Endlich sind Staatsanwältin Nora Linde und Kommissar Alexander Forsman ein Paar. Doch nach einem gemeinsamen Abend mit Alexander lässt Nora ein mulmiges Gefühl nicht los. Sie hat den Eindruck, jemand würde ihr nach Hause folgen. Als sie sich umschaut, kann sie im Dunkeln aber nichts erkennen. Bei Alexander hingegen springt der Wagen am nächsten Tag nicht an. Dabei hat er es eilig: Er ist auf dem Weg zur Schule, um seinen Sohn Tor vor dem Klassenausflug zu verabschieden. Tor wartet schon auf seinen Vater. Wer aber ist der fremde Mann, der ihm an den Schliessfächern auflauert? Parallel zu diesen seltsamen Vorgängen übernimmt Noras Assistent Pär seinen ersten eigenen Fall. Er möchte endlich aus dem Schatten seiner Chefin treten und klemmt sich hinter einen Diebstahl in einer Gärtnerei. Was zunächst wie eine Kleinigkeit wirkt, entpuppt sich bald als mysteriöse Geschichte. Eines der geklauten Pflanzenschutzmittel beinhaltet Chloroform, das früher als Narkosemittel diente. 'Klingt fast nach Terroristen', kommentiert das der junge Kommissar Valpen, als Pär ihm von dem Diebstahl erzählt. Auch Valpen hat beruflich mit der Gärtnerei zu tun: Erst am Morgen wurde deren Inhaber tot in seiner Wohnung aufgefunden. Ist er tatsächlich betrunken gestürzt, oder steckt mehr dahinter? Als Alexander nicht zum Mittagessen mit Nora auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse – es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der tödlich zu enden droht.
Episode number
3
Cast
Alexandra Rapaport, Nicolai Cleve Broch, Julius Fleischanderl, Gustaf Hammarsten, Kassel Ulving, Anton Lundqvist, Jonas Malmsjö
Nach dem Bombenanschlag kämpft Kommissar Alexander Forsman im Krankenhaus um sein Leben. Seine Freundin, die Staatsanwältin Nora Linde, weicht nicht von seiner Seite. Sie will ihn nicht verlieren, jetzt wo sie gerade erst ein Paar geworden sind. Doch selbst als Alexander schliesslich in eine Rehaklinik verlegt wird, findet er dort keine Ruhe, sondern wird mit dem Mord an einer Patientin konfrontiert. Die Malerin Madeleine ist in der Nacht in ihrem Bett getötet worden. Obwohl Alexander am Trauma des erlittenen Anschlags leidet, ermittelt er inoffiziell in der Rehaklinik. Offiziell übernimmt sein junger Kollege Valpen den Fall. Die Ermittlungen nehmen eine Wendung, als die Fingerabdrücke des berüchtigten Diebs Sylvester Markell gefunden werden – ein Mann, der für tot erklärt wurde. Der charmante Betrüger ist nun der Hauptverdächtige. Bei einem Überraschungsbesuch erklärt Sylvester Nora, dass er und Madeleine eine enge, fast familiäre Beziehung hatten. Doch trotz Noras Bedenken bleibt Polizeichef Stenmark überzeugt, dass Sylvester der Mörder ist. Als die Ermittlungen voranschreiten, bringen neue Hinweise auch eine Mitarbeiterin der Rehaklinik und Madeleines Ehemann Hector ins Visier. Zwischen verborgenen Affären und ungelösten Geheimnissen müssen die Ermittler das Puzzle des Falls Stück für Stück zusammensetzen. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto schwieriger wird es für Alexander. Er muss sich nicht nur mit dem Mord, sondern auch mit seinen eigenen Dämonen auseinandersetzen ...
Episode number
1
Cast
Alexandra Rapaport, Nicolai Cleve Broch, Gustaf Hammarsten, Julius Fleischanderl, Anton Lundqvist, Johan Widerberg, Malgorzata Pieczynska
Angefangen hat alles mit dem Schlagzeuger Mick Fleetwood und dem Bassisten John McVie. Die beiden englischen Bluesfans stiessen im London der 1960er Jahre zur Band von Peter Green, einem damals sehr gefragten Gitarristen. Fleetwood Mac war geboren. Christine McVie stiess als Sängerin und Pianistin hinzu, doch gleichzeitig verliessen nach und nach einige Musiker die Band wegen spiritueller Krisen, Drogen- und Alkoholexzessen sowie psychischer Probleme. So beschloss Mick Fleetwood Mitte der 1970er Jahre, mit seinen verbliebenen Mitstreitern in Los Angeles einen Neuanfang zu wagen. Dazu rekrutierte er ein Paar, das sich als unerwarteter Segen, aber auch als ständiger Unruhestifter erwies: Stevie Nicks und Lindsey Buckingham. Sie, die moderne Magierin am Mikrophon, und er, der glamouröse Guitar-Hero, besassen Songwriting-Talent und Sex-Appeal und stellten beides in den Dienst der Band. Ein Hit jagte den nächsten: 'Dreams', 'Go Your Own Way', 'Don't Stop' oder 'The Chain'. Das Album 'Rumours' (1977) wurde zu einer der meistverkauften Platten der 1970er Jahre und machte Fleetwood Mac zu Superstars. In der Dokumentation kommen Musiker zu Wort, die von der Band geprägt wurden: Alex Kapranos, Kopf der Rockband Franz Ferdinand, Indie-Pop-Priesterin Weyes Blood, die groovige Sasha Spielberg alias Buzzy Lee, die Singer-Songwriterin Nicole Atkins und Allround-Talent Valli sowie Musiker Shawn Lee. Die Dokumentation zeigt, wie künstlerische Beständigkeit Brüche überwinden kann und welche Rolle dabei zwei Musikerinnen spielen, denen die Band ihre grössten Hits verdankt: Christine McVie und Stevie Nicks, die heute als Ikonen des Feminismus gelten.
Eines der besten Beispiele für Spoken Word Poetry im englischsprachigen Raum: Mit Kae Tempest kommt die Avantgarde der Spoken Word Poetry auf die Bühne von 'Echoes with Jehnny Beth': weniger Dezibel – dafür mehr Sozialbewusstsein. Der internationale Durchbruch gelang Kae Tempest 2016 mit dem Album 'Let Them Eat Chaos'. Aber der mitunter als eine Art Shakespeare der Moderne bezeichnete Künstler kann nicht nur rappen. Tempest hat auch eine Gedichtsammlung veröffentlicht, den britischen Lyrikpreis erhalten und ein Theaterstück geschrieben. Auf der Bühne von 'Echoes with Jehnny Beth' stellt Tempest auch Stücke des im Juli 2025 erschienenen Albums 'Self Titled' vor. Auch darin legt er wieder den messerscharfen Flow seiner düsteren, kompromisslos engagierten Verse über ätherisch-raue Electro-Sounds. Die Stücke sind eine Momentaufnahme des heutigen Englands. Jedes Wort, aber auch der Alltagskampf und die unterschwellige Wut wirken authentisch und gelebt. Mit Kae Tempest und Jehnny Beth treffen zwei Musikschaffende aufeinander, die wissen, dass Schönheit oft da entsteht, wo es knirscht und klemmt. Aufzeichnung vom 18. Juni 2025 aus dem Yoyo in Paris.
