Weltweit instrumentalisiert die radikale Rechte den christlichen Glauben als politische Waffe – eine Bewegung, die es bis ins Weisse Haus geschafft hat. Nirgendwo sonst ist die Verschmelzung von radikalem Christentum und rechter Politik so offen sichtbar wie in den USA. Aber nicht nur dort. Auch in Deutschland missbrauchen rechte Netzwerke den christlichen Glauben, um an Macht und Einfluss zu gewinnen. Die Dokumentation deckt auf, wie ein Netzwerk von Influencern, fundamentalistischen Predigern und Bundestagsabgeordneten religiösen Fanatismus bis in den Bundestag trägt.
1960 – der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, in dem Nordrhein-Westfalen nur eine Richtung kannte: Volle Kraft voraus! Immer mehr Menschen konnten sich nun ein Auto leisten. Mit dem Strassenbaufinanzierungsgesetz fiel 1960 der Startschuss für den gross angelegten Ausbau der Autobahnen und Bundesstrassen. Jetzt konnte man richtig 'Strecke machen'. Eines der Fahrzeuge damals: das Motocoupé 'Isetta'. In Düsseldorf ging Anfang der 60er Jahre ein musikalischer Stern auf, den heute jeder kennt: Heino. 1961 blickte man mit Sorge nach Berlin, wo plötzlich die Mauer die Stadt teilte.
Bezahlter Urlaub – das war neu! Zu Beginn des Jahres 1963 trat das 'Bundesurlaubsgesetz' in Kraft. Auf einmal durften Arbeitnehmer 24 Tage im Jahr verreisen – bei voller Lohnfortzahlung. Der Bikini erlebte Anfang der 60er ein Revival, und auch der Minirock stand bei modebewussten Damen hoch im Kurs. Freizügigkeit bei den Outfits – aber noch immer Engstirnigkeit bei der Rollenverteilung: Der Mann verdiente das Geld, die Frau blieb zuhause und kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Einen feministischen Lichtblick gab es in der Politik: Else Zimmermann aus Bielefeld wurde die erste Landrätin der BRD.
Mitte der 60er – zuerst kam die Queen und im Sommer 1966 reisten sogar die Beatles nach NRW – zu ihrem legendären Konzert in Essen. Das Leben im Westen nahm Fahrt auf. Die Röcke wurden kürzer, die Haare länger und die Bilder farbig – nicht nur im Fernsehen, sondern auch zu Hause auf der Super-8-Leinwand. Beschleunigung war angesagt. Die Städte wurden Auto fit gemacht. Brücken, Autobahnen und Einkaufsmeilen gebaut, die NRW bis heute prägen. Ein Aufklärungsfilm sorgte für Aufregung und rappelvolle Kinos.
1960 – der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, in dem Nordrhein-Westfalen nur eine Richtung kannte: Volle Kraft voraus! Immer mehr Menschen konnten sich nun ein Auto leisten. Mit dem Strassenbaufinanzierungsgesetz fiel 1960 der Startschuss für den gross angelegten Ausbau der Autobahnen und Bundesstrassen. Jetzt konnte man richtig 'Strecke machen'. Eines der Fahrzeuge damals: das Motocoupé 'Isetta'. In Düsseldorf ging Anfang der 60er Jahre ein musikalischer Stern auf, den heute jeder kennt: Heino. 1961 blickte man mit Sorge nach Berlin, wo plötzlich die Mauer die Stadt teilte.
Die Dokumentation von Heike Nelsen begleitet die neue 'Ku'damm'-Staffel und ordnet die Ereignisse im Jahr 1977 historisch ein. Im geteilten Deutschland kommt vieles Ende der 70er in Bewegung. Im Westen herrscht das Discofieber, zeitgleich zittert die Bonner Republik vor dem linken Terror der Roten Armee Fraktion. In der DDR errichtet die Stasi zunehmend ein Schattenregiment, das die eigenen Bürger überwacht, erpresst und terrorisiert. Die begleitende Dokumentation zeigt vergleichbare Schicksale: Die Filmfigur Wolfgang von Boost, Friederikes Vater, lebt in Ostberlin. Die Stasi nutzt seine Homosexualität als Druckmittel, will von ihm die Mitarbeit als Spitzel erzwingen. Mario Röllig, Protagonist in der Doku, hat dies am eigenen Leib erlebt. Linda Müller, eine Filmemacherin in der neuen 'Ku'damm'-Staffel, macht eine Dokumentation über die Schöllacks und deckt dabei Familiengeheimnisse auf. Als heimliches Kind der Matriarchin Cateria Schöllack und einem schwarzen GI erlebt sie immer wieder Ausgrenzung und Vorurteile. Eine Erfahrung, die auch Michael Mülich gemacht hat: Seine Mutter stammt aus Giessen, sein Vater aus Alabama, war als Soldat bei der US-Army. In der Doku schildert er seine Kindheit und Jugend in der Nachkriegszeit. Die 1970er-Jahre sind ein Jahrzehnt des Aufbruchs, die Jungen hinterfragen alte Rollenbilder und brechen damit. Auch bei den Schöllack-Frauen entzündet sich daran in der neuen Staffel der Konflikt der Generationen. Friederike will über ihr eigenes Leben bestimmen und einen 'Männerberuf' ergreifen: Sie will Polizistin werden. 