'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Themen: Der Zauber Andalusiens – von Tarifa nach Sevilla / Tarifa: Ein Paradies für Surfer und Wale am Ende von Europa / Die Route der weissen Dörfer / Sevilla: Märchen aus 1001 Nacht und das einzige Flamenco-Museum der Welt
Das goldene Licht der 'Costa de la Luz' bezaubert Tamina Kallert auf ihrer Reise durch den Südwesten Andalusiens ebenso wie die kilometerlangen Strände. Sie startet in Tarifa, dem südlichsten Punkt Europas und internationalen Treffpunkt der Surfer, und folgt der Route der weissen Dörfer, die alle auf eine maurische Vergangenheit zurückblicken. In Jerez de la Frontera, der Stadt der berühmten Kartäuser-Pferde, kommt Tamina Kallert bei Tapas und Sherry dem Lebensgefühl der Andalusier ziemlich nahe. Das Wandern über die schmalen Holzplanken des 'Caminito del Rey' entlang der Felswände ist ein spektakuläres Abenteuer, genau wie das Klettern auf dem Vía Ferrata, der in Ronda die berühmte Schlucht El Tajo senkrecht nach oben führt. Sevilla schliesslich entführt sie in ein Märchen aus 1001 Nacht mit modernen Anklängen. Nur 14 Kilometer sind es von Tarifa, dem südlichsten Zipfel Europas, bis nach Afrika. Dazwischen: die Strasse von Gibraltar. Durch das Aufeinandertreffen von Mittelmeer und Atlantik herrschen ganz besondere Windbedingungen, die Kiter und Surfer aus aller Welt anziehen. Tamina Kallert 'schwebt' beim 'Wing Foiling' mithilfe luftgefüllter Flügel übers Wasser. Dann geht es zum Whalewatching hinaus in die Meerenge, die von sieben Wal- und Delfinarten bevölkert wird. Von der Küste schlängelt sich die 'Ruta de los Pueblos Blancos', die 'Route der weissen Dörfer', durch das bergige Hinterland: Ronda liegt auf einem hohen Felsplateau und ist geteilt von einer tiefen Schlucht. Über die führt die steinerne Puente Nuevo, das Wahrzeichen des Orts. In 'Setenil de las Bodegas' besichtigt Tamina Kallert eins der berühmten Höhlenhäuser, in 'Zahara de la Sierra' hilft sie bei der Olivenernte, und in Grazalema, einst Hochburg der Tuchindustrie, besucht sie den letzten Familienbetrieb, der gewebten Decken aus Schurwolle herstellt. Sevilla ist voll von architektonischen Meisterwerken aus allen Epochen: Bei einem Besuch im Real Alcázar und seinen einmaligen Gärten fühlt sich Tamina Kallert wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Der ehemalige Königspalast in Sevilla ist ebenso wie die Kathedrale 'Santa María de la Sede' UNESCO-Weltkulturerbe. Im drittgrössten Gotteshaus der Welt hat Christoph Columbus seine letzte Ruhestätte gefunden. Eine grosse Ehre ist für Tamina Kallert der Unterricht bei einer der berühmtesten Flamencotänzerinnen der Welt – stilecht im Flamenco-Museum.
Zum Jahresbeginn darf die Umstellung auf gesunde und ausgewogene Ernährung auf der Liste der guten Vorsätze nicht fehlen. Bei der Umsetzung wird das 'Iss besser!'-Team tatkräftig unterstützen. Ernährungs-Doc Matthias Riedl und Fernsehkoch Tarik Rose bieten in ihrer Küche nicht nur zahlreiche gesunde Ernährungstipps, sondern viele leckere Rezepte zum Geniessen. In der Neujahrsausgabe dreht sich alles um Gerichte, die gleichzeitig Magen und Herz erfreuen. In der dunklen und kalten Jahreszeit ist leckeres Seelenfutter nämlich genauso wichtig wie der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Den Anfang macht ein würziger Pastaklassiker aus Italien: Spaghetti alla puttanesca. Das Gericht stammt ursprünglich aus dem Rotlichtmilieu Neapels. Nach der Rezeptlegende war die Pasta dort eine beliebte Mahlzeit der Prostituierten, daher der Name 'puttanesca'. Das Rezept ist schnell zubereitet und besteht aus Zutaten, die nicht nur in Süditalien ganzjährig erhältlich sind. Dazu gehören Nudeln, eingelegte Sardellen, Kapern, Oliven und Knoblauch. Ausserdem kommen noch eine fruchtige Tomatensosse und Chili dazu. Für den Ernährungs-Doc eine perfekte winterliche Speise. Die fermentierten Sardellen sind reich an Eiweiss, gesunden Fetten und wichtigen Vitaminen und Mineralien. Oliven enthalten viel Natrium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Kapern sind ebenso reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Bereits in der Antike waren die kleinen Blütenknospen ein Heilmittel gegen Milz- und Lebererkrankungen. Ausserdem sagt man Kapern aphrodisierende Wirkung zu. Danach gibt es einen wärmenden Gemüseeintopf mit geschmorten Hackfleischbällchen. Im Zusammenhang mit gesunder Ernährung darf Fleisch in geringen Mengen durchaus serviert werden. Es liefert wertvolles Eiweiss, Vitamine und grosse Mengen an Eisen. Generell sollte man beim Einkauf aber auf magere Fleischsorten zurückgreifen und auf artgerechte Haltung achten. In der 'Iss besser!'-Küche werden die Klopse aus Rindfleisch zubereitet und nach dem Anbraten mit viel Gemüse geschmort. Neben Möhren, Pastinaken und Kartoffeln kommt Spitzkohl in den winterlichen Eintopf. Seine süssliche Note gibt dem Gericht einen besonderen Pfiff. Zudem gilt diese Kohlsorte als besonders bekömmlich und verdaulich. Empfindliche Menschen vertragen ihn meist besser als Weiss- oder Rotkohl. Ein perfekter Stimmungsaufheller an kalten und trüben Tagen ist Crêpe Suzette. Der feine und dünne Pfannkuchen muss keinesfalls Unmengen von raffiniertem Zucker enthalten. Er schmeckt ebenso gut, wenn der Teig mit Zuckerersatzprodukten wie Birken- oder Kokosblütenzucker oder Ahornsirup hergestellt wird. Etwas gesünder zubereiten lässt sich der gebratene Teigfladen ausserdem mit Dinkel- statt mit Weizenmehl. Zudem kann man beim Braten auf Fett verzichten – vorausgesetzt, man nutzt eine beschichtete Pfanne. Schliesslich wird der französische Süssspeisenklassiker durch geschmorte Orangenfilets zu einer perfekten Vitamin-C-Quelle.
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Die Karibikinsel Guadeloupe wartet mit gigantischen Wasserfällen, türkisem Meer, endlosen Sandstränden und rauen Berghängen rund um den Vulkan La Soufrière auf. Das französische Überseedepartement, das zur Europäischen Union gehört, vereint karibische Lebensfreude mit französischem Laissez-faire und der kulturellen Vielfalt der Bewohner aus allen Teilen der Erde. Biogärtner Karl Ploberger begibt sich Entdeckungsreise. Er ist den botanischen Besonderheiten auf der Spur: Parks und Gärten voller üppiger Vegetation. Viele Pflanzen, die dort wachsen, sind auch bei uns gut bekannt, zieren sie doch als Zimmerpflanzen so manche Fensterbank. Der tropische Regenwald, der auf Guadeloupe zu finden ist, bietet nicht nur vielen Tieren eine Heimat, sondern auch Pflanzen, die von den Bewohnern wegen ihrer Heilkräfte gesammelt werden. Die Karibikinsel Guadeloupe wird wegen ihrer Form auch 'der Schmetterling' genannt: Sie besteht aus zwei 'Flügeln', die nur an einer Stelle durch zwei Brücken verbunden sind.
Sattgrüne Berge, endlose Strände, lebhafte Städte – die kapverdischen Inseln sind vielfältig, und jede Insel ist ein eigener Kosmos. Die Filmemacher stürzen sich ins Abenteuer Inselhopping. Rund 600 Kilometer von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt liegt die östlichste Insel Boa Vista. Die endlos langen Sandstrände sind Anziehungspunkt für Sonnenhungrige und ein wichtiger Nistplatz für Meeresschildkröten. Dort erleben die Filmemacher Nina Heins und Jonas Weinhold den magischen Moment, wenn sich 80 Schildkrötenbabys gleich nach dem Schlüpfen auf den Weg in den Atlantik machen. Mindelo auf der Insel S?o Vicente ist die zweitgrösste Stadt der Kapverden und gilt als heimliche Hauptstadt. Dort dreht sich alles um Musik und Kultur – und um den Karneval. Der wird nach brasilianischem Vorbild gefeiert, und Nina darf bei den Proben einer Sambagruppe selbst zur Trommel greifen. Die Reise führt Nina und Jonas weiter auf die Wanderinsel Santo Ant?o, auf der sie nicht nur die üppige Landschaft kennenlernen, sondern auch ins Alltagsleben eintauchen. In einem kleinen Dorf lernt Nina das Nationalgericht Cachupa zuzubereiten. Santiago gilt als die afrikanischste der kapverdischen Inseln, und das erleben die beiden auf den bunten Märkten der Hauptstadt Praia. In Cidade Velha tauchen sie in die Geschichte der Insel ein. An der Küste legten die ersten portugiesischen Siedler auf den Kapverden an.
Marokkos orientalisches Flair, Gastfreundschaft und vielfältige Natur, von den Weiten der Wüste über grüne Oasen bis zur Atlantikküste, das alles erlebt Mona Ameziane auf ihrem Roadtrip. Dabei taucht Mona tiefer ein in das Land, als Pauschaltouristen es können. Sie zeigt ihre Lieblingsorte und Geheimtipps. Ihr Vater ist in Marokko geboren, ihre Familie wohnt im Norden Marokkos. Sie selbst hat bereits grosse Teile des Landes bereist. Ausserdem ist Mona ein Jahr in Marokko zur Schule gegangen. Deshalb weiss sie, was man auf einer Reise auf gar keinen Fall verpassen sollte. Sie schaut Künstlern und traditionellen Handwerkern bei der Arbeit zu, besucht Nomaden im Gebirge und erfährt von zwei Gründerinnen, wie das kostbare Arganöl gewonnen wird. Fès ist weltberühmt für seine Altstadt, die grösste 'Medina' Nordafrikas. Marrakesch bietet typische orientalische Märkte und mittelalterliche Architektur, aber auch die moderne Seite des Landes. Im Surferparadies Taghazout wagt sich Mona in die Wellen. Abenteuerlicher als geplant wird ihre Übernachtung in der Wüste: Statt Dünenwanderung mit Kamel und Sternenhimmel gibt es heftige Unwetter, und Monas Zeltcamp muss evakuiert werden.
Kuwait, Katar, Bahrain – die kleinsten Staaten der Arabischen Halbinsel könnten kaum unterschiedlicher sein. Katar, das reichste Land der Welt, gilt als konservativ und traditionsbewusst. Bahrain ist weltoffen und liberal, es gibt Religionsfreiheit, Bars und Nachtleben. Sogar uneingeschränkter Alkoholausschank ist erlaubt. Kuwait hingegen gilt als ursprünglich, aber weltoffen. Die Menschen dort lieben gutes Essen, teure Autos und schnelle Kamele. Ghanima al Freh ist sich sicher: Kuwait hat das beste Essen auf der Arabischen Halbinsel zu bieten. Ghanima muss es wissen, sie ist Chefin eines traditionellen Restaurants und hat schon in allen Nachbarländern gekocht. Ihr Restaurant in Kuwait-Stadt ist berühmt. Denn Ghanima beschäftigt ausschliesslich Frauen, und zu ihr kommt hauptsächlich weibliche Kundschaft. Einmal im Jahr ist in der Wüste Bahrains die Hölle los: Dann beginnt die viermonatige Campingsaison. Die Menschen in Bahrain lieben es, ihr Wochenende in der Wüste in Zeltlagern zu verbringen. Abu Ahmed hat dann jede Menge zu tun. Er vermietet vier Zeltlager und muss alles in Schuss bringen, bevor die Gäste anreisen. Die arabische Kultur ist voller Regeln und Bräuche. Hamad al Amari hat daraus ein Geschäftsmodell entwickelt: Er gibt Kurse in arabischen Benimmregeln für Ausländer. Darin übt er mit ihnen den traditionellen Nasenkuss und das korrekte Anlegen des arabischen Gewandes. Für Omran ist ein wichtiger Tag: Seine Schwerttanzgruppe tritt bei einer grossen Hochzeit auf. Omran ist Arda-Lehrer und bringt dem Nachwuchs bei, wie man das Schwert zur Trommelmusik schwingt. Auf der Hochzeit müssen die Kleinen nun beweisen, was sie gelernt haben.
