Ausbrechen aus dem Alltag. Das tun, wovon man immer geträumt hat. Sechs Schweizerinnen und Schweizer erfüllen sich den Traum, in Tansania den höchsten Berg Afrikas zu besteigen. Werden die sechs Abenteuerbegeisterten, die aus verschiedenen sozialen Milieus stammen, die Herausforderungen meistern? Die Lemosho-Route gilt als einfache, aber lange Route auf den 5895 Meter hohen Kibo, den höchsten Gipfel Afrikas. Der Trip dauert acht Tage und führt über das Shira-Plateau an den Berg. Die einzelnen Etappen gelten als herausfordernd, aber machbar. Die letzte Etappe auf den Gipfel ist mit 1395 Höhenmetern ziemlich anspruchsvoll. Probleme bereiten oft Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Eine gute Akklimatisierung über mehrere Tage ist deshalb wichtig.
Der Kilimandscharo gilt als Traumziel. Der höchste Berg Afrikas ist 5895 Meter hoch und derjenige der 'Seven Summits', der einfach zu besteigen ist. Darum zieht er viele Touristen an. Sechs Schweizerinnen und Schweizer wagen den Aufstieg. Eine Hebamme, ein Servicemonteur, eine Landwirtin, ein Verkaufsleiter, ein Arzt und eine Schönheitsfachfrau wollen in acht Tagen den Aufstieg auf den Uhuru-Peak schaffen. Die Lemosho-Route führt sie von 2100 Metern über Meer über das Shira-Plateau rund um den Berg und dann steil hinauf auf den 5895 Meter hohen Kibo. Die Akklimatisation ist trotz langsamen Aufstiegs nicht ohne. Kopfschmerzen, Schwindel und Durchfall plagen die Abenteurer, und eine der Teilnehmerinnen hat Herzprobleme. Der Aufstieg bereitet ihr Mühe, und es ist nicht klar, ob sie es bis auf den Gipfel schaffen wird.
70.000 Touristen trekken jedes Jahr auf den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas. Doch von dieser Masse lassen sich Fans nicht abhalten. Sechs Schweizerinnen und Schweizer stellen sich der Herausforderung. Sie nehmen diverse Strapazen auf sich und werden mit einer unbeschreiblich schönen, wilden Natur belohnt. Doch ab 4000 Metern wird die Luft dünn. Werden sie es auf den Gipfel schaffen? Der Kilimandscharo ist einer der 'Seven Summits'. Er gilt mit seinen 5895 Metern Höhe jedoch für Berggängerinnen und Berggänger als machbar. Aber er hat seine Tücken. Die grösste Herausforderung ist die Höhe. Klimatisiert man sich nicht lange genug an, drohen Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall den Aufstieg bis zum Gipfel zu verderben.
In Kenia, dem Land der weiten Savannen und der grossen Gastfreundschaft, leben Elefanten, Löwen und Giraffen in freier Wildnis. Andrea Jansen hat dort vielfältige Eindrücke gesammelt. Dabei wurde sie stets mit einem herzlichen 'Karibu!' willkommen geheissen. In Lamu, an der Ostküste Kenias, beginnt ihre Reise. Die Zeit scheint dort zuweilen stehen geblieben, ganz im Gegensatz zu Nairobi, der nächsten Station. Auf das hektische Treiben in der Millionenstadt folgen endlose Weiten in der Masai Mara, dem Endpunkt von Andrea Jansens Reise. Mit dem Massai James erlebt Andrea Jansen die unvergessliche Wildnis Afrikas: Sie beobachtet Giraffen, Nilpferde, Zebras und Elefanten und erlebt sogar eine dramatische Flussüberquerung von Hunderten von Gnus hautnah mit. Ihr grosser Wunsch ist es, den König der Löwen endlich einmal in freier Wildbahn zu sehen. Hakuna Matata! – alles kein Problem.
Cast
Hellen Alumbe, Christian, Emmanuel, Peter Meienberg, James Olekipiko, Nakepenga Olekipiko, Mahmud Salim
Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Dort startet die Südafrika-Reise von Wasiliki Goutziomitros. Weiter geht es über die Route 62 nach Knysna. Von dort fliegt Wasiliki Goutziomitros nach Johannesburg. Vor den Toren der Millionenstadt liegt Soweto. Ein Besuch im Township ist eine touristische Attraktion. Die nächste Station ist Kapstadt, die zweitgrösste Stadt des Landes. In der Bucht vor Kapstadt liegt Robben Island, wo sich das berüchtigte Gefängnis befindet, in dem Nelson Mandela fast 20 Jahre lang inhaftiert war. Heute ist die Haftanstalt ein Museum. Gemeinsam mit einem ehemaligen Insassen begibt sich Wasiliki Goutziomitros dort auf Spurensuche. Der Kruger-Nationalpark liegt ganz im Nordosten Südafrikas. Neben den 'Big Five' – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – beheimatet der Park eine Vielzahl anderer Tierarten: beste Voraussetzungen für ein Safari-Abenteuer.
Cast
Steven Hendriks, William Kaka, Luyanda Mpahlwa, Ronny, Phineas Seshoka, Ernst Süss
Riesige Diamantenvorkommen, unberührte Wildnis und Luxussafaris – Botswana ist ein Land der Superlative. Die Reise mit Andrea Jansen beginnt in der botswanischen Hauptstadt Gaborone. Von dort aus fährt die Moderatorin mit dem Geländewagen in die südliche Kalahari nach Khutse, wo sie gemeinsam mit einer Schweizer Zoologin nach Löwenspuren sucht. Weiter geht die Reise in den Tuli Block ganz im Osten Botswanas. Schliesslich fährt Andrea Jansen von Maun aus zum Nxai-Pan-Nationalpark und fliegt zur Safari ins Okavangodelta. Mit einem Einbaum fährt sie durch das Delta und sieht sich dort ein traditionelles Dorf an. Ausserdem besucht sie das weltgrösste Sortierzentrum für Rohdiamanten, nimmt in einem Kinderdorf für HIV-Waisen am Konzert einer Marimba-Band teil, bewundert jahrtausendealte Felszeichnungen und lernt das demokratische Kgotla-System kennen. Die Reportage führt durch ein Land, das mit stabilem Wirtschaftswachstum glänzt und als eines der sichersten Länder in Afrika gilt.
Unberührte Natur, endlose Weiten und eine abwechslungsreiche Tierwelt: Tansania bietet die wohl spektakulärsten Landschaften des afrikanischen Kontinents. Es gibt die schier endlosen Ebenen der Serengeti, den riesigen, tierreichen Ngorongoro-Krater und den Nationalpark des Lake Manyara. Die Reportage führt auf eine Reise durch den afrikanischen Staat und geht auf Tuchfühlung mit Land, Tieren und Leuten. Sie beginnt in Arusha, einer verschlafenen Kleinstadt am Fusse des Meru, dem zweithöchsten Berg Tansanias, wo die Schweizerin Barbara Schachenmann sich auf ein bevorstehendes Busch-Abenteuer einstimmt. Nach einem Besuch im Kindergarten des Afrika-Experten Jörg Gabriel und einer Foto-Safari zu Flusspferden im Ngorongoro-Krater geht es mit einem Massai-Krieger zum Lake-Manyara.
Cast
Upenda Beda, Jörg Gabriel, Honorathia Ng'itu, Tengere Olonyoke, Joseph Sanguyan, Barbara Schachenmann
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Jährlich bekommen allein in Deutschland mehr als 500.000 Menschen eine Krebsdiagnose. Dabei wären bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen vermeidbar. Medizinische Früherkennung ist der Schlüssel. Jasmina Neudecker begibt sich auf die Suche: Wie lässt sich das Risiko minimieren? Eine grosse Rolle spielt der eigene Lebensstil. So kann regelmässige Bewegung im Körper Prozesse beeinflussen, sodass sich potenziell schädliche Zellen gar nicht erst entwickeln. Die Biologin Nadira Gunasekara von der Sporthochschule Köln zeigt in ihrer Forschung, wie Sport und Bewegung das Immunsystem stärken und ihm dabei helfen, Krebszellen besser zu bekämpfen. Im Fokus steht aktuell der Einfluss von Krafttraining – neben klassischem Ausdauertraining. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Myokine, das sind Botenstoffe, die bei Muskelaktivität freigesetzt werden. Neben Bewegungsmangel zählen auch Übergewicht, Rauchen und Alkohol zu den beeinflussbaren Krebsrisikofaktoren. 'Die grosse Chance besteht darin, dass ich selbst aktiv werden kann', sagt die Präventionsmedizinerin Ursula Will vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKZF) in Heidelberg. Den eigenen Lebensstil zu verändern, gelingt vielen besser, wenn sie dabei Unterstützung haben. Jasmina Neudecker besucht bei Eintracht Frankfurt das Projekt 'Fussballfans im Training' der Deutschen Krebshilfe. Als einer von 26 Bundesligavereinen bietet der Club seinen Fans die Möglichkeit, durch Sport und gesunde Ernährung Übergewicht abzubauen. Zur Krebsprävention gehört auch die Früherkennung. Am Uniklinikum Dresden testet Jasmina Neudecker einen modernen Ganzkörperscanner, der Pigmentveränderungen der Haut früh sichtbar macht. Das Gerät erstellt mit KI-Unterstützung aus 92 hochauflösenden Fotos ein 3D-Modell des Körpers. Wie wichtig UV-Schutz schon von klein auf ist, erlebt die Journalistin bei einem besonderen Kindergartenprojekt.
Themen: Longevity-Hype – Wie wir gesund länger leben | Gäste: Heike Bischoff-Ferrari (Professorin für Geriatrie an der medizinischen Fakultät der Universität Basel und Leiterin des Departments Altersmedizin an der Universitären Altersmedizin Felix Platter), Martin Booms (Professor für Wirtschaftsethik an der Steinbeis University Berlin und Direktor der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur in Bonn), Tim Schreder (Moderator, Reporter, Autor und Filmproduzent)
Longevity verspricht langes Leben bei möglichst guter Gesundheit. Alena Buyx und ihre Gäste diskutieren, wo dabei seriöse Altersforschung endet und kruder Unsterblichkeitswahn beginnt. Longevity ist nicht nur ein Trend – Longevity ist ein Milliardengeschäft und trägt in Teilen religiöse Züge. Medizinisch gesehen sind viele der Praktiken harmlos. Vor allem sind sie eins: Luxusartikel für Menschen, die es sich leisten wollen. Ein langes, gesundes Leben – das wünschen sich nahezu alle Menschen. Bei den Investoren herrscht daher Goldgräberstimmung. Techmilliardäre wie Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg investieren Milliarden in Longevity. Zwischen seriösen medizinischen Ansätzen und fragwürdigen Heilsversprechen eröffnet sich ein moralisches Spannungsfeld: Wie gerecht ist Forschung, deren Ergebnisse sich am Ende nur Reiche leisten können? Während für viele Menschen weltweit eine solide Gesundheitsversorgung unerreichbar bleibt, fliessen immense Summen in Unsterblichkeitsfantasien. Longevity ist mehr als Lifestyle – sie verändert das menschliche Selbstverständnis. Was bedeutet ewiges Leben für Gesellschaft, Ethik und Religion – und wo liegt die Grenze zwischen Fortschritt und Hybris? Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen im 'NANO Talk – Longevity-Hype – wie wir gesund länger leben'. Gäste: Heike Bischoff-Ferrari ist eine der führenden Forscherinnen für gesunde Langlebigkeit in Europa. Mit grossen Interventionsstudien wie DO-HEALTH untersucht sie, wie Bewegung, Ernährung und Prävention die gesunden Lebensjahre messbar verlängern. Sie ist Professorin für Geriatrie an der Universität Basel. Martin Booms befasst sich mit ethischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekten des Umgangs mit dem Lebensende und liefert damit zentrale Impulse für den Longevity-Diskurs. Er ist Professor für Philosophie, insbesondere Gesellschafts- und Wirtschaftsethik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter/Bonn und Direktor der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur. Tim Schreder ist Journalist, Autor und Dokumentarfilmer. In seinem Buch über Langlebigkeit, seinen Recherchen zu internationalen Longevity-Studien sowie seiner vielbeachteten Dokumentation über den 48-jährigen Bryan Johnson zeigt er, wie Wissenschaft, Lebensstil und gesellschaftliche Faktoren ein langes, gesundes Leben prägen.