Sizilien, 1693: Ein gewaltiges Erdbeben zerstört die Stadt Noto und mit ihr ihre jahrtausendealte griechische und römische Kultur. Aber nur Jahrzehnte später bauen Bewohner und visionäre Architekten wenige Kilometer weiter ein neues Noto, ein Juwel, das seit 2002 zum Unesco-Welterbe zählt. Fünf Bewohner öffnen in dieser Dokumentation Türen zu den kunst- und kulturgeschichtlichen Schätzen und Eigenheiten der neuen Stadt. Für Noto typisch: das konfliktreiche, aber produktive Verhältnis zwischen Adel und Kirche und die Klugheit der lokalen Baumeister, die internationale Architektur kreativ weiterentwickeln. Hier liegt der Ursprung des 'Barocco Siciliano'. Angespornt von ambitionierten, teilweise eitlen Bauherren bedienen sie sich bei allem, was gerade angesagt ist und garnieren diese Elemente mit einer sizilianischen Note. Die Bewohner von Noto zeigen Überlebenswillen, Trotz und Stolz – Eigenschaften, die die Stadt immer wieder vor dem Verfall gerettet haben.
Wolf Biermann ist in dieser Folge Gast des ARTE-Gesprächsformats 'Deep Thought'. In Hamburg lässt der Liedermacher sein Leben Revue passieren, das er zuerst in der DDR und später in Westdeutschland verbracht hat. Biermann spricht über den Zustand der Demokratie und eine unerwartete Wendung, die uns bevorstehen könnte. Mit einer eigens für das Format entwickelten Bildsprache durch die Regisseurin Mirjam Devriendt entsteht eine intime Begegnung mit dem Denker und Liedermacher. In einer One-Shot-Anmutung – Anfahrt und Gespräch wirken nur minimal geschnitten – erfasst sie Anreise und Begegnung bei den Protagonistinnen und Protagonisten jeweils zu Hause und bildet so auch eine Reise quer durch Europa ab. Die Kamera verfolgt das Gespräch genau – Standbilder, die das Gespräch pausieren lassen, unterstützen den Gedanken eines Raums für Verstehen und Reflexion. Die Gespräche führt der Journalist und Publizist Yves Kugelmann. Neben Wolf Biermann besucht er unter anderem auch Lea Ypi, Andrej Kurkow und Zadie Smith.
Sören Brauneis aus Hessen wurde vor vier Jahren zum Witwer, mit 35 Jahren. Die Trauer um seine Frau konnte er kaum zulassen, auch weil er für seine beiden kleinen Töchter weiter funktionieren musste. Jährlich verlieren in Deutschland etwa 150.000 Männer ihre Partnerinnen durch tödliche Krankheiten oder Unfälle. Hilfe holen sich aber nur die wenigsten. Sören Brauneis überwand sich und kontaktierte Dr. Martin Kreuels. Auch er ist Witwer und gilt als einer der führenden Experten in Deutschland mit dem Schwerpunkt Männertrauer. Der studierte Biologe versucht, wissenschaftliche Erkenntnisse auf seine Arbeit mit trauernden Männern zu übertragen – denn Mann und Frau seien eben von Natur aus verschieden. Die Männer in seinen Workshops sollen lernen, Zugang zu ihren Gefühlen und Gedanken zu finden – und die Trauer zuzulassen. Dass Männer immer noch zu oft glauben, stark sein zu müssen, davon ist auch die Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper überzeugt. Tief verwurzelte Geschlechterrollen und Stereotype stehen der Trauerarbeit zu Beginn oft im Weg. Um diese aufzubrechen, nutzt sie schon mal Werkzeuge wie Säge und Hammer oder lockt die Männer ins Fussballstadion. Eine Trauerarbeit der anderen Art macht der 75-jährige Manfred Schröder: Seit ein paar Wochen belegt er einen Kochkurs speziell für Witwer. 47 Jahre lang war er mit seiner Frau Siegrid verheiratet. Als sie starb, war Manfred plötzlich auf sich gestellt – und hilflos. Jetzt lernt er zusammen mit anderen Witwern, wie man Schweinebraten und Gemüseeintopf zubereitet, und schliesst neue Freundschaften.
(1): Der Gegenstand Eva Könnemann lebt in Paris und hat ein Problem: Sie liebt Brezeln, findet aber, dass die französischen Bäcker hierbei eine kleine Nachhilfestunde benötigen.(2): Die LautmalereiTauziehen zwischen den Franzosen und den Deutschen.(3): Der Club Michel Souris hat seine Sommerferien in einem Club verbracht, der bei den Franzosen viele Erinnerungen weckt: der Club Med.(4): Das RätselUnd zum Schluss der Sendung wie immer ein Rätsel – wie auch die Lösung des Rätsels der vorangegangenen Woche.
Mal wieder treibt sich Moustique die ganze Nacht draussen herum und lässt Stéphane mit einem Gefühl von Angst und Sorge allein zu Hause. Der hat genug von Moustiques Revierkämpfen und nächtlichen Eskapaden. Als Moustique am Morgen wieder nach Hause kommt, entscheidet sich Stéphane schliesslich dazu, ihn zum Tierarzt zu bringen, der das Problem mit einem 'Schnipp' lösen soll ...
Episode number
30
Cast
GuiHome, Alex Vizorek, Shauna Dewit, Sarah Grosjean, Maxime Van Santfoort, Lapuss', Tartuff
Das Format liefert täglich aus Paris pointierte Einblicke in gesellschaftliche, politischen, wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen. Im Zentrum steht die Verbindung zwischen aktuellen Ereignissen und ihren kulturellen Hintergründen, die durch fundierte Einordnung sichtbar werden. Fachkundige Stimmen aus unterschiedlichen Bereichen sowie ein wechselnder Gast aus dem kulturellen Leben bereichern jede Ausgabe und schaffen eine lebendige Mischung aus Analyse, Perspektiven und anregenden Impulsen, die den Blick auf das Zeitgeschehen erweitert.
Wer an Amerika denkt, denkt an kosmopolitische Grossstädte mit wimmelnden Strassenzügen und flirrenden Wolkenkratzern: Eine solche Metropole ist auch Mexiko-Stadt, mit mehr als 20 Millionen Einwohnern eine der grössten Städte Amerikas. In Mexiko sollen – einigen Archäologen zufolge – auch die ersten städtischen Lebensformen entstanden sein. Nur knapp 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt lag einmal das berühmte Teotihuacán, den Wissenschaftlern zufolge eine der ältesten Städte Amerikas. Sie wurde im 2. Jahrhundert vor Christus gegründet und wuchs beständig bis zu ihrem Niedergang im 6. Jahrhundert. Ihre Kultur steht für sich allein, hat keinen sichtbaren Zusammenhang zu anderen bekannten Zivilisationen wie der der Maya oder der der Zapoteken. 100 Jahre brauchte die Forschung, um festzustellen: Teotihuacán lockte seinerzeit Zehntausende Migranten aus ganz Mesoamerika an und wurde so zu einer der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt. Was waren das für Menschen, die nach Teotihuacán auswanderten? Und was erhofften sie sich davon? Bei den Ausgrabungen an den beiden grossen zentralen Bauwerken, der Sonnen- und der Mondpyramide, sind die Archäologen zu den Geheimnissen der Stadt vorgedrungen. In verschiedenen Vierteln der Stadt fanden sie Hinweise darauf, dass Teotihuacán eine riesige Handelsdrehscheibe war und dass die Einwanderer für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt eine bedeutende Rolle spielten. Die Ausgrabungen in den Wohnvierteln förderten auch wichtige Informationen hinsichtlich der Lebensbedingungen und der sozialen Organisation zutage. Dennoch bleibt eine grosse Frage: Wer regierte die Stadt und wie?
