War der Untergang der 'Estonia' ein Unglück oder ein Verbrechen? Was macht die 'Titanic' so unvergesslich? Wären die Männer des russischen U-Bootes 'Kursk' zu retten gewesen? Grosse Seeunglücke sind seit jeher Stoff für?Dramen und Legenden. Doch was geschah wirklich auf der 'Titanic', 'Estonia', 'Costa Concordia', 'Monte Cervantes' oder der 'Kursk'? Überlebende, Angehörige der Opfer und Experten berichten über die tragischen Schiffsunglücke.
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal rekonstruiert die Dokumentation die entscheidenden Stunden und Ereignisse vom 14. auf den 15. Juli 20121 aus der Sicht der Betroffenen. Weder Bilder noch Berichte können vermitteln, was die Flutopfer vor Ort tatsächlich erlitten. Zigtausende Menschen wurden völlig überrascht, viele gerieten in Lebensgefahr, wurden Zeugen, wie ihre Häuser und Wohnungen zerstört wurden, Nachbarn ihr Leben verloren. Das Naturinferno brach über die Region mit ungeheurer Zerstörungskraft herein. Die Fluten setzten Dörfer und Städte unter Wasser, verwüsteten Häuser und Strassenzüge, rissen Brücken und Wege mit sich. Erdrutsche und Schlammlawinen schnitten Ortschaften von der Aussenwelt ab. 135 Menschen starben allein im Ahrtal. Ein Opfer dort wurde nie gefunden. Die szenische Dokumentation stellt das persönliche Erleben und Überleben in den Vordergrund. Viele Menschen verloren ihre Existenzgrundlagen, sind heute noch auf Unterstützung angewiesen, erleben eine lange und schwierige Zeit des Wiederaufbaus, versuchen, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen. Die Dokumentation will kein Protokoll der Ereignisse liefern, sondern anhand von einzelnen Schicksalen an verschiedenen Schauplätzen zeigen, mit welcher Wucht und Gewalt die Katastrophe hereinbrach: In einem Wechsel aus archivarischem Material, Stimmen Überlebender, dramatischen Amateur- und Polizeiaufnahmen, aufwendigen Computer-Animationen, Zeitzeugeninterviews und Expertenkommentaren entsteht ein eindringliches Szenario der folgenreichen 24 Stunden. Dabei stehen auch heute noch drängende Fragen im Vordergrund: Wie konnte es sein, dass ein Flüsschen wie die Ahr, die an manchen Stellen nur eine Normaltiefe von weniger als einem Meter aufweist, bis zu zehn Metern Pegel ansteigt? Wieso kam das Wasser so schnell, wie konnte es eine solche Zerstörungskraft entfalten? Warum gab es keinen besseren Schutz für die Bevölkerung? Unklare Zuständigkeiten, widersprüchliche Einschätzungen, verspätete und unterbliebene Warnungen zählen sicher zu den Ursachen. Viele Verantwortliche nennen das ungeheure Ausmass der Katastrophe als eigentlichen Hauptgrund für ihre völlige Überforderung in den Stunden des Infernos. Was hat diese Nacht mit den Betroffenen gemacht, und wie ging ihr Leben danach weiter? Was gibt Hoffnung? Auch darauf nimmt der Film Bezug, zeigt, wie gross die Solidarität vor Ort war, wie Helferinnen und Helfer von nah und fern in Scharen anreisten, um in den Tagen und Wochen nach der Flut Schlamm und Trümmer wegzuräumen, zu trösten und zu spenden. Bewegende Zeugnisse führen vor Augen, wie die Opfer der Katastrophe versuchen, wieder ins Leben zurückzufinden. Dabei ist ihnen die Dankbarkeit für ihre Rettung und die Unterstützung eine Hilfe.
Der Film blickt auf die dramatischen Ereignisse im Juli 1965 zurück, als Ostwestfalen-Lippe von der schwersten Hochwasserkatastrophe der Nachkriegszeit heimgesucht wurde. Auch Teile von Niedersachsen, Hessen und der damaligen DDR waren betroffen. Besonders hart traf das Hochwasser das Dorf Etteln südlich von Paderborn. Wegen seiner Tallage lief es voll wie eine Wanne, Menschen kämpften ums Überleben, während die Helfer fieberhaft und oft vergeblich versuchten, die Eingeschlossenen zu retten. Die Heinrichsflut 1965 gilt als die grösste Naturkatastrophe in der Geschichte von OWL. Städte wie Paderborn und Lippstadt sowie zahlreiche Dörfer in der Region waren betroffen.
