nur das: Die Forscher treffen auch auf die vielleicht sonderbarsten Organismen der Schöpfung: lebendige Steine! Die Mikrobiologin Martina Cappelletti aus Bologna nimmt die Herausforderung an, diese seltsamen Wesen zu analysieren. Sie bestehen aus einem Verbund urzeitlicher Mikroben, die kunstvolle Felsformationen erbaut haben. Doch Cappelletti will einer anderen Sache auf den Grund gehen: Könnten diese Bakterien eine medizinische Revolution auslösen? Der französische Bioakustiker Michel André setzt modernste Audiotechnologie ein, um die biologische Vielfalt des Auyan-Tepuis zu erforschen. Künstliche Intelligenz hilft ihm dabei. Federico Pisani, ein venezolanischer Biologe und Alpinist, hat das ehrgeizige Ziel, bisher unbekannte Pflanzen- und Tierarten zu entdecken, die den Naturschutz in Venezuela vorantreiben könnten. Doch diese wissenschaftliche Odyssee ist nicht ohne Gefahren. Die schroffen Steilwände des Tepuis sind nur per Hubschrauber zu überwinden. Das Gipfelplateau, zerfurcht von gefährlichen Spalten, stellt das Team vor immense Herausforderungen. Auch das Wetter spielt verrückt. Die Gruppe seilt sich in schwindelerregende Tiefen ab, klettert kühn und navigiert durch unbekanntes Terrain. Die Entschlossenheit, das Unbekannte zu erforschen, zeigt sich in jeder Aktion. In den lichtlosen Tiefen der Höhlen sind die Forscher tagelang auf sich allein gestellt. Jeder Schritt in diese verborgene Welt ist ein Tanz zwischen Gefahr und Faszination. Der Film erzählt mit atemberaubenden Bildern nicht nur von der Schönheit dieser unberührten Welten, sondern auch von menschlichem Mut, Entschlossenheit und wissenschaftlicher Neugier derjenigen, die sich aufgemacht haben, die Geheimnisse dieser Welten aufzuspüren. Eine Entdeckungsreise der Neuzeit – zu einem der spektakulärsten Orte der Erde.
Kochen mit Tarik Rose und Dr. Matthias Riedl | Themen: Bunter Salat mit Tomaten, Salatgurken, Schafskäse und Portulak / Chili con Carne / Gratinierte Erdbeeren mit einer Creme aus saurer Sahne
Gesunde und schmackhafte Rezepte stehen auch diesmal auf der Speisekarte von Tarik Rose und Matthias Riedl. Den Menüauftakt macht ein bunter Salat mit frischen Zutaten vom Wochenmarkt. Für den Profikoch und den Ernährungsexperten gehören dazu Tomaten, Salatgurken, Schafkäse und Portulak. Die kleinblättrige Gewürz- und Gemüsepflanze wird im Sommer angeboten und hat einen angenehmen säuerlich-salzigen Geschmack mit einer leicht nussigen Note. Durch Vitamine und gesunde Fettsäuren hat Portulak zudem zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe zu bieten. Fleisch und gesunde Küche, passt das zusammen? Passt, sagt Ernährungs-Doc Matthias Riedl, aber dabei sind Sorte, Qualität und Menge entscheidend. Wer alle drei Vorgaben berücksichtigt, kann von Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen profitieren. Mageres Hackfleisch vom Bio-Rind ist die Grundlage für das zweite Gericht. Daraus machen der Fernsehkoch und der Ernährungs-Doc ein 'Chili con Carne'. Der Eintopfklassiker wird mit einer scharfen Tomatensosse sowie frischen Brech- und Stangenbohnen zubereitet. Dazu gibt es ein knuspriges Fladenbrot aus der Pfanne. Zum Schluss kommt ein süsses Dessert: gratinierte Erdbeeren mit einer Creme aus saurer Sahne. Die roten Früchte gelten als sommerliches Superfood. Sie haben mehr Vitamin C als so manche Zitrusfrucht, ausserdem sind sie reich an wichtigen Mineralien und Spurenelementen.
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Der traditionsreiche Immenhof soll wegen hoher Verschuldung verkauft werden. Durch eine Liebesheirat erhält er jedoch eine neue Besitzerin, die das Anwesen in ein Ferienhotel umwandelt. Die Fortsetzung von 'Die Mädels vom Immenhof' setzt zwei Jahre später an: Oma Jantzen hat den Immenhof nicht halten können. Alle Versuche, Geld aufzutreiben, um das Gestüt als Pony-Hotel rentabel zu halten, sind gescheitert. Der Immenhof soll versteigert werden. Neffe Ethelbert ist es, der überraschenderweise die verzweifelte Situation rettet. Ethelbert ist noch immer in Dick verliebt, muss jedoch betrübt feststellen, dass seine Angebetete sich mehr zu dem Musiker Ralf hingezogen fühlt. Der Cousin platzt vor Eifersucht, und als Dick ihm auch noch vorwirft, er hätte sich gar nicht verändert und würde immer nur an sich denken, ist er völlig verzweifelt. Um Dick zu imponieren, schmiedet Ethelbert einen verwegenen Plan: Er hat zufällig mitbekommen, dass Jochen von Roth den Immenhof durch den Umbau zu einem Pony-Hotel retten will. Leider findet sich hierfür kein zahlungswilliger Investor. Ethelbert ruft seinen wohlhabenden Onkel Pankraz auf den Plan und bittet ihn, finanziell einzuspringen. Pankraz, der von der idyllischen Landschaft und den Ponys begeistert ist, wäre nicht abgeneigt. Doch als er mitbekommt, dass seine hübsche Tochter Margot sich in Jochen verliebt, sieht der Onkel in diesem zunächst nur einen Mitgiftjäger. Es kommt zu einem handfesten Streit. Doch auf Jochens und Margots Hochzeitsfeier überrascht Pankraz das Brautpaar mit einem ganz besonderen Hochzeitsgeschenk.
Ripetizione
W
Cast
Angelika Meissner, Heidi Brühl, Paul Klinger, Margarete Haagen, Hans Nielsen, Paul Henckels, Matthias Fuchs
Regia
Volker von Collande
Sceneggiatura
Per Schwenzen
Critica
Freundlich-anspruchslose Unterhaltung ohne Tiefgang (Lex. des Internat. Films).
Inmitten der Holsteinischen Schweiz liegt das Pony-Gestüt Immenhof. Dort leben Oma Jantzen und ihre Enkelinnen Angela, Dick und Dalli. Oma Jantzen ist pleite, und ein Besuch kündigt sich an. Nach einem Jugendroman von Ursula Bruns gedrehter erster 'Immenhof'-Film. Die rüstige Oma Jantzen führt mit ihren drei aufgeweckten Enkelinnen Angela, Dick und Dalli das Pony-Gestüt Immenhof. Während die 26-jährige Angela die Bücher führt, kümmern sich ihre beiden Schwestern, die 16-jährige Dick und der kecke zwölfjährige Blondschopf Dalli, um die Betreuung der über hundert Ponys auf den Koppeln. Obwohl die Zucht berühmt ist, sind Ponys momentan nicht gefragt, und so plagen Oma Jantzen finanzielle Sorgen: Der Gerichtsvollzieher hat mit Pfändung gedroht. Das zum Gut gehörende Forsthaus wurde bereits an den Dressurreiter Jochen von Roth verpachtet, der dort eine florierende Reitschule betreibt und langfristig eine Pferdezucht aufbauen will. Momentan sind glücklicherweise Schulferien, und so erwartet Oma Jantzen wenigstens einen zahlenden Gast: Cousin Ethelbert, der aus einer betuchten Familie stammt. Als Dick und Dalli den arroganten Schnösel vom Bahnhof abholen, sind sie mächtig enttäuscht. Die beiden Mädels zeigen dem feinen Pinkel in seiner affigen Reituniform die kalte Schulter – bis Ethelbert sich besinnt und durch die selbstlose Rettung eines Ponys beweist, dass er doch ein ganzer Kerl ist. Unterdessen haben Angela und Jochen von Roth sich ineinander verliebt. Der erfolgreiche Reitlehrer hat einen Plan, wie er den finanziell angeschlagenen Immenhof retten kann, und macht schliesslich Oma Jantzen ein Angebot, das diese nicht ablehnen kann. Der warmherzige Heimatfilm nach Ursula Bruns' Roman 'Dick und Dalli und die Ponys' zählt zu den grossen Kassenerfolgen der 1950er-Jahre und zog eine Reihe erfolgreicher Fortsetzungen nach sich. Die damals erst 13-jährige Hauptdarstellerin Heidi Brühl avancierte mit ihrer Backfisch-Rolle über Nacht zum Publikumsliebling.
Ripetizione
W
Cast
Heidi Brühl, Angelika Meissner, Christiane König, Margarete Haagen, Paul Klinger, Paul Henckels, Josef Sieber
Regia
Wolfgang Schleif
Sceneggiatura
Erich Ebermayer, Peer Baedecker, Wolfgang Schleif, Hansi Kessler
Critica
Heiterer Heimatfilm mit Landschafts- und Tieridyllen (Lex. des Internat. Films).