1977 gibt es noch keine Frauen bei der Berliner Polizei, die auf 'Streife gehen' oder den Verkehr regeln. Brigitte Seiffert ist 1978 eine der ersten, die in Berlin bei der 'Schutzpolizei' ausgebildet werden. Die männlichen Kollegen sind – wie im Film – zunächst skeptisch, manche überfordert. Auch am Thema Kriegsschuld reiben sich die Jungen und die Alten – im Spielfilm wie im echten Leben. Die Nachkriegsgeneration will das Schweigen beenden, fordert Aufklärung und Entschädigung für die Opfer des Holocausts. Die 'Jewish Claims Conference' vertritt die finanziellen Ansprüche der Überlebenden der Shoa und ihrer Angehörigen. Bei den sogenannten Arisierungen wurde Eigentum jüdischer Bürger im NS-Staat oft zu symbolischen Beträgen verkauft, de facto enteignet. Auch die jüdische Tanzschule 'Willy Weissbart' in der Königstrasse 67 in Berlin fiel der 'Arisierung' zum Opfer. Gegen die späteren Eigentümer, die davon profitierten, wurde in den 1960er-Jahren geklagt. 1977 kommt 'Saturday Night Fever' mit John Travolta in die West-Kinos – die Musik wird zum Soundtrack der späten 1970er-Jahre: Das Discofieber packt die Nation, alle wollen so tanzen wie die Stars im Hollywoodstreifen. Auch am Berliner Ku'damm schiessen Diskotheken wie Pilze aus dem Boden. Andreas Kiess, selbst damals in den Clubs unterwegs, schildert in der Dokumentation das Lebensgefühl, das eine ganze Generation prägte – und bis heute weiterlebt.
Lange war es nur Science-Fiction: ein Krieg im Weltall. Mittlerweile ist es technisch möglich, und die Grossmächte bereiten sich offensichtlich darauf vor. Was unternimmt die Bundeswehr? Anti-Satelliten-Tests, Cyberangriffe und die Militarisierung des Weltraums zeigen: Der nächste Krieg könnte weit über unseren Köpfen stattfinden. Und die Bedrohung ist real. Schon jetzt werden Navigationsdaten gestört. Wie real ist ein Krieg im All tatsächlich? -PROGRAMMÄNDERUNG- 11:45 12:00 phoenix vor ort
Die morgendliche Nachrichten- und Informationssendung informiert ihr Publikum zuverlässig über die wichtigsten Ereignisse des Tages. Im Mittelpunkt stehen fundierte Berichte und Reportagen zu aktuellen Themen aus den Bereichen nationale und internationale Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Darüber hinaus greift die Sendung auch unterhaltsame und aussergewöhnliche Themen auf, die den Alltag der Menschen bewegen und für Gesprächsstoff sorgen. Ein weiterer fester Bestandteil ist die umfassende Sportberichterstattung mit aktuellen Nachrichten, Analysen und Hintergründen aus der Welt des Sports.
'phoenix vor ort' zeigt Ihnen so ausführlich und so viele politische Ereignisse wie kein anderer Sender im deutschen Fernsehen. 'phoenix vor ort' finden Sie zu vier festen Uhrzeiten am Tag, darüber hinaus immer wenn ein politisch relevantes Ereignis stattfindet. phoenix überträgt für Sie live die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages und aus dem Bundesrat, dem Europäischen Parlament, dem US-Kongress, der Duma oder anderen Parlamenten dieser Welt. Auch bei aktuellen Geschehnissen und Debatten ausserhalb der Parlamente ist phoenix dabei – etwa bei Parteitagen, Pressekonferenzen oder Hauptversammlungen grosser Aktien-Konzerne. Jedes Ereignis von Relevanz finden Sie hier – in der Regel live!
In 'phoenix plus' ergänzen wir mehrmals täglich unsere Ereignis-Berichterstattung. Hier macht phoenix das, wofür der Sender steht: Themen vertiefen. Mit eigenen Reportagen, ausgewählten Beiträgen von ARD und ZDF und Expertengesprächen beleuchten wir ein Thema von vielen Seiten und liefern ein Plus an Information. Die Themen sind immer relevant und aktuell: Das Spektrum reicht vom veränderten Parteiensystem in Deutschland über den Korea-Konflikt, die Politik der Trump-Regierung im Westen und der Putin-Präsidentschaft im Osten bis zur Bedeutung des deutschen Vereinswesens für unsere Gesellschaft und der Arbeit der Geheimdienste. 'phoenix plus' bietet diese Schwerpunkte in einer Länge von 30, 45, 60 oder 75 Minuten. Kurzum: Auch hier zeigt phoenix das ganze Bild – damit Sie sich eine fundierte Meinung bilden können.
