Lange wurde die Klimakrise ignoriert. Erst langsam bahnte sie sich ihren Weg ins gesellschaftliche Bewusstsein. Heute ist sie aus dem öffentlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Die Natur und unser Umgang mit der Umwelt sind zu unumgänglichen Themen geworden und Organisationen wie der Weltklimarat rufen regelmässig dazu auf, den Platz des Menschen im Ökosystem zu überdenken. Das anthropozentrische Weltbild hat zahlreiche Umweltkatastrophen hervorgerufen: Plastikverschmutzung, Entwaldung, Intensivlandwirtschaft, Verlust der Artenvielfalt . Nach und nach bekommt der europäische Kontinent die Folgen zu spüren: Anomalien häufen sich in alarmierendem Rhythmus und Umweltkatastrophen nehmen beängstigende Ausmasse an. So könnten zum Beispiel die Alpengletscher aufgrund des Temperaturanstiegs bis 2040 komplett verschwinden. Tatenlosigkeit ist keine Option mehr. Es gibt zwar bereits Initiativen, aber ihre Umsetzung auf europäischer Ebene könnte und muss eine Schlüsselrolle bei der Ökologiewende spielen. Die Natur ist widerstandsfähig und kann sich unglaublich schnell regenerieren – wenn man sie nur lässt. Überall in Europa beweisen Frauen und Männer, dass es möglich ist, mit weniger Plastik auszukommen, natürliche Ressourcen zu schonen, die Natur in die Stadt zu holen oder gar einen Urwald auf dem europäischen Kontinent zu pflanzen. Ein Paradigmenwechsel, an dem alle mitwirken müssen.
Er ist cremig, würzig und manchmal Gold wert: Käse hat eine jahrtausendealte Geschichte zu erzählen. Als Grundnahrungsmittel, Delikatesse oder sogar Kreditsicherheit in italienischen Banken – kaum ein Lebensmittel vereint so viel Tradition, Handwerkskunst und wirtschaftliche Bedeutung. Im Montafon pflegt Senner Daniel Mangeng die alte Kunst der Sura-Käseherstellung, während Sébastien Beaury in der Touraine seine Ziegen hegt und die berühmte Sainte-Maure-Käserolle nach überlieferter Methode fertigt. Lucie Fischer-Chapalain entdeckt im Küchenstudio die kulinarische Vielseitigkeit des Lebensmittels: Sie komponiert Grilled Cheese mit mediterranem Gemüse und verfeinert würzige Käse-Muffins für ein Charcuterie-Board – Genuss, der Traditionen verbindet.
(1) Tunesien: Salihas Stimme In Tunesien hat es die Sängerin Saliha geschafft, ein ganzes Volk mit ihrer Stimme zu vereinen. Ihre Lieder sind zur gemeinsamen Sprache der Tunesierinnen und Tunesier geworden. Saliha wurde 1914 geboren und hat in weniger als 20 Jahren die Musikkultur ihres Landes nachhaltig geprägt. Ihre kraftvolle tiefe Stimme war von den mit Zedern bewachsenen Hügeln im Westen Tunesiens bis zu den schattigen Palästen der Medina von Tunis zu hören. Das Lebenswerk der Künstlerin zeichnet sich durch eine grosse stilistische Vielfalt aus und spiegelt sowohl ihre ländlichen Wurzeln als auch die städtischen Einflüsse aus ihrer Zeit in Tunis wider. (2) Schweiz: Alpennation oder Hexenreich? Unfassbare Grausamkeiten, erfundene Verbrechen, Tausende Verurteilte – und das alles ohne jeden Beweis. Die Schweiz gilt als kleine, friedliche und neutrale Nation. Wie konnte ein solches Land drei Jahrhunderte lang so viele Menschen wegen angeblicher Hexerei verfolgen und verbrennen? In keinem anderen Land Europas sollen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl so viele Menschen wegen Hexerei hingerichtet worden sein wie in der Schweiz. Noch überraschender ist, dass der Hexenwahn in der Alpennation seinen Ursprung hat. (3) Paris: Marjolaines Salat à la Violette Im 18. Arrondissement von Paris verrät Marjolaine das Spezialrezept, das ihr Vater für ihre kleine Schwester Violette kreiert hat. Eine Mischung aus Brokkoli, Äpfeln, Radieschen, Mimolette-Käse und gehackten Nüssen. Capucine, Marjolaines zweite Schwester, kümmert sich um das Dressing: eine süsse Vinaigrette. Die Geheimzutat darf natürlich nicht fehlen: eine extra Portion Liebe. (4) Spanien: Kleider machen keine Bräute In der galizischen Stadt A Coruña erinnert gegenüber dem Rathaus ein Denkmal an María Pita, die Frau, die 1589 die englische Armada aus Nordspanien vertrieb. Wenige Schritte von der Plaza de María Pita entfernt wird in der Kirche San Jorge eine aussergewöhnliche Hochzeit gefeiert.
(1): Tina Modotti – Fotografin der mexikanischen Revolution Durch den Kontakt mit der mexikanischen Revolution entwickelte sich die junge Tina Modotti vor einem Jahrhundert zu einer bedeutenden Fotografin. Sie wurde 1896 in Italien in eine arme Arbeiterfamilie geboren, emigrierte 1913 in die USA und ging 1923 nach Mexiko, wo sie ein neues Leben begann. Dort arbeitete sie als unabhängige Fotografin und wurde zur politischen Aktivistin, die sich für die Sache der Revolution und der Benachteiligten einsetzte. Fortan stellte Modotti ihren Blick in den Dienst dieses Landes, das – wie sie selbst – auf der Suche nach Freiheit war. Sie starb 1942. (2): Mexiko: Wo Rodeo Charrería heisst Im Zentrum Mexikos, im Bundesstaat Hidalgo, kann man ein Spektakel erleben, bei dem Männer mit prächtigen Schnurrbärten und sicherem Griff stolze Pferde reiten: die Charrería. Diese typisch mexikanische Form des Rodeos steht sinnbildlich für die Vermischung indigener und spanischer Traditionen und bringt die Arenen des Landes seit fast 100 Jahren zum Beben. Die Charros, die bei den Wettbewerben gegeneinander antreten, gelten als Volkshelden. (3): Mexiko: Ezequiels zerrupfter Fisch Wie viele andere Menschen in La Paz ist Ezequiel dem Meer zugewandt. Zum Mittagessen bereitet er deshalb ein Fischgericht zu: Zunächst lässt er den Fisch auf dem Grill trocknen, zerrupft ihn dann und vermischt die Stücke mit einer scharfen Tomatensosse. Anschliessend geniesst er das Ganze auf Tortillas – mit Bohnen und etwas Käse. (4): Mexiko: Geburtstagsbrauch in Acolman Das ehemalige Acolman-Kloster, unweit der Pyramiden von Teotihuacán, ist ein vielbesuchter Ort in Mexiko. Hier liessen sich im 16. Jahrhundert Franziskanermönche nieder. Sie führten einen Brauch ein, der bis heute bei jedem mexikanischen Geburtstag eine wichtige Rolle spielt .
Nur wenige Orte auf der Welt sind so atemberaubend wie Yellowstone. Schon früh erkannte man das und so wurde er als erster Nationalpark der Welt unter Schutz gestellt. 150 Jahre später gibt es in den USA 63 Nationalparks. Acht der spektakulärsten Parks werden im Film porträtiert – vom Yosemite Valley zum Grand Canyon, von den Geysiren Yellowstones in die Wasserwildnis der Everglades, von den Smoky Mountains zu den Regenwäldern der Olympic-Halbinsel und von der Hitze der Sonora-Wüste in die Kälte Alaskas zu den Gates of the Arctic. Der Film zeichnet sich durch sein emotionales Storytelling und aussergewöhnliche Tieraufnahmen aus, die nur durch extrem lange Drehzeiten einzufangen sind: der Kampf eines Bisonkalbs gegen einen Wolf, Alligatoren, die mit Stöckchen auf ihrer Schnauze Vögel beim Nestbau in die Falle locken, und ein Fisch, der Burgen baut, sind nur einige von vielen Beispielen. Die grössten Naturwunder Nordamerikas in einem Porträt, das jeden berühren wird, der ein Herz für faszinierende Landschaften und einzigartige Tieraufnahmen hat. Superzeitlupen, bewegte Zeitraffer, hoch stabilisierte Flugaufnahmen, ferngesteuerte Kameras sowie Nachtsicht- und Unterwasserkameras schaffen ein visuelles Erlebnis auf höchstem Niveau.
Répétition
W
Cast
Stephan Benson
Réalisation
Beatrix Stoepel, Ivo Nörenberg, Jan Haft, Oliver Goetzl, Henry Mix, Florian Graner, Uwe Anders, Zoltán Török
Das Herzstück des Nationalparks ist der gleichnamige Fluss Gauja, der sich in vielen Mäandern durchs Land schlängelt, gesäumt von alten Wäldern und roten Sandsteinfelsen, die im Devon entstanden und mehr als 400 Millionen Jahre alt sind. Im Gauja-Nationalpark befinden sich auch 200 Höhlen, die vom Wasser in den Sandstein gegraben wurden. Um sie ranken sich viele Sagen und Legenden. Schon im Altertum lebten hier die heidnischen Stämme der Liven und Lettgallen. Mehr als 500 Kulturdenkmäler – alte Burgen, Schlösser, Ruinen und archäologische Ausgrabungsstätten – zeugen von der langen Siedlungsgeschichte. Sanfter Tourismus ist im Nationalpark erlaubt. Wandern, Radfahren und vor allem Kanutouren auf der Gauja bieten ein atemberaubendes Naturerlebnis. Der höchste Feiertag im Jahr ist für die Letten der Johannistag. Am 23. Juni fahren alle aufs Land, um nach heidnischer Tradition die Sommersonnenwende zu feiern. In der Ligo-Nacht fühlen sich die Letten ihren heidnischen Wurzeln nah, ihrer Kultur und Naturverbundenheit. Festliche Trachten, selbst gebundene Blumenkränze und die überlieferten Volkslieder – die Magie der jahrhundertealten Rituale, die unter der Sowjetherrschaft verboten waren, vereint die Letten im Bewahren ihrer Identität.
