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  1. Stadt Land Kunst Invitation au voyage

    Saudi-Arabien | Themen: Das bittersüsse Arabien von Mahmoud Sabbagh / In Saudi-Arabien: Am Ursprung des Islam / In Dschidda: Das schwarze Sprudeln

    Kategorie
    Darstellende Kunst
    Produktionsinfos
    Magazin
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2023
    Beschreibung
    (1): Das bittersüsse Arabien von Mahmoud Sabbagh 2016 wurde die Filmwelt von einem völlig unerwarteten Werk überrascht: 'Barakah meets Barakah'. Die skurrile romantische Komödie, die bei den Berliner Filmfestspielen ausgezeichnet und für den Oscar nominiert wurde, spielt in den Strassen der pulsierenden Hafenstadt Dschidda. Der zum Erscheinen seines Films 33-jährige Regisseur Mahmoud Sabbagh bedient die gängigen Codes der romantischen Komödie, um sich über die Zwänge der saudischen Gesellschaft lustig zu machen und schenkt der bislang wenig gehörten Jugend des Landes eine Stimme. (2): In Saudi-Arabien: Am Ursprung des Islams In der arabischen Tradition gestaltet, verwandelt – und zerstört – das Wort. Es handelt sich nicht nur um die Sprache der Dichter. In Saudi-Arabien nahm das Wort göttlichen Charakter an, denn dort, in der unermesslichen Wüste, wurde der Islam geboren: Im 7. Jahrhundert nach Christus entstand die letzte der grossen monotheistischen Religionen mit ihrem Propheten Mohammed (etwa 570 bis 632 nach Christus) und einem Buch, dem Koran (auf Arabisch: 'die Lesung'). Innerhalb einiger Jahrzehnte bekehrte der Karawanenhändler einen grossen Teil der arabischen Halbinsel und schuf die Keimzelle eines zentralisierten Staates. (3): In Dschidda: Das schwarze Sprudeln Dschidda, das Tor nach Mekka und wirtschaftliche Hauptstadt Saudi-Arabiens, ist seit Jahrhunderten geprägt vom Kommen und Gehen der Pilger und Händler. Anfang des 20. Jahrhunderts sollte ein britischer Geheimagent, der sich in der Stadt niederliess, das Schicksal des Landes für immer verändern ...
    Episodenummer
    29
    Regie
    Fabrice Michelin
  2. Köstliches Südtirol

    Vom Ritten bis ins Unterland

    Kategorie
    Landschaftsbild
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2024
    Beschreibung
    Die vierte Folge erkundet das Gebiet im Norden und im Süden der Hauptstadt Bozen. In den Wäldern wird das mediterrane Flair intensiver. Es ist das Südtirol der Weinstrassen und Obstgärten. Für Barbara Untermarzoner ist der Wald ein Ort der Ruhe, aber auch eine Vorratskammer. Hier sammelt sie ungewöhnliche Zutaten wie Huflattich für die Speisen, die sie in ihrer Waldküche zubereitet. Das Harz aus den Fichten benutzt sie, um den im Moos gegarten Saibling-Filets einen ganz besonderen Geschmack zu verleihen. Angelo Carrillo lebt bei Eppan an der Weinstrasse. Als Südtiroler mit deutscher Mutter und italienischem Vater ist er mit zwei Sprachen und zwei Esskulturen gross geworden. Sein Risotto bereitet er mit Pfifferlingen und einem ganz besonderen Käse zu: Der Ahrntaler Graukäse gilt als kleines Wunder Südtirols. Julia und Karoline Walch sind Winzerinnen in der fünften Generation. Ihre Mutter Elena revolutionierte den Weinbau Südtirols, hin zu internationalen Standards. Doch was passiert mit dem eleganten Südtiroler Wein in Zeiten des Klimawandels? Das diskutieren die Schwestern auch mal beim Kochen. Ihr Wildhirschbraten schmort natürlich in Wein, serviert wird er mit Polenta, Birnen und Preiselbeeren. Fast ausgestorben war eine Hülsenfrucht, die heute im kleinen Dorf Altrei wieder gedeiht: Lupinus pilosus, einst bekannt als Kaffeeersatz. Nun baut Roswitha Zöggeler die alte Nutzpflanze wieder an. Und backt zur Freude der ganzen Familie leckere Muffins aus Lupinenmehl. Serviert werden die süssen Köstlichkeiten natürlich mit einer Tasse Altreier Lupinenkaffee.
    Episodenummer
    4
    Wiederholung
    W
    Regie
    Francesca D'Amicis
  3. Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt

    Der Bernina Express

    Kategorie
    Auto/Verkehr
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2019
    Beschreibung
    Über 196 Brücken und durch 55 Tunnel kämpft sich der 'Bernina Express' von Chur in der Schweiz bis nach Tirano in Italien. Durch tiefe Täler, wilde Schluchten und über das ewige Eis der Bündner Alpen. Erst 1890 erschliessen die Bahningenieure den Südosten der Schweiz. Die einzigartige und gewagte Streckenführung durch das Albulatal und über den Berninapass zählt seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Die Viadukte und Tunnel sind steinerne Zeugen für den Pioniergeist der Bahningenieure und den Mut der Bahnarbeiter und Mineure, die trotz der lauernden Gefahren das silbern schimmernde Schienenband durch die Berge hindurch bis hinunter ins Val Poschiavo legten. Auf den ersten Blick unsichtbar: die Bedrohung der Strecke durch die globale Klimaerwärmung. Vor allem im Hochgebirge kommt es zu markanten Veränderungen. Heute noch muss der Lokführer auf dieser Strecke wachsam sein, denn damals wie heute sind das Wetter und die Berge immer für eine Überraschung gut. Extreme Wetterereignisse wie Starkschneefälle, Überschwemmungen oder Winterstürme im Gebirge können unter bestimmten Umständen dazu führen, dass ganze Berge ins Rutschen kommen – und im schlimmsten Fall die Bahnlinie bedrohen. Die Dokumentation begleitet den 'Bernina Express' auf seiner rund vier Stunden dauernden Fahrt von Chur in der Schweiz bis nach Tirano in Italien. Atemraubende Luftaufnahmen erzählen die Geschichte einer architektonischen Meisterleistung von Bahningenieuren in einer unberechenbaren Landschaft.
    Episodenummer
    1
    Regie
    Marita Neher
  4. Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt

    Der Wolkenzug

    Kategorie
    Auto/Verkehr
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2019
    Beschreibung
    Im Norden Argentiniens überquert der weltberühmte 'Tren a las Nubes' – der 'Wolkenzug' – schwindelerregende Viadukte und tiefe Täler. Eine technische Meisterleistung in den Anden und eine atemberaubende Fahrt durch eine spektakuläre Landschaft. 27 harte Jahre arbeiteten sich Arbeiter aus aller Welt durch das steinige Gelände, bis 1948 die damals höchste Bahnstrecke auf 4.220 Metern endlich fertiggestellt werden konnte. Nun konnten die reichen Bodenschätze und landwirtschaftliche Erzeugnisse der Region endlich von Salta bis an die chilenische Küste, nach Antofagasta, transportiert werden. Entlang der Bahnstrecke haben sich Nachfahren indigener Stämme Nordargentiniens angesiedelt. Sie leben von dem, was die karge Natur zu bieten hat, und von den Touristen, die mit dem Zug vorbeikommen. Doch seit nur noch der Cargozug und nicht mehr der 'Wolkenzug' vorbeikommt, müssen sie bis nach San Antonio de los Cobres reisen, um ihre Produkte zu verkaufen. Wenn sich dann der Zug mit grossem Getöse in Bewegung setzt, ist die Freude riesig. Sogar über die dicken schwarzen Qualmwolken, die die in die Jahre gekommene Diesellok ausstösst, wenn sie sich keuchend und stampfend durch das Altiplano von Argentinien bewegt, bis zum berühmten Viadukt La Polvorilla. Auch wenn regelmässig Erdbeben den Boden dieser Region erschüttern, lässt sich der 'Wolkenzug' davon in der Regel nicht aus der Spur bringen. Die Dokumentation folgt der Spur der Gleise und den monumentalen Viadukten auf der Bahnstrecke Ramal C-14 von Salta durch die 'Wüste des Todes' bis in das halb verlassene Wüstendorf Tolar Grande.
    Episodenummer
    3
    Cast
    Claudia Michelsen
    Regie
    Marita Neher
  5. Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt

    Der Rameswaram Express

    Kategorie
    Auto/Verkehr
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2019
    Beschreibung
    Von Chennai im Norden nach Rameswaram im Süden sind die Reisenden rund zehn Stunden auf den heissesten Schienen Indiens unterwegs. Die Bahn streift Vogelreservate, durchquert Reisfelder, hinter denen die Kalvarayan Hills zu entdecken sind, und überquert den Kaveri, den 'Ganges des Südens', auf dem Weg zur gefährlichsten Eisenbahnbrücke des Indischen Ozeans: der Pamban-Brücke, auch 'Königin der indischen Brücken' genannt. Sie verbindet das indische Festland mit Rameswaram auf der Halbinsel Pamban. Schon 1870 wollte die damalige britische Regierung eine Brücke bauen, doch erst 1911 wurde mit dem Bau begonnen, der 1914 fertiggestellt wurde. Die Pfeiler der Brücke stehen im Salzwasser und das gesamte Bauwerk ist von starker Korrosion bedroht. Zusätzlich rütteln Wirbelstürme und hohe Windgeschwindigkeiten am Stahlgerüst. 1964 wurde die Brücke von einem 240 Stundenkilometer schnellen Zyklon zerstört, durch den über hundert in der Nähe lebende Menschen ihr Leben verloren. Eine grosse Verantwortung für die Lokführer, die auf der gesamten Strecke wachsam sein müssen – denn nicht nur Passanten, Motorroller oder Autos kreuzen überraschend die Fahrbahn, auch heilige Kühe machen es sich gern auf den Schienen gemütlich. Die Dokumentation begleitet den 'Rameswaram Express' auf seiner Fahrt von Chennai, der Hauptstadt Tamil Nadus im Norden, bis zu ihrem Höhepunkt, der Überquerung der Pamban-Brücke, nach Rameswaram im Süden. Atemraubende Luftaufnahmen erzählen die Geschichte einer architektonischen Meisterleistung in der Welt der Eisenbahn.
    Episodenummer
    4
    Cast
    Claudia Michelsen
    Regie
    Marita Neher
  6. Ein Fressen für die Geier Two Mules for Sister Sara

    Kategorie
    Western Komödie
    Produktionsinfos
    Spielfilm
    Produktionsland
    USA
    Produktionsjahr
    1970
    Beschreibung
    1865: Während der französischen Intervention in Mexiko bedrängen mitten in der Wüste drei Cowboys eine entblösste Frau, bis Söldner Hogan ihr heldenhaft zu Hilfe eilt und sie im letzten Moment vor einer Vergewaltigung bewahren kann. Kurz darauf entpuppt sich die Frau als Nonne, Schwester Sara. Hogan und sie werden zu Weggefährten und verfolgen dasselbe Ziel, wenngleich aus gänzlich unterschiedlichen Motiven: den Sieg über die französischen Truppen. Während die gläubige Sara an ihrem idealistischen Traum eines freien Mexikos festhält, ist Hogan dem Goldrausch verfallen. Doch Gegensätze ziehen sich an. Schnell findet der Lebemann und Junggeselle Hogan Gefallen an der so raffinierten wie unkomplizierten Schwester Sara und bedauert, dass sie ihr Leben Gott verschrieben hat – obwohl Hogan eigentlich gern allein ist und es geniesst, sich von niemandem etwas vorschreiben zu lassen. Der Originaltitel 'Two Mules for Sister Sara' spielt darauf an, dass Schwester Sara es bei Hogan mit einem sturen Esel zu tun hat. Bei den Laurel Awards 1971 wurde Hauptdarstellerin Shirley MacLaine als beste Schauspielerin in einer Komödie nominiert, Hauptdarsteller Clint Eastwood als bester Schauspieler in einem Actionfilm. Der Film ist inzwischen ein Klassiker, mit Shirley MacLaine und Clint Eastwood in einer so aufregenden wie explosiven Mischung.
    Wiederholung
    W
    Cast
    Clint Eastwood, Shirley MacLaine, Manolo Fábregas, Alberto Morin, Armando Silvestre, John Kelly, David Povall
    Regie
    Don Siegel
    Drehbuch
    Albert Maltz
    Kritiken
    Von der komödiantischen Kaltschnäuzigkeit der Italowestern inspirierter, darstellerisch beachtlicher Western von Regie-Routinier Don Siegel (Lex. des Internat. Films).
  7. Die schönen Wilden Le sauvage

    Kategorie
    Komödie
    Produktionsinfos
    Spielfilm
    Produktionsland
    F/I
    Produktionsjahr
    1975
    Beschreibung
    Martin lebt wie Robinson Crusoe auf einer kleinen Karibikinsel, wo er fernab der Zivilisation Gemüse anbaut. Nur ab und an fährt er in die nächste Hafenstadt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und sich ein wenig zu amüsieren. Bei einem solchen Ausflug macht er Bekanntschaft mit Nelly, einer hübschen Französin. Diese hat sich in das ihm benachbarte Hotelzimmer abgeseilt, um den Fängen ihres angehenden Ehemannes Vittorio zu entkommen. Als der wutentbrannte Bräutigam auftaucht und mit Gewalt Nellys Versprechen einzufordern versucht, kann Martin nicht umhin, ihr zu helfen. Doch Nelly gelingt es tatsächlich, in noch weitaus grössere Schwierigkeiten zu geraten, indem sie ihren alten Freund und Nachtclubbesitzer Alex um ein wertvolles Gemälde bringt, das die mittellose Hochzeitsflüchtige in Reisegeld einzulösen gedenkt. Als Martin es trotzdem schafft, Nelly in ein Flugzeug nach Paris zu verfrachten, ist die Erleichterung gross. Aber da irrt er sich, denn Nelly ist ihm unbemerkt auf seine beschauliche Insel gefolgt. Der Aussteiger Martin sieht jedoch nicht ein, sein hart erarbeitetes Paradies mit der aufdringlichen Französin zu teilen, woraufhin sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Nelly wiederum entdeckt, dass auch Martin auf der Flucht ist, und erhofft sich einen gemeinsamen Neustart in unbekannter Ferne. Jean-Paul Rappeneau inszenierte eine rasante, aussergewöhnliche Filmkomödie über die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die weniger auf eine spektakuläre Inszenierung als auf das hervorragende Spiel ihrer beiden Hauptdarsteller setzt. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Venezuela, auf den Bahamas, in New York und Frankreich gedreht.
    Wiederholung
    W
    Cast
    Yves Montand, Catherine Deneuve, Luigi Vannucchi, Tony Roberts, Dana Wynter, Bobo Lewis, Vernon Dobtcheff
    Regie
    Jean-Paul Rappeneau
    Drehbuch
    Jean-Paul Rappeneau, Jean-Loup Dabadie, Elisabeth Rappeneau
    Hintergrundinfos
    Jean-Paul Rappeneau inszenierte eine rasante, aussergewöhnliche Filmkomödie über die Sehnsucht nach einer heilen Welt, die weniger auf eine spektakuläre Inszenierung, als auf das hervorragende Spiel ihrer beiden Hauptdarsteller setzt. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Südamerika, auf den Bahamas, in New York und Südfrankreich gedreht. Der Regisseur fasst die Story seines Films mit folgenden Worten zusammen: 'Die Begegnung eines Mannes und einer Frau, die auf der Flucht sind. Zu Beginn sind sie Gegner, sogar Feinde. Ganz allmählich lernen sie sich schätzen. Das Leben trennt sie. Als sie dann weit voneinander entfernt sind, haben sie nur noch einen Gedanken im Kopf: sich wiederzufinden. Psychologisch gesehen, ein extremer Gegensatz der Charaktere, der dahin eskaliert, dass einer den anderen dringend braucht.' 'Le Monde' urteilt über 'Die schönen Wilden': ' ... ein Feuerwerk, das zischt und kracht, schillert und strahlt ... Die beiden Hauptdarsteller sind unwiderstehlich. Yves Montand mit dem Bart eines Seewolfes, mit lachenden Augen, Spott im Gesicht, ein Mann in Höchstform, der die Luft der Freiheit atmet ... Catherine Deneuve, eine Abenteurerin voller Schönheit und Feuer – ein Teufel von einer Frau, die sein tropisches Paradies in Trümmer legt. Das ist das pure und reine Filmvergnügen.' Sein schreiberisches Geschick konnte Rappeneau schon 1960 bei der Verfilmung Queneaus Roman 'Zazi in der Metro' (1959) unter Beweis stellen. Fünf Jahre später wurde er mit dem Drehbuch für 'Abenteuer in Rio' (1964) für einen Oscar nominiert.
    Kritiken
    Einfallsreich pointierte Komödie, die mit geistvollem Charme die Weltfluchtromantik verulkt und ungeachtet einiger Mängel schwungvoll unterhält (Lex. des Internat. Films).
  8. Arte Reportage

    Themen: Venezuela: Auf Maduro folgte der Deal / Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben

    Kategorie
    Zeitgeschehen
    Produktionsinfos
    Reportage
    Produktionsland
    F/D
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    (1) Venezuela: Auf Maduro folgte der Deal Nicolás Maduros wurde im Januar 2026 durch US-Spezialeinheiten gefangen genommen. Drei Monate später ist Venezuela für ausländische Journalisten noch immer ein verschlossenes Land. Die Zivilgesellschaft fasste trotzdem neuen Mut. Zum ersten Mal seit Jahren wagen es Demonstranten, das Regime offen zu kritisieren und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Doch hinter der Hoffnung auf eine politische Wende verbirgt sich ein weiterer Konflikt: der um das Öl. Die USA entschieden, das alte Regime nach der Verhaftung Maduros weiter an der Macht zu lassen, solange sie im Gegenzug Zugang zu den riesigen venezolanischen Ölreserven erhalten. (2) Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben Nahida Choobi, ihr Mann Ahmad und ihre Kinder Mohamed und Mariam sind schon wieder auf der Flucht vor dem Krieg: Ihr Dorf Naqoura wurde erneut evakuiert, es liegt nur zwei Kilometer von Israels Grenze entfernt. Schon im Oktober 2023 wurde es als eines der ersten Dörfer von Israels Armee bombardiert, und dann im Krieg von 2024 zerstört. (3) Libanon: Zurück in die Trümmer Das Dorf Naqoura, nahe an Israels Grenze, wurde im Oktober 2023 von Israels Armee im Kampf gegen die Hisbollah bombardiert und besetzt. 90 Prozent der Gebäude wurden zerstört, die meisten davon während des Waffenstillstands durch Bulldozer der israelischen Armee. Sie kappten die Wasser- und Stromversorgung, zerstörten Strassen, die Schule, Geschäfte, die Moschee und sogar den Friedhof.
  9. Mit offenen Karten Le dessous des cartes