Religion, Geschlechtertrennung und strenge Familienhierarchien: Das Königreich Saudi-Arabien gilt als geschlossene Gesellschaft. Westliche Touristen findet man kaum. Bis jetzt. Denn das Land öffnet sich langsam den Besuchern. Und die erleben grandiose Natur, jahrhundertealte Kulturdenkmäler und das faszinierende Nebeneinander von Fortschritt und Tradition. Wie steht es wirklich um die Gesellschaft in dem islamischen Königreich? Wie leben die Menschen dort, wovon träumen sie, was erhoffen sie sich von der Zukunft? Der Film geht dieser Frage unter anderem in Dschidda nach, der Hafenstadt am Roten Meer. Die saudischen Frauen sind kreativ, wenn es darum geht, Nischen für ihre Bedürfnisse zu finden. Die 18-jährige Jumana Khalid träumt davon, eines Tages als erste saudische Primaballerina öffentlich zu tanzen. Houda Talbani pfeift auf die strengen Regeln und hat sich mit ihrem mobilen Haustierservice selbstständig gemacht. Mitten in der Wüste bei 50 Grad im Schatten braucht Pierre Hakim jeden Tag Millionen Liter kaltes und reines Wasser. Für seine Kaviarzucht hat er deshalb gigantische Kühlanlagen angeschafft und sogar eine eigene Kläranlage installiert. Mit Erfolg: Die reichen Saudis stehen Schlange bei Pierre: Sein Kaviar gilt als der Beste des Landes. Bei Nasser Abdul Majeed darf an diesem Tag nichts schief gehen. Der Restaurantbesitzer erwartet wichtige Gäste, echte VIPs. Für sie geht Nasser höchstpersönlich auf den Markt und sucht dort ein Schaf aus. Vier Stunden wird er es zubereiten und dann seinen Gästen servieren. Sein Restaurant gilt als eines der besten der Stadt. Das Filmteam hat dort in die Töpfe geschaut.
Die Sahara: ein Ort der Extreme. Und eine Reise der Extreme: Samuel Häde will 400 Kilometer durch die Wüste. Zu Fuss, mit einer Kamelkarawane und im Eisenerzwaggon. Im längsten Zug der Welt durch die grösste Wüste der Welt, durch endlose Sanddünen, bei erbarmungslosen Temperaturen. Die Kamele stapfen schwerfällig durch den trockenen Sand und hinterlassen tiefe Spuren in der endlosen Weite der Sahara. Die Hitze drückt auf Samuels Schultern, während der Wind über die Sanddünen weht und dem Abenteurer und seinen drei Begleitern den Staub ins Gesicht peitscht. Achmet Salim, ein erfahrener Beduine, kennt dort jeden Hügel. Er führt die Gruppe, ohne Karte und GPS. Sie haben Essen für mehrere Wochen dabei, knapp 100 Liter Wasser und natürlich ihre fünf treuen Kamele. 'Wer sich hier draussen verläuft, ist verloren', sagt Achmet Salim. 'Die Wüste vergibt dir keine Fehler.' Die Fanggründe vor der afrikanischen Atlantikküste und das Eisenerzvorkommen Mauretaniens machen Nouadhibou zum wichtigsten Handelshafen des Landes. Dort beginnt Samuels Reise. In Nouadhibou fährt auch der längste und schwerste Güterzug der Welt ab. Die Mauretanier nennen ihn nur 'Le Train' – 'der Zug'. Die Bahnlinie wurde 1963 verlegt und führt mitten in die Wüste bis zur Eisenerzmine von Zouérat. Tag für Tag transportiert der Stahlkoloss etwa 17.000 Tonnen des wertvollen Rohstoffs, Eisenerz. Samuel kann, wie die Einheimischen auch, in einem der rund 220 Güterwaggons kostenlos mitfahren. Dabei begleitet er den Fischhändler Nave Ould Oudaa, der die 18-stündige Fahrt jede Woche aufs Neue auf sich nimmt, um seine kostbare Ware von der weit entfernten Atlantikküste in der Wüste gewinnbringend zu verkaufen. Mitten in der Wüste befindet sich ein kreisförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von fast 50 Kilometern. Man nennt es auch 'das Auge der Sahara'. Sogar Astronauten dient dieser Punkt als Orientierung. Von dem Bibliothekar der Stadt Ouadane, Sidi Abidine, erfährt Samuel, dass es sich um die Richat-Struktur handelt, ein geologisches Phänomen, das vor über 100 Millionen Jahren entstanden ist. Seit jeher ist Sidi fasziniert von dem Auge, erzählt er. Die NASA betrachtet es als eines der zehn seltensten Naturphänomene der Erde. Ab dem Oasenort Terjit beginnt Samuels Wüstenabenteuer. Von dort aus möchte er mithilfe von zwei Kamelführern und einem Übersetzer 400 Kilometer zu Fuss durch die Sahara laufen. Die beiden Chameliers – Kameltreiber – beherrschen ihr Handwerk und verteilen das Gewicht der schweren Ausrüstung geschickt auf die fünf Kamele. Um dem Druck der Last standzuhalten, müssen die Tiere in ständiger Bewegung bleiben. Samuel und sein Wegbegleiter Mohamed können dabei kaum mithalten und verlieren den Anschluss an die Karawane. Plötzlich sind sie allein in der Wüste. Jeder Schritt, den sie tun, ist ein Kampf gegen die Kräfte der Natur. Und jede Minute ohne einen Tropfen Wasser wird zur Lebensbedrohung. 20 Nächte schläft Samuel Häde unter freiem Sternenhimmel, lernt die Nomaden der Sahara kennen und spürt, was es heisst, eine Wüste zu Fuss zu durchqueren.
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der grössten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer. Dieser Einschluss in Verbindung mit drei grossen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt. Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko. Das Rifgebirge und der mittlere Atlas fungieren als Wolkenfänger und liessen den Norden Marokkos ergrünen, in ausgedehnten Urwäldern aus Zedern, Stein- und Korkeichen. Die Wasserläufe und Flussdeltas sind für Zugvögel willkommene Rast- und Fressplätze. Eleonorenfalken kommen aus Madagaskar, um im September zu brüten und die nach Süden migrierenden Singvögel auf ihrer Winterreise nach Afrika auf einer Essaouira vorgelagerten Insel abzufangen. Auf der nordafrikanischen Seite der Meerenge von Gibraltar fällt der Meeresboden in einen tiefen Graben bis zu 2000 Meter ab. Die Mischzone aus Atlantik- und Mittelmeerwasser schafft an der Küste eine besonders artenreiche Unterwasserwelt. Sie ist Wanderroute und Fanggrund für ziehende Fische und Meeressäuger. Marokkanische Kleinfischer und Killerwale liefern sich dort jeden Sommer einen dramatischen Showdown um die Thunfische. Aber auch an Land und in der Luft finden sich ökologische Hotspots. Zwischen Marokko und Südspanien ist eine von drei Vogelzugrouten zwischen Afrika und Europa. Einigen ist die weitere Reise zu mühsam, sie beginnen vor Ort mit dem Nisten. Denn sie finden dort beste Bedingungen: Der regenreiche Poniente peitscht vom Atlantik her über den Norden Marokkos und staut sich an den Gebirgszügen. Drei grosse Erhebungen fangen die Wolken ein: das Rifgebirge im Norden, der Mittlere Atlas und der Hohe Atlas in Zentralmarokko. Die Berge sind Inseln des Lebens inmitten des vom Regen vernachlässigten Flachlandes und Heimat Hunderter oft endemischer Reptilien, Amphibien und Säugetiere. Auch entlang und an den Deltas der aus den Bergen in riesigen Wasserfällen zu Tal stürzenden Flussläufe findet sich ein überraschender Reichtum an tierischen Migranten, Siedlern und tropischen Relikten einer längst vergangenen Zeit – nicht selten die letzten ihrer Art. Je nach Höhenlage dominieren Steineichen oder uralte Zedernwälder die Landschaft. Tiefe Schluchten mit reissenden Strömen und riesigen Wasserfällen zeugen vom feuchten Klima. Bis über 3000 Meter erhebt sich der Gebirgszug, in der kalten Jahreszeit gruppieren sich die Berberaffen zwischen den verschneiten Zedern, um die Kälte besser zu ertragen. Die Makaken leben dort in mehreren promiskuitiven Clans – Verwandtschaftsverhältnisse untereinander sind ungeklärt. So werden die am Anfang schwarzen, dann immer helleren Jungtiere vom gesamten Clan aufgezogen.