Die tägliche Nachrichtensendung beleuchtet in Reportagen und Hintergrundberichten kritisch die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zeitgeschehen und Kultur.
Frieden ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet wird. Frieden entsteht nicht von selbst. Er wird möglich, wenn Menschen Brücken bauen und Konflikte lösen. Für das ZDF reisen Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer um die Welt, um zu verstehen, was Frieden möglich macht. Sie zeigen Orte, an denen Konflikte bewältigt werden und Menschen, die dafür kämpfen, Frieden dauerhaft zu sichern. Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer kennen die Kriegs- und Krisengebieten unserer Welt. Sie liefern die Bilder für Nachrichten und Dokumentationen, zeigen das Schicksal der Menschen in diesen Regionen aus nächster Nähe. In der Reihe 'auslandsjournal – So geht Frieden!' besuchen sie Orte, an denen Menschen dafür kämpfen, Konflikte zu beenden und Frieden zu wahren. Der erste Teil geht der Frage nach: 'Wie Waffen niederlegen?' Dafür treffen sie Menschen in Island, Syrien, Liberia und der Ukraine. In Island geht es um die Frage, was wir vom friedlichsten Land der Welt lernen können? Denn Frieden definiert auch, wie stabil Institutionen sind und wie sicher die Menschen in ihrem Land leben. Schon von klein auf lernen Kinder in Island Verantwortung für sich, die Gemeinschaft und die Natur zu übernehmen. In Liberia haben Frauen eine ganz besondere Rolle in der Friedensbewegung gespielt. Ein Land, das noch heute geprägt ist von den Narben eines langen Bürgerkriegs. Ein Konflikt, der ohne die Frauenfriedensbewegung vielleicht nie überwunden worden wäre. In Syrien gehen die Filmemacher der Frage auf den Grund, wie Frieden, der noch so frisch ist, eine Gesellschaft wieder einen kann? Ein Land zwischen Aufbruch und Erschöpfung, ein Land, das versucht, sich neu zu erfinden. In der Ukraine muss Frieden jeden Tag neu verteidigt werden. Seit mehr als vier Jahren leben die Menschen in permanenter Alarmbereitschaft. Die Angriffe des schier übermächtigen russischen Nachbarn lassen nicht nach. Welche Rolle spielt das Militär, spielen die eigene Armee und Opferbereitschaft, um Frieden in der Gesellschaft als Idee aufrechtzuerhalten? Die Reihe 'auslandsjournal – So geht Frieden!' zeigt, dass Frieden kein Zustand ist, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet werden kann.
Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Aggressionen und Phantomklingeln: Die Entzugserscheinungen bei den Jugendlichen sind heftig. Schuld daran ist das fehlende Handy im Selbstversuch. 69 Jugendliche wagen ein Experiment und verzichten drei Wochen auf ihr Mobilgerät. Keine sozialen Medien, keine Nachrichten, keine Kommunikation. Vor allem der Anfang ist hart, denn Jugendliche verbringen im Schnitt etwa fünf Stunden pro Tag mit ihrem Mobiltelefon. Sie gehören zu einer Generation, die oft nicht weiss, wie es ist, ohne Smartphone zu leben. Nach vier bis fünf Tagen entdecken die Jugendlichen die positiven Seiten des Entzugs. Das aussergewöhnliche Experiment wird wissenschaftlich vom Anton-Proksch-Institut und der Sigmund-Freud Privatuniversität in Wien begleitet. Die Dokumentation blickt tief in die Gefühls- und Gedankenwelt von 16-jährigen Schülerinnen und Schülern und zeigt, wie abhängig wir alle mittlerweile von unseren Smartphones sind. Auch der in Wien aufgewachsene Hip-Hop-Superstar RAF Camora kennt diese Abhängigkeit. Er hat sich nach einem Gehörsturz eine achtmonatige Social-Media-Pause verordnet. Für die Dokumentation macht er eine Ausnahme und beschreibt in einem seiner äusserst seltenen Interviews, wie sich sein Leben dadurch verbessert hat.
Taiwan erscheint Besucherinnen und Besuchern als freies, friedliches und modernes Land. Doch politisch steht die Insel so stark unter Druck wie schon lange nicht mehr. Denn für die Volksrepublik China ist Taiwan Teil des eigenen Territoriums. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass die Insel früher oder später einverleibt werden soll, wenn nötig mit Gewalt. Würde sich Taiwan für unabhängig erklären, wäre dies ein Kriegsgrund. Die USA sind seit Jahrzehnten ein enger Partner Taiwans, doch ob sie dem Land im Ernstfall militärisch beistehen würden, ist ungewiss. Amerikanische Präsidenten haben sich dazu unterschiedlich geäussert. Die Unklarheit sorgt in Taiwan für Unsicherheit. Vor Ort spricht Moderator Sebastian Ramspeck mit hochrangigen Entscheidungsträgern wie dem stellvertretenden Aussenminister Wu Chih-chung und Lin Fei-fan vom Nationalen Sicherheitsrat. Sie erklären, wie Taiwan versucht, sich gegen eine militärisch überlegene Macht zu behaupten. Dank ziviler Widerstandskraft und asymmetrischer Kriegsführung soll ein Angriff für China möglichst teuer werden. Ein Krieg um Taiwan würde weltwirtschaftliche Verwerfungen mit sich bringen. Schliesslich produziert das Land die Mehrheit der Chips, die in praktisch allen elektronischen Geräten zum Einsatz kommen – vom Mobiltelefon bis zum Kampfflugzeug. Die Dominanz in der Chip-Industrie ist für Taiwan Schutz und Risiko zugleich. Moderator Sebastian Ramspeck ist für 'SRFglobal' vor Ort in Taiwan. Zusätzlich beleuchtet SRF-China-Korrespondent Lukas Messmer die chinesische Sicht und spricht mit Zhou Bo, einem ehemaligen Oberst der chinesischen Armee. Die zentrale Frage bleibt: Kann Taiwan den Druck aushalten – und für wen spielt die Zeit?
Es wird vom aktuellen Geschehen in der Schweiz und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleibt das Publikum stets auf dem Laufenden.
Background information
Die Sendung informiert über die Schlagzeilen des Tages aus dem In- und Ausland. Das Nachrichtenmagazin vertieft die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft mit interessanten Hintergrundinformationen.
Generationswechsel mitten in der Nordsee: auf Hallig Hooge. Eilien und Torben übernehmen im Mai 2025 den Betrieb von Eiliens Eltern Katrin und Heiner im Nordfriesischen Wattenmeer. Heiner ist im Dezember 2024 überraschend gestorben, der Generationswechsel muss schnell gehen. Eilien arbeitet wieder im elterlichen Betrieb. Übernehmen will sie die Ferienpension und die kleine Landwirtschaft aber erst, wenn sie den richtigen Partner gefunden hat. Acht Jahre lang wartet sie auf den Richtigen. Dann kommt Torben Kunz nach Hooge. Er beschlägt auf Backenswarft Kutschpferde und lernt dabei Eilien kennen. 'Das hat sofort gefunkt', schwärmt Eilien, 'und gepasst hat es auch'. Denn das Kraftpaket Torben kann sich ein Leben mitten im Meer vorstellen. Der junge Mann aus Flintbek bei Kiel ist abenteuerlustig. Der gelernte Hufschmied und Landwirt hat mehrere Jahre in Amerika gelebt und dort als Bauer und Schmied in South Dakota gearbeitet. Und jetzt: Hallig Hooge und Eilien. Torben bricht in Flintbek bei Kiel seine Zelte ab und wandert mit Möbeln und Schmiedewagen nach Hooge aus. Dort erwarten den jungen Mann eine Ferienpension mit neun Zimmern, zehn Galloways plus Kälber, neun Pferde, 32 Schafe – und natürlich Eilien. Erst wenn Torben sich als 'halligtauglich' erweist, möchte sie Kinder mit ihm. 'Alleinerziehende Mutti auf einer Hallig, dass kommt für mich nicht infrage', sagt sie. Dafür gibt sie ihm ein Jahr lang Zeit. Torben legt los. Krempelt den kleinen Betrieb um. Backt Brot für die Gäste, vergrössert die Schafherde und begrast mit den Tieren die Deiche. Er schafft einen modernen Hühnerstall an, erwirbt einen Kutschenführerschein und kutschiert im Sommer Gäste über die Hallig. Nach wenigen Wochen fühlt sich der junge Auswanderer bereits als Hooger. Seine Eltern kommen zu Besuch und lernen Katrin kennen. Zum ersten Mal in ihrem Leben sind sie auf einer Hallig. Ein paar Monate später verkündet das junge Paar, dass sie Eltern werden. Torben schmiedet in Kiel einen Verlobungsring und macht Eilien auf Hooge einen Heiratsantrag. Und seine Halligliebe sagt 'ja'. Ende November dann ein weiterer, emotionaler Moment für die Familie Brogmus: Eilien und Torben kommen aus Kiel auf die Hallig zurück. Mit dabei ist ihr frischgeborener Sohn Hannes. Katrin holt ihre Kinder und ihr Enkelkind vom Anleger ab. Tränen fliessen. Ein Halligbaby von einer Einheimischen, das hat es lange nicht gegeben.
Ausbrechen aus dem Alltag. Das tun, wovon man immer geträumt hat. Sechs Schweizerinnen und Schweizer erfüllen sich den Traum, in Tansania den höchsten Berg Afrikas zu besteigen. Werden die sechs Abenteuerbegeisterten, die aus verschiedenen sozialen Milieus stammen, die Herausforderungen meistern? Die Lemosho-Route gilt als einfache, aber lange Route auf den 5895 Meter hohen Kibo, den höchsten Gipfel Afrikas. Der Trip dauert acht Tage und führt über das Shira-Plateau an den Berg. Die einzelnen Etappen gelten als herausfordernd, aber machbar. Die letzte Etappe auf den Gipfel ist mit 1395 Höhenmetern ziemlich anspruchsvoll. Probleme bereiten oft Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Eine gute Akklimatisierung über mehrere Tage ist deshalb wichtig.
Der Kilimandscharo gilt als Traumziel. Der höchste Berg Afrikas ist 5895 Meter hoch und derjenige der 'Seven Summits', der einfach zu besteigen ist. Darum zieht er viele Touristen an. Sechs Schweizerinnen und Schweizer wagen den Aufstieg. Eine Hebamme, ein Servicemonteur, eine Landwirtin, ein Verkaufsleiter, ein Arzt und eine Schönheitsfachfrau wollen in acht Tagen den Aufstieg auf den Uhuru-Peak schaffen. Die Lemosho-Route führt sie von 2100 Metern über Meer über das Shira-Plateau rund um den Berg und dann steil hinauf auf den 5895 Meter hohen Kibo. Die Akklimatisation ist trotz langsamen Aufstiegs nicht ohne. Kopfschmerzen, Schwindel und Durchfall plagen die Abenteurer, und eine der Teilnehmerinnen hat Herzprobleme. Der Aufstieg bereitet ihr Mühe, und es ist nicht klar, ob sie es bis auf den Gipfel schaffen wird.
