1981: In Bonn kamen Hunderttausende zur ersten Friedensdemo in den Hofgarten, und die Händler auf dem Marktplatz gaben Demonstrationsrabatt – um vor dem erwarteten Krawall schnell noch alle Waren zu verkaufen. Die Fussballfrauen von der kleinen SSG 09 aus Bergisch Gladbach wurden Weltmeister – obwohl es diesen Titel im Frauenfussball damals noch gar nicht gab, ebenso wenig wie eine weibliche Nationalmannschaft. Anne Trabant-Haarbach feierte 1981 ihren grössten sportlichen Erfolg. Die Trainerin und Spielerin von Bergisch Gladbach 09 gewann mit ihrem Team die inoffizielle Damen-Fussball-Weltmeisterschaft in Taiwan. Es war der entscheidende Schritt zur Gründung einer Damen-Nationalmannschaft. Zwischen Poppern, Protesten und sportlichen Triumphen erzählt der Film Geschichten von Menschen, deren Leben sich in diesem Jahr 1981 grundlegend verändern sollte.
Die sieben Weltwunder der Antike bergen bis heute viele Geheimnisse. Wie phänomenal waren sie? Wie sahen sie wirklich aus? 'ZDF-History' geht auf Spurensuche. Die Idee zu den 'Top-Sieben' der antiken Bauwerke stammt aus Griechenland. Nicht nur die Grösse, auch ihre prunkvolle Gestaltung und herausragende mythologische Bedeutung machten die Schauplätze schon damals zu magischen Orten. Nur eines der Bauwerke kann die Nachwelt heute noch bestaunen: die gigantischen Grabmäler der Pharaonen in Ägypten.
Lyon: Auf dem Fourvière-Hügel gründen die Römer die erste 'colonia' namens Lugdunum im besetzten Gallien. Bald schon präsentiert sich Lugdunum in der Antike als 'kleine Schwester Roms'. Die römischen Invasoren gestalten die Siedlung nach dem Vorbild Roms: mit einem grossen Theater, dem 'Bundesheiligtum der drei Gallien', einem Amphitheater und einem hydraulischen Netzwerk. Durch den Bau und die Nutzung römischer Bauwerke soll die Gunst der eroberten Völker gewonnen werden.
Arles. Am Rhôneufer bauen die Römer die kleine Siedlung auf einem Hügel im Sumpf zur 'colonia' aus. Bald schon repräsentiert sie sich als 'das kleine Rom der Gallier'. Unter Feldherr Julius Cäsar werden die gallischen Gebiete brutal erobert. Schnell bauen die römischen Invasoren die Siedlung zum Umschlagplatz für Waren aus. Mit dem Binnenhafen, dem imposanten Forum, dem monumentalen Amphitheater und steinernen Circus. Im Zuge der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar im 1. Jahrhundert vor Christus profitieren zahlreiche Siedlungen von der Baufreudigkeit der neuen römischen Herrscher. Im südfranzösischen Arles zeugen viele römische Denkmäler vom erworbenen Wohlstand. Das 21 Meter hohe und 450 Meter lange Amphitheater mit 60 Arkaden ist eine Nachbildung des Kolosseums in Rom. Ausserdem verfügt die Stadt über ein Forum, eine Einfriedung und ein antikes Theater. Viele Bauten entstehen bereits zu Beginn des römischen Kaiserreichs. Daher wird Arles auch 'das kleine Rom der Gallier' genannt. Wie ist dieser Erfolg zu erklären? Die Stadt liegt strategisch günstig an der Rôhne und gleichzeitig an der Kreuzung von Landwegen, die Italien mit Spanien verbinden. Diese Lage verschafft ihr in den folgenden Jahrhunderten einen grossen Vorteil. Archäologen und Historiker gehen den zahlreichen Spuren nach, um das Schicksal von Arles und das Leben ihrer Bewohner während der Römerzeit zu rekonstruieren. Warum wird Arles so wichtig für das römische Imperium? Wie erwirbt die Stadt diesen unglaublichen Wohlstand? Und warum geht Arles, wie der Rest Galliens, letztendlich unter? Die Dokumentarreihe erforscht drei französische Städte, die heute noch Überreste gigantischer römischer Bauwerke beherbergen. Zeugnisse der römischen Zivilisation, Ingenieurskunst und Kolonialgeschichte.