Es war die schwerste Nordseesturmflut das 20. Jahrhunderts. Eine Katastrophe, die die Überlebenden bis heute verfolgt. Es war die Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953. 1.836 Menschen kamen ums Leben, tausende Tiere ertranken, rund 200.000 Hektar Land wurden überspült. Tage, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Niederländer eingebrannt haben. Nach der verheerenden Flut blieb nichts mehr so wie vorher. Die niederländische Regierung beschloss den sogenannten Deltaplan. Ein Schutzsystem aus Deichen und Sperrwerken entlang der Küste. Die so stark betroffene Provinz Zeeland stand dabei im Mittelpunkt. Das Oosterscheldesperrwerk ist das grösste und vielleicht bekannteste Bauwerk.
War der Untergang der 'Estonia' ein Unglück oder ein Verbrechen? Was macht die 'Titanic' so unvergesslich? Wären die Männer des russischen U-Bootes 'Kursk' zu retten gewesen? Grosse Seeunglücke sind seit jeher Stoff für?Dramen und Legenden. Doch was geschah wirklich auf der 'Titanic', 'Estonia', 'Costa Concordia', 'Monte Cervantes' oder der 'Kursk'? Überlebende, Angehörige der Opfer und Experten berichten über die tragischen Schiffsunglücke.
Schon früh stossen Kinder und Jugendliche in sozialen Medien auf freizügige Darstellungen und Pornografie – oft, ohne danach gesucht zu haben. Bilder und Videos, die eigentlich nicht für sie gedacht sind, tauchen plötzlich im Alltag auf. Was macht das mit ihnen? Und wie können Familien damit umgehen? Der Film begleitet junge Menschen in ihrem täglichen Leben und zeigt, wie sie solche Erfahrungen verarbeiten – zwischen Neugier, Verunsicherung und Überforderung. Fachleute helfen dabei, das Gesehene einzuordnen und geben Orientierung in einer Welt, die für viele zu früh zu viel zeigt.
Jochen Breyer recherchiert, ob Social Media ausser Kontrolle geraten ist – und was Plattformen und Algorithmen mit Kindern, Jugendlichen und unserer Gesellschaft machen. In einer Münchner Schule berichten Kinder schonungslos von Schlaflosigkeit, Gewaltvideos, Stress – verursacht durch Daueronlinezeit. Breyer spricht mit Ermittlern, Insidern und Betroffenen und recherchiert undercover, wie Plattformen Inhalte steuern. Auf dem Schulhof erzählen die Schüler, dass sie zehn, elf, ja sogar 19 Stunden am Tag online sind. Ein Mädchen sagt: 'Das Krasseste, was ich auf Social Media gesehen habe, sind Menschen, die sich das Leben nehmen.' Handytrainer Daniel Wolff sagt: 'Zehnjährige sehen Dinge, die Sie als erwachsener Mensch nicht ertragen. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft langsam erkennen: So kann es nicht weitergehen. Wir leben in einem Notstand.' Breyer trifft bei seinen Recherchen auch Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts, und berichtet ihm, dass es kaum eine Radikalisierung mehr gibt, bei der Social Media keine Rolle spielt. Wie funktioniert der Algorithmus getriebene Hass? Und wie kontrollieren die Plattformen selbst die Inhalte? Das Team recherchiert undercover. Breyers Fazit: 'Die Content-Moderation, wie wir sie erlebt haben, ist eine Farce.' Er reist in die USA. US-Präsident Trump und Vizepräsident J. D. Vance haben deutlich gemacht, dass sie die amerikanischen Tech-Plattformen schützen werden. Breyer diskutiert mit Kongressabgeordneten und MAGA nahen Influencern, die sagen: Eine Regulierung der Plattformen käme aus ihrer Sicht einer Zensur gleich, die die Trump-Regierung nicht hinnehmen werde. In Los Angeles trifft Breyer Menschen, die sich den Tech-Plattformen entschieden in den Weg stellen. Er spricht mit Julianna Arnold, deren Tochter Coco gestorben ist. Aus Sicht der Mutter auch, weil die Algorithmen der Plattformen sie krank gemacht hätten. Und er begleitet die Anwältin Laura Marquez-Garrett zum Superior Court. Dort stehen Google und Meta vor Gericht. Der Vorwurf: Sie hätten die Social Media Plattformen so gebaut, dass sie süchtig machen. Eine besondere erzählerische Ebene schafft Anke Engelke: Als personifizierter Algorithmus – kühl, berechnend, allgegenwärtig – führt sie durch die Mechanismen der digitalen Welt und macht sichtbar, wie sehr der Algorithmus unser Verhalten beeinflusst.