70.000 Touristen trekken jedes Jahr auf den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas. Doch von dieser Masse lassen sich Fans nicht abhalten. Sechs Schweizerinnen und Schweizer stellen sich der Herausforderung. Sie nehmen diverse Strapazen auf sich und werden mit einer unbeschreiblich schönen, wilden Natur belohnt. Doch ab 4000 Metern wird die Luft dünn. Werden sie es auf den Gipfel schaffen? Der Kilimandscharo ist einer der 'Seven Summits'. Er gilt mit seinen 5895 Metern Höhe jedoch für Berggängerinnen und Berggänger als machbar. Aber er hat seine Tücken. Die grösste Herausforderung ist die Höhe. Klimatisiert man sich nicht lange genug an, drohen Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall den Aufstieg bis zum Gipfel zu verderben.
In Kenia, dem Land der weiten Savannen und der grossen Gastfreundschaft, leben Elefanten, Löwen und Giraffen in freier Wildnis. Andrea Jansen hat dort vielfältige Eindrücke gesammelt. Dabei wurde sie stets mit einem herzlichen 'Karibu!' willkommen geheissen. In Lamu, an der Ostküste Kenias, beginnt ihre Reise. Die Zeit scheint dort zuweilen stehen geblieben, ganz im Gegensatz zu Nairobi, der nächsten Station. Auf das hektische Treiben in der Millionenstadt folgen endlose Weiten in der Masai Mara, dem Endpunkt von Andrea Jansens Reise. Mit dem Massai James erlebt Andrea Jansen die unvergessliche Wildnis Afrikas: Sie beobachtet Giraffen, Nilpferde, Zebras und Elefanten und erlebt sogar eine dramatische Flussüberquerung von Hunderten von Gnus hautnah mit. Ihr grosser Wunsch ist es, den König der Löwen endlich einmal in freier Wildbahn zu sehen. Hakuna Matata! – alles kein Problem.
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Hellen Alumbe, Christian, Emmanuel, Peter Meienberg, James Olekipiko, Nakepenga Olekipiko, Mahmud Salim
Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Dort startet die Südafrika-Reise von Wasiliki Goutziomitros. Weiter geht es über die Route 62 nach Knysna. Von dort fliegt Wasiliki Goutziomitros nach Johannesburg. Vor den Toren der Millionenstadt liegt Soweto. Ein Besuch im Township ist eine touristische Attraktion. Die nächste Station ist Kapstadt, die zweitgrösste Stadt des Landes. In der Bucht vor Kapstadt liegt Robben Island, wo sich das berüchtigte Gefängnis befindet, in dem Nelson Mandela fast 20 Jahre lang inhaftiert war. Heute ist die Haftanstalt ein Museum. Gemeinsam mit einem ehemaligen Insassen begibt sich Wasiliki Goutziomitros dort auf Spurensuche. Der Kruger-Nationalpark liegt ganz im Nordosten Südafrikas. Neben den 'Big Five' – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – beheimatet der Park eine Vielzahl anderer Tierarten: beste Voraussetzungen für ein Safari-Abenteuer.
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Steven Hendriks, William Kaka, Luyanda Mpahlwa, Ronny, Phineas Seshoka, Ernst Süss
Riesige Diamantenvorkommen, unberührte Wildnis und Luxussafaris – Botswana ist ein Land der Superlative. Die Reise mit Andrea Jansen beginnt in der botswanischen Hauptstadt Gaborone. Von dort aus fährt die Moderatorin mit dem Geländewagen in die südliche Kalahari nach Khutse, wo sie gemeinsam mit einer Schweizer Zoologin nach Löwenspuren sucht. Weiter geht die Reise in den Tuli Block ganz im Osten Botswanas. Schliesslich fährt Andrea Jansen von Maun aus zum Nxai-Pan-Nationalpark und fliegt zur Safari ins Okavangodelta. Mit einem Einbaum fährt sie durch das Delta und sieht sich dort ein traditionelles Dorf an. Ausserdem besucht sie das weltgrösste Sortierzentrum für Rohdiamanten, nimmt in einem Kinderdorf für HIV-Waisen am Konzert einer Marimba-Band teil, bewundert jahrtausendealte Felszeichnungen und lernt das demokratische Kgotla-System kennen. Die Reportage führt durch ein Land, das mit stabilem Wirtschaftswachstum glänzt und als eines der sichersten Länder in Afrika gilt.
Die Inseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der Inseln im Strom. Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden grösseren geniessen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.
Nirgendwo sonst gibt es so viele Papageitaucher wie auf den isländischen Westmännerinseln. Doch immer weniger Küken der Vögel überleben, Die Isländer tun alles, um sie zu retten. In Island wurden Papageitaucher lange gejagt, aber diese Tradition wird heute infrage gestellt. Seit 2003 sinkt die Zahl der Vögel, denn sie finden nicht mehr genug von ihrer Hauptnahrung, den Sandaalen. Deren Bestand ist aufgrund der Meereserwärmung zusammengebrochen. Viele Touristen kommen auch deshalb nach Island, weil sie sich schöne Fotos von Papageitauchern erhoffen. Auf ihrer Suche stressen sie die brütenden Vögel oft unnötig. Wissenschaftler wie Erpur Sncr Hansen, der Leiter des Naturforschungsinstituts von Südisland, plädieren für eine bessere Lenkung der Touristen und ein Verbot der Jagd auf Papageitaucher. Hansen und sein Team untersuchen den Zustand der Papageitaucher-Population jedes Jahr und machen sich grosse Sorgen. Sie befürchten, dass steigende Oberflächentemperaturen des Meeres den grössten Teil der Papageitaucher in Süd- und Westisland innerhalb weniger Jahrzehnte vernichten werden.
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W
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Clémence Fougea, Georg Eidur Arnarson, Erpur Snær Hansen, Jana Illge, Audrey Padgett, Thomas Schneider, Marino Sigursteinsson
'Alpenpanorama' zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
Es wird vom aktuellen Geschehen in Österreich und weltweit berichtet. Mit den wichtigsten Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport bleiben das Publikum stets auf dem Laufenden.
Der künftige Chefdirigent Sir Simon Rattle führt mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Bachs monumentale 'Matthäus-Passion' auf. Den 'Mount Everest der Musik' nannte der amerikanische Regisseur Peter Sellars Bachs 'Matthäus-Passion' einmal. Nun erklimmt Simon Rattle diesen Gipfel der abendländischen Musik mit dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auch die erlesene Riege der Gesangssolisten lässt die Erwartung steigen. Camilla Tilling, Magdalena Kozená, Mark Padmore und weitere sind mit von der Partie. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Evangelisten zu, der das Passionsgeschehen nicht nur erzählt, sondern als Zeuge innerlich selbst beteiligt und berührt ist. Mit dem britischen Tenor Mark Padmore übernimmt einer der charismatischsten Evangelisten unserer Tage den Part – für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein freudiges Wiedersehen mit einem langjährigen künstlerischen Freund und ehemaligen Artist in Residence.
Handelt es sich beim Turiner Grabtuch tatsächlich um jenes des Jesus von Nazareth? Oder um einen spektakulären Betrugsfall aus dem Mittelalter? Der Film rollt die Geschichte des Turiner Grabtuchs als Cold Case neu auf. Ein Filmteam reist zu historischen Schauplätzen und bittet Wissenschaftler*innen verschiedenster Disziplinen sowie Menschen mit persönlichem Bezug zum Turiner Grabtuch in den Zeugenstand Am Turiner Grabtuch scheiden sich die Geister. Für die einen ist es das Grabtuch des Jesus von Nazareth, für die anderen eine Fälschung aus dem Mittelalter. 'Das Grabtuch ist wie ein schwarzes Loch. Wenn man ihm zu nahekommt, wird man eingesaugt und kommt nicht mehr davon los', sagt der Chemiker Luigi Garlaschelli: 'Weil es so viele offene Fragen gibt. Ein Leben ist nicht genug.' Der Naturwissenschaftler sagt das, obwohl er durch Experimente und Selbstversuche zum Schluss gekommen ist, dass es sich beim Turiner Grabtuch um eine geniale Fälschung handelt. Aber ganz sicher ist auch er sich nicht. Ein Taschenbuch über das Turiner Grabtuch brachte den Privatforscher Joe Marino aus Ohio vor vielen Jahren zum Glauben. Er studierte Theologie und trat in ein Kloster ein. 'Ich fühle mich dazu berufen, das Grabtuch zu studieren und darüber zu informieren', sagt Joe Marino, der inzwischen mehrere Bücher und über hundert Artikel zum Thema verfasst hat – in der Überzeugung, 'dass es das authentische Grabtuch von Jesus ist.'. Die Dokumentation über das Turiner Grabtuch ist als kriminalistische Spurensuche angelegt, von der Grabeskirche in Jerusalem bis in die Unterwelt Istanbuls, wo das Grabtuch – der Legende nach – lange Zeit verborgen war. Im französischen Lirey wurde es 1354 n. Chr. – historisch bezeugt – erstmals ausgestellt. Und seit gut 300 Jahren wird es in Turin – in einer eigens errichteten Kapelle – aufbewahrt, ergriffen verehrt von den Einen, kritisch beäugt von den Anderen.
Auf halber Strecke zwischen der Stadt Venedig und der Glasbläserinsel Murano gelegen, finden seit dem 18. Jahrhundert die Venezianer ihre letzte Ruhe auf der Friedhofsinsel San Michele. Der Friedhof ist auch berühmt für die vielen bekannten Wahlvenezianer aus dem Ausland, die sich dort bestatten liessen – Ezra Pound, Luigi Nono, Serge Djagilew, Igor Strawinsky, Joseph Brodsky und Emilio Vedova haben dort ihr Grab – in der Stadt, die sie liebten. Die Insel ist aber nicht nur ein Ort des Todes und der Stille: Es leben auch Menschen auf ihr, die sich um den Friedhof kümmern. Diese Menschen stehen im Zentrum des Films. Zu denen, die regelmässig auf die Insel kommen, gehören ebenso die Mitglieder des Vereins 'La laguna nel bicchiere', also 'Die Lagune im Glas', die es sich zum Ziel gesetzt haben, vergessene Weinlagen in Venedig und auf seinen Inseln neu zu beleben. Eine davon liegt auf der Insel San Michele im ehemaligen Novizengarten des ehemaligen Kamaldulenser-Klosters.
Venedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend. 'No grandi navi!', 'Keine Kreuzfahrtriesen!', rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels 'UNESCO-Weltkulturerbe'. Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: 'Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben!' Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss. Die Fundamente rutschen weg. Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: 'Wo sind wir – in Verona, Padua oder Florenz?' Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: 'Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht.' Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: 'Wie retten wir unsere Stadt?'