Eine Mordserie erschüttert London. Opfer sind ausnahmslos schwerreiche, ältere Ausländer. Scotland Yard nimmt die Ermittlungen auf. Schon bald ist Inspektor Holt einer Bande auf der Spur. Die Mordopfer waren alle bei derselben Versicherung mit horrenden Summen versichert. Als bei einem Toten zwei Pergamentstreifen mit Blindenschrift entdeckt werden, führt die Spur zu einer Bande blinder Hausierer, den 'toten Augen von London'. Inspektor Holt schleust die ehemalige Blindenpflegerin Nora Ward in ein Blindenheim ein. Doch alle, die der Polizei wichtige Hinweise geben könnten, kommen auf schreckliche Weise ums Leben. Nora und Inspektor Holt geraten in höchste Gefahr, als sie dem wahren Drahtzieher der Morde immer näher kommen.
Ripetizione
W
Cast
Karin Baal, Dieter Borsche, Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski, Wolfgang Lukschy, Ady Berber, Eddi Arent
Regia
Alfred Vohrer
Sceneggiatura
Egon Eis, Wolfgang Lukschy
Critica
Ein vergleichsweise spannender Film, der ohne zimperliche Zurückhaltung ein gewisses Angstpotential aufzubauen versteht. Vor allem aus der zeitlichen Distanz betrachtet, besitzt die triviale Serienkost fast schon einen gewissen 'naiven' Unterhaltungswert (Lex. des Internat. Films).
Inspektor Featherstone von Scotland Yard untersucht die unheimlichen Vorgänge auf dem Schloss des Millionärs Bellamy, wo ein grüner Bogenschütze sein tödliches Unwesen treibt. Auch Bellamys junge Nichte Valerie sieht sich auf dem Schloss um und gerät dabei in tödliche Gefahr. – Düstere Gemäuer, knöcheltiefer Nebel, unheimlich maskierte Mörder und ein dunkles Familiengeheimnis – das ist 'Edgar Wallace' pur!
Ripetizione
W
Cast
Gert Fröbe, Karin Dor, Klausjürgen Wussow, Eddi Arent, Harry Wüstenhagen, Stanislav Ledinek, Helga Feddersen
Regia
Jürgen Roland
Sceneggiatura
Wolfgang Menge, Wolfgang Schnitzler
Scheda
Die Edgar Wallace-Verfilmungen waren in den 1960er Jahren wahre 'Strassenfeger'. Erstklassige Schauspieler wie Gert Fröbe verliehen den Adaptionen durch ihr perfektes Spiel eine besondere Note und liessen sie zu Klassikern werden. Zwei Filme aus der Reihe wurden von Jürgen Roland inszeniert. Hintergrundinformation: 2002 entstanden fürs deutsche Fernsehen zwei Neuverfilmungen von Edgar Wallace-Stoffen: 'Edgar Wallace – Die vier Gerechten' und 'Edgar Wallace – Das Schloss des Grauens'. In beiden Streifen wirkte Eddi Arent mit – ironische Reminiszenz an seine Wallace-lastige Vergangenheit ... Karin Dor, gebürtige Kätherose Derr, wurde in den 60er Jahren durch die Edgar-Wallace-Filme bekannt. Der Höhepunkt ihrer Karriere war eine Rolle in 'James Bond – Man lebt nur zweimal' (1966).
Critica
Eine mit den Versatzstücken des Genres vollgestopfte schaurig-komische Edgar-Wallace-Verfilmung, die vergnügliche Unterhaltung bietet (Lex. des Internat. Films).
Eine Mordserie erschüttert London. Opfer sind ausnahmslos schwerreiche, ältere Ausländer. Scotland Yard nimmt die Ermittlungen auf. Schon bald ist Inspektor Holt einer Bande auf der Spur. Die Mordopfer waren alle bei derselben Versicherung mit horrenden Summen versichert. Als bei einem Toten zwei Pergamentstreifen mit Blindenschrift entdeckt werden, führt die Spur zu einer Bande blinder Hausierer, den 'toten Augen von London'. Inspektor Holt schleust die ehemalige Blindenpflegerin Nora Ward in ein Blindenheim ein. Doch alle, die der Polizei wichtige Hinweise geben könnten, kommen auf schreckliche Weise ums Leben. Nora und Inspektor Holt geraten in höchste Gefahr, als sie dem wahren Drahtzieher der Morde immer näher kommen.
Cast
Karin Baal, Dieter Borsche, Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski, Wolfgang Lukschy, Ady Berber, Eddi Arent
Regia
Alfred Vohrer
Sceneggiatura
Egon Eis, Wolfgang Lukschy
Critica
Ein vergleichsweise spannender Film, der ohne zimperliche Zurückhaltung ein gewisses Angstpotential aufzubauen versteht. Vor allem aus der zeitlichen Distanz betrachtet, besitzt die triviale Serienkost fast schon einen gewissen 'naiven' Unterhaltungswert (Lex. des Internat. Films).
Inspektor Featherstone von Scotland Yard untersucht die unheimlichen Vorgänge auf dem Schloss des Millionärs Bellamy, wo ein grüner Bogenschütze sein tödliches Unwesen treibt. Auch Bellamys junge Nichte Valerie sieht sich auf dem Schloss um und gerät dabei in tödliche Gefahr. – Düstere Gemäuer, knöcheltiefer Nebel, unheimlich maskierte Mörder und ein dunkles Familiengeheimnis – das ist 'Edgar Wallace' pur!
Cast
Gert Fröbe, Karin Dor, Klausjürgen Wussow, Eddi Arent, Harry Wüstenhagen, Stanislav Ledinek, Helga Feddersen
Regia
Jürgen Roland
Sceneggiatura
Wolfgang Menge, Wolfgang Schnitzler
Scheda
Die Edgar Wallace-Verfilmungen waren in den 1960er Jahren wahre 'Strassenfeger'. Erstklassige Schauspieler wie Gert Fröbe verliehen den Adaptionen durch ihr perfektes Spiel eine besondere Note und liessen sie zu Klassikern werden. Zwei Filme aus der Reihe wurden von Jürgen Roland inszeniert. Hintergrundinformation: 2002 entstanden fürs deutsche Fernsehen zwei Neuverfilmungen von Edgar Wallace-Stoffen: 'Edgar Wallace – Die vier Gerechten' und 'Edgar Wallace – Das Schloss des Grauens'. In beiden Streifen wirkte Eddi Arent mit – ironische Reminiszenz an seine Wallace-lastige Vergangenheit ... Karin Dor, gebürtige Kätherose Derr, wurde in den 60er Jahren durch die Edgar-Wallace-Filme bekannt. Der Höhepunkt ihrer Karriere war eine Rolle in 'James Bond – Man lebt nur zweimal' (1966).
Critica
Eine mit den Versatzstücken des Genres vollgestopfte schaurig-komische Edgar-Wallace-Verfilmung, die vergnügliche Unterhaltung bietet (Lex. des Internat. Films).
Vom weltberühmten Wiener Schnitzel, über ein buntes Puszta Schnitzel mit Letscho bis hin zum eleganten Cotoletta alla Milanese, jedes Rezept hat eine eigene regionale Geschichte. Was haben alle Schnitzel, ob natur oder paniert, gemeinsam? Es ist der Schnitt des Fleisches, der ein Stück ermöglicht, das eine ähnliche Fleischtextur und einen vergleichbaren Geschmack bietet. Das Fett zum Herausbacken kann variieren, von Öl über Schmalz zu Butter. Kein Wien-Besuch ohne ein originales Wiener Schnitzel, kein Ungarn-Besuch ohne ein Puszta-Schnitzel mit Letscho, und in Italien gilt die Cotoletta alla Milanese als das älteste Schnitzelrezept für die 'goldene' Panier. Was man immer schon über Schnitzel wissen wollte, findet man in Anita Lackenbergers Dokumentation 'Golden, zart und voller Traditionen – Schnitzelvariationen in Europa'. Jedes Schnitzelrezept hat seine eigene regionale Geschichte. Manche Rezepte traten von ihrer Ursprungsregion aus einen Siegeszug durch die europäischen Küchen an – und oft auch darüber hinaus in die ganze Welt. Das Wiener Schnitzel ist wohl das bekannteste Schnitzelrezept der Welt. Jedes Schnitzel birgt in seiner Zubereitung das eine oder andere Küchengeheimnis, das es für ein bestmögliches Ergebnis zu entdecken gilt. Schnitzel kann man aus vielen Fleischarten schneiden, es ist die Form, auf die es ankommt. Das Herausbacken und die Wahl des Fettes sind ein eigenes Küchenabenteuer. Auch die Panier kann variieren, bis hin zum geschmacksintensiven Kürbiskern-Schnitzel. Im Restaurant, oder in der Familie und mit Freunden: Schnitzelessen heisst immer zusammenkommen und gemeinsam geniessen.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das kleine, idyllische Pony-Gestüt Immenhof hat sich inzwischen zu einem 'Pony-Hotel Immenhof' gemausert. Nun fehlen nur die Gäste. Also lassen sich die Kinder eine Werbeaktion einfallen. Dicks Freund, der Grafiker Ralf, bietet an, einen flotten Werbeprospekt zu gestalten, während Jochen nach Hamburg fahren will, um mit einem grossen Reisebüro zu verhandeln. Auch die Teenager Dick, Dalli und Ethelbert möchten die Werbetrommel für den Immenhof rühren. Gemeinsam reiten sie nach Lübeck und verteilen Ralfs Prospekte, die sie zuvor allerdings gehörig 'aufgepeppt' haben: Plötzlich verfügt der Immenhof über einen Swimmingpool und andere luxuriöse Einrichtungen. Ganz klar, dass die ersten Gäste empört wieder abreisen, als sie keine der versprochenen Annehmlichkeiten auf dem Pony-Hof vorfinden. Da Jochen glaubt, Ralf habe die Flunkereien in den Prospekt geschrieben, kommt es zu einem schweren Streit zwischen den beiden. Nun fürchtet Dick, dass unter dem Disput auch Ralfs Liebe zu ihr leiden könnte. Unterdessen hat das Waisenkind Fritzchen den zweiwöchigen Gratisurlaub auf dem Immenhof gewonnen. Und es dauert nicht lange, bis alle den putzigen Jungen in ihr Herz geschlossen haben. Wenig später kommen schliesslich auch die ersten regulären Gäste auf den Immenhof. Da gibt es die attraktive Gisela, die schon bald mit Dicks Freund Ralf flirtet, den gewichtigen und stets hungrigen Herrn Ottokar mit seiner Frau Käthe und die zickige Künstlerin Fräulein Madler. Um alle Gäste zufriedenzustellen, müssen Oma Jantzen, Dick und Dalli sich mächtig ins Zeug legen – denn mit Herrn Weskamp ist auch der Chef des Hamburger Reisebüros angereist, um den Immenhof höchstpersönlich zu inspizieren.