Die keltische Siedlung Lutetia ist wehrhaft. Die Römer können sie zunächst nicht einnehmen. Beim zweiten Feldzug erbauen sie am linken Seineufer eine römische Siedlung. Dem Keltenstamm der Parisii überlassen die Römer die Insel in der Seine – die spätere Île de la Cité. Am gegenüberliegenden Ufer entsteht eine neue Stadt nach römischem Vorbild mit Thermen, einem Forum und einem Amphitheater.
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Jasmina Neudecker folgt der Spur des Feuers auf einer spektakulären Reise durch unsere Heimat. Von Südwesten bis tief in den Osten Deutschlands lassen sich Spuren entdecken, die auf die Macht des Feuers hinweisen. Quer durch Deutschland erstreckt sich ein gewaltiges Vulkanband: Das Feuer aus der Tiefe formte aussergewöhnliche Felsformationen am Scheibenberg in Sachsen – seltsame Lavasäulen, die eine geheimnisvolle Entstehungsgeschichte erzählen. Es spendet bis heute fruchtbaren Boden, wie am Kaiserstuhl im Südwesten Deutschlands, und es hinterliess, wie im Erzgebirge, seltene Metalle, ohne die digitale Kommunikation unmöglich wäre.
Jasmina Neudecker geht auf eine fesselnde Reise durch Deutschland, zu exotisch vertrauten Zielen. Sie folgt dem Weg des Wassers und will herausfinden, wie das Element Natur, Tierwelt und uns Menschen prägt. Die Entdeckungsreise beginnt abenteuerlich: Jasmina Neudecker steigt hinab in die Vetterhöhle auf der Schwäbischen Alb. Nach Unmengen von Schlamm, engsten Höhlengängen und gefährlichen Abseilaktionen öffnen sich vor ihr kathedralengleiche Höhlenräume. Ein unterirdischer See verzaubert nicht nur, sondern hilft, ein Rätsel zu lösen: Woher kommt das unerschöpfliche Wasser des Blautopfes in Blaubeuren?
Europa ist der klimatische 'Gunstkontinent'. Sein überaus vorteilhaftes Klima verdankt er einem Ereignis auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Schliessung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika erschafft den Golfstrom, dessen warme Gewässer in Europa ein aussergewöhnliches Klima entstehen lassen – Palmen in Irland und Obstbäume in Norwegen. In allen anderen Regionen der Erde ist es auf demselben Breitengrad deutlich kälter. Gletscher der letzten Eiszeit hinterlassen in Europa fruchtbaren Löss, der durch Wind und Wasser über den ganzen Kontinent verteilt wird und eine getreidebasierte Landwirtschaft ermöglicht.
Cast
Silla Berg, Thorsten Börsmann, Lewis Dartnell, Adalheidur Gudmundsdottir, Gunther Hirschfelder, Thomas Hylland Eriksen, Ragnhildur Jonsdottir
Die Cordillera Cantábrica, die Verlängerung der Pyrenäen, ist ein Rückzugsort für zahlreiche bedrohte Tierarten wie Schmutz- und Bartgeier sowie die letzten Braunbären der Iberischen Halbinsel. Dirk Steffens macht sich mit dem Braunbärforscher Vincenzo Penteriani und seinem Hund Bhalu, dessen speziell trainierter Geruchssinn Bären aufspürt, auf die Suche. Europas wilder Westen hat ebenfalls einen Goldrausch aufzubieten. Allerdings fand der schon vor Jahrtausenden statt: in Las Médulas, der grössten Goldmine des römischen Reiches.