Auf den Spuren des Welterbes im Süden Europas besucht Christopher Clark legendäre Schauplätze der Geschichte sowie unberechenbare Vulkane und erfährt, warum die Pizza zum Kulturerbe zählt. Die Reiseroute führt von Neapel aus zu einer Goldmine des Römischen Reiches im spanischen Kastilien, weiter zum Erbe der Mauren in Córdoba, zu den Flamencotänzerinnen Andalusiens und schliesslich zu den Meisterwerken des Architekten Antoni Gaudí in Barcelona. Ausgangspunkt der Reise ist Neapel, ein Schmelztiegel vieler Kulturen, die einst in Europa und am Mittelmeer entstanden. Nach den Römern kamen die Byzantiner, die Normannen, die Staufer, die Araber und später die Bourbonen, die Habsburger und Napoleon. Ein Mosaik aus Spuren einer bewegten Vergangenheit, zu der auch ein Erbe der besonderen Art gehört: die Pizza Margherita, die dort geboren wurde und seit einigen Jahren einen Platz auf der Liste des 'Immateriellen Welterbes' einnimmt. Nicht weit von Neapel entfernt liegt das antike Pompeji, eine der berühmtesten archäologischen Stätten der Welt und seit 1997 auf der Liste des UNESCO-Welterbes vertreten. Der katastrophale Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus begrub die reiche Stadt und viele Bewohner unter einer meterdicken Ascheschicht. Die Tragödie löschte das Leben in Strassen und Häusern innerhalb eines Augenblickes aus. Die Archäologen können heute diesen Moment im Detail rekonstruieren, wie sich Christopher Clark vor Ort erläutern lässt. Weiter geht die Reise in den Nordwesten Spaniens, nach Kastilien-León, zu den ehemaligen Goldminen von Las Médulas. Ein aussergewöhnliches Kulturerbe. Denn die Römer, die das Edelmetall abbauten, leiteten über Aquädukte riesige Mengen Wasser in künstliche Stollen, die sie in die Berge getrieben hatten, und brachten sie dadurch zum Einsturz. Der schieren Dimension des antiken Bergbaus, der die gesamte Landschaft veränderte, verdankt die antike Mine heute ihren Platz auf der UNESCO-Liste. Rund 500 Kilometer weiter südlich besucht Christopher Clark das legendäre Córdoba, in dessen Gebäuden bis heute die jahrhundertelange muslimische Herrschaft über Andalusien sichtbar ist. Nach der Eroberung im Jahr 711 schufen die Mauren das Reich Al-Andalus, in dem es während seiner 800-jährigen Geschichte nicht nur Konflikte gab, sondern auch kreatives Miteinander von Christen, Juden und Muslimen. Die Kulturen mischten sich, lernten voneinander, auch musikalisch. Der Flamenco zeugt bis heute davon und gehört inzwischen zum 'immateriellen Weltkulturerbe'. Zum Schluss besucht Christopher Clark Barcelona. Die Hauptstadt Kataloniens ist durch einen der aussergewöhnlichsten Architekten geprägt: Antoni Gaudí. Seine Häuser, die nicht gebaut, sondern gewachsen zu sein scheinen, machten ihn schon Lebzeiten zu einer Weltberühmtheit. Legendär ist seine 1882 begonnene, riesige Basilika 'Sagrada Familia'. Bis heute ist sie nicht vollendet, aber doch weit fortgeschritten, sodass sie längst zum Wahrzeichen Barcelonas geworden ist. Ein einmaliges Gesamtkunstwerk und eindrucksvolles Kulturerbe der Menschheit.
Rerun
W
Cast
Christopher Clark, Lucia Pappalardo, Amilcar Vargas, Gabriel Zuchtriegel
Auf seiner Reise zum UNESCO-Welterbe Japans begegnet Christopher Clark einem faszinierenden Land zwischen uralten Traditionen und schriller Hypermoderne. Vom heiligen Berg Fuji und der Megacity Tokio führt die Reiseroute zur alten Kaiserstadt Kyoto mit ihren Schreinen und der rätselhaften Tradition der Geishas, weiter nach Himeji, wo die Geschichte der Samurai lebendig ist, und nach Sakai mit seinen Kaisergräbern. Der Vulkan Fuji gehört seit 2013 zum UNESCO-Welterbe. Das liegt nicht zuletzt an seiner Bedeutung innerhalb des Shinto-Glaubens, der Urreligion Japans, wie unzählige Schreine in der Nähe des Berges dokumentieren, in denen den Göttinnen und Göttern des Berges gehuldigt wird. Weiter geht die Reise in die bunte Fantasiewelt von Tokios Stadtteil Akihabara, der Geburtsstätte von Tamagochi und Gameboy bis zu Nintendo und Emojis. Mangas und Animes gehen zurück auf uralte japanische Zeichentraditionen. Viele Kinder und Jugendliche identifizieren sich sogar mit den Figuren aus den Geschichten, wie sich Christopher Clark vor Ort erklären lässt. In Kyoto, der Residenzstadt des japanischen Kaiserreiches, begegnet der Moderator einer japanischen Tradition, die bis heute gepflegt wird: den Geishas. Die Kultur der Geisha geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Für arme Mädchen war die Ausbildung zur Geisha oft die einzige Chance auf Bildung. Dann stand ihnen ein relativ selbstbestimmtes Leben offen. Auch heute noch durchlaufen sie eine strenge fünfjährige Ausbildung, zu der Tanz, Gesang, Kalligraphie und japanische Geschichte gehören. Im Zen-Tempel Ryoanji lässt sich Christopher Clark in die Grundbegriffe einer Weltanschauung einweihen, die auch in Europa immer mehr Anhänger findet. Im Gegensatz zu dem, was im Westen seit den alten Griechen hochgehalten wird – die Perfektion – feiert die Philosophie des Zen den Augenblick, die Vergänglichkeit und die Bescheidenheit. In der imposanten Burg von Himeji aus dem 17. Jahrhundert macht sich Christopher Clark mit der Tradition der berühmten Samurai-Kaste und ihrer Kunst des Schwertkampfes bekannt. Dazu gehört auch die Meisterschaft bei der Herstellung dieser Waffen – ein Handwerk, das seit Jahrhunderten tradiert wird. Am Ende seiner Reise taucht der Moderator in eine historische Epoche Japans ein, die Kofun-Zeit genannt wird. Der Name rührt von riesigen Erdhügelgräbern her, den Kofun, die während des 3. bis 7. Jahrhunderts entstanden. Einige der vielen Tausend Gräber bergen die Überreste von Kaisern, weshalb sie bis heute als Privatgräber der kaiserlichen Familie angesehen und deshalb von Wissenschaftlern nicht angetastet werden. Und so sind auch diese Gräber ein Symbol für das, was an Japan fasziniert: das Nebeneinander von mythischer Vergangenheit und hochmodernem Alltagsleben.
Ein Hof im idyllischen Alten Land wird in verschiedenen Jahrzehnten zum Zufluchtsort für zwei unterschiedliche Frauen. Doch die Frauen haben eines gemeinsam: das Gefühl, nirgendwo hinzugehören und doch auf der Suche nach einem Zuhause zu sein. Als junges Mädchen kommt Vera mit ihrer Mutter als Kriegsflüchtlinge aus Ostpreussen im Alten Land an. Wider aller Erwartungen findet Vera dort nicht nur einen Ort zum Wurzeln schlagen, sondern in ihrem Stiefvater Karl auch eine Familienzugehörigkeit. Der Hof wird ihr ganzes Leben, das sie mit ihrer eigenwilligen Art vehement gegen jeden Eindringling verteidigt. Der einzige, der einen Zugang zu Vera hat, ist ihr direkter Nachbar und Freund seit Kindertagen, Hinni. Doch Veras Altes Land ist längst zum Ort der Begegnung und der Suche für die unterschiedlichsten Menschen geworden: Auch das Aussteiger-Ehepaar Burkhard und Eva Weisswerth glaubt dort, eine idyllische Vorstellung vom Landleben jenseits der Grossstadt Hamburg finden zu können, während die Landwirte Britta und Dirk zum Felde alles daran setzen, ihre Existenz zu sichern und ihren Vorstellungen des Obstanbaus trotz neumodischem Bio-Hype treu zu bleiben. Und dann steht plötzlich Anne, die Tochter von Veras entfremdeter Halbschwester Marlene, mitsamt ihrem vierjährigen Sohn Leon bei Vera vor der Tür. Auch in Annes Leben wollen alle Puzzleteile einfach nicht zusammenpassen und so sucht sie in ihrer Verlorenheit ausgerechnet dort Anschluss, wo keiner zu erwarten ist.
Episode number
1
Cast
Iris Berben, Milan Peschel, Nina Kunzendorf, Peter Kurth, Svenja Liesau, Maria Ehrich, Karoline Eichhorn
Ein Hof im idyllischen Alten Land wird in verschiedenen Jahreszehnten zum Zufluchtsort für zwei unterschiedliche Frauen. Raus aus einem Lebensentwurf, in dem sowieso nichts stimmt – mit diesem Vorsatz ist Anne zu Vera ins Alte Land gefahren. Von Veras schroffer Art lässt sie sich nicht beeindrucken. So wird der Hof erneut zu einem Zufluchtsort für eine junge Mutter mit ihrem Kind. Das malerische Alte Land zeigt sich dabei so facettenreich wie seine Bewohner selbst: Hinni und Vera, die auf ihre gemeinsame und doch getrennte Vergangenheit zurückblicken, könnten noch einmal einen zarten Versuch wagen, zusammen nach vorne zu schauen. Und während Anne alles daransetzt, auf Veras Hof einen Platz für sich und ihren Sohn Leon zu finden, drohen die Weisswerths, von ihren eigenen Träumen zermürbt zu werden. Schliesslich muss sich Vera fragen, ob sie bereit ist, Anne wirklich in ihr Leben zu lassen. Denn das bedeutet auch, ihr den nötigen Raum für Veränderungen zu geben, gegen die sie sich eigentlich so vehement wehrt. Vergangenheit und Gegenwart scheinen unweigerlich miteinander verbunden und sich zu wiederholen – doch können Anne und Vera gemeinsam einen neuen Anfang finden? Derweil begibt sich Marlene zielstrebig auf die Suche nach einer Familienvergangenheit, zu der sie den Anschluss verloren hat. Geschichte von starken Frauen, die auf der Suche nach Zugehörigkeit, nach ihrer Identität und ihrem Platz im Leben sind, und die anerkennen müssen, dass ihre Schicksale stets miteinander verknüpft sind.
Episode number
2
Cast
Iris Berben, Milan Peschel, Nina Kunzendorf, Peter Kurth, Svenja Liesau, Maria Ehrich, Karoline Eichhorn
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Wenig Schnee, künstliche Beschneiung, weite Anfahrtswege: Damit Skifahren möglich ist, muss immer mehr Aufwand betrieben werden. Tragen die schlechten Bedingungen zu einem Umdenken ein? Gleichzeitig lernen nach wie vor jedes Jahr viele Kinder das Skifahren mit der Schule im Skilager. Ein Argument dafür ist die Stärkung des Klassenzusammenhalts und die Möglichkeit für alle, eine Wintersportart zu lernen. Doch immer mehr Schulen suchen nach Alternativen. Sie stellen das Skilager aus Kosten- und Umweltgründen in Frage und bieten stattdessen ein Programm an, das ebenfalls zur Bewegung im Freien motivieren soll. Das klassische Skilager kostet immerhin mehrere hundert Euro, auch Ausrüstung und Skipass müssen beglichen werden – zudem ist der Umweltaspekt und der zunehmend fehlende Schnee eine Herausforderung für diese Klassenfahrten. Deshalb gibt es immer öfter Alternativen dazu, etwa Sommerfreizeiten oder Winterwochen. 'Unkraut' hat zwei Schulen begleitet: ein Gymnasium aus Coburg, dort fahren die siebten Klassen in ein klassisches Skilager nach Wagrain in Österreich. Und eine Fürther Realschule in der Winterwoche in Bad Tölz. Dort wird zwar auch Ski gefahren. Aber die Kinder können auch beim Alternativprogramm dabei sein, etwa beim Ausflug auf eine Alpaka-Farm. Ob Kinder und Eltern das Skilager als besondere Bereicherung oder als finanzielle Belastung empfinden, das will 'Unkraut' bei dieser Beobachtung herausfinden. Ausserdem ist 'Unkraut' der Frage nachgegangen, ob die zunehmend schlechten Winter- und Schneebedingungen zu einem Umdenken in Sachen Skilager beitragen.
Themen: Apps für Mitfahrgelegenheiten / Osterdeko / Runter vom Sofa – NRW-Ausflugstipps / Kreatin – Booster für Training und Gehirn? / Inkassounternehmen – Vertreten sie unseriöse Firmen?