Cast
Angelika Meissner, Heidi Brühl, Paul Klinger, Margarete Haagen, Paul Henckels, Matthias Fuchs, Hubert von Meyerinck
Regia
Hermann Leitner
Sceneggiatura
Per Schwenzen, Hermann Leitner
Critica
Betont harmlose Familienunterhaltung (Lex. des Internat. Films).
Der traditionsreiche Immenhof soll wegen hoher Verschuldung verkauft werden. Durch eine Liebesheirat erhält er jedoch eine neue Besitzerin, die das Anwesen in ein Ferienhotel umwandelt. Die Fortsetzung von 'Die Mädels vom Immenhof' setzt zwei Jahre später an: Oma Jantzen hat den Immenhof nicht halten können. Alle Versuche, Geld aufzutreiben, um das Gestüt als Pony-Hotel rentabel zu halten, sind gescheitert. Der Immenhof soll versteigert werden. Neffe Ethelbert ist es, der überraschenderweise die verzweifelte Situation rettet. Ethelbert ist noch immer in Dick verliebt, muss jedoch betrübt feststellen, dass seine Angebetete sich mehr zu dem Musiker Ralf hingezogen fühlt. Der Cousin platzt vor Eifersucht, und als Dick ihm auch noch vorwirft, er hätte sich gar nicht verändert und würde immer nur an sich denken, ist er völlig verzweifelt. Um Dick zu imponieren, schmiedet Ethelbert einen verwegenen Plan: Er hat zufällig mitbekommen, dass Jochen von Roth den Immenhof durch den Umbau zu einem Pony-Hotel retten will. Leider findet sich hierfür kein zahlungswilliger Investor. Ethelbert ruft seinen wohlhabenden Onkel Pankraz auf den Plan und bittet ihn, finanziell einzuspringen. Pankraz, der von der idyllischen Landschaft und den Ponys begeistert ist, wäre nicht abgeneigt. Doch als er mitbekommt, dass seine hübsche Tochter Margot sich in Jochen verliebt, sieht der Onkel in diesem zunächst nur einen Mitgiftjäger. Es kommt zu einem handfesten Streit. Doch auf Jochens und Margots Hochzeitsfeier überrascht Pankraz das Brautpaar mit einem ganz besonderen Hochzeitsgeschenk.
Cast
Angelika Meissner, Heidi Brühl, Paul Klinger, Margarete Haagen, Hans Nielsen, Paul Henckels, Matthias Fuchs
Regia
Volker von Collande
Sceneggiatura
Per Schwenzen
Critica
Freundlich-anspruchslose Unterhaltung ohne Tiefgang (Lex. des Internat. Films).
Inmitten der Holsteinischen Schweiz liegt das Pony-Gestüt Immenhof. Dort leben Oma Jantzen und ihre Enkelinnen Angela, Dick und Dalli. Oma Jantzen ist pleite, und ein Besuch kündigt sich an. Nach einem Jugendroman von Ursula Bruns gedrehter erster 'Immenhof'-Film. Die rüstige Oma Jantzen führt mit ihren drei aufgeweckten Enkelinnen Angela, Dick und Dalli das Pony-Gestüt Immenhof. Während die 26-jährige Angela die Bücher führt, kümmern sich ihre beiden Schwestern, die 16-jährige Dick und der kecke zwölfjährige Blondschopf Dalli, um die Betreuung der über hundert Ponys auf den Koppeln. Obwohl die Zucht berühmt ist, sind Ponys momentan nicht gefragt, und so plagen Oma Jantzen finanzielle Sorgen: Der Gerichtsvollzieher hat mit Pfändung gedroht. Das zum Gut gehörende Forsthaus wurde bereits an den Dressurreiter Jochen von Roth verpachtet, der dort eine florierende Reitschule betreibt und langfristig eine Pferdezucht aufbauen will. Momentan sind glücklicherweise Schulferien, und so erwartet Oma Jantzen wenigstens einen zahlenden Gast: Cousin Ethelbert, der aus einer betuchten Familie stammt. Als Dick und Dalli den arroganten Schnösel vom Bahnhof abholen, sind sie mächtig enttäuscht. Die beiden Mädels zeigen dem feinen Pinkel in seiner affigen Reituniform die kalte Schulter – bis Ethelbert sich besinnt und durch die selbstlose Rettung eines Ponys beweist, dass er doch ein ganzer Kerl ist. Unterdessen haben Angela und Jochen von Roth sich ineinander verliebt. Der erfolgreiche Reitlehrer hat einen Plan, wie er den finanziell angeschlagenen Immenhof retten kann, und macht schliesslich Oma Jantzen ein Angebot, das diese nicht ablehnen kann. Der warmherzige Heimatfilm nach Ursula Bruns' Roman 'Dick und Dalli und die Ponys' zählt zu den grossen Kassenerfolgen der 1950er-Jahre und zog eine Reihe erfolgreicher Fortsetzungen nach sich. Die damals erst 13-jährige Hauptdarstellerin Heidi Brühl avancierte mit ihrer Backfisch-Rolle über Nacht zum Publikumsliebling.
Cast
Heidi Brühl, Angelika Meissner, Christiane König, Margarete Haagen, Paul Klinger, Paul Henckels, Josef Sieber
Regia
Wolfgang Schleif
Sceneggiatura
Erich Ebermayer, Peer Baedecker, Wolfgang Schleif, Hansi Kessler
Critica
Heiterer Heimatfilm mit Landschafts- und Tieridyllen (Lex. des Internat. Films).
Palmbuschen binden, Kinder, die mit Ratschen gehen, Speiseweihe, Osterfeuer, 'Gükalar ufhänga' oder die Wache am Heiligen Grab: Osterbräuche in Österreich. Der Film stellt sie vor. Die meisten österreichischen Osterbräuche haben eine katholische Wurzel. Bei andern weiss man nicht, wie sie entstanden sind – wieder andere werden nur in wenigen Orten gepflegt oder leben wieder auf, nachdem sie beinahe verschwunden waren. Das 'Greangehen' – ins Grüne gehen – gehört in einigen Orten im Weinviertel seit 2019 sogar zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Am Ostermontag laden die Weinbauern zu 'weissem Brot, rotem Wein und Geselchtem' in die Kellergasse ein. Osterbräuche aus allen neun Bundesländern zeigen, wie lebendig diese lieb gewordenen Gepflogenheiten auch heute noch sind, wie sie den Menschen am Herzen liegen, die sie jedes Jahr in der Karwoche aufleben lassen. Die Ethnologin Helga Maria Wolf spricht über die katholischen Wurzeln der Bräuche, die Versuche der Jesuiten, den Glauben für die Menschen 'angreifbarer' zu machen. Insbesondere Bräuche wie die Speiseweihe waren für die Menschen, die früher 40 Tage lang gefastet und verzichtet hatten, ein besonderes Fest. Zu Ostern erst durfte wieder geschlemmt werden – mit Eiern und Schinken, mit Weihbutter im Salzburger Lungau oder mit besonderem Gebäck wie dem Kärntner Reindling.
Die Dokumentation geht zwischen dem bayerischen Oberfranken, Tirol, Niederösterreich und der Steiermark auf die Suche nach unterschiedlichen Ostertraditionen und den besten Osterspeisen. Filmemacherin Anita Lackenberger präsentiert eine Auswahl der interessantesten Gerichte und Geschichten rund um Ostern in unseren Breiten. Für evangelische Christen beginnen die Osterfeierlichkeiten schon am Karfreitag. Für Katholiken hingegen gilt an diesem Tag noch strenges Fasten. Im niederösterreichischen Mitterbach zum Beispiel frühstücken evangelische Familien am Karfreitag im Festgewand einen 'Osterschober' und brechen anschliessend zur Messe auf. Zu Mittag wird dann bereits wieder gegessen – etwa ein deftiger Schweinsbraten. Gründonnerstags- und Karfreitags-Eier werden gesammelt und an verschiedenen Stellen in Haus und Garten verteilt. Sie sollen das Anwesen schützen. Ausserdem sind sie bis zum Karfreitag des nächsten Jahres haltbar. Vor allem die Kinder sind begeistert, Eier aufschlagen zu können, die sich nach einer solch langen Zeit immer noch gut backen und fürs Osterbrot am Ostersamstag verwerten lassen. Auch im katholischen Pielachtal werden auf diese Weise verschiedene Striezel und Osterbrote gebacken. Jedes Haus hat sein eigenes Rezept. Manchmal wird ein selbst geselchter Osterschinken eingebacken und in die Weihe-Körbe gelegt. Am Karfreitag gibt es am besten nur eine Gemüse- oder Stosuppe, eine einfache Suppe aus gestockter Milch. Geschlemmt wird erst am Ostersamstag mit einer deftigen Jause, bei der frischer Schafskäse nicht fehlen darf. Von der ersten Frühlingskräuter-Milch schmeckt er am besten. Am Ostersonntag werden dann die Ostereier gesucht, anschliessend wird ein Osterbraten serviert. Eine typisch evangelische Tradition am Karfreitag in der steirischen Ramsau sind geselchte Lamm-Ripperln mit Sauerkraut. In der schwer zugänglichen Bergregion waren die jungen Lämmer das erste Fleisch, das im Frühling zur Verfügung stand. Auch in den Tiroler Alpen ist Ostern das erste Frühlingsfest. Noch sind die Bergspitzen weiss, oft reicht der Schnee weiterhin bis tief ins Tal. In der Karwoche werden Osterbrote und Osterzöpfe gebacken. Zum Fest wird etwa in Gallzein im Bezirk Schwaz Tiroler Lammbraten genossen. Auch im bayerischen Oberfranken, zwischen Schwabach und Kammerstein, existieren evangelische und katholische Ostertraditionen. Vom Roggenbrot bis zur Schlachtschüssel ist dort vieles zu finden.