Die spektakuläre Mondlandung im Jahr 1969 war auch ein Erfolg von mehr als 100 Technikern und Ingenieuren aus Deutschland, die für die NASA tätig waren. Was damals kaum jemand wusste: Es handelte sich zum Teil um hoch spezialisierte Wissenschaftler, die schon während des Zweiten Weltkriegs in Diensten Hitlers die Waffentechnik revolutioniert und Raketen gebaut hatten – darunter auch die berüchtigte 'V2'-Rakete, bei deren Produktion Tausende Zwangsarbeiter starben.
'Fifty-fifty' schätzten die Astronauten ihre Überlebenschance. Dass es am 21. Juli 1969 den ersten Menschen gelang, den Mond zu betreten, war ein riskantes Unternehmen und ein epochaler Umbruch. Fast wäre die Mission gescheitert. Moderator Mirko Drotschmann präsentiert den 'Terra X'-Film, der die Zeit anhält und die 'Apollo 11'-Mission aus der Perspektive von Menschen erzählt, die entscheidend beteiligt waren, aber deren Schicksal kaum bekannt ist. Da ist Janet Armstrong, die Ehefrau des Astronauten Neil Armstrong. Sie muss jeden Augenblick damit rechnen, Witwe zu werden – doch sie muss ihr Gesicht wahren gegenüber der Presse, die ihr nicht von der Seite weicht. Auch die junge Mathematikerin Margaret Hamilton fiebert mit – sie und ihr Team haben die Software der 'Apollo 11'-Mission entwickelt. Jetzt muss sich ihr Code im Orbit bewähren. Am Cape Canaveral machen derweil mehr als 4000 Journalisten den Start zum Mond zu einem Medienspektakel. Der junge Rundfunkreporter Otto Deppe berichtet live vor Ort für die Sender in Deutschland. Fast 400.000 Menschen haben die 'Apollo'-Mission der NASA vorbereitet. Unter ihnen Charles Duke, einer der 'Capsule Communicators', die vom Boden aus den Flug überwachen. Er wird im heiklen Moment der Mondlandung der Einzige sein, der mit den Astronauten direkt kommuniziert. Der Wettlauf zum Mond beginnt auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges: Erst schickt die UdSSR ihren ersten Satelliten ins All, dann 1961 den Russen Juri Gagarin. Ein Affront für die USA, die daraufhin verkünden, noch im selben Jahrzehnt einen Menschen zum Mond zu schicken. Rekordsummen werden investiert, doch es gibt herbe Rückschläge. Bei Teststarts verbrennen drei Astronauten bei lebendigem Leib, die Entwicklung der Software ist schwierig. 'Apollo 11' ist ein technisches Meisterwerk – aber wird alles so funktionieren wie geplant? Mehr als 500 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli im Fernsehen, wie die Amerikaner Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond betreten und Geschichte schreiben. Was sie nicht sehen, das erzählt 'Ein Moment in der Geschichte'. Um ein Haar wäre die 'Apollo 11'-Mission gescheitert. Im Kontrollzentrum in Houston geht kurz vor der Landung ein Computeralarm los, man überlegt, die 25-Milliarden-Dollar-Unternehmung abzubrechen. Dann finden die Astronauten in der Landefähre 'Eagle' keinen geeigneten Platz zum Landen – sie haben kaum noch Benzin, und unter ihnen liegt ein Krater voller Geröll. 'Terra X'-Moderator Mirko Drotschmann wird mithilfe digitaler Effekte in das Kontrollzentrum nach Houston, auf den Mond und in die Fernsehstudios versetzt, um den Geschehnissen und den Menschen hinter den Kulissen dieses Moments auf die Spur zu kommen. Als Zeitzeugen konnten sowohl der Reporter Otto Deppe als auch CapCom 'Charlie' Duke interviewt werden, der 1972 selbst den Mond betreten wird.
