Michael Glawogger (1959 – 2014) geht den Fragen nach, ob körperliche Schwerstarbeit verschwindet oder ob sie nur unsichtbar wird – und wo sie im 21. Jahrhundert noch zu finden ist. Mit 'Workingman's Death' feierte er einen sensationellen Kino- und Festivalerfolg, nachdem der international gefeierte österreichische Filmemacher in 'Megacities' das Leben in Grossstadtmolochen dokumentierte und in 'Frankreich, wir kommen' Fussballfans zeigte. Auch mit 'Nacktschnecken' und 'Slumming' bewies Glawogger, dass er gefeierte Spielfilme machen kann. 'Workingman's Death' ist eine zweistündige Filmreise, die 2005 bei den European Film Awards als bester europäischer Dokumentarfilm nominiert war und auf Festivals in Leipzig, Gijón und London Preise einheimste. In sechs Kapiteln folgt Glawogger dabei den Spuren von 'Helden' in illegalen Minen der Ukraine, spürt 'Geister' unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet 'Löwen' in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter 'Brüdern', die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine 'glorreiche Zukunft'. Die Zukunft ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine ehemals wichtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde. 'Arbeit kann viel sein. Oft ist sie kaum sichtbar, manchmal schwer erklärbar und in vielen Fällen nicht darstellbar. Schwere körperliche Arbeit ist sichtbar, erklärbar, darstellbar. Daher denke ich oft: Sie ist die einzig wirkliche Arbeit', so Glawogger. Neben Erich Lackner und Mirjam Quinte hat Oscar-Preisträger Pepe Danquart 'Workingman's Death', im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mitfinanziert, produziert. Für die Musik ist der renommierte Filmmusiker John Zorn verantwortlich, der den so genannten 'Genius Grant' der MacArthur Foundation in der Höhe einer halben Million Dollar erhielt. 1935 wird der sowjetische Bergmann Aleksej Stachanow zum Helden der Arbeit. 102 Tonnen Kohle in einer Schicht – ein bis dahin nicht erreichter Rekord. Er wird damit zum Star, zum Helden, zum Politiker und zur Legende. Eine Stadt im Donbass und eine Bewegung werden nach ihm benannt, eine riesige Statue wird errichtet. Krasni Lutsch, Ukraine. Dort, wo einst Stachanow seine Rekorde setzte, arbeiten heute Tatjana, Valodja und Vassili in einer selbst gegrabenen, nicht mehr als 40 Zentimeter hohen Mine. Sie bauen Kohle für den Eigenbedarf ab und leben von der vagen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind die neuen 'Helden des Donbass'. Ostjava, Indonesien: Pak Agus trägt seit 30 Jahren Schwefel vom Krater des Berges Kawa Ijen ins Tal. Er benutzt dazu zwei mit einer Stange verbundene Körbe, auf seinen Schultern liegt eine Last von 70 bis 100 Kilogramm. Da der Vulkan auch ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen ist, führt ihn sein täglicher Weg vorbei an Schaulustigen, die ihn und seine Kollegen bestaunen, befragen, bewundern und fotografieren. Sie sind wie 'Geister' aus einer vergangenen Zeit. Bunmi Onokoya und seine Kollegen schlachten, rösten, waschen, häuten, zerteilen, schleppen, handeln, laufen und schreien von morgens bis mittags. In dieser Zeit werden an die 350 Ziegen und fast ebenso viele Stiere vom lebenden Tier zum verkaufsfertigen Fleisch verarbeitet. Die Arbeiter in Port Harcourt, Nigeria, sind stolz, laut und fröhlich. Schliesslich sind sie dafür verantwortlich, dass ihre Landsleute zu essen haben. Sie sind selbstbewusst und stark wie 'Löwen'. Dawa Khan ist eigentlich Bauer. Aber in seinem Dorf reichen die Erträge nicht mehr zum Leben. So arbeitet er in Gaddani, Pakistan. Er und Hunderte andere zerlegen mit mehr oder weniger blossen Händen alte Tankschiffe, verarbeiten den Schrott aus dem Rest der Welt. Mit strengstem Gottvertrauen und im kollektiven Bewusstsein, dass sie 'Brüder' im Geiste und im Leid sind, begegnen sie der täglichen Lebensgefahr von Explosionen und herabstürzenden Trümmern. Doch die 'Zukunft' findet in China statt.
Zehn überraschende Jahre: Nach dem Aus einer Textilfabrik im Waldviertel müssen sich die Beschäftigten neu orientieren. Ein Dokumentarfilm über Umbrüche, Abschiede und Neuanfänge. Als die Fabrik 2004 schliesst, beginnt für die Arbeiterinnen und Arbeiter ein neuer Lebensabschnitt. Sie suchen andere Aufgaben, engagieren sich in Vereinen, unterstützen Angehörige und gestalten ihren Alltag neu. Zwischen Arbeitslosigkeit, ehrenamtlichem Einsatz und neu gewonnener Freizeit verändern sich Lebenswege und Perspektiven. Die Dokumentation begleitet Menschen auf dem Land durch zehn Jahre des Wandels und zeigt: Das Leben geht weiter.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält an seinen Kriegszielen in der Ukraine fest. Und seine Politik wird immer autoritärer. 'Reporter' reist in die russische Stadt Nischni Nowgorod, einst eine Hochburg liberaler Reformen. Wie leben Menschen, die immer noch an ein europäisches Russland glauben? Wie geht es weiter mit Russland? Diese Frage treibt die Welt um. Die Antwort darauf: schwierig. Zu viel hängt von den schwer vorhersehbaren Entscheidungen des Präsidenten Wladimir Putin ab. Reporter Christof Franzen ist in verschiedene Regionen Russlands gereist. Er hat Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Die Bandbreite der Emotionen ist gross. Während die einen den imperialen Kurs des Präsidenten feiern, packen andere im Stillen ihre Koffer. Und die Mehrheit? Sie arrangiert sich mit einer immer düstereren Realität.
In den Nachrichten erhalten Zuschauerinnen und Zuschauer täglich einen umfassenden Überblick über das aktuelle Geschehen in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Die Sendung beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport und hält das Publikum damit zuverlässig auf dem Laufenden. Ob weltpolitische Entscheidungen, lokale Ereignisse, Bewegungen an den Finanzmärkten, Unglücke, Naturkatastrophen, besondere Jubiläen oder sportliche Höhepunkte – alle relevanten Themen werden verständlich, kompakt und zugleich informativ aufbereitet.
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Die Sendung informiert über die Schlagzeilen des Tages aus dem In- und Ausland. Das Nachrichtenmagazin vertieft die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft mit interessanten Hintergrundinformationen.
Wenn Goethe von dem Land 'wo die Zitronen blüh'n' schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zuhause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: grossartige Landschaften und aussergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte.
Rerun
W
Cast
Michael Ceron, Pietro Beneventano Del Bosco, Giuseppe Lo Pilato, Teodora Moscati, Alberto Tintori, Rudolf von Freyberg, Helmut Zechner
Hohe Berge werden gern von grossen Dichtern beschrieben und besungen. Der Loser wurde sogar von einer Kaiserin gepriesen: 'Sisi' widmete dem 1839 Meter hohen Gipfel ihr 'Loserlied'. Der Berg faszinierte auch viele österreichische Schriftsteller, die in Altaussee ihre Sommerfrische verbrachten. Vor allem einen, der ein passionierter Bergsteiger war und in seinem Tagebuch von Loser-Touren berichtete: Arthur Schnitzler. Die Dokumentation 'Der Loser – Mein Zauberberg' erzählt von den Besteigungen des markanten Loser-Gipfels durch Kaiserin Elisabeth, die nicht nur eine waghalsige Reiterin, sondern auch eine grosse Bergfreundin gewesen ist. Von Ischl aus hatte sie einst zahlreiche Bergtouren im Salzkammergut unternommen und jedem Berg ein Gedicht gewidmet. Es sind keine literarischen Kunstwerke, verleiten oft zum Schmunzeln, berühren aber als Werke, die die Seelenlage einer unglücklichen Frau widerspiegeln.
Rerun
W
Cast
Manuela Strihavka, Renate Anton, Helga Rastl, Claudia Harreiter, Werner Grieshofer, Renate Linortner, Thomas Kranabitl
Seit 1995 begleitet 'Kulturzeit' das kulturelle Geschehen mit fundierten Analysen, kritischen Einordnungen und aktuellen Berichten. Das Magazin widmet sich den wichtigen Fragen unserer Zeit und beleuchtet deren Spiegelung in Kunst, Literatur, Film, Theater und Gesellschaft. Entstanden in Zusammenarbeit von ZDF, ORF, SRF und ARD, verbindet die Sendung Perspektiven aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Moderatoren aus drei Ländern führen durch ein Programm, das Kultur über Grenzen hinweg betrachtet.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
'Alpenpanorama' zeigt eindrucksvolle Livebilder aus den Alpenregionen und liefert aktuelle Informationen zu Wetter und Temperaturen. Zahlreiche Web- und Panoramakameras übertragen rund um die Uhr Aufnahmen aus beliebten Urlaubs- und Wintersportorten. Die Sendung ermöglicht einen direkten Blick auf die Bedingungen vor Ort und bietet Orientierung für Ausflüge, Wanderungen oder den Skiurlaub. Gleichzeitig laden die beeindruckenden Berglandschaften dazu ein, die Schönheit der Alpen entspannt von zuhause aus zu geniessen.
Die 'ZIB' informiert täglich über die wichtigsten Ereignisse aus Österreich und aller Welt. Die Nachrichtensendung berichtet aktuell und kompakt über Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport. Ob internationale Krisen, innenpolitische Entscheidungen, wirtschaftliche Trends oder bedeutende Sportereignisse – die Redaktion ordnet das Tagesgeschehen ein und liefert verlässliche Informationen. So bleiben Zuschauer stets über relevante Nachrichten und Hintergründe auf dem Laufenden.
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Das Paradies in der Ferne: Sizilien – Blüten, Strand und Meer
Themen: Garten der Villa Schuler / Parco Paternò del Toscano / Radicepura Park / Wüstengarten Cuba / Botanischer Garten von Catania / Garten 'Le Stanze in Fiore'
Sizilien – eine Insel mit atemberaubender Landschaft, einem immensen Reichtum an Kulturpflanzen und vielen liebevoll angelegten Gärten. Karl Ploberger entdeckt die Blütenparadiese der Insel. Eine grosse Vielfalt erwartet ihn, ein Konglomerat an moderner und künstlerischer Gestaltung, aber auch naturnaher und mediterraner Gartenkunst. Sogar in einer beeindruckenden Wüstenlandschaft findet er sich wieder. Der Vulkan Ätna bildet dabei eine dramatische Kulisse.