Erst kämpften US-Soldaten gegen Nazi-Deutschland, später blieben sie wegen der Bedrohung durch die Sowjetunion. Derzeit sind noch mehr als 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert – der zweitgrösste Militärstandort nach Japan ausserhalb der USA. In Grafenwöhr in Bayern betreibt die Army den grössten Truppenübungsplatz. Trump möchte Tausende US-Soldaten aus der Region abziehen. Das würde schwindende Arbeitsplätze bedeuten. Die Region bangt um ihre Wirtschaftskraft. Gleichzeitig rückt die USA immer mehr von Europa und dessen Verteidigung der Ukraine gegen Russland ab. Captain Andrew Lee ist Controller. Er ist in Wiesbaden geboren. Seine Eltern kamen mit den Truppen nach Deutschland. Im April hat er mit einer deutschen Gewichtsheber-Mannschaft aus Neumarkt regionales Gold gewonnen, als einziger Amerikaner im Team. Lee ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr die US-Soldaten und ihre Familien mittlerweile mit der Region verbunden sind. Thorsten Grädler ist Bürgermeister von Vilseck, am südlichen Rande des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Hier soll das zweite Kavallerieregiment dauerhaft abrücken, eine komplette Brigade. Als Grädler im Mai 2026 mit der für ihn überraschenden Nachricht vom potenziellen Abzug konfrontiert wird, kommen ihm vor laufender Kamera die Tränen. Eine ganze Region droht abzustürzen. Seither hoffen Grädler und alle in der Region um Grafenwöhr, dass es vielleicht doch nicht dazu kommt.
(1) Drei Fleischsorten und eine elsässische Tonterrine: Baeckeoffe In der Küche von Thierry Schwartz, einem Sternekoch mit Hang zur Selbstironie, probiert Orane Delépine den typisch elsässischen Baeckeoffe – einen in Riesling geschmorten Eintopf mit mehreren Fleischsorten. Der Geograph und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erzählt vom vermutlich jüdischen Ursprung des Baeckeoffe und wie der Thymian seinen Weg vom Mittelmeer ins Elsass fand. Zudem berichtet er über die zahlreichen elsässischen Köche, die sich jenseits des Atlantiks einen Namen gemacht haben. (2) Kulinarische Mitbringsel Orane Delépine möchte den Menschenmassen der Weihnachtsmärkte lieber entgehen und reist daher für ihre Jagd nach regionalen Spezialitäten schon einige Monate früher ins Elsass. Ganz oben auf ihrer Liste stehen die als 'Bredele' bekannten elsässischen Weihnachtsplätzchen. Auf ihrer Suche entdeckt sie weitere kulinarische Besonderheiten, wie Strassburger Würstchen und den stark riechenden Münsterkäse. Die Hoffnung auf Bredele hat Orane schon fast aufgegeben, als sie in einem kleinen Geschäft doch noch fündig wird. (3) Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Rezept für Baeckeoffe, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe! ------------------------------ Rezept für Baeckeoffe: Zutaten für 8 Personen: 2 kg Kartoffeln 4 Karotten 6 weisse Zwiebeln 4 Knoblauchzehen 4-5 Lorbeerblätter 2 Thymianzweige 600 g Bugstück vom Rind 600 g Schweinekamm 600 g entbeinte Lammschulter 1 l trockener Weisswein aus dem Elsass (Riesling) Zubereitung: – Das Fleisch würfeln, dabei nicht das ganze Fett entfernen. – Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. – Eine erste Schicht Kartoffeln auf den Boden der Terrine legen und würzen. – Je eine Schicht Karotten und Zwiebeln in den Topf geben und ebenfalls würzen. – Das Gemüse in der Terrine mit einem Teil des Weins bedecken. – Eine Schicht Fleisch und gehackte Knoblauchzehen dazugeben. – Eine weitere Schicht Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln hinzufügen. Dabei wieder jede Schicht würzen. Die Schichten wiederholen, bis die Terrine voll ist. Mit einer Schicht Kartoffeln abschliessen. – Den restlichen Wein, die Lorbeerblätter und die Thymianzweige in den Topf geben. – Zugedeckt 3 Stunden bei 180 Grad Celsius im Ofen schmoren.
Madagskar / Frankreich / Deutschland | Themen: Madagaskar: Ein Blick in die Seele der Roten Insel / Frankreich: Der Flachs von Mayenne / Schottland: Alisons Rinderbraten / Deutschland: Jazz im 'Ätherkrieg'
(1): Madagaskar: Ein Blick in die Seele der Roten Insel Im Laufe seines Lebens hat Pierrot Men unzählige Menschen fotografiert. Man könnte sogar sagen, dass er das Wesen Madagaskars wie seine Westentasche kennt. Während seiner Kindheit an der Ostküste des Landes hatte er keinen Bezug zur Fotografie – abgesehen von den kleinen Fotos auf Briefmarken. Dank seines künstlerischen Gespürs wurde der Laie später zu einem der bekanntesten madagassischen Fotografen. Kaum ein anderer Künstler fängt die Ursprünglichkeit der Roten Insel so authentisch ein wie er. (2): Frankreich: Der Flachs von Mayenne Die Verarbeitung von Flachs ist eine alte Handwerkskunst, die in der Mayenne eine lange Tradition hat. Das ländliche Departement im Westen Frankreichs ist für seine farbintensiven Stoffe bekannt, mit denen schon in der Renaissance gehandelt wurde. Manche Händler beuteten die bitterarmen Bauern aus und gelangten so zu enormem Reichtum. Mit der industriellen Revolution entstanden viele Spinnereien, wie die der ehemaligen Abtei von Fontaine-Daniel. Das Wunderwerk aus Stein ist noch heute eine Textilfabrik, in der die jahrhundertealte Tradition weiterlebt. (3): Schottland: Alisons Rinderbraten Alison und ihr Mann bereiten auf ihrem Bauernhof in Hardiesmill ihren traditionellen Rinderbraten zu. Dafür schneidet Alison Kartoffeln fächerförmig ein, gart sie kurz vor und backt sie anschliessend mit dem Knochenmark im Ofen. Unterdessen legt ihr Mann das Fleisch vom Angus-Rind in den Ofen und begiesst es regelmässig mit Bratensaft. Das Gericht wird mit Spinat serviert und ist ihre wohlverdiente Belohnung nach getaner Arbeit. (4): Deutschland: Jazz im Ätherkrieg Seit mehr als drei Jahrzehnten pulsiert Berlin nachts im Rhythmus des Techno. Auch für Fans anderer Musikstile hat die deutsche Hauptstadt einiges zu bieten. Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Jazzstandard einst eine wichtige Rolle im Kampf um das Machtinstrument Radio spielte?
Angola / Patagonien / Japan | Themen: Angola: Manuel Rui, Chronist der Nation / Patagonien: Das Eldorado der Waliser / Salvador: Margaritas Quesadillas / Japan: Die Liebe zum Hund
(1) Angola: Manuel Rui, Chronist der Nation Der 1941 in Angola geborene Schriftsteller und Dichter Manuel Rui engagierte sich schon früh in der Unabhängigkeitsbewegung MPLA. Als überzeugter marxistischer Aktivist wurde er zum Chronisten einer Nation, die gerade erst lernte, auf eigenen Füssen zu stehen. 1977 veröffentlichte Rui 'Sim, Camarada!' (auf Deutsch: 'Ja, Genosse!'). Die Kurzgeschichtensammlung gilt als das erste Prosawerk des von Portugal unabhängigen Angolas. In den Texten erklingt die Euphorie der wiedergefundenen Freiheit sowie die Hoffnungen und Enttäuschungen eines ganzen Volkes. (2) Patagonien: Das Eldorado der Waliser Drachen und Teekannen sind nicht wirklich Bilder, die man mit der patagonischen Steppenwüste verbindet. Doch tatsächlich hält hier eine kleine Gemeinschaft die Traditionen ihrer Vorfahren aus dem rund 12.000 Kilometer entfernten Wales in Ehren. Mitte des 19. Jahrhunderts flüchteten mehrere walisische Familien vor der englischen Unterdrückung, überquerten den Atlantik und liessen sich voller Hoffnung in der vielversprechenden argentinischen Provinz Chubut nieder. Dabei gelobten sie, ihre Sprache und ihren Glauben zu bewahren. (3) Salvador: Margaritas Quesadillas Margarita lebt in der salvadorianischen Stadt Santa Tecla und backt für ihr Leben gerne. Heute lädt sie ihre Nachbarinnen zur Quesadilla-Verkostung ein. Hierfür vermengt sie Milch, Zucker, Sahne und Eier und rührt dann Queso duro blanco, einen lokalen Frischkäse, ein. Zum Schluss werden Hefe, Mehl und Margarine untergehoben. Sie verkauft diese Backware auch, um auf einen Besuch bei ihrer Mutter in Honduras zu sparen. (4) Japan: Die Liebe zum Hund In Japan mag man alles, was 'kawaii' ist, also 'süss'. Dazu gehören natürlich Katzen – aber auch Hunde, die wie Püppchen angezogen und geherzt werden. Die Liebe zum besten Freund des Menschen ist zwar nicht neu, hat hier aber einen Höhepunkt erreicht .