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der grössten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer. Dieser Einschluss in Verbindung mit drei grossen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt. Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko. Der Hohe Atlas ist Lebensvernichter und -spender zugleich. Seine Gipfelregionen fangen die Wolken nach Süden hin ab und bilden damit das Tor zur Sahara. Doch die Niederschläge sammeln sich über das Jahr als Sickerwasser oder Schnee, um dann dosiert nach Süden in die Wüste geschickt zu werden und dort Oasen spezialisierten Lebens zu bewässern. Viele Wüstenbewohner haben sich über die Jahrmillionen spezialisiert, sich Trockenheit und Hitze angepasst. Sogar Säugetiere wie der Wüstenfuchs können so die unwirtlichsten Lebensräume besiedeln. Er muss fast nie trinken, über seine riesigen Ohren leitet er die Tageshitze ab, seine behaarten Pfoten erlauben ihm die Fortbewegung über glühenden Sand. Silberameisen haben feinste Härchen, über die sie das Sonnenlicht reflektieren. Hitzeschutzproteine machen eine Körpertemperatur von 54°C möglich. Die Hautpigmente der Dornschwanzagame ändern sich je nach Sonnenstand. So kann sie Hitze entweder reflektieren oder aufnehmen. Sandratten haben sich auf wasserspeichernde Pflanzen als Nahrung spezialisiert, so müssen auch sie nie trinken. Fast allen Wüstenbewohnern ist gemeinsam, dass sie die Nacht zum Tag machen. Wüstenhornvipern gehen auf die Suche nach Springmäusen, ein Afrikanischer Wüstenigel ist auf der Suche nach Walzenspinnen. Stachelschweine graben im Savannengrund nach Knollen und Wurzeln. Während der letzten Eiszeit war der Süden Marokkos wasserreich. Die Hinterlassenschaften der mächtigen Flussläufe prägen heute das Landschaftsbild: die Wadis – ausgetrocknete Flusstäler einer längst vergangenen Zeit. In den Höhlen ihrer ausgewaschenen Geröllhänge haben Afrikanische Goldwölfe ihr Zuhause. Doch manchmal kommt der Regen. Dann füllen sich diese vertrockneten Bachläufe und Lagunen. Sie werden Rastplatz für Zug- und Standvögel wie Flamingos oder Rostgänse. Die Wüste blüht während eines kurzen Zeitfensters. Dann muss alles ganz schnell gehen: Vogelküken müssen aufgezogen werden, Amphibien müssen sich verwandeln. Der Süden Marokkos stellt die Tier- und Pflanzenwelt vor grosse Herausforderungen, doch die Evolution hält erstaunliche Antworten bereit.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Hans Rosenthal soll die 75. Sendung von 'Dalli Dalli' ausgerechnet am 9. November 1978 live moderieren. Als jüdischer Holocaustüberlebender kaum denkbar. Wird er vor die Kamera treten? Das ZDF hat die Sendung für den 9. November 1978 geplant – dem Tag, an dem zum ersten Mal in der Bundesrepublik mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung an die Pogrome vom 9. November 1938 erinnert werden soll. Rosenthal ist für die erste Reihe geladen. Als Liebling eines Millionenpublikums steckt er in einem moralischen Dilemma. Als jüdischer Jugendlicher im Nazi Deutschland der 40er-Jahre musste er zwei Jahre untertauchen und miterleben, wie sein 10-jähriger Bruder Gert von den Nazis deportiert und ermordet wurde. Und nun soll er ausgerechnet am Jahrestag dieses Datums die deutschen Massen mit 'Dalli Dalli' unterhalten und ablenken – und sich selbst und seinen Erfolg feiern? Als Rosenthal über den Zentralrat der Juden eingeladen wird, beim Gedenken in der ersten Reihe neben Helmut Schmidt zu sitzen, wird sein Dilemma noch grösser. Rosenthal, der seine jüdische Herkunft stets im Hintergrund hielt, versucht, den Sendetermin zu verschieben. Die Entscheidungsträger im ZDF lassen ihn jedoch abblitzen. Höflich wie immer fügt er sich, aber seine seelischen Wunden werden wieder aufgerissen. Während der kritische Termin immer näher rückt, bekommt Rosenthal schmerzlich zu spüren, dass seine Generation allmählich von der Zeit überholt wird. Die Kinder und Enkel der Opfer, wie die der Täter, beginnen an den Tabus zu kratzen. Rebecca, eine junge Frau der jüdischen Gemeinde, wo Rosenthal ehrenamtlich tätig ist, sieht in dem jüdischen Entertainer, der ein deutsches Millionenpublikum mit harmlosen Ratespielen unterhält, einen Handlanger der Verdrängung. Seine Frau Traudl, immer an seiner Seite, ermutigt ihn zu einer Öffnung seiner traumatischen Vergangenheit auch in der Öffentlichkeit. Rosenthal liegt es fern, das ZDF zu brüskieren, er unternimmt einen letzten vergeblichen Versuch, noch kurzfristig eine Verschiebung zu erreichen. Dann flüchtet er in einen Familienurlaub. Während am 9. November 1978 in der Kölner Synagoge die hochkarätig besetzte Gedenkfeier stattfindet, quält sich Hans Rosenthal durch die Proben zu seiner munteren Liveshow in den Münchner FSM Studios. Zerrissen von Selbstzweifeln und düsteren Erinnerungen gerät er an die Grenzen seiner Kräfte. Im letzten Moment erfährt er verständnisvolle Unterstützung von unerwarteter Seite. Hans Rosenthal durchlebt eine Katharsis, die dazu führt, dass er sich – Minuten vor Sendung – in einer bewegenden Ansprache seinem Team gegenüber öffnet – und sich wenige Monate später mit einem biografischen Buch an die deutsche Öffentlichkeit wendet.
Das Dokudrama widmet sich der Lebensgeschichte der 101-jährigen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer. Ihre persönlichen Schilderungen bilden den Leitfaden des Films. 1943 taucht die damals 21-Jährige vor der Gestapo unter, versteckt sich in Berlin und ist auf das Wohl und die Gnade ihrer Helfer angewiesen, die ihre Situation oft auch ausnutzen. Sie färbt sich die Haare, lässt sogar ihre Nase operieren, um unerkannt zu bleiben. 15 Monate lang gelingt es Margot Bendheim – so ihr Mädchenname -, sich als 'jüdische Illegale' in Berlin vor der Gestapo zu verstecken. 1921 in Berlin geboren, hat Margot nach der Schule eine Schneiderlehre gemacht, später am Theater beim Jüdischen Kulturbund in Berlin als Statistin gearbeitet und Kostüme für die Bühne genäht. Sie liebt das Theater – die zunehmend lebensbedrohliche Situation für Jüdinnen und Juden in Deutschland durch das NS-Regime blendet sie weitgehend aus. Die Bemühungen ihrer Familie, der Verfolgung durch Migration ins Ausland zu entgehen, schlagen fehl. Nach der Trennung ihrer Eltern 1937 lebt Margot mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralph zusammen in einer sogenannten Judenwohnung. Ab 1941 muss Margot Zwangsarbeit leisten und ihre geliebte Arbeit beim Jüdischen Kulturbund aufgeben. Im Januar 1943 plant Margots Mutter die Flucht mit ihren Kindern zu Verwandten nach Oberschlesien. Doch kurz davor wird Ralph von der Gestapo verhaftet. Die Mutter entschliesst sich, ihrem Sohn freiwillig zu folgen – sie werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Margot bleibt allein zurück. Die Mutter hinterlässt ihr neben einer Bernsteinkette, einem Adressbuch und der Handtasche die wichtige Botschaft: 'Versuche, dein Leben zu machen.' Das Dokudrama schildert die bewegende Lebensgeschichte der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer, die am 5. November 2023 102 Jahre alt wird. Das Autorenteam Hannah und Raymond Ley hat sie in vielen Stunden zu ihrem Überlebenskampf befragt und unwiederbringliche Aussagen gesammelt, die im Film die Inszenierung umrahmen. Ihre jungen Jahre werden verkörpert von Julia Anna Grob, die in ihrer ersten grossen Rolle in Erscheinung tritt. Neben ihr spielen Ilona Schulz und Peter Lewys Preston vor der Kamera von Martin L. Ludwig und unter der Regie von Raymond Ley. Mit Gastauftritten an der Produktion beteiligt sind Iris Berben, Charly Hübner, Herbert Knaup und Axel Prahl. 2024 wurde das Dokudrama 'Ich bin! Margot Friedländer' mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie 'Bester Fernsehfilm' sowie mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet.
Cast
Margot Friedländer, Julia Anna Grob, Ilona Schulz, Peter Lewys Preston, Iris Berben, Charly Hübner, Axel Prahl
Der Film erzählt davon, wie drei Wiener – Oswald Bouska, Julius Madritsch und Raimund Titsch -, die anfangs den Nationalsozialismus mitgetragen haben, zu entschlossenen Nazigegnern werden. Nicht nur der Österreicher Oskar Schindler rettet Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit in Polen: Auch der Wiener Julius Madritsch bewahrt in Krakau Hunderte jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod. In seiner kriegswichtigen Uniformschneiderei verschafft er sogar ungelernten Personen einen Job und hilft anderen bei der Flucht aus dem Krakauer Getto. Das gelingt Madritsch aber nur, weil zwei andere Wiener ebenfalls Kopf und Kragen riskieren: sein Stellvertreter Raimund Titsch und der SS-Wachmann Oswald Bouska, der sich in Krakau, angewidert von der tödlichen Praxis des NS-Rassenwahns, zu einem radikalen Gegner der Nazis wandelt. Im März 1943 erfährt Bouska von dem Plan des sadistischen SS-Kommandeur Amon Göth, bei der Räumung des Gettos von Krakau alle noch nicht arbeitsfähigen Zwangsarbeiterkinder ermorden zu lassen. Somit schweben auch die Kinder der Madritsch-Beschäftigten in Lebensgefahr. Bouska schmuggelt daher in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zahlreiche Familien mit Kleinkindern aus dem Getto in die nahe gelegene Madritsch-Fabrik. Da Bouska auch Kontakt zu polnischen Familien hat, gelingt es ihm, einige von ihnen zu überreden, vom Tod bedrohte Kinder aufzunehmen. Familien oder jene Kinder, die nicht bei Pflegeeltern unterkommen können, werden ins polnisch-slowakische Grenzgebiet gebracht, damit sie sich von dort nach Ungarn durchschlagen können. Die mutigen drei Gerechten Oswald Bouska, Julius Madritsch und sein Wiener Geschäftsführer Raimund Titsch begeben sich selbst in Lebensgefahr, doch Rettung ist dennoch nicht für alle möglich. So landen viele 'Madritsch-Juden' nach der Getto-Räumung in Plaszow, einem Konzentrationslager für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Krakau. Im KZ Plaszow setzt ein neuerliches Tauziehen um Menschenleben ein. Madritsch möchte am Gelände des Konzentrationslagers eine Firma errichten und seine Arbeiterschaft dort solange beschäftigen, bis die sowjetische Armee eintrifft und das Lager befreit. Die SS hingegen will seine Arbeiter deportieren, sobald Madritsch weniger Aufträge erhält. Ein zermürbender Nervenkrieg beginnt, von dem Julius Madritsch und Raimund Titsch ebenso wie von den traumatisierenden Ereignissen in Polen ihr ganzes Leben lang gezeichnet bleiben sollten. Oswald Bouska erlebt die Befreiung durch die Rote Armee nicht mehr. Er fliegt auf und wird 1944 im KZ Gross-Rosen erschossen. Nach Kriegsende dauert es lange, bis der Einsatz der österreichischen Menschenretter gewürdigt wird. 1964, zu einer Zeit, als in Österreich die Mitverantwortung an den Naziverbrechen noch weitgehend verdrängt wird, werden die drei in Israel (Bouska posthum) zu 'Gerechten unter den Völkern' ernannt. In Österreich bleibt das weitgehend unbemerkt. Obwohl der mutige Einsatz der drei Männer dem von Oskar Schindler in nichts nachsteht, sind Madritsch, Titsch und Bouska weitgehend vergessen. Keine Strasse, kein Platz und keine Wohnsiedlung hat man bisher nach ihnen benannt. Eindrucksvolles Gewicht bekommt die Dokumentation von Georg Ransmayr durch Interviews mit den letzten jüdischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die Madritsch, Titsch und Bouska noch in Krakau erlebt haben. Nachgezeichnet werden die Ereignisse auch durch bisher nie gezeigte Fotos und Dokumente aus internationalen Archiven und dem Nachlass von Julius Madritsch. Gedreht wurde in Österreich, Israel und Polen. In Polen konnte Ransmayr mit Kameramann Werner Veits auf dem Areal des einstigen Konzentrationslagers Gross-Rosen und auf dem Gelände des ehemaligen KZ Plaszow drehen, wo auch der Kinoklassiker 'Schindlers Liste' spielt.
Ein Präsident, der spaltet – und eine Familie mittendrin. Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt kehrt SRF-Reporterin Kathrin Winzenried zurück zu ihren Verwandten im Westen der USA. Wie spricht man über Politik, wenn sie mehr denn je trennt? Katie und Hanna Winzenried sind Schwestern, doch ihre politische Welt könnte nicht unterschiedlicher sein. Katie lebt mit ihrer Familie in Bakersfield, einer konservativen Gegend, mitten im liberalen Kalifornien. Mit Trump an der Macht ist sie zufrieden. Sie findet einzig, er könnte weniger 'mean things' sagen. Hanna hingegen, Mutter von Zwillingen, daheim im demokratischen Denver, meint: 'Es ist erschreckend, was in unserem Land passiert.' Was die Schwestern verbindet: Politische Äusserungen im grossen Familienkontext vermeiden sie. Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von 'Die Winzenrieds' zeigt 3sat am Dienstag, 3. Februar, um 0.00 Uhr.
Es wird vom aktuellen Geschehen in der Schweiz und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleibt das Publikum stets auf dem Laufenden.
Hintergrundinfos
Die Sendung informiert über die Schlagzeilen des Tages aus dem In- und Ausland. Das Nachrichtenmagazin vertieft die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft mit interessanten Hintergrundinformationen.