Waren die Ostereier früher wirklich bunter? Und der Frühjahrsputz gründlicher? Das Osterwetter sonniger und die Frühlingsgefühle euphorischer? Oder wird die Vergangenheit verklärt? Wie war die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten in den vergangenen Jahrzehnten in Berlin wirklich? Der Film blickt zurück und zeigt viele fast vergessene Aufnahmen aus der Stadt an der Spree im Frühlingsrausch. Die Berliner beschäftigten in der aufregendsten Zeit des Jahres die unterschiedlichsten Themen: die Blumendekorationen am Ku'damm und Alexanderplatz, der Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit, die Ausrichtung von Jugendweihe und Konfirmation, der Herrentag in lustiger Runde und – nicht zu vergessen – der Aprilscherz. In jedem Jahrzehnt hegten und pflegten die Berliner Ost wie West ganz spezielle Traditionen und Rituale.
Von den Ostersängerinnen, die in der Osternacht mit Chorälen die Auferstehung des Herrn verkünden, bis hin zur kunstvollen Verzierung sorbischer Ostereier: alte Bräuche leben fort. Junge Frauen in Sielow haben sich zusammengefunden, um alte Gesänge zu erforschen, traditionelle wendische Trachten wiederzuentdecken und das jahrhundertealte Ostersingen in ihrem Ort zu beleben. Mit grossem Engagement proben sie in der Passionszeit, um am Ostermorgen vor Sonnenaufgang singend durch die Strassen zu ziehen. Doch nicht nur die musikalischen Bräuche erleben eine Renaissance – auch die kunstvolle Gestaltung der sorbischen Ostereier fasziniert immer mehr Menschen. Mit traditionellen Wachs- und Ätztechniken entstehen wahre Kunstwerke, die mehr sind als blosse Dekoration: Die Muster und Symbole erzählen Geschichten, vermitteln Schutz und Segen und sind ein wichtiger Bestandteil sorbischer Identität. Jedes Jahr finden in der Lausitz Wettbewerbe um das schönste Osterei statt. Eine der erfolgreichsten Künstlerinnen ist Silke Rossbach-Schreier aus Cottbus, die ihre Leidenschaft nicht mehr losgelassen hat. Was einst in einer Schul-Arbeitsgruppe begann, entwickelte sich zu einer lebenslangen Leidenschaft, die sie inzwischen mit ihrer ganzen Familie teilt. Seit der Reformation ist es üblich, Patenkindern zwischen Gründonnerstag und Ostern neben der Patensemmel oder einem grossen Pfefferkuchen auch Eier zu schenken: Diese Sitte hat sich bei den Sorben/Wenden bis heute erhalten. Das Osterfest wird so zu einem Symbol für Kontinuität und Wandel für die tiefe Verbundenheit der Sorben und Wenden mit ihrer Geschichte – und für die Kraft der Gemeinschaft, die alte Rituale in eine lebendige Zukunft trägt. Die Dokumentation zeigt, wie Tradition und Moderne in der Lausitz verschmelzen. Junge Menschen tauchen in das kulturelle Erbe ihrer Vorfahren ein, beleben Bräuche, die fast vergessen waren, und führen sie mit neuer Begeisterung fort.
Im Isarwinkel gibt es eine Vielzahl an Menschen, die das Osterfest in der eigenen Gemeinde prägen, gestalten und den Bräuchen nachgehen. Besonders das österliche Triduum, das vom Karfreitag bis zum Ostersonntag dem Tag der Auferstehung Jesu Christi geht, steht im Mittelpunkt des Kirchenjahres. Mit Verzicht und Ruhe begeht man das österliche Triduum, das Fest rund um das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu. Wichtige Arbeiten erfüllen die Mesner, wie Heinz Bader in Bad Tölz. Besonders schön schmückt er die Kalvarienbergkirche Heilig Kreuz, die am Karfreitag zahlreich besucht wird – sei es, um die heilige Stiege 'raufzubeten' oder um das Heilige Grab zu schauen. In der Jachenau werden am Karsamstag Baumschwämme im Osterfeuer entzündet. Diese wurden bereits viele Wochen zuvor gesammelt und sorgfältig getrocknet. Kleine glühende Abschnitte davon verteilen die Buben im Ort zum Dazulegen in die Holzöfen. Das soll das ganze Jahr über den Segen über Haus und Hof bewahren. Der Organist und Chorleiter Marcus Rummel aus Reichersbeuern umrahmt in diesen Tagen in drei Gemeinden die verschiedenen Messen und Liturgien. Mit seinem besonderen Orgelspiel und seiner Art, Chöre und Kirchenorchester zu leiten, begeistert er viele Menschen. Eindrucksvoll stellt er das in der Osternacht unter Beweis. Der Ostersonntag, der Tag der Auferstehung Christi, wird in den Haushalten unterschiedlich gefeiert. Meist bei gutem Essen mit geweihten Speisen wie dem Osterfladen, dem gebackenem 'Osterlamperl' und Speck. Am Ostermontag, dem zweiten Osterfeiertag, machen sich in Bad Tölz ein paar Familien nach Fischbach auf. Der dem Evangelium nachempfundene Emmausgang endet im Biergarten des Dorfwirts. Während die Jugend nördlich vom Isarwinkel an diesem Tag einem weiteren beliebten Brauch nachgeht: Sie nennen den Ostermontag auch den 'Schnapstag'. Wer bei dem gemeinsamen Treffen ein rotes Ei von der Gastgeberin bekommt, darf sich etwas einbilden, denn er hat gute Chancen bei ihr.
Themen: 'Segeljungs – Mit null Ahnung um die Welt' / 'Der Magier im Kreml' – Jude Law als Putin / 'Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean' / 'The History of Sound' – Paul Mescal und die Liebe / 'Alpha' – Body-Horror trifft Virusangst
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? Das Magazin stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Es zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren.
Anita Lackenberger stellt Frischkäse-Kreationen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Slowenien vor und zeigt, welche pikanten oder süssen Gerichte damit hergestellt werden können. Frischkäse mit Rote-Rüben-Paste und Kren, Kürbiskern-Aufstrich mit Chili, geräucherter Schafkäse im Speckmantel oder eine slowenische Topfen-Gibanica -das sind nur einige der schmackhaften Leckerbissen, die in der Dokumentation gezeigt werden. Gibanicas – ein herzhaftes oder süsses Blätterteiggebäck – gibt es in verschiedenen Varianten. In dem Film von Anita Lackenberger ist es eine süsse Form mit Topfenfülle und einer Rahmschicht, die mit einem perfekt von Hand gezogenen Strudelteig umhüllt ist. Ausserdem gibt Anita Lackenberger Einblick in die Frischkäse-Erzeugung und -Verarbeitung in unterschiedlichen Betrieben. Unter anderem führt sie auf Bauernhöfe in Niederösterreich, Kärnten, Bayern und der Nordslowakei und zu Sennereien in Tirol und in der Schweiz. 'Topfen' – wie 'Quark' in Österreich und Bayern genannt wird – ist immer schon eine einfache und schmackhafte Form gewesen, Milch umzuwandeln und etwas länger haltbar zu machen. Bei den 'Milchmäderln', einer Käserei in der niederösterreichischen Gemeinde Wallsee-Sindelberg, steht zur Jause oft ein Topfengugelhupf mit Schaftopfen aus eigener Erzeugung auf dem Tisch. Der Schaftopfen hat einen milden Geschmack und sorgt dafür, dass die Süssspeise saftig wird. Auf Tiroler Bauernhöfen wird viel Topfen hergestellt – meist in einer solchen Fülle, dass er früher sogar an die Hühner verfüttert wurde – war doch Getreide teurer als Milch. Daher gibt es auch so viele Tiroler Topfenrezepte. Topfen ersetzt in dem einen oder anderen Rezept die Milch, wie man es zum Beispiel bei 'Kasspatzeln' tun kann, die mit gut gerösteten Zwiebeln serviert werden. In Kärnten besucht Anita Lackenberger einen Bauernhof in den Gurktaler Alpen, auf dem Frischkäse gern zu ausgefallenen Kreationen verarbeitet wird, etwa mit Trüffelpaste und rotem Pfeffer oder Rote-Rüben-Paste und Kren. Dort wagt man sich auch an eine österreichische Traditionssüssspeise, den Topfenstrudel, und verwendet dafür Topfen – nicht nur von der Kuh, sondern auch von Schaf oder Ziege, je nach Wunsch und spontaner Laune der einzelnen Familienmitglieder. Beim 'Anderlbauern' in Bayern wird – neben vielen anderen Käsespezialitäten – Frischkäse gern mit selbst gepflücktem Bärlauch vermengt. In der Nordslowakei besucht Anita Lackenberger einen Bauernhof, in dem 'Brimsen' hergestellt wird. Für traditionellen Brimsen wird reine Schafmilch verwendet, reichlich Salz kommt hinzu. Typisch slowakisch sind Kartoffel-Nockerln – 'Halusky', die mit Brimsen vermischt und oft mit Speckstückchen und Schnittlauch serviert werden. In Wernetshausen in der Schweiz zeigt Anita Lackenberger eine Sennerei, die 'Blanc battu' produziert. Diese Frischkäse-Variation besteht aus Magermilch, die durch spezielle Milchsäurebakterien und ein wenig Lab zum Gerinnen gebracht wird. Sie ist mit Quark eng verwandt, aber anders als für Quark wird für 'Blanc battu' die Molke nicht abgetrennt, sondern zusammen mit dem geronnenen Eiweiss zu einer sämigen Masse aufgerührt. Eine Vanillesauce mit 'Blanc battu' ist besonders sämig. 'Blanc battu' eignet sich aber auch als perfekte Basis für Kräuteraufstriche und viele andere pikante oder süsse Gerichte.