Eigentlich ist der Plan perfekt: Julien Tavernier erschiesst seinen Chef, den Ehemann seiner Geliebten Florence, nach Dienstschluss in dessen Büro und lässt die Tat nach Suizid aussehen. Doch kaum unten auf der Strasse angekommen, fällt ihm auf, dass er ein verräterisches Indiz hinterlassen hat. Unbemerkt stiehlt er sich zurück in das am Abend verlassene Bürogebäude – und bleibt dort im Fahrstuhl stecken. Während Florence auf der Suche nach Julien verzweifelt durch das nächtliche Paris irrt, stiehlt ein junges Paar das Auto des Mörders. Die abenteuerliche Spritztour der beiden endet in einem Hotel, wo sie unter dem Namen Julien Tavernier ein Zimmer mieten und sich mit einem deutschen Ehepaar anfreunden. Als das Diebespaar sich in der Nacht unbemerkt mit dem Wagen der Deutschen davonmachen will, wird es von ihnen überrascht. Im Affekt erschiesst der Autodieb das Ehepaar mit einem Revolver, den er in Juliens Auto gefunden hat, und flüchtet mit seiner Freundin. Die Folgen sind für alle fatal. Aus dem Aufzug befreit, kann sich Julien zwar am nächsten Morgen heimlich aus dem Gebäude schleichen, weiss aber nicht, dass die Polizei ihn bereits sucht: Der Mörder wird eines anderen Mordes verdächtigt, den er nicht begangen hat ... In Frankreich feierte Louis Malles Spielfilmdebüt mit Jeanne Moreau und Maurice Ronet in den Hauptrollen überwältigenden Erfolg und wurde mit dem Prix Louis Delluc als künstlerisch bedeutendster französischer Film des Jahres 1957 ausgezeichnet. 'Fahrstuhl zum Schafott' zeichnet sich sowohl durch atmosphärisch dichte Schwarz-Weiss-Bilder als auch das einprägsame Spiel seiner Darsteller und die improvisierte Jazzmusik von Miles Davis aus, die den Szenen ihren besonderen Charakter verleiht. Malles Debüt folgten weitere bedeutende Spielfilme wie 'Die Liebenden' (1958), 'Zazie' (1960) oder 'Privatleben' (1962).
Cast
Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Georges Poujouly, Yori Bertin, Lino Ventura, Gérard Darrieu, Iván Petrovich
Réalisation
Louis Malle
Scénario
Louis Malle, Roger Nimier
Informations détaillées
Louis Malle, der 1956 zusammen mit Jacques Cousteau den Dokumentarfilm 'Le monde du silence' gedreht hatte, gab im Jahr darauf mit 'L'ascenseur pour l'échafaud' seinen Einstand als Spielfilmregisseur. Seine Verfilmung des Romans von Noël Calef steht klar in der Tradition des 'Film noir' amerikanischer Prägung, enthält aber auch gesellschaftskritische Anspielungen auf die Verhältnisse im Frankreich der Nachkriegszeit. Die beklemmende Atmosphäre, die Kameramann Henri Decaë auf der Bildebene erzeugt, wird ergänzt durch den legendären Soundtrack von Miles Davis, der sowohl die Sehnsüchte des Liebespaars als auch die nervöse Hektik ihrer Situation zum Ausdruck bringt. Die Hauptrollen verkörpern Maurice Ronet und Jeanne Moreau, die auch später wieder mit Malle zusammenarbeiten sollten. In einer prägnanten Nebenrolle als Kommissar gibt sich Krimi-Star Lino Ventura die Ehre.
Critiques
Im Zusammenwirken von stimmungsvoller Fotografie, atmosphärischer Musik und sparsam-einprägsamem Spiel der Darsteller entwickelt sich eine düster-poetische Studie um Schuld und Sühne, Liebe und Misstrauen, Zufall und Schicksal, voller Liebe zur erzählerischen Kraft des Kinos (Lex. des Internat. Films).
In Schleswig-Holstein werden immer mehr verwaiste Fischotter gefunden, deren Mütter durch Wildunfälle umgekommen sind – was die traurige Begleiterscheinung einer eigentlich positiven Entwicklung ist: Die Fischotter kehren nach Deutschland zurück. Über Dänemark, Polen, Tschechien breiten sich die Wassermarder wieder weiter Richtung Süden und Westen aus. Auf ihren Wanderungen werden ihnen dabei häufig Strassen zum Verhängnis. Nur der Umbau von Brücken mit Durchlässen und Stegen unter den Strassen kann das verhindern. Zudem ist die Rückkehr der Fischotter eine Entwicklung, die nicht allen gefällt. Gerade die Besitzer grosser Fischteiche stehen oft einem Problem gegenüber, denn die wendigen und flinken Fischotter sind ausgezeichnete Jäger und können einen Teichbestand bis an die Existenzgrenze reduzieren. Hier ist die Politik gefragt: Hilfe und Ausgleichszahlungen sind nötig, denn Fischotter stehen unter strengem Schutz. Umso wichtiger ist es, dass Mensch und Tier da, wo Lebensraum und Bedürfnisse von beiden aufeinandertreffen, Lösungen gefunden werden. Christian Erdmann beschränkt sich derweil auf die Aufzucht der verwaisten Otter. Eine Herausforderung ist es, für diese Tiere Partner zu finden, denn gerade in den ersten Monaten sind Fischotter auf gleichaltrige Gesellschaft angewiesen. So unversöhnlich, wie sich Fischotter als Erwachsene gegenüberstehen, so dringend brauchen sie anfangs Gefährten. Die Suche nach Gesellschaft für ein Jungtier namens Felix ist daher besonders wichtig, damit auch er nach einem Jahr als starker und überlebensfähiger Otter wieder ausgewildert werden kann.
Der Südosten der USA ist geprägt von einem ganz besonderen Naturraum. Amerikas Dschungel umfasst ausgedehnte Sümpfe und Wälder, schroffe Berge und zahllose Flüsse. Dieses einzigartige Ökosystem beherbergt eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Folge taucht ein in mystische Sumpfwälder mit echten Giganten. Sumpfzypressen gibt es schon seit mehr als 150 Millionen Jahren – einst wanderten Dinosaurier durch solche Wälder. Der älteste dieser Bäume steht seit mehr als 2.500 Jahren hier. Im Dschungel tummeln sich Schwarzbären. Immer wieder suchen sie einen freistehenden Baum, um sich wohlig den Rücken zu kratzen. Damit hinterlassen sie auch ihren individuellen Geruch – und kommunizieren so miteinander. Eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere der Wildnis sind Louisiana-Flusskrebse. Im Frühling tauchen sie in Massen aus dem Untergrund auf. Die Krebse sind Allesfresser – und umgekehrt werden sie auch von allen gefressen. Aber auch Pflanzen 'jagen' hier: fleischfressende Schlauchpflanzen locken Insekten an. Fallen diese in die Flüssigkeit im Inneren der Blüten, werden sie zersetzt und verdaut. Die Sümpfe im amerikanischen Dschungel sind Heimat urzeitlicher Panzerechsen und in den Kronen der letzten verbliebenen Sumpfzypressen am Suwannee River in Florida versammeln sich Tausende Schwalbenweihe. Sie rasten hier, bevor sie ihre alljährliche Reise nach Südamerika antreten.
Numéro de l'épisode
1
Répétition
W
Cast
David Stahel, George McKensie, Gina Kent, Mac Stone
Am Grund des Taccoa River in Georgia findet sich ein urzeitliches Wesen: der Schlammteufel, der einzige Vertreter der Riesensalamander in Nordamerika. In Florida ist ein lebendes Fossil vorzufinden: der Golfstör. Er galt fast als ausgestorben, aber die Bestände haben sich wieder erholt. Zu Beginn der Laichzeit versammeln sich die Fische. Da sie sich im trüben Wasser nicht sehen, kommunizieren sie mit Hilfe spezieller Rufe. In den Everglades von Florida lebt der Schneckenbussard, der sich ausschliesslich von Schnecken ernährt, ursprünglich von einheimischen Apfelschnecken. Doch als sich eine grössere, vom Menschen eingeschleppte Schneckenart verbreitete, passten sich die Bussarde an. Innerhalb von nur zwei Generationen entwickelten sie stärkere Flugmuskeln und grössere Schnäbel, um der neuen Beute Herr zu werden. Angepasst haben sich auch die Manatis: Den Winter verbringen die Seekühe im wärmeren Wasser in der Nähe von Süsswasserquellen. Aber jeden Frühling beginnen sie eine weite Wanderung entlang der Küste im Golf von Mexiko, von Florida nach Alabama.
Numéro de l'épisode
2
Répétition
W
Cast
Dave Herasimtschuk, Olivia-Rose Minnis, La'Tanya Scott, Tessa Skiles
In der Natur wird getäuscht, gestohlen und manipuliert. Und manchmal sogar gemordet. All das bleibt vollkommen straffrei: Etwa drei Viertel aller bekannten Tierarten leben parasitisch. Sie täuschen andere Lebewesen und nutzen sie für ihr eigenes Überleben – und das mit erstaunlicher Raffinesse. Die Dokumentation gibt diesen Organismen eine Stimme: Aus der Perspektive einer Zecke werden mit einem Augenzwinkern Einblicke in die Strategien und Lebensweisen parasitischer Spezies gewährt. Teils humorvoll, teils spannend wie ein Mafiaepos, dabei aber immer wissenschaftlich fundiert, zeigt die Dokumentation die brillanten – und geradezu beängstigenden – Strategien dieser Meister der Infiltration. Jede Spezies spielt ihre Rolle in einem geheimen Netzwerk aus Manipulation und Überlebenskampf. Die Dokumentation wirft einen ungewohnten Blick auf die Kehrseite der hübschen Fassade der Natur, in der Übergriffe an der Tagesordnung sind.