'phoenix vor ort' zeigt Ihnen so ausführlich und so viele politische Ereignisse wie kein anderer Sender im deutschen Fernsehen. 'phoenix vor ort' finden Sie zu vier festen Uhrzeiten am Tag, darüber hinaus immer wenn ein politisch relevantes Ereignis stattfindet. phoenix überträgt für Sie live die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages und aus dem Bundesrat, dem Europäischen Parlament, dem US-Kongress, der Duma oder anderen Parlamenten dieser Welt. Auch bei aktuellen Geschehnissen und Debatten ausserhalb der Parlamente ist phoenix dabei – etwa bei Parteitagen, Pressekonferenzen oder Hauptversammlungen grosser Aktien-Konzerne. Jedes Ereignis von Relevanz finden Sie hier – in der Regel live!
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'phoenix vor ort' zeigt Ihnen so ausführlich und so viele politische Ereignisse wie kein anderer Sender im deutschen Fernsehen. 'phoenix vor ort' finden Sie zu vier festen Uhrzeiten am Tag, darüber hinaus immer wenn ein politisch relevantes Ereignis stattfindet. phoenix überträgt für Sie live die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages und aus dem Bundesrat, dem Europäischen Parlament, dem US-Kongress, der Duma oder anderen Parlamenten dieser Welt. Auch bei aktuellen Geschehnissen und Debatten ausserhalb der Parlamente ist phoenix dabei – etwa bei Parteitagen, Pressekonferenzen oder Hauptversammlungen grosser Aktien-Konzerne. Jedes Ereignis von Relevanz finden Sie hier – in der Regel live!
In 'phoenix plus' ergänzen wir mehrmals täglich unsere Ereignis-Berichterstattung. Hier macht phoenix das, wofür der Sender steht: Themen vertiefen. Mit eigenen Reportagen, ausgewählten Beiträgen von ARD und ZDF und Expertengesprächen beleuchten wir ein Thema von vielen Seiten und liefern ein Plus an Information. Die Themen sind immer relevant und aktuell: Das Spektrum reicht vom veränderten Parteiensystem in Deutschland über den Korea-Konflikt, die Politik der Trump-Regierung im Westen und der Putin-Präsidentschaft im Osten bis zur Bedeutung des deutschen Vereinswesens für unsere Gesellschaft und der Arbeit der Geheimdienste. 'phoenix plus' bietet diese Schwerpunkte in einer Länge von 30, 45, 60 oder 75 Minuten. Kurzum: Auch hier zeigt phoenix das ganze Bild – damit Sie sich eine fundierte Meinung bilden können.
Pflegenotstand, Klima- und Energiekrise: Mit Hightech-Innovationen lösen Gründer gerade die grossen Probleme von morgen. Wird Deutschland zum Hotspot globaler Zukunftsmärkte? Sie träumen nicht nur – sie bauen: Drei deutsche Start-ups arbeiten an der Welt von morgen. Mit humanoiden Robotern, klimafreundlicher Schokolade und der nächsten Generation Halbleiter könnten sie ganze Branchen verändern. Erobern ihre Visionen bald den Weltmarkt? 'Junge Start-ups – Deutsche Hightech für die Weltspitze' porträtiert drei junge Unternehmen, die vom Standort Deutschland aus mit Innovationsgeist, Idealismus und unternehmerischem Mut globale Zukunftsmärkte erobern wollen. David Reger, Gründer von Neura Robotics, entwickelt mit seinem Team im schwäbischen Metzingen intelligente humanoide Roboter – nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als dessen hilfreiche Ergänzung: im Haushalt, in der Pflege, bei gefährlichen Einsätzen. Auf dem Weg zu einem internationalen Produktlaunch treffen technische Vision, Unternehmertum und persönliche Leidenschaft aufeinander. Mit Sara und Max Marquart, den Zwillingen hinter Planet A Foods, taucht die Dokumentation in die Zukunft unserer Ernährung ein. Ihr Ziel: Kakao oder Kaffee – Produkte, deren Anbau unter dem Klimawandel leidet – durch nachhaltige Alternativen zu ergänzen. Ihr innovativer Schokoladenersatz ChoViva ist bereits in vielen Lebensmitteln enthalten. Der Film begleitet die beiden Gründer in München bei der Finalisierung eines neuen Produkts, des ersten für den japanischen Markt. Ein symbolträchtiger Schritt auf dem Weg zur globalen Skalierung. Um Geschwindigkeit und Effizienz geht es den Brüdern Sebastian und Daniel Schall, den Köpfen hinter Black Semiconductor. Ihre Chip-Technologie verbindet elektrische mit optischer Datenübertragung – eine kleine Revolution im Halbleitermarkt. In einer eigens erbauten Hightech-Produktionshalle in Aachen arbeiten internationale Experten daran, die Grundlagen für die Energieeffizienz von morgen zu legen – und damit eine zentrale Voraussetzung für KI, autonomes Fahren und den digitalen Wandel zu schaffen.