Am 12. August 2026 spielt sich in weiten Teilen Europas eines der erstaunlichsten Naturschauspiele ab: eine totale Sonnenfinsternis. Millionen Menschen entlang des Pfads der Totalität, der von Grönland und Island bis nach Spanien (Santander, Bilbao, Valencia) reicht, werden sie erleben können. Zuletzt ereignete sich dieses Phänomen in Europa vor 27 Jahren. Die Dokumentation erklärt, worauf man bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis achten sollte: wie man seine Augen schützt, welche Phasen vom ersten Kontakt über die Totalität bis zu den Bailyschen Perlen und dem Diamantring zu sehen sind, und wo die Chancen auf einen klaren Himmel am besten stehen. Die meisten Menschen in Europa werden jedoch nur eine Teilfinsternis erleben, in Städten wie London und Paris werden dabei etwa 90 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Auch für die Wissenschaft ist diese Sonnenfinsternis eine aussergewöhnliche Gelegenheit. Während der Verdunkelung wird die äussere Atmosphäre der Sonne, die Korona, sichtbar sein. Führende Sonnenphysiker erklären, welche Erkenntnisse jüngere Forschungsmissionen geliefert haben. Die Nasa-Sonnensonde 'Parker Solar Probe', das schnellste je vom Menschen hergestellte Objekt, ist bis in die Sonnenatmosphäre vorgedrungen und hat die Forschung zum Ursprung des Sonnenwinds entscheidend vorangebracht. 'Solar Orbiter' der ESA lieferte die ersten Bilder des Sonnen-Südpols – ein wichtiger Schritt für das Verständnis des Weltraumwetters, das Satelliten und Stromnetze beeinträchtigen kann. Die Dokumentation beleuchtet auch die Faszination des Menschen für Sonnenfinsternisse – von den Chaco-Felsgravuren in New Mexico über den babylonischen Saroszyklus bis zu den bahnbrechenden astronomischen Berechnungen des Engländers Edmond Halley. Doch erst jetzt, so der amerikanische Heliophysiker Craig DeForest, leben wir im 'Goldenen Zeitalter der Sonnenphysik'.
Um die tausend Meter hoch ragt das sogenannte Kammplateau über die Ebene Nordtschechiens. So hoch, dass die Wälder dort oben manchmal in den Wolken versteckt bleiben. Die Natur in diesem Teil des Erzgebirges scheint seit Urzeiten unverändert. Und doch ist sie das Werk weniger Menschen, die diese Wälder nach der Katastrophe des Waldsterbens vor rund vierzig Jahren wieder auferstehen liessen. Einer dieser Menschen ist der alte Förster Vajnar, der mit 67 eigentlich schon in den Ruhestand gehört. Doch das Forstamt hat noch eine letzte Aufgabe für ihn, der eigentlich keine Menschen mag: Veronika, 28, soll Försterin auf dem Kammplateau werden und von Vajnar alles lernen, was er über den Wald und seine Tiere weiss. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der beiden, die eigentlich nicht gutgehen kann – und die doch eine überraschende Wendung nimmt. Der Film führt die Zuschauer in einen wenig beachteten Teil des tschechischen Erzgebirges, an dessen Fuss die Kurstadt Teplice liegt. In ihrem heissen Thermalwasser suchten schon Kaiser und Könige Heilung. Und wenn der Mond über der alten Kurstadt und dem Kammplateau aufgeht, kommen Wölfe in das Revier von Veronika und Förster Vajnar. Wie Geister der Nacht gehen sie auf die Jagd und sind verschwunden, bevor der neue Tag anbricht. Doch Tierfotograf Rosta Stach, ein Freund des Försters, weiss, wo man die Wölfe findet.
Man kann Pelota mit der Hand spielen oder mit einem Schläger, auch mit einem eigens angefertigten Handschuh. Insgesamt gibt es etwa 20 Varianten. Wichtig dabei ist, dass es eine gegenüberliegende Wand gibt, die den geworfenen Ball zurückprallen lässt. Was sich einfach anhört, erfordert Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Im Baskenland wird dieser Sport seit Jahrhunderten betrieben. Hier wurde er erfunden und noch heute spielen ihn bereits die Kinder nach der Schule auf öffentlichen Plätzen und Strassen. Pelota gilt als das Spiel der Basken. Und als eines der wichtigsten identitätsstiftenden Merkmale einer Region, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat, aus sieben Provinzen besteht und auf der Grenze zweier Länder liegt. Ellande Alfaro spielte lange Zeit als Profi Pelota, heute produziert er die Bälle für das Spiel. Sie sind aus Gummi, Schafwolle und anderen einheimischen Materialien. In seiner Freizeit ist er als Schiedsrichter unterwegs, bewertet Spiele und unterrichtet junge Spieler. Die Brüder Jon und Patxi Tambourindeguy sind bis heute aktiv, spielen in der baskischen Liga. Für sie alle ist wichtig, dass Pelota lebendig bleibt. Ein Symbol der Eigenständigkeit – und sportliches Mittel der Politik.
Auf 3.500 Meter über der bolivianischen Millionenstadt La Paz erstreckt sich ihr Revier: Pura Pura – das höchstgelegene Skate-Gelände der Welt. Mit ihren traditionellen 'Pollera'-Röcken wollen die neun Skaterinnen ein Signal senden: Eine Cholita – wie die Nachfahrinnen indigener Stämme in Bolivien oft abfällig genannt werden – kann alles, sogar auf dem Holzbrett dieses westlichen Extremsports balancieren. Sie selbst sind keine Cholitas vom Land, sondern leben als Schülerin und Studentin, Kindergärtnerin, Tätowiererin oder Marketingmanagerin in der Grossstadt. Die Polleras haben die jungen Frauen von ihren indigenen Grossmüttern geerbt. Bis zu fünf Schichten zählen die weit ausladenden Röcke. 'Warmis sobre Ruedas' nennen die Skaterinnen ihre Gruppe selbstbewusst – auf Spanisch und in der indigenen Aymara-Sprache bedeutet das: 'Frauen auf Rädern'. Schon allein die voluminöse Tracht ist eine Herausforderung. Doch es geht um gemeinsamen Spass, Zusammenhalt und soziales Engagement. Die Idee einer Cholitas-Skate-Gruppe kam der mittlerweile in Europa lebenden Aidé, deren Konterfei heute wie eine Ikone über dem Skate-Gelände wacht. Nun setzen ihre Freundinnen das Projekt fort, mit dem Ziel, immer mehr und jüngere Skaterinnen dafür zu begeistern. 'Wir wollen vor allem Frauen ermutigen, die sich nicht trauen oder sich schämen und es nicht wagen, aus der traditionellen Rolle auszubrechen', sagen sie. Dieser Herausforderung sind auch die Vorbereitungen gewidmet, mit denen die Gruppe ihr immerhin dreijähriges Jubiläum zelebrieren wird.