    Themen: USA: Trumps Wirtschaftspolitik

    Kategorie
    Zeitgeschehen
    Produktionsinfos
    Magazin
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    Im Februar 2026 erklärten die neun Richter des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten mit sechs gegen drei Stimmen, dass ein US-Präsident nicht im Alleingang Zölle gegen Handelspartner verhängen darf. Damit entschärften sie den Säbel, mit dem Trump seit seiner Rückkehr ins Weisse Haus am liebsten rasselt, denn er belohnt oder bestraft andere Staatschefs mit willkürlichen Zollerhöhungen oder -senkungen. Das Handelsdefizit der USA hat er damit jedenfalls nicht verbessert. 'Mit offenen Karten' nimmt dieses Urteil zum Anlass, um die Konsequenzen der neuen US-Handelspolitik für die einzelnen Wirtschaftsbereiche und das amerikanische Volk seit dem letzten Wechsel im Weissen Haus näher zu betrachten. Die Karten veranschaulichen die Folgen von Trumps ökonomischen Weichenstellungen, mit besonderem Fokus auf Minneapolis, wo die lokale Wirtschaft zudem unter der radikalen Vorgehensweise der Einwanderungsbehörde ICE leidet.
    Episodenummer
    20
    Wiederholung
    W
  10. Abenteuer Armenien – Von Seiltänzern, Geiern und kosmischer Strahlung

    Kategorie
    Land und Leute
    Produktionsinfos
    Dokumentation
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2018
    Beschreibung
    Armenien ist ein Bergland im Südkaukasus, umringt von geopolitischen Schwergewichten wie der Türkei, dem Iran, Georgien und Aserbaidschan. Ein Land von erhabener Schönheit, reicher Geschichte und viel Tragik: Erdbeben, Krieg, religiöse Konflikte bis hin zum Völkermord. Zu den bedeutenden Kulturgütern Armeniens gehören die Chatschkare – die Kreuzsteine. Die in Stein gehauenen Glaubensbekenntnisse reichen bis ins Jahr 301 zurück. Einer der wenigen, der ihre Fertigung beherrscht, ist Varazdat Hambardzumyan. In seiner Werkstatt arbeitet er an einem Auftrag des Ministeriums für Notfallsituationen. Zum Jahrestag der Gründung soll das grosse Kreuz eingeweiht werden. Südöstlich von Eriwan liegt das Caucasus Wildlife Refuge, ein 5.000 Hektar grosses Naturschutzgebiet. Karen Aghababyan und Manuk Manukyan sind Biologen und Ranger. Sie machen eine erste Wildtier-Bestandsaufnahme und schützen das Gebiet vor Wilderern. Sveta Hovanisyan ist 68 Jahre alt und die Clanchefin einer Berghirtenfamilie. Seit ihrer Kindheit ist sie von März bis Oktober auf dem Hochplateau. Die Familie versorgt 30 Rinder und fast 200 Schafe. Das einzige Brennmittel sind Kuhfladen – auch der Erdofen wird damit befeuert. Wegen der hohen Lage des Landes liess die Sowjetunion Anfang der 1950er Jahre das Weltraumobservatorium Byurakan errichten. Hasmik Andreasyan und Anahit Samsonyan sind Astrophysikerinnen und nutzen es noch heute. Sofia, Miriam, Marine, Shahane und Hasmik bilden das Gesangsquintett Luys. Im malerisch gelegenen Kloster Geghard, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, sorgen sie für wunderbare Momente.
    Wiederholung
    W
    Cast
    Karen Aghababyan, Hasmik Andreasyan, Sveta Hovanisyan, Manuk Manukyan, Marine, Miriam, Anahit Samsonyan
    Regie
    Till Lehmann
  11. Arte Journal Arte journal

    Kategorie
    Nachrichten
    Produktionsinfos
    Nachrichten
    Produktionsland
    F/D
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
  12. Ein Palast aus Sand: Nepals magische Mandalas Indien: Mit Mandalas zur Erleuchtung

    Kategorie
    Landschaftsbild
    Produktionsinfos
    Reportage
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2024
    Beschreibung
    Im Westen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu steht die Thrangu Tara Abbey, ein Kloster, in dem rund 230 Nonnen arbeiten und studieren. Sie gehören einem der vier grossen tibetischen Orden an – dem Karma-Kagyu-Orden. Seit 2016 erleben tibetisch-buddhistische Nonnen so etwas wie eine Revolution: Sie gelten als gleichgestellt gegenüber den Mönchen – den Männern des Ordens – und dürfen Buddhas Lehre an klostereigenen Universitäten studieren. Wenn das männliche und das weibliche Prinzip miteinander in völliger Harmonie sind – so der buddhistische Glaube – kann daraus Frieden erwachsen. Viele Nonnen sind Waisen oder stammen aus ärmlichen Regionen. Im Kloster erhalten sie kostenlos Essen und Bildung – wie Ani Jamyang. Das Kloster ist ihre Heimat geworden. Alle Hingabe der Nonnen gilt aktuell dem Wohl ihres jüngst verstorbenen Meisters Thrangu Rinpoche. In allen Klöstern des Karma-Kagye-Ordens finden intensive Gebetszeremonien statt. Sie sollen die Wiedergeburt des Meisters begleiten – die nach Vorstellung der Gläubigen demnächst bevorsteht. Die Nonnen der Thrangu Tara Abbey wollen ihren Teil dazu beitragen und im Tempel ein Schutz-Mandala aus farbigem Sand errichten. Mit der Fertigstellung residiert Göttin Vajrayogini – so die Vorstellung der Gläubigen – in ihrem Sandmandala-Palast. Nach einer Woche, so sind die Gläubigen überzeugt, wird sie wieder ausziehen. Danach wird das Mandala rituell zerstört. Diese Sichtweise fasst einen der Kerngedanken des Buddhismus zusammen: Nichts währt ewig. Deshalb sollte man früh lernen, alles, woran das Herz hängt, auch wieder loszulassen.
    Regie
    Andrea Oster
  13. Titanic – Die Nacht der Katastrophe Titanic Sinks Tonight

    Unsinkbar?

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    GB
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Die Titanic befindet sich auf ihrer Jungfernfahrt nach New York. Viele Reisende wandern in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika aus, andere sind geschäftlich unterwegs oder geniessen schlicht die Überfahrt auf dem Luxusdampfer. Sie alle sind überzeugt, auf dem sichersten Schiff aller Zeiten zu reisen. Gegen 23 Uhr haben sich die meisten Passagiere in ihre Kabinen zurückgezogen. Nur die Crew arbeitet durch, damit die Titanic ihren Zeitplan einhalten kann. Um 23.07 Uhr empfängt die Funkstation eine Eisberg-Warnung – doch die Nachricht wird nicht als dringend eingestuft ... 22 Minuten später meldet Frederick Fleet aus dem Ausguck: 'Eisberg direkt voraus!' Das Ruder wird sofort herumgerissen. Es scheint, als sei die Titanic der Gefahr knapp entronnen, doch in einem der Kesselräume bemerkt der Heizer Frederick Barrett, dass Wasser durch ein Loch im Rumpf strömt. Er und seine Kollegen können entkommen, bevor sich die Schotten hinter ihnen schliessen. Noch wiegen sich Besatzung und Passagiere in Sicherheit, denn das grösste Passagierschiff der Welt gilt als unsinkbar. Doch dann werden innerhalb einer halben Stunde vier der insgesamt 16 angeblich wasserdichten Abteilungen des Schiffs geflutet. Noch eine fünfte, und die Titanic ist verloren ... Ausgerechnet Thomas Andrews, der Chefkonstrukteur des Unglücksdampfers, entdeckt zu seinem unbeschreiblichen Entsetzen, dass die Katastrophe eingetreten ist. Nur knapp zwei Stunden später versinkt die Titanic in den eisigen Fluten des Atlantiks.
    Episodenummer
    1
    Cast
    Vicky Allen, Steffan Boje, Forrest Bothwell, Patrick Buchanan, Matthew Cassidy, Ian Davidson, Sara Diab
    Regie
    Hugh Ballantyne
    Drehbuch
    Rebecca Fairbank
  14. Titanic – Die Nacht der Katastrophe Titanic Sinks Tonight