'phoenix vor ort' zeigt Ihnen so ausführlich und so viele politische Ereignisse wie kein anderer Sender im deutschen Fernsehen. 'phoenix vor ort' finden Sie zu vier festen Uhrzeiten am Tag, darüber hinaus immer wenn ein politisch relevantes Ereignis stattfindet. phoenix überträgt für Sie live die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages und aus dem Bundesrat, dem Europäischen Parlament, dem US-Kongress, der Duma oder anderen Parlamenten dieser Welt. Auch bei aktuellen Geschehnissen und Debatten ausserhalb der Parlamente ist phoenix dabei – etwa bei Parteitagen, Pressekonferenzen oder Hauptversammlungen grosser Aktien-Konzerne. Jedes Ereignis von Relevanz finden Sie hier – in der Regel live!
Wir können saufen, rauchen und neuerdings auch kiffen – alles andere ist in Deutschland streng verboten. Partydrogen wie MDMA, Speed oder Kokain werden trotzdem immer beliebter. Für 'exactly' stellt Reporter Daniel Tautz daher eine provokante Frage: Ist unsere Drogenpolitik nicht nur gescheitert, sondern sogar schädlich für unsere Gesellschaft? Und was könnte eine kontrollierte Legalisierung bewirken? Um das herauszufinden, ist er auf Festivals und in Clubs unterwegs und spricht mit Veranstaltern, Feiernden und der Polizei. 'Ich glaube, dass es keinen Laden gibt, der ohne Drogen funktionieren würde', sagt Patrick Drebenstedt, Betreiber des Technoclubs MAW Magdeburg. Zwar kontrollieren sie am Einlass, aber der Konsum lasse sich natürlich nicht verhindern. 'Und wir als Clubbetreiber müssen dafür sorgen, wenn die [Konsumenten, d. Red.] das schon machen, dass sie auch die Möglichkeit haben, sich zu informieren oder sich zurückzuziehen.' Deswegen bietet er im MAW immer wieder Workshops an – zu Safer Use oder Erste Hilfe zum Beispiel. Was Patrick Drebenstedt sich für seinen Club vergeblich wünscht, ist in Thüringen möglich: Professionelles Drug Checking, direkt am Club, in zwei Wohnmobilen des Jenaer Start-Ups 'miraculix' und der Suchthilfe in Thüringen. Partygäste bringen ihre Substanz dorthin und erfahren genau, wie hoch sie dosiert ist, ob womöglich gefährliche Streckstoffe enthalten sind. 'Auf jeder Party sind MDMA-Pillen unterwegs und eigentlich weiss niemand, wie viel da drin ist', erklärt Felix Blei von 'miraculix'. Das Angebot wird vom Land Thüringen finanziert, im Ernstfall kann ihre Arbeit Leben retten. Reporter Daniel Tautz hat legales LSD aus dem Internet zum Testen mitgebracht. Portugal fährt dagegen eine ganz andere Strategie. 2001 hat das Land alle Drogen entkriminalisiert. Heisst konkret: Man kann sie zwar nicht legal kaufen und besitzen. Wird man aber mit Substanzen erwischt, folgt kein Strafprozess, sondern ein Reflektionsgespräch bei einer Kommission. 'Wir setzen auf Hilfe statt Strafe', sagt Nuno Capaz von der Einrichtung in Lissabon. 'Die Menschen haben nicht auf dem Schirm, dass ein Grossteil der Konsumenten kein Problem mit der Nutzung illegaler Drogen haben.' Und allen anderen werde Hilfe an die Hand gegeben. Ein mögliches Vorbild für eine andere Drogenpolitik in Deutschland?
Drei Menschen leben ihr ehrenamtliches Engagement ganz unterschiedlich: Tim trägt als junger Bürgermeister volle Verantwortung für sein Dorf und ist bei der Feuerwehr aktiv. Katrin, eine berufstätige Mutter, organisiert projektbezogen Demonstrationen für sichere Radwege für Kinder. Matthias leitet als Vormann ein Seenotrettungsboot. Ihre vielfältigen Engagements zeigen, wie Freiwilligenarbeit die Gesellschaft prägt.