Wälder wie der Buchenwald La Massane an der französisch-spanischen Grenze sind seltene Paradiese: Seit über 150 Jahren entwickelt er sich hier ohne menschlichen Einfluss. Was auf den ersten Blick wie Verfall wirkt, ist in Wahrheit ein Motor des Lebens. Abgestorbene Bäume, sogenanntes Totholz, sind ein unverzichtbarer Bestandteil intakter Ökosysteme. Sie bieten Nahrung, Schutz und Lebensraum für etwa die Hälfte aller Arten in diesem Wald. Die Dokumentation begleitet den Zerfall einer alten Buche und zeigt, wie ihr Tod neues Leben ermöglicht. Pilze zersetzen das Holz, Insekten legen ihre Eier in den morschen Stamm, und Vögel nutzen die Höhlen als Brutstätte. Selbst Amphibien und kleine Säugetiere finden hier Unterschlupf. Dieses komplexe Netzwerk aus Abhängigkeiten macht Totholz zu einem zentralen Baustein der Artenvielfalt. Doch Totholz ist nicht nur ein Hotspot der Biodiversität – es spielt auch eine entscheidende Rolle im Klimaschutz. Es speichert Kohlenstoff, bindet Wasser und trägt so dazu bei, den Waldboden feucht zu halten. In Zeiten des Klimawandels sind solche natürlichen Prozesse wichtiger denn je: Sie machen Wälder widerstandsfähiger gegen Dürren und Extremwetter. Der Film ist daher mehr als eine Naturdokumentation – er ist ein Plädoyer für den Schutz naturbelassener alter Wälder, die in Frankreich insgesamt nur noch wenige tausend Hektar bedecken.
In der Nachrichtensendung betrachtet die deutsch-französische Redaktion mit einem weltoffenen Blick das tagesaktuelle politische Geschehen, die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie kulturelle Ereignisse in Europa und der Welt. Dabei wird immer aus europäischer Perspektive berichtet und darauf aufmerksam gemacht, wie sich aktuelle Entwicklungen auf Europa auswirken könnten. Die Berichterstattung ordnet Hintergründe ein, stellt Zusammenhänge dar und beleuchtet unterschiedliche Sichtweisen.
Niklas Balheden aus Göteborg ist Religionslehrer an einer Grundschule. Er beschäftigt sich schon seit seinen Studienzeiten mit Glaubensfragen. Bereits vor 30 Jahren dachte er darüber nach, Zeit in einem buddhistischen Kloster in Thailand zu verbringen. Damals hatte man ihn abgewiesen, heute ist der Zugang viel einfacher. Ein Monat im Waldkloster soll dem 56-Jährigen helfen, seine spirituellen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und gelassener mit Stress umzugehen. Unter dem Begriff Meditation-Retreats werden Meditations- und Yoga-Kurse mit mehrwöchigen Aufenthalten in Tempeln gebündelt. Parallel dazu hat sich auch die Infrastruktur ausgeweitet: Während es in den 2000ern nur etwa zehn bis 20 Tempel mit Retreat-Angeboten gab, liegt deren Zahl mittlerweile bei geschätzt 150 in ganz Thailand. Allein im Jahr 2023 nahmen rund 1,8 Millionen Menschen an solchen Programmen teil. Sie generierten rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz. Nicht nur in Fernost suchen Menschen nach innerer Ruhe und spiritueller Orientierung. In Europa steigt die Zahl derer, die sich auf den buddhistischen Weg begeben. Familie Erdmann praktiziert in Hamburg den Diamantenweg-Buddhismus. Arthur Erdmann beschäftigt die Suche nach Glück und dem Sinn des Lebens schon seit seiner Jugend. Mit 20 Jahren kommt er zum Buddhismus – und findet, wonach er lange gesucht hat: Zufriedenheit und Glück. Bei einem Meditationskurs in Israel lernt er die Polin Kesja kennen. Deren Mutter konvertierte, als sie 14 Jahre alt war, zum Buddhismus. Anfang August 2026 trafen sich im süddeutschen Immenstadt rund 3.000 Buddhisten. Auch die Erdmanns waren dabei.
1874: Link Jones lebt mit seiner Familie in einem kleinen Ort des amerikanischen Westens. Der Auftrag, eine Lehrerin für die neu zu gründende Schule zu finden, lässt ihn eine Eisenbahnreise antreten. Dabei lernt er den Spieler Sam Beasley und die Barsängerin Billie Ellis kennen. Als der Zug auf freier Strecke anhalten muss, wird er von Banditen überfallen. Der Lokführer nimmt abrupt die Fahrt wieder auf, ehe der ganze Zug ausgeraubt ist, und Jones, Beasley und Billie bleiben allein zurück. Die drei machen sich auf den Weg zu einer Hütte, in der Jones früher gelebt hat. Inzwischen dient sie den Banditen als Unterschlupf. Jones hat einst der Bande angehört und war für ihren Anführer Dock Tobin ein wichtiges Mitglied. Für ihn ist klar, dass er Tobin glaubhaft vorgaukeln muss, er wäre freiwillig zurückgekehrt und wolle wieder dabei sein. Um Billie vor den Banditen zu schützen, gibt er sie als seine Frau aus. Zur Bewährung soll Jones die Möglichkeiten für einen neuen Beutezug auskundschaften und geht zum Schein darauf ein. In einem verlassenen Ort gelingt es ihm, sich gegen die Übermacht der Banditen zu behaupten. Die längst fällige Abrechnung mit Tobin steht ihm jedoch noch bevor ... 1958 drehte Regisseur Anthony Mann 'Der Mann aus dem Westen' mit Gary Cooper in der Titelrolle eines ehemaligen Outlaws, der einen fast aussichtslosen Kampf gegen den ständigen Kreislauf von Verbrechen und Vergeltung führen muss. Der auf dem Roman von Will C. Brown basierende Film gilt als 'einer der meistgerühmten Western der 50er Jahre' (Lexikon des Internationalen Films).
Cast
Gary Cooper, Julie London, Lee J. Cobb, Arthur O'Connell, Jack Lord, John Dehner, Royal Dano
Réalisation
Anthony Mann
Scénario
Reginald Rose
Critiques
Einer der meistgerühmten Western der 50er Jahre, der in Darstellung und Gestaltung überdurchschnittlich ist, dessen Scheinmoral und zahlreiche Härten aber fragwürdig bleiben (Lex. des Internat. Films).
Gary Cooper, mit bürgerlichem Namen Frank James Cooper, verbrachte seine Kindheit auf einer Farm im ländlichen Montana. Seine Eltern stammten ursprünglich aus England. Der Vater war sowohl Richter als auch Rancher und konnte sich ein beachtliches Vermögen aufbauen. Dank seiner Reitkünste versuchte Cooper in den 1920er Jahren in Hollywood als Stuntman Fuss zu fassen. Seinen Durchbruch feierte er 1930 im Liebesfilm 'Marokko', in dem er unter der Regie von Josef von Sternberg an der Seite von Marlene Dietrich spielte. Zwei Jahre später übernahm er die Hauptrolle in der Hemingway-Verfilmung 'In einem anderen Land' (1932). Cooper war persönlich mit dem Schriftsteller befreundet und trat 1943 erneut in einem Hemingway-Stoff auf, diesmal in 'Wem die Stunde schlägt' mit Ingrid Bergman. Seine erste Oscar-Nominierung erhielt er 1936 für die Komödie 'Mr. Deeds geht in die Stadt' von Regisseur Frank Capra. Besonders bekannt wurde er jedoch durch seine Rollen in Westernfilmen. Regielegende Cecil B. DeMille besetzte ihn unter anderem in 'Der Held der Prärie' und 'Die scharlachroten Reiter'. Privat kursierten Gerüchte über Beziehungen zu Marlene Dietrich, Carole Lombard, Ingrid Bergman und Grace Kelly. Cooper war jedoch ab 1933 mit der Schauspielerin Veronica Balfe verheiratet. Das Paar bekam 1937 eine Tochter namens Maria Cooper. Coopers Schauspielstil war zurückhaltend und minimalistisch – ein Kontrast zum expressiven Ansatz des Actors Studio. Er verkörperte den klassischen amerikanischen Helden: stark, moralisch und ohne innere Konflikte. Erst in den 1970er Jahren wurde dieser Typus vom komplexeren Antihelden des New Hollywood abgelöst, den emotionale Tiefen und persönliche Krisen ausmachten.