Die Victoriafälle gehören zu den spektakulärsten Naturwundern Afrikas. Aber nicht nur Menschen zieht es dorthin – auch viele Wildtiere, denn dort können sie ihren Durst löschen. Der Sambesi speist die mächtigen Victoriafälle. Um an seinen Ufern zu trinken, laufen Elefanten oft durch die Stadt Victoria Falls, denn die liegt mitten auf einer ihrer alten Wanderrouten. Das führt immer wieder zu Konflikten zwischen Menschen und Elefanten. Der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone hatte im November 1855 ein Erlebnis, das ihn zutiefst beeindruckte. Er gilt als der erste Europäer, der die grössten Wasserfälle Afrikas erblickte und nannte sie 'Victoria Falls' – zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Mittlerweile gehören sie zum Weltnaturerbe der UNESCO. Lange vor Livingstone taufte die einheimische Bevölkerung die Fälle 'Mosi-oa-Tunya', was 'donnernder Rauch' bedeutet. Diesen klangvollen Namen verdienen die Victoriafälle vor allem nach der Regenzeit, wenn riesige Wassermassen in die Tiefe stürzen und hohen Sprühnebel entstehen lassen, der noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen ist. Daher regnet es in unmittelbarer Umgebung der Wasserfälle fast ständig. Die Anziehungskraft der Victoriafälle besteht auch darin, dass die Umgebung bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Landschaft und Wasserfälle sehen noch weitgehend so aus, wie Livingstone sie vorgefunden hatte. Besondere Bedeutung hat der Sambesi auch für Wildtiere, denn die Victoriafälle liegen mitten in einem wichtigen Netzwerk grosser Schutzgebiete. Obwohl es an den Fällen Wasser im Überfluss gibt, ist ihre Umgebung sehr trocken. Die Tiere sind auf das lebenspendende Wasser des Sambesi angewiesen. Die Stadt Victoria Falls wurde mitten auf einer alten Wanderroute von Elefanten errichtet, die immer wieder in der Stadt auftauchen und Menschen gefährden. Lokale Naturschützer statten daher Elefanten mit Sendehalsbändern aus. Eine heikle Operation, doch die Mühe lohnt sich. Mit den Ergebnissen möchten die Naturschützer von 'Connected Conservation' und vom 'Victoria Falls Wildlife Trust' mehr Informationen über die Wanderungen der Dickhäuter erhalten. Ziel ist es besser zu verstehen, wann die Elefanten gefährlich werden. Die Dokumentation von Axel Gomille zeigt in herausragenden Bildern die Schönheit eines der grössten Naturwunder Afrikas und geht der Frage nach, wie die Koexistenz von Menschen und Elefanten besser gelingen kann.
In keinem anderen Bundesland Österreichs wird das Osterfest so zelebriert wie in Kärnten. Dazu zählen die üppige Osterjause, geklöppelte Weihtücher und diverse Osterspiele für Jung und Alt. Der Film führt auf Märkte, zu traditionellen Kunsthandwerksbetrieben, in Kärntner Küchen und an öffentliche Schauplätze, wo vielfältige Osterbräuche ausgeübt werden. Das traditionelle Osterfest beendet die kirchliche Fastenzeit, eine Zeit, in der Altäre oder Kreuze mit sogenannten Fastentüchern verhängt werden. Wie alt und auch heute noch bedeutend diese Tradition in Kärnten ist, lässt sich an zwei besonderen Fundstücken in Klagenfurt ablesen: So findet sich in der Christkönigskirche ein spätgotisches Fastentuch aus der Wallfahrtskirche Maria Bichl bei Lendorf, das bis 1924 verschwunden war und jetzt restauriert wieder bewundert werden kann. Im Kontrast dazu kann man im Klagenfurter Dom ein sehr modernes, neues Fastentuch der Kärntner Künstlerin Lisa Huber bewundern. Generell spielen die Kirchen eine wichtige Rolle beim Osterfest. In Klagenfurt segnet der Dompfarrer Peter Allmaier am Samstagmorgen das Osterfeuer, das von den Gläubigen mit glühenden Baumschwämmen nach Hause gebracht wird. Einst wurde mit dieser geweihten Glut der Küchenherd angezündet, und erst dann konnte der Schinken gekocht werden. Und auch die Osterjause, verpackt in prächtigen Weihkörben, erhält den kirchlichen Segen. Die Weihdecken für diese Körbe entstehen nach alter Tradition, werden mit geklöppelten Spitzen gesäumt und bestickt. Auch die Eier werden oftmals besonders behandelt, mit Pflanzenfarben gefärbt und mit Abdrücken von Frühlingskräutern geschmückt. So ist jedes Osterei einzigartig, ein Abbild des Frühlings. Im Zentrum der Kärntner Osterjause steht der Kärntner Reindling, ein Germteigkuchen, der mit viel Zucker, Zimt und wahlweise Rosinen und Nüssen gefüllt wird. Gebacken wird er in einem Topf, der sogenannten 'Rein', daher rührt auch der Name des Kärntner Reindlings. Genossen wird der süsse Reindling mit salzigen Speisen wie Schinken und Meerrettich. Die Osterjause ist das erste üppige Mahl nach der kargen Fastenzeit, die in Kärnten mit den Fastennudeln einen symbolischen Höhepunkt findet. Diese Dampfnudeln werden aus den Resten des Reindlingteigs zubereitet und nach strengen Fastenregeln am Karfreitag ohne Butter, Zucker und Mohn gegessen. Kulinarisch finden sich in Kärnten noch weitere regionale österliche Spezialitäten, wie die mit Alkohol und Mohnmasse 'gefüllte Butter' oder der 'Röhrlsalat' aus frisch geschnittenen Frühjahreslöwenzahnblättern.
Milch, Eier, Mehl und Fett zum Braten: daraus zaubert man in Österreich Palatschinken, in Deutschland Pfannkuchen und auch in anderen Ländern sind die Teigfladen aus der Pfanne beliebt. Anita Lackenberger macht sich in Österreich und den Nachbarstaaten auf die Suche nach traditionellen und kreativen Palatschinken-Rezepten. Gefüllt werden die zarten Teigfladen mit Marmelade, Topfen oder Schokoladensauce, bestreut mit gehackten, gerösteten Nüssen und mit Staubzucker, garniert mit einem Tupfer Schlagobers. Das Lieblingsessen vieler Kinder gibt es auch in pikanten Varianten etwa mit Fleisch- oder Spinat-Käse-Füllung. Süsse wie salzige Varianten werden vielerorts im Backofen überbacken. Eine klassische Variante der Wiener Küche sind die Frittaten: in dünne Bahnen geschnittene Palatschinken, die in einer herzhaften Rindsuppe am besten schmecken und in österreichischen Gasthäusern und Restaurants zum Standard-Repertoire gehören. Trennt man die Eier und schlägt das Eiklar zu Schnee, wird aus dem Palatschinkenteig die Basis für Kaiserschmarren. Dabei wird der flaumische Teig ebenfalls in der Pfanne von beiden Seiten angebraten, dann aber während des Bratvorgangs mit der Gabel zerrissen und erhält so sein bröckeliges Aussehen. Serviert mit Zwetschgenröster ist er ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche.