Am Mittelmeer steigen die Temperaturen laut Weltklimarat um 20 Prozent schneller als im weltweiten Durchschnitt. 'NZZ Format' berichtet über den Klima-Hotspot Mittelmeer. Die Menschen im Mittelmeerraum leiden unter langen Dürreperioden, starken Regenfällen mit Überschwemmungen, Waldbränden und Hitzewellen. Sie suchen aber auch nach Lösungen, um den Klimawandel einzudämmen und mit den Veränderungen umzugehen. Der Taucher Javier Murcia kämpft für eine der grössten Salzwasserlagunen, das Mar Menor, in Südspanien. Die Wassertemperatur erreicht inzwischen 30 Grad. Fische sterben. Jetzt hat das Mar Menor eine eigene Rechtspersönlichkeit und einklagbare Rechte bekommen – als erstes Ökosystem in Europa. Im Gemüsegarten Europas, rund um die Gegend von Murcia, kann der Landwirt Santiago Pérez wegen des Wassermangels nur noch die Hälfte seines Landes bewirtschaften. Dass regenerative Landwirtschaft eine Antwort auf die veränderte Klimasituation sein könnte, davon ist ein junges Paar überzeugt. 'La Junquera' heisst der grosse Hof von Alfonso Chico de Guzmán und Yanniek Schoonhoven, auf dem sie versuchen, das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und dennoch profitabel zu wirtschaften. Wie man mit wenig Wasser erfolgreich anbauen kann, das zeigt Israel. Mit der Erfindung der Tröpfchenbewässerung in den sechziger Jahren hat die Firma Netafim die Landwirtschaft revolutioniert. Heute ist daraus ein Hightechsystem geworden, das in viele Länder exportiert wird. Über sechshundert Klima-Start-ups versuchen in Israel, mit Technologie die Folgen des Klimawandels abzufedern. BlueGreen-Water-Technologies etwa verwandelt Algen in Seen und Ozeanen zu CO2-Speichern. Marokko gehört zu den Klimachampions, weit vor Deutschland oder der Schweiz. Hier befinden sich eines der grössten Solarkraftwerke der Welt und das grösste Forschungslabor zur Klimatechnologie in Afrika. Um das Oasen-Sterben und das Vorrücken der Wüste zu stoppen, pflanzt der Umweltaktivist Halim Sbai Palmen und bringt das Leben zurück in die Oasen.
107 Milliarden steckt der Staat in die Deutsche Bahn, um die marode Infrastruktur zu sanieren. Doch 'frontal'-Recherchen zeigen: Das System Bahn ist ein Fass ohne Boden. Allein die Generalsanierungen verschlingen Milliarden. Ex-Gewerkschaftschef Claus Weselsky warnt: 'Das ist ein riesengrosses schwarzes Loch.' Die Bahn verspricht den 'Neustart' und erklärt in einer Werbekampagne: 'Wir haben verstanden, jetzt wird alles besser'. Aber ist das wirklich so? Schon jetzt ruft der Staatsbetrieb nach weiteren Milliarden. Auch Ex-Bahnvorstand Alexander Doll sieht strukturelle Defizite: 'Wenn Sie das als Fass ohne Boden benennen, dann stimmt das wohl.' Für ihn ist klar: Es fehlt nicht nur an Geld, sondern vor allem an effizientem Einsatz. So wächst der Eindruck: Der versprochene Neustart bleibt Stückwerk. Milliarden fliessen, doch ohne klare Steuerung und Kontrolle droht das Geld zu versickern – während die Fahrgäste weiter auf eine verlässliche Bahn warten. Für Führungskräfte der Bahn allerdings liegt die Messlatte niedrig. 'frontal' liegen Insiderinformationen vor: Üppige Vorstandsboni fliessen selbst bei miserabler Pünktlichkeit der Züge. Letzte Folge der dreiteiligen 'frontal'-Dokumentation 'Das Deutsche-Bahn-Desaster'
Rerun
W
Director
Anne Höhn, Markus Reichert, Michael Strompen, Frank Vieltorf
Millionen Menschen leiden unter immer extremeren Temperaturen. Mit kluger Architektur, wiederentdeckter Technik und grünen Oasen versuchen Städte in ganz Europa, sich abzukühlen und fit für die Zukunft zu machen. Eine Reise zu wirksamen Lösungen gegen die Hitze. Unsere Städte sind Treffpunkt, Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich – rund 77 Prozent der Deutschen leben in urbanen Gebieten. Sie angenehm zu gestalten, fördert sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit. Sicherheit und Klimatisierung sind zentrale Stellschrauben, um unsere Städte lebenswerter zu machen. Wenn klassische Verbesserungsmethoden an ihre Grenzen stossen, sind innovative Lösungen gefragt.
In 'phoenix der tag' fassen wir die wichtigen Ereignisse, Themen und Diskussionen des Tages für Sie zusammen. Zwei Mal am Tag begrüssen Sie die Moderatorinnen und Moderatoren aus dem Bonner Studio – um 17.30 Uhr mit einer 30-minütigen Zusammenfassung und um 23.00 Uhr mit einer umfassenden 60-minütigen Rückschau auf den Tag -mit Expertinnen und Experten im Studio sowie Schalten zu den Korrespondenten von ARD und ZDF. 'phoenix der tag' bietet Ihnen den Mehrwert zu anderen Nachrichtensendungen – wir beleuchten die Themen für Sie noch umfangreicher und hintergründiger. 'phoenix der tag' zeigt Ihnen 'das ganze Bild'. 'phoenix der tag' ist ein Angebot für alle, die sich intensiver auf aktuelle Debatten und Themen einlassen wollen. Ganz nach dem Motto: Wer phoenix nutzt, versteht mehr.