Guatemala | Themen: Aldous Huxleys 'schöne neue Welt' in Guatemala / Guatemala: Vom Mais gesegnet / Guatemala: Carmens Salat aus roten Bohnen / Guatemala: Der geheimnisvolle Archäologe
(1): Aldous Huxleys 'Schöne neue Welt' in Guatemala Zwischen Vulkanen eingebettet liegt der geheimnisvolle Lago de Atitlán, der zweitgrösste See Guatemalas. 1933 suchte der britische Schriftsteller Aldous Huxley (1894-1963) hier Zuflucht vor dem Erstarken des Nationalsozialismus in Europa. Durch die Begegnung mit der lokalen Bevölkerung und ihren Traditionen entdeckte er eine neue Art der Spiritualität, die ihn prägen sollte, und die er mit dem für ihn typischen Zynismus in Reiseberichten festhielt. (2): Guatemala: Vom Mais gesegnet Mais wird in vielen Dörfern im Osten Guatemalas bei einer Zeremonie zu Ehren des Gottes Yum Kaax als heilige Pflanze verehrt. Für die Nachfahren der Maya steht das Getreide, das dort in vier verschiedenen Arten existiert, für die Verbindung zwischen Leben, Himmel und Erde. Seit der Antike wird Mais in grossem Stil angebaut – im Dschungel wie am Fusse der Berge. Diese Tradition lebt bis heute fort und zeugt vom kulturellen Reichtum des Landes. (3): Guatemala: Carmens Salat aus roten Bohnen In Antigua bereitet wohl niemand die Piloyada Antigüeña besser zu als Carmen. Für diesen sättigenden Salat benötigt sie gekochte Kidneybohnen, in kleine Würfel geschnittene Tomaten und Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer sowie etwas Thymian. Anschliessend kommen Schweinefleisch, Hähnchen und Wurst dazu. Wenn das keine ordentliche Portion Eiweiss ist! (4): Guatemala: Der geheimnisvolle Archäologe In Guatemala finden sich einige der schönsten Zeugnisse der Maya-Zivilisation: Die Ausgrabungsstätte Quiriguá ist berühmt für ihre Stelen und sorgsam in den Stein gehauenen Kalender. Nicht nur für Altertumsforscher ist der Ort ein Traumziel. Ein US-amerikanischer Archäologe jedoch interessiert sich für mehr als steinerne Zeugnisse ...
Taiwan | Themen: Taiwan: Von Krokodilen und lesbischer Liebe / Taiwan: Von Krokodilen und lesbischer Liebe / In Taiwan: Hühnchensuppe mit wildem Pfeffer von Tapas / Taiwan: Das Baseball-Wunder
(1): Taiwan: Von Krokodilen und lesbischer Liebe In den trendigen Bars der LGBTIQ+-Community von Taipeh findet sich auf jeder Karte ein Cocktail namens 'Les carnets du crocodile' – als Hommage an den gleichnamigen Roman (1994) der Taiwanerin Qiu Miaojin (1969-1995). Es geht darin um die Geschichte einer Studentin, die in Taipeh kurz nach dem Ende der Diktatur ihre Homosexualität entdeckt und sich in eine Kommilitonin verliebt. Der unumwundene Stil des Romans schlug in Taiwan, wo Dinge eher unausgesprochen bleiben oder nur angedeutet werden, wie eine Bombe ein und prägte eine ganze Generation. (2): Die taiwanesische Göttin Mazu Die taiwanesische Göttin Mazu wurde unter dem Namen Lin Moniang geboren. Lin lebte Ende des 10. Jahrhunderts an der chinesischen Südostküste. Der Legende nach rettete sie in Trance ihren Vater und ihre Brüder, die auf hoher See in einen Sturm geraten waren, bevor sie in den Himmel auffuhr und Unsterblichkeit erlangte. Später nannte man sie Mazu, was so viel wie 'Mutter' bedeutet. Sie ist die beliebteste Gottheit des kleinen Inselstaates. (3): In Taiwan: Hühnchensuppe mit wildem Pfeffer von Tapas Im einsamen Bergdorf Lixing bereitet Tapas ein traditionelles Gericht zu. Ihr Nachbar zerlegt ein Hühnchen für sie, das sie in kochendes Wasser gibt: Krallen, Kopf, Flügel – das ganze Huhn landet im Kochtopf. Mit Ingwer und wildem Pfeffer verfeinert köchelt die Suppe. Serviert wird sie mit gestampften Klebreis. (4): Taiwan: Das Baseball-Wunder Die kleine Insel Taiwan, Spielball der Giganten China und Japan, wurde im Laufe ihrer Geschichte immer wieder besetzt und kolonisiert. Eine der längsten Kolonialperioden begann 1895, als China nach einer Niederlage gegen Japan Teile seiner Gebiete abtreten musste. Dazu gehörte auch Taiwan, das damals noch den portugiesischen Namen 'Ilha Formosa' ('schöne Insel') trug. 50 Jahre lang – bis 1945 – blieb es unter japanischer Flagge und wurde in dieser Zeit auch im Bereich des Sports von Japan beeinflusst: Das Baseball-Spiel kam nach Taiwan. Der Sport wurde immer beliebter und sorgte 1931 sogar für ein kleines Wunder.
Im Herbst ist Erntezeit der Elsbeeren. Die kleinen Beeren sind nicht leicht zu gewinnen. Man braucht Geduld und sollte schwindelfrei sein. Elsbeerbäume werden bis zu 30 Meter hoch und sehr alt. Sie gehören zu den seltensten Baumarten in Europa. Im Wienerwald und im angrenzenden Mostviertel stehen noch einige Hundert Exemplare. Deshalb wird diese Region auch Elsbeerreich genannt. Die Elsbeere ist verwandt mit der Vogelbeere, der Mehlbeere und dem Speierling. Sie wird sowohl frisch als auch getrocknet verwendet. Von Veronika Mayer stammt die Rezeptidee zum 'Camelsbert': Ein mittelalter Camembert wird mit einer Elsbeercreme gefüllt und verleiht dem Käse dadurch ein feines Marzipanaroma. Ihre Schwester Anna Leodolter verfeinert ein Wildragout mit Elsbeeren. Beim süssen Wiener Striezel verwendet sie Elsbeeren anstatt Rosinen. Erst nach 20 Jahren tragen die Bäume Früchte und dann sind sie nur mühsam zu ernten. Allein von den Elsbeerbäumen können die Bauern nicht leben. Neben Tierhaltung betreiben sie Obst- und Gemüseanbau oder führen die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Nach der Elsbeerernte beginnt der Teil der Arbeit, der bis tief in den Winter hinein dauert und die ganze Familie beschäftigt. Jede einzelne kleine Wildfrucht muss mit den Händen von den Stielen gezupft werden. In Niederösterreich sagt man 'rebeln' oder 'oröwen' dazu. Freunde und Nachbarn sind herzlich eingeladen, dabei zu helfen – es können lange Abende werden.
Episode number
9
Rerun
W
Director
Wilma Pradetto
Background information
'Zu Tisch' reist in verschiedene Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutisch.