    SOS

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    GB
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Der Kapitän der Titanic befiehlt den Funkern, einen Notruf abzusetzen. In den Kesselräumen wird unterdessen verzweifelt versucht, das eindringende Wasser abzupumpen, um Zeit zu gewinnen. Da die Rettungsboote nur für die Hälfte der Menschen an Bord ausreichen, bleibt die Hoffnung, dass ein anderes Schiff zur Hilfe kommt. Die Passagiere der Ersten Klasse erhalten Schwimmwesten und werden aufgefordert, an Deck zu gehen. Noch wissen sie nicht, dass das Schiff dem Untergang geweiht ist. Auf dem nächstgelegenen Schiff, der 'SS Californian', ist der Funker nicht mehr im Dienst. Ein anderes Schiff, der Dampfer 'RMS Carpathia', nimmt jedoch Kurs auf die Titanic. Eine Passagierin der Ersten Klasse, Lucy Duff-Gordon, erinnert sich, dass man sie aufforderte, ohne ihren Ehemann in ein Rettungsboot zu steigen. Der verantwortliche Offizier auf der Backbordseite, Charles Lightoller, hält strikt an der Regel fest, nur Frauen und Kinder in die Boote zu lassen. Viele Familien entscheiden sich, zusammen an Deck zu bleiben, und einige Rettungsboote werden halb leer zu Wasser gelassen. Als klar wird, dass die 'Carpathia' das sinkende Schiff nicht rechtzeitig erreichen kann, werden vermehrt Morselampen und Notraketen eingesetzt, um die 'SS Californian' auf die Katastrophe aufmerksam zu machen – doch deren Funker schläft weiterhin. Nun erkennen auch die Passagiere der Zweiten und Dritten Klasse die Ausweglosigkeit ihrer Lage und drängen an Deck. Die 'SS Californian' antwortet immer noch nicht. Alle, die nicht rasch einen Platz in einem Rettungsboot finden, drohen mit der Titanic unterzugehen.
    Episodenummer
    2
    Cast
    Hannah Wengård, Gerry O'Brien, Sara Diab, Adam Rhys-Charles, Lisa Dwyer Hogg, Charlotte McCurry, Andy Doherty
    Regie
    Hugh Ballantyne
    Drehbuch
    Rebecca Fairbank
  15. Titanic – Die Nacht der Katastrophe Titanic Sinks Tonight

    Kampf ums Überleben

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    GB
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Um 1.12 Uhr nachts befinden sich noch mehr als 2.000 Menschen an Bord der Titanic. Da die Rettungsboote nicht für alle ausreichen und keine Hilfe in Sicht ist, eskaliert die Situation. Um die Ordnung in dieser ausweglosen Lage notdürftig aufrechtzuerhalten, werden Schusswaffen an ranghohe Offiziere verteilt. Besonders hart trifft es die 709 Passagiere der Dritten Klasse: Ohne Lautsprecherdurchsagen oder Stewards, die ihnen den Weg weisen, sind sie auf sich allein gestellt. Ein Gewirr aus Gängen und Treppen erschwert ihnen den Zugang zum Deck. Selbst diejenigen, die es schliesslich dorthin schaffen, stossen auf ein verriegeltes Gitter, das ihnen den Weg zu den letzten Rettungsbooten versperrt. Die wenigen Boote, die noch verfügbar sind, füllen sich rasch. Auf der Backbordseite hält Offizier Lightoller strikt an der Anweisung fest, nur Frauen und Kinder einsteigen zu lassen. Eine Passagierin der Zweiten Klasse, Charlotte Collyer, steht vor einer schmerzhaften Entscheidung: Soll sie mit ihrer kleinen Tochter in ein Rettungsboot steigen oder bei ihrem Mann an Bord des sinkenden Schiffes bleiben? Bruce Ismay, Direktor der 'White Star Line', der bis dahin bei der Evakuierung geholfen hat, sichert sich in letzter Minute einen Platz in einem der letzten Boote. Als es den verzweifelten Passagieren der Dritten Klasse schliesslich gelingt, das Gitter aufzubrechen, kommt es zu einem chaotischen Ansturm auf die Rettungsboote. Eugene Daly berichtet, wie er aus einem Boot gerissen wird, in das er gesprungen war. Kurz darauf muss er mitansehen, wie zwei Männer erschossen werden, als sie versuchen, sich ebenfalls in ein Boot zu retten. Ein überforderter Offizier nimmt sich inmitten des Chaos das Leben. Weil noch immer über 1.500 Menschen an Bord sind, befiehlt der Kapitän den sich bereits entfernenden, nur halb besetzten Rettungsbooten, zurückzukehren. Doch die Insassen fürchten, von den verzweifelten Schiffbrüchigen in die Tiefe gerissen zu werden. Sie ignorieren den Befehl und rudern weiter – weg von der sinkenden Titanic.
    Episodenummer
    3
    Cast
    Hannah Wengård, Patrick Buchanan, Gerry O'Brien, Sara Diab, Adam Rhys-Charles, Lisa Dwyer Hogg, Killian Filan
    Regie
    Hugh Ballantyne
    Drehbuch
    Rebecca Fairbank
  16. Titanic – Die Nacht der Katastrophe Titanic Sinks Tonight

    Die letzten Minuten

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    GB
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Als das letzte Rettungsboot die Titanic verlässt, wird den Zurückgebliebenen klar: Es gibt keine Rettung mehr. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Kapitän Smith wirkt wie erstarrt, während Thomas Andrews, der Konstrukteur des Schiffs, bis zuletzt versucht, Passagiere in Sicherheit zu bringen. Einige Crewmitglieder nehmen einen letzten Drink. Die Funker Harold Bride und Jack Phillips halten bis zum Schluss ihre Position. Erst als der Kapitän den Befehl zum Verlassen des Schiffs gibt, gehen sie an Deck. Dort versuchen sie, eines der faltbaren Rettungsbotte zu Wasser zu lassen. Doch eine Welle reisst die beiden weg, genau wie andere Hunderte Menschen. Das Heck der Titanic richtet sich immer steiler auf, während sich verzweifelte Passagiere daran klammern. First Class-Passagier Jack Thayer und Offizier Lightoller springen ins eiskalte Wasser. Dann bricht das Schiff entzwei, und um 2.20 Uhr ist die Titanic versunken. Für einen Moment herrscht Stille, dann ertönen verzweifelte Schreie. Thayer, Lightoller und Bride retten sich auf das kieloben treibende Faltboot B. In den Rettungsbooten hören die Insassen die Hilferufe, doch nur zwei Boote kehren um. Die meisten Überlebenden bleiben im eisigen Wasser zurück. Als die 'Carpathia' eintrifft, sind 1.496 Menschen ertrunken – eine Tragödie, die Geschichte schreibt.
    Episodenummer
    4
    Cast
    Hannah Wengård, Patrick Buchanan, Gerry O'Brien, Sara Diab, Adam Rhys-Charles, Lisa Dwyer Hogg, Charlotte McCurry
    Regie
    Hugh Ballantyne
    Drehbuch
    Rebecca Fairbank
  17. 300 Jahre Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach

    Gäste: Anna Prohaska, Andreas Scholl, Julian Prégardien, Raphael Wittmer, Tomás Král, Tobias Berndt

    Kategorie
    Klassische Musik
    Produktionsinfos
    Musik
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2023
    Beschreibung
    Am Karfreitag des Jahres 1724 umrahmte ein neues Werk des ebenfalls neuen Thomaskantors den Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche: die 'Johannes-Passion'. Das musikalische Drama beginnt mit dem ersten Ton. Über einen pochenden Bass und unruhig vorantreibende Streicher schrauben sich Oboen und Flöten in schmerzvollen Dissonanzen hervor. Eine Musik, als würde sich eine gepeinigte Seele in ihrer Qual winden. Wenn auf dem Höhepunkt dieses monumentalen Aufbaus der Chor einsetzt, klingt das wie ein Schrei, der Leid und Erlösung in einem ist. Erzählt wird – nach dem Evangelium des Johannes – von der Gefangennahme, Hinrichtung und Grablegung des Jesus von Nazareth. Mit einem mächtigen Chorsatz hat die Passion begonnen, mit einem zarten, innigen endet sie. Und der zieht eine Art Resümee dessen, was da in den vergangenen zwei Stunden zu erleben war. Durch den Opfertod Christi wird den Sterblichen das Tor zum Himmel, zur Erlösung aufgestossen. Die 'Johannes-Passion' von Johann Sebastian Bach zählt zu den berühmtesten sakralen Werken der Musikgeschichte. Nachdem fast das ganze Ouvre des Thomaskantors nach dessen Tod in Vergessenheit geriet, wurde das Werk erstmals 1832 in Bremen wiederaufgeführt. Seitdem gehört die Passion zum Standardrepertoire in Kirche und Konzertsaal. Aufzeichnung vom 7. April 2023 aus der Thomaskirche, Leipzig.
    Regie
    Ute Feudel
  18. Das Massaker von Katyn Katyn