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Es ist ein Schatz, der wohl mehr wert ist als alles Gold und Silber dieser Erde – das heilende radonhaltige Wasser im Gasteinertal in Österreich. Seit Menschengedenken sprudelt das Thermalwasser in Bad Gastein aus dem Berg. Nicht nur Schmerzpatienten schätzen das Quellwasser und das Heilklima im Gasteiner Heilstollen: Auch Menschen die gesund bleiben wollen, haben die Heilkraft für sich entdeckt. Die heissen Quellen werden aber auch zur Energiegewinnung genutzt. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des heilenden Wassers von Gastein bis ins 21. Jahrhundert und gibt vielschichtige Einblicke hinter die Kulissen eines modernen Kurbetriebs im Gasteinertal.
Themen: Abnehmspritze für alle? – Was das Ende der Patente bedeutet / Strom der Zukunft: Batteriespeicher – Warum sie unter Druck stehen / Mainzer Mikrosonde – Neue Einblicke in Welt der Vulkane / Artemis 2: Bereit für Start zum Mond
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Themen: Wie KI den Krieg verändert – Wenn Chatbots in den Krieg ziehen / Wann kippen Demokratien? – Gespräch mit Hauke Hartmann / Ungarn vor dem Machtwechsel? – Orbán laut Umfragen hinter Magyar / 'Sex Work': Ausstellung in Bonn – Die Kulturgeschichtete der Sexarbeit
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Themen: Abnehmspritze für alle? – Was das Ende der Patente bedeutet / Strom der Zukunft: Batteriespeicher – Warum sie unter Druck stehen / Mainzer Mikrosonde – Neue Einblicke in Welt der Vulkane / Artemis 2: Bereit für Start zum Mond
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Themen: Wie KI den Krieg verändert – Wenn Chatbots in den Krieg ziehen / Wann kippen Demokratien? – Gespräch mit Hauke Hartmann / Ungarn vor dem Machtwechsel? – Orbán laut Umfragen hinter Magyar / 'Sex Work': Ausstellung in Bonn – Die Kulturgeschichtete der Sexarbeit
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Goldgelb paniert liegt es auf dem Teller. Die Panade hebt sich fluffig ab. Der Kartoffelsalat daneben leuchtet geradezu poliert. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Das Wiener Schnitzel ist ein, ja, weltumspannendes Gericht. Deshalb hat sich der Schmidt Max mit der 'freizeit' auch darum gekümmert und ist gleich an den Ursprung dieses Gerichts gefahren – nach Wien. Doch nicht nur die Panade wirft sich auf, sondern auch viele Fragen, die einer fundamentalen Antwort bedürfen: Worin darf man das Wiener Schnitzel anbraten? Welche Beilagen sind statthaft? Verträgt das österreichische Nationalgericht eine Sauce? Sind Preiselbeeren eine Todsünde? Und: Was ist eigentlich die 'Wiener Garnitur'? Um diese lebenswichtigen Fragen für immer zu klären, trifft der Schmidt Max die kulinarische Historikerin Frau Doktor Ingrid Haslinger. Sie hat das Standardwerk 'Die Wiener Küche-Kulturgeschichte und Rezepte' geschrieben. Zur Fortbildung hat er auch noch einen Schnitzel-kurs besucht und sich nach dem besten Getränk zu diesem feinen Gericht auf die Suche gemacht, dem 'Wiener Gemischten Satz'.
Instagram als Reiseführer – kann das funktionieren? Und wie sehen die toll fotografierten Orte eigentlich in der Realität aus? Der Film geht diesen Fragen in den Albanischen Alpen nach. Albanien hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel entwickelt – von 2010 bis 2017 hat sich die Zahl der Besucher mehr als verdoppelt. Die Infrastruktur ist gut für Touristen ausgelegt, das Reisen zwischen den Hauptorten kein Problem. Albanien ist zudem bekannt für die Gastfreundschaft seiner Einwohner. Für deutsche Verhältnisse sind die Lebenshaltungskosten ausserdem relativ niedrig: Ein ausgiebiges Abendessen bekommt man für rund zehn Euro pro Person. Die Währung in Albanien ist der Lek – ein Euro entspricht etwa 120 Lek. Die Albanischen Alpen liegen ganz im Norden des Landes an der Grenze zu Montenegro und Kosovo. Der höchste Gipfel ist der Jezerca mit einer Höhe von 2694 Metern. Dank der abgeschiedenen Lage sind dort einige seltene Tierarten heimisch – darunter auch der Braunbär und der Wolf. Die Berge kann man am besten von April bis Oktober bereisen.
Bornholm hat so feine Sandstrände, dass mit dem Sand Sanduhren betrieben wurden. Die Insel hat die meisten Sonnenstunden in Dänemark. Und so viel Wind, dass bis 2030 ein riesiger Offshore-Energiepark vor der Südwestküste entstehen soll. Das Filmteam trifft Bewohner, die alle auf ihre Art aus ihrem alten Leben ausgestiegen sind und dort ihre Erfüllung gefunden haben. So wie es etliche Touristen jedes Jahr tun, wenn sie die Insel mit dem Camper erkunden. Bornholm ist vor allem ein Hotspot für Wassersport. Sonne, Wind und Wellen gibt es fast jeden Tag rund um die gesamte Insel. Bjarke betreibt im Osten der Insel am 'Balkan Beach' im weissen Sand mit türkisfarbenem Wasser die älteste Surfschule der Insel. Es ist seine 30. Saison. Gerade hat der Bornholmer seinem 8000. Schüler beigebracht, wie man mit Mast und Segel am besten umgeht bei ablandigem Wind. Die Sommermonate von Mai bis September sind die wichtigsten für den ehemaligen Filmproduzenten. Genau wie für den Campingplatzbetreiber Lasse. Über die ehemalige Fischerstadt Nexg mit ihren inzwischen künstlerisch genutzten Fabrikhallen geht es weiter es nach Svaneke. Dort wird die Küste felsiger und die Einwohner werden jünger. Nur die denkmalgeschützten Häuser mit ihren roten Ziegeldächern sehen aus wie früher, dank des ortseigenen Vereins. Svaneke hat es aus eigener Kraft geschafft, dass sich dort junge Familien ansiedeln. Manche 'commuten' und pendeln per Fähre und Bus für zwei bis drei Tage die Woche nach Kopenhagen, manche sind seit der Pandemie ganz geblieben und sorgen für volle Strandbars, viel Kunsthandwerk und ein reges Gemeinschaftsleben. Jessica hat mit Mann und Sohn gerade eines der ganz seltenen Baugrundstücke erworben. Bis das neue Zuhause steht, arbeitet die ehemalige Chefdesignerin verschiedener Getränkeweltmarken im Glashaus im Garten eines Freundes mit Steinbutt, Tintenfisch und Hering. Was japanische Fischer im 18. Jahrhundert als Methode nutzten, um ihren Fang zu zählen und zu sortieren, ist heute in Japan als 'Gyotaku', Fischdruckkunst, bekannt, in Skandinavien aber noch fast unbekannt. Mit japanischer Tinte bepinselt Jessica die Meeresbewohner und verewigt ihr Antlitz auf Gegenständen, vom Teller bis zum Sofakissen. Das 'Who's who' der dänischen Musikszene spielt vor maximal 1000 Gästen einen Monat lang im Juli. Der mehrfach mit Platin ausgezeichnete und Grammy-nominierte Däne Lukas Graham tritt normalerweise in den grössten Stadien der Welt auf. Aber schon seit dem Start seiner Karriere spielt er jedes Jahr vor Bornholmern, wenn er mit seiner kleinen Familie Sommerurlaub macht und gleichzeitig seinen Freund Henrik besucht. Eine sehr intime Konzertatmosphäre zum Festivalauftakt.
Finnland ist von imposanter Schönheit und Grösse und eine der letzten wilden Regionen Europas mit dem saubersten Wasser der Welt. Nicht umsonst wird es auch 'Land der tausend Seen' genannt. Nicht nur die Landschaft, auch die Menschen selbst machen Finnland einzigartig. Sie gelten als schräge, schweigsame, aber sympathische Europäer. Laut 'The World Happiness Report' sind die Finnen sogar das glücklichste Volk der Welt. Das Filmteam verbringt einen Sommer auf der Finnischen Seenplatte und begleitet den Flösser Taisto, der ein 900 Meter langes Holzfloss unbeschadet über den Saimaa-See schiffen muss. Eine altbewährte Methode, mit der seit Jahrhunderten Holz durch das Land transportiert wird. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, von dem viele Finnen leben. Laura Huovinen ist eine junge Holzfällerin, die ein grosses Ziel vor Augen hat: Sie möchte Harvesterfahrerin werden. Diese gigantischen und tonnenschweren Forstmaschinen können über 1000 Bäume am Tag fällen. Die finnischen Wälder sind auch eine Schatztruhe für Sammler wie den Wild-Food-Koch Jyrki Tsutsunen. Er kennt die besten Stellen, um Pilze, Beeren und Kräuter zu sammeln. Aber auch Insekten kommen bei ihm auf den Teller. Seine Spezialität sind Waldameisen. Der Sommer läutet in Finnland eine unbeschwerte Zeit ein: Die Nächte sind kurz, und die Sonne geht kaum unter. Die Menschen drängen aus den grossen Städten hinaus in die Ferienhäuser an den Seen. Was dabei keinesfalls fehlen darf, ist der regelmässige Saunagang. Auf gerade einmal fünfeinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kommen drei Millionen Schwitzstuben. Die Mitglieder des Saunavereins 'Hasa' haben sogar eine Sauna auf Rädern gebaut, mit der sie durch die Sommerlandschaft dampfen.
Der österreichische Mathematiker Georg Joachim Rheticus arbeitete als Schüler des Astronomen Nikolaus Kopernikus (1473-1543) an dem Manuskript 'De revolutionibus orbium coelestium' mit. Kopernikus beschreibt darin eine Erkenntnis, die das Weltbild erschüttert: Die Erde dreht sich um die Sonne! Rheticus kann Kopernikus überzeugen, sein bahnbrechendes Werk zu veröffentlichen. An ihn erinnert das Sonnenuhr-Denkmal vor dem Feldkircher Dom.
Karla, eine starke, sinnliche und lebenserfahrene Frau, erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Nach einem wilden Leben als Fotografin bleiben ihr nur noch wenige Monate. Die Mitsechzigerin hat keine Lust auf Sentimentalitäten. Sie will mit ihrem Schicksal allein bleiben und plant einen würdevollen Abgang. Die Hilfe des ehrenamtlichen Sterbehelfers Fred, ein alleinerziehender Verkehrsplaner, der es immer gut meint, lehnt sie ab. Doch Freds Sohn Phil, ein schüchterner Teenager mit viel Sinn für Poesie, gelingt der Zugang zu der todkranken Künstlerin. Er darf ihre Konzertfotos für die Nachwelt archivieren – und lernt dabei die flippige Studentin Rona kennen. Indem sich Fred, Phil und Karla einander öffnen, entsteht eine wunderbare Freundschaft. Glaubten Vater und Sohn anfangs noch, Karla beim Sterben zu begleiten, passiert auf einmal das Gegenteil: Die beiden lernen von ihr zu leben. In eine eindrucksvolle Charakterrolle schlüpft Iris Berben in dem Fernsehfilm 'Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster': Grandios verkörpert die preisgekrönte Schauspielerin eine starke Künstlerin, die selbst kompromisslos über sich und ihr Werk bis in den Tod bestimmt. An ihrer Seite spielen Godehard Giese und Claude Heinrich berührend zwei Menschen, die eine freundschaftliche Nähe zu der vereinsamten Protagonistin aufbauen. Mit feinem Gespür für Gefühlslagen verzichtet Regisseur Till Endemann auf Pathos in der Verfilmung des Romans von Susann Pásztor. Das Berliner Grossstadtleben liefert das Setting für eine Geschichte über das Sterben, die auf ungewöhnliche Weise das Leben feiert.