Der filmische Streifzug durch Florenz führt zu Baudenkmälern wie dem Palazzo Vecchio, zur Villa Petraia und zum grössten privaten Stadtgarten Europas, dem Garten der Familie Torrigiani. Ein enormer Reichtum an prächtigen Stadtpalästen, Gärten und Kunstwerken hat Florenz den Namen 'die Schöne am Arno' gegeben. Als grösster künstlerischer Förderer der italienischen Stadt gilt das Adelsgeschlecht der Medici. Die Habsburger machten die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz im 18. Jahrhundert dann zu einer der modernsten Staaten der Welt. Heute führen Nachfahren ihr Erbe fort. Begründet wurde die toskanische Linie des Hauses Habsburg-Lothringen durch Franz Stephan von Lothringen und seine Frau Maria Theresia von Österreich. An ihren Einzug in Florenz erinnert noch heute ein mächtiger Triumphbogen. Franz Stephan liess das Grossherzogtum durch Statthalter verwalten, die mit ihm aus Lothringen in die Toskana kamen. Auch die Vorfahren von Alessandro François liessen sich aus Loyalität zum Kaiserhaus 1740 in der Toskana nieder. Seit dem späten 19. Jahrhundert widmet sich die Familie dem Weinbau in der Region Chianti rund um das Schloss Castello di Querceto. Alessandro François führt Regisseur Gernot Stadler durch seine Weingärten und berichtet von der Zeit, als seine Vorfahren treue Diener der Grossherzöge waren. In den Hügeln oberhalb der Stadt – in der 'Villa La Petraia' – erzählt Theresa Meran, die der toskanischen Linie der Habsburger entstammt, von den unbeschwerten Kindheitstagen, die ihr Vorfahre Erzherzog Johann dort verbracht hat. Die Adelige stellt Sileno Cheloni vor. In seinem mystischen Laboratorium werden alte Parfums kreiert. Er ist ein 'Maestro Profumiere', ein 'Meister der Düfte'. Graf Vieri Torrigiani kümmert sich liebevoll um den grössten privaten Stadtgarten Europas, den seine Vorfahren innerhalb der Stadtmauern von Florenz anlegen liessen. Die Torrigiani sind alter Florentiner Adel und haben die Geschicke der Stadt über die letzten Jahrhunderte mitbestimmt. Im mächtigen Palazzo Pitti mit den Boboli-Gärten residierte Pietro Leopoldo mit seiner Familie – ein Sohn Maria Theresias. Der Grossherzog reformierte die Toskana – unter anderem schaffte er die Todesstrafe ab. 1776 liess er in den Boboli-Gärten das 'La Kaffeehaus' im Rokokostil errichten. So brachte er einen Hauch von 'Wien' ins Land. Das älteste Kaffeehaus ist das 'Caffè Gilli'. 1733 gegründet, etablierte es sich bald als ein Treffpunkt für Aristokraten, Intellektuelle und Künstler. Das 'Gilli' gilt heute als das eleganteste Café in Florenz. Die Spezialitäten an Konditorwaren und Pralinen wie auch die Auswahl diversester Kaffeesorten sind selbst für Florenz einzigartig.
Der Sternekoch Cliff Hämmerle und seine Azubis Verena Sierra und Michael Koch kochen auf dem Schlossplatz in St. Wendel, im Biotop Beeden, vor dem Dillinger Schloss, in Saarwellingen und vor Schloss Buseck bei Eppelborn Chili con Carne.
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin bietet hilfreiche Informationen und praktische Tipps für den Alltag. Ob Gesundheit, Finanzen, Wohnen, Ernährung, Mobilität oder digitale Themen – die Sendung greift Fragestellungen auf, die viele Menschen betreffen. Mit verständlichen Erklärungen, unabhängigen Tests und fundierten Hintergrundberichten schafft sie Orientierung bei Kaufentscheidungen und Alltagsfragen. Dabei werden Produkte, Dienstleistungen und aktuelle Entwicklungen kritisch betrachtet. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Informationen an die Hand zu geben und sie bei informierten Entscheidungen zu unterstützen.
Sie waren die Landmarke des europäischen Kontinents, als die spanischen Schiffe nach der Überfahrt von Amerika die heimatliche Biskaya erreichten: die Picos de Europa, die Spitzen Europas. Im Nordwesten Spaniens ragen die wild gezackten Kalkspitzen in einem 20 mal 40 Kilometer breiten Gebirgsstock auf und bilden ein kleines, aber einzigartiges Gebirge, in dem sich atlantische Nebelwälder und alpine Vegetation begegnen. Georg Bayerle und das Team von Bergauf-Bergab haben sich aufgemacht, dieses Gebirge zu erkunden – und zeigen all die grossen und kleinen Entdeckungen, die sie dabei gemacht haben: Natürlich den 'Naranjo de Bulnes', ein imposanter Felsendom und der höchste Gipfel der Picos. Die Nebelgeister, die die Wälder hier bewohnen, das Refugio Urriello, spektakulär gelegen inmitten einer Karsthochfläche oder das kleine Bergdorf Bulnes, in dem David Rodriguez Mendez, der Wirt der örtlichen Kneipe, erzählt, wie sich durch den Aufschwung des Tourismus und den Niedergang der Landwirtschaft das Leben dort verändert hat.
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Eine Bergsendung, die mit dem 'Erlebnis Berg' nicht nur den Spezialisten, sondern ein breites Publikum erreicht – dieser Grundgedanke von 'Bergauf-Bergab' hat sich mehr als 25 Jahre bewährt und soll auch in Zukunft diese BR-Sendung prägen.
Die Weite der Wüste, raue Küsten, historische Städte und bunte Märkte, dazu zahlreiche Stätten des Weltkulturerbes – an Sehenswürdigkeiten herrscht in Marokko wahrlich kein Mangel. Die kulturellen Einflüsse der Araber, der Berber und der Europäer finden sich im marokkanischen Alltag überall wieder, in der Architektur ebenso wie in der Küche des Landes, und vermitteln auf Schritt und Tritt ein Gefühl von Tausendundeiner Nacht. Die Filmemacherin Nina Heins und ihr Kameramann Jonas Heil haben sich ins pralle Leben Marokkos gestürzt und lassen sich treiben vom Zauber des Orients. Ihre Rundreise startet in Marrakesch auf dem berühmten Platz Djemaa el Fna. Nur ein paar Schritte entfernt liegt die Altstadt von Marrakesch, die Medina. Bei Händlern in den Souks gehört das Feilschen zum Ritual, und auch als Tourist sollte man es beherrschen, um nicht als 'Spassverderber' zu gelten. Die Reise geht weiter nach Aït-Ben-Haddou, wo schon zahlreiche Hollywoodfilme die gut erhaltene, aus Lehmmauern errichtete und verwinkelte Festungsstadt am Fusse des Hohen Atlas als Kulisse nutzten. Seit 1987 steht Aït-Ben-Haddou auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Ein paar Autostunden weiter östlich, nahe der algerischen Grenze, erleben die Filmemacher die Wüste Erg Chebbi auf dem Kamelrücken und werden überrascht von den Annehmlichkeiten, die sich Touristen in einem heutigen Wüstencamp bieten. Auf der entgegengesetzten Seite des Landes geht es nach der trockenen Sandwüste noch einmal ans Meer. In Essaouira bietet sich bei einem Kochkurs mit Berberfrauen die Gelegenheit, die kulinarischen Reize Nordafrikas aus erster Hand zu erleben und eine klassische Tajine – ein Schmorgericht, dass in einem traditionellen Lehmtopf zubereitet wird – selbst zu machen.
Der Verkehr zwischen den Inseln des Sansibar-Archipels und zum Festland ist geprägt von der Nutzung der Dhau-Boote. Obwohl die Moderne Einzug gehalten hat, ist der Einsatz dieser traditionellen Fähren unverzichtbar für den Transport von Menschen und Waren. Der Sansibar-Archipel ist eine Gruppe von drei grösseren und mehreren kleineren Inseln, die zu Tansania gehören. Täglich verkehren Fähren und moderne Schnellboote zwischen Daressalam auf dem Festland und Sansibar-Stadt. Daneben kommt den traditionellen Dhau-Fähren eine wichtige Rolle beim Warentransport und dem Personenverkehr zwischen den einzelnen Inseln des Archipels zu. 'Dhau' ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl unterschiedlicher Segelschiffe aus Holz, die seit etwa 1000 Jahren fast unverändert gebaut werden. Typisches gemeinsames Merkmal ist ein langer und flacher, schräg aus dem Kiel hervorgehender Vorsteven. Daneben besitzen Dhaus meist trapezförmige Segel. Die grösste Bauart einer Dhau wird vorwiegend als Fähre für Waren und Personen eingesetzt. Sie hat so viel Tiefgang, dass sie nicht direkt an der flachen Küste Sansibars anlegen kann, so liegt sie fast immer draussen vor Anker. Schon das Beladen einer Dhau ist ein kleines Abenteuer. Sämtliche Güter müssen durch das brusthohe Wasser bis zum Ankerplatz getragen werden. Auch die Passagiere besteigen auf diesem Weg das Schiff. Direkt am Strand im Nordwesten von Sansibar liegt die grösste Dhau-Werft des Archipels. Trotz einfacher Werkzeuge beträgt die Bauzeit für eine Dhau nur zwei bis drei Monate. Angetrieben werden die Fähren meist nur mithilfe ihrer Segel, obwohl sie in aller Regel auch einen kleinen Aussenbordmotor haben. Aber Treibstoff ist teuer – und Wind kostet nichts. Dann dauert die Überfahrt bei Flaute eben ein bisschen länger. Die Passagiere nehmen es mit Gelassenheit.
Erdmännchen sind weltweit die absoluten Zuschauerlieblinge des Tierfilms. Sie leben in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika, in einer Welt aus Sand und Stein. Jahrtausendelang haben sie sich perfekt an ihre Umgebung angepasst, ernähren sich von allem, was ihnen vor die Schnauzen gerät: Echsen, Skorpione, vor allem aber Käfer und andere Insekten. Der Film begleitet Erdmännchen in der Wüste Namib. Erdmännchen selbst stehen auf dem Speisezettel zahlreicher Raubtiere, wie Adler und Schakale – nur ein ausgefeiltes System unterschiedlicher Alarmrufen sichert das Überleben der Familie. In der Wüste zählt vor allem Teamarbeit, und die haben die Erdmännchen perfektioniert. Zwei Jahre folgten die Tierfilmer Telse Meyer und Dirk Blumenberg Erdmännchen in der Wüste Namib und waren hautnah dabei, als die Jungen geboren wurden, erlebten ihre ersten Ausflüge unter den wachsamen Blicken der Eltern und die ersten tapsigen Jagdversuche. Sie wurden Zeuge dramatischer Situationen: Schakale bedrohen die Erdmännchenfamilie und ein Weibchen der Gruppe wird von den anderen verstossen. Extreme Dürre und die sintflutartigen Niederschläge der Regenzeit sind weitere Herausforderungen für die kleinen Kämpfernaturen. Am Ende überstehen sie alle Widrigkeiten, und eine neue Generation Erdmännchen erblickt das Licht der Welt. Wieder wird sich die Gruppe um die Kleinen kümmern, sie vor Feinden beschützen und ihnen zeigen, wie man gemeinsam in der Wüste Namibias überlebt – denn nur zusammen sind sie ein unschlagbares Team.