    Kategorie
    Drama
    Produktionsinfos
    Spielfilm
    Produktionsland
    PL
    Produktionsjahr
    2007
    Beschreibung
    Das Meisterwerk von Andrzej Wajda – oscarnominiert als bester fremdsprachiger Film – beleuchtet eines der verdrängten Kapitel des Zweiten Weltkriegs: die Ermordung von rund 22.000 polnischen Offizieren und weiteren Kriegsgefangenen durch die sowjetische Geheimpolizei im Frühjahr 1940. Jahrzehntelang wurde diese Tragödie vertuscht, die Wahrheit durch Propaganda und politische Interessen verwischt. Wajda, dessen Vater selbst in Katyn ermordet wurde, erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Hinterbliebenen – Ehefrauen, Mütter, Schwestern -, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung um Gewissheit ringen. Der Film 'Das Massaker von Katyn' verwebt persönliche Schicksale mit der grossen historischen Lüge und zeigt, wie die Manipulation von Fakten ganze Generationen prägte. Im April 2025 erinnerte Polens Ministerpräsident Donald Tusk angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an Katyn als Mahnung vor den Gefahren von Desinformation und staatlicher Gewalt. Wajdas Werk wird so zu einem zeitlosen Appell für Wahrheit und Verantwortung – gestern wie heute. 'Das Massaker von Katyn' ist nicht nur ein historisches Drama, sondern eine Warnung vor der Macht der Geschichtsfälschung in einer Welt, in der Faktenverdrehung erneut zur Waffe wird. Ein Film, der die Frage stellt: Wie lange kann eine Gesellschaft mit verdrängter Geschichte leben – und was bedeutet das für unsere Gegenwart?
    Wiederholung
    W
    Cast
    Artur Zmijewski, Andrzej Chyra, Maja Ostaszewska, Magdalena Cielecka, Jan Englert, Danuta Stenka, Krzysztof Kolberger
    Regie
    Andrzej Wajda
    Drehbuch
    Wladyslaw Pasikowski, Przemyslaw Nowakowski, Andrzej Wajda
  19. 28 Minuten 28 minutes

    Themen: Der Mond / Ist Israel eine 'illiberale Demokratie'?

    Kategorie
    Magazin
    Produktionsinfos
    Magazin
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    (1): Der Mond – neues Schlachtfeld zwischen den USA und China? Am 1. April soll die NASA ihre Mission 'Artemis-2' starten. Zum ersten Mal seit Apollo 17 vor 54 Jahren wird eine vierköpfige Besatzung – darunter eine Frau, ein Afroamerikaner und ein Kanadier – die Erdumlaufbahn verlassen und den Mond umfliegen. Der Flug ist von hoher symbolischer und geostrategischer Bedeutung, während China darauf abzielt, bereits 2030 auf dem Mond zu landen und dort eine Basis zu errichten. Auch die NASA plant eine Mondlandung bis 2030, verfügt derzeit jedoch über kein einsatzbereites Landemodul. Alain Cirou, Chefredakteur der Zeitschrift 'Ciel et Espace', ist unser Gast. (2): Todesstrafe, Besatzungspolitik: Ist Israel eine 'illiberale Demokratie'? Am 30. März verabschiedete das israelische Parlament ein Gesetz, das die Todesstrafe für 'Terroristen' einführt. Es gilt ausschliesslich für Palästinenser, die wegen tödlicher Anschläge gegen Israel verurteilt werden. Für Palästinenser im besetzten Westjordanland sieht der Text vor, dass die Todesstrafe zur Regelstrafe wird, wenn die israelische Militärjustiz den Mord als terroristischen Akt einstuft. Die Verabschiedung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Angriffe israelischer Siedler auf palästinensische Zivilisten im Westjordanland. Mitte März hatte der israelische Generalstabschef diese Angriffe als 'moralisch und ethisch inakzeptabel' bezeichnet. Die Opposition äusserte im Parlament scharfe Kritik an dem Gesetz. Die Vereinigung für Bürgerrechte in Israel reichte beim Obersten Gerichtshof einen Eilantrag ein. Bereits zuvor hatten Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Italien das Gesetz verurteilt und das Parlament aufgefordert, davon Abstand zu nehmen. Ausserdem: Xavier Mauduit berichtet über den Auftakt des sogenannten Athanor-Prozesses, in dem Freimaurer vor dem Pariser Schwurgericht wegen krimineller Machenschaften angeklagt sind. Marie Bonnisseau widmet sich einem neuen TikTok-Phänomen: KI-generierte Reality-Shows – mit Figuren in Form von Früchten.
    Episodenummer
    155
  20. (Fast) Die ganze Wahrheit Tout est vrai (ou presque)

    Asterix und Obelix

    Kategorie
    Menschen
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2022
    Beschreibung
    Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert '(Fast) die ganze Wahrheit' unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. In dieser Folge: das unschlagbare Duo Asterix und Obelix.
    Regie
    Nicolas Rendu
  21. Am Rand des Hauses

    Leben und Schweben – Balkone

    Kategorie
    Architektur
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2023
    Beschreibung
    Der Architekt Nicolas Laisné hat in Montpellier ein Hochhaus mit dem poetischen Namen 'L'arbre blanc' entworfen. Balkone ragen aus der Fassade wie Blätter aus den Zweigen eines Baums. Sie verschatten die Fassade und verschaffen den Bewohnerinnen und Bewohnern zusätzliche Flächen, die zum Wohnen, Entspannen und Gärtnern genutzt werden können. Eine ähnliche Idee, aber für den kleineren Geldbeutel und in viel grösserem Stil hat Christophe Hutin mit dem Architekturbüro Lacaton & Vassal in Bordeaux umgesetzt: In der 'Cité du Gand Parc' wurden über 500 Wohneinheiten mit einer neuen Fassade aus Balkonen und Wintergärten ausgestattet, was die Wohnqualität deutlich gesteigert hat – und die Menschen brauchten in der kurzen Bauphase nicht einmal auszuziehen. Die Idee dazu hatte Hutin bei einer Reise durch die vietnamesische Hauptstadt Hanoi, wo die Bewohner von Mehretagenhäusern durch raffinierte Konstruktionen zusätzlichen Raum geschaffen haben. Spektakuläre Neuinterpretationen des Balkons gibt es auch in Kopenhagen zu bestaunen, wo es ein Gebäude mit v-förmigem Grundriss und treppenförmigem Aufbau gibt, das aus lauter gestapelten Balkonen besteht. Wie ein stacheliges Tier wirkt die Fassade des ebenfalls von der Architekturgruppe Bjarke Ingels entworfene 'VM House'. Der Balkon ist im 21. Jahrhundert als architektonisches Element wiederentdeckt worden, wie der Zürcher Architekturprofessor Tom Avermaete weiss, dessen Forschungsteam das Leben auf Balkonen während der Corona-Lockdown-Phase dokumentiert hat: Damals dienten sie unter anderem als Ort für Gebet, Sport, politische Statements und Musikperformances.
    Episodenummer
    3
    Wiederholung
    W
    Regie
    Brigitte Kleine
  22. Yangtse – Unterwegs in China Langs de oevers van de Yangtze

    Der Geist von Mao

    Kategorie
    Land und Leute
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    NL
    Produktionsjahr
    2016
    Beschreibung
    Patriotismus wird in China seit dem Kindesalter gelehrt. Obwohl 1976 verstorben, scheint Mao Tsetung so lebendig und beliebt wie nie zuvor. Millionen Menschen starben unter seinem Regime an Hunger und Gewalt. In der Öffentlichkeit werden aber nur seine Heldentaten thematisiert. Bis heute werden in der Schule dieselben Lieder gesungen. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou begibt sich auf seiner Reise entlang des drittlängsten Flusses der Welt, dem Yangtse, auf die Suche nach dem Vermächtnis des 'grossen Vorsitzenden'. In einem Museum wird alles über Mao ausgestellt. Bilder, Amulette, Spiegel und Tassen – Maos Konterfei ist überall abgebildet. Aber ist es wirklich ein Zeichen der Verehrung, das den Sammler antreibt, oder eine Möglichkeit, den Wahnsinn über die pure Masse der Objekte darzustellen? Offen will sich niemand äussern. Der berühmteste Mao-Imitator Chinas verdient mit seiner Verkörperung gutes Geld. Er unterschreibt kapitalistische Verträge für Geschäfte, die im kommunistischen China undenkbar gewesen wären. Am Honghu-See lebt eine Gemeinde von Fischern, die stark unter dem Regime von Mao gelitten hat. Infolge der grossen chinesischen Hungersnot flohen viele Fischer an den Honghu-See, um dort Hausboote zu bauen und mit dem selbst gefangenen Fisch zu überleben. Sie haben diesen Ort seitdem nicht verlassen, doch nun werden sie umgesiedelt. Im See sind keine Fische mehr.
    Episodenummer
    3
    Wiederholung
    W
    Regie
    Maaik Krijgsman
  23. Geschichte schreiben Faire l'histoire

    Das Palästinensertuch – Mehr als ein Stück Stoff | Gäste: Jean-Pierre Filiu (historien)