Strassen sind mehr als nur graue Asphaltstreifen, seit Jahrhunderten sind sie Lebensadern der Menschheit, voller Geschichten und Geschichte – und in bestimmten Ländern und Gegenden bergen sie auch grosse Gefahren, viel menschliches Leid und Tod. Dokumentarfilmer Oliver G. Becker wagte sich auf die gefährlichen Strassen des afghanischen Hindukush-Gebirges, auf die berüchtigte Moloto-Road in Südafrika, entlang der Schwindel erregenden Abhänge der bolivianischen Anden und auf weitere 'Todesstrassen' in Indien, Georgien und an der Elfenbeinküste.
Manche Risiken auf diesen Autorouten haben natürliche Ursachen: Extremwetter, Lawinen und Erdrutsche. In manchen Gegenden glauben die Einheimischen gar, böse Geister würden Reisende töten. Dabei sind viele Gefahren vom Menschen gemacht: Räuber oder Terroristen lauern Reisenden auf, auch knallharter Arbeitsdruck, soziale Not und gierige Geschäfte mit Massentransporten verursachen weltweit tragische Fahrfehler. Allein im 20. Jahrhundert starben 35 Millionen Menschen auf den Strassen weltweit – hinzukommen 1,5 Milliarden Verletzte! Mit dem Zweiteiler 'Todesstrassen – Unterwegs am Limit' bietet phoenix ein dokumentarisches Roadmovie entlang der gefährlichsten Autorouten der Welt.
Manche Risiken auf diesen Autorouten haben natürliche Ursachen: Extremwetter, Lawinen und Erdrutsche. In manchen Gegenden glauben die Einheimischen gar, böse Geister würden Reisende töten. Dabei sind viele Gefahren vom Menschen gemacht: Räuber oder Terroristen lauern Reisenden auf, auch knallharter Arbeitsdruck, soziale Not und gierige Geschäfte mit Massentransporten verursachen weltweit tragische Fahrfehler. Allein im 20. Jahrhundert starben 35 Millionen Menschen auf den Strassen weltweit – hinzukommen 1,5 Milliarden Verletzte!
phoenix zeigt im Jahr mehr als 2.500 hochkarätige Dokumentationen und Reportagen von ARD und ZDF auf etwa 9.000 Doku-Sendeplätzen. Sie sind Teil unseres einzigartigen, ganzheitlichen Informationsangebots, das wir Ihnen bieten, damit Sie sich eine fundierte Meinung bilden können. Mit unseren Dokumentationen beleuchten wir ebenso die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt wie mit unserer Ereignisberichterstattung und unseren Gesprächssendungen. Unsere Dokumentationen sind bildstark, informativ, anspruchsvoll, manchmal auch bunt – und immer relevant. Täglich finden Sie um 20.15 Uhr bei phoenix Dokumentationen. An Wochentagen zeigen wir bis zu zwölf Stunden Dokumentationen und Reportagen – an Wochenenden auch ganztägig.
Was mögen die Deutschen an den Franzosen? Was mögen sie nicht? Und wie haben sich die ehemaligen Erbfeinde überhaupt versöhnt? Der Film beleuchtet die langsame Annäherung der beiden Länder – aus deutscher Sicht. Dabei stehen zum grössten Teil unveröffentlichte Quellen zur Verfügung: von ehemaligen Austauschschülern und ihren ersten Frankreichbesuchen von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre, längst vergessenen Filmrollen aus Stadtarchiven, Fotoalben und Erzählungen von Gegensätzen, Abenteuern und aussergewöhnlichen Begegnungen. Frankreich wird aus einem neuen Blickwinkel betrachtet, jenseits der klassischen Stereotype, was einige Überraschungen bereithält.