Im England des frühen 11. Jahrhunderts muss der junge Halbwaise Rob Cole hilflos mit ansehen, wie seine Mutter an einer unheilbaren Krankheit stirbt. Das Erlebnis prägt ihn nachhaltig. Rob schliesst sich einem fahrenden Bader an, der ihn in das medizinische Halbwissen des Mittelalters einweiht. – Regisseur Philipp Stölzl verfilmt Noah Gordons Weltbestseller 'Der Medicus' als bildgewaltige Reise ins Mittelalter. Als der Wanderheiler allmählich sein Augenlicht verliert, übernimmt sein Zauberlehrling Rob bald die 'Behandlungen' – für die Patienten eher schmerzhafte als heilsame Prozeduren. Von einem jüdischen Medicus, der dem fast Erblindeten durch einen kunstvollen Eingriff das Augenlicht wiedergibt, erfährt Rob, dass es ausser seinem bescheidenen Wissen eine sehr viel weiter entwickelte Heilkunst gibt. Elektrisiert macht er sich auf den Weg in die persische Stadt Isfahan, wo der sagenumwobene Ibn Sina Medizin lehrt. Dank seiner erstaunlichen Fähigkeiten avanciert Rob bald zum Meisterschüler des Universalgelehrten. Als in Isfahan die Pest wütete, findet Rob heraus, dass Rattenflöhe den Erreger übertragen. Dank seiner Entdeckung wird die Epidemie eingedämmt. Ein phänomenaler Erfolg, doch der gefeierte Mediziner ist nicht zufrieden. Rob will das Geheimnis jener unheilbaren Krankheit lüften, an der auch seine Mutter starb. Trotz ausdrücklichen Verbots seines Lehrmeisters obduziert Rob heimlich eine Leiche und beginnt zu verstehen, dass die berüchtigte 'Seitenkrankheit' eine Blinddarmentzündung ist. Mit diesem Wissen rettet er sogar dem Schah das Leben. Doch er wird an die Mullahs verraten, fanatische Koraneiferer, in deren Augen Ibn Sina und seine Schüler sich gegen Gott versündigen. Mit dem Überfall der kriegerischen Seldschuken, die den Mullahs zur Seite stehen, endet in Isfahan die Epoche der freien Wissenschaft. Ibn Sina verübt Selbstmord. Im letzten Moment rettet Rob seine grosse Liebe Rebecca aus den Fängen ihres Gatten, der die Ehebrecherin nach alter Tradition steinigen will. In ihrer Begleitung kehrt der Medicus nach England zurück, wo er seine Kenntnisse in den Dienst der freien Forschung stellt.
Ripetizione
W
Cast
Stellan Skarsgård, Tom Payne, Emma Rigby, Olivier Martinez, Elyas M'Barek, Fahri Yardim, Makram Khoury
Regia
Philipp Stölzl
Sceneggiatura
Jan Berger, Philipp Stölzl, Simon Block, Christoph Müller
Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus. Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891-1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich 'feindlicher Ausländer' in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als 'entartete Kunst' diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen. Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk 'Der Hausengel' – dem 'Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet', thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist. Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Redaktionshinweis: 3sat zeigt 'Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier' zum 50. Todestag des Malers und Grafikers am 1. April.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Beatrice, die junge Geschäftsführerin einer exklusiven Textilmanufaktur, muss um das Überleben ihres Unternehmens kämpfen, auch innerfamiliär. Und die Liebe kommt zu kurz. Ihre Mutter sieht keinen Sinn darin, den traditionsreichen aber unrentablen Laden weiterzuschleppen. Da bleibt Beatrice wenig Zeit für ein eigenes Leben, geschweige denn für eine Beziehung. Der vermeintlichen Urlaubsgast Thomas Berger wird auf Distanz gehalten. Aber als sie endlich zu ihren Gefühlen steht, muss sie feststellen, dass Thomas Mitbesitzer eines grossen Textilunternehmens ist und es auf ihre Manufaktur abgesehen hat.
Cast
Elisabeth Lanz, Hendrik Duryn, Daniela Ziegler, Thomas Fritsch, Harald Posch, Veronika Polly, Coco Huemer
Die junge Reisebüro-Angestellte Valerie ist in ihren Chef Martin verliebt, der ihr aber die kalte Schulter zeigt. Doch dann führt ein Missgeschick zu einer ganz neuen Entwicklung. Eines Tages begegnet Valerie dem Architekten Jan, dem sie versehentlich Kaffee über den Anzug schüttet. Die beiden tauschen ihre Visitenkarten aus – eine schicksalhafte Fügung. Denn als Jan nach einem Unfall bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird, finden sich bei ihm keine Papiere, nur Valeries Visitenkarte. Also bestellt man die junge Frau ins Krankenhaus und bittet sie, Jans Angehörige zu informieren. Von seiner Nichte Lena, die während des Urlaubs ihrer Mutter bei ihrem Lieblingsonkel wohnt, erfährt Valerie, dass Jan durch seinen Unfall einen wichtigen Termin für die Präsentation eines grossen Hotel-Entwurfs zu verpassen droht. Angespornt von der quirligen Lena, schnappt Valerie sich die Entwürfe und gibt sich bei der Präsentation kurzerhand als Jans Assistentin aus – mit Erfolg: Die Investoren sind hellauf begeistert, obwohl der Bürgermeister lieber seinem alten Spezi Josef Holzer den Zuschlag geben würde. Zurück aus der Klinik, erfährt Jan von Valeries eigenwilliger Aktion – und ist umso erstaunter, als man ihm mitteilt, dass man seinen Entwurf in die engere Wahl gezogen hat. Doch nicht nur Valeries erstaunlicher Erfolg beeindruckt Jan: Je besser der Architekt seine 'Assistentin' kennenlernt, desto stärker werden seine Gefühle für sie. Auch Valerie spürt, dass sie mehr für Jan empfindet, als sie zunächst dachte. So leicht ist die Sache allerdings nicht, denn plötzlich beginnt auch Martin, sich für Valerie zu interessieren. Er führt seine Angestellte schick aus und macht ihr den Hof. Doch obwohl damit ihr grösster Traum in Erfüllung zu gehen scheint, zieht Valerie sich zurück. Hin- und hergerissen zwischen ihrem alten Schwarm Martin und ihrer neuen Liebe Jan, versucht sie, sich über ihre Gefühle klar zu werden. Jan bekommt unterdessen ganz andere Probleme: Sein Rivale Holzer hat herausgefunden, dass Valerie gar nicht seine Assistentin ist, und versucht nun, ihn deswegen bei den Hotel-Investoren anzuschwärzen. Der Auftrag scheint bereits verloren, da ergreift Valerie noch einmal die Initiative.
Cast
Sophie Schütt, Julian Weigend, Giulio Ricciarelli, Katharina Stemberger, Brigitte Zeh, Paul Matic, Luisa Spaniel
In keinem anderen Bundesland Österreichs wird das Osterfest so zelebriert wie in Kärnten. Dazu zählen die üppige Osterjause, geklöppelte Weihtücher und diverse Osterspiele für Jung und Alt. Der Film führt auf Märkte, zu traditionellen Kunsthandwerksbetrieben, in Kärntner Küchen und an öffentliche Schauplätze, wo vielfältige Osterbräuche ausgeübt werden. Das traditionelle Osterfest beendet die kirchliche Fastenzeit, eine Zeit, in der Altäre oder Kreuze mit sogenannten Fastentüchern verhängt werden. Wie alt und auch heute noch bedeutend diese Tradition in Kärnten ist, lässt sich an zwei besonderen Fundstücken in Klagenfurt ablesen: So findet sich in der Christkönigskirche ein spätgotisches Fastentuch aus der Wallfahrtskirche Maria Bichl bei Lendorf, das bis 1924 verschwunden war und jetzt restauriert wieder bewundert werden kann. Im Kontrast dazu kann man im Klagenfurter Dom ein sehr modernes, neues Fastentuch der Kärntner Künstlerin Lisa Huber bewundern. Generell spielen die Kirchen eine wichtige Rolle beim Osterfest. In Klagenfurt segnet der Dompfarrer Peter Allmaier am Samstagmorgen das Osterfeuer, das von den Gläubigen mit glühenden Baumschwämmen nach Hause gebracht wird. Einst wurde mit dieser geweihten Glut der Küchenherd angezündet, und erst dann konnte der Schinken gekocht werden. Und auch die Osterjause, verpackt in prächtigen Weihkörben, erhält den kirchlichen Segen. Die Weihdecken für diese Körbe entstehen nach alter Tradition, werden mit geklöppelten Spitzen gesäumt und bestickt. Auch die Eier werden oftmals besonders behandelt, mit Pflanzenfarben gefärbt und mit Abdrücken von Frühlingskräutern geschmückt. So ist jedes Osterei einzigartig, ein Abbild des Frühlings. Im Zentrum der Kärntner Osterjause steht der Kärntner Reindling, ein Germteigkuchen, der mit viel Zucker, Zimt und wahlweise Rosinen und Nüssen gefüllt wird. Gebacken wird er in einem Topf, der sogenannten 'Rein', daher rührt auch der Name des Kärntner Reindlings. Genossen wird der süsse Reindling mit salzigen Speisen wie Schinken und Meerrettich. Die Osterjause ist das erste üppige Mahl nach der kargen Fastenzeit, die in Kärnten mit den Fastennudeln einen symbolischen Höhepunkt findet. Diese Dampfnudeln werden aus den Resten des Reindlingteigs zubereitet und nach strengen Fastenregeln am Karfreitag ohne Butter, Zucker und Mohn gegessen. Kulinarisch finden sich in Kärnten noch weitere regionale österliche Spezialitäten, wie die mit Alkohol und Mohnmasse 'gefüllte Butter' oder der 'Röhrlsalat' aus frisch geschnittenen Frühjahreslöwenzahnblättern.
Familienschätze, Dachbodenfunde, Flohmarktschnäppchen: Was die Gäste den Expertinnen und Experten bei 'Kunst + Krempel' auf den Tisch legen, sorgt immer wieder für grosse Überraschungen – und lässt in den Beratungen Kunstgeschichte lebendig werden. Eine Idylle, die ein goldenes Zeitalter beschwört. Wo liegt diese Landschaft? Die Experten erkunden das Gemälde. Ausserdem geht es in der Sendung um ein Glasbild, das einem berühmten Vorbild in der Schweiz nachempfunden ist, einen Denker als Bronzefigur und um eine Puppe.