Staatsschulden wirken auf den ersten Blick wie ein Widerspruch: Während Privatpersonen ihre Kredite irgendwann tilgen müssen, 'rollen' Staaten ihre Schulden oft einfach weiter. Sie zahlen fällige Anleihen zurück, indem sie neue ausgeben. Das funktioniert aber nur, solange Investoren Vertrauen haben, die Wirtschaft wächst und die Zinslast tragbar bleibt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe der Schulden, sondern auch, wofür sie verwendet werden. Kredite für Bildung, Infrastruktur oder die Energiewende können künftiges Wachstum ermöglichen. Schulden, die ausschliesslich den laufenden Konsum finanzieren, sind deutlich riskanter. Diese '42'-Folge schaut auf historische Krisen und aktuelle Beispiele: In Griechenland löste ein Vertrauensverlust eine Abwärtsspirale aus, während Japan trotz extrem hoher Verschuldung stabil bleibt, da die Schulden überwiegend im Inland gehalten werden. Die USA profitieren von der Sonderrolle des Dollars als globale Leitwährung – Zentralbanken, Ratingagenturen und politische Konflikte sind dabei ebenfalls von Bedeutung.
1960 – der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, in dem Nordrhein-Westfalen nur eine Richtung kannte: Volle Kraft voraus! Immer mehr Menschen konnten sich nun ein Auto leisten. Mit dem Strassenbaufinanzierungsgesetz fiel 1960 der Startschuss für den gross angelegten Ausbau der Autobahnen und Bundesstrassen. Jetzt konnte man richtig 'Strecke machen'. Eines der Fahrzeuge damals: das Motocoupé 'Isetta'. In Düsseldorf ging Anfang der 60er Jahre ein musikalischer Stern auf, den heute jeder kennt: Heino. 1961 blickte man mit Sorge nach Berlin, wo plötzlich die Mauer die Stadt teilte.
Bezahlter Urlaub – das war neu! Zu Beginn des Jahres 1963 trat das 'Bundesurlaubsgesetz' in Kraft. Auf einmal durften Arbeitnehmer 24 Tage im Jahr verreisen – bei voller Lohnfortzahlung. Der Bikini erlebte Anfang der 60er ein Revival, und auch der Minirock stand bei modebewussten Damen hoch im Kurs. Freizügigkeit bei den Outfits – aber noch immer Engstirnigkeit bei der Rollenverteilung: Der Mann verdiente das Geld, die Frau blieb zuhause und kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Einen feministischen Lichtblick gab es in der Politik: Else Zimmermann aus Bielefeld wurde die erste Landrätin der BRD.
Seit 1952 wird die Nachrichtensendung präsentiert. Sie informiert täglich über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport. Die Sendung bietet einen kompakten und verlässlichen Überblick über das nationale und internationale Geschehen. Reporterinnen und Reporter sowie Korrespondentinnen und Korrespondenten berichten aus dem In- und Ausland und ordnen aktuelle Entwicklungen verständlich und fundiert ein. Neben den aktuellen Nachrichten werden Hintergründe, Zusammenhänge und Einordnungen vermittelt, die das Geschehen in einen grösseren Kontext setzen. Dabei steht eine präzise, sachliche und unabhängige Berichterstattung im Mittelpunkt.