Als würden sie wie auf ein geheimes Zeichen hin am Ufer des Flusses Chobe im Norden Botsuanas auftauchen: Elefanten. Mitten unter ihnen sind Jens Westphalen und Thoralf Grospitz. In Botsuana im südlichen Afrika leben noch über 130.000 der grössten Säugetiere der Erde. Ein idealer Ort, um die grauen Giganten hautnah zu filmen. Voller Emotionen und mit viel Humor berichten die beiden Biologen und Tierfilmer von ihrem Jahr unter Elefanten. Von anrührenden Begegnungen mit Familiengruppen etwa, in denen sich Elefantenmütter und -tanten liebevoll um die Kleinen kümmern. Oder auch von einem Treffen der Elefantenbullen an einem Wasserloch, das eine Art Erziehungscamp für Halbwüchsige ist. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz sind dabei, als ein verletztes Tier stirbt und die Familienmitglieder herbeikommen und mitfühlend Trost spenden. Ein einschneidendes Erlebnis, das die beiden nie vergessen werden. Seit mehr als 20 Jahren sind die vielfach ausgezeichneten Naturfilmer ein Team. Ihr Jahr mit den Elefanten hat sie besonders geprägt – die Glücksgefühle, den wilden Tieren so nah sein zu können, in emotionalen Bildern, mit aufwendigen Helikopterkameraaufnahmen und grandiosen Zeitlupenstudien eingefangen. Je mehr Zeit sie bei den Elefanten verbringen, desto besser können sie das Verhalten der Tiere deuten. Die beiden Hamburger sind dabei, als sich Hunderte Elefanten zum Bad verabreden. Während der Trockenzeit folgen sie einem durstigen Tier sogar bis zur 'Damentoilette', die die Tiere als willkommene Wasserstelle gewittert haben. Und sie stellen fest, dass auch Löwen und Elefanten Kameras bedienen können. Elefanten sind weit mehr als nur majestätisch und kraftvoll. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz zeigen eine Welt, in der Erfahrung und Intelligenz, Mitgefühl und Ausdauer das Überleben sichern.
Endlos scheinende Dünenberge und unwegsames Gelände: Die Namib ist die älteste Wüste der Welt, Millionen Jahre alt. Sie prägt den jungen Nationalstaat Namibia im Südwesten Afrikas. Hitze, Staub, kaum Regen – es ist eine Region mit extremen Herausforderungen. Und doch haben sich Menschen diese Region ausgesucht, um dort ihr Glück zu finden. Denn die Wüste ist voller Leben. Als Bauarbeiter ist Immanuel Frederick vor einigen Jahren auf die Farm Koiimasis am Rand der Tirasberge gekommen. Inzwischen ist der 26-Jährige der Mann für die komplizierten Pferdefälle auf der Ranch. Mit viel Geduld zähmt er die Nachfahren der berühmten Namibischen Wildpferde. Ein harter Job in gefährlicher Umgebung. Gerade treibt sich ein Leopard in der Gegend herum, aber die einjährigen Fohlen wollen partout nicht in den Stall. Edelsteine sind die Leidenschaft von Lorri Raaths. Unter sengender Hitze schürft der 68-Jährige im Minengebiet in der Nähe des Brandbergmassivs. Amethyste, Turmaline, Bergkristalle gräbt er mit Stemmeisen und sogar mit blossen Händen aus dem Millionen Jahre alten Vulkangestein. Seine Begleiter: eine Gitarre und viele Träume. Gerade hat er einen neuen Krater im Damaraland entdeckt. Sein Trinkwasser will er gewinnen, indem er den Nebel auffängt. Nebel ist ein wichtiger Feuchtigkeitslieferant für die Pflanzen in der Namib. Je näher am Atlantik, desto dichter und ergiebiger. Im Hinterland von Walvis Bay reicht die Feuchtigkeit aus, um die Nara-Melonen gedeihen zu lassen, Hauptnahrungsmittel der Topnaar, einer der ärmsten Ethnien Namibias. Martha ist am liebsten früh am Morgen unterwegs, um die saftigen und nahrhaften Früchte aus den stacheligen Büschen zu holen. Bevor sie erntet, muss sie aber zuerst die Schlangen und Skorpione vertreiben. Nandi Mazeingo hält die Erinnerung an seine Vorfahren wach. Er pflegt das Grab seines Grossvaters. Die Herero und Nama hatten sich gegen die deutschen Kolonialisten erhoben. Die Deutschen liessen sie in der Wüste verdursten oder internierten sie in Lagern. Deshalb verlangt die 'Ovaherero Genocide Foundation' Reparationszahlungen und die Enteignung von Nachfahren deutscher Siedler. Hermann Kasona gehört zum Volk der Herero. Er arbeitet als Ranger für die 'Elephant-Human Relations Aid', kurz EHRA. Elefanten sind seine Lieblingstiere, er will sie unbedingt schützen. Denn im ausgetrockneten Flussbett des Ugab konkurrieren sie mit den Menschen um das lebensnotwendige Wasser. Hermann kämpft für ein besseres Verständnis der Menschen für diese Tiere. Seine Kollegin Fiona geht dafür in die Schulen, bringt den Kleinsten das Einmaleins im Umgang mit Elefanten bei. Wie eine Fata Morgana taucht die Forschungsstation Gobabeb mitten in den Wüstendünen auf. Mit futuristischem Wasserturm, Solaranlagen, Hightechpark. Junge Wissenschaftler erforschen dort die Auswirkungen des Klimawandels und unterstützen Forscher weltweit mit Klimadaten aus der Wüste. Sogar NASA-Experten waren schon dort. Nicht umsonst trägt eine Düne auf dem Mars den Namen Namib.
In Tansania hat die Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen. Noch heute findet man an den Hängen des Kilimandscharo alte Farmhäuser, die einst deutsche Siedler erbauten. Aus jener Zeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört der deutschen Tierärztin Elisabeth 'Elli' Stegmaier und ihrem Mann Laszlo, die sich damit ihren Traum erfüllt haben. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Nicht weit vom Landhaus der beiden entfernt liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger mit John Wayne den Hollywood-Klassiker 'Hatari!'. Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika. Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hiess, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus – so, als seien die alten Besitzer gerade ausgegangen. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch. Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania, fernab der Zivilisation: Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks – wie im grössten Schutzgebiet Tansanias, dem 'Selous Game Reserve'. Vor allem verringert sich die Zahl der Elefanten. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stosszähne illegal gejagt. Ihre Bestände sollen im Selous-Wildreservat innerhalb der vergangen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 gesunken sein.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Die Nachrichtensendung 'heute' informiert täglich kompakt über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Sport und Wetter. Im Mittelpunkt steht eine übersichtliche und verständliche Einordnung des aktuellen Tagesgeschehens aus Deutschland und der Welt. Die Sendung bietet einen schnellen Überblick über Entwicklungen und Hintergründe und wird auch im Programm von 3sat ausgestrahlt. Damit ergänzt sie das Informationsangebot des Senders und liefert aktuelle Nachrichten in konzentrierter Form.
Wetterfühligkeit, auch Meteoropathie oder Meteorotropismus genannt, beschreibt eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Wetterveränderungen. Betroffene reagieren sensibel auf Luftdruckschwankungen, Föhn, Hitzewellen, hohe Luftfeuchtigkeit, schwüle Luft oder Gewitter, was sich deutlich auf das körperliche und seelische Wohlbefinden auswirken kann. Die Sendung '3sat Wetter' bietet jedoch nicht nur für wetterfühlige Menschen, sondern für alle Zuschauer aktuelle und zuverlässige Wettervorhersagen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei werden Temperaturen, Niederschläge und Wetterentwicklungen verständlich und übersichtlich dargestellt.
Seit 1995 begleitet 'Kulturzeit' das kulturelle Geschehen mit fundierten Analysen, kritischen Einordnungen und aktuellen Berichten. Das Magazin widmet sich den wichtigen Fragen unserer Zeit und beleuchtet deren Spiegelung in Kunst, Literatur, Film, Theater und Gesellschaft. Entstanden in Zusammenarbeit von ZDF, ORF, SRF und ARD, verbindet die Sendung Perspektiven aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Moderatoren aus drei Ländern führen durch ein Programm, das Kultur über Grenzen hinweg betrachtet.
Seit 1952 wird die Nachrichtensendung präsentiert. Sie informiert täglich über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport. Die Sendung bietet einen kompakten und verlässlichen Überblick über das nationale und internationale Geschehen. Reporterinnen und Reporter sowie Korrespondentinnen und Korrespondenten berichten aus dem In- und Ausland und ordnen aktuelle Entwicklungen verständlich und fundiert ein. Neben den aktuellen Nachrichten werden Hintergründe, Zusammenhänge und Einordnungen vermittelt, die das Geschehen in einen grösseren Kontext setzen. Dabei steht eine präzise, sachliche und unabhängige Berichterstattung im Mittelpunkt.
Es ist eine völlig verrückte Idee: Die Mauer ist gerade gefallen, Berlin steht Kopf – und drei Radiomacher vom Sender Freies Berlin beschliessen, ein Konzert für Zehntausende zu organisieren. Noch am selben Wochenende. In nur 50 Stunden. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch plötzlich scheint alles möglich. BAP sagt sofort zu. Nina Hagen auch. Die Toten Hosen erfahren in Paris vom Mauerfall und machen sich auf den Weg nach Berlin. Udo Lindenberg will unbedingt dabei sein. Und auch Melissa Etheridge, Joe Cocker und Bruce Springsteen stehen auf der Wunschliste. Während Millionen Menschen nach Westberlin strömen, telefonieren sich die drei Organisatoren die Finger wund. Sie suchen Künstler, buchen Flüge und Hotelzimmer und versuchen, auch die wichtigsten Bands aus der DDR zu erreichen. Vieles klappt nur durch Zufall, Improvisation und die Euphorie dieses aussergewöhnlichen Moments. Das Konzert soll vor dem Reichstag stattfinden – direkt an der gerade geöffneten Mauer. Doch dann, 29 Stunden vor dem geplanten Beginn, der Schock: Die Stadt sagt den Veranstaltungsort aus Sicherheitsgründen ab. Die ersten Stars sind bereits unterwegs, aber das Konzert hat keine Bühne mehr. 'Das legendäre Konzert für Berlin '89' erzählt in dieser Folge von einer wahnwitzigen Idee, einem Berlin im Ausnahmezustand und drei Radiomachern, die fest entschlossen sind, das Unmögliche möglich zu machen.