Die Makgadikgadi-Salzpfannen in Botsuana verdanken ihren Beinamen 'das grosse Nichts' dem Umstand, dass sie völlig vegetationslos sind. Nur am Rand der immensen Salzwüste wächst dürres Gras. Die Temperatur kann hier bis auf 50 Grad Celsius ansteigen, und Regen fällt mehrere Monate lang nicht. In dieser trockenen Landschaft sind die Erdmännchen beheimatet. In ihren Kolonien hat immer ein dominantes Weibchen das Sagen. Die mächtigsten unter ihnen herrschen mitunter über 30 Tiere und vererben ihr Revier ihrem weiblichen Nachwuchs. Eine junge 'Erdmännchenkönigin' lernt gerade, ihre aus zwei weiteren Weibchen, drei Männchen und sieben Jungen bestehende Gruppe zu führen. Dabei darf ihr kein Fehler unterlaufen, denn die Trockenzeit ist diesmal besonders intensiv und die Nahrung wird knapp. Um in einer so unwirtlichen Natur überleben zu können, ist sie auf die Unterstützung der ganzen Kolonie angewiesen. Doch die Gruppe ist klein und den Mitgliedern fehlt es an Erfahrung. Sie müssen erst noch lernen, Rivalen und Raubtieren, aber auch verheerenden Sandstürmen zu trotzen.
Patagonien, Südamerika: Um ihre vier Jungen aufzuziehen, muss sich eine Pumamutter gegen Rivalen behaupten, mit Guanakos anlegen, die fast dreimal so gross sind wie sie, und dem rauen Gebirgsklima trotzen. Sie muss ihren bislang grössten Wurf schützen, den Kleinen aber gleichzeitig möglichst viele Fähigkeiten vermitteln, die sie zum Überleben brauchen. Ausserdem muss sie den Männchen entkommen, die sich mit ihr paaren wollen, für ihren Nachwuchs aber eine tödliche Gefahr darstellen. Zudem macht ein anderes Pumaweibchen ihr das Revier streitig. Die in über zweijähriger Drehzeit entstandene Folge lässt die Schönheit und Härte eines Pumalebens aus nächster Nähe miterleben.
Der Amboseli-Nationalpark in Kenia ist die Heimat einer Elefantenfamilie, die seit dem Tod ihrer erfahrenen Matriarchin in Schwierigkeiten ist – in den vergangenen fünf Jahren sind zehn Elefantenbabys gestorben. Ohne eine starke Anführerin, die der Herde hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen, und sie zusammenhält, um die Sicherheit der Babys zu gewährleisten, ist diese Dynastie gefährdet. Ein trächtiges junges Weibchen zeigt immer mehr Selbstvertrauen und die Fähigkeit, andere zu beschützen. Bald bringt sie ihr erstes Elefantenbaby zur Welt und dann ein zweites, was bei dieser Tierart sehr selten vorkommt. Damit die Zwillinge eine Überlebenschance haben, muss die ganze Herde während der ersten und gefährlichsten zwölf Lebensmonate gemeinsam für ihre Sicherheit Sorge tragen. Diese Folge, deren Dreharbeiten sich über 350 Tage erstreckten und bei denen Teleobjektivkameras, Hubschrauber und Drohnen zum Einsatz kamen, vermittelt tiefe Einblicke in das Leben dieser Elefantenherde, die mit Intelligenz und Solidarität für ihr Überleben kämpft.
Der Lastwagenfahrer Jean Chape bricht am frühen Morgen von Paris auf, um sich nachts wieder einmal auf den Weg zu machen. Doch die Fahrt verläuft anders als gedacht: Es regnet stark, und Jean spürt plötzlich etwas unter den Reifen seines Lkws. Hat er etwa jemanden überfahren? Chape informiert die Polizei, deren Untersuchungen ergeben, dass das Opfer ein Gangster war – der bereits tot war, als Chape ihn mit seinem Lkw überrollte. Als hätte Chape nicht schon genug Schrecken erlebt, wird er nun auf dem Heimweg in die Auvergne plötzlich von einem mysteriösen Auto verfolgt. Denn die Komplizen des toten Gauners glauben, dass ihr Diebesgut in Chapes Lkw versteckt ist. In seiner Not ruft der bedrohte Lastwagenfahrer seine Fernfahrer-Kollegen zu Hilfe ...
Rerun
W
Cast
Jean Gabin, Jeanne Moreau, Ginette Leclerc, Gaby Basset, Simone Berthier, Roger Hanin, Charles Bouillaud
Unter dem Blätterdach des Regenwaldes verbergen sich die Überreste der untergangenen Maya-Stadt El Mirador. Moderne Lasertechnik bringt heute ihre gigantischen Ausmasse ans Licht: Tempel, Paläste, Verteidigungsanlagen, Tiergehege und ein engmaschiges Strassennetz. Über 250.000 Menschen lebten hier einst, eine weitere Million im Umland. Die Versorgung so vieler Menschen stellte die Maya vor grosse Herausforderungen. So züchteten sie aus einem unscheinbaren Wildgras ihr rasch wachsendes, nährstoffreiches Grundnahrungsmittel: den Mais – noch heute eines der am häufigsten angebauten Getreide der Welt. Tomaten, Kakao, Schotenfrüchte – die Liste ihrer Domestizierungsleistungen ist lang. Streng hierarchisch war ihre Gesellschaft gegliedert. Gottkönige vermittelten ihren Untertanen göttliche Unterstützung und Sicherheit. Im Gegenzug stellte ihnen das Volk seine Arbeitskraft zur Verfügung. Durch Rituale und Blutopfer suchten die Maya das Gehör der Götter. Und: Könige mussten mit gutem Beispiel vorangehen. Die Maya gehören zu den Hochkulturen, die eine Schrift entwickelten. Die Herrscher besassen riesige Bibliotheken, doch die Spanier liessen ihre Faltbücher nach der Eroberung als Teufelswerk verbrennen. Sie rechneten sogar mit der Null, die damals weder Römer noch Griechen kannten. Ihre Astronomen bestimmten den Lauf der Sterne exakt und sagten Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse präzise vorher. Nur mit blossem Auge. Raubbau an der Natur und Kriege zwischen den Stadtstaaten setzten dieser Kultur ein Ende. Die Maya unterschätzten, wie fragil ihre Lebensbedingungen waren.
Episode number
1
Rerun
W
Cast
Guillermo de Anda, Nicolai Grube, Nikolai Grube, Antje Gunsenheimer, Richard Hansen, James Newton, Michelle Toledo
Sie sind ein kleines Andenvolk. Und doch gelingt es ihnen, in wenigen Jahrzehnten das grösste Imperium der damaligen Welt zu werden. Die Inka herrschten über mehr als 200 Völker mit etwa zehn Millionen Menschen, bis die Ankunft spanischer Konquistadoren alles veränderte. Von einem sagenhaften Goldland ist damals im fernen Europa die Rede. Das weckt fatale Gier, auch bei Francisco Pizarro. Gold – das sind die 'Tränen der Sonne'. So sehen es die Inka. Das glänzende Edelmetall hatte für sie ausschliesslich spirituellen Wert, keinen materiellen. Der Tempel der Sonne zu Cuzco war damit ausgekleidet. Eine Aura des Rätselhaften umgibt dieses Volk bis heute. Sie kannten weder Eisen, Rad noch Geld, verfügten über keine Schrift. Schriftliche Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte entstehen erst mit den spanischen Eroberern. Ihren Göttern opfern die Inka auch Menschen – bevorzugt Kinder. In 7.000 Meter Höhe finden Forscher 1999 auf dem Gipfel des heiligen Berges Llullaillaco Opferstätten und die Mumien dreier Kinder, die im Capacocha-Ritual geopfert wurden. Für die Inka waren es Auserwählte, die selbst zu Göttern wurden. Mit modernen Untersuchungsmethoden lassen sich heute die letzten Monate dieser Kinder rekonstruieren. Vor allem in der Endphase des Inkareichs war es zu vielen Opfern gekommen. Bislang unbekannte Seuchen wie Pocken, Masern und Grippe töteten selbst den als gottgleich verehrten Herrscher und entvölkerten ganze Landstriche. Hinzu kamen Thronstreitigkeiten. Der Niedergang des Inkareichs hatte viele Ursachen.