Die Bretagne ist die grösste Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen und Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste – über 600 Kilometer erstreckt sich die Küste der Normandie entlang des Ärmelkanals. Ein fruchtbares Land mit Wiesen, Obstplantagen und Weiden. Steilklippen, Sandstrände und Seebäder prägen die Küste. Abteien, Schlösser und idyllische Dörfer erzählen von ihrer bewegten Geschichte. Der Film führt vom Mont St. Michel über die Landungsstrände der Alliierten bis zur Halbinsel Cotentin.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
'Fifty-fifty' schätzten die Astronauten ihre Überlebenschance. Dass es am 21. Juli 1969 den ersten Menschen gelang, den Mond zu betreten, war ein riskantes Unternehmen und ein epochaler Umbruch. Fast wäre die Mission gescheitert. Moderator Mirko Drotschmann präsentiert den 'Terra X'-Film, der die Zeit anhält und die 'Apollo 11'-Mission aus der Perspektive von Menschen erzählt, die entscheidend beteiligt waren, aber deren Schicksal kaum bekannt ist. Da ist Janet Armstrong, die Ehefrau des Astronauten Neil Armstrong. Sie muss jeden Augenblick damit rechnen, Witwe zu werden – doch sie muss ihr Gesicht wahren gegenüber der Presse, die ihr nicht von der Seite weicht. Auch die junge Mathematikerin Margaret Hamilton fiebert mit – sie und ihr Team haben die Software der 'Apollo 11'-Mission entwickelt. Jetzt muss sich ihr Code im Orbit bewähren. Am Cape Canaveral machen derweil mehr als 4000 Journalisten den Start zum Mond zu einem Medienspektakel. Der junge Rundfunkreporter Otto Deppe berichtet live vor Ort für die Sender in Deutschland. Fast 400.000 Menschen haben die 'Apollo'-Mission der NASA vorbereitet. Unter ihnen Charles Duke, einer der 'Capsule Communicators', die vom Boden aus den Flug überwachen. Er wird im heiklen Moment der Mondlandung der Einzige sein, der mit den Astronauten direkt kommuniziert. Der Wettlauf zum Mond beginnt auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges: Erst schickt die UdSSR ihren ersten Satelliten ins All, dann 1961 den Russen Juri Gagarin. Ein Affront für die USA, die daraufhin verkünden, noch im selben Jahrzehnt einen Menschen zum Mond zu schicken. Rekordsummen werden investiert, doch es gibt herbe Rückschläge. Bei Teststarts verbrennen drei Astronauten bei lebendigem Leib, die Entwicklung der Software ist schwierig. 'Apollo 11' ist ein technisches Meisterwerk – aber wird alles so funktionieren wie geplant? Mehr als 500 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli im Fernsehen, wie die Amerikaner Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond betreten und Geschichte schreiben. Was sie nicht sehen, das erzählt 'Ein Moment in der Geschichte'. Um ein Haar wäre die 'Apollo 11'-Mission gescheitert. Im Kontrollzentrum in Houston geht kurz vor der Landung ein Computeralarm los, man überlegt, die 25-Milliarden-Dollar-Unternehmung abzubrechen. Dann finden die Astronauten in der Landefähre 'Eagle' keinen geeigneten Platz zum Landen – sie haben kaum noch Benzin, und unter ihnen liegt ein Krater voller Geröll. 'Terra X'-Moderator Mirko Drotschmann wird mithilfe digitaler Effekte in das Kontrollzentrum nach Houston, auf den Mond und in die Fernsehstudios versetzt, um den Geschehnissen und den Menschen hinter den Kulissen dieses Moments auf die Spur zu kommen. Als Zeitzeugen konnten sowohl der Reporter Otto Deppe als auch CapCom 'Charlie' Duke interviewt werden, der 1972 selbst den Mond betreten wird.
Cast
Otto Deppe, Jamie Donovan, Charles Duke, Suzanna Randall, Jochen Viehoff
Als es der Sowjetunion am 12. April 1961 gelingt, den ersten Menschen in den Weltraum zu schicken, steigt in den USA der Druck. Schliesslich verkündet Präsident John F. Kennedy einen ambitionierten Plan: Noch innerhalb der 1960er Jahre soll ein bemannter Flug zum Mond realisiert werden. Koste es, was es wolle. Doch im Wettstreit um den Mond ereignete sich eine Tragödie: Am 27. Januar 1967 kommt es während eines Routinetests zu einem tragischen Unfall, der das ganze Land erschüttert und drei Astronauten das Leben kostet: Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee, so die Namen der Besatzung der ersten bemannten Raumfahrtmission im Rahmen des Apollo-Programms der NASA. Sie ebneten all denjenigen den Weg, die später den Mond erreichen sollten: Dass am 21. Juli 1969 – nur rund zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe – Neil Armstrong erfolgreich auf dem Mond landet, wäre ohne die Erfahrungen der Apollo-1-Mission unmöglich gewesen. Ehemalige NASA-Verantwortliche und Hinterbliebene der Verstorbenen gewähren einen emotionalen Einblick in die Zeit vor und nach dem Tod der Astronauten. Aus ihrer sehr persönlichen Perspektive erzählt der Dokumentarfilm die inspirierende Geschichte dreier fast vergessener Pioniere, die mit einem unbändigen Willen für ihren grossen Traum gearbeitet haben und damit den Grundstein für einen grossen Schritt der Menschheit legten.
Cast
Bonnie Baer, Martha Chaffee, Roger B. Chaffee, Sheryl Chaffee, Gerry Griffin, Gus Grissom, Lowell Grissom
Die Bretagne ist die grösste Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen und Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste – über 600 Kilometer erstreckt sich die Küste der Normandie entlang des Ärmelkanals. Ein fruchtbares Land mit Wiesen, Obstplantagen und Weiden. Steilklippen, Sandstrände und Seebäder prägen die Küste. Abteien, Schlösser und idyllische Dörfer erzählen von ihrer bewegten Geschichte. Der Film führt vom Mont St. Michel über die Landungsstrände der Alliierten bis zur Halbinsel Cotentin.