    Kategorie
    Infomagazin
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2022
    Beschreibung
    Seit dem 20. Jahrhundert ist der israelisch-palästinensische Konflikt ein Dauerthema im Nahen Osten. In der Geschichte spielt ein einfaches Stück Stoff eine wichtige Rolle: die Kufija, besser bekannt als 'Palästinensertuch'. Während des Arabischen Aufstands 1936 wurde die traditionelle Kopfbedeckung der palästinensischen Bauern zu einem Symbol des Widerstands. Im Zuge des Nahostkonflikts verbreitete das Tuch sich als Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern in ganz Europa, bevor es zu einem reinen Modeaccessoire wurde.
    Episodenummer
    6
  24. An den Ufern des Nil

    Zwischen Assuan und Luxor

    Kategorie
    Geschichte
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2016
    Beschreibung
    Eine Reise entlang des Nils ist die Reise zur Wiege einer grossen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen. Auf der Nil-Insel Elephantine erforschen Archäologen die Monumente aus der Pharaonenzeit. Dort lag der Umschlagplatz von Gold und Elfenbein für die Herrscher Altägyptens. Der berühmte Nilometer mass die Höhe der alljährlichen Nilflut. Heute erscheint manchen die Zukunft am grossen Strom voller Chancen – wie etwa dem 'Mangokönig' Hak Hussein, der sogar bis nach Europa exportiert. Andere sehen in der neuen Zeit gefährliche Verlockungen und fühlen ihre Existenz bedroht – wie der Flussschiffer Mahmud, dessen hölzerner Segelkahn nicht mehr konkurrenzfähig ist. An exotischen Plätzen wie dem Kamelsouk von Daraw scheint die Zeit hingegen stehengeblieben zu sein. Der Ort wirkt wie aus '1001 Nacht'. Seit Jahrhunderten treiben auf dem Markt ausschliesslich Männer Handel. Dabei haben sie aber den Weltmarkt fest im Blick und nutzen selbstverständlich modernste Technik. Hoch hinaus will auch der Unternehmer Mohammed. Er lässt in Luxor allmorgendlich Heissluftballons mit Touristen über dem Tal der Könige aufsteigen, wenn es der Wind und die politischen Verhältnisse erlauben.
    Episodenummer
    1
    Wiederholung
    W
    Regie
    Michael Gregor
    Drehbuch
    Michael Gregor
  25. An den Ufern des Nil

    Zwischen Luxor und Wüste

    Kategorie
    Geschichte
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2016
    Beschreibung
    Über Jahrtausende hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar, hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Dadurch sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Naqada stellen Töpfereien seit 5.000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her. Die Nachfrage ist gross, denn die speziellen Wasserkrüge aus Ton sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden. Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am grossen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
    Wiederholung
    W
    Regie
    Michael Gregor
    Drehbuch
    Michael Gregor
  26. An den Ufern des Nil

    Zwischen Wüste und Mittelmeer

    Kategorie
    Geschichte
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2016
    Beschreibung
    In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in einen bedrohten Paradiesgarten. Die Menschen beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheissungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die 'beste Baumwolle der Welt', wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die 'bequemsten Sofas überhaupt' anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
    Episodenummer
    3
    Wiederholung
    W
    Regie
    Michael Gregor
    Drehbuch
    Michael Gregor
  27. Estrada Real – Auf dem Königsweg durch Brasilien Brasilien. Der Königsweg – Von Rio de Janeiro nach Ouro Preto

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentation
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Sonne, Strand und Zuckerhut sind der Inbegriff von Brasilien, doch es gibt weit mehr zu entdecken: Eine atemberaubende Landschaft, eine geheimnisvolle Vergangenheit und Bewohner, die unter harten Bedingungen ihr Glück suchen. Brasiliens Südosten ist eine faszinierende Region von grosser historischer Bedeutung. An der Küste von Rio de Janeiro beginnt die 'Estrada Real' – Der Königsweg. Im 17. Jahrhundert wurde diese Strasse von der portugiesischen Kolonialmacht angelegt, um die wertvollen Bodenschätze ausser Landes zu bringen. Eine bis zu 800 Kilometer lange Route von der Küste bis ins tiefste Hinterland. 60 Tage benötigten die Gold-Esel früher für die Strecke, die kostbare Fracht durfte allein auf diesem Weg transportiert werden. Auch heute noch führt die Estrada Real von den subtropischen Küstengebieten durch den gefährdeten Atlantikurwald der Mata Atlântica, über die Feuchtsavanne des Cerrado bis hin in die Cidades Históricas, die 'historischen Städte'. Hier wird eine tiefe Religiosität gelebt. Aber in einer einzigartigen brasilianischen Mischform: katholische Frömmigkeit und afro-brasilianische Kulte schliessen sich gegenseitig nicht aus. Für diese Dokumentation nehmen uns Regisseur Steffen Haug und sein Team mit auf einen Weg, der für die Geschichte des fünftgrössten Landes der Erde steht wie kein anderer. Sie treffen Menschen, die an der Estrada Real für die Natur kämpfen, die Erinnerung an die dunklen Seiten der Vergangenheit am Leben halten, im Erdboden Schätze finden und Brasilien zum nächsten Fussballweltmeister machen wollen.
    Wiederholung
    W
    Regie
    Steffen Haug
  28. 42 – Die Antwort auf fast alles 42: Die Antwort auf fast alles

    Warum verlieben wir uns?

    Kategorie
    Technik/Wissenschaft
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2022
    Beschreibung
    Zwei Personen treffen aufeinander und Zack, Blitzeinschlag: Liebe! Und die beiden schweben zusammen auf Wolke sieben, bis dass der Tod sie scheidet. Nach diesem Strickmuster funktionieren bei uns im Westen unzählige Liebesgeschichten. Jedoch war das nicht immer so. Liebe ist Interpretationssache und hat ganz viel mit der Kultur und der Epoche zu tun, in der wir leben. Aber es gibt etwas, was wir alle gemeinsam haben: die Hormone. Wenn wir richtig verliebt sind, ist bei uns die Hölle los. Das Herz rast, die Hände schwitzen, der Mund wird trocken und das Gehirn schaltet auf 'glücklich-unzurechnungsfähig'. Liebe kann wie eine Droge wirken, die süchtig macht. Doch warum dieses Begehren? Nur, damit wir ein Kind in die Welt setzen? Das Kinderkriegen funktioniert auch in nüchternen Verbindungen zwischen Mann und Frau. Viele Kulturen sind überzeugt davon, dass eine arrangierte Ehe sogar eine bessere Grundlage für eine langfristige Beziehung ist als dieser Hormonrausch. Gibt es so etwas wie ein natürliches Liebesleben der Menschen? Ja, sagt der Evolutionsbiologe Thomas Junker. Um herauszukriegen, warum wir in der Evolution so etwas wie die Liebe entwickelt haben, schaut er sich das Sozialleben von Gorillas oder Schimpansen an, die mit uns eng verwandt sind. Denn körperliche Merkmale und das Beziehungsleben sind eng gekoppelt. Sind wir in der Liebe also eher wie Schimpansen, die in grösseren Gruppen zusammenleben, in denen alle Weibchen mit allen Männchen Sex haben? Oder doch eher Gorillas, mit einem dominanten Männchen an der Spitze eines kleinen Harems?
    Episodenummer
    5
    Regie
    Jutta Henkel
  29. Die heilende Kraft der Räume

    Vom historischen Sanatorium zum modernen Gesundheitszentrum

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Krankenhäuser. Sie müssen funktionieren. Sie müssen hohe Standards an Technik, Hygiene und Logistik erfüllen. Und das bei fast immer sehr knappen Budgets. Diese Zwänge zeigen sich in der Qualität von Architektur und Innenraumgestaltung. Schlicht, funktional, steril – das ist die Welt, die Erkrankte meist vorfinden. Doch den hocheffizienten, maschinenbasierten Medizinfabriken fehlt meistens etwas Entscheidendes. Etwas, was vor allem kranke Menschen dringend brauchen: Lebensqualität. Wärme, Geborgenheit, Ruhe. Rückzugsmöglichkeiten. Eine freundliche, einladende Atmosphäre. Immer mehr Studien belegen, was jeder Mensch instinktiv fühlt: Licht, Luft, Farben, attraktive Ausblicke – all das trägt dazu bei, dass man sich gerne in einem Raum aufhält. Und wer sich wohlfühlt, wird schneller gesund. Auch dafür gibt es zunehmend wissenschaftliche Nachweise. Wie können wir also die Architektur im Gesundheitswesen so verbessern, dass schon die Räume selbst den Heilungsprozess fördern? Die erste Folge stellt das Zentrum für Krebs und Gesundheit in Kopenhagen vor. Hier wurde alles umgesetzt, was nach heutigem Wissensstand gut für die Genesung ist. Und das mit einem regulären Budget. Schon vor fast hundert Jahren haben die Architekturlegenden Aino und Alvar Aalto beim Paimio Sanatorium in Finnland viele der Gestaltungskriterien angewendet, die heute als gesichert heilungsfördernd gelten. Das Sanatorium ist inzwischen ein Museum, wo man besichtigen kann, was 'Healing Architecture' ausmacht.
    Episodenummer
    1
    Regie
    Sabine Reeh
  30. Twist

    Themen: Unendlichkeit – Wie fühlt sich das an?