Episode number
2
Rerun
W
Cast
Miriam Araoz Silva, Alejandro Chu Barrera, Miguel Conecho, Peter Eeckhout, Doris Kurella, Gabriela Recagno Browning, Johan Reinhard
Als blutrünstige Gewaltherrscher, die ihren Göttern mit grausamen Menschenopfern huldigten – so wurden die Azteken lange gesehen. Doch wer waren sie wirklich? Auf einer Insel in einem Salzsee Mexikos gelang den Nomadenkriegern, was vor ihnen keine der dort ansässigen Kulturen geschafft hatte: Sie errichteten eine der grössten Städte der damaligen Welt, die Hauptstadt ihres Reichs: Tenochtitlan. Und sie schwangen sich auf zur Supermacht Mittelamerikas. Alles im Aztekenreich war perfekt geregelt: Auf den Märkten sorgten Aufseher für Ordnung, erhoben Steuern und stellten sicher, dass kein Verkäufer seine Kunden betrog. Öffentliche Gerichte behandelten Adlige und Bürger nach gleichem Recht. Die Schulen standen Jungen und Mädchen aus allen sozialen Schichten offen. Anders als im damaligen Europa achteten die Azteken auf Sauberkeit. Es gab ein Toilettensystem, eine Müllabfuhr und Reinigungskräfte, die täglich die Strassen fegten. In blutigen Feldzügen dehnten die Azteken ihr Reich immer weiter aus. Von den Verlierern forderten sie hohe Tribute in Form von Nahrungsmitteln, Waren und Sklaven – viele von ihnen endeten als Blutopfer auf den Altären der Aztekenpriester. Beim Templo Mayor machten Archäologen 2015 eine schockierende Entdeckung: Menschenschädel! Sie waren Teil eines riesigen Holzgerüsts, auf dem die Azteken die Schädel zur Schau stellten, nachdem sie den Opfern bei lebendigem Leib das Herz herausgerissen hatten. Die Spanier unter Hernán Cortés fanden daher schnell einheimische Verbündete gegen die Azteken, deren Herrscher Moctezuma sie rasch stürzten .
Episode number
3
Rerun
W
Cast
Raul Barera, David Carballo, Lane Fargher, Antje Gunsenheimer, Stefan Rinke, Raúl Barrera, James Newton
(1) Afghanistan: Sie schikanieren Ärztinnen In Kabul fährt jeden Morgen ein Bus mit Frauen los. An Bord sind Ärztinnen, Hebammen, Krankenschwestern. Sie bewegen sich als Gruppe, begleitet von einem vom Regime vorgeschriebenen Fahrer. Allein dürfen sie das nicht. Fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban an die Macht sind diese medizinischen Fachkräfte die letzte Verbindung zwischen den afghanischen Frauen und der Aussenwelt. Seit 2021 verloren 80 Prozent der berufstätigen Frauen ihren Arbeitsplatz. Der Zugang zu Bildung ist ihnen verwehrt. Im öffentlichen Raum darf ihre Stimme nicht mehr gehört werden. Doch in diesem Land, in dem Kultur und Religion vorschreiben, dass eine Frau nur von einer Frau behandelt werden darf, stehen die Taliban vor einem Problem: Sie brauchen diese Frauen. Also dürfen sie unter strengen Auflagen und ständiger Überwachung weiterarbeiten – bis zum nächsten Erlass. Mélanie Nunes traf die letzten Pflegekräfte, die in Kabul noch ihren Beruf ausüben dürfen. Sie erzählen von Selbstmorden, von der Müttersterblichkeit, von der Verheiratung von Minderjährigen unter Zwang und von Depressionen. Sie versuchen zu helfen, obwohl es keine Hoffnung mehr gibt . (2) Libanon: Noch Zivilisten nahe der Front Eine exklusive Reportage in Zusammenarbeit mit der Zeitung 'L'Orient Le Jour'. Die Reporterinnen Lucile Wassermann und Lyana Alameddine fuhren durch die von aller Welt abgeschnittene Region. Die Bomben der israelischen Armee verwandelten das Land hier in ein riesiges Trümmerfeld. Nach Dutzenden Kilometern Fahrt erreichten sie die kleine Gemeinde Aïn Ebel, eines der wenigen noch bewohnten christlichen Dörfer im Südlibanon, eingeklemmt zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah. Fast tausend Einwohner entschieden sich, trotz alledem in Aïn Ebel zu bleiben. Das Dorf hängt von humanitärer Hilfe ab, die Menschen hier überleben nur dank seltener Versorgungskonvois, die erst nach schier endlosen militärischen Genehmigungsverfahren passieren dürfen. Dann trat das ein, was das Dorf am meisten befürchtet hatte: Die Verschärfung der Kämpfe schneidet alle Zufahrtsstrassen ab, totale Blockade. Selbst Kranke in kritischem Zustand können nicht mehr evakuiert werden. Eine Reportage über den Krieg und das Leben: Die Geschichte von Menschen, die versuchen, dem Schlimmsten die Stirn zu bieten. Die versuchen müssen mit der Gefahr zu leben, über ihre unlösbaren moralischen Konflikte, über die tiefe Verbundenheit mit einem Land im Chaos des Krieges und über ihre Not, die Kinder so aufwachsen zu sehen. Was heisst das, zu bleiben, obwohl alles zur Flucht drängt?
Beim diesjährigen Auszug der Marismeño-Stuten aus dem Nationalpark de Doñana begleitet ARTE die Reiterin Carmen Reales Ramos und ihre zehnjährige Cousine Silvia, die das erste Mal bei diesem Spektakel mitreiten wird. Das Unesco-Weltnaturerbe Parque Nacional de Doñana erstreckt sich auf über 500 Quadratkilometern an der Costa de la Luz. In den Tagen vor der eigentlichen Saca de las Yeguas müssen über 200 Helfer in diesem riesigen Areal zunächst die Marismeño-Herden finden. In manchen Jahren stossen sie binnen eines Tages auf die Pferde, in anderen brauchen sie drei Tage dafür. Dreckverkrustete Stiefel und Steigbügel gehören dazu: Der Guadalquivir und seine Nebenflüsse schaffen durch regelmässige Überschwemmungen ein riesiges Feuchtgebiet. Darin grasen die Sumpfpferde gerne. Die Marismeños gehören zu den ältesten Rassen der Welt und gelten als Vorfahren der Mustangs: Die frühen Eroberer brachten die robusten Tiere auf den amerikanischen Kontinent, wo Pferde bis dahin unbekannt waren. Die Dokumentation 'Die wilden Pferde der Doñana' nimmt die Zuschauer und Zuschauerinnen mit auf eines der letzten grossen Abenteuer in Europa.
In der Nachrichtensendung betrachtet die deutsch-französische Redaktion mit einem weltoffenen Blick das tagesaktuelle politische Geschehen, die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie kulturelle Ereignisse in Europa und der Welt. Dabei wird immer aus europäischer Perspektive berichtet und darauf aufmerksam gemacht, wie sich aktuelle Entwicklungen auf Europa auswirken könnten. Die Berichterstattung ordnet Hintergründe ein, stellt Zusammenhänge dar und beleuchtet unterschiedliche Sichtweisen.