Von Fernreisen in exotische Länder über den Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zu Strandferien an der Ostsee – jeder hat seine ganz eigenen Reiseerinnerungen. Der Film blickt zurück auf Urlaubstrends und Erlebnisse von den 1950ern bis in die 1990er Jahre. Dafür werden so manche vergessenen Aufnahmen aus den Archiven geholt: Gepäckträger, die von den stählernen Kofferkulis verdrängt werden, Menschen, die freiwillig einen Survival-Urlaub buchen und DDR-Bürger, die auf dem Kreuzfahrtschiff 'Arkona' nach Kuba fahren. Es geht auch um die in der DDR lang ersehnte Reisefreiheit – 1989 das Wort des Jahres. Mitte der 1990er Jahre fliegen die Menschen aus Ost und West gemeinsam nach Mallorca und feiern am Ballermann ein ganz neues Urlaubsgefühl.
Während des Kalten Krieges existierte in nahezu jeder Familie im Ostblock ein lang ersehntes, heiss geliebtes und innig gepflegtes Auto. Dieser Film zeigt die spektakuläre Geschichte sozialistischer PKW anhand ausgewählter Erzählungen, die mit einer Prise Humor von den Ereignissen und Nöten der Zeit berichten. Zärtliche Erinnerungen, aufrechte Liebe und wunderliche Anekdoten gepaart mit einzigartigem Archivmaterial machen diesen Film zu einer spektakulären Fahrt in die Geschichte und Gegenwart sozialistischer Auto-Kultur.
Cast
Thomas Dehler, Ronald Reagan, Kristina Traktirova, Erich Honecker, David Cerný, Marion Mahlke, John Haugland
Motorknattern, Zweitaktnebel, Reifenqualm – und dazu ein Gefühl der Freiheit. Tausende Frauen und Männer aller Altersklassen strömen jedes Jahr im Juli nach Zwickau. Sie alle verbindet eins – ihr Kultobjekt: Simson. Dominik Würfel, der Veranstalter, ist überwältigt. Als er hier am Flugplatz vor zwölf Jahren spontan zu einem Treffen der legendären DDR-Zweiräder einlädt, sind es fünfzig Maschinen – inzwischen reisen fast 5.000 Liebhaber aus ganz Deutschland an.
Wir können saufen, rauchen und neuerdings auch kiffen – alles andere ist in Deutschland streng verboten. Partydrogen wie MDMA, Speed oder Kokain werden trotzdem immer beliebter. Für 'exactly' stellt Reporter Daniel Tautz daher eine provokante Frage: Ist unsere Drogenpolitik nicht nur gescheitert, sondern sogar schädlich für unsere Gesellschaft? Und was könnte eine kontrollierte Legalisierung bewirken? Um das herauszufinden, ist er auf Festivals und in Clubs unterwegs und spricht mit Veranstaltern, Feiernden und der Polizei. 'Ich glaube, dass es keinen Laden gibt, der ohne Drogen funktionieren würde', sagt Patrick Drebenstedt, Betreiber des Technoclubs MAW Magdeburg. Zwar kontrollieren sie am Einlass, aber der Konsum lasse sich natürlich nicht verhindern. 'Und wir als Clubbetreiber müssen dafür sorgen, wenn die [Konsumenten, d. Red.] das schon machen, dass sie auch die Möglichkeit haben, sich zu informieren oder sich zurückzuziehen.' Deswegen bietet er im MAW immer wieder Workshops an – zu Safer Use oder Erste Hilfe zum Beispiel. Was Patrick Drebenstedt sich für seinen Club vergeblich wünscht, ist in Thüringen möglich: Professionelles Drug Checking, direkt am Club, in zwei Wohnmobilen des Jenaer Start-Ups 'miraculix' und der Suchthilfe in Thüringen. Partygäste bringen ihre Substanz dorthin und erfahren genau, wie hoch sie dosiert ist, ob womöglich gefährliche Streckstoffe enthalten sind. 'Auf jeder Party sind MDMA-Pillen unterwegs und eigentlich weiss niemand, wie viel da drin ist', erklärt Felix Blei von 'miraculix'. Das Angebot wird vom Land Thüringen finanziert, im Ernstfall kann ihre Arbeit Leben retten. Reporter Daniel Tautz hat legales LSD aus dem Internet zum Testen mitgebracht. Portugal fährt dagegen eine ganz andere Strategie. 2001 hat das Land alle Drogen entkriminalisiert. Heisst konkret: Man kann sie zwar nicht legal kaufen und besitzen. Wird man aber mit Substanzen erwischt, folgt kein Strafprozess, sondern ein Reflektionsgespräch bei einer Kommission. 'Wir setzen auf Hilfe statt Strafe', sagt Nuno Capaz von der Einrichtung in Lissabon. 'Die Menschen haben nicht auf dem Schirm, dass ein Grossteil der Konsumenten kein Problem mit der Nutzung illegaler Drogen haben.' Und allen anderen werde Hilfe an die Hand gegeben. Ein mögliches Vorbild für eine andere Drogenpolitik in Deutschland?