Cast
Maria Cooper Janis, Joseph McBride, Marc Wanamaker
Wall ist ein verschlafenes englisches Dorf, benannt nach der Steinmauer, welche die Bewohner seit Äonen vor dem übernatürlichen Paralleluniversum sichert, das direkt auf der anderen Seite liegt. In Wall verspricht der junge Tristan Thorn dem hübschesten Mädchen, dass er ihr einen herabgefallenen Stern bringen wird. Dazu muss er jedoch die Mauer überwinden und taucht auf der anderen Seite in eine geheimnisvolle Welt voller Magie und sich entfaltender Legenden ein. In diesem fantastischen Reich, bekannt als Stormhold, entdeckt Tristan, dass der herabgefallene Stern gar nicht das ist, was er erwartet hat – es handelt sich um eine temperamentvolle junge Frau, die bei ihrem kosmischen Sturz verletzt wurde. Jetzt ist sie in grosser Gefahr, denn sie wird von kolossalen Mächten gesucht. Darunter die intriganten Söhne des verstorbenen Königs, die nur durch sie den Thron erlangen können, und eine bösartige Hexe, die verzweifelt versucht, den Stern zu nutzen, um ewige Jugend und Schönheit zu erlangen. Tristan wird schnell klar: Alle, denen der Stern begegnet, haben eigene Absichten, manche sind gut, manche böse, aber alle wollen nur eines – ihr Herz. 'Der Sternwanderer' ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Neil Gaiman. Laut Gaiman handelt es sich bei der Verfilmung um eine getreue Adaption in komprimierter Form, mit nur wenigen Unterschieden zu seinem Buch. Der Film wurde in England, Schottland, Wales und Island gedreht.
Répétition
W
Cast
Claire Danes, Charlie Cox, Michelle Pfeiffer, Sienna Miller, Jason Flemyng, David Kelly, Robert De Niro
Réalisation
Matthew Vaughn
Scénario
Jane Goldman, Matthew Vaughn
Informations détaillées
'Der Sternwanderer' ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Neil Gaiman. Laut Gaiman handelt es sich bei der Verfilmung um eine getreue Adaption in komprimierterer Form, mit nur wenigen Unterschieden zu seinem eigentlichen Buch. Auch von der Kritik wurde die Verfilmung mehrheitlich gelobt. Für den Filmdienst ist 'Der Sternwanderer' ein 'mehr mit Witz und mit illustren Darstellern denn mit Effekten auftrumpfendes Fantasy-Märchen, das den zwischen Poesie und schwarzem Humor oszillierenden Tonfall der literarischen Vorlage geschickt umsetzt'. Der Film wurde in England, Schottland, Wales und Island gedreht.
Frauen schwärmten für seinen undurchdringlichen Blick mit den eisblauen Augen, Männer waren von Steve McQueens Stunts und seiner Liebe zum Motorsport begeistert. Sein Durchbruch gelang ihm 1958 mit der TV-Westernserie 'Wanted: Dead or Alive' ('Der Kopfgeldjäger'). Mit Kinoproduktionen wie 'Die glorreichen Sieben' (1960) oder 'Le Mans' (1971) setzte er Massstäbe für Actionfilme. McQueen fuhr selbst Rennmotorräder und -wagen und bestand darauf, möglichst viele Stunts in seinen Filmen selbst zu machen. Seine natürliche Lässigkeit brachte ihm den Spitznamen 'King of Cool' ein. Genau wie McQueen traf auch Ali MacGraw den Zeitgeist. Zunächst arbeitete sie als Assistentin der 'Vogue'-Chefredakteurin Diana Vreeland, die als 'Modepäpstin' der 1960er galt, wurde dann Fotomodell und kam 1968 zum Film. Ihre Rolle als Jenny Cavilleri in 'Love Story' (1970) machte sie über Nacht zum Star. Zwei Jahre später begegnete sie bei den Dreharbeiten zu Sam Peckinpahs Krimi 'Getaway' (1972) Steve McQueen. Sie verliebten sich und Ali MacGraw verliess für ihn nicht nur ihren Ehemann, den Paramount-Chef Robert Evans, der damals zu den mächtigsten Männern in Hollywood zählte, sondern opferte auch ihre Schauspielkarriere. Doch hinter McQueens nonchalantem Auftreten verbarg sich ein Frauenheld, der egozentrisch, launisch und eifersüchtig war. Was als grosse Hollywood-Liebesgeschichte begann, endete als komplizierte Beziehung, die beide in den Drogenkonsum trieb. Bereits 1978, sechs Jahre nach ihrem Kennenlernen, trennten sie sich wieder. Doch sie werden für immer ein ikonisches Hollywood-Paar der 1970er Jahre bleiben.
Osterfestspiele 2023: G. F. Händel: 'Il trionfo del tempo e del disinganno' Osterfestspiele 2023 – G. F. Händel: 'Il Trionfo del Tempo e del Disinganno'
Gäste: Elsa Benoit, Julia Lezhneva, Carlo Vistoli, Anicio Zorzi Giustiniani
Der berühmte Komponist Georg Friedrich Händel fand im sonnigen Italien im Jahr 1706 seine musikalische Inspiration. Bereits ein Jahr später schuf er ein Meisterwerk, das bis heute als eines seiner schönsten Oratorien gilt. Händel war von einer tiefen Frage fasziniert: Was geschieht, wenn die Anmut (Bellezza) zwischen den Fronten des sinnlichen Vergnügens (Piacere) einerseits und der unaufhaltsamen Zeit (Tempo) und der Erkenntnis (Disinganno) andererseits gefangen ist? Dies ist eine Frage nach dem Sinn des Lebens und Händel fand seine Antwort zwischen flüchtigem Vergnügen im Hier und Jetzt und der Realität, die auf das Ewige zielt. Um dem Tod und der Vergänglichkeit zu entrinnen, muss die Anmut einen Pfad finden, der sie zur wahren Erkenntnis führt. In diesem fesselnden Oratorium, das Händel 1707 in Rom komponierte und aufführte, gelang es dem jungen Meister, ein ergreifendes Werk über die Schönheit und ihre Vergänglichkeit sowie über die grundlegenden Fragen des Lebens zu erschaffen. Diese Komposition ist mit virtuosen Arien und vielen bewegenden Momenten erfüllt von inspirierter und inspirierender Musik. Hier zeigt sich der 'italienische Händel' von seiner besten Seite. Dieses Oratorium ist ein zeitloses Meisterstück, das die Seelen der Zuhörer auch heute noch berührt und verzaubert. Aufzeichnung vom 08. April 2023 im Festspielhaus Baden-Baden.
Erneut liegt der Fluch des Rings über dem Reich der Menschen. Regin, der Sohn des getöteten Zauberers, will sich an seinem Bruder Fafnir rächen, der sich in Gestalt eines Drachen des väterlichen Schatzes und des magischen Rings bemächtigt hat. Regin trifft einen jungen Mann namens Sigurd und bittet ihn, den Drachen herauszufordern. Als Sigurd merkt, dass Regin ihn manipuliert, tötet er zuerst den Drachen und dann Regin. Den Schatz verteilt er unter den Armen und Bedürftigen. Als Sigurd kurz darauf die junge Gudrun und ihren Bruder Gunnar kennenlernt, verkleidet er sich aus Freundschaft und Abenteuerlust als Gunnar und befreit Brünhild, Gunnars Angebetete. Brünhild ist eine ehemalige Walküre, die sich einst Odins Befehl widersetzte und zur Strafe in ewigen Schlaf fiel. Sollte sie jemand befreien, ist sie dazu verdammt, ihren Retter zu heiraten. Sigurd heiratet Gudrun und Gunnar heiratet Brünhild, die glaubt, Gunnar habe sie befreit. Als sie merkt, dass sie getäuscht wurde, will sie Sigurd töten lassen. Odin, der sich den tapferen Sigurd schon lange für sein Totenheer wünscht, hilft Gunnar, Sigurd zu töten. Währenddessen rettet Loki die Götter, indem er Idunn und ihre goldenen Äpfel unter den gefährlichsten Umständen zurück nach Asgard bringt. Trotz seiner Heldentat misstrauen ihm die Götter und halten ihn für einen Betrüger.
Fotos können das Weltbild beeinflussen und jedes Foto hat eine Entstehungsgeschichte. Das Magazin ordnet Bilder ein und liefert faszinierende Aufschlüsse, die über den ersten Blick hinausgehen.
Robert Guédiguian – ein Regisseur ganz in seiner Zeit Sein bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichneter Film Une femme aujourd'hui (deutsch etwa Eine Frau von heute) kommt am 21. Oktober in die Kinos. Der aus Marseille stammende Regisseur und ehemalige kommunistische Aktivist erzählt darin die Geschichte von Juliette, einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen, deren sozialer Aufstieg Distanz zwischen ihr und ihrer Familie schafft. Karriere und Beruf stehen im Mittelpunkt ihres Lebens, bis sie von ihrem Vorgesetzten vergewaltigt wird. Die Enthüllung eines Familiengeheimnisses hilft ihr, dieses Trauma zu überwinden und ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Gipfeltreffen Trump-Putin-Xi Jinping: Auf dem Weg zu einem neuen Jalta? Laut einer Meldung des Wall Street Journal hat Wladimir Putin Donald Trump und Xi Jinping vorgeschlagen, sich am Rande des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) zu treffen, das am 18. und 19. November in Shenzhen stattfinden soll. Putin möchte die Gelegenheit nutzen, um über die Ukraine zu sprechen, während Trump erklärt, andere Themen in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Der US-Präsident hat den ukrainischen Präsidenten in den letzten Wochen scharf kritisiert und bereits ohne Rücksprache mit ihm ein Abkommen über russischen Diesel mit Wladimir Putin geschlossen. Die Aussicht auf einen solchen Dreiergipfel erinnert an die Konferenz von Jalta 1945, bei der der US-Präsident Roosevelt, der britische Premierminister Churchill und der sowjetische Staatschef Stalin die Grenzen Europas neu zogen. Ausserdem: Marjorie Adelson befasst sich mit den Massnahmen der Gemeinde Thaon-les-Vosges gegen sexuelle Handlungen im Freien, die mit dem Schutz der öffentlichen Sittlichkeit begründet werden. Théophile Cossa befasst sich mit dem Erfolg von Verkaufsautomaten aller Art: für Pizza, Sonnencreme – und sogar Beton.