Hans Rosenthal soll die 75. Sendung von 'Dalli Dalli' ausgerechnet am 9. November 1978 live moderieren. Als jüdischer Holocaustüberlebender kaum denkbar. Wird er vor die Kamera treten? Das ZDF hat die Sendung für den 9. November 1978 geplant – dem Tag, an dem zum ersten Mal in der Bundesrepublik mit einer offiziellen Gedenkveranstaltung an die Pogrome vom 9. November 1938 erinnert werden soll. Rosenthal ist für die erste Reihe geladen. Als Liebling eines Millionenpublikums steckt er in einem moralischen Dilemma. Als jüdischer Jugendlicher im Nazi Deutschland der 40er-Jahre musste er zwei Jahre untertauchen und miterleben, wie sein 10-jähriger Bruder Gert von den Nazis deportiert und ermordet wurde. Und nun soll er ausgerechnet am Jahrestag dieses Datums die deutschen Massen mit 'Dalli Dalli' unterhalten und ablenken – und sich selbst und seinen Erfolg feiern? Als Rosenthal über den Zentralrat der Juden eingeladen wird, beim Gedenken in der ersten Reihe neben Helmut Schmidt zu sitzen, wird sein Dilemma noch grösser. Rosenthal, der seine jüdische Herkunft stets im Hintergrund hielt, versucht, den Sendetermin zu verschieben. Die Entscheidungsträger im ZDF lassen ihn jedoch abblitzen. Höflich wie immer fügt er sich, aber seine seelischen Wunden werden wieder aufgerissen. Während der kritische Termin immer näher rückt, bekommt Rosenthal schmerzlich zu spüren, dass seine Generation allmählich von der Zeit überholt wird. Die Kinder und Enkel der Opfer, wie die der Täter, beginnen an den Tabus zu kratzen. Rebecca, eine junge Frau der jüdischen Gemeinde, wo Rosenthal ehrenamtlich tätig ist, sieht in dem jüdischen Entertainer, der ein deutsches Millionenpublikum mit harmlosen Ratespielen unterhält, einen Handlanger der Verdrängung. Seine Frau Traudl, immer an seiner Seite, ermutigt ihn zu einer Öffnung seiner traumatischen Vergangenheit auch in der Öffentlichkeit. Rosenthal liegt es fern, das ZDF zu brüskieren, er unternimmt einen letzten vergeblichen Versuch, noch kurzfristig eine Verschiebung zu erreichen. Dann flüchtet er in einen Familienurlaub. Während am 9. November 1978 in der Kölner Synagoge die hochkarätig besetzte Gedenkfeier stattfindet, quält sich Hans Rosenthal durch die Proben zu seiner munteren Liveshow in den Münchner FSM Studios. Zerrissen von Selbstzweifeln und düsteren Erinnerungen gerät er an die Grenzen seiner Kräfte. Im letzten Moment erfährt er verständnisvolle Unterstützung von unerwarteter Seite. Hans Rosenthal durchlebt eine Katharsis, die dazu führt, dass er sich – Minuten vor Sendung – in einer bewegenden Ansprache seinem Team gegenüber öffnet – und sich wenige Monate später mit einem biografischen Buch an die deutsche Öffentlichkeit wendet.
Dr. Rachel Salamander zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten jüdischen Lebens in Deutschland. Die 1949 geborene Literaturwissenschaftlerin ist Tochter von Holocaust-Überlebenden. Sie wuchs in einem Barackenlager für 'Displaced Persons' bei München auf. Als eine der wenigen jüdischen Familien ist Familie Salamander im Land der Täter geblieben. Welches gesellschaftliche Klima herrschte dort in der Nachkriegszeit? Wie lang sind die Schatten der Schoah? Und wie lebte man als jüdisches Kind in einer Zeit, in der über die Vergangenheit und die Schuld so gut wie nicht gesprochen wurde? Hiervon und über ihr beeindruckendes Lebenswerk spricht Dr. Rachel Salamander in diesem persönlichen Zeitzeugenfilm.
Marione Ingram gilt als letzte Zeitzeugin, die den Holocaust und den Hamburger Feuersturm von 1943 überlebt hat. Als jüdisches Kind von Nazis verfolgt, ging sie nach Kriegsende in die USA. Ihre eigenen unverarbeiteten Traumata im Gepäck, wird sie in New York Zeugin des strukturellen Rassismus in den USA. Marione ist entsetzt über die Ungleichbehandlung der schwarzen Bevölkerung und schliesst sich in den 1960er-Jahren der US-Bürgerrechtsbewegung an. Sie gründet eine 'Freedom School' in Mississippi, und es dauert nicht lange, bis sie von der rassistischen und gewaltbereiten Terrororganisation Ku-Klux-Klan bedroht wird. Aber Marione Ingrams Entscheidung ist gefallen: Sie setzt sich für Menschen ein, die unterdrückt werden oder gesellschaftlich keine Stimme haben. Aus eigener Erfahrung weiss die 1935 geborene Aktivistin, wie es sich anfühlt, seiner Grundrechte beraubt zu werden: Weil Juden nicht in Schutzräume durften, wurde sie als siebenjähriges Mädchen von Nachbarn während des Bombenhagels in Hamburg nicht in die Luftschutzkeller gelassen. Auch die Kirche verwehrte dem Mädchen den Schutz. Wie kommt es, dass ausgerechnet eine Herzblut-Pazifistin wie Marione Ingram den Satz: 'Krieg hat mich gerettet', über die Lippen bringt? Welche Erlebnisse kann sie bis heute nicht vergessen, und was macht es mit ihr, für dieses Interview noch einmal nach Hamburg gekommen zu sein? Hiervon und von ihrer unglaublichen Überlebensgeschichte berichtet die Wahlamerikanerin in diesem Film.
Die Sahara: ein Ort der Extreme. Und eine Reise der Extreme: Samuel Häde will 400 Kilometer durch die Wüste. Zu Fuss, mit einer Kamelkarawane und im Eisenerzwaggon. Im längsten Zug der Welt durch die grösste Wüste der Welt, durch endlose Sanddünen, bei erbarmungslosen Temperaturen. Die Kamele stapfen schwerfällig durch den trockenen Sand und hinterlassen tiefe Spuren in der endlosen Weite der Sahara. Die Hitze drückt auf Samuels Schultern, während der Wind über die Sanddünen weht und dem Abenteurer und seinen drei Begleitern den Staub ins Gesicht peitscht. Achmet Salim, ein erfahrener Beduine, kennt dort jeden Hügel. Er führt die Gruppe, ohne Karte und GPS. Sie haben Essen für mehrere Wochen dabei, knapp 100 Liter Wasser und natürlich ihre fünf treuen Kamele. 'Wer sich hier draussen verläuft, ist verloren', sagt Achmet Salim. 'Die Wüste vergibt dir keine Fehler.' Die Fanggründe vor der afrikanischen Atlantikküste und das Eisenerzvorkommen Mauretaniens machen Nouadhibou zum wichtigsten Handelshafen des Landes. Dort beginnt Samuels Reise. In Nouadhibou fährt auch der längste und schwerste Güterzug der Welt ab. Die Mauretanier nennen ihn nur 'Le Train' – 'der Zug'. Die Bahnlinie wurde 1963 verlegt und führt mitten in die Wüste bis zur Eisenerzmine von Zouérat. Tag für Tag transportiert der Stahlkoloss etwa 17.000 Tonnen des wertvollen Rohstoffs, Eisenerz. Samuel kann, wie die Einheimischen auch, in einem der rund 220 Güterwaggons kostenlos mitfahren. Dabei begleitet er den Fischhändler Nave Ould Oudaa, der die 18-stündige Fahrt jede Woche aufs Neue auf sich nimmt, um seine kostbare Ware von der weit entfernten Atlantikküste in der Wüste gewinnbringend zu verkaufen. Mitten in der Wüste befindet sich ein kreisförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von fast 50 Kilometern. Man nennt es auch 'das Auge der Sahara'. Sogar Astronauten dient dieser Punkt als Orientierung. Von dem Bibliothekar der Stadt Ouadane, Sidi Abidine, erfährt Samuel, dass es sich um die Richat-Struktur handelt, ein geologisches Phänomen, das vor über 100 Millionen Jahren entstanden ist. Seit jeher ist Sidi fasziniert von dem Auge, erzählt er. Die NASA betrachtet es als eines der zehn seltensten Naturphänomene der Erde. Ab dem Oasenort Terjit beginnt Samuels Wüstenabenteuer. Von dort aus möchte er mithilfe von zwei Kamelführern und einem Übersetzer 400 Kilometer zu Fuss durch die Sahara laufen. Die beiden Chameliers – Kameltreiber – beherrschen ihr Handwerk und verteilen das Gewicht der schweren Ausrüstung geschickt auf die fünf Kamele. Um dem Druck der Last standzuhalten, müssen die Tiere in ständiger Bewegung bleiben. Samuel und sein Wegbegleiter Mohamed können dabei kaum mithalten und verlieren den Anschluss an die Karawane. Plötzlich sind sie allein in der Wüste. Jeder Schritt, den sie tun, ist ein Kampf gegen die Kräfte der Natur. Und jede Minute ohne einen Tropfen Wasser wird zur Lebensbedrohung. 20 Nächte schläft Samuel Häde unter freiem Sternenhimmel, lernt die Nomaden der Sahara kennen und spürt, was es heisst, eine Wüste zu Fuss zu durchqueren.
Marokkos orientalisches Flair, Gastfreundschaft und vielfältige Natur, von den Weiten der Wüste über grüne Oasen bis zur Atlantikküste, das alles erlebt Mona Ameziane auf ihrem Roadtrip. Dabei taucht Mona tiefer ein in das Land, als Pauschaltouristen es können. Sie zeigt ihre Lieblingsorte und Geheimtipps. Ihr Vater ist in Marokko geboren, ihre Familie wohnt im Norden Marokkos. Sie selbst hat bereits grosse Teile des Landes bereist. Ausserdem ist Mona ein Jahr in Marokko zur Schule gegangen. Deshalb weiss sie, was man auf einer Reise auf gar keinen Fall verpassen sollte. Sie schaut Künstlern und traditionellen Handwerkern bei der Arbeit zu, besucht Nomaden im Gebirge und erfährt von zwei Gründerinnen, wie das kostbare Arganöl gewonnen wird. Fès ist weltberühmt für seine Altstadt, die grösste 'Medina' Nordafrikas. Marrakesch bietet typische orientalische Märkte und mittelalterliche Architektur, aber auch die moderne Seite des Landes. Im Surferparadies Taghazout wagt sich Mona in die Wellen. Abenteuerlicher als geplant wird ihre Übernachtung in der Wüste: Statt Dünenwanderung mit Kamel und Sternenhimmel gibt es heftige Unwetter, und Monas Zeltcamp muss evakuiert werden.
Peru ist viermal so gross wie Deutschland. Kaum ein anderes Land ist so vielfältig. Immo Mäueler hat den Andenstaat zwei Wochen lang bereist und faszinierende Aufnahmen mitgebracht. Peru, mit seiner Inka-Tradition, ist viermal so gross wie Deutschland, verfügt über faszinierende Städte, Wüstenoasen und einmalige Naturschauspiele. Höhepunkt des Filmes sind die Nasca-Linien, Machu Picchu und der Kondor, der meist über 3500 Meter Höhe lebt.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
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Noch nie hatten sie gemeinsam Musik gemacht, persönlich kannten sie sich kaum: Comedian und Musiker Helge Schneider und Starpianist Igor Levit. Eingeladen von 'Z'am rocken' stellten sich die beiden einen ganzen Tag lang einer besonderen Herausforderung: tagsüber Proben – am Abend dann ein gemeinsames Konzert vor Publikum. Mit Unterhaltungskünstler Helge Schneider würde er gern einmal zusammenspielen, sagte Starpianist Igor Levit verblüffender Weise 2017 in einem Interview. Und wenn ein Levit anfragt, sagt ein Helge Schneider nicht 'Nein'. Und so begegneten sich einer der grössten Pianisten unserer Zeit und ein begnadeter Komiker, der zugleich ein aussergewöhnlicher Musiker ist, für eine besondere Herausforderung: Nur einen Tag hatten sie Zeit, sich – im Wortsinne – aufeinander einzuspielen und auf ihre eigenen Art miteinander Musik zu machen. Begleitet wurden sie dabei im weltberühmten Münchener Hofbräuhaus von Bayerns bekanntester Musikerfamilie, den Wells.