    Kategorie
    Freizeit Hobby
    Produktionsinfos
    Magazin
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    Wer über Unendlichkeit nachdenkt, merkt schnell, wie die eigene Wahrnehmung versagt. In einer grossen Einzelausstellung im Kölner Museum Ludwig zeigt die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ihre berühmten Spiegelräume und entführt so in ihre unendlichen Welten. Die Schweizer Künstlerin Isabelle Krieg fühlt sich sehr unwohl mit der Grenzenlosigkeit der Unendlichkeit. In einer riesigen Installation aus 400 Strausseneiern versucht sie das Thema zu fassen. Der Astrophysiker und Buchautor Heino Falcke befasst sich abstrakter mit Unendlichkeit und versucht sie wissenschaftlich zu erforschen. Für ihn zeigt sich Unendlichkeit aber auch in seinem tiefen religiösen Glauben. Wie sich ein unendlicher Moment in der Liebe anfühlt, darüber schreibt die französische Schriftstellerin Ghislaine Dunant in ihrem preisgekrönten Roman 'L'amour infini', auf Deutsch 'Eine unendliche Liebe'. Aber wie lässt sich Unendlichkeit nicht als abstrakte Idee oder als Gefühl, sondern als körperliche Erfahrung darstellen? Die Humanhood Dance Company aus Barcelona und Birmingham versucht genau das in ihrem Stück 'Infinite'.
    Episodenummer
    4
  31. Wilde Trauminseln Trauminseln – Wilde Paradiese im Indischen Ozean

    Die Malediven

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2024
    Beschreibung
    Einsame, palmengesäumte Traumstrände und die wohl schönsten Korallenriffe im Indischen Ozean, dafür stehen die Malediven. Sie sind eine Urlaubsregion der Extraklasse und ein Naturschatz, der seinesgleichen sucht. Die Vielfalt der Riffe rund um die über 1.000 Inseln ist legendär. Putzerfische betreiben 'Schönheitssalons' und befreien ihre 'Kunden' von Hautschuppen und Parasiten. Für diesen Service stehen Fische Schlange, denn ohne die Putzer würden sie erkranken. Etwas tiefer, am Grund der Riffe, leben skurrile Sandaale. Sie wohnen in Röhren, in die sie sich bei Gefahr blitzschnell zurückziehen. Nach Anbruch der Nacht beginnt die Zeit der Jäger: Vor den wendigen Ammenhaien ist kein Fisch sicher. Die Haie saugen ihre Beute förmlich aus dem Riff. Tintenfische dagegen schleichen sich an und überraschen ihre Opfer blitzschnell. Während einiger Wochen im Jahr kommt es zu massenhaften Planktonansammlungen. Das zieht elegante Mantarochen an. Stundenlang gleiten sie mit weit geöffneten Mäulern durch die Lagune und stillen ihren Hunger. Ein unglaubliches Spektakel. Über 1,5 Millionen Touristen besuchen die Malediven jedes Jahr. Hunderte Gästehäuser und etwa 200 Hotel-Anlagen erwarten sie. Das bringt Probleme mit sich. Eines ist der Müll. Wurden die Abfälle bis in die 1990er Jahre einfach ins Meer gekippt, gibt es heute ein Umdenken. Die Dokumentation stellt Projekte und Menschen vor, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur einsetzen.
    Episodenummer
    1
    Wiederholung
    W
    Cast
    Peter Faerber
    Regie
    Thomas Behrend, Martina Andres, Manuel Spescha
  32. Wilde Trauminseln Trauminseln – Wilde Paradiese im Indischen Ozean

    Die Seychellen

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2024
    Beschreibung
    Vor der Ostküste Afrikas liegt ein Archipel von über 100 Trauminseln: die Seychellen. Riesige Granitfelsen ragen aus dichten Urwäldern und schmücken die tropischen Strände. Selbst unter Wasser schafft der Granit atemberaubende Landschaften, die man so nirgendwo sonst findet. Die Seychellen sind voller Überraschungen: An Land produziert die sagenumwobene Coco de Mer den grössten Samen der Welt – gut 30 Kilogramm schwer. Und auf der nördlichsten Seychellen-Insel nisten über 1,5 Millionen Russseeschwalben. Doch wer zu dicht am Meer brütet, läuft Gefahr, von den Wellen des Ozeans fortgespült zu werden. Unter Wasser verblüfft der Dreifleck-Preussenfisch mit erstaunlichem Verhalten, das so wohl noch nie gezeigt wurde. Der Fisch legt einen Garten aus Algen an, den er penibel pflegt. Betreten Einsiedlerkrebse oder Seeigel seine Wiese, werden sie vehement vertrieben. Anschliessend beginnt der Fisch mit der Balz, einem wilden Tanz, den er mit knurrenden Geräuschen untermalt. Mangrovenwälder sind das Zuhause kurioser Schlammspringer mit merkwürdigen Vorlieben: Sie jagen Krebse und beissen ihnen die Scheren ab. Doch es gibt Probleme im Tropenparadies. Die einst ausgedehnten Mangroven wurden grossflächig zerstört. Dabei sind die semiaquatischen Wälder wichtig für den Küstenschutz. Die Dokumentation zeigt auch, wie sich die Menschen für die Natur der Trauminseln engagieren.
    Episodenummer
    2
    Wiederholung
    W
    Cast
    Peter Faerber
    Regie
    Thomas Behrend, Martina Andres, Manuel Spescha
  33. Wilde Trauminseln Trauminseln – Wilde Paradiese im Indischen Ozean

    Mauritius und La Réunion

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2024
    Beschreibung
    Sie sind Trauminseln im Indischen Ozean und voller Überraschungen: Mauritius und La Réunion. Vor der Küste von Mauritius leben Pottwale. Während die Familie in der Tiefe nach Riesenkalmaren jagt, bleiben die Kälber an der Oberfläche und werden dort liebevoll behütet. Kehren die Mütter aus der Tiefsee zurück, ist die Wiedersehensfreude gross. Unweit von Mauritius machten Taucher vor wenigen Jahren eine sensationelle Entdeckung: Eine Senke im Riff, in der sich an manchen Tagen über 50 Graue Riffhaie versammeln, um dort zu ruhen. Doch die Natur der Inseln verändert sich dramatisch. Die ehemaligen Kolonialherren stellten nicht nur einheimischen Tierarten bis zur Ausrottung nach, auch brachten sie fremde Arten auf die Inseln. Die endemischen Flughunde leiden besonders darunter, denn das Auffinden von Früchten wird für sie immer schwieriger: Nur etwa zwei Prozent der ursprünglichen Waldfläche von Mauritius ist erhalten geblieben. Zu allem Überfluss fressen die eingeführten Makaken einen Grossteil der heimischen Früchte bereits unreif, bevor die Flughunde sie überhaupt erreichen können. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als in Mango- und Litschi-Plantagen nach Nahrung zu suchen – zum Ärger der einheimischen Bauern und mit fatalen Folgen für die Flughunde. Doch es gibt Hoffnung: Die kleine Île aux Aigrettes bietet vielen endemischen Arten Zuflucht. Naturschützer entfernten dort invasive Arten und ersetzten sie durch einheimische. Heute ähneln die Wälder wieder jenen vor der Besiedlung. Die Insel wurde zu einer Art Arche Noah, die zeigt: Artenschutz lohnt sich.
    Episodenummer
    3
    Wiederholung
    W
    Cast
    Peter Faerber
    Regie
    Thomas Behrend, Martina Andres, Manuel Spescha
  34. Mord im Orient-Express Murder on the Orient Express

    Kategorie
    Kriminal
    Produktionsinfos
    Spielfilm
    Produktionsland
    USA/GB
    Produktionsjahr
    1974
    Beschreibung
    Bitte einsteigen! Die Passagiere des luxuriösen 'Orient-Express' auf dem Weg nach Istanbul nehmen ihre Plätze ein. Unter ihnen ist auch Detektiv Hercule Poirot, der sich auf dem Rückweg von einem Fall in Jordanien befindet. Nur durch Beziehungen zum Eisenbahnpersonal konnte Poirot in letzter Minute einen Platz im Schlafwagen 'Athen-Paris' ergattern. Dessen Passagiere sind allesamt skurrile Persönlichkeiten: Da sind zum Beispiel die Missionarin Greta Ohlsson, der sexuell gehemmte Hector McQueen, die reiche Witwe Harriet Hubbard, die Exil-Prinzessin Dragomiroff – und Samuel Edward Ratchett, der regelmässig Morddrohungen erhält. Als er Poirot eine hohe Summe bietet, damit er ihn auf der Reise bewache, lehnt der Detektiv ab. Kurz darauf wird Ratchett im Schlaf brutal mit einem Messer ermordet. Inzwischen ist der Zug in einer Schneewehe steckengeblieben – und Poirot beginnt mit seinen Ermittlungen. Verfilmung des Agatha-Christie-Klassikers mit grossem Staraufgebot.
    Wiederholung
    W
    Cast
    Albert Finney, Lauren Bacall, Ingrid Bergman, Sean Connery, Martin Balsam, Jacqueline Bisset, Vanessa Redgrave
    Regie
    Sidney Lumet
    Drehbuch
    Paul Dehn
    Hintergrundinfos
    Selten wurde ein Roman mit einem vergleichbaren Staraufgebot verfilmt: Im Agatha-Christie-Klassiker 'Mord im Orient-Express' brilliert neben den Filmgrössen Sean Connery und Albert Finney auch die mehrfache Oscar-Preisträgerin Ingrid Bergman. Für ihre Rolle als Greta Ohlsson wurde sie als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Der 'Mord im Orient-Express' ist ein grosses Vergnügen mit den üblichen Verdächtigen, das durch psychologische Charakterstudien auch eine neue Epoche des Krimis einläutet. Mehr auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv.
  35. Der Graf mit der eisernen Faust Les mystères de Paris