Paris, 1858: Nach einem Attentat an der damaligen Pariser Oper, das ihn und die Kaiserin beinahe das Leben gekostet hätte, beschliesst Napoleon III., in seiner Hauptstadt ein neues, prunkvolles und vor allem sicheres Opernhaus bauen zu lassen. Ganz unerwartet gewinnt ein junger, unbekannter Architekt den Wettbewerb: Charles Garnier. Fast 15 Jahre lang baut er mit seinem Team und Hunderten von Handwerkern das grösste Theaterhaus des 19. Jahrhunderts. Der junge Architekt setzt moderne neue Werkstoffe wie Metall ein und beschäftigt die grössten Talente seiner Zeit, etwa den Bildhauer Louis-Félix Chabaud. Bis zur Fertigstellung der Oper ist Garnier starkem Gegenwind ausgesetzt: von kleinlicher Polemik, die von enttäuschten Konkurrenten ins Leben gerufen wurde, bis hin zur Kritik der republikanischen Opposition, die in der Oper ein Sinnbild für alle Ungleichheiten sieht. Trotz der unverbrüchlichen Unterstützung durch den Kaiser weht Garnier auch die Unbill des berühmten Baron Haussmann entgegen, denn dieses mit allen bekannten Regeln brechende Bauprojekt bringt die perfekte Harmonie von Haussmanns Pariser Stadtplanung durcheinander. Der Dokumentarfilm erzählt die Entstehungsgeschichte der Pariser Opéra Garnier. Das Gebäude und sein Grundriss brachen mit allen bisher bekannten künstlerischen, technischen und raumgestalterischen Konzepten eines Opernhauses. Veranschaulicht durch exklusive Archivbilder führt dieser Spaziergang hinter die Kulissen eines der berühmtesten Bauwerke von Paris, Symbol für den Stil des Zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III. und der darauf folgenden frühen Dritten Republik.
(1) Drei Fleischsorten und eine elsässische Tonterrine: Baeckeoffe In der Küche von Thierry Schwartz, einem Sternekoch mit Hang zur Selbstironie, probiert Orane Delépine den typisch elsässischen Baeckeoffe – einen in Riesling geschmorten Eintopf mit mehreren Fleischsorten. Der Geograph und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erzählt vom vermutlich jüdischen Ursprung des Baeckeoffe und wie der Thymian seinen Weg vom Mittelmeer ins Elsass fand. Zudem berichtet er über die zahlreichen elsässischen Köche, die sich jenseits des Atlantiks einen Namen gemacht haben. (2) Kulinarische Mitbringsel Orane Delépine möchte den Menschenmassen der Weihnachtsmärkte lieber entgehen und reist daher für ihre Jagd nach regionalen Spezialitäten schon einige Monate früher ins Elsass. Ganz oben auf ihrer Liste stehen die als 'Bredele' bekannten elsässischen Weihnachtsplätzchen. Auf ihrer Suche entdeckt sie weitere kulinarische Besonderheiten, wie Strassburger Würstchen und den stark riechenden Münsterkäse. Die Hoffnung auf Bredele hat Orane schon fast aufgegeben, als sie in einem kleinen Geschäft doch noch fündig wird. (3) Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Rezept für Baeckeoffe, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe! ------------------------------ Rezept für Baeckeoffe: Zutaten für 8 Personen: 2 kg Kartoffeln 4 Karotten 6 weisse Zwiebeln 4 Knoblauchzehen 4-5 Lorbeerblätter 2 Thymianzweige 600 g Bugstück vom Rind 600 g Schweinekamm 600 g entbeinte Lammschulter 1 l trockener Weisswein aus dem Elsass (Riesling) Zubereitung: – Das Fleisch würfeln, dabei nicht das ganze Fett entfernen. – Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. – Eine erste Schicht Kartoffeln auf den Boden der Terrine legen und würzen. – Je eine Schicht Karotten und Zwiebeln in den Topf geben und ebenfalls würzen. – Das Gemüse in der Terrine mit einem Teil des Weins bedecken. – Eine Schicht Fleisch und gehackte Knoblauchzehen dazugeben. – Eine weitere Schicht Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln hinzufügen. Dabei wieder jede Schicht würzen. Die Schichten wiederholen, bis die Terrine voll ist. Mit einer Schicht Kartoffeln abschliessen. – Den restlichen Wein, die Lorbeerblätter und die Thymianzweige in den Topf geben. – Zugedeckt 3 Stunden bei 180 Grad Celsius im Ofen schmoren.
Madagskar / Frankreich / Deutschland | Themen: Madagaskar: Ein Blick in die Seele der Roten Insel / Frankreich: Der Flachs von Mayenne / Schottland: Alisons Rinderbraten / Deutschland: Jazz im 'Ätherkrieg'
(1): Madagaskar: Ein Blick in die Seele der Roten Insel Im Laufe seines Lebens hat Pierrot Men unzählige Menschen fotografiert. Man könnte sogar sagen, dass er das Wesen Madagaskars wie seine Westentasche kennt. Während seiner Kindheit an der Ostküste des Landes hatte er keinen Bezug zur Fotografie – abgesehen von den kleinen Fotos auf Briefmarken. Dank seines künstlerischen Gespürs wurde der Laie später zu einem der bekanntesten madagassischen Fotografen. Kaum ein anderer Künstler fängt die Ursprünglichkeit der Roten Insel so authentisch ein wie er. (2): Frankreich: Der Flachs von Mayenne Die Verarbeitung von Flachs ist eine alte Handwerkskunst, die in der Mayenne eine lange Tradition hat. Das ländliche Departement im Westen Frankreichs ist für seine farbintensiven Stoffe bekannt, mit denen schon in der Renaissance gehandelt wurde. Manche Händler beuteten die bitterarmen Bauern aus und gelangten so zu enormem Reichtum. Mit der industriellen Revolution entstanden viele Spinnereien, wie die der ehemaligen Abtei von Fontaine-Daniel. Das Wunderwerk aus Stein ist noch heute eine Textilfabrik, in der die jahrhundertealte Tradition weiterlebt. (3): Schottland: Alisons Rinderbraten Alison und ihr Mann bereiten auf ihrem Bauernhof in Hardiesmill ihren traditionellen Rinderbraten zu. Dafür schneidet Alison Kartoffeln fächerförmig ein, gart sie kurz vor und backt sie anschliessend mit dem Knochenmark im Ofen. Unterdessen legt ihr Mann das Fleisch vom Angus-Rind in den Ofen und begiesst es regelmässig mit Bratensaft. Das Gericht wird mit Spinat serviert und ist ihre wohlverdiente Belohnung nach getaner Arbeit. (4): Deutschland: Jazz im Ätherkrieg Seit mehr als drei Jahrzehnten pulsiert Berlin nachts im Rhythmus des Techno. Auch für Fans anderer Musikstile hat die deutsche Hauptstadt einiges zu bieten. Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Jazzstandard einst eine wichtige Rolle im Kampf um das Machtinstrument Radio spielte?
Angola / Patagonien / Japan | Themen: Angola: Manuel Rui, Chronist der Nation / Patagonien: Das Eldorado der Waliser / Salvador: Margaritas Quesadillas / Japan: Die Liebe zum Hund
(1) Angola: Manuel Rui, Chronist der Nation Der 1941 in Angola geborene Schriftsteller und Dichter Manuel Rui engagierte sich schon früh in der Unabhängigkeitsbewegung MPLA. Als überzeugter marxistischer Aktivist wurde er zum Chronisten einer Nation, die gerade erst lernte, auf eigenen Füssen zu stehen. 1977 veröffentlichte Rui 'Sim, Camarada!' (auf Deutsch: 'Ja, Genosse!'). Die Kurzgeschichtensammlung gilt als das erste Prosawerk des von Portugal unabhängigen Angolas. In den Texten erklingt die Euphorie der wiedergefundenen Freiheit sowie die Hoffnungen und Enttäuschungen eines ganzen Volkes. (2) Patagonien: Das Eldorado der Waliser Drachen und Teekannen sind nicht wirklich Bilder, die man mit der patagonischen Steppenwüste verbindet. Doch tatsächlich hält hier eine kleine Gemeinschaft die Traditionen ihrer Vorfahren aus dem rund 12.000 Kilometer entfernten Wales in Ehren. Mitte des 19. Jahrhunderts flüchteten mehrere walisische Familien vor der englischen Unterdrückung, überquerten den Atlantik und liessen sich voller Hoffnung in der vielversprechenden argentinischen Provinz Chubut nieder. Dabei gelobten sie, ihre Sprache und ihren Glauben zu bewahren. (3) Salvador: Margaritas Quesadillas Margarita lebt in der salvadorianischen Stadt Santa Tecla und backt für ihr Leben gerne. Heute lädt sie ihre Nachbarinnen zur Quesadilla-Verkostung ein. Hierfür vermengt sie Milch, Zucker, Sahne und Eier und rührt dann Queso duro blanco, einen lokalen Frischkäse, ein. Zum Schluss werden Hefe, Mehl und Margarine untergehoben. Sie verkauft diese Backware auch, um auf einen Besuch bei ihrer Mutter in Honduras zu sparen. (4) Japan: Die Liebe zum Hund In Japan mag man alles, was 'kawaii' ist, also 'süss'. Dazu gehören natürlich Katzen – aber auch Hunde, die wie Püppchen angezogen und geherzt werden. Die Liebe zum besten Freund des Menschen ist zwar nicht neu, hat hier aber einen Höhepunkt erreicht .