Cast
Iris Berben, Godehard Giese, Claude Heinrich, Zoë Valks, Axel Werner, Bärbel Schwarz, Hasan Ali Mete
Hand auflegen, Aura reinigen, Energieblockaden lösen – alles Dienstleistungen, die äusserst gefragt sind. 'Am Schauplatz' hat sich in der österreichischen Energetiker-Branche umgesehen. Für den Gewerbeschein braucht man keinerlei Ausbildung. Energetiker kann jeder sein, wenn er oder sie sich berufen fühlt. Während die einen auf die Kräfte der Energetiker schwören, reden die anderen von Abzocke und Geschäftemacherei. Doch was stimmt? Petra Steinacker ist Energetikerin im steirischen Bad Gleichenberg. Sie behandelt ihre Klienten gern mit technischen Gerätschaften: 'Einmal hat mich eine Freundin angerufen, deren Mann starke Zahnschmerzen bekommen hat. Obwohl die beiden gerade im Regenwald waren und ich in Österreich, waren die Zahnschmerzen nach 15 Minuten weg.' Petra Strasser ist eigentlich Wirtin im oberösterreichischen Ried im Innkreis. In einem Wifi-Kurs in Wels hat sie sich zur Energetikerin ausbilden lassen: 'Wir haben uns dort die Chakren gereinigt, die Meridianbahnen gezogen, und wir haben gelernt, wie man als Energetikerin einen guten Business-Plan erstellt.' Jetzt erzeugt Frau Strasser daheim Aura-Sprays, die auf Esoterik-Messen guten Absatz finden. Doch leben kann sie von dem Verkauf nicht. Am Abend kellnert sie im Kaffeehaus. Wie viele andere betreibt sie ihr Energetiker-Geschäft nur im Nebenerwerb. 'Wenn die Kinder grösser sind und man den beruflichen Wiedereinstieg wagen möchte, ist der Job verlockend', sagt Charly Lechner, Sprecher für die Energetiker in der Wirtschaftskammer. Auch deshalb seien vier von fünf Energetikern Frauen. Dass keine der Methoden medizinisch nachweisbar funktioniert, beschäftigt in der Energetiker-Branche niemanden. 'Kein Wunder, den Energetikern geht es um ihren Profit. Es handelt sich um Scharlatane, die einfach auf ihr Geschäft schauen', sagt der Buchautor und Ethnologe Christian Kreil, der sich seit vielen Jahren mit der Branche beschäftigt.
Egal ob Reichtum, Persönlichkeit, Gesundheit oder Liebe – für jeden nur erdenklichen Bereich des Lebens gibt es Coaches, die ein erfolgreiches und erfülltes Leben versprechen. Coaching boomt. Man muss nur das richtige Mindset haben, wie es im Fachjargon heisst, die richtige Einstellung, dann schafft man es spielerisch zu Glück und Wohlstand. – Eine Reportage über viele falsche Erfolgsversprechen in der boomenden Coachingszene. Immer mehr Menschen vertrauen Coaches und sind bereit, in kurzer Zeit Tausende Euros zu bezahlen. Reporterin Nora Zoglauer hat in der österreichischen Coachingszene recherchiert. Sie hat Investmentpunk Gerald Hörhan getroffen, aber auch Menschen besucht, die auf der Suche nach Glück, Reichtum und Erfolg viel Geld verloren haben. 'Die Beschäftigung mit dem verunsicherten 'Ich' ist in unübersichtlichen Zeiten ein lukratives Geschäft geworden', sagt Ulrike Schiesser, Leiterin der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen. Einen seriösen von einem unseriösen Coach zu unterscheiden, ist oft kaum möglich, da die Berufsbezeichnung 'Coach' nicht geschützt ist. Jeder kann in Österreich als Coach sein Geld verdienen.
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Türkisfarbenes Wasser, weisse Strände, hohe Klippen – und das im hohen Norden! Vor der Nordspitze Norwegens, weit jenseits des Polarkreises, liegen die Lofoten. Rund 80 Inseln, eingebettet ins Europäische Nordmeer, ein Randmeer des Arktischen Ozeans. Die wichtigsten Inseln sind über Brücken und Inseln verbunden, andere erreicht man nur per Boot. Das Leben der Menschen wird bestimmt vom Wetter und den Jahreszeiten. Seit weit über 1000 Jahren sind die Lofoten eine Hochburg der Kabeljau-Fischerei. Von Januar bis April ziehen riesige Schwärme aus der Barentssee in diese Gewässer und locken Fischer aus dem ganzen Land auf die Lofoten. Einer der jüngsten ist der 20-jährige Jonas. Zusammen mit seinem Bruder Elias hat er einen kleinen Kutter gekauft. Jetzt hoffen die zwei auf den 'ganz grossen Fang'. Rund ein Viertel des Fischfangs landet zum Trocknen auf Leinen. Nur wenn das Wetter im Frühling gut ist und der Fisch richtig durchtrocknet, ist es ein gutes Jahr für Unternehmer wie Harald. Er ist in vierter Generation dabei und will das Geschäft einmal weitergeben an seine Tochter Sara. Die ist gerade einmal zehn, aber verdient schon jetzt etwas dazu: mit dem Herausschneiden der Fischzungen. Die sind dort eine echte Delikatesse und werden von den Einheimischen gern verspeist. Rund 5000 Euro Taschengeld verdiene sie so im Jahr, erzählt Sara nicht ohne Stolz. Neben dem Fisch ist der Tourismus die zweitwichtigste Einnahmequelle. Auch Ragna und seine Frau kümmern sich um Gäste aus aller Welt. Die beiden betreiben ein kleines Hotel mit Café im Zentrum von Henningsvej. Ragna ist im Ort bekannt wie ein bunter Hund. Das liegt nicht nur an seinen Stadtführungen und Bootsausflügen, sondern vor allem an seiner Lieblingsrolle, in die er an Weihnachten schlüpft: den Santa Claus von Henningsvej. 'Es ist einfach wahnsinnig schön, hier zu Hause zu sein. Das vergisst man manchmal. Aber das Interessante ist, dass einem die Gäste wieder klar machen, wo wir eigentlich leben'. Kari ist mehrfache Weltmeisterin im Kitesurfen und Zugezogene. Sie hat ihr komfortables Leben in Südnorwegen aufgegeben und ist in ein Wohnmobil auf die Lofoten gezogen. Zusammen mit Hund Truls. 'Ich habe mich für ein sehr einfaches Leben entschieden: Mir genügt der Camper, eine Hütte oder ein Zelt. Ich will keinen Nine-to-five-Job. Für mich ist Freiheit wichtiger als ein grosses Haus.' Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hat sie ein Wassersportzentrum eröffnet. Wenn mal keiner da ist, zum Beispiel weil es regnet, schnappt sich Kari ihr SUP-Board und geht selbst raus in die Natur. Truls darf natürlich mit. Die Lofoten sind dünn besiedelt. Nur 24.000 Menschen leben dort. Unstad ist mit 15 Einwohnern einer der kleinsten Orte, aber auch eine echte Berühmtheit. Dort befindet sich das nördlichste Surfcenter der Welt. Jedes Jahr bereitet die Truppe um Kristoffer das 'Lofoten Surf Festival' vor. Dazu reisen Surfer aus ganz Norwegen an. Eigentlich geht es aber nicht um Höchstleistungen, sondern mehr um eine Performance der anderen Art: Es gewinnt, wer beim Surfen im Bären- oder Weihnachtsmannkostüm den grössten Spass hat.
Finnland ist von imposanter Schönheit und Grösse und eine der letzten wilden Regionen Europas mit dem saubersten Wasser der Welt. Nicht umsonst wird es auch 'Land der tausend Seen' genannt. Nicht nur die Landschaft, auch die Menschen selbst machen Finnland einzigartig. Sie gelten als schräge, schweigsame, aber sympathische Europäer. Laut 'The World Happiness Report' sind die Finnen sogar das glücklichste Volk der Welt. Das Filmteam verbringt einen Sommer auf der Finnischen Seenplatte und begleitet den Flösser Taisto, der ein 900 Meter langes Holzfloss unbeschadet über den Saimaa-See schiffen muss. Eine altbewährte Methode, mit der seit Jahrhunderten Holz durch das Land transportiert wird. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, von dem viele Finnen leben. Laura Huovinen ist eine junge Holzfällerin, die ein grosses Ziel vor Augen hat: Sie möchte Harvesterfahrerin werden. Diese gigantischen und tonnenschweren Forstmaschinen können über 1000 Bäume am Tag fällen. Die finnischen Wälder sind auch eine Schatztruhe für Sammler wie den Wild-Food-Koch Jyrki Tsutsunen. Er kennt die besten Stellen, um Pilze, Beeren und Kräuter zu sammeln. Aber auch Insekten kommen bei ihm auf den Teller. Seine Spezialität sind Waldameisen. Der Sommer läutet in Finnland eine unbeschwerte Zeit ein: Die Nächte sind kurz, und die Sonne geht kaum unter. Die Menschen drängen aus den grossen Städten hinaus in die Ferienhäuser an den Seen. Was dabei keinesfalls fehlen darf, ist der regelmässige Saunagang. Auf gerade einmal fünfeinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kommen drei Millionen Schwitzstuben. Die Mitglieder des Saunavereins 'Hasa' haben sogar eine Sauna auf Rädern gebaut, mit der sie durch die Sommerlandschaft dampfen.
Bornholm hat so feine Sandstrände, dass mit dem Sand Sanduhren betrieben wurden. Die Insel hat die meisten Sonnenstunden in Dänemark. Und so viel Wind, dass bis 2030 ein riesiger Offshore-Energiepark vor der Südwestküste entstehen soll. Das Filmteam trifft Bewohner, die alle auf ihre Art aus ihrem alten Leben ausgestiegen sind und dort ihre Erfüllung gefunden haben. So wie es etliche Touristen jedes Jahr tun, wenn sie die Insel mit dem Camper erkunden. Bornholm ist vor allem ein Hotspot für Wassersport. Sonne, Wind und Wellen gibt es fast jeden Tag rund um die gesamte Insel. Bjarke betreibt im Osten der Insel am 'Balkan Beach' im weissen Sand mit türkisfarbenem Wasser die älteste Surfschule der Insel. Es ist seine 30. Saison. Gerade hat der Bornholmer seinem 8000. Schüler beigebracht, wie man mit Mast und Segel am besten umgeht bei ablandigem Wind. Die Sommermonate von Mai bis September sind die wichtigsten für den ehemaligen Filmproduzenten. Genau wie für den Campingplatzbetreiber Lasse. Über die ehemalige Fischerstadt Nexg mit ihren inzwischen künstlerisch genutzten Fabrikhallen geht es weiter es nach Svaneke. Dort wird die Küste felsiger und die Einwohner werden jünger. Nur die denkmalgeschützten Häuser mit ihren roten Ziegeldächern sehen aus wie früher, dank des ortseigenen Vereins. Svaneke hat es aus eigener Kraft geschafft, dass sich dort junge Familien ansiedeln. Manche 'commuten' und pendeln per Fähre und Bus für zwei bis drei Tage die Woche nach Kopenhagen, manche sind seit der Pandemie ganz geblieben und sorgen für volle Strandbars, viel Kunsthandwerk und ein reges Gemeinschaftsleben. Jessica hat mit Mann und Sohn gerade eines der ganz seltenen Baugrundstücke erworben. Bis das neue Zuhause steht, arbeitet die ehemalige Chefdesignerin verschiedener Getränkeweltmarken im Glashaus im Garten eines Freundes mit Steinbutt, Tintenfisch und Hering. Was japanische Fischer im 18. Jahrhundert als Methode nutzten, um ihren Fang zu zählen und zu sortieren, ist heute in Japan als 'Gyotaku', Fischdruckkunst, bekannt, in Skandinavien aber noch fast unbekannt. Mit japanischer Tinte bepinselt Jessica die Meeresbewohner und verewigt ihr Antlitz auf Gegenständen, vom Teller bis zum Sofakissen. Das 'Who's who' der dänischen Musikszene spielt vor maximal 1000 Gästen einen Monat lang im Juli. Der mehrfach mit Platin ausgezeichnete und Grammy-nominierte Däne Lukas Graham tritt normalerweise in den grössten Stadien der Welt auf. Aber schon seit dem Start seiner Karriere spielt er jedes Jahr vor Bornholmern, wenn er mit seiner kleinen Familie Sommerurlaub macht und gleichzeitig seinen Freund Henrik besucht. Eine sehr intime Konzertatmosphäre zum Festivalauftakt.