In Indiens Metropolen wird der Aufschwung sichtbar: Malls und Bürotürme schiessen empor, internationale Konzerne siedeln sich an, die Mittelklasse wächst. Doch die Gegensätze bleiben extrem: Gated Communities und Slums liegen oft nur wenige Meter auseinander. Sudheer Rajbhar kennt sich in beiden Welten aus: Mit seinem Label Chamar Studio stellt er bei der Art Miami und der Fashion Week in Delhi aus. Produziert werden seine angesagten Taschen in Dharavi, dem grössten Slum Indiens. Hier hat Sudheer Rajbhar selbst lange gelebt. Er ist Dalit, gehört also der untersten Kaste in Indien an und hat es trotzdem nach oben geschafft. Modi ruft immer wieder zu einem Ende der Kasten-Diskriminierung auf. Gleichzeitig propagieren der Premier und seine Partei BJP die Idee eines Hindu-Nationalstaats. Muslime werden häufig verunglimpft. Über Bollywood-Filme und Popmusik sickert die Ideologie in die breite Gesellschaft. Der Sänger Prem Krishnavanshi macht Hindutva-Pop: Er verwandelt anti-muslimischen Hass in überdrehte Popsongs. Doch gegen die Diskriminierung, die auch immer wieder in Gewalt mündet, regt sich Widerstand. Die Rapperin Saniya MQ nutzt Musik und Poesie, um zu protestieren. Die muslimische Aktivistin Afreen Fatima musste erleben, wie das Haus ihrer Familie von Bulldozern plattgemacht wurde – sie vermutet dahinter eine Strafe für das politische Engagement ihres Vaters. Die Stimmen der beiden jungen Frauen erzählen vom Kampf um Gleichberechtigung.
Wer hat unter den deutschsprachigen Ländern das Sagen? Um diese Frage führen Habsburger und Hohenzollern im Sommer 1866 Krieg. Beim böhmischen Königgrätz wird er am 3. Juli 1866 entschieden. In einer der grössten Feldschlachten der Geschichte besiegt der Herausforderer Preussen überraschend den Platzhirsch Österreich. Die Niederlage beendet die habsburgische Dominanz in Mitteleuropa, ebnet den Weg zu einem geeinten deutschen Nationalstaat und schürt die Rivalität zwischen Frankreich und Deutschland. Fazit: Der Weg zu beiden Weltkriegen beginnt bei Königgrätz. Das überlegene Zündnadelgewehr, die Rolle der Eisenbahn, das Genie des preussischen Generalstabschef Moltke: Das Dokudrama 'Habsburg gegen Hohenzollern – Die Schlacht bei Königgrätz' räumt mit alten Mythen auf. Persönliche Aufzeichnungen eröffnen zudem neue Perspektiven auf diesen 'Bruderkrieg': Tatsächlich ziehen die preussischen Brüder Heinrich und Karl von Gablenz gegen ihren jüngsten Bruder in die Schlacht. Er kämpft auf der Seite Österreichs – ebenso wie der Ehemann ihrer Schwester Antonie. Der Infanterist Ladislav Prokop indes kämpft in seiner böhmischen Heimat ums Überleben. Deren Verwüstung durch Kanonen und Cholera erlebt auch der Bauernsohn Josef Volf aus nächster Nähe mit. Er wird später zum wichtigsten Chronisten der Schlacht bei Königgrätz, deren Folgen bis weit ins 20. Jahrhundert nachhallen.
Dresden, auch 'Elbflorenz' genannt, zählt zu den schönsten Kunst- und Kulturmetropolen Europas. Prachtvolle Schlösser und Palais entlang der Elbe, die Schätze des Grünen Gewölbes und die Gemäldegalerie mit der 'Sixtinischen Madonna' prägen das Bild der Stadt. Sachsens schillernder Herrscher August der Starke wollte aus seiner Residenz eine barocke Perle machen und damit seinen Herrschaftsanspruch unterstreichen. Versailles und Frankreichs Sonnenkönig waren dabei sein grosses Vorbild. Der Zwinger mit seinen 'tanzenden' Sandsteinfassaden und versteckten Wasserspielen ist das Herzstück des barocken Dresden. Angelegt als Garten für kostspielige Orangenbäume und genutzt als Festplatz für eine Fürstenhochzeit, die den Anspruch auf den Kaiserthron anmelden sollte, lässt uns der Dresdner Zwinger heute in eine Epoche blicken, in der Prunk und Verschwendung zur Repräsentationspflicht eines Fürsten gehörten. Als es August dem Starken 1719 gelingt, seinen Sohn mit einer österreichischen Kaisertochter zu verheiraten, feiert der europäische Hochadel im Zwinger eines der glänzendsten Feste der Barockzeit – mit Reiterspielen, Kostümfest und riesigem Festmahl. Der Zwinger wird zum Startschuss für eine Stadt, die ein Gesamtkunstwerk werden sollte: die Frauenkirche mit ihrer Kuppel, die majestätische Hofkirche, ein einmaliges Areal imposanter Bauten, das in jedem Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher in die Stadt an der Elbe lockt.
In einer Welt, die auf Produktivität, Tempo und permanente Reize setzt, scheint für Langeweile kaum noch Platz zu sein. Das Smartphone bietet ständige Ablenkung – perfekt, um das unangenehme Gefühl von Langeweile zu vermeiden. Doch was ist Langeweile eigentlich – und warum empfinden wir sie? Denn obwohl sie jeder kennt, nimmt sie kaum jemand ernst. Forschende weltweit arbeiten daran, Langeweile besser zu verstehen. Denn hinter der lästigen Leere steckt viel mehr als die meisten vermuten. Die Dokumentation zeigt auf unterhaltsame Weise, warum Langeweile nicht nur unangenehm ist, sondern auch hilfreich sein kann. Sie motiviert uns, Auswege aus öden Situationen zu finden und kann Kreativität fördern. Im Kindesalter ist sie zudem ein wichtiger Baustein, um den Umgang mit den eigenen Emotionen zu lernen. Doch Forschende warnen davor, Langeweile zu idealisieren. Wird sie zum Dauerzustand, kann sie zu Krankheiten wie Alkoholismus, Internet- und Spielsucht beitragen. Langeweile kennt jeder – und doch empfindet sie jeder anders: Ist sie qualvolle Leere oder Motor der Kreativität? Nervöse Rastlosigkeit oder entspannte Ruhe? Forschende aus Psychologie, Neurowissenschaft und Philosophie gehen in spannenden Experimenten dem rätselhaften Gefühl auf den Grund: Warum ist Langeweile für einige Menschen erträglicher als für andere? Wie viel Langeweile tut noch gut und was passiert eigentlich im Gehirn, wenn nichts passiert? Spoiler: eine ganze Menge.