Unter der Herrschaft Ludwigs XIV. war Versailles eine ständige Baustelle. Auch anschliessend wurde es von den nachfolgenden Bewohnern unaufhörlich umgewandelt. Daher hat das Kulturdenkmal, das Millionen Besucher heute erblicken, nur noch entfernte Ähnlichkeit mit der Residenz des Sonnenkönigs. Ausserdem erzählt es nichts über seine erstaunliche Entstehungsgeschichte. Moderne Rekonstruktionstechniken eröffnen heute einen neuen Blick auf Versailles und seine Entstehung. Der Dokumentarfilm beobachtet die Wissenschaftler bei ihren Bemühungen, die Räume und Ausstattungen der verlorenen Orte zu rekonstruieren und die Entstehungsgeschichte des Schlosses zu klären. So rekonstruiert der Konservator des Schlossmuseums, Alexandre Maral, die irrwitzigen barocken Fantasiegebilde, die eine Zeit lang den Park füllten, und lässt die Zuschauenden eine wunderbare künstliche Grotte mit zauberhaften Springbrunnen erkunden. Der wissenschaftliche Direktor des Versailler Forschungszentrums, Mathieu da Vinha, führt detailliert vor, wie die grossen Höflingsgemächer eingerichtet waren. Der Spezialist für die königlichen Sammlungen, Matthieu Lett, kann dank der 3D-Rekonstruktion des Privatmuseums von Ludwig XIV. die Hängung in diesem sehr privaten Ort in virtueller Realität ausprobieren. Verbunden mit der Untersuchung Tausender alter Pläne ermöglichen diese modernen Rekonstruktionstechniken eine vollkommen neue Erforschung der architektonischen Vergangenheit von Versailles und offenbaren deren verborgenen Sinn.
Répétition
W
Cast
Douglas Joyman, Jean-Noël Martin, Armand Eloi, Donat Guibert, Hervé Masquelier, Alice Gozlan, Anouchka Csernakova
Réalisation
Marc Jampolsky
Scénario
Marc Jampolsky, Marie Thiry
Informations détaillées
Das Programm wird ergänzt durch ein Konzert: ARTE zeigt am Sonntag, den 2. Juni um 17.40 Uhr einen 'Italienischen Barockabend auf Schloss Versailles'.
Kaiser Franz Joseph I. lenkt 68 Jahre die Geschicke des Habsburger-Reichs. Er ist eine Konstante im Europa des 19. Jh. Doch in seiner Monarchie sind die Fliehkräfte enorm, der Zusammenbruch wirkt wie vorherbestimmt. Heute überlebt sein Andenken vor allem durch die Verfilmungen seiner Ehe mit Kaiserin Elisabeth. Die Dokumentation erzählt das wahre Leben eines Herrschers, der sein Reich mit eiserner Hand regiert und durch sein Festhalten an überkommenen Traditionen Europa in den Ersten Weltkrieg führt. 'Franzi' wird 1830 in Schönbrunn geboren. Mit hartem Drill wird er zum 'perfekten Pflicht-Erfüller' erzogen. Religiöse und militärische Ertüchtigung sind die obersten Maximen seiner Erziehung. Schon als Teenager hat er bis zu 50 Wochenstunden Unterricht. Während der Revolution von 1848 betreibt seine Mutter den Austausch der Führungsriege im Hause Habsburg. Sie überredet ihren Schwager zum Abdanken und ihren Mann zum Verzicht auf die Krone. Franz Joseph wird zum Kaiser proklamiert. Mutter Sophie ist es auch, die ihrem Sohn nahelegt, eine seiner beiden bayerischen Cousinen zu heiraten. Doch bald wird klar, dass Sisi ihre Rolle als Kaiserin gänzlich ablehnt. Franz Joseph wird ihr ein Leben lang hinterherlaufen. Auch in seinem Reich brodelt es. Revolutionäre drohen immer wieder Franz Josephs Monarchie in Stücke zu reissen. Er antwortet stets mit militärischer Härte: Die Bewahrung des Alten wird zum entscheidenden Leitmotiv seines Lebens. Am Ende kann aber auch er den Lauf der Zeit nicht aufhalten.
Niklas Balheden aus Göteborg ist Religionslehrer an einer Grundschule. Er beschäftigt sich schon seit seinen Studienzeiten mit Glaubensfragen. Bereits vor 30 Jahren dachte er darüber nach, Zeit in einem buddhistischen Kloster in Thailand zu verbringen. Damals hatte man ihn abgewiesen, heute ist der Zugang viel einfacher. Ein Monat im Waldkloster soll dem 56-Jährigen helfen, seine spirituellen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und gelassener mit Stress umzugehen. Unter dem Begriff Meditation-Retreats werden Meditations- und Yoga-Kurse mit mehrwöchigen Aufenthalten in Tempeln gebündelt. Parallel dazu hat sich auch die Infrastruktur ausgeweitet: Während es in den 2000ern nur etwa zehn bis 20 Tempel mit Retreat-Angeboten gab, liegt deren Zahl mittlerweile bei geschätzt 150 in ganz Thailand. Allein im Jahr 2023 nahmen rund 1,8 Millionen Menschen an solchen Programmen teil. Sie generierten rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz. Nicht nur in Fernost suchen Menschen nach innerer Ruhe und spiritueller Orientierung. In Europa steigt die Zahl derer, die sich auf den buddhistischen Weg begeben. Familie Erdmann praktiziert in Hamburg den Diamantenweg-Buddhismus. Arthur Erdmann beschäftigt die Suche nach Glück und dem Sinn des Lebens schon seit seiner Jugend. Mit 20 Jahren kommt er zum Buddhismus – und findet, wonach er lange gesucht hat: Zufriedenheit und Glück. Bei einem Meditationskurs in Israel lernt er die Polin Kesja kennen. Deren Mutter konvertierte, als sie 14 Jahre alt war, zum Buddhismus. Anfang August 2026 trafen sich im süddeutschen Immenstadt rund 3.000 Buddhisten. Auch die Erdmanns waren dabei.
Mumbai: Bombay Duck | Themen: Der Klassiker unter den Trockenfischen in Mumbai: Bombay Duck / Ein Biss'chen Heimat: Arbinder, ein Inder in England / Ran an die Töpfe!
(1) Der Klassiker unter den Trockenfischen in Mumbai: Bombay Duck Seinen Namen erhielt der als 'Bombay Duck' bekannte Fisch, weil er mit dem Zug quer durch Indien transportiert wurde und schliesslich im damaligen Bombay landete. Heute zählt er zu den Klassikern der einheimischen Küche. Sabrine Kasbaoui probiert das Gericht gemeinsam mit der Köchin Harsha Tapke, die zudem der lokalen Fischergemeinschaft angehört. Der Geograph und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard berichtet über das bedeutende Marathi-Erbe Mumbais und erzählt die Geschichte hinter dem Namen 'Bombay Duck'. So viel sei verraten: Um Enten geht es dabei nicht. Abschliessend spricht er über die Herkunft von Asafoetida, einem in weiten Teilen Eurasiens beliebten Gewürz. (2) Ein Biss'chen Heimat: Arbinder, ein Inder in England Kochen ist in Indien traditionell die Aufgabe der Mütter. So fand Arbinder seine Inspiration, selbst Koch zu werden. Im Londoner Stadtteil Southall – dem 'Little India' der britischen Hauptstadt – findet er für die indische Küche wichtige Zutaten wie grünen Kardamom. Seinen Gästen serviert er eine Eigenkreation, die indische und französische Einflüsse vereint: Einen Kuchen mit Eiscreme Miso-Karamell und Gulab Jamun. (3) Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Bombay Duck, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe! ---------------------- Rezept für Bombay Duck Zutaten für 4 Personen: 10 getrocknete Bombay Ducks oder Sardinen 2 EL Kurkuma 2 EL Sonnenblumenöl 7 Knoblauchzehen 3 grüne Chilischoten 1 EL Baharat-Gewürzmischung 1 Bund Koriander Zubereitung: – Schwänze, Köpfe und Seitenflossen entfernen und die Fische abspülen. – Die Knoblauchzehen mit etwas Salz in einem Mörser zerstossen, bis eine Paste entsteht. – Die grünen Chilischoten der Länge nach aufschneiden. – Die Fische, den Knoblauch und die Chilischoten in einen Wok geben. – Kurkuma, Baharat und Sonnenblumenöl dazugeben. – Alles gründlich vermengen, damit der Fisch die Gewürzmischung gut aufnimmt. – Den Koriander hacken, in den Wok geben und alles bei starker Hitze sieben Minuten lang anbraten.