Seit 15 Jahren sind Werner Schmidbauer und Martin Kälberer ein fester Bestandteil des Line-Ups beim Münchner 'Tollwood'-Festival: mit ihrem Programm 'Schmidbauer und Kälberer laden ein .'. Diesmal haben sie die Mitglieder ihrer früheren Band 'SchmidbauerS' eingeladen und feiern mit ihnen und dem Publikum ein grosses Jubiläum: 30 Jahre nach Veröffentlichung ihres ersten Albums und nach zehnjähriger Pause haben sie nämlich ein neues Album aufgenommen. Das Studioalbum trägt den Titel 'Mia san oans'. Diese Wiedervereinigung wurde auf dem 'Tollwood'-Festival mit einem grossen Konzert gefeiert. Als besonderer Gast war die Folksängerin Valerie McCleary eingeladen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ein stimmungsvoller Musikabend mit Hits wie 'An am Abend so wia heit', 'Am liebstsn'n daad i jetz' und 'Strandlied'.
Marko Feingolds Erlebnisse in der NS-Diktatur bestimmten sein gesamtes Leben. 1938 wurde er in Wien von den Nazis verhaftet, danach überlebte er vier Konzentrationslager. Nach dem Krieg wurde er zum Fluchthelfer für Zehntausende ehemalige KZ-Gefangene, die er über die Alpen nach Italien und weiter nach Palästina schleuste. Neben Marko Feingolds Geschichten werden in diesem Film auch moralphilosophische Fragen aufgeworfen.
Cast
Marko Feingold
Regie
Christian Kermer, Christian Krönes, Roland Schrotthofer, Florian Weigensamer
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der grössten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer. Dieser Einschluss in Verbindung mit drei grossen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt. Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko. Der Hohe Atlas ist Lebensvernichter und -spender zugleich. Seine Gipfelregionen fangen die Wolken nach Süden hin ab und bilden damit das Tor zur Sahara. Doch die Niederschläge sammeln sich über das Jahr als Sickerwasser oder Schnee, um dann dosiert nach Süden in die Wüste geschickt zu werden und dort Oasen spezialisierten Lebens zu bewässern. Viele Wüstenbewohner haben sich über die Jahrmillionen spezialisiert, sich Trockenheit und Hitze angepasst. Sogar Säugetiere wie der Wüstenfuchs können so die unwirtlichsten Lebensräume besiedeln. Er muss fast nie trinken, über seine riesigen Ohren leitet er die Tageshitze ab, seine behaarten Pfoten erlauben ihm die Fortbewegung über glühenden Sand. Silberameisen haben feinste Härchen, über die sie das Sonnenlicht reflektieren. Hitzeschutzproteine machen eine Körpertemperatur von 54°C möglich. Die Hautpigmente der Dornschwanzagame ändern sich je nach Sonnenstand. So kann sie Hitze entweder reflektieren oder aufnehmen. Sandratten haben sich auf wasserspeichernde Pflanzen als Nahrung spezialisiert, so müssen auch sie nie trinken. Fast allen Wüstenbewohnern ist gemeinsam, dass sie die Nacht zum Tag machen. Wüstenhornvipern gehen auf die Suche nach Springmäusen, ein Afrikanischer Wüstenigel ist auf der Suche nach Walzenspinnen. Stachelschweine graben im Savannengrund nach Knollen und Wurzeln. Während der letzten Eiszeit war der Süden Marokkos wasserreich. Die Hinterlassenschaften der mächtigen Flussläufe prägen heute das Landschaftsbild: die Wadis – ausgetrocknete Flusstäler einer längst vergangenen Zeit. In den Höhlen ihrer ausgewaschenen Geröllhänge haben Afrikanische Goldwölfe ihr Zuhause. Doch manchmal kommt der Regen. Dann füllen sich diese vertrockneten Bachläufe und Lagunen. Sie werden Rastplatz für Zug- und Standvögel wie Flamingos oder Rostgänse. Die Wüste blüht während eines kurzen Zeitfensters. Dann muss alles ganz schnell gehen: Vogelküken müssen aufgezogen werden, Amphibien müssen sich verwandeln. Der Süden Marokkos stellt die Tier- und Pflanzenwelt vor grosse Herausforderungen, doch die Evolution hält erstaunliche Antworten bereit.
Der Nordwesten Afrikas ist gefangen: im Süden und Osten von der grössten Sandwüste der Erde, im Westen vom Atlantik und im Norden vom Mittelmeer. Dieser Einschluss in Verbindung mit drei grossen Gebirgsketten, die den Regen fangen, schuf ein breites Spektrum an Lebensräumen. Durch den Hohen Atlas wird Marokko in zwei Lebensräume für Tiere und Pflanzen unterteilt. Der Gebirgszug ist natürliche Barriere und Klimascheide zwischen dem feuchteren Nord- und dem wüstenhaften Südmarokko. Das Rifgebirge und der mittlere Atlas fungieren als Wolkenfänger und liessen den Norden Marokkos ergrünen, in ausgedehnten Urwäldern aus Zedern, Stein- und Korkeichen. Die Wasserläufe und Flussdeltas sind für Zugvögel willkommene Rast- und Fressplätze. Eleonorenfalken kommen aus Madagaskar, um im September zu brüten und die nach Süden migrierenden Singvögel auf ihrer Winterreise nach Afrika auf einer Essaouira vorgelagerten Insel abzufangen. Auf der nordafrikanischen Seite der Meerenge von Gibraltar fällt der Meeresboden in einen tiefen Graben bis zu 2000 Meter ab. Die Mischzone aus Atlantik- und Mittelmeerwasser schafft an der Küste eine besonders artenreiche Unterwasserwelt. Sie ist Wanderroute und Fanggrund für ziehende Fische und Meeressäuger. Marokkanische Kleinfischer und Killerwale liefern sich dort jeden Sommer einen dramatischen Showdown um die Thunfische. Aber auch an Land und in der Luft finden sich ökologische Hotspots. Zwischen Marokko und Südspanien ist eine von drei Vogelzugrouten zwischen Afrika und Europa. Einigen ist die weitere Reise zu mühsam, sie beginnen vor Ort mit dem Nisten. Denn sie finden dort beste Bedingungen: Der regenreiche Poniente peitscht vom Atlantik her über den Norden Marokkos und staut sich an den Gebirgszügen. Drei grosse Erhebungen fangen die Wolken ein: das Rifgebirge im Norden, der Mittlere Atlas und der Hohe Atlas in Zentralmarokko. Die Berge sind Inseln des Lebens inmitten des vom Regen vernachlässigten Flachlandes und Heimat Hunderter oft endemischer Reptilien, Amphibien und Säugetiere. Auch entlang und an den Deltas der aus den Bergen in riesigen Wasserfällen zu Tal stürzenden Flussläufe findet sich ein überraschender Reichtum an tierischen Migranten, Siedlern und tropischen Relikten einer längst vergangenen Zeit – nicht selten die letzten ihrer Art. Je nach Höhenlage dominieren Steineichen oder uralte Zedernwälder die Landschaft. Tiefe Schluchten mit reissenden Strömen und riesigen Wasserfällen zeugen vom feuchten Klima. Bis über 3000 Meter erhebt sich der Gebirgszug, in der kalten Jahreszeit gruppieren sich die Berberaffen zwischen den verschneiten Zedern, um die Kälte besser zu ertragen. Die Makaken leben dort in mehreren promiskuitiven Clans – Verwandtschaftsverhältnisse untereinander sind ungeklärt. So werden die am Anfang schwarzen, dann immer helleren Jungtiere vom gesamten Clan aufgezogen.
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Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Das gibt es nur auf Madeira: mit der Seilbahn rauf auf den Monte, runter mit dem Korbschlitten. Die Insel gehört zu Portugal und liegt 1000 Kilometer entfernt vom Festland mitten im Atlantik. Moderatorin Anne Willmes erkundet Besonderheiten der Insel: spektakuläre Steilklippen und Lavapools, einen Unterwasser-Naturschutzpark voller exotischer Fische und in der Hauptstadt Funchal eine Outdoor-Galerie aus kunstvoll bemalten Haustüren. Ausserdem wandelt sie auf den Spuren von Weltfussballer Cristiano Ronaldo, der in Funchal aufgewachsen ist, und erforscht das Geheimnis des berühmten Madeiraweins. Spektakulär ist die Wanderung durch den uralten Lorbeerwald entlang der berühmten Wasserkanäle, der sogenannten Levadas. Madeira hat viele schroffe Steilküsten, einige kleine Steinstrände und nur wenige Sandstrände. In Porto Moniz im Nordwesten der Insel badet Anne Willmes in einem Lavapool, geschützt vor den hohen Atlantikwellen. Einen neun Kilometer langen Traumstrand findet sie auf der Nachbarinsel Porto Santo. In Caniço an der Südküste von Madeira kann man in einem Unterwasser-Naturschutzpark schwimmen – und vor allem auch tauchen oder schnorcheln. Überall auf Madeira begegnet Anne Willmes die Bewunderung für den Weltfussballer Cristiano Ronaldo. Der Flughafen trägt den Namen des berühmten Fussballspielers, im Hafen von Funchal steht eine riesige Bronzestatue vor dem Ronaldo-Museum, wo seine Trophäen und Ebenbilder ausgestellt sind: Ronaldo virtuell, lebensgross, in Gold und ganz aus Schokolade. Das Haus seiner Familie im Stadtteil Santo António steht nicht mehr, aber eine Nachbarin erinnert sich an den Knirps, genauso wie der Präsident des Amateurklubs 'Andorinha', wo Ronaldo als Achtjähriger seine ersten Spiele absolvierte. Der uralte Lorbeerwald zieht sich bis auf eine Höhe von 1300 Metern. Er bedeckt ein Fünftel der Insel Madeira und ist für den Wasserhaushalt dort unentbehrlich. Denn die Feuchtigkeit aus den Nebeln schlägt sich als Wasser auf den Bäumen nieder. Anne Willmes macht eine Wanderung ins Reich der Wasserfälle und Levadas, die schon ab dem 14. Jahrhundert auf Madeira in den Fels gehauen wurden.
Blaues Meer, raues Land und noch kein Massentourismus: Die Zehenspitze Italiens ist eine Entdeckungsreise wert. Michael Friemel erkundet die Provinz Reggio Calabria an der Strasse von Messina. Seit Odysseus' Zeiten ist die Meerenge zwischen dem italienischen Festland und Sizilien der Schauplatz von Mythen und Legenden. Die Reise beginnt beim Seeungeheuer Skylla, nach dem das kleine pittoreske Fischerstädtchen Scilla benannt ist. Dort erlebt Michael Friemel eine einzigartige Schwertfischjagd, besucht den 'schönsten Kilometer Italiens', den Lungomare von Reggio Calabria, und taucht ein in die Antike. Weiter erkundet er verlassene Bergdörfer im 'Aspromonte', dem 'rauen Berg' mit dem grössten Waldgebiet Italiens, und streift durch die Bergamotten-Plantagen, in denen 90 Prozent der Weltproduktion des Bergamotteöls entstehen. Schliesslich landet er am südlichsten Punkt des europäischen Festlandes – an Stränden, die man eher in der Karibik vermutet. Eine spannende Reise in den – beinahe – unbekannten Süden Italiens.