    Kategorie
    Abenteuer
    Produktionsinfos
    Spielfilm
    Produktionsland
    F/I
    Produktionsjahr
    1962
    Beschreibung
    Paris, 1842: Bei einem Pferdekutschenrennen kommt es zu einem Unfall. Graf Rodolphe de Sambreuil fährt den Arbeiter Godin an, der später an seinen schweren Verletzungen stirbt. Godins Witwe und seine Tochter Marie fallen daraufhin in Armut. Auf der Suche nach Arbeit verschwindet die schöne Marie auf mysteriöse Weise. Als der Graf durch einen Zufall vom Tod des Arbeiters erfährt, der sich geweigert hatte, ins Krankenhaus gebracht zu werden, sucht er direkt dessen Witwe auf. Diese sitzt mittlerweile zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt im Gefängnis. Da sich der Graf für den Tod ihres Mannes verantwortlich fühlt, verspricht er der Witwe, ihre Tochter Marie zu suchen, die nun schon seit zwei Monaten unauffindbar ist. Durch seinen Butler, der in den Arbeitervierteln Informationen sammelt, erfährt Sambreuil, dass Marie sich in den Fängen der 'Eule' befinden könnte, einer bösen Alten, die junge Frauen in die Zwangsprostitution treibt. Graf Sambreuil verkleidet sich daraufhin als Türsteher und macht sich selbst auf den Weg in die Unterwelt der Stadt. Mit seinem Charisma, seiner Stärke und seinem Mut gelingt es ihm, Beziehungen zu knüpfen und auch anderen aus der Patsche zu helfen. Gleichzeitig entdeckt der Graf in Gesellschaft der hart arbeitenden Leute eine ihm bisher unbekannte Welt von gutherzigen, armen Menschen und Elend, aber auch von Schurken und grausamen Machenschaften. Doch nicht nur diese Welt wird dem Grafen zur Gefahr. Obschon er Marie vor der Prostitution bewahren kann, ist sie noch lange nicht in Sicherheit. Denn in der Zwischenzeit spinnt der skrupellose Baron de Lansignac eine heimtückische Intrige gegen den Grafen .
    Cast
    Jean Marais, Dany Robin, Jill Haworth, Raymond Pellegrin, Pierre Mondy, Alain Dekok, Georges Chamarat
    Regie
    André Hunebelle
    Drehbuch
    Diego Fabbri, Pierre Foucaud, Jean Halain
  36. Die Rosenkranzkapelle, das letzte Meisterwerk von Matisse La chapelle du Rosaire, le dernier chef-d'oeuvre de Matisse

    Kategorie
    Dokumentation
    Produktionsinfos
    Dokumentation
    Produktionsland
    F
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Die Rosenkranzkapelle in Vence gilt als das künstlerische Vermächtnis des Künstlers Henri Matisse. Der Maler, bereits Mitte 70, plante und gestaltete sie als sein letztes grosses Werk – eine Hommage an Farbe und Licht. Doch das Projekt, das heute als Höhepunkt seines Schaffens gefeiert wird, war zuerst umstritten: Kirche und Avantgarde kritisierten die neuartige Gebetsstätte der Dominikanerinnen scharf. Hinter der Kapelle steht jedoch mehr als künstlerischer Ehrgeiz. Ihre Entstehung verdankt sie einer besonderen Freundschaft: der zu Monique Bourgeois, die später als Schwester Jacques-Marie in den Orden eintrat. Zuvor war sie Matisse als Pflegerin, Modell und Vertraute zur Seite gestanden – besonders in den Jahren seiner schweren Krankheit. Als er die Kapelle entwarf, begleitete sie ihn durch den schwierigen Schaffensprozess. In ihren späten Tagebuchaufzeichnungen schildert sie die Herausforderungen: Doch welche Rolle spielte sie wirklich? Wie viel Einfluss gestand Matisse ihr zu – und was verriet ihr Blick auf sein Schaffen, seinen Glauben und seine Stellung in der modernen Kunst? Die Kapelle bleibt nicht nur ein Gesamtkunstwerk, sondern auch ein Zeugnis einer ungewöhnlichen Beziehung. Monique Bourgeois' Aufzeichnungen zeigen eine sehr persönliche Seite des herausragenden Künstlers der Klassischen Moderne.
    Regie
    Joséphine Duteuil
  37. Bach: Passionsoratorium J. S. Bach: Passionsoratorium BWV Anh. 169 – Bachs 'Unvollendete'

    Gäste: Alexander Grychtolik (Cembalo)

    Kategorie
    Klassische Musik
    Produktionsinfos
    Musik
    Produktionsland
    D
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Die Musikgeschichte ist voller Rätsel und Überraschungen. Gibt es so etwas wie Johann Sebastian Bachs 'Unvollendete'? Präziser: eine unvollendete Passion? Seit fast 150 Jahren rätselt die Bachforschung über ein verschollenes Passionsoratorium des Thomaskantors. Zumindest fand sich in der Forschungsbibliothek im Gothaer Schloss ein gedrucktes Libretto, das der Dichter Picander – einer von Bachs Lieblingslibrettisten – 1725 veröffentlicht hat. Sicher ist zumindest, dass Picander Ausschnitte dieses Textbuchs in die spätere Matthäus-Passion übernahm. Im Bach-Werke-Verzeichnis wird die 'Unbekannte' deswegen bislang als Werk ohne geklärte Zuschreibung aufgeführt. Picanders Libretto ist beeinflusst von der berühmten Passionsdichtung 'Der für die Sünde der Welt gemarterte und Sterbende Jesus' des Barthold Heinrich Brockes. Georg Friedrich Händel hat diesen vertont, eine Abschrift fand man in Bachs Bibliothek. Diese scheint ihn zum vorliegenden Passionsoratorium inspiriert zu haben. Da der Bibeltext in einem solchen Werk nicht wörtlich, sondern in eine freie dichterische Form übertragen wird, könnte das Werk das Missfallen des Leipziger Stadtrates erregt haben und so der Textzensur zum Opfer gefallen sein. Der Cembalist und Dirigent Alexander Grychtolik hat sich einer besonderen Herausforderung gestellt: Er hat versucht, das lange vergessenes Passionsoratorium von Johann Sebastian Bach zu rekonstruieren und zu vervollständigen. 2025 wurde das Werk während der Thüringer Bachwochen in der malerischen Stadtkirche Schmalkalden mit dem belgischen Ensemble Il Gardellino aufgeführt und aufgezeichnet. Zwischen den Musikausschnitten erläutern Aleksandra und Alexander Grychtolik die musikgeschichtlichen und theologischen Hintergründe des Werks.
    Regie
    Tilo Krause
  38. Karambolage Karambolage Polska

    Themen: blauäugig sein / Die Trümmerfrauen / Der Camembert

    Kategorie
    Magazin
    Produktionsinfos
    Magazin
    Produktionsland
    F/D
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    Sonntags führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück ... vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht. Mehr Infos unter: arte.tv/karambolage
    Episodenummer
    29
    Regie
    Jeanette Konrad
  39. Zu Tisch ...

    Île d'Ouessant, Frankreich

    Kategorie
    Kochen/Essen/Trinken
    Produktionsinfos
    Dokumentationsreihe
    Produktionsland
    D/F
    Produktionsjahr
    2025
    Beschreibung
    Wie eine Krabbe liegt die Île d'Ouessant vor der bretonischen Küste im offenen Atlantik. Knapp 850 Menschen leben auf der abgeschiedenen Insel – wobei ein Grossteil nur im Sommer kommt, wenn die Tage lang und mild sind. Früher lebte die kleine Gemeinschaft von dem, was die karge Landschaft und das umliegende Meer hergaben. Heute kommen die meisten Lebensmittel vom Festland, doch wie vielerorts gewinnt das Thema Selbstversorgung auch auf der Insel an Bedeutung. Wildpflanzen, die in der Abgeschiedenheit üppig gedeihen, Algen und regionale Landwirtschaft erleben seit einigen Jahren ein Revival. Das liegt auch an jungen Frauen wie Gwenaëlle Héré-Mazé und Lucie Deck, die zurück oder neu auf die Insel gezogen sind, um das alte Wissen zu bewahren und kreativ weiterzuentwickeln.
    Episodenummer
    5
    Regie
    Verena Mayer
    Hintergrundinfos
    'Zu Tisch' reist in verschiedene Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutisch.
  40. Arte Journal Arte journal

    Kategorie
    Nachrichten
    Produktionsinfos
    Nachrichten
    Produktionsland
    F/D
    Produktionsjahr
    2026
    Beschreibung
    ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
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