Cast
Otto Deppe, Jamie Donovan, Charles Duke, Suzanna Randall, Jochen Viehoff
Intelligentes ausserirdisches Leben – gibt es wahrscheinlich nicht. Ufos – sind vor allem was für Spinner. So denkt die Mehrheit der Deutschen. Forschende sehen das anders. 'Wir müssen unvoreingenommen an die Sache herangehen', sagt Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik an der Uni Würzburg. Der Forscher arbeitet daran, unidentifizierte Luftraumphänomene, kurz UAPs, mithilfe künstlicher Intelligenz zu untersuchen. Flugobjekte mit bemerkenswerten Eigenschaften, die seit zwanzig Jahren von Radarsystemen, Kameras und gut ausgebildeten Piloten gesichtet werden – und für die das US-Militär keine Erklärung hat. US-Präsident Barack Obama sprach öffentlich von der Existenz 'unbekannter Luftraumphänomene' (UAP). Eine neue Pentagon-Spezialeinheit, die UAP-Sichtungen gezielt sammeln und analysieren soll, wurde gegründet. Das sind die Zutaten, die einer der grossen Menschheitsfragen neuen Schub gegeben haben: Sind wir allein im Universum?
Menschen mit der Gabe zu verführen haben immer wieder Geschichte geschrieben. Im Spiel um Macht, Erfolg, Lust und Liebe sind sie unschlagbar. Aber was macht jemanden verführerisch – und warum hilft unser Verstand so wenig gegen ihre Macht? Die zweiteilige Dokumentation zeigt die Schwachstellen der menschlichen Psyche auf. Wie bringt man Menschen dazu, etwas zu tun, das sie nie vorhatten? Den roten Faden des ersten Teils bildet die Lebensgeschichte von Eva Perón.
Wie bringt man Menschen dazu, etwas zu tun, das sie nie vorhatten? Verführen Männer eigentlich anders als Frauen? Teil zwei beginnt bei der Frage, warum die Musik von Elvis Presley die Herzen von Millionen Menschen damals wie heute höherschlagen lässt. Liegt es nur an seinem Charisma und seiner spannenden Biografie? Der Blick in die Wissenschaft offenbart, was Songs und Bühnenauftritte von Charmebolzen wie Elvis in unseren Gehirnen auslösen.
Jasmina Neudecker folgt der Spur des Feuersauf einer spektakulären Reise durch unsere Heimat. Von Südwesten bis tief in den Osten Deutschlands lassen sich Spuren entdecken, die auf die Macht des Feuers hinweisen. Quer durch Deutschland erstreckt sich ein gewaltiges Vulkanband: Das Feuer aus der Tiefe formte aussergewöhnliche Felsformationen am Scheibenberg in Sachsen – seltsame Lavasäulen, die eine geheimnisvolle Entstehungsgeschichte erzählen. Es spendet bis heute fruchtbaren Boden, wie am Kaiserstuhl im Südwesten Deutschlands, und es hinterliess, wie im Erzgebirge, seltene Metalle, ohne die digitale Kommunikation unmöglich wäre.
Jasmina Neudecker geht auf eine fesselnde Reise durch Deutschland, zu exotisch vertrauten Zielen. Sie folgt dem Weg des Wassers und will herausfinden, wie das Element Natur, Tierwelt und uns Menschen prägt. Die Entdeckungsreise beginnt abenteuerlich: Jasmina Neudecker steigt hinab in die Vetterhöhle auf der Schwäbischen Alb. Nach Unmengen von Schlamm, engsten Höhlengängen und gefährlichen Abseilaktionen öffnen sich vor ihr kathedralengleiche Höhlenräume. Ein unterirdischer See verzaubert nicht nur, sondern hilft, ein Rätsel zu lösen: Woher kommt das unerschöpfliche Wasser des Blautopfes in Blaubeuren?