Themen: Webcams – Welche überzeugt im Homeoffice? / Kreuzfahrt-Notfall – Wenn die Versicherung nicht zahlt / Ärger mit Online-Handwerkern / Freizeittipps für den Winter – Bob fahren, Gameshow, E-Kart-Fahren / Grüner Bohneneintopf aus der Dose – Geschmacksprobe
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Frauen verdienen im Job immer noch weniger als Männer. Zusätzlich schmeissen sie noch den Haushalt, erziehen Kinder und pflegen Angehörige. Ihr Armutsrisiko im Alter wird völlig unterschätzt. Viele Frauen kümmern sich zu wenig um ihre Finanzen. Rund 70 Prozent der heute berufstätigen Frauen fürchten, sich im Alter drastisch einschränken zu müssen. Hilde Fromm ist wütend. Über die gesellschaftliche Ungerechtigkeit, dass sie ihr Leben lang für ihre Arbeit generell schlechter bezahlt wurde als Männer. Aber auch über sich selbst, weil die 68-Jährige sich immer zu wenig Gedanken über ihre finanzielle Situation gemacht hat. ''Über Geld spricht man nicht', sagte man früher. So wurde ich erzogen, und so habe ich es ein Leben lang gehalten.' Diese Sprachlosigkeit hat jedoch krasse Folgen: Als Rentnerin kommt Hilde Fromm finanziell kaum über die Runden. Unterstützung findet sie beim Verein Lebenshilfe e. V. Dort bekommt sie regelmässig Einkaufsgutscheine, eine warme Mahlzeit und trifft Frauen, denen es genauso geht wie ihr. Mandy Mewes und Jana Schütze befinden sich in der Mitte des Lebens. Das heisst vor allem eins: viel Arbeit. 'Haushalt, Familie, Job – sitzen tue ich eigentlich nur, wenn ich esse', berichtet Jana. Die 51-Jährige arbeitete früher als OP-Assistenz. Doch mit inzwischen vier Kindern, zwei Hunden und einem vollzeitarbeitendem Ehemann musste sie ihre Arbeitszeit einschränken. Der neue Teilzeitjob als Sterilisationsassistentin bringt rund 50 Prozent weniger Gehalt. Das hat drastische Auswirkungen auf Janas Rentenniveau. 'Das macht man sich erst mal gar nicht klar, was Teilzeit für langfristige Folgen hat.' Mandy Mewes droht die Armut nicht erst im Alter, sondern schon jetzt. Die heute 47-Jährige war jahrelang Gutverdienerin mit Dienstwagen, regelmässigen Urlaubsreisen und schicker Wohnung. Mit der Geburt ihrer Tochter und der Trennung vom Partner kam der finanzielle Absturz: 'Wir müssen jeden Cent zweimal umdrehen. Ein Besuch im Eiscafé ist für mich heute ein kaum bezahlbarer Luxus.' Studentin Laura Stuhldreier will gar nicht erst in eine solche Situation kommen. 'Wenn's um die eigenen Finanzen geht, sollte jede Frau selbst aktiv werden', findet die 22-Jährige. Jeden Monat legt sie kleinste Beträge ihres Studentenbudgets in Aktien an. Was erst mal nach sehr wenig aussieht, rechnet sich langfristig sehr wohl. Eine 'ZDF.reportage' über Frauen in der finanziellen Armutsfalle.
Wo einst hohe Gebirge aus den Urmeeren emporragten und heute eine sanfte, hügelige Landschaft das nördliche Waldviertel in Niederösterreich prägt, entspringt der Kamp. Er durchfliesst bis zu seiner Mündung in die Donau eine vielfältige Kulturlandschaft. Er ist Lebensader für eine breite Palette an Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die dort eine spezifische Lebenskultur entwickelt haben. Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, vorbei an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen – bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinandertreffen und die besten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben. Auch die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen spiegeln sich in dem Film wider: von der Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr über die sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstrassen bis zur eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen 'Abfischen' in den Teichen rund um Rappottenstein.
Kein Name ist so mit der Wiener Ringstrasse verbunden wie der der Firma Wienerberger. Der Film porträtiert den Werdegang des Unternehmens und zeigt die Bedeutung der Firma für Wien auf. Dem Unternehmer Heinrich Drasche gelang es, auf dem Wienerberg mit seinem Ziegelunternehmen ein gigantisches Monopol zu errichten, das so gut wie jeden Ziegel produzierte, der in der Ringstrassenzeit in Wien verbaut wurde. Dort verdingten sich die 'Ziegelböhmen' – Arbeiter, die überwiegend böhmisch/mährischer Abstammung waren – deren soziale Lage später mit verantwortlich für die Gründung der Sozialdemokratie in Österreich wurde.
Wiederholung
W
Cast
Andrea Radakovits, Christoph Boschan, Peter Eigner, Ewald Nowotny, Erhard Schaschl, Heimo Scheuch, Werner Michael Schwarz
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Seit 110 Jahren zuckelt die Arosabahn mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern von Chur, der Kantonshauptstadt Graubündens, in den berühmten Wintersportort Arosa. Erst als Tram durch die Altstadt von Chur, dann als Gebirgsbahn. Ihre Fahrt führt über spektakuläre Viadukte, vorbei an Wasserfällen und Wildbächen stetig den schneebedeckten Gipfeln von Arosa entgegen. Arosa zählt heute zu den grössten und traditionsreichsten Wintersportorten der Schweiz. Am Ende des lang gestreckten Tales Schanfigg gelegen, war es einst nur über Saumpfade erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Arosabahn 1914 öffnete sich das Tor zur Welt. Die Menschen dort haben sich jedoch Handwerk, Tradition und eine liebenswerte Exzentrik bewahrt. Die Reise durchs Schanfigg mit dem Lokführerduo Hans-Peter und Flavia Thöny – Vater und Tochter – ist reich an Höhepunkten: Atemberaubende Sonnenaufgänge, das imposante Langwieser Viadukt und die traditionelle Herstellung von Bündnerfleisch buhlen um die Aufmerksamkeit entlang der Route. An deren Ende noch ein Erlebnis wartet, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Seit bald 120 Jahren führt die spektakuläre Bernina-Strecke vom Engadin über den Berninapass und durchs Puschlav bis nach Tirano in Italien. In zwei Stunden reist man vom tiefsten Winter in einen frühen Frühling. Denn vom alpinen Klima und Lebensgefühl geht es sowohl klimatisch als auch kulturell in südlichere Gefilde. Es ist eine Fahrt der Gegensätze: Furchtlose Eiskletterer, heissblütige Winter-Camper und engagierte Gletscherforscher erliegen dort der Faszination von Eis und Schnee. Die winterlichen Bedingungen stellen auch das Zugteam immer wieder vor Herausforderungen. Von der Alp Grüm geht die Reise talwärts 1800 Höhenmeter dem Frühling entgegen. Je südlicher der Zug, desto mediterraner das Flair: lokale Pasta-Produzenten und Bergbauern, die dank Klimawandel neu auf Olivenöl setzen. Durch das einzigartige Kreisviadukt von Brusio windet sich der Zug seinem Ziel entgegen: dem Städtchen Tirano mit seinen barocken Kirchen und eindrücklichen Palazzi. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Es geht in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende. Als Luxusliner auf Schienen verkehrt der 'Glacier Express' seit beinahe 100 Jahren zwischen den beiden Nobelskiorten St. Moritz und Zermatt. Die Reise in der luxuriös ausgestatteten Excellence Class lässt in puncto Service, Komfort und Aussicht kaum Wünsche offen. Vom Klosterort Disentis aus geht es mit Zahnstangenantrieb über Alpenpässe, durch verschneite Landschaften bis an den Fuss des Matterhorns. Am höchsten Punkt der Reise überrascht der Anblick des wohl einzigen Leuchtturms der Alpen. Nach einem spektakulären Abstieg erreicht der Zug Andermatt, das sich vom Militärdorf zum Skiort für den internationalen Jetset mausert. Auf der weiteren Fahrt durchs Wallis wandelt man auf den Spuren von Hotelkönig Cäsar Ritz, dem Erfinder der internationalen Luxus-Hotellerie, und kann den höchstgelegenen Weinberg nördlich des Alpenhauptkamms bestaunen. Vorbei an furchteinflössenden Lawinenkegeln schlängelt sich der Zug Richtung Ziel und erreicht just rechtzeitig zur Après-Ski-Gaudi das funkelnde Zermatt.
Mit seinen Besserwisserei löst Keksfabrikant Bertram Dinkler zwar nicht bei den Freunden seiner Tochter, aber bei der alleinerziehenden Stefanie Eckhoff einen unerwarteten Kampfgeist aus. So endet ein Disput beim Elternabend mit einer ungewöhnlichen Wette: Wenn es so einfach ist, über seinen Schatten zu springen, wie er behauptet, könne der nicht gerade bewegungsbegeisterte Endfünfziger ja mit gutem Vorbild vorangehen und das Sportabzeichen machen. Allerdings reicht das allein nicht – Bertram muss auch besser abschneiden als Stefanie! Schon beim ersten Training merken die Kontrahenten, dass sie sich vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Kugelstossen, Weitsprung, Sprint – wer hätte gedacht, dass es so hart wird? Für Bertram gibt es aber kein Zurück, denn seine Marketingleiterin Franziska Stich möchte sein Fitnessprogramm für eine publikumswirksame PR-Aktion nutzen. Auch Stefanie kann sich weder die Blösse eines Rückzugs noch eines Scheiterns geben. Zum Glück hilft ihre Sturheit beiden, ungeahnte Energien freizusetzen. Für Bertram und Stefanie gilt: Fairplay ist schön, wenn man es sich leisten kann!
Cast
Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Thomas Heinze, Franziska Weisz, Roland Koch, Sara Fazilat, Daria Wolf
Michael Mittermeier hat mit dem 'Lucky Punch Comedy Club' in München einen Kultur-Szenetreff geschaffen. Als Gastgeber lädt er dorthin sowohl etablierte Comedy-Stars als auch vielversprechende Nachwuchstalente ein, die mit ihren Stand-ups gemeinsam das Publikum mitreissen. Gäste dieser Folge: Osan Yaran, Yannick de la Peche, Alex Stoldt, Lena Loster. Gastgeber Michael Mittermeier holt wieder die beeindruckendsten Comedians auf die Bühne des 'Lucky Punch Comedy Clubs'. Osan Yaran, der menschgewordene Culture Clash mit türkischen Wurzeln, geboren und aufgewachsen in Berlin, erzählt auf der Bühne von seinem anstrengenden wie auch aufregenden Leben. Aus der Nachwuchsriege ist der Hamburger Yannick de la Peche mit dabei und lässt das Publikum tief in sein Seelenleben blicken. Ausserdem gibt Alex Stoldt – dessen Herbst-Tour bereits ausverkauft ist – dem Lucky-Punch-Publikum die Ehre. Auch die Stand-up Neuentdeckung Lena Loster aus München feiert auf der Bühne dieses Mal ihr Fernsehdebüt.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Für den 'Museums-Check' geht Markus Brock auf Weltreise im Klimahaus Bremerhaven. Eine hautnahe Expedition entlang des achten Längengrads durch Alpen, Wüste, Antarktis und Südseeinseln. Neun Orte auf fünf Kontinenten – und alle sind mit dem Klimawandel konfrontiert. Markus Brock nimmt diese einzigartige Wissens- und Erlebniswelt zusammen mit dem Mediziner, Autor und Kabarettisten Eckart von Hirschhausen unter die Lupe. Eckart von Hirschhausen engagiert sich, neben seiner Arbeit als Kabarettist und Autor, mit seiner 'Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen' gegen den Klimawandel. Auch mit seinem 2021 veröffentlichten Buch 'Mensch Erde! Wir könnten es so schön haben' zeigt er die Auswirkungen des Klimawandels für die Gesundheit der Menschen auf. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet er das 2009 eröffnete Klimahaus Bremerhaven, das auf dem achten Längengrad Ost liegt. Es ist die erste Wissens- und Erlebniswelt, die sich dem Thema widmet. Anschaulich und interaktiv sind dort verschiedene Klimazonen zu erleben. Neun Orte auf fünf Kontinenten wurden naturgetreu nachgebildet. Tropische Wärme, exotische Pflanzen und Geräusche empfangen die Besucher in der Reisestation 'Kamerun'. Das Packeis der 'Antarktis' bietet bei minus sechs Grad Abkühlung, bevor es zum Sandstrand von Samoa geht, bei über 30 Grad Celsius und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Unterwegs begegnet man Menschen, die in Videos aus ihrem Alltag erzählen und wie der Klimawandel ihr Leben beeinflusst. Der Ausstellungsbereich 'Perspektiven' erklärt die Arbeit von Klimaforschern und zeigt, wie Wetter und Klima funktionieren. Wie entsteht ein Hurrikan? Warum ist die Sonne der wichtigste Klimamotor? Das 'World Future Lab' ist als Spielort konzipiert, in dem die Besucher das Klima durch ihre Entscheidung virtuell verändern können. Etwa, ob durch ihre Spielstrategie die Südseeinsel Tokelau im Meer versinkt oder ob der Regenwald gerettet wird. Auch damit möchte das Klimahaus Bremerhaven spielerisch Bewusstsein schaffen für den Klimawandel und seine Folgen.