Das Ländermagazin berichtet wöchentlich über interessante, regionale und überregionale Ereignisse in Deutschland. Produziert werden die Folgen im Wechsel von den Landesrundfunkanstalten der ARD.
Themen: Wärme weg, Geld auch: Horrende Heizkosten belasten Mieter / Knappe Rohstoffe: Iran-Krieg trifft bayerische Chemiebranche / Der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundene Blockade der Strasse von Hormus / Urlaub mit der KI: Wenn der Reiseführer ins Nichts führt / Drogen in E-Zigaretten: Polizei warnt vor Baller-Liquids
Wärme weg, Geld auch: Horrende Heizkosten belasten Mieter: Wenn Hans Börner aus Nürnberg seine Heizkostenabrechnung bekommt, ist das jedes Mal ein Schock: schon seit zwei Jahren muss er Tausende Euro Heizkosten nachzahlen, obwohl er doch extra sparsam heizt! Und er ist nicht allein: Mietervereine berichten, dass sich solche Fälle häufen. Ein Grund könnten ungedämmte, alte Heizsysteme sein, bei denen über die Rohre Wärme verloren geht. Deren Kosten werden dann auf die Mieter umgelegt. So war es auch im Münchner Hasenbergl, wo inzwischen der Vermieter auf medialen und politischen Druck hin veranlasst wurde, sein Abrechnungssystem umzustellen. Doch warum wird das nicht von vornherein kontrolliert? / Knappe Rohstoffe: Iran-Krieg trifft bayerische Chemiebranche: Der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundene Blockade der Strasse von Hormus setzt der bayerischen Chemieindustrie immer mehr zu. Nicht nur wegen des Erdöls, sondern auch wegen anderer Rohstoffe: Helium zum Beispiel wird dringend für die Herstellung von Halbleitern benötigt – deren Fehlen hätte Auswirkungen auf die Produktion von Maschinen, Haushaltsgeräten und anderen alltäglichen Dingen. Besonders Mittelständler geraten unter Druck, weil Produktionsabläufe immer weniger planbar sind. So trifft es etwa auch die Richard Geiss GmbH in Rettenbach bei Günzburg. Sie stellt seit drei Generationen nachhaltige Chemikalien her, die etwa für Kleber und Medikamente wichtig sind. Je länger der Krieg dauert, desto grösser scheinen die Folgen. Eine ganze Branche fürchtet um ihre Existenz. / Urlaub mit der KI: Wenn der Reiseführer ins Nichts führt: Bald sind Osterferien, und die nächste Reise will geplant sein. Warum nicht ins Allgäu? Reiseführer gibt es viele, doch neuerdings sollte man da ganz genau hinschauen: Denn bei Amazon etwa kursieren im Eigenverlag erstellte Bücher mit teils sehr fragwürdigen Inhalten. Da werden Hotels empfohlen, die es gar nicht gibt – GPS-Daten lotsen statt zu einem Restaurant auf die Grünfläche eines Krankenhauses. Der Verdacht drängt sich auf, dass da eine KI losgeschickt wurde, die PR-Texte verwertet, und daraus munter völlig neue Links und bayerisch klingende Orte herbei halluziniert. Ortskenntnis und geprüfte Inhalte: Fehlanzeige. Dafür wimmelt es von Stereotypen und falschen Versprechungen. / Drogen in E-Zigaretten: Polizei warnt vor Baller-Liquids: Sie kommen harmlos daher, haben es aber in sich: Was neuerdings in 'Vapes', also E-Zigaretten, die eine Flüssigkeit erhitzen und verdampfen, eingefüllt wird, ist ziemlich gefährlich: Immer öfter sind die Liquids mit berauschenden Substanzen versetzt – meistens mit schnell abhängig machenden synthetischen Cannabinoiden. Nun mehren sich Vorfälle, etwa auch im Landkreis Hof, bei denen Jugendliche nach solchem Konsum kollabieren oder mit Herzrasen ins Krankenhaus kommen. Die Langzeitfolgen können Panikattacken oder Psychosen sein. Inzwischen haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu Baller-Liquids stark erhöht.
Milch, Eier, Mehl und Fett zum Braten: daraus zaubert man in Österreich Palatschinken, in Deutschland Pfannkuchen und auch in anderen Ländern sind die Teigfladen aus der Pfanne beliebt. Anita Lackenberger macht sich in Österreich und den Nachbarstaaten auf die Suche nach traditionellen und kreativen Palatschinken-Rezepten. Gefüllt werden die zarten Teigfladen mit Marmelade, Topfen oder Schokoladensauce, bestreut mit gehackten, gerösteten Nüssen und mit Staubzucker, garniert mit einem Tupfer Schlagobers. Das Lieblingsessen vieler Kinder gibt es auch in pikanten Varianten etwa mit Fleisch- oder Spinat-Käse-Füllung. Süsse wie salzige Varianten werden vielerorts im Backofen überbacken. Eine klassische Variante der Wiener Küche sind die Frittaten: in dünne Bahnen geschnittene Palatschinken, die in einer herzhaften Rindsuppe am besten schmecken und in österreichischen Gasthäusern und Restaurants zum Standard-Repertoire gehören. Trennt man die Eier und schlägt das Eiklar zu Schnee, wird aus dem Palatschinkenteig die Basis für Kaiserschmarren. Dabei wird der flaumische Teig ebenfalls in der Pfanne von beiden Seiten angebraten, dann aber während des Bratvorgangs mit der Gabel zerrissen und erhält so sein bröckeliges Aussehen. Serviert mit Zwetschgenröster ist er ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche.
In ihrer filmischen Reise führt Anita Lackenberger durch die Kulturgeschichte des Strudelteigs – vom heutigen Mitteleuropa bis zu den Wurzeln des Strudels im Orient. Es ist eine grosse Kunst, einen Strudelteig so hauchdünn auszuziehen, dass man darunter eine Zeitung lesen kann. Die Füllungen können süss oder pikant sein und etwa aus Äpfeln, Nüssen, Mohn, Topfen oder aus Käse, Spinat, Kraut, Zwiebeln und Speck bestehen. Die dünnen Teigblätter sind orientalischen Ursprungs. Das süsse Baklava ist eine klassische türkische Dessert-Spezialität, die auch bei uns viele kennen: gefüllt mit Walnüssen oder Pistazien und übergossen mit Honig oder Zuckersirup. Die österreichische Küche ist voller Strudel-Wunder. Um den Apfelstrudel hat sich ein wahrer Koch-Glaubenskrieg entbrannt: Für die einen gehören simple Brösel zur Füllung, für die anderen müssen es Biskuitbrösel sein, wieder andere schwören auf Nüsse. Der Topfenstrudel wird besonders gern mit Vanillesosse verspeist. Der Milchrahmstrudel ist an Üppigkeit nicht zu überbieten: Die Füllung besteht aus süssem Rahm, Zucker und Spezereien. Darüber wird wieder reichlich Vanillesosse gegossen. Im bayrischen Neumarkt in der Oberpfalz wird ein 'Apfel-Millirahm-Strudel' gebacken – eine Mischung zwischen einem Apfel- und einem Milchrahm-Strudel, der wohl das Beste aus beiden 'Strudelwelten' zusammenführt. Der 'Vierlings-Strudel' ist quasi das slowenische Nationalgebäck: Zwischen den Strudelblättern werden schichtweise verschiedene Füllungen – aus Mohn, Nüssen, Äpfeln und Topfen – aufgetragen und noch mit 'süsser Sahne' getränkt. Weizenmehl aus Ungarn hat einen hohen Kleberanteil und eignet sich daher besonders gut zur Herstellung von Strudelteig. Der ungarische Mohnstrudel, 'Rétes' genannt, gilt in seinem Ursprungsland ebenfalls als Nationalspeise. Sein Ruf als edles Dessert hat sich aber bereits im 19. Jahrhundert nicht nur in der österreichisch-ungarischen Monarchie verbreitet, sondern ist gar bis nach Frankreich vorgedrungen. Der Strudel birgt wahrlich einen grossen Schatz an Kulturgeschichte, der Menschen mehr verbindet, als trennt und die Küche zum Hort der Völkerverständigung erhebt.