Europa ist der klimatische 'Gunstkontinent'. Sein überaus vorteilhaftes Klima verdankt er einem Ereignis auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Schliessung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika erschafft den Golfstrom, dessen warme Gewässer in Europa ein aussergewöhnliches Klima entstehen lassen – Palmen in Irland und Obstbäume in Norwegen. In allen anderen Regionen der Erde ist es auf demselben Breitengrad deutlich kälter. Gletscher der letzten Eiszeit hinterlassen in Europa fruchtbaren Löss, der durch Wind und Wasser über den ganzen Kontinent verteilt wird und eine getreidebasierte Landwirtschaft ermöglicht.
Rerun
W
Cast
Silla Berg, Thorsten Börsmann, Lewis Dartnell, Adalheidur Gudmundsdottir, Gunther Hirschfelder, Thomas Hylland Eriksen, Ragnhildur Jonsdottir
Die Cordillera Cantábrica, die Verlängerung der Pyrenäen, ist ein Rückzugsort für zahlreiche bedrohte Tierarten wie Schmutz- und Bartgeier sowie die letzten Braunbären der Iberischen Halbinsel. Dirk Steffens macht sich mit dem Braunbärforscher Vincenzo Penteriani und seinem Hund Bhalu, dessen speziell trainierter Geruchssinn Bären aufspürt, auf die Suche. Europas wilder Westen hat ebenfalls einen Goldrausch aufzubieten. Allerdings fand der schon vor Jahrtausenden statt: in Las Médulas, der grössten Goldmine des römischen Reiches.
1978 war ein Jahr der Bewegung: Im Windschatten von 'Saturday Night Fever' überrollte die Disco-Welle den Westen. Überall entstanden Disco-Paläste mit Lightshow und Spiegelwänden. Düsseldorf und der Ratinger Hof wurden zur Keimzelle einer ganz anderen Jugendbewegung: Die Punker kamen, tanzten Pogo und wollten mit Disco und bürgerlichem Leben so gar nichts zu tun haben. 1978 war aber auch ein Jahr, in dem das Land rebellierte: Die Stahlarbeiter streikten, und erboste Eltern stürzten durch ein Volksbegehren die Schulpläne der SPD-Regierung. Die Kölnerin Heidelore Puttkammer hat den Protest mit organisiert. Sie erzählt, wie aus der kleinen Bewegung 'Stop Koop' das grösste Volksbegehren wurde, das die Bundesrepublik bisher gesehen hatte. Erzählt wird der Film von Pinar Atalay, die 1978 in Lemgo zur Welt kam.
1979 ist ein Jahr voller Veränderungen. Weg von der Discomusik entwickelt sich die neue deutsche Welle, die aber nichts mit dem deutschen Schlager zu tun hat. Die Band Extrabreit gründet sich. Ebenso wie die Grünen in NRW. Ein mutiges Ehepaar rettet mit seinem Schiff 'Cap Anamur' vietnamesische Flüchtlinge, und Theaterintendant Claus Peymann sorgt in Bochum für ein volles Haus und rebellierende Schauspieler. Last but not least macht ein lauter CDU/CSU-Kanzlerkandidat aus Bayern Wahlkampf in NRW und sorgt für Aufruhr. Bei einem Auftritt in Essen kam es zu Tumulten – Strauss lief zu alter Form auf und beschimpfte die Demonstranten als 'kommunistische Terrorbanden', 'Pöbelhaufen', 'rote Brüllhorden'. Erzählt wird der Film von Joko Winterscheidt, der am 13. Januar 1979 in Mönchengladbach geboren wurde. 10:00 Unser Land in den 80ern Keine Atempause – 1980 Film von Lukas Hoffmann, WDR/2018 Neon-Leggings, Zauberwürfel und Neue Deutsche Welle von Aachen bis nach Bielefeld. Die 80er waren ein buntes Jahrzehnt, das unser Land geprägt und bewegt hat – oft genug auch erschüttert. Auf der einen Seite Disco-Fieber, schrille Mode und schräge Frisuren, auf der anderen Seite leidenschaftliche Proteste, politische Umbrüche und Skandale. Es war das Jahrzehnt, in dem sich Hunderttausende auf den Weg machten, um gegen die Nachrüstung und die hier stationierten Atomwaffen zu protestieren. Ein neues Umweltbewusstsein erwachte – ausgelöst durch die Angst vor 'Saurem Regen' und Waldsterben'.