Nach der Rückkehr aus den USA will der französische Comedian Gad Elmaleh in Paris zum Katholizismus konvertieren – zum Entsetzen seiner jüdischen Familie. – Autobiografische Komödie. Zunächst versucht Gad – Sohn jüdischer Eltern mit marokkanischen Wurzeln – die Wahrheit vor seiner Familie zu verbergen, doch der Versuch schlägt fehl, als die Eltern in Gads Tasche eine Statue der Heiligen Jungfrau Maria finden. Was für ein Albtraum! Seine Konvertierung entpuppt sich zu einem Schlachtfeld der Gefühle für Familie und Freunde, die entschlossen sind, Gad zurück zur Vernunft und damit zurück zum jüdischen Glauben zu bringen. Dennoch versucht Gad mit allen Mitteln, ihnen klarzumachen, dass sein aufrichtiger Glaube nichts an seiner Identität und der Liebe zu seiner Familie ändert. In dem Spielfilm 'Bleib bei uns' erzählt Gad Elmaleh, einer der bekanntesten Comedystars Frankreichs, von einem der wichtigsten und prägendsten Momente seines Lebens. Neben Regie und Drehbuch spielt Elmaleh die Hauptrolle und konnte für die Realisierung dieser Mockumentary seine richtigen Eltern und seine Schwester als Teil des Casts gewinnen. Entstanden ist eine warmherzige, autobiografische Komödie mit dem unverwechselbaren Humor von Elmaleh über Akzeptanz und die Bedeutung von Familie.
Seit 110 Jahren zuckelt die Arosabahn mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern von Chur, der Kantonshauptstadt Graubündens, in den berühmten Wintersportort Arosa. Erst als Tram durch die Altstadt von Chur, dann als Gebirgsbahn. Ihre Fahrt führt über spektakuläre Viadukte, vorbei an Wasserfällen und Wildbächen stetig den schneebedeckten Gipfeln von Arosa entgegen. Arosa zählt heute zu den grössten und traditionsreichsten Wintersportorten der Schweiz. Am Ende des lang gestreckten Tales Schanfigg gelegen, war es einst nur über Saumpfade erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Arosabahn 1914 öffnete sich das Tor zur Welt. Die Menschen dort haben sich jedoch Handwerk, Tradition und eine liebenswerte Exzentrik bewahrt. Die Reise durchs Schanfigg mit dem Lokführerduo Hans-Peter und Flavia Thöny – Vater und Tochter – ist reich an Höhepunkten: Atemberaubende Sonnenaufgänge, das imposante Langwieser Viadukt und die traditionelle Herstellung von Bündnerfleisch buhlen um die Aufmerksamkeit entlang der Route. An deren Ende noch ein Erlebnis wartet, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Seit bald 120 Jahren führt die spektakuläre Bernina-Strecke vom Engadin über den Berninapass und durchs Puschlav bis nach Tirano in Italien. In zwei Stunden reist man vom tiefsten Winter in einen frühen Frühling. Denn vom alpinen Klima und Lebensgefühl geht es sowohl klimatisch als auch kulturell in südlichere Gefilde. Es ist eine Fahrt der Gegensätze: Furchtlose Eiskletterer, heissblütige Winter-Camper und engagierte Gletscherforscher erliegen dort der Faszination von Eis und Schnee. Die winterlichen Bedingungen stellen auch das Zugteam immer wieder vor Herausforderungen. Von der Alp Grüm geht die Reise talwärts 1800 Höhenmeter dem Frühling entgegen. Je südlicher der Zug, desto mediterraner das Flair: lokale Pasta-Produzenten und Bergbauern, die dank Klimawandel neu auf Olivenöl setzen. Durch das einzigartige Kreisviadukt von Brusio windet sich der Zug seinem Ziel entgegen: dem Städtchen Tirano mit seinen barocken Kirchen und eindrücklichen Palazzi. Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Auf Schienen geht es in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende.
Mit der Bahn durchs Winterwunderland Schweiz: Es geht in die entlegensten Täler, auf die höchsten Berge, durch beeindruckende Landschaften, vorbei an Menschen und ihren Geschichten. Dank unzähliger Tunnel und Viadukte ist die Region im Herzen der Alpen ein Paradies für Bahnreisende. Als Luxusliner auf Schienen verkehrt der 'Glacier Express' seit beinahe 100 Jahren zwischen den beiden Nobelskiorten St. Moritz und Zermatt. Die Reise in der luxuriös ausgestatteten Excellence Class lässt in puncto Service, Komfort und Aussicht kaum Wünsche offen. Vom Klosterort Disentis aus geht es mit Zahnstangenantrieb über Alpenpässe, durch verschneite Landschaften bis an den Fuss des Matterhorns. Am höchsten Punkt der Reise überrascht der Anblick des wohl einzigen Leuchtturms der Alpen. Nach einem spektakulären Abstieg erreicht der Zug Andermatt, das sich vom Militärdorf zum Skiort für den internationalen Jetset mausert. Auf der weiteren Fahrt durchs Wallis wandelt man auf den Spuren von Hotelkönig Cäsar Ritz, dem Erfinder der internationalen Luxus-Hotellerie, und kann den höchstgelegenen Weinberg nördlich des Alpenhauptkamms bestaunen. Vorbei an furchteinflössenden Lawinenkegeln schlängelt sich der Zug Richtung Ziel und erreicht just rechtzeitig zur Après-Ski-Gaudi das funkelnde Zermatt.
Wo einst hohe Gebirge aus den Urmeeren emporragten und heute eine sanfte, hügelige Landschaft das nördliche Waldviertel in Niederösterreich prägt, entspringt der Kamp. Er durchfliesst bis zu seiner Mündung in die Donau eine vielfältige Kulturlandschaft. Er ist Lebensader für eine breite Palette an Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die dort eine spezifische Lebenskultur entwickelt haben. Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, vorbei an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen – bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinandertreffen und die besten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben. Auch die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen spiegeln sich in dem Film wider: von der Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr über die sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstrassen bis zur eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen 'Abfischen' in den Teichen rund um Rappottenstein.
Thomas Manns Familie fasziniert bis heute. Nahestehende enthüllen ein vielschichtiges Porträt von Ruhm, Fremde und familiären Abgründen. 'Das Monstrum', so nennt Katia ihren anstrengenden Mann im Scherz gegenüber der Sekretärin Hilde Kahn. Thomas Mann ist im Exil in Amerika. Über Begleiter und Beobachter spiegeln sich Stationen der Reise. Sie machen sichtbar, wie die Arbeitssituation in der Fremde aussieht, wer den Dichter vor Ort fördert und wie Katia das Leben und die Familie zusammenhielt. Besondere Aufmerksamkeit schenkt der Film dem Enkel Frido Mann, der von seiner Liebe zum 'Opa' erzählt – und von Situationen, da er aus der Gunst fiel.
Episodenummer
2
Cast
Hans Abich, Monica Bleibtreu, Heinrich Breloer, Katharina Eckerfeld, Veronica Ferres, Jürgen Hentsch, Irene Heyman
Ein gigantischer Raubzug ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt: der organisierte Kunstraub an jüdischen Familien, die aus Nazideutschland zur Ausreise genötigt worden waren. Bis heute suchen Erben nach ihrem Eigentum, oft vergeblich. Dr. Kathrin Kleibl, norddeutsche Provenienzforscherin, widmet sich der Aufklärung dieses Verbrechens und möchte für Gerechtigkeit sorgen. Sie versucht, den Verbleib der geraubten Kunst zu rekonstruieren, um sie den rechtmässigen Besitzern zurückgeben zu können. Filmemacherin Sophia Münder-Führing hat Kathrin Kleibl über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet und eine spannende, zeitgeschichtliche Dokumentation realisiert. Den jüdischen Familien, die Deutschland verlassen sollten, war versprochen worden, ihr Eigentum mitnehmen zu können. Doch ihr Hab und Gut blieb oft im Land. Tausende Kisten, sogenannte Liftvans, lagerten etwa im Hamburger Südwesthafen, beschlagnahmt von der Gestapo. Statt die Gegenstände ihren Besitzern nachzuschicken, wurden sie versteigert. Ganze Hausstände kamen in der 'Hamburger Gerichtsvollzieherei' und in zahlreichen Auktionshäusern unter den Hammer, darunter auch wertvolle Kunst. Zeitungsannoncen warben damals unverhohlen für die Versteigerungen der 'Judenkisten'. 7,2 Millionen Reichsmark brachten die Auktionen in Hamburg den Nationalsozialisten ein. Eine staatlich organisierte Schnäppchenjagd, sagt der Historiker Frank Bajohr. Die Objekte verschwanden bei Privatpersonen, Museen und Händlern, die meisten Gegenstände sind bis heute verschollen. Wer waren die Eigentümer und wer die Käufer? Das möchte Kathrin Kleibl herausfinden: 'Das grosse Ziel ist es, diese Objekte den Familien zurückzugeben.' In einem Forschungsprojekt, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, begibt sich Kleibl auf Spurensuche. Einen Vorteil hat sie: Die Nazis haben das Unrecht akribisch dokumentiert. Tausende Seiten Versteigerungsprotokolle, Lagerbücher und Rechnungen kann Kathrin Kleibl auswerten, ein mühsames Geschäft. Jedoch: 'Aus diesen Puzzleteilen können wir den Weg eines Liftes vom Heimatort bis zu dem Verkauf schlussendlich in Hamburg nachvollziehen', sagt Kleibl. Jüdische Nachfahren hoffen, nun endlich ihr Eigentum wiederzuerlangen. Familie Koch aus Wiesbaden etwa musste nach London emigrieren. Doch ihre beiden Umzugskisten, darin eine kostbare Kunstsammlung mit Werken von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky und Paul Klee, kamen nie an. Wo ist das Umzugsgut der Grosseltern geblieben? Diese Frage lässt dem Erben bis heute keine Ruhe. Zu einem Gemälde gibt es eine konkrete Spur, aber etliche Eigentumswechsel und ein immer noch verschlossener Kunstmarkt erschweren die Suche. 'Wenn unsere Generation nicht mehr sucht, dann bleibt dieses Kapitel für immer im Dunkeln verschwunden', befürchtet der rechtmässige Eigentümer. Auch die hochkarätige Kunstsammlung von Johanna Ploschitzki aus Berlin ist verschollen. Ihr Umzugsgut, darunter Werke von renommierten Künstlern wie Camille Pissarro, Max Beckmann und Max Liebermann, wurde drei Tage lang in Hamburg versteigert. Insgesamt ging es um 1500 Objekte. Ihre Nachfahren suchen ebenfalls bis heute. Ein Objekt konnte Kathrin Kleibl immerhin wiederfinden. Es schlummerte jahrelang in einem Hamburger Museum, erworben im Dezember 1941 auf einer der berüchtigten Versteigerungen. Wird die Rückgabe des geraubten Gutes gelingen? Auch Dr. Ute Haug, Provenienzforscherin in der Hamburger Kunsthalle, stellt dieses Kapitel deutscher Geschichte vor eine Herausforderung: Ihr Haus kaufte im Jahr 1941 acht Gemälde auf einer Versteigerung. Das belegen Nummern auf der Rückseite der Gemälde. Aber lassen sich die Bilder den Familien zuordnen, denen sie geraubt wurden? Um das herauszufinden, setzt auch Ute Haug auf die Unterstützung von Kathrin Kleibl.