Cast
Eszter Hollósi, Arpak Bertalon, Gülsalem Dogan, Bernadette Fellner, Christian Grübler, Anne Hirschbeck, Thomas Hirschbeck
Nicht nur Weihnachten ist ein Anlass zum Backen: Auch zu Ostern gibt es in ganz Europa traditionelles Backwerk. Religiöse Unterschiede und regionale Eigenheiten sorgen dabei für Vielfalt. Doch eine Zutat steht zu Ostern besonders im Mittelpunkt: die Hefe. Der Pilz, in Österreich auch Germ genannt, macht den Teig flaumig. Ohne ihn wären Osterspezialitäten wie die Pinze oder der Kärntner Reindling undenkbar. Ein süsser Hefeguglhupf, gefüllt mit Zucker, Zimt und oft auch geriebenen Nüssen, dient als Unterlage für herzhaften Osterschinken und scharfen Kren: Was für Nicht-Kärntner nach einer gewagten kulinarischen Kombination klingt, ist in Österreichs südlichstem Bundesland Standard – keine traditionelle Osterjause ohne Reindling. Und wie bei jedem Traditionsgebäck hat jede Familie ihr eigenes Rezept, ihre ganz persönlichen, geheimnisvollem Mischverhältnisse von Zutaten und Gewürzen. Diesen Back-Geheimnissen geht Anita Lackenberger in ihrer Dokumentation 'Pinzen, Fladen, süsse Zöpfe – Osterzauber in Europa' auf den Grund. Sie entdeckt auch die Königin der slowenischen Osterspezialitäten, die Potica – ebenfalls gefüllter Germteig, allerdings in Form eines Strudels. Auch eine andere typische Osterspezialität, die Pinze, stammt aus dem Raum Südösterreich, Slowenien, Kroatien. Der Name stammt vom italienischen 'pinza', zu Deutsch 'Schere' oder 'Zange', und weist auf eine Besonderheit dieses Hefegebäcks hin: Der Teigballen wird vor dem Backen mit einer Schere eingeschnitten, und so erhält die Pinze ihre charakteristische Form. Anita Lackenberger reist auf der Suche nach den traditionsreichsten Rezepten quer durch Europa und erzählt dabei auch ein Stück europäischer Kulinarik-Geschichte. Im Norden Deutschlands gibt es an den Osterfeiertagen Osterfladen, die zum Frühstück und/oder zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Osterfladen ist vor allem in der protestantischen Ostertradition verankert und erinnert an die Matzen – das ungesäuerte Brot – des jüdischen Pessachfestes. In Bayern hingegen werden aus Hefeteig wahre Kunstwerke geformt. Osterhase und Osterlamm sind nur zwei Varianten der in Süddeutschland gebräuchlichen österlichen Gebildebrote. Die deutschen Backtraditionen zeigen auch die historisch gewachsenen Kulturunterschiede zwischen dem evangelischen Norden und dem katholischen Süden. In Ligurien darf auf keinen Fall die Ostertorte, die Torta pasqualina, fehlen, die mit Artischocken und Eiern gefüllt wird – ein würzig-herzhaftes Rezept. Auch in der Schweiz findet man einen Osterfladen. Die Schweizer Version jedoch hat eine ganz besondere süsse Füllung. Zum Abschluss geht es noch in DAS Osterland Europas: nach Polen. Dort gibt es eine besondere Vielfalt an Osterrezepten wie die Ostertorte Mazurek, das Osterbrot Paska und den Osterkuchen Babka. Anita Lackenberger und ihr Team blickten Hausfrauen, Bäckern und Konditoren bei der Herstellung regionaltypischer Osterspezialitäten über die Schultern.
Der Film von Anita Lackenberger führt in die Welt der österreichischen Traditionsgebäcke. Mit grossem handwerklichem Geschick werden herzhaft-knusprige Köstlichkeiten geformt und geflochten. Noch gibt es die grosse Handwerkskunst in Österreichs Backgewerbe. Auch wenn vielerorts die handgefertigten Semmerln verschwinden, so werden sie doch andernorts weiterhin von Traditionsbäckern hergestellt oder von 'jungen Wilden' neu interpretiert. Immer wichtiger werden den Backkünstlern Themen wie Nachhaltigkeit und regionale Zutaten, die aus biologischer Landwirtschaft stammen. Aber wo gibt es nun die Teige, die nicht aus Backmischungen angerührt, sondern lange geführt und Stück für Stück geknetet und zurechtgebogen werden? Anita Lackenberger besucht eine Bäckerei in Lech am Arlberg, die schon in dritter Generation betrieben wird. Ein typisches Vorarlberger Traditionsgebäck ist das 'Schild'. Es besteht aus einem Semmelteig, der in viereckiger Form gern für Familien gekauft wird und vor allem früher nie auf dem Sonntagstisch fehlen durfte. Die 'Bosniaken' werden aus einer ausgewogenen Roggen- und Weizenmehlmischung mit ausgewählten Gewürzen und einer Extraportion Kümmel hergestellt. Wer geflochtenes Gebäck liebt, ist mit einem 'Sesamzöpfle' gut versorgt. In Südtirol sind das 'Vinschgerl' und das lang haltbare 'Schüttelbrot' typisch. Früher wurde es auch auf den Bauernhöfen gebacken. Eine Bäckerei in Bruneck produziert diese Köstlichkeiten aus Roggenmehl. Wer Kaisersemmerln und Salzstangerln geniessen möchte, so wie sie schon in der Monarchie gebacken worden sind, findet diese in Gross Enzersdorf östlich von Wien. Das feine Weizenmehl aus dem Marchfeld, verbunden mit einer einzigartigen Verarbeitung des Teigs, schafft diese zeitlosen Gaumenfreuden, ohne die ein 'Wiener Frühstück' nicht vorstellbar wäre. Das 'Kaisersemmerl', das 'richtige' knusprige, ist noch immer hohe 'Bäckerhandwerkskunst'. Da werden die Ecken und Enden ineinandergeflochten, und dann muss es noch lange 'warten' – 'gehen' und gären -, bis das Innere seidig und weiss und die Kruste goldgelbbraun-knusprig bricht. Das 'richtige' 'Salzstangerl' wird ebenfalls noch händisch produziert und nach dem Rollen mit Salz und Kümmel bestreut. Für Puristen ist es wohl die beste Beilage zum Gulasch. Gut gefüllt für die Jause ist es aber auch nicht zu verachten. Ganz im Norden Österreichs, im Waldviertel, werden bei einem 'Slow Food'-Bäcker aus Leidenschaft 'Mohnflesserln' hergestellt. Der Mohn kommt aus der Region. Durch das Flechten des Teigs entsteht ein einzigartiger Geschmack. Nicht jeder beherrscht diese Kunst noch. Die 'Wachauer Laberln' aus Dürnstein, Niederösterreich, sind weit über ihre Ursprungsregion hinaus bekannt. Erfunden wurden sie bereits 1905 von Richard Schmidl. Sie sind ein Graugebäck und bestehen aus einer Mischung aus Roggen- und Weizenmehl. Bei einem Besuch in Pinkafeld im Burgenland entdeckt Anita Lackenberger die 'Grammelpogatscherln'. Als lokale Spezialität, herzhaft und deftig, passen sie wunderbar zum burgenländischen Wein. Und dann gibt es noch die 'Langsemmeln', die in einigen Regionen statt 'normaler' runder Semmerln gegessen werden. In den meisten Gegenden sind sie jedoch bereits verschwunden – und damit ist überall dort auch die 'Kinderfreude' Vergangenheit, aus einem Gebäck zwei machen zu können, wenn man eine Langsemmel in der Mitte – ebenfalls längs – teilt.
Themen: Ruhigere Dolomitenpässe – Plan für weniger Verkehrsaufkommen / Der Call-Bus – Pilotprojekt für abgelegene Gebiete / High-Tech-Scanner – Vom Foto zum 3D-Modell / Der letzte Bauer – Keine Nachkommen am Klotzhof / Im Dienste Gottes – Damian Goller ist Mesner / Drei Wochen ohne Handy – 100 Jugendliche machen einen Test / 25 Knödel in 30 Minuten – Verdrückt ein junger Grödner
'Bilder aus Südtirol' ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.
Hinein ins pralle Leben: 'Kulturplatz' greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. 'Kulturplatz' findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist 'Kulturplatz' verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. 'Kulturplatz' spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Themen: Der Wal und wir: Neurowisseschaftlerin Maren Urner / Manuel Dürr im Vatikan: 14 Werke Künstlers im Petersdom / Ende einer Ära beim 'Tatort München': Batic und Leitmayr gehen in Ruhestand / Doku 'Siri Hustvedt' im Kino: Eine erstaunliche Schriftstellerin Über ihr Leben, ihre grosse Liebe und die Verheerungen der Präsidentschaft Donald Trumps / Kinderbuchtipps: Wir stellen vor: 'Auf die Strasse! Kunst als Protest', 'Das grosse Buch der Namen' und 'Zipp Zapp Wiggedi Wagg'
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Venedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend. 'No grandi navi!', 'Keine Kreuzfahrtriesen!', rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels 'UNESCO-Weltkulturerbe'. Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: 'Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben!' Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss. Die Fundamente rutschen weg. Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: 'Wo sind wir – in Verona, Padua oder Florenz?' Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: 'Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht.' Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: 'Wie retten wir unsere Stadt?'
Südafrikas Westen ist dank Tafelberg, Kapstadt und der schönen 'Garden Route' weltweit bekannt. Im Landesinneren wird edler Wein produziert, und an den Küsten leben Wale, Robben und Pinguine. Im Westen Südafrikas lässt sich viel erleben – von einer Städtetour in Kapstadt über Strandurlaub und Weinproben bis zu Fernwanderungen. Naturfreunde können am Meer, in Bergen und Wüste eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt mit vielen seltenen Arten erkunden. Kapstadt, heute Sitz des südafrikanischen Parlaments, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Die Innenstadt und der Hafen wurden über Jahrhunderte von niederländischen und britischen Kolonialmächten geprägt, die dort die wichtige Schifffahrtsroute rund um das Kap der Guten Hoffnung schützten. Doch trotz zahlreicher Leuchttürme finden sich zahlreiche Schiffswracks entlang der zerklüfteten Küsten der Kapregion. Weiter nördlich, nahe der Grenze zu Namibia, waren weite Landstriche über Jahrzehnte abgesperrt, da dort Diamanten gefunden wurden. Seit einigen Jahren lässt sich auch dieser kaum besiedelte Landesteil wieder erkunden. Atemberaubende Luftaufnahmen der Reihe '... von oben' zeigen neben dem Osten und Westen Südafrikas auch die amerikanischen Bundesstaaten South Dakota sowie North und South Carolina von ihrer schönsten Seite.