1981: In Bonn kamen Hunderttausende zur ersten Friedensdemo in den Hofgarten, und die Händler auf dem Marktplatz gaben Demonstrationsrabatt – um vor dem erwarteten Krawall schnell noch alle Waren zu verkaufen. Die Fussballfrauen von der kleinen SSG 09 aus Bergisch Gladbach wurden Weltmeister – obwohl es diesen Titel im Frauenfussball damals noch gar nicht gab, ebenso wenig wie eine weibliche Nationalmannschaft. Anne Trabant-Haarbach feierte 1981 ihren grössten sportlichen Erfolg. Die Trainerin und Spielerin von Bergisch Gladbach 09 gewann mit ihrem Team die inoffizielle Damen-Fussball-Weltmeisterschaft in Taiwan. Es war der entscheidende Schritt zur Gründung einer Damen-Nationalmannschaft. Zwischen Poppern, Protesten und sportlichen Triumphen erzählt der Film Geschichten von Menschen, deren Leben sich in diesem Jahr 1981 grundlegend verändern sollte.
Themen: Blockierer in Brüssel – Wie sollte die EU mit Viktor Orbán umgehen? | Gäste: Moritz Gathmann (freier Journalist), Dora Diseri (Leiterin Ungarn-Redaktion), Dr. Kai-Olaf Lang (Politikwissenschaftler), Ralf Sina (ehem. ARD-Brüssel-Korrespondent)
Die spektakuläre Mondlandung im Jahr 1969 war auch ein Erfolg von mehr als 100 Technikern und Ingenieuren aus Deutschland, die für die NASA tätig waren. Was damals kaum jemand wusste: Es handelte sich zum Teil um hoch spezialisierte Wissenschaftler, die schon während des Zweiten Weltkriegs in Diensten Hitlers die Waffentechnik revolutioniert und Raketen gebaut hatten – darunter auch die berüchtigte 'V2'-Rakete, bei deren Produktion Tausende Zwangsarbeiter starben.
'Fifty-fifty' schätzten die Astronauten ihre Überlebenschance. Dass es am 21. Juli 1969 den ersten Menschen gelang, den Mond zu betreten, war ein riskantes Unternehmen und ein epochaler Umbruch. Fast wäre die Mission gescheitert. Moderator Mirko Drotschmann präsentiert den 'Terra X'-Film, der die Zeit anhält und die 'Apollo 11'-Mission aus der Perspektive von Menschen erzählt, die entscheidend beteiligt waren, aber deren Schicksal kaum bekannt ist. Da ist Janet Armstrong, die Ehefrau des Astronauten Neil Armstrong. Sie muss jeden Augenblick damit rechnen, Witwe zu werden – doch sie muss ihr Gesicht wahren gegenüber der Presse, die ihr nicht von der Seite weicht. Auch die junge Mathematikerin Margaret Hamilton fiebert mit – sie und ihr Team haben die Software der 'Apollo 11'-Mission entwickelt. Jetzt muss sich ihr Code im Orbit bewähren. Am Cape Canaveral machen derweil mehr als 4000 Journalisten den Start zum Mond zu einem Medienspektakel. Der junge Rundfunkreporter Otto Deppe berichtet live vor Ort für die Sender in Deutschland. Fast 400.000 Menschen haben die 'Apollo'-Mission der NASA vorbereitet. Unter ihnen Charles Duke, einer der 'Capsule Communicators', die vom Boden aus den Flug überwachen. Er wird im heiklen Moment der Mondlandung der Einzige sein, der mit den Astronauten direkt kommuniziert. Der Wettlauf zum Mond beginnt auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges: Erst schickt die UdSSR ihren ersten Satelliten ins All, dann 1961 den Russen Juri Gagarin. Ein Affront für die USA, die daraufhin verkünden, noch im selben Jahrzehnt einen Menschen zum Mond zu schicken. Rekordsummen werden investiert, doch es gibt herbe Rückschläge. Bei Teststarts verbrennen drei Astronauten bei lebendigem Leib, die Entwicklung der Software ist schwierig. 