Goldgelb paniert liegt es auf dem Teller. Die Panade hebt sich fluffig ab. Der Kartoffelsalat daneben leuchtet geradezu poliert. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Das Wiener Schnitzel ist ein, ja, weltumspannendes Gericht. Deshalb hat sich der Schmidt Max mit der 'freizeit' auch darum gekümmert und ist gleich an den Ursprung dieses Gerichts gefahren – nach Wien. Doch nicht nur die Panade wirft sich auf, sondern auch viele Fragen, die einer fundamentalen Antwort bedürfen: Worin darf man das Wiener Schnitzel anbraten? Welche Beilagen sind statthaft? Verträgt das österreichische Nationalgericht eine Sauce? Sind Preiselbeeren eine Todsünde? Und: Was ist eigentlich die 'Wiener Garnitur'? Um diese lebenswichtigen Fragen für immer zu klären, trifft der Schmidt Max die kulinarische Historikerin Frau Doktor Ingrid Haslinger. Sie hat das Standardwerk 'Die Wiener Küche-Kulturgeschichte und Rezepte' geschrieben. Zur Fortbildung hat er auch noch einen Schnitzel-kurs besucht und sich nach dem besten Getränk zu diesem feinen Gericht auf die Suche gemacht, dem 'Wiener Gemischten Satz'.
Themen: Ei-Check – Käfighaltung-Verbot / Lamm zu Ostern / Digitech – Cloud-Alternativen aus Europa / Gelenkschonendes Slow-Jogging / Balsamico im Test – Ist teuer gleich besser?
Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr. In dem Magazin werden Hintergründe beleuchtet, Orientierung geschaffen und praktische Ratschläge gegeben.
Nina Senor-Megias' Lebensplan ändert sich, als sie die Diagnose Krebs erhält. In dieser schwierigen Zeit findet sie heraus, dass sie ihr Leben mit der richtigen Ernährung positiv beeinflussen kann.
Parks bieten einer zahlreichen Tierwelt Lebensraum im Siedlungsgebiet. Sogar spezielle und seltene Tiere finden dort ein Zuhause. Für manche hat das Leben in der Stadt überdies Vorteile. In Parks kann man die Natur hautnah erleben. Unerwartete Bewohner wie Feldhamster, Schildkröten und eine reichhaltige Vogelwelt lassen sich entdecken. In der Dokumentation erzählen Sachkundige vom geheimen Leben der Tiere und wie sie erforscht werden. Tiere sind in Parks oft zutraulicher als ausserhalb der Städte. Sie lassen sich daher aus kürzerer Distanz betrachten als zum Beispiel im Wald. Ein Umstand, den Vogelbeobachter schätzen: Zur Brutzeit beobachtet der Ornithologe Leander Khil, wie ein besonderer Zugvogel seine Nistplätze im Grazer Stadtpark besetzt. Halsbandschnäpper kehren im Frühling aus Afrika zurück. Unweit haben die Wanderfalken erstmals Junge zur Welt gebracht. Sie werden von Wissenschaftlern mit Kennringen markiert, damit die weitere Ausbreitung verfolgt werden kann. Im Klagenfurter Europapark zeigt sich eine bunte Artenvielfalt bei der Brut: Neben den gut bekannten Arten wie Amsel oder Kohlmeise findet im alten Baumbestand auch ein Paar des Waldbaumläufers einen geeigneten Nistplatz. Abends werden Fledermaus-Forscher aktiv. Daniela Wieser von der 'Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich' erläutert, wie dem heimlichen Leben der kleinen Säugetiere auf den Grund gegangen wird. Der Wasserpark in Wien erlaubt ungewöhnliche Einblicke in das Brutgeschäft der Graureiher. Sie finden Nahrung an den zahlreichen Wasserflächen in Österreichs Hauptstadt und haben auf einer kleinen Insel in der Alten Donau eine Brutkolonie gegründet. Dieses Gewässer teilen sie sich mit exotischen Reptilien: Von Menschen ausgesetzte Schmuckschildkröten haben sich dort etabliert. Silke Schweiger vom Naturhistorischen Museum Wien erzählt, wieso sich verschiedene Reptilien dort angesiedelt haben, die in Mitteleuropa eigentlich gar nicht heimisch sind. Immer schon dort zu Hause sind die niedlichen Feldhamster und andere kleine Säugetiere. Auf die Erforschung von Mäusen konzentriert sich Patrick Buhmann, Student an der Universität Wien. Er will herausfinden, welche Vor- oder Nachteile das Stadtleben für sie mit sich bringt. Aaskrähen profitieren ohne Zweifel vom Leben mit dem Menschen. Sie sind Meister darin, sich Nahrungsquellen zu erschliessen, die der Mensch ungewollt zur Verfügung stellt. Christine Schwab hat sich der Erforschung der klugen Vögel gewidmet und bricht eine Lanze für diese nicht immer hochgeschätzten, grössten Vertreter der Singvögel. Christian Schulze von der Universität Wien forscht schon 15 Jahre lang in den Parkanlagen, um herauszufinden, ob und wie sich die Zahl der Vögel und die Artenzusammensetzung verändert. Er attestiert den städtischen Grüninseln eine besondere Qualität als Vogellebensraum. Der Entomologe Christian Komposch hat sein Leben den Spinnentieren verschrieben. Sein geschulter Blick entdeckt an Parkmauern so manchen Neubürger mit spannender Geschichte. Der Apennin-Weberknecht hat einen beispiellosen Siegeszug vollbracht und den einst häufigen Wandkanker bereits aus mehreren österreichischen Bundesländern verdrängt.
Rerun
W
Cast
Patrick Buhmen, Leander Khil, Christian Komposch, Christina Nagl, Christian Schulze, Christine Schwab, Silke Schweiger
10.000 Tierarten leben mit oder von den Gräsern und Blüten unserer Wiesen. Aber viele sind stark gefährdet. Die industrialisierte Landwirtschaft hat viele heimische Weiden negativ verändert. Aber es gibt sie noch, die österreichischen Naturwiesen. Alles, was dort krabbelt, flattert, sich verpuppt, Blüten schnabuliert, schreit oder singt wurde von der Kamera filmisch festgehalten. Die Bedeutung von Artenvielfalt wird in spannenden Naturszenen erklärt. Nein: Der 'Steirische Fanghaft' ist kein Codename für einen steirischen Polizeibeamten, der einen Haftbefehl vollstrecken soll. Es ist vielmehr ein gerade einmal 20 Millimeter grosser Wiesenbewohner, dessen Larven sich von frisch geschlüpften Wolfsspinnen ernähren. Er lebt gemeinsam mit Wanstschrecken, Osterluzeifaltern, Rotbeinigen Erdböcken, Tapezierspinnen und Wachtelkönigen in den Wiesenwelten der Steiermark. Wiesen sind erdgeschichtlich betrachtet sehr junge Lebensräume. Sie entstanden nach der letzten Eiszeit, als Menschen sesshaft wurden und für Tierherden Weiden und Futterplätze schufen, Felder bestellten, rodeten und mähten. Wiesen sind das Ergebnis uralter Landwirtschaft. Doch diese Wiesen habe heute Seltenheitswert. Durch frühes und häufiges Mähen, sodass Blüten nicht mehr abblühen und Samen werfen können, durch Düngen und den Einsatz schwerer Geräte lebt nur noch auf knapp zwei Prozent aller Wiesen die einstige Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele Tiere und Pflanzen brauchen einander, um überleben zu können. So benötigt der Steirische Fanghaft – ein fragiles, bizarres, langflügeliges Insekt – die Wolfsspinne, um überleben zu können. Der zarte Bläuling, ein Schmetterling, wiederum ist abhängig von ganz bestimmten Blüten und Ameisen. Stirbt das eine aus, geht auch das andere für immer verloren. Um diesen komplexen Wiesenlebensgemeinschaften nachzuspüren, hat Kameramann Franz Posch tief in das Wiesendickicht geblickt. Mit Spezialtechniken, Können und Geduld hat er viele der winzig kleinen Lebewesen in beeindruckenden Bildern eingefangen und sichtbar gemacht. Für die erfahrene Naturfilmregisseurin Waltraud Paschinger waren die Dreharbeiten in den steirischen Naturwiesen ein besonderes Erlebnis. Vor allem die Insekten haben es ihr angetan. Waltraud Paschinger: 'Insekten sind faszinierende Tiere. Wären sie grösser, müsste man sich vor einigen fürchten, dann wären wohl sie mit ihren Waffen und Panzern, ihren blitzschnellen Reaktionen und ihrer Kraft die Beherrscher der Welt. So verwundert es mich nicht, dass viele der Wiesenbewohner schon Vorbilder für Science-Fiction-Monster waren.' Einen Teil der rund 700 Wiesen – wie jene rund um die Gemeinde St. Anna am Aigen im steirischen Thermen- und Vulkanland – hat der Naturschutzbund Steiermark geschenkt bekommen. Von Menschen, die wollen, dass sie in ihrer Ursprünglichkeit erhalten bleiben und zur Arche Noah für bedrohte Arten werden. Denn jede Wiese ist durch das Gestein, die Zusammensetzung der Erde, der Höhenlage, der Neigung zur Sonne, der Tiefgründigkeit des Bodens, der Feuchtigkeit und vieler weiterer Faktoren anders. Jede ist einzigartig. Jede hat ihre Besonderheiten. Manche bringen ein Meer von prächtiger blauer Iris hervor, andere seltene, unscheinbare Orchideen. 'Wer diesen Film sieht, wird die Bedeutung jedes einzelnen Quadratmeters naturnaher Wiese neu bemessen', so Produzentin Ursula Merzeder. Es ist eine geheimnisvolle Welt für sich, die Wiesenwelt in der Steiermark.
Themen: Lungenkrebs-Screening – Wird zur Kassenleistung / Die ersten Biocomputer – Wie sich Gehirnzellen und Elektronik verbinden / Die ersten Biocomputer – Wie Gehirn-Organoide programmieren?
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Themen: Der Fall Fernandes/Ulmen – Gespräch mit Rolf Pohl / 'Der Geizige' – Mit Lars Eidinger in der Berliner Schaubühne / Ein spiritueller Reformer – Auf den Spuren von Franz von Assisi / Kultureller Klimawandel – Europas Kulturhauptstadt Oulu
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.