'Die Legenden von Paris' zeigt das Paris des 19. Jahrhunderts und die miteinander verstrickten Schicksale der bekanntesten Künstler der Zeit: Victor Hugo, Alexandre Dumas, Eugène Delacroix, George Sand, Honoré de Balzac, Charles Baudelaire. Eine beeindruckende Saga über Freundschaften, gemeinsame Kämpfe, Rivalitäten und die Bestrebungen dieser Kulturschaffenden, die Malerei, Literatur und Musik zu revolutionieren. Die Künstler von damals haben unsere heutige Sicht auf die Kultur nachhaltig verändert und waren ihrer Zeit voraus. Eine Reise in ein Jahrhundert, aus dem die Republik und die Freiheit als Siegerinnen hervorgehen werden. Paris, 1827: Eine neue Generation von Künstlern, angeführt von Victor Hugo, Alexandre Dumas und Eugène Delacroix ist fest entschlossen, die Kunst zu revolutionieren. Das Zeitalter der Romantik erreicht Frankreich. Diese neue Generation, auch inspiriert von der deutschen Romantik, bricht mit den herkömmlichen Standards und schafft bahnbrechende Kunst wie das Gemälde 'Der Tod des Sardanapal' (1827) von Eugène Delacroix, Victor Hugos Werke wie 'Hernani' (1830) und 'Der Glöckner von Notre-Dame' (1831), 'Das Chagrinleder' (1831) von Honoré de Balzac, sowie 'Symphonie fantastique' (1830) von Hector Berlioz. Aus dem künstlerischen Engagement der französischen Romantiker entsteht auch ein politisches Bewusstsein. Während auf den Strassen das Volk für die Republik auf die Barrikaden geht, werden auch sie nicht aufgeben, ehe die Freiheit gesiegt hat.
Paris, 1834 bis 1848: Die Romantiker haben die französische Hauptstadt fest im Griff. Ihre Werke werden im Theater aufgeführt, erscheinen als Fortsetzungsromane in den Tageszeitungen und überfluten die Schaufenster der Buchhandlungen. Victor Hugo wird in die Gelehrtengesellschaft Académie française gewählt, Alexandre Dumas eröffnet sein eigenes Theater. Honoré de Balzac hat bereits rund 50 Romane geschrieben und plant weitere, um seine 'Menschliche Komödie' zu vervollständigen. Die frisch geschiedene George Sand empfängt ihre Freunde auf ihrem Landsitz in Nohant, wo sie schreibt und der Malerei von Eugène Delacroix und Frédéric Chopins Musik eine Bühne bietet. In Paris geniessen Gérard de Nerval und Théophile Gautier das Bohème-Dasein. Sie arbeiten an ihrem eigenen Mythos und erheben ihr Leben zum Roman.
Die Februarrevolution von 1848 sagt der Monarchie den Kampf an und bringt die Dichter an die Macht. Alphonse de Lamartine ruft die Republik aus, Alexandre Dumas, Victor Hugo und George Sand engagieren sich politisch. Doch zu ihrem neuen Präsidenten wählen die Franzosen Louis Napoléon Bonaparte. Victor Hugo, der auf der Liste der Konservativen in die Nationalversammlung gewählt wurde, ist sich seiner Überzeugungen nicht mehr sicher. Er kann die Augen vor dem allgegenwärtigen Elend nicht verschliessen. Ein junger Maler erregt Aufsehen, weil er das Volk auf seine Leinwände bringt: Gustave Courbet begründet den Realismus. Honoré de Balzac hinterlässt bei seinem Tod ein gigantisches Werk, das ihn all seine Kraft gekostet hat. Als sich Louis Napoléon zum Kaiser proklamiert, wechselt Victor Hugo endgültig zur politischen Linken und sieht sich gezwungen, aus Frankreich zu flüchten, gefolgt vom finanziell ruinierten Alexandre Dumas. Als ihr Freund Gérard de Nerval stirbt, können sie dem Freund im Exil nicht die letzte Ehre erweisen.
Im Exil auf Guernsey wendet sich Victor Hugo wieder seinen grossen Romanprojekten zu und beendet mit Hilfe von Juliette Drouet 'Die Elenden'. In Paris kämpfen junge Künstler um ihren Platz. 'Madame Bovary, 'Les Fleurs du Mal' und 'Le Déjeuner sur l'herbe' sorgen für Aufsehen und stossen teilweise auf Zensur. Charles Baudelaire trauert um Eugène Delacroix. Der Dichter lehnt vieles Moderne ab und findet sich in Georges-Eugène Haussmanns grossstädtischem Paris nicht mehr zurecht. Er geht nach Belgien ins Exil und kommt erst kurz vor seinem Tod nach Paris zurück. Nadar erhebt die Fotografie in den Rang der Kunst und inspiriert Jules Verne zu seinen ersten Science-Fiction-Romanen. Bald läutet der Deutsch-Französische Krieg das Ende der Ära Napoleons III. ein. Victor Hugo wird bei seiner Rückkehr nach Frankreich als Held gefeiert und erlebt mit George Sand, Théophile Gautier und Alexandre Dumas den Triumph der Republik und der Freiheit.
Jamie Klaes ist in Bettles, einer ehemaligen Goldgräbersiedlung, geboren. Heute leben hier nur noch 23 Menschen. Der kleine Ort liegt nördlich des Polarkreises und ist nur im Winter über eine Eisstrasse zu erreichen. Im Sommer ist das Flugzeug die einzige Verbindung zur Aussenwelt. Das Aufwachsen im ländlichen Alaska und das Fliegen haben Jamie und ihren Blick auf die Welt geprägt. Leidenschaftlich setzt sie sich dafür ein, indigenen Jugendlichen ein besseres Leben zu ermöglichen, indem sie ihnen kostenlosen Flugunterricht gibt. Die Dokumentation begleitet Jamie zu Menschen und Orten, die ihr wichtig sind. Ein Übungsflug mit Schülerin Lori führt die Pilotin zum atemberaubenden Knik-Gletscher, der nur per Helikopter oder Kleinflugzeug erreichbar ist. Über weite Täler, wilde Flussläufe und gigantische Bergketten geht es auch zum Denali, zum 'Grossen', wie der höchste Berg Nordamerikas in der Sprache der Ureinwohner heisst. In Talkeetna, Ausgangspunkt für viele Touren zum Denali-Nationalpark, trifft Jamie ihre Mutter, die ebenfalls als Pilotin arbeitet.
Das Format liefert täglich aus Paris pointierte Einblicke in gesellschaftliche, politischen, wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen. Im Zentrum steht die Verbindung zwischen aktuellen Ereignissen und ihren kulturellen Hintergründen, die durch fundierte Einordnung sichtbar werden. Fachkundige Stimmen aus unterschiedlichen Bereichen sowie ein wechselnder Gast aus dem kulturellen Leben bereichern jede Ausgabe und schaffen eine lebendige Mischung aus Analyse, Perspektiven und anregenden Impulsen, die den Blick auf das Zeitgeschehen erweitert.
In der 3D-Zeichentrickserie 'Athleticus' messen sich vielerlei Tiere in klassischen Sportarten. Die dritte Staffel der Serie wirft in 30 neuen Folgen einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. Nach den olympischen Sommer- und Wintersportarten geht es für die Tiere von 'Athleticus' nun in die Stadt: Es gibt ein Hip-Hop-Battle zwischen Kängurus und anderen Vierbeinern, joggende Elefanten – gecoacht von einem Vogelstrauss – technische Meisterleistungen im Skatepark von Schildkröten und Seelöwen, die sportlichen Aktivitäten in der Stadt sind unendlich und jeder kann mitmachen. Die neue Saison begrüsst auch zwei Neuzugänge: das Elefanten- und das Giraffenbaby.