Ripetizione
W
Cast
Nina Goldberg, Anke Bork, Ulrich Bork, Luisa Kamp, Helga Klinger, Astrid Liewald, Philipp Münch
Vom Zweiten Weltkrieg bis zur Wendezeit ist Frankreich an der Existenz der DDR interessiert. Denn die deutsche Teilung gilt als Absicherung, dass es so schnell kein grosses, starkes und potenziell bedrohliches Deutschland mehr gibt. Doch die Beziehung zwischen der DDR und Frankreich ist lange durch die Nicht-Anerkennung der DDR als souveräner Staat geprägt. Ab 1959 ändert sich das, denn vor allem mit kommunistisch regierten Städten Frankreichs entstehen ostdeutsch-französische Städtepartnerschaften. Die SED-Regierung wirbt so für sich als antifaschistisches, friedliches Deutschland und versucht eine diplomatische Anerkennung von unten zu erreichen. Jeden Sommer kommen nun Tausende französische Kinder aus kommunistischen Arbeiterfamilien in DDR-Ferienlager. Fahnenappelle, Sportwettkämpfe und kulinarische Unterschiede sind für die jungen Franzosen ein Kulturschock. Frankreich wird für viele DDR-Bürger zum Land der Sehnsüchte und Träume. Doch nur wenige DDR-Bürger haben das Glück, dorthin reisen zu dürfen, um dort das berühmte 'savoir vivre' zu erleben. Mit Erich Honecker beginnt Anfang der 1970er-Jahre eine kulturpolitische Liberalisierung. Berühmte französische Stars wie Gilbert Bécaud und Mireille Mathieu feiern grosse Erfolge auf DDR-Bühnen und in Fernsehshows. Denn französische Chansons, Literatur und Filme treffen den Nerv der Ostdeutschen. Eine kleine Sensation ist 1984 die Eröffnung eines französischen Kulturzentrums in Ostberlin 'Unter den Linden', das zu einer Oase im real existierenden Sozialismus wird. Es bleibt das einzige westliche Kulturinstitut in der DDR.
Schon der erste Auftritt des Autos im Sommer 1961 versprach Freiheit auf vier Rädern: grosse Klappe, viel Platz und variable Sitze. Geländegängig und vor allem erschwinglich. Ob Familien, Landwirt*innen, Handwerker*innen oder Studierende: mit dem Renault R4 ging der Traum von Mobilität und Freiheit in Erfüllung. Millionenfach rollte dieses Auto vom Band, mehr als drei Jahrzehnte lang. In den 1960er-Jahren gehen vier Pariser Mannequins mit einem Renault R4 auf eine Höllentour von Feuerland nach Alaska. Über 50 Jahre später verrät Michèle Ray-Gavras, mittlerweile eine anerkannte Filmproduzentin, mit welchen Tricks es die Frauen geschafft haben, damals das Weltbild der Männer auf den Kopf und ihre Karriere als Frau auf eigene Füsse zu stellen. Auch Geraldine de Comtes schwärmt von der fast perfekten Schönheit ihrer R4 Parisienne-Sonderedition, einer Autoliebe auf den zweiten Blick. Sie hat es sich zur Herzensaufgabe gemacht, ihre Parisienne wiederherzustellen und für eine Ausfahrt möglichst viele R4s auf die Strasse zu bringen. Der Renault R4 ist kein Auto, von dem man träumt, sondern eines, das Träume verwirklicht. Davon ist auch der Ulmer Fotograf Helmut Schlaiss überzeugt, dessen R4-'Arbeits- und Wohnmobil' sein Leben verändert hat. Kein Wunder, noch heutzutage ist das Fahrzeug ein preisgünstiger Alleskönner.
'Terra X'-Moderator und Psychologe Leon Windscheid ergründet das Savoir-vivre der Pariser und die Magie