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Millionen von Menschen lieben es, in ihrer Freizeit Vögel zu beobachten. Die Forschung zeigt: Dieses Hobby baut Stress ab und macht glücklicher. Mit einer intakten, artenreichen Natur in Kontakt zu treten, fördert unser Wohlbefinden. Auch Vogelgesang soll sich positiv auf das menschliche Gemüt auswirken. Die Kurzdokumentation stellt Birdwatcher und ihre speziellen Zugänge zur Vogelbeobachtung vor. Leander Khil ist Naturschutzbiologe, Fotograf und Autor vieler Vogelbücher. Seine Faszination für Tiere zeichnete sich schon in früher Kindheit ab. Vögel sind sein roter Faden, um Lebensräume kennenzulernen, Zusammenhänge in der Natur zu verstehen sowie die Probleme, mit denen sich Tiere und Pflanzen konfrontiert sehen. Nicht nur in ihrer Heimat Kärnten ist Käthe Schroll auf der Suche nach Vögeln unterwegs. Die Pensionistin beobachtet sie mit ihrem Mann Peter schon seit Jahrzehnten, stets als Hobby. Während der Zugzeit sind es die Rastvögel, die sie hinaus in die Natur ziehen. Jeden Tag können andere Gäste in ihrem Stamm-Beobachtungsgebiet am Völkermarkter Stausee auftauchen. Vögel sind ein Fenster in die Natur und führen Muster wie den Jahresverlauf oder klimatische Veränderungen, aber auch Umweltzerstörung vor Augen.
Ameisen sind in Wüsten ebenso heimisch wie in den Polarregionen. Sie leben in sozialen Staaten, verabreichen Medizin, betreiben Ackerbau und Weidewirtschaft, führen Kriege und halten Sklaven. Die Masse aller Ameisenarten zusammen übersteigt die Masse der gesamten Menschheit. Softwareentwickler holen sich Tipps bei Ameisenvölkern. Sie leben in einer Welt aus verschlüsselter Kommunikation, blitzschnellen Befehlsketten und geheimen Giftmischungen. Ameisen haben gigantische Körperkräfte. Sie sind seit Millionen Jahren allgegenwärtig auf der Erde. Und doch erscheint uns keine Lebensform fremdartiger. Der Filmemacher Wolfgang Thaler und der Biologe Bert Hölldobler erforschten gemeinsam die geheimnisvolle Welt der sozialen Insekten. Dabei gelang es ihnen, seltene Momente und Ameisenarten mit der Kamera festzuhalten: Etwa die Camponotus schmitzi aus Borneo, die als einzige Ameise der Welt schwimmen und tauchen kann. Bevorzugt tut sie das im Inneren einer fleischfressenden Kannenpflanze, wo sie nie lange auf Beute warten muss. Sensationelle Bilder gelangen Wolfgang Thaler auch in Argentinien, wo Wissenschaftler den Bau einer riesigen Kolonie von Grasschneiderameisen freilegten. Sie fanden ein über 50 Quadratmeter verzweigtes, gigantisches System von unterirdischen Gängen, Pilzgärten, Brutkammern und Komposthöhlen, das acht Meter tief in die Erde reichte. Der weltweit führende Ameisenexperte Bert Hölldobler, Professor an der Universität Würzburg, öffnete für diese Dokumentation erstmals sein Labor. Dort werden Ameisen auf Laufbändern, in Klimakammern und Zentrifugen auf ihre unglaubliche Leistungsfähigkeit getestet. Manche dieser sechsbeinigen Spitzenathleten können ein Mehrfaches ihres Körpergewichts halten, während sie kopfüber von der Decke hängen. Zusätzlich zu ihren titanenhaften Körperkräften haben Ameisen noch eine weitere unschlagbare Fähigkeit: Sie können so effizient zusammenarbeiten wie keine anderen Wesen auf der Welt. Spezialisierung und Arbeitsteilung, superflexible Methoden der Selbstorganisation und Kommunikationssignale, die ohne Verzögerung alle Mitglieder einer Kolonie erreichen – solche Fähigkeiten interessieren nicht nur Biologen, sondern auch Kybernetiker und Wirtschaftswissenschafter.
Hummeln gehören neben Honigbienen und Fliegen zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Ihre Temperatur-Unempfindlichkeit ermöglicht es ihnen, länger als Bienen auf Nahrungssuche zu sein. Eine Hummel fliegt täglich in bis zu 18 Stunden nahezu 1000 Blüten an – selten mehr als zwei verschiedene Blüten-Arten pro Flug. Einige Pflanzenarten, zum Beispiel Taubnesseln, werden ausschliesslich von langrüsseligen Hummeln während der Nektar-Entnahme bestäubt. Ausserdem bestäuben Hummeln auch viele Obstsorten. Weltweit gibt es etwa 250 Hummel-Arten, die vor allem in den gemässigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. Besonders artenreich sind die Hummeln in Europa und Asien vertreten, sie besiedeln praktisch die gesamte eurasische Landfläche nördlich des Himalajas.
8. Mai 1945: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet auch die Herrschaft der Nazis in Deutschland. Die Dokumentation erzählt von sieben Menschen auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher. 'Ich habe es von ganzem Herzen herbeigesehnt', schreibt die 20-jährige Ortrun Koerber. Die schwangere junge Nationalsozialistin Inge Thiele notiert: 'Das ist das Ende des Dritten Reiches, an das wir geglaubt haben. Vielleicht geht es besser ab, als wir glauben.' Willy Cohn, seine Frau Trudi und die beiden Töchter Susanne und Tamara erleben das Kriegsende nicht, sie wurden im November 1941 von den Nazis ermordet. 14 Tage zuvor hatte Cohn im Tagebuch notiert: 'Wir müssen die Wohnung räumen und werden voraussichtlich verschickt werden. Gott wird uns schon helfen!' Die sieben Tagebuchschreiberschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltages heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestossene und Opfer der NS-Herrschaft. Sieben Lebenslinien, sieben Schicksale aus Deutschland: die Würzburger Schülerin Ortrun Koerber, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, der Funktionär im Reichsarbeitsdienst, Egon Oelwein, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, eine Gärtnerin und ein Wehrmachtssoldat. Sieben Leben im Nationalsozialismus zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zerrissenheit, Anpassung, Verzweiflung und Tod. Ihre Tagebucheinträge berichten von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten: von Jugend und Chancen, Sehnsucht, Ausgrenzung, drohender Deportation. Von Hunger und Liebe, vom Wegschauen, vom Schweigen, von Schuld. Sie beschreiben, wie der Krieg 'nach Hause' kommt, erzählen von den Bunkernächten, dem Wunsch, 'nur noch zu überleben'. Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit des Tags und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute – und kannten das Morgen nicht. In ihren Lebensgeschichten spiegeln sich die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Die Filmemacher Eva Röger, Daniel und Jürgen Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit. Der Graphic Novelist Vincent Burmeister 'übersetzt' die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen 'Erinnerungsbilder', die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind.
Die völlig verstörte 17-jährige Lisa gibt bei der Polizei an, beim 'Fasnet'-Umzug Zeugin eines Mords gewesen zu sein. Doch das von ihr beschriebene Opfer lebt. Auch der Umzug wird erst am folgenden Tag stattfinden. Oberländer und Zeiler sind ratlos. Womit haben sie es zu tun? Mit einer pubertierenden Wichtigmacherin? Doch dann wird beim Maskenumzug tatsächlich der Mann erstochen, den Lisa beschrieben hat. Die Cops stossen bei ihren Ermittlungen auf familiäre Abgründe. Was hat Lisas Bruder mit dem Mord zu tun? Und was weiss die Geliebte der nicht ganz so trauernden Witwe? Und über all dem die Frage: Wie konnte Lisa den Mord schon vorhersehen?
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W
Cast
Nora Waldstätten, Matthias Koeberlin, Hary Prinz, Stefan Pohl, Christopher Schärf, Anna Herrmann, Julia Cencig
'Ich will der Lehrer sein, den ich selbst nie hatte', sagt Marko Ristic über seinen Quereinstieg als Oberstufenlehrer. Nach fünf Jahren zieht er Bilanz. Reporterin Anna Kreidler will von drei Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern wissen, wie sie sich im Bildungssystem zurechtfinden. In den nächsten Jahren braucht es in der Schweiz mehr Lehrpersonen, als an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden – Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sollen die Lücke füllen. Das hat einen Preis: 'Ich werde den Kindern nicht immer gerecht', sagt Jasna Hollenstein. Sie arbeitet als Heilpädagogin, studiert aber Soziale Arbeit. Auch Michèle Nuspel unterrichtet ohne PH-Abschluss – mit 20 Prozent Lohnabzug. 'Wir sind billige Arbeitskräfte', sagt sie. Schulleiter José Oberson schätzt das Engagement der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, weiss aber: Fehlende Ausbildung kann das Bildungsniveau der Kinder gefährden. Geht er ein Risiko ein?
8. Mai 1945: Mit Ende des Zweiten Weltkriegs endet auch die Herrschaft der Nazis in Deutschland. Die Dokumentation erzählt von sieben Menschen auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher. 'Ich habe es von ganzem Herzen herbeigesehnt', schreibt die 20-jährige Ortrun Koerber. Die schwangere junge Nationalsozialistin Inge Thiele notiert: 'Das ist das Ende des Dritten Reiches, an das wir geglaubt haben. Vielleicht geht es besser ab, als wir glauben.' Willy Cohn, seine Frau Trudi und die beiden Töchter Susanne und Tamara erleben das Kriegsende nicht, sie wurden im November 1941 von den Nazis ermordet. 14 Tage zuvor hatte Cohn im Tagebuch notiert: 'Wir müssen die Wohnung räumen und werden voraussichtlich verschickt werden. Gott wird uns schon helfen!' Die sieben Tagebuchschreiberschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltages heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestossene und Opfer der NS-Herrschaft. Sieben Lebenslinien, sieben Schicksale aus Deutschland: die Würzburger Schülerin Ortrun Koerber, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, der Funktionär im Reichsarbeitsdienst, Egon Oelwein, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, eine Gärtnerin und ein Wehrmachtssoldat. Sieben Leben im Nationalsozialismus zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zerrissenheit, Anpassung, Verzweiflung und Tod. Ihre Tagebucheinträge berichten von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten: von Jugend und Chancen, Sehnsucht, Ausgrenzung, drohender Deportation. Von Hunger und Liebe, vom Wegschauen, vom Schweigen, von Schuld. Sie beschreiben, wie der Krieg 'nach Hause' kommt, erzählen von den Bunkernächten, dem Wunsch, 'nur noch zu überleben'. Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit des Tags und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute – und kannten das Morgen nicht. In ihren Lebensgeschichten spiegeln sich die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Die Filmemacher Eva Röger, Daniel und Jürgen Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit. Der Graphic Novelist Vincent Burmeister 'übersetzt' die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen 'Erinnerungsbilder', die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind.
Themen: 'Segeljungs – Mit null Ahnung um die Welt' / 'Der Magier im Kreml' – Jude Law als Putin / 'Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean' / 'The History of Sound' – Paul Mescal und die Liebe / 'Alpha' – Body-Horror trifft Virusangst
Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? Das Magazin stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Es zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren.
Die völlig verstörte 17-jährige Lisa gibt bei der Polizei an, beim 'Fasnet'-Umzug Zeugin eines Mords gewesen zu sein. Doch das von ihr beschriebene Opfer lebt. Auch der Umzug wird erst am folgenden Tag stattfinden. Oberländer und Zeiler sind ratlos. Womit haben sie es zu tun? Mit einer pubertierenden Wichtigmacherin? Doch dann wird beim Maskenumzug tatsächlich der Mann erstochen, den Lisa beschrieben hat. Die Cops stossen bei ihren Ermittlungen auf familiäre Abgründe. Was hat Lisas Bruder mit dem Mord zu tun? Und was weiss die Geliebte der nicht ganz so trauernden Witwe? Und über all dem die Frage: Wie konnte Lisa den Mord schon vorhersehen?
Cast
Nora Waldstätten, Matthias Koeberlin, Hary Prinz, Stefan Pohl, Christopher Schärf, Anna Herrmann, Julia Cencig
Das werktägliche Kulturmagazin mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Es bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Themen.