'Apollo 11' ist ein technisches Meisterwerk – aber wird alles so funktionieren wie geplant? Mehr als 500 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgen in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli im Fernsehen, wie die Amerikaner Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Mond betreten und Geschichte schreiben. Was sie nicht sehen, das erzählt 'Ein Moment in der Geschichte'. Um ein Haar wäre die 'Apollo 11'-Mission gescheitert. Im Kontrollzentrum in Houston geht kurz vor der Landung ein Computeralarm los, man überlegt, die 25-Milliarden-Dollar-Unternehmung abzubrechen. Dann finden die Astronauten in der Landefähre 'Eagle' keinen geeigneten Platz zum Landen – sie haben kaum noch Benzin, und unter ihnen liegt ein Krater voller Geröll. 'Terra X'-Moderator Mirko Drotschmann wird mithilfe digitaler Effekte in das Kontrollzentrum nach Houston, auf den Mond und in die Fernsehstudios versetzt, um den Geschehnissen und den Menschen hinter den Kulissen dieses Moments auf die Spur zu kommen. Als Zeitzeugen konnten sowohl der Reporter Otto Deppe als auch CapCom 'Charlie' Duke interviewt werden, der 1972 selbst den Mond betreten wird.
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Otto Deppe, Jamie Donovan, Charles Duke, Suzanna Randall, Jochen Viehoff
Intelligentes ausserirdisches Leben – gibt es wahrscheinlich nicht. Ufos – sind vor allem was für Spinner. So denkt die Mehrheit der Deutschen. Forschende sehen das anders. 'Wir müssen unvoreingenommen an die Sache herangehen', sagt Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik an der Uni Würzburg. Der Forscher arbeitet daran, unidentifizierte Luftraumphänomene, kurz UAPs, mithilfe künstlicher Intelligenz zu untersuchen. Flugobjekte mit bemerkenswerten Eigenschaften, die seit zwanzig Jahren von Radarsystemen, Kameras und gut ausgebildeten Piloten gesichtet werden – und für die das US-Militär keine Erklärung hat. US-Präsident Barack Obama sprach öffentlich von der Existenz 'unbekannter Luftraumphänomene' (UAP). Eine neue Pentagon-Spezialeinheit, die UAP-Sichtungen gezielt sammeln und analysieren soll, wurde gegründet. Das sind die Zutaten, die einer der grossen Menschheitsfragen neuen Schub gegeben haben: Sind wir allein im Universum?
Jasmina Neudecker folgt der Spur des Feuersauf einer spektakulären Reise durch unsere Heimat. Von Südwesten bis tief in den Osten Deutschlands lassen sich Spuren entdecken, die auf die Macht des Feuers hinweisen. Quer durch Deutschland erstreckt sich ein gewaltiges Vulkanband: Das Feuer aus der Tiefe formte aussergewöhnliche Felsformationen am Scheibenberg in Sachsen – seltsame Lavasäulen, die eine geheimnisvolle Entstehungsgeschichte erzählen. Es spendet bis heute fruchtbaren Boden, wie am Kaiserstuhl im Südwesten Deutschlands, und es hinterliess, wie im Erzgebirge, seltene Metalle, ohne die digitale Kommunikation unmöglich wäre.