Die Bands haben zugesagt, einige sind bereits auf dem Weg nach Berlin – doch das Konzert zum Mauerfall hat keinen Veranstaltungsort mehr. Nur noch 29 Stunden bleiben. Was nun? Die verzweifelte Suche führt schliesslich zur Deutschlandhalle. Ihr Chef sagt spontan zu, die Bühne eines Countryfestivals bleibt einfach stehen. Damit beginnen die nächsten Probleme: Wie sollen Zehntausende innerhalb weniger Stunden von dem Konzert erfahren? Wie sollen die Künstler durch das völlig verstopfte Berlin kommen? Und wie bekommt man Joe Cocker rechtzeitig aus Dänemark in die Stadt? Am 12. November 1989 öffnen sich die Türen. Künstler aus Ost und West stehen gemeinsam auf der Bühne: BAP spielt erstmals vor seinen Fans aus der DDR, Udo Lindenberg dichtet seinen 'Sonderzug nach Pankow' um, die Toten Hosen bringen die Halle zum Kochen. Während des Konzerts kommt die Nachricht, dass der Schiessbefehl an der innerdeutschen Grenze aufgehoben ist. In der Halle fliessen Tränen. Elf Stunden dauert dieser musikalische Ausnahmezustand. Zum Finale versammeln sich fast alle Künstler um Joe Cocker und singen gemeinsam 'With a Little Help from My Friends'. Die zweite Folge von 'Das legendäre Konzert für Berlin '89' erzählt von Chaos, Mut und Improvisation – und von einer Nacht, in der Ost und West gemeinsam feiern und für einen kurzen Moment alles möglich scheint.
Schon ihr Name klingt wie eine exotische Verheissung: Sansibar. Die tropische Insel vor der Ostküste Afrikas besticht durch üppige Korallenriffe, duftende Gewürzgärten und alte Paläste. Seit jeher hat Sansibar auch Ausländer angezogen, die dem Charme der Insel auf unterschiedliche Weise verfallen sind. Darunter auch deutsche Auswanderer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Natur und Kultur der Insel zusammen mit den Einheimischen zu bewahren. Sansibar liegt vor der ostafrikanischen Küste und gehört zu Tansania. Es umfasst eine ganze Gruppe von Inseln, wobei die Hauptinsel Sansibar auch Namensgeber für den gesamten Archipel war. Die weissen, palmengesäumten Traumstrände und das azurblaue Meer wirken wie eine Postkartenidylle – ein Sehnsuchtsort. Die Inseln bieten Sonne, wilde Landschaft und Exotik. Dort sind Reisende vor politischen Unruhen, gefährlichen Wildtieren oder Tropenkrankheiten weitgehend sicher. Eine Mischung, die auch deutsche Auswanderer auf den Archipel gezogen hat. Die Region war immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Arabische Kaufleute machten die Inseln mit dem Handel von Gewürzen, Elfenbein und Sklaven zu einem wichtigen Handelszentrum. Von dort wurden die Schätze des afrikanischen Hinterlandes in den Nahen Osten und nach Indien verschifft. Bis heute gehören Gewürze zu den wichtigsten Exportgütern, und zahlreiche Gebäude im Stadtteil Stone Town erinnern an die einstige Blütezeit. Seit dem Jahr 2000 steht dieses historische Zentrum als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Viele Gebäude wurden aus Korallenkalkstein errichtet, der im feuchten Tropenklima aber schnell verwittert. Die Reichtümer aus der Blütezeit des Handels sind längst Geschichte. Heute sind die Reichtümer der Natur eine der wichtigsten Einnahmequellen Sansibars, denn sie locken Touristen an. Einige Küstenabschnitte sind von ausgedehnten Korallenriffen gesäumt und bieten unzähligen bunten Meeresbewohnern eine Heimat. Durch eine private Initiative sind wichtige Teile des Riffs heute streng geschützt. Viele einheimische Studenten und Schüler lernen dort erstmals die reichhaltige Meereswelt ihres Heimatlandes kennen. Einer der bemerkenswertesten Inselbewohner ist der Palmendieb, ein riesiger landlebender Krebs. Er hat eine Vorliebe für Kokosnüsse, folgt ihrem Duft und bricht dafür sogar in Küchen ein. Die Dokumentation von Axel Gomille wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf die vielleicht schönste Insel Afrikas.
Die tägliche Nachrichtensendung beleuchtet in Reportagen und Hintergrundberichten kritisch die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zeitgeschehen und Kultur.
Christiane Hörbiger beeindruckt in dem Drama 'Die letzte Reise' als Seniorin, die nach einem ereignisreichen und glücklichen Leben ihren Tod selbst bestimmen will. Durch ihren Wunsch, zu sterben, bringt die an 'normalen' Alterskrankheiten leidende Frau ihre Töchter in einen schweren Gewissenskonflikt: Der Freitod der Mutter lässt sich nur verhindern, wenn sie die geistig topfitte Frau entmündigen lassen. Die pensionierte Lehrerin Katharina Krohn blickt auf ein erfülltes Leben zurück. Was vor ihr liegt, möchte die 76-Jährige jedoch nicht mehr erleben. Denn sie leidet schwer unter ihrer Arthrose und einer chronischen Lungenerkrankung. In absehbarer Zeit ein Pflegefall zu werden, das will die stolze Dame auf keinen Fall zulassen. Weil sie es jetzt noch selbst in der Hand hat, plant Katharina, sich mit Unterstützung eines Schweizer Sterbehilfevereins selbst zu töten. Das wollen ihre Töchter unbedingt verhindern: Während die Anwältin Maren darauf hofft, ihrer Mutter neuen Mut zu machen, ist Heike zum Äussersten bereit. Die Bauingenieurin startet den Versuch, die Seniorin trotz ihres messerscharfen Verstands entmündigen zu lassen. Obwohl die Schwestern das gleiche Ziel haben, stehen sie sich schon bald in einem erbittert geführten Streit gegenüber. Denn Katharina zwingt Maren, vor Gericht ihre Vertretung zu übernehmen. Eine schmerzhafte Auseinandersetzung beginnt, die alte Familienstrukturen in dramatischer Weise wiederbelebt. Regisseur Florian Baxmeyer inszeniert das umstrittene Thema Sterbehilfe als Diskurs um Moral, Selbstbestimmung und Würde. Suzanne von Borsody und Nina Kronjäger verkörpern leise und eindringlich die verzweifelten Töchter. Burghart Klaussner spielt pointiert die Rolle des einfühlsamen Sterbehelfers, der für das Leben kämpft.
Cast
Christiane Hörbiger, Suzanne von Borsody, Nina Kronjäger, Burghart Klaussner, Rafael Stachowiak, Hedi Kriegeskotte, Karoline Bär
In den Nachrichten erhalten Zuschauerinnen und Zuschauer täglich einen umfassenden Überblick über das aktuelle Geschehen in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Die Sendung beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport und hält das Publikum damit zuverlässig auf dem Laufenden. Ob weltpolitische Entscheidungen, lokale Ereignisse, Bewegungen an den Finanzmärkten, Unglücke, Naturkatastrophen, besondere Jubiläen oder sportliche Höhepunkte – alle relevanten Themen werden verständlich, kompakt und zugleich informativ aufbereitet.
Background information
Die Sendung informiert über die Schlagzeilen des Tages aus dem In- und Ausland. Das Nachrichtenmagazin vertieft die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft mit interessanten Hintergrundinformationen.
In Sachsen-Anhalt könnte die AfD erstmals einen Ministerpräsidenten stellen, deutschlandweit führt sie seit Monaten in allen Umfragen. Wie ist die AfD so stark geworden, vor allem im Osten? Warum gilt die Partei als zumindest teilweise rechtsextrem? Was verbindet – und trennt – AfD und FPÖ? Stürzt in Deutschland nun die 'Brandmauer' ein, die es in Österreich nie gegeben hat? Nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sprechen Armin Wolf und Peter Filzmaier über den Rechtsruck in Deutschland. Zu Gast ist Birgit Schwarz, langjährige ORF-Korrespondentin in Berlin.
Themen: 'Minotaurus' – Thriller über die verkommene Moral im russischen Krieg / 'Geister' – Fatih Akins Lovestory über irdische Grenzen hinweg / 'BLOCK 10' – Auschwitz-Drama mit Axel Prahl und Christian Berkel / 'Iván & Hadoum', der Gewinner des Teddy Awards bei der Berlinale 2026 / 'Drei Kameradinnen', ein Freundinnendrama über Integration und Schuld
Welche Filme starten neu im Kino, welche Produktionen sorgen für Gesprächsstoff und welche Werke überzeugen wirklich? 'kinokino' informiert über aktuelle Neustarts, Trends und Entwicklungen aus der Welt des Films. Das Magazin präsentiert Interviews mit Schauspielern und Regisseuren, stellt spannende Filmprojekte vor und begleitet bedeutende Festivals. Darüber hinaus werden aktuelle Produktionen kritisch eingeordnet und bewertet. So erhalten Zuschauer einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Themen und Highlights der Kinowelt.
Ganz Wien leidet unter dem eiskalten Winter. Und unter den bizarren Morden eines Serientäters. Groteske Verstümmelungen, geheime Symbole und zufällig gewählte Opfer sind seine Handschrift. Die Ermittlungen führen Oskar und Max in extreme nationalistische Kreise. Das Verhalten des Täters, die Hinweise an den Tatorten stellen sie lange vor ein unlösbares Rätsel. Nach und nach fügen sich die Morde zu einem schockierenden Puzzle zusammen. Gleichzeitig hat Max Liebermann mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Seine Faszination für seine ehemalige Patientin Amelia lässt ihn an seiner bevorstehenden Hochzeit zweifeln.
Cast
Matthew Beard, Juergen Maurer, Luise von Finckh, Jessica De Gouw, Conleth Hill, Amelia Bullmore, Raphael von Bargen
Seit 1995 begleitet 'Kulturzeit' das kulturelle Geschehen mit fundierten Analysen, kritischen Einordnungen und aktuellen Berichten. Das Magazin widmet sich den wichtigen Fragen unserer Zeit und beleuchtet deren Spiegelung in Kunst, Literatur, Film, Theater und Gesellschaft. Entstanden in Zusammenarbeit von ZDF, ORF, SRF und ARD, verbindet die Sendung Perspektiven aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Moderatoren aus drei Ländern führen durch ein Programm, das Kultur über Grenzen hinweg betrachtet.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Der Tagliamento gilt als Europas letzter ungezähmter Fluss. Auf seinem Weg von den Alpen bis zur Adria durchquert er eindrucksvolle Landschaften voller Natur, Kultur und Geschichte. Sein Farbspiel zwischen Türkis, Azurblau und Smaragdgrün brachte ihm den Beinamen 'König der Alpenflüsse' ein. Die Dokumentation begleitet den Fluss von der Quelle bis zur Mündung und zeigt die Vielfalt der Region Friuli Venezia Giulia. Auch andere Gewässer wie Meduna, Cellina und Livenza prägen das Leben im Westen der Provinz. Der Schriftsteller Pier Paolo Pasolini beschrieb den Tagliamento einst als schneeweisses Rückgrat des Landes. Die Dokumentation von Björn Kölz und Karim Kosta beleuchtet zudem den Einfluss der Republik Venedig, deren Spuren bis heute die Landschaft und Kultur der Region prägen.