Themen: 'The Voice of Hind Rajab' – Polit-Kino oder Propaganda? / 'Hamnet' – preisgekröntes Drama – Der Schmerz der Familie Shakespeare / 'Die progressiven Nostalgiker' – Zeitreisekomödie
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? Das Magazin stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Es zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren.
Die Victoriafälle gehören zu den spektakulärsten Naturwundern Afrikas. Auf einer Breite von rund 1700 Metern stürzen die Wassermassen in die Tiefe – kein anderer Wasserfall ist breiter. Der Sambesi speist die mächtigen Victoriafälle, die im südlichen Afrika zwischen Simbabwe und Sambia liegen. Der Fluss ist die Lebensader für die ganze Region. Viele Elefanten kommen an seine Ufer, um zu trinken – dabei laufen sie mitten durch die Stadt Victoria Falls. Der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone hatte im November 1855 ein Erlebnis, das ihn zutiefst beeindruckte. Er gilt als der erste Europäer, der die grössten Wasserfälle Afrikas erblickte und nannte sie 'Victoria Falls' – zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Mittlerweile gehören sie zum Weltnaturerbe der UNESCO. Lange vor Livingstone taufte die einheimische Bevölkerung die Fälle 'Mosi-oa-Tunya', was 'der Rauch, der donnert' bedeutet. Diesen klangvollen Namen verdienen die Victoriafälle vor allem nach der Regenzeit, wenn riesige Wassermassen in die Tiefe stürzen und hohen Sprühnebel entstehen lassen, der noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen ist. Daher regnet es in unmittelbarer Umgebung der Wasserfälle fast ständig. Die Anziehungskraft der Victoriafälle besteht auch darin, dass die Umgebung bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Landschaft und Wasserfälle sehen noch weitgehend so aus, wie Livingstone sie vorgefunden hatte. Besondere Bedeutung hat der Sambesi auch für Wildtiere, denn die Victoriafälle liegen mitten in einem wichtigen Netzwerk grosser Schutzgebiete. Obwohl es an den Fällen Wasser im Überfluss gibt, ist ihre Umgebung sehr trocken. Die Tiere sind auf das lebenspendende Wasser des Sambesi angewiesen. Die Stadt Victoria Falls wurde mitten auf einer alten Wanderroute von Elefanten errichtet, die immer wieder nahe der Stadt auftauchen und Menschen gefährden. Naturschützer statten daher wilde Elefanten mit Sendehalsbändern aus, um die Wanderungen der Dickhäuter besser zu verstehen. Die Dokumentation von Axel Gomille wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eines der grössten Naturwunder Afrikas und geht der Frage nach, wie die Koexistenz von Menschen und Elefanten besser gelingen kann.
Farben helfen einigen Tieren, sich zu tarnen und zu verstecken. Andere stellen eine reiche Farbenpracht zur Schau – und diese muss nicht einmal bei allen Exemplaren derselben Art gleich sein. Filmemacher Sir David Attenborough reist von den Inseln der Karibik bis nach Indien und in die verschneiten schottischen Highlands, um zu zeigen, wie einzelne Tiere ihre bunten Farben nutzen, um andere zu beeindrucken, zu täuschen, zu warnen oder zu verwirren. Dem Filmemacher und seinem Team gelingen dank moderner Kameratechnik ungewöhnliche Einblicke in die Wirkungen von Farben und Mustern im Tierreich. Sie zeigen unter anderem, wie Mimikry funktioniert und welche Vorteile sie den Tieren bieten kann, warum Tiger für ihre wichtigsten Beutetiere nicht orange, sondern unscheinbar grün aussehen, warum Schneehühner im Sommer ganz anderes aussehen als im Winter und auf welche Weise Zebras von ihren individuellen Streifenmustern profitieren.
Farben spielen eine entscheidende Rolle bei den Interaktionen vieler Tiere. Manche sind bunt, um Partner anzulocken und Rivalen zu beeindrucken. Andere warnen Feinde mit Farbe vor ihrem Gift. Die bunten Zeichnungen vieler Tiere sind für Menschen nur unvollständig sichtbar. Mit speziell entwickelter Kameratechnologie machen Sir David Attenborough und sein Team auch Farben erkennbar, die das menschliche Auge normalerweise nicht wahrnehmen kann. Wie bunt Tiere die Welt sehen, kommt auf die Anzahl und Art der Farbrezeptoren in ihren Augen an. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen und sehr verschiedene Bereiche des Farbspektrums beinhalten. Menschen sehen zum Beispiel den Gelbbarsch als einen rein gelben Fisch, wogegen andere Fische auch das ultraviolette Spektrum wahrnehmen. Bei Einsatz entsprechender Kameras werden auch für uns die verschiedenen Musterungen und sogar unterschiedliche Arten von Gelbbarschen sichtbar.
Die Verleihung des Bayerischen Filmpreises, die höchstdotierte Auszeichnung der deutschen Filmbranche, findet wieder mit viel Prominenz aus Film, Fernsehen und Politik im Prinzregententheater München statt. Der Bayerische Rundfunk produziert und überträgt die feierliche Gala am 23. Januar 2026, moderiert von 'Sternstunden'- und BR24-Moderatorin Sandra Riess. Am 23. Januar 2026 werden die Bayerischen Filmpreise 2025 im Münchner Prinzregententheater vergeben. Dabei wird die Verleihung einer der höchstdotierten Auszeichnungen der deutschen Filmbranche erneut von BR-Moderatorin Sandra Riess präsentiert. In der Kategorie 'Bester Film' gehen gleich drei Filme ins Rennen um die begehrte Auszeichnung. Auch 2026 präsentiert wieder BR-Moderatorin Sandra Riess die Verleihung des Bayerischen Filmpreises. Sie ist unter anderem als Moderatorin der BR24-Nachrichtensendungen im BR Fernsehen sowie der 'Sternstunden-Gala' bekannt und moderiert bereits seit vielen Jahren die Preisverleihung des 'Förderpreis Neues Deutsches Kino'.
Der Kapuzinermönch Medardus wird zum Kurator der Reliquienkammer im Bamberger Kloster ernannt. Dort entdeckt er eine Hinterlassenschaft des Heiligen Antonius. Es handelt sich um eine geheimnisvolle Flasche mit einer Flüssigkeit, angeblich das Elixier des Teufels. Medardus erliegt der Versuchung, davon zu kosten – woraufhin die dunklen Seiten seiner Seele von ihm Besitz ergreifen. Als sich die junge Baronesse Aurelie in Medardus verliebt und der Prior von der sich anbahnenden Romanze erfährt, schickt er den Mönch auf eine Reise nach Rom zum Papst. Doch der Weg dorthin wird zu einer Höllenfahrt, denn sein dunkles Alter Ego folgt Medardus wie ein Schatten, und bald werden ihm schreckliche Verbrechen zur Last gelegt. Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Spielfilm 'Die Elixiere des Teufels' zum 250. Geburtstag des bedeutenden deutschen Schriftstellers der Romantik, E. T. A. Hoffmann (1776-1822), am 24. Januar.
Cast
Dieter Laser, Sylvia Manas, Rudolf Fernau, Christine Buchegger, Horst Frank, Karl Maria Schley, Peter Brogle
Regie
Manfred Purzer
Drehbuch
Manfred Purzer
Kritiken
Die Verfilmung reduziert den Roman von E.T.A. Hoffmann auf die wichtigsten Stationen der Handlung, bleibt eindimensional und lässt die Kühnheit der vielschichtigen Vorlage vermissen (Lex. des Internat. Films).
Claude Nobs machte als Visionär mit Leidenschaft für Jazz aus dem verschlafenen Montreux einen Ort der Musik, wo weltbekannte Künstler in ikonischen Auftritten zu Hochform aufliefen. Eine Zeitreise mit ungesehenem Archivmaterial durch 50 Jahre Musikgeschichte. Im Jahr 1967 hatte der noch junge Claude Nobs die Idee, in seiner Heimat, dem gemächlichen Touristenort Montreux, ein kleines Jazzfestival zu veranstalten. Von Anfang an erlaubte er sich das Träumen, er reiste mit kleinem Budget nach New York zu seinem Lieblingslabel Atlantic Records und konnte dort die Stars gewinnen, die er selbst gern hörte. Der Rest ist Geschichte: Sein 'Montreux Jazz Festival' wurde über die Jahre trotz lokaler Widerstände zum Mekka der Musik, wo sich unvergessliche Auftritte von Grössen wie Nina Simone, Aretha Franklin, Prince und David Bowie ereigneten. Ein grosser Teil des Erfolgs bestand darin, dass Claude Nobs nie einfach eine Tournee-Zwischenstation sein wollte – vielmehr lud der gelernte Koch die Musikerinnen und Musiker auch zu sich nach Hause ein, umsorgte sie kulinarisch und schuf eine kreative Oase, in der sie ihr Bestes geben konnten. Gleichzeitig öffnete Nobs das Festival auch für Stilrichtungen wie Rock, Reggea, Rap und elektronische Musik. Und er hatte früh erkannt, dass die Konzerte nur dann unsterblich sind, wenn sie in Bild und Ton festgehalten werden. So entstand ein Archiv von 11.000 Stunden Konzertaufnahmen, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbes wurde. In diesem Fundus machte sich der Filmemacher Oliver Murray auf die Suche nach den legendären Geschichten, die in Montreux geschrieben wurden. Die dreiteilige Reihe 'They All Came Out to Montreux' lädt dazu ein, mit vielen unveröffentlichten Bildern, neuen Interviews und über 30 Konzertausschnitten in ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte einzutauchen. Die erste Episode zeigt, wie Claude Nobs im Alter von 17 Jahren die Schule verlässt, Koch wird und später Buchhalter im Tourismusbüro von Montreux. Als Jazzfan hat er die Idee, ein kleines Festival vor Ort zu organisieren, und es gelingt ihm das Unmögliche: Trotz kleinem Budget Stars seines Lieblingslabels Atlantic Records zu gewinnen und ihnen eine besondere Atmosphäre zu bieten. Später gibt die Öffnung in Richtung Rock und Pop dem Festival weiteren Schub. In dieser Episode zu sehen und hören sind unter anderen Aretha Franklin, Les McCann & Eddie Harris, Nina Simone, Ella Fitzgerald, Ten Years After, Led Zeppelin, Santana, Roberta Flack und Deep Purple. Redaktionshinweis: Die beiden weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe 'They All Came Out to Montreux' zeigt 3sat am Samstag, 31. Januar, ab 21.45 Uhr.
Mit ihren internationalen Stargästen Fatma Said und Alma Naidu feiern Daniel Hope und Götz Alsmann zehn Jahre 'WDR3 persönlich' – mit einem fulminanten Konzert aus der Philharmonie Essen. Unterstützt und begleitet werden sie vom WDR Funkhausorchester unter Leitung von David Brophy. Was für Stargeiger Daniel Hope die klassische Musik bedeutet, das ist für Entertainer und Multiinstrumentalist Götz Alsmann der Jazz. Dabei verbindet die beiden unterschiedlichen Künstler und Moderatoren in ihrer Auffassung von Musik mehr, als man zunächst vielleicht annimmt: stilübergreifend, manches puristisch, aber immer gern unterhaltend – und das auf höchstem Niveau. Wenn der Sound und das Gefühl stimmen, wird der Grenzbereich zwischen E- und U-Musik neu ausgelotet.