(1): Paris: Nina Berberovas Chroniken aus dem russischen Exil Anfang des 20. Jahrhunderts fanden verarmte Aristokraten und einfache Soldaten der zaristischen Armee Zuflucht in Paris und dem Vorort Billancourt – geplagt von der Erinnerung an das für immer verlorene Russland. Zu den Vertriebenen zählte auch Nina Berberova, die sich 1925 in Paris niederliess. Die entwurzelten Menschen, denen sie begegnete, machte sie zu Figuren ihrer Romane, Erzählungen und Geschichten. Ihre auf Russisch verfassten Texte – darunter die 'Chroniques de Billancourt' – blieben lange unbekannt und erhielten in Europa erst in den 1980er Jahren die verdiente Anerkennung. (2): Bosnien: Olympisches Überbleibsel des Brutalismus In Sarajevo ist der olympische Geist nach wie vor allgegenwärtig! Während der Olympischen Winterspiele 1984 stand die bosnische Hauptstadt für kurze Zeit im Mittelpunkt des Weltgeschehens. Eines der symbolträchtigsten Überbleibsel dieser euphorischen Ära ist die Bobbahn. Der Eiskanal aus rohem Beton, der sich den Berg hinunter schlängelt, spiegelt eine bis heute verkannte architektonische Strömung wider: den Brutalismus. (3): Schottland: Nikkis Käse-Scones Auf der Ardross Farm backt Nikki Käse-Scones nach dem Rezept ihrer Mutter. Zuerst macht sie den Teig, dann kommen Cheddar und das Highlight der schottischen Küche hinzu: Bärlauch. Am besten schmecken die schottischen Scones zu einer klassischen Linsensuppe. (4): Spanien: Ein Franco kommt selten allein Im spanischen Ferrol erinnert eine Gedenktafel an den Diktator Francisco Franco. Die Tafel ist an Francos Geburtshaus angebracht und zeigt ihn gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ramón. Dieser ist schon lange in Vergessenheit geraten, dabei war er einst einer der berühmtesten Spanier der Welt – und Gegenspieler seines älteren Bruders.
Glasgow / Philippinen / Kanada | Themen: Glasgow: Depardons ungeschönter Blick / Philippinen: Die verzaubernde Insel Siquijor / Baskenland: Christophes Entenherzen / Kanada: Was ist gross, haarig und unauffindbar?
(1) Glasgow: Depardons ungeschönter Blick Im Juni 1980, in den ersten Jahren der Thatcher-Ära, schickt das 'Sunday Times Magazine' den französischen Fotojournalisten Raymond Depardon nach Glasgow. Ein Auftrag, über den sich der damals knapp 40-Jährige, der eigentlich auf die Berichterstattung aus Krisengebieten spezialisiert ist, zunächst wundert. Auf seinen Streifzügen, die Leica immer schussbereit, entdeckt er eine von Deindustrialisierung und sozialem Niedergang gezeichnete Stadt. Hier bringt Depardon zum ersten Mal eine sozialkritische Dimension in seine Fotos. (2) Philippinen: Die verzaubernde Insel Siquijor Die Philippinen-Insel Siquijor galt lange Zeit als unheimlich und wurde weitgehend gemieden. Dabei bedient sie uneingeschränkt das tropische Postkartenklischee: weisse Sandstrände, dichte Wälder, versteckte Höhlen. Der unheilvolle Ruf von Siquijor geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Damals sichteten spanische Seefahrer Leuchtpunkte auf den Anhöhen der Insel – von Einwohnern entzündete Feuer oder Glühwürmchen? – und tauften sie 'Isla del Fuego', Feuerinsel. Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich fortan auch Gerüchte über die Insel: Man munkelte von übernatürlichen Phänomenen und Hexerei. (3) Baskenland: Christophes Entenherzen In Béarn, im französischen Teil des Baskenlands, bereitet Christophe seine Spezialität zu: Entenherzen mit Petersilie und Knoblauch. Als erstes erhitzt er Champignons mit Knoblauch in einer Pfanne, dann gibt er die Entenherzen dazu. Wenn diese gut angebraten sind, werden sie mit Essig abgelöscht, und am Schluss kommt noch eine grosszügige Handvoll Petersilie dazu. Traditionell wird das Gericht nach einem Rugbyspiel gemeinsam mit Freunden gegessen. (4) Kanada: Was ist gross, haarig und unauffindbar? In British Columbia spielt das Licht gerne Verstecken. Tatsächlich besteht die Provinz zu 60 Prozent aus Wald. Um diesen undurchdringlichen Forst ranken sich zahlreiche Mythen, so soll darin seit Jahrtausenden eine seltsame Kreatur hausen. Vor über 70 Jahren drang ein mutiger Journalist bis ins Herz des Waldes vor, um die Wahrheit herauszufinden.
Burma, 1943: Britische Kriegsgefangene treffen in einem japanischen Lager ein und erhalten den Befehl, eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke über den Kwai zu errichten. Lagerkommandant Colonel Saito verlangt, dass auch die Offiziere körperlich mitarbeiten. Doch Oberst Nicholson verweist auf die Genfer Konvention und widersetzt sich den Anordnungen – selbst um den Preis schwerer Misshandlungen. Als Saito schliesslich nachgibt, übernimmt Nicholson die Leitung des Brückenbaus. Was zunächst als Zeichen militärischer Disziplin gedacht ist, entwickelt sich zunehmend zu einem persönlichen Prestigeprojekt. Währenddessen entkommt der amerikanische Soldat Shears dem Lager und wird von den Alliierten für ein gefährliches Sabotagekommando rekrutiert. Ihr Auftrag: die Brücke vor ihrer Fertigstellung zerstören. David Lean verbindet Kriegskino mit einem vielschichtigen Drama über Pflichtbewusstsein, Stolz und die moralischen Grenzen militärischer Loyalität. David Leans 'Die Brücke am Kwai', basierend auf Pierre Boulles Roman, gewann 1958 sieben Oscars, darunter für den besten Film, die beste Regie und den besten Hauptdarsteller Alec Guinness. Gedreht wurde überwiegend in Sri Lanka, wo eigens eine rund 130 Meter lange Brücke errichtet wurde. Heute gilt 'Die Brücke am Kwai' als Meilenstein des Kriegsfilms, weil er spektakuläre Inszenierung mit einer kritischen Auseinandersetzung über Gehorsam, Ehre und die Absurdität des Krieges verbindet.
Répétition
W
Cast
Geoffrey Horne, William Holden, Alec Guinness, Jack Hawkins, Sessue Hayakawa, James Donald, André Morell
Réalisation
David Lean
Scénario
Carl Foreman, Michael Wilson
Informations détaillées
'Die Brücke am Kwai' ist ein scheinbar klassisches Kriegsepos, das zugleich das Prinzip des Krieges ad absurdum führt. Der Film erhielt sieben Oscars und drei Golden Globes, unter anderem die Oscars für die beste Regie, die beste Kamera, die beste Musik, das beste adaptierte Drehbuch und den besten Hauptdarsteller: Alec Guinness für seine differenzierte psychologische Darstellung. 'Effektvoll und sorgfältig inszeniertes Kriegsabenteuer, zwiespältig in seiner ambivalenten Haltung zwischen Apotheose unbedingter militärischer Pflichterfüllung und ironischer Kritik an der absurden Sinnlosigkeit des Krieges.' (Lexikon des internationalen Films).
Vietnam ist eines der artenreichsten Länder der Erde, doch viele Tiere sind weitgehend unbekannt. Der Doku-Zweiteiler zeigt die aussergewöhnliche Vielfalt der Lebensräume des südostasiatischen Landes. In dieser Folge begibt sich das Filmteam in den Dschungelgebiete des Nordens auf die Suche nach seltenen Tieren. Dabei entstanden einzigartige Aufnahmen vom scheuen Fleckenroller oder der vom Aussterben bedrohten Krokodilschwanzechse. Vietnam vereint zwei gegensätzliche Welten: Im Norden prägen Kalksteinformationen, nahezu undurchdringliche Regenwälder und die kühlen Ausläufer des Himalayas die Landschaft, während im Süden der Monsun und das gewaltige Überschwemmungsgebiet des Mekong-Deltas die Natur formen. Gemässigte und tropische Ökosysteme treffen hier auf engem Raum aufeinander und schaffen Lebensbedingungen, die die Entstehung neuer Arten begünstigen. So wird Vietnam zu einem Hotspot der Biodiversität. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schuppentier. Das Pangolin ist das meistgewilderte Tier der Welt. Welche Abenteuer es erlebt, was ein Fleckenroller mit Kaffee zu tun hat und warum Cat-Ba-Languren nur auf einer einzigen Insel leben, zeigt diese Dokumentation über die Bergwälder Vietnams.
Répétition
W
Cast
Silvia Meisterle
Réalisation
Michael Riegler, Stephan Krasser, Johannes Berger, Heike Grebe
Der Vietnamkrieg forderte nicht nur Millionen Opfer in der Bevölkerung, auch weite Teile der Natur im Süden wurde zerstört. Pflanzen und Tiere konnten sich ihr Reich zurückerobern – dort, wo es die Zivilisation zugelassen hat. Diese Folge des Zweiteilers erzählt einzigartige Erfolgsgeschichten von Fauna und Flora. Überquert man den Wolkenpass in der Mitte Vietnams, betritt man ein anderes Land. Während im Norden ein raues, kühles Klima herrscht, ist der Süden ganzjährig tropisch warm. Nahe der Millionenmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt liegt ein kleines Paradies. Umringt von Kulturland ist der Nationalpark Cát Tiên der einzige intakte Flachlandregenwald Vietnams. Hier traf das Filmteam auf die letzten Familien der Südlichen Gelbwangengibbons im Land. Dabei gelangen faszinierende Verhaltensstudien dieser seltenen Primaten. Noch tiefer im Süden fliesst der Mekong, die Lebensader Südvietnams. Einst eine endlose Wasserwildnis, wird im Mekongdelta mehrmals im Jahr Reis geerntet. Auf den Wasserwegen treiben die Vietnamesen Handel. Es bleibt kaum Platz für naturbelassene Gebiete. Trotzdem fand das Filmteam Zwergotter bei der Jagd im Wald und Siamkrokodile, die bereits als ausgestorben galten. Die Wildnis im tropischen Süden Vietnams steht vor grossen Herausforderungen. Wie sie diese meistert und welche Arten den Kampf verlieren könnten, erzählt dieser Teil der Dokumentation.
Répétition
W
Réalisation
Heike Grebe, Michael Riegler, Stephan Krasser, Johannes Berger