Jasmina Neudecker geht auf eine fesselnde Reise durch Deutschland, zu exotisch vertrauten Zielen. Sie folgt dem Weg des Wassers und will herausfinden, wie das Element Natur, Tierwelt und uns Menschen prägt. Die Entdeckungsreise beginnt abenteuerlich: Jasmina Neudecker steigt hinab in die Vetterhöhle auf der Schwäbischen Alb. Nach Unmengen von Schlamm, engsten Höhlengängen und gefährlichen Abseilaktionen öffnen sich vor ihr kathedralengleiche Höhlenräume. Ein unterirdischer See verzaubert nicht nur, sondern hilft, ein Rätsel zu lösen: Woher kommt das unerschöpfliche Wasser des Blautopfes in Blaubeuren?
Europa ist der klimatische 'Gunstkontinent'. Sein überaus vorteilhaftes Klima verdankt er einem Ereignis auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Schliessung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika erschafft den Golfstrom, dessen warme Gewässer in Europa ein aussergewöhnliches Klima entstehen lassen – Palmen in Irland und Obstbäume in Norwegen. In allen anderen Regionen der Erde ist es auf demselben Breitengrad deutlich kälter. Gletscher der letzten Eiszeit hinterlassen in Europa fruchtbaren Löss, der durch Wind und Wasser über den ganzen Kontinent verteilt wird und eine getreidebasierte Landwirtschaft ermöglicht.
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Silla Berg, Thorsten Börsmann, Lewis Dartnell, Adalheidur Gudmundsdottir, Gunther Hirschfelder, Thomas Hylland Eriksen, Ragnhildur Jonsdottir
Die Cordillera Cantábrica, die Verlängerung der Pyrenäen, ist ein Rückzugsort für zahlreiche bedrohte Tierarten wie Schmutz- und Bartgeier sowie die letzten Braunbären der Iberischen Halbinsel. Dirk Steffens macht sich mit dem Braunbärforscher Vincenzo Penteriani und seinem Hund Bhalu, dessen speziell trainierter Geruchssinn Bären aufspürt, auf die Suche. Europas wilder Westen hat ebenfalls einen Goldrausch aufzubieten. Allerdings fand der schon vor Jahrtausenden statt: in Las Médulas, der grössten Goldmine des römischen Reiches.
Die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt: Berichterstattung über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse in komprimierter Form.
Für zwei Jahre haben die Filmemacher Will und Lianne Steenkamp ihre Wohnung mit dem Geländewagen und ihr Bett mit dem Schlafsack getauscht, um ihr Leben an der Seite eines Löwenrudels im Hoanib-Becken der Namib-Wüste zu verbringen. Die Tierfilmer konnten lückenlos die entscheidenden Momente im Heranwachsen der prächtigen Tiere miterleben. Das porträtierte Löwenrudel setzt sich aus einer sehr erfahrenen Löwin, ihren beiden erwachsenen Töchtern und deren fünf heranwachsenden männlichen Löwenjungen an der Schwelle zum Erwachsenenalter zusammen. Die Löwen der Namib sind eine langsam verschwindende Spezies. Sie sind kaum für ein Leben in derart trockenen Gebieten geschaffen, und nur sehr wenige Rudel haben sich im Lauf von Jahrhunderten an diese Umgebung adaptiert und spezielle Jagdstrategien entwickelt.
Episode number
1
Rerun
W
Cast
Otto Clemens
Director
Lianne Steenkamp, Will Steenkamp
Background information
Unmittelbar nach ihrer Fertigstellung wurde die Dokumentation ins Damara, die afrikanische Sprache der namibischen Wüstenbewohner, übersetzt, um in Zusammenarbeit mit Namibias Desert Lions Conservation Trust das Wissen über die Wüstenlöwen an die Bevölkerung des Landes weiterzugeben. An Kino-Abenden unter freiem Himmel wird im Rahmen einer Roadshow das Wissen über die Wüstenlöwen ebenso wie der Artenschutz-Gedanke in die Dörfer der Wüste getragen. Die Dokumentation wurde beim renommierten Wildlife Film Festival in Jackson Hole gewann das Programm 2018 einen Preis in der Kategorie 'Best Science and Natural Behavior'.