Nichts hat die Grenzregion zwischen Slowenien und Friaul-Julisch Venetien so geprägt wie ihre Flüsse. Die smaragdgrüne Soca durchquert auf 140 Kilometern Berge, Täler und Ebenen. Zwischen Cividale und den Julischen Alpen erstrecken sich die Valli del Natisone. Der Fluss und seine Nebenarme haben wilde Schluchten und enge Täler geschaffen. Eine abgeschiedene Landschaft, die viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Am Zusammenfluss von Natisone und Torre entstand vor rund 2000 Jahren die Hafenstadt Aquileia. Heute münden beide Flüsse in den Isonzo. Björn Kölz und Karim Kosta reisen entlang der Wasserwege und begegnen Menschen, die über Jahrhunderte meist friedlich miteinander lebten.
Wenn Goethe von dem Land 'wo die Zitronen blüh'n' schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zuhause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: grossartige Landschaften und aussergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte.
Cast
Michael Ceron, Pietro Beneventano Del Bosco, Giuseppe Lo Pilato, Teodora Moscati, Alberto Tintori, Rudolf von Freyberg, Helmut Zechner
Der filmische Streifzug durch Florenz führt zu Baudenkmälern wie dem Palazzo Vecchio, zur Villa Petraia und zum grössten privaten Stadtgarten Europas, dem Garten der Familie Torrigiani. Ein enormer Reichtum an prächtigen Stadtpalästen, Gärten und Kunstwerken hat Florenz den Namen 'die Schöne am Arno' gegeben. Als grösster künstlerischer Förderer der italienischen Stadt gilt das Adelsgeschlecht der Medici. Die Habsburger machten die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz im 18. Jahrhundert dann zu einer der modernsten Staaten der Welt. Heute führen Nachfahren ihr Erbe fort. Begründet wurde die toskanische Linie des Hauses Habsburg-Lothringen durch Franz Stephan von Lothringen und seine Frau Maria Theresia von Österreich. An ihren Einzug in Florenz erinnert noch heute ein mächtiger Triumphbogen. Franz Stephan liess das Grossherzogtum durch Statthalter verwalten, die mit ihm aus Lothringen in die Toskana kamen. Auch die Vorfahren von Alessandro François liessen sich aus Loyalität zum Kaiserhaus 1740 in der Toskana nieder. Seit dem späten 19. Jahrhundert widmet sich die Familie dem Weinbau in der Region Chianti rund um das Schloss Castello di Querceto. Alessandro François führt Regisseur Gernot Stadler durch seine Weingärten und berichtet von der Zeit, als seine Vorfahren treue Diener der Grossherzöge waren. In den Hügeln oberhalb der Stadt – in der 'Villa La Petraia' – erzählt Theresa Meran, die der toskanischen Linie der Habsburger entstammt, von den unbeschwerten Kindheitstagen, die ihr Vorfahre Erzherzog Johann dort verbracht hat. Die Adelige stellt Sileno Cheloni vor. In seinem mystischen Laboratorium werden alte Parfums kreiert. Er ist ein 'Maestro Profumiere', ein 'Meister der Düfte'. Graf Vieri Torrigiani kümmert sich liebevoll um den grössten privaten Stadtgarten Europas, den seine Vorfahren innerhalb der Stadtmauern von Florenz anlegen liessen. Die Torrigiani sind alter Florentiner Adel und haben die Geschicke der Stadt über die letzten Jahrhunderte mitbestimmt. Im mächtigen Palazzo Pitti mit den Boboli-Gärten residierte Pietro Leopoldo mit seiner Familie – ein Sohn Maria Theresias. Der Grossherzog reformierte die Toskana – unter anderem schaffte er die Todesstrafe ab. 1776 liess er in den Boboli-Gärten das 'La Kaffeehaus' im Rokokostil errichten. So brachte er einen Hauch von 'Wien' ins Land. Das älteste Kaffeehaus ist das 'Caffè Gilli'. 1733 gegründet, etablierte es sich bald als ein Treffpunkt für Aristokraten, Intellektuelle und Künstler. Das 'Gilli' gilt heute als das eleganteste Café in Florenz. Die Spezialitäten an Konditorwaren und Pralinen wie auch die Auswahl diversester Kaffeesorten sind selbst für Florenz einzigartig.
Die Erde ist ein Feuerball, auch wenn sie nicht danach aussieht. Unter der Erdoberfläche lodert, glüht und brennt es gewaltig. Bekannte Beispiele sind der Vesuv und der Ätna in Italien. Der Ätna überschüttet regelmässig die Stadt Catania mit Asche. Der Vesuv hingegen, dem die Millionenstadt Neapel zu Füssen liegt, ist der bestüberwachte Vulkan Europas. Italienische Behörden haben angesichts dieser Gefahr schon vor Jahren einen Notfallplan erstellt. Doch eine weitere Bedrohung sehr viel grösseren Ausmasses lauert in direkter Reichweite: eine riesige Glutblase unter den Phlegräischen Feldern nahe der Stadt. Jetzt wagen Forscher ein riskantes Experiment: Sie bohren direkt in das Herz der Feuerkammer. Doch dieses Projekt ist in der Fachwelt durchaus umstritten. Es gibt Befürchtungen, der Vulkan könne durch die kleinen Nadelstiche aufwachen, und Magma könnte seinen Weg nach oben finden.
In Neapel, der grössten Stadt Süditaliens, im Schatten des Vesuvs, gehören Strassenhunde zum Stadtbild. Die herrenlosen Tiere werden nicht mehr verfolgt wie in früheren Zeiten: Die Stadtverwaltung hat die Strategie geändert und ein Sterilisationsprogramm eingeführt, um den Hundebestand konstant zu halten. Damit sind brutale Revierkämpfe und Raufereien um läufige Hündinnen weitgehend zurückgegangen. Dennoch führt Mischlingsrüde Bartolo als Mitglied der bunt zusammengesetzten Strassenbande 'Napoli Dogs' ein wildes, abenteuerreiches Leben. Die Dokumentation 'Bartolo, der Streuner – Ein Hundeleben in Neapel' erzählt im Stil eines Spielfilms die Geschichte eines Rudels verwahrloster Hunde, das im neapolitanischen Hafenmilieu zu überleben versucht, und zeigt, welche Beziehungen und Allianzen die Tiere dabei eingehen.
Cast
Detlev Eckstein, Eileene, Dana, Drugo, Kumash, Lucky, Luna
Das Paradies in der Ferne: Sizilien – Blüten, Strand und Meer
Themen: Garten der Villa Schuler / Parco Paternò del Toscano / Radicepura Park / Wüstengarten Cuba / Botanischer Garten von Catania / Garten 'Le Stanze in Fiore'
Sizilien – eine Insel mit atemberaubender Landschaft, einem immensen Reichtum an Kulturpflanzen und vielen liebevoll angelegten Gärten. Karl Ploberger entdeckt die Blütenparadiese der Insel. Eine grosse Vielfalt erwartet ihn, ein Konglomerat an moderner und künstlerischer Gestaltung, aber auch naturnaher und mediterraner Gartenkunst. Sogar in einer beeindruckenden Wüstenlandschaft findet er sich wieder. Der Vulkan Ätna bildet dabei eine dramatische Kulisse.
Karl Ploberger präsentiert einen aussergewöhnlichen Naturgarten mit asiatischen Einflüssen, erklärt die Bedeutung von Kompost für gesunde Böden und gibt Pflegetipps für Zimmerpflanzen. Kräuterhexe Uschi Zezelitsch widmet sich der Melanzani – der Aubergine -, während die Gärtnerinnen auf der 'Garten Tulln' zeigen, wie Staudensamen geerntet und ausgesät werden. Seit fast 35 Jahren gestalten Gabriele und Franz Hochreiter in Walding im oberösterreichischen Mühlviertel ihren naturnahen Garten im südostasiatischen Stil. Inspiriert von Reisen nach Bali und anderen asiatischen Ländern entstand eine vielseitige Anlage mit Teichen, Kunstobjekten und unterschiedlichen Gartenräumen, der direkt in den Wald übergeht. Karl Ploberger zeigt, warum Kompost im Herbst besonders wichtig ist. Aus Laub, Rasenschnitt und Pflanzenresten entsteht wertvoller Humus, der Wasser speichert, den Boden schützt und Pflanzen im kommenden Gartenjahr stärkt. Uschi Zezelitsch bereitet aus geschmorten Melanzani und Baba Ganoush orientalisch inspirierte 'Baba Jaga-Melanzani-Hexenaugen' zu. Vier Gärtnerinnen zeigen, wie Samen von Stauden richtig geerntet, getrocknet und gelagert werden. Ausserdem erklären sie, worauf bei der Aussaat von Kalt- und Warmkeimern zu achten ist und wie sich Pflanzen durch Samen vermehren lassen.
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin bietet hilfreiche Informationen und praktische Tipps für den Alltag. Ob Gesundheit, Finanzen, Wohnen, Ernährung, Mobilität oder digitale Themen – die Sendung greift Fragestellungen auf, die viele Menschen betreffen. Mit verständlichen Erklärungen, unabhängigen Tests und fundierten Hintergrundberichten schafft sie Orientierung bei Kaufentscheidungen und Alltagsfragen. Dabei werden Produkte, Dienstleistungen und aktuelle Entwicklungen kritisch betrachtet. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Informationen an die Hand zu geben und sie bei informierten Entscheidungen zu unterstützen.
Ebenbecks Biohof liegt im Landkreis Regensburg in der Oberpfalz. Dort leben vier Generationen zusammen. Den Hof haben Christin und ihr Mann Andreas 2019 übernommen und auf Bio umgestellt. Neben dem Pferdepensionsstall gibt es eine Hereford-Rinderzucht und Damwild. Christin ist Erlebnisbäuerin, sie macht den Hof zum Klassenzimmer für Kinder, die dabei Einblick in die heimische Landwirtschaft bekommen und mitarbeiten dürfen. Zudem kooperiert Christin mit dem Kinderzentrum St. Vincent in Regensburg. Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen machen im Umgang mit den Tieren wertvolle Erfahrungen.
In Deutschlands Wäldern lebt eine bunte Vielfalt an Tieren. Manche sind den Menschen sehr vertraut, andere weniger. Eines dieser Tiere glaubt jeder zu kennen: den Dachs. Doch nur wenige bekommen ihn zu Gesicht. Der Nachtjäger verschläft den Tag unter der Erde. Der Meister im Tiefbau kann seine Bauten auf über 30 Meter ausdehnen und bis zu fünf Meter tief graben. Nur in Sommernächten wagt er sich auch bei Helligkeit heraus. Der Film begleitet eine Dachsfähe mit ihren beiden Jungtieren. Die grossen Marder sind Spätentwickler, erst mit neun Wochen lernen sie laufen. Noch unsicher auf den Beinen wagt sich einer der beiden aus dem Bau und begibt sich damit in Gefahr. Im Revier nebenan lebt ein ganzer Dachsclan. Neben einem erwachsenen Männchen sind die meisten Tiere Weibchen und Jungtiere aus mehreren Jahrgängen. Zwischen ihnen bestehen enge Familienbande. So helfen sie sich gegenseitig, Schmutz und Parasiten aus dem Pelz zu entfernen. Dachse sind also, entgegen ihrem Ruf als mürrische Einzelgänger, ausgesprochen soziale Tiere. Die Dachse teilen sich ihren Lebensraum mit einem Raufusskauzpaar, einer Wildkatzen- und einer Fuchsfamilie. Auch sie sind ganz damit beschäftigt, ihre Jungen grosszuziehen. Auf die Dachsfähe wartet im Spätherbst noch eine anstrengende Arbeit: Stundenlang polstert sie ihren Bau mit Laub und altem Gras aus, damit sie und ihre Jungen es während ihrer monatelangen Winterruhe bequem und warm haben. Bis sie im Frühjahr darauf wieder zeigen können, wie sie wirklich sind: schlaue Allesfresser, geschickte Baumeister und soziale Familientiere.
Sie zählen zu den seltensten Tierarten der Welt: der Luchs, der Europäische Nerz, die Sumpfschildkröte und der Ziesel. Einst aus Deutschland verschwunden, kehren sie nun wieder zurück. Für die Tiere, die ihren alten Lebensraum zurückerobern, ist es ein langer und gefährlicher Weg. Engagierte Tierschützer helfen ihnen dabei. Der Film folgt spannenden Projekten vom Steinhuder Meer bis in die Rheinauen, vom Osterzgebirge bis zum Pfälzerwald. Die Reise des Luchses Lucky beginnt im slowakischen Teil der Karpaten. Dort, im Herzen Europas, gibt es bis heute Luchse in freier Wildbahn. Dass seine neue Heimat gut 1000 Kilometer weiter westlich liegt, ahnt der Kater da noch nicht. Ausgestattet mit einem GPS-Sender ist Lucky der erste Luchs, der nach 200 Jahren den Pfälzerwald betritt. Mit ihm werden zwei Weibchen ausgewildert. Werden sie sich einleben, den Gefahren des Strassenverkehrs entkommen und, was noch viel wichtiger ist, Nachwuchs bekommen? In den Rheinauen kehrt ebenfalls ein Tier zurück, das vor gut 200 Jahren bis auf Restbestände in Brandenburg aus Deutschland verschwand: die Europäische Sumpfschildkröte. Anders als Lucky kennt sie die freie Wildbahn nicht. Geschlüpft und aufgewachsen ist sie in einer Zuchtstation. Als eine von über 500 Exemplaren soll 'Nummer 8' die Auenlandschaft entlang des Rheins für ihre Art zurückerobern. Sumpfschildkröten kehren normalerweise zur Eiablage an den Ort ihrer Geburt zurück. Wird es Nummer 8 gelingen, einen geeigneten Platz für ihr Gelege zu finden? Die Dritte im Bunde ist Lotta, ein Europäischer Nerz. Fast 100 Jahre lang gab es auch diese Tiere in Deutschland nicht mehr, zumindest nicht in freier Wildbahn. Ihnen wurde ihr wertvolles Fell zum Verhängnis. Zusätzlich machte sich der aus Pelzfarmen befreite Mink, der Amerikanische Nerz, in ihrem Lebensraum breit und vertrieb die unterlegenen Tiere. Die Europäischen Nerze zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren der Welt. Zuchtprogramme versuchen nun, die Art in letzter Minute vor dem Aussterben zu retten. Lotta wird ihre neue Heimat am Steinhuder Meer in Niedersachsen finden. Doch sie hat noch nie in der Natur gelebt. Wird sie es schaffen, sich selbst zu versorgen, gar einen Partner zu finden? An den Hängen des Osterzgebirges lebt das seltenste Tier Deutschlands: der Ziesel. Die Erdhörnchen, die eine Vorliebe für nahrhafte Blüten haben, wurden als Kulturschädlinge erbarmungslos gejagt. Sie bildeten einst grosse Kolonien und frassen ganze Äcker kahl. Nun versucht man mühevoll, die kleinen Nager wieder anzusiedeln. Ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen. Aber gibt es vielleicht doch Hoffnung für die Ziesel? Jenseits der Grenze, in Tschechien, lebt eine quicklebendige Kolonie. Eine der vielen Herausforderungen für die Tierfilmer: Einmal in die Natur entlassen, bekommt man die tierischen Heimkehrer kaum noch zu Gesicht. Der Film spürt ihnen dennoch nach. Dabei kommen modernste Kamerafallen zum Einsatz und enthüllen Erstaunliches.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Der neue Antisemitismus – Woher kommt der neue Antisemitismus? Die Soziologin Eva Illouz zeichnet in ihrem Buch 'Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus' dessen ideologische Wurzeln nach – vom Nationalsozialismus bis zur antiimperialistischen Linken. 'Gen Z regelt' – Demos – Gespräch über die Demonstrationen vom Wochenende mit Soziologe Nils Kumkar Debütalbum von 'JAS' – Bundesweit wird zu Protesten der 'Gen Z' aufgerufen. Vorbild sind die Schülerproteste in Frankreich. Einer aus dieser Gen Z ist der Berliner Popmusiker JAS, der sich mit seinem Lied 'Die Jugend hat Angst' zu einer Art Sprachrohr seiner Generation gemacht hat. Jetzt hat er sein Debütalbum veröffentlicht mit dem poetischen Titel 'Wir sind so schön verloren'. Nachruf auf Regina Ziegler – Sie zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Film_ und TV-Branche und war die erste Frau, die hierzulande eine Produktionsfirma gründete. Nun ist die erfolgreiche Filmproduzentin Regina Ziegler tot. Sie starb unerwartet mit 82 Jahren in Berlin. Ballett in Düsseldorf – Zwei prägende Handschriften des zeitgenössischen Tanzes treffen an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf aufeinander: William Forsythes 'In the Middle, Somewhat Elevated' und Sharon Eyals 'Strong'.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Der neue Antisemitismus – Woher kommt der neue Antisemitismus? Die Soziologin Eva Illouz zeichnet in ihrem Buch 'Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus' dessen ideologische Wurzeln nach – vom Nationalsozialismus bis zur antiimperialistischen Linken. 'Gen Z regelt' – Demos – Gespräch über die Demonstrationen vom Wochenende mit Soziologe Nils Kumkar Debütalbum von 'JAS' – Bundesweit wird zu Protesten der 'Gen Z' aufgerufen. Vorbild sind die Schülerproteste in Frankreich. Einer aus dieser Gen Z ist der Berliner Popmusiker JAS, der sich mit seinem Lied 'Die Jugend hat Angst' zu einer Art Sprachrohr seiner Generation gemacht hat. Jetzt hat er sein Debütalbum veröffentlicht mit dem poetischen Titel 'Wir sind so schön verloren'. Nachruf auf Regina Ziegler – Sie zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Film_ und TV-Branche und war die erste Frau, die hierzulande eine Produktionsfirma gründete. Nun ist die erfolgreiche Filmproduzentin Regina Ziegler tot. Sie starb unerwartet mit 82 Jahren in Berlin. Ballett in Düsseldorf – Zwei prägende Handschriften des zeitgenössischen Tanzes treffen an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf aufeinander: William Forsythes 'In the Middle, Somewhat Elevated' und Sharon Eyals 'Strong'.
Beim SWR3 New Pop Festival treffen vielversprechende Newcomer auf ein Publikum ganz nah dran. Auf der Open-Air-Bühne wird Baden-Baden drei Tage lang zum Treffpunkt der Musikszene. Mit dabei sind Sekou aus London, der mit tiefgründigen Texten und Soul begeistert, Connor Skinner mit E-Gitarre und kraftvoller Stimme sowie die britische Sängerin Lusaint mit ruhigem, souligem Gesang. Auch The Bausa aus Norwegen stehen auf der Bühne. Das Trio wurde mit Partysongs bekannt und feiert heute mit seinem eigenen Stil, dem 'Scandi House', internationale Erfolge. Baden-Baden bietet die Gelegenheit, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler live zu erleben.
YouNotUs und Topic bringen das Kurhaus Baden-Baden zum Beben. Die beiden DJs und Produzenten gehören zu den erfolgreichsten Acts der deutschen EDM-Szene. Sie stehen für treibende Beats und grosse Dance-Hits. Topic landete mit 'Breaking Me' einen Milliarden-Stream-Hit, YouNotUs begeisterten mit ihrem Remix von 'Narcotic'. Gemeinsam liefern sie beim 'SWR3 New Pop Festival 2026' den Sound für die grosse Partynacht.
Luiza ist eine Künstlerin mit vielen Facetten: Französische und brasilianische Wurzeln, klassische Ausbildung und eine grosse Leidenschaft für Musik, Kunst und Fotografie prägen ihren Weg. 2025 gelingt ihr mit 'Soleil Bleu' der Durchbruch: In Frankreich wird der Song zum Nummer-1-Hit und in ganz Europa zum viralen Sommerhit. Jetzt bringt Luiza ihren Mix aus brasilianischen Vibes und französischem Pop zum 'SWR3 New Pop Festival' ins Theater Baden-Baden.
Sienna Spiro ist die Newcomerin des Jahres: Mit Anfang 20 sorgt die Britin weltweit für Aufsehen. Ihre rauchig-kratzige, gefühlvolle Stimme erinnert an Adele und Amy Winehouse. Mit 'Die on This Hill' gelang ihr 2025 der Durchbruch, inzwischen hören sie täglich Millionen Menschen. Inspiriert von Jazz- und Soul-Legenden wie Nina Simone und Ella Fitzgerald zeigt sie mit ihrem ersten Album: Hier wächst eine aussergewöhnliche Künstlerin heran.
Holly Humberstone gehört zu den spannendsten Stimmen der neuen Pop-Generation. Die Britin hat bereits Taylor Swift und Olivia Rodrigo auf Tour begleitet. Sie hat auf dem Glastonbury- und dem Coachella-Festival gespielt und 2022 den BRIT Award als Newcomerin des Jahres gewonnen. Mit ihrer erzählerischen, handgemachten Musik und einer Stimme, die zum Träumen einlädt, kommt sie 2026 ins Kurhaus Baden-Baden.
Giant Rooks kehren zurück zum 'SWR3 New Pop Festival 2026': Nach ihrem Newcomer-Auftritt 2021 feiert die Band aus Hamm ihr Homecoming im Festspielhaus Baden-Baden. Mit ihrem Mix aus Indie-Pop, Rock, Folk und Alternative haben die Musiker längst ein internationales Publikum erobert. Ihre ausverkauften Tourneen und Hunderte Millionen Streams zeigen: Giant Rooks gehören zu den spannendsten deutschen Bands ihrer Generation.
Afrika. Wo Zebras, Gnus und Buschböcke zu Tausenden leben, verbringen deutsche und österreichische Jagdtouristen ihren Urlaub. Sie gehen auf Pirsch und warten auf den entscheidenden Schuss. Dann fallen die Schüsse: Die Jäger weinen vor Aufregung und posieren vor ihren erlegten Tieren. Ein Urlaubsfilm über das Töten, über Jagdreisen nach Afrika und über die menschliche Natur. Redaktionshinweis: Die 'Duisburger Filmwoche', das Festival des Dokumentarfilms aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, feiert in diesem Jahr (2.-8.11.) sein 50-jähriges Jubiläum. Im Rahmen seiner Medienpartnerschaft präsentiert 3sat vom Montag, 2., bis Dienstag, 10. November, sechs Filme aus dem Festivalprogramm und vergibt vor Ort zum 31. Mal den von den vier 3sat-Partnern ZDF, ORF, SRG und ARD gestifteten 3sat-Dokumentarfilmpreis. Den Auftakt macht der Dokumentarfilm 'Safari' von Ulrich Seidl. Am Dienstag, 3. November, 22.25 Uhr, sendet 3sat 'Workingman's Death' von Michael Glawogger. Im Anschluss, um 0.30 Uhr, folgt 'Über die Jahre' von Nikolaus Geyrhalter. Am Montag, 9. November, 22.25 Uhr, zeigt 3sat 'Soldaten des Lichts' von Julian Vogel und Johannes Büttner, gefolgt von Peter Nestlers 'Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung' um 0.15 Uhr. Den Abschluss macht am Dienstag, 10. November, um 22.25 Uhr 'Gambling, Gods and LSD' von Peter Mettler. Zusätzlich bietet die 3satMediathek ein besonderes Highlight: Anlässlich des Jubiläums sind dort ab 9. November 52 Filme aus der Festivalgeschichte zu sehen.
Cast
Manuel Eichinger, Marita Neemann, Manfred Ellinger, Inge Ellinger, Markolf Schmidt, Eva-Maria Hofmann, Tina Hofmann
Director
Ulrich Seidl
Script
Veronika Franz, Ulrich Seidl
Background information
Zwei Jahre nach seinem Dokumentarfilm 'Im Keller' hatte Ulrich Seidls 'Safari' 2016 seine Weltpremiere bei den Festspielen von Venedig.
Das Hügelland um Lucca im Nordwesten der Toskana ist von prachtvollen Villen mit einzigartigen Gartenlandschaften geprägt. Die Parkanlage der Villa Reale bei Marlia gilt als besonderes Juwel. Der Landsitz erstreckt sich über 16 Hektar, besteht aus mehreren Themengärten und Palästen und wurde vor wenigen Jahren liebevoll restauriert. Eine spezielle Attraktion sind die Kamelien-Alleen: Die Sträucher waren einst ein Geschenk des Königs von Neapel. Die ersten Kamelien tauchten gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Gebiet um die rege Handelsstadt Lucca auf. Im Lauf der Zeit haben sich in Italien viele bedeutende historische Persönlichkeiten mit der Kamelien-Zucht beschäftigt. Im 19. Jahrhundert hatten diese Blumen zudem einen ideellen Wert: Zur Zeit der italienischen Unabhängigkeitsbestrebungen galten sie als Zeichen für Patriotismus und wurden als solche gern ins Knopfloch gesteckt.
Der Tagliamento gilt als Europas letzter ungezähmter Fluss. Auf seinem Weg von den Alpen bis zur Adria durchquert er eindrucksvolle Landschaften voller Natur, Kultur und Geschichte. Sein Farbspiel zwischen Türkis, Azurblau und Smaragdgrün brachte ihm den Beinamen 'König der Alpenflüsse' ein. Die Dokumentation begleitet den Fluss von der Quelle bis zur Mündung und zeigt die Vielfalt der Region Friuli Venezia Giulia. Auch andere Gewässer wie Meduna, Cellina und Livenza prägen das Leben im Westen der Provinz. Der Schriftsteller Pier Paolo Pasolini beschrieb den Tagliamento einst als schneeweisses Rückgrat des Landes. Die Dokumentation von Björn Kölz und Karim Kosta beleuchtet zudem den Einfluss der Republik Venedig, deren Spuren bis heute die Landschaft und Kultur der Region prägen.
Nichts hat die Grenzregion zwischen Slowenien und Friaul-Julisch Venetien so geprägt wie ihre Flüsse. Die smaragdgrüne Soca durchquert auf 140 Kilometern Berge, Täler und Ebenen. Zwischen Cividale und den Julischen Alpen erstrecken sich die Valli del Natisone. Der Fluss und seine Nebenarme haben wilde Schluchten und enge Täler geschaffen. Eine abgeschiedene Landschaft, die viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Am Zusammenfluss von Natisone und Torre entstand vor rund 2000 Jahren die Hafenstadt Aquileia. Heute münden beide Flüsse in den Isonzo. Björn Kölz und Karim Kosta reisen entlang der Wasserwege und begegnen Menschen, die über Jahrhunderte meist friedlich miteinander lebten.
Seit 1995 begleitet 'Kulturzeit' das kulturelle Geschehen mit fundierten Analysen, kritischen Einordnungen und aktuellen Berichten. Das Magazin widmet sich den wichtigen Fragen unserer Zeit und beleuchtet deren Spiegelung in Kunst, Literatur, Film, Theater und Gesellschaft. Entstanden in Zusammenarbeit von ZDF, ORF, SRF und ARD, verbindet die Sendung Perspektiven aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Moderatoren aus drei Ländern führen durch ein Programm, das Kultur über Grenzen hinweg betrachtet.
Die Nachrichtensendung 'heute' informiert täglich kompakt über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Sport und Wetter. Im Mittelpunkt steht eine übersichtliche und verständliche Einordnung des aktuellen Tagesgeschehens aus Deutschland und der Welt. Die Sendung bietet einen schnellen Überblick über Entwicklungen und Hintergründe und wird auch im Programm von 3sat ausgestrahlt. Damit ergänzt sie das Informationsangebot des Senders und liefert aktuelle Nachrichten in konzentrierter Form.
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. 'nano' macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht 'nano' seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. 'nano' ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmässig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Herbst in Deutschland: Noch ein letztes Mal zeigt sich die Natur in aller Pracht, wenn sich die Blätter verfärben und die tief stehende Sonne Wiesen und Wälder golden erstrahlen lässt. Doch an anderen Tagen hängt düsterer Nebel zwischen den Bäumen, und die Regentage häufen sich. Der erste Frost stellt sich ein. Die Tage werden kürzer, es gibt weniger Sonnenstunden, und eine melancholische Stimmung breitet sich über das Land aus. Es ist eine Zeit der Widersprüche, und das wechselhafte Herbstwetter steht symbolisch für die Herausforderungen dieser Jahreszeit. Bei den letzten warmen Sonnenstrahlen beginnt die Erntezeit. Tiere, die hierzulande überwintern, finden so überall Nahrung, doch es gilt, so schnell wie möglich Vorräte anzusammeln oder ein Fettpolster anzufressen, sonst droht bald der sichere Tod. Zugvögel wie Kraniche und Stare dagegen nehmen jetzt Abschied, denn mit dem Verschwinden ihrer Futtergrundlage gibt es nicht mehr genügend Nahrung, um den Winter zu überstehen. Zuvor sammeln sie sich in riesigen Scharen, um die lange gefährliche Reise in den Süden anzutreten, wo sie überwintern werden. Für andere Tiere ist der Herbst aber auch die Zeit des Neuanfangs: Ausgerechnet jetzt, wenn alle anderen Tiere Energie tanken und Kraft sparen, haben die Rothirsche ihre Brunftzeit mit Kämpfen, Röhren und dem ständigen Treiben ihrer Weibchen. Für sie ist Energiesparen jetzt keine Option. Es gilt, den Bestand der nächsten Generation zu sichern. Der Herbst ist eine Jahreszeit der Herausforderungen. Nur wer jetzt die richtigen Vorbereitungen trifft, wird den kommenden Winter überleben. Die Dokumentation zeigt die verschiedenen Überlebensstrategien der Tier- und Pflanzenwelt in opulenten Bildern. Ob Eichhörnchen, Hirsch, Baldachinspinne oder Kranich – die Kamera ist ganz nah dabei, wenn sich die Tiere diesen Herausforderungen stellen.
In Deutschlands Wäldern lebt eine bunte Vielfalt an Tieren. Manche sind den Menschen sehr vertraut, andere weniger. Eines dieser Tiere glaubt jeder zu kennen: den Dachs. Doch nur wenige bekommen ihn zu Gesicht. Der Nachtjäger verschläft den Tag unter der Erde. Der Meister im Tiefbau kann seine Bauten auf über 30 Meter ausdehnen und bis zu fünf Meter tief graben. Nur in Sommernächten wagt er sich auch bei Helligkeit heraus. Der Film begleitet eine Dachsfähe mit ihren beiden Jungtieren. Die grossen Marder sind Spätentwickler, erst mit neun Wochen lernen sie laufen. Noch unsicher auf den Beinen wagt sich einer der beiden aus dem Bau und begibt sich damit in Gefahr. Im Revier nebenan lebt ein ganzer Dachsclan. Neben einem erwachsenen Männchen sind die meisten Tiere Weibchen und Jungtiere aus mehreren Jahrgängen. Zwischen ihnen bestehen enge Familienbande. So helfen sie sich gegenseitig, Schmutz und Parasiten aus dem Pelz zu entfernen. Dachse sind also, entgegen ihrem Ruf als mürrische Einzelgänger, ausgesprochen soziale Tiere. Die Dachse teilen sich ihren Lebensraum mit einem Raufusskauzpaar, einer Wildkatzen- und einer Fuchsfamilie. Auch sie sind ganz damit beschäftigt, ihre Jungen grosszuziehen. Auf die Dachsfähe wartet im Spätherbst noch eine anstrengende Arbeit: Stundenlang polstert sie ihren Bau mit Laub und altem Gras aus, damit sie und ihre Jungen es während ihrer monatelangen Winterruhe bequem und warm haben. Bis sie im Frühjahr darauf wieder zeigen können, wie sie wirklich sind: schlaue Allesfresser, geschickte Baumeister und soziale Familientiere.
Sie zählen zu den seltensten Tierarten der Welt: der Luchs, der Europäische Nerz, die Sumpfschildkröte und der Ziesel. Einst aus Deutschland verschwunden, kehren sie nun wieder zurück. Für die Tiere, die ihren alten Lebensraum zurückerobern, ist es ein langer und gefährlicher Weg. Engagierte Tierschützer helfen ihnen dabei. Der Film folgt spannenden Projekten vom Steinhuder Meer bis in die Rheinauen, vom Osterzgebirge bis zum Pfälzerwald. Die Reise des Luchses Lucky beginnt im slowakischen Teil der Karpaten. Dort, im Herzen Europas, gibt es bis heute Luchse in freier Wildbahn. Dass seine neue Heimat gut 1000 Kilometer weiter westlich liegt, ahnt der Kater da noch nicht. Ausgestattet mit einem GPS-Sender ist Lucky der erste Luchs, der nach 200 Jahren den Pfälzerwald betritt. Mit ihm werden zwei Weibchen ausgewildert. Werden sie sich einleben, den Gefahren des Strassenverkehrs entkommen und, was noch viel wichtiger ist, Nachwuchs bekommen? In den Rheinauen kehrt ebenfalls ein Tier zurück, das vor gut 200 Jahren bis auf Restbestände in Brandenburg aus Deutschland verschwand: die Europäische Sumpfschildkröte. Anders als Lucky kennt sie die freie Wildbahn nicht. Geschlüpft und aufgewachsen ist sie in einer Zuchtstation. Als eine von über 500 Exemplaren soll 'Nummer 8' die Auenlandschaft entlang des Rheins für ihre Art zurückerobern. Sumpfschildkröten kehren normalerweise zur Eiablage an den Ort ihrer Geburt zurück. Wird es Nummer 8 gelingen, einen geeigneten Platz für ihr Gelege zu finden? Die Dritte im Bunde ist Lotta, ein Europäischer Nerz. Fast 100 Jahre lang gab es auch diese Tiere in Deutschland nicht mehr, zumindest nicht in freier Wildbahn. Ihnen wurde ihr wertvolles Fell zum Verhängnis. Zusätzlich machte sich der aus Pelzfarmen befreite Mink, der Amerikanische Nerz, in ihrem Lebensraum breit und vertrieb die unterlegenen Tiere. Die Europäischen Nerze zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren der Welt. Zuchtprogramme versuchen nun, die Art in letzter Minute vor dem Aussterben zu retten. Lotta wird ihre neue Heimat am Steinhuder Meer in Niedersachsen finden. Doch sie hat noch nie in der Natur gelebt. Wird sie es schaffen, sich selbst zu versorgen, gar einen Partner zu finden? An den Hängen des Osterzgebirges lebt das seltenste Tier Deutschlands: der Ziesel. Die Erdhörnchen, die eine Vorliebe für nahrhafte Blüten haben, wurden als Kulturschädlinge erbarmungslos gejagt. Sie bildeten einst grosse Kolonien und frassen ganze Äcker kahl. Nun versucht man mühevoll, die kleinen Nager wieder anzusiedeln. Ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen. Aber gibt es vielleicht doch Hoffnung für die Ziesel? Jenseits der Grenze, in Tschechien, lebt eine quicklebendige Kolonie. Eine der vielen Herausforderungen für die Tierfilmer: Einmal in die Natur entlassen, bekommt man die tierischen Heimkehrer kaum noch zu Gesicht. Der Film spürt ihnen dennoch nach. Dabei kommen modernste Kamerafallen zum Einsatz und enthüllen Erstaunliches.
Saftig grüne Almwiesen, blau glitzernde Seen, goldgelb leuchtende Bäume und die schiefergrauen Dolomiten mit schneeweissen Gipfeln: Im herbstlichen Südtirol geniesst Tamina Kallert die Natur. Ihre Reise durch die nördlichste Provinz Italiens beginnt auf dem Kronplatz, dem Hausberg von Bruneck, und endet im mediterranen Meran, wo Kaiserin 'Sisi' omnipräsent ist. Unterwegs lernt die Moderatorin traditionsbewusste und moderne Südtiroler kennen. In St. Ulrich im Grödnertal fährt Tamina Kallert mit einem jungen, innovativen Holzkünstler auf die Seiser Alm, die grösste ihrer Art in Europa. Im Gadertal wandert sie zusammen mit zwei Musikerinnen, die sich von den ladinischen Sagen ihrer Heimat inspirieren lassen, im touristisch wenig erschlossenen Sarntal hilft sie bei der Latschenkieferernte und sieht bei der Ölproduktion zu. Emotional wird es, als Tamina Kallert in Bozen dem tiefgefrorenen Ötzi in seiner dunklen Eiskammer begegnet. Moderne Architektur in 2.275 Metern Höhe: Das Corones Museum von Reinhold Messner auf dem Gipfel des Kronplatz ist in den Gipfel hinein gebaut – und gewährt grossartige Ausblicke auf die Dolomiten. Schon vor 150 Jahren wurde in St. Ulrich im Grödnertal eine Hochschule für Holzhandwerker eröffnet. Tamina Kallert trifft einen jungen Holzschnitzer, der den traditionellen Stil weiterentwickelt hat und seine modernen Figuren mit Material aus der Natur veredelt. In Bozen sprechen drei Viertel der Menschen Italienisch, und überall in der Landeshauptstadt ist ein südländisches Flair zu spüren – ganz besonders auf dem Markt. Alte Häuser stehen neben ganz modernen, in den mittelalterlichen Laubengängen haben sich schicke Boutiquen angesiedelt, und Ötzi, der Mann aus dem Eis, hat eine hochtechnisierte Ruhestätte gefunden. Das mediterrane Klima in Südtirol und ein jahrhundertealtes, künstliches Bewässerungssystem bringen den Familienbetrieben in Europas grösstem Äpfel- und kleinstem Weinanbaugebiet gute Ernten. Und entlang der so genannten Waale, durch die das Wasser von den Bergen fliesst, verlaufen schöne Wanderwege. Auf der Südtiroler Weinstrasse fährt Tamina Kallert nach Völlan zum Keschtnfestl – zum Kastanienfest, bei dem Brauchtum grossgeschrieben wird.
Im Herbst kehrt im Rappenalptal im Allgäu allmählich wieder Ruhe ein. Älpler und Hirten samt Vieh ziehen sich nach der Alpsaison zurück. Wanderer und Mountainbiker werden weniger. Und so gehört das Tal wieder ganz der Natur – und den Jägern. Zuvor wird es Mitte September aber noch einmal laut: Der Viehscheid steht an, und bei Älplerfamilie Dallmeier und Viehhirte Patrick Schuster steht alles im Zeichen der fünften Allgäuer Jahreszeit. Auf der Petersalpe helfen die Kinder Verena Dallmeier dabei, die Krone für das Kranzrind zu binden. Viehhirte Patrick Schuster treibt seine 120 Stück Vieh den Einödsberg hinab, um die festlichen Zugschellen unten im Tal anzulegen. Dann klingen die Schellen durch das gesamte Rappenalptal, bis die Tiere am Scheidplatz ihren Bauern zurückgegeben werden und der erfolgreiche Alpsommer mit einem gemeinsamen Fest der Älpler zu Ende geht. Anfang Oktober verabschieden Wolfi und Verena Dallmeier die letzten Gäste auf der Petersalpe, bevor sie die Hütte winterfest machen. Auch Patrick Schuster trifft die letzten Vorkehrungen auf der Einödsbergalpe auf 1500 Metern Höhe. Erst in rund acht Monaten wird er die Alpe wieder beziehen. Der Schellenklang der Rinder ist im Herbst dem Röhren der Hirsche gewichen. Am südlichsten Ende des Rappenalptals blickt Berufsjäger Bernhard Striegel dem Highlight eines jeden Jägers entgegen: der Hirschbrunft. In der Hoffnung, einen kapitalen Einser-Hirsch zu schiessen, macht er sich auf die Jagd. Na dann: Waidmannsheil! Inmitten der Allgäuer Hochalpen erhält eine Handvoll Menschen die traditionelle Kulturlandschaft des Rappenalptals am Leben: eine Älplerfamilie, ein Viehhirte und ein Berufsjäger. 'Herbst im Allgäu – Das Rappenalptal' zeigt, wie sie den Herbst erleben.
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin bietet hilfreiche Informationen und praktische Tipps für den Alltag. Ob Gesundheit, Finanzen, Wohnen, Ernährung, Mobilität oder digitale Themen – die Sendung greift Fragestellungen auf, die viele Menschen betreffen. Mit verständlichen Erklärungen, unabhängigen Tests und fundierten Hintergrundberichten schafft sie Orientierung bei Kaufentscheidungen und Alltagsfragen. Dabei werden Produkte, Dienstleistungen und aktuelle Entwicklungen kritisch betrachtet. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Informationen an die Hand zu geben und sie bei informierten Entscheidungen zu unterstützen.
Stromausfall, Hochwasser, Feuer: Es ist gut, wenn man auf den Ernstfall vorbereitet ist. Der Katastrophenschutz rüstet nach, auch Privathaushalte legen Vorräte an. Die einen bunkern Konserven im Keller, die anderen statten ihr Haus mit Wassertanks und Notstromaggregaten aus. Auch Survivalfans, die wochenlanges Überleben im Wald trainieren, haben Zulauf. Was ist sinnvolle Vorsorge, was übertrieben? 'Ich möchte völlig autark sein', meint Marius Görnandt aus Hannoversch Münden. Er hat Vorräte für vier Wochen im Keller, übt an Wochenenden das Überleben draussen. Dafür hat er sich gut ausgestattet, mit Schlafsäcken, Feuersteinen und Wasserfiltern. 'Das Ganze macht mir auch Spass, ich bereite mich nicht auf ein konkretes Ereignis vor.' Tobias Zweckerl arbeitet freiberuflich als Krisenvorsorgeberater. Gibt Firmen und Familien Tipps, wie sie sinnvoll vorbeugen und was sie dafür brauchen. 'Wir haben in Deutschland nach sorglosen Jahrzehnten ordentlich Nachholbedarf', meint er. 'Bisher sorgen die Deutschen immer nur für das vor, was gerade akut war, das ist falsch.' Krisenvorsorge ist für ihn immer ein Rundumpaket. Einer seiner Kunden: die Metzgerei Hidding im Münsterland. Die Firma mit fünf Filialen und eigener Schlachtung war vor einigen Jahren von tagelangen Stromausfällen betroffen. Seitdem wurde viel in eine lückenlose Energieversorgung der Kühlhäuser investiert. Aber wie soll die Kommunikation zwischen Chef und Mitarbeitern funktionieren, wenn auch die Telefonnetze brachliegen? Eine Baustelle für Krisenberater Zweckerl. Ganz am Anfang stehen die Eheleute Simone und Jürgen Schlotterhose in Bochum: Sie sind seit einer Veranstaltung in der Schule ihrer Kinder alarmiert, wollen vorsorgen für den Krisenfall. Sie haben sich eine Liste der Bundesregierung besorgt. Dort werden bestimmte Lebensmittel und die Mengen für einen Notvorrat empfohlen. Bei fünf Personen und einer Etagenwohnung gerät die Familie in ein echtes Platz- und Geldproblem: 'Wo sollen wir 100 Liter Trinkwasser lagern?' Die Eheleute stehen vor ungeahnten Herausforderungen. Die 'ZDF.reportage' begleitet Profis und Laien bei der Vorbereitung: Was braucht man, um für Stromausfälle, Schneechaos, Naturkatastrophen, sprich, für einen Ernstfall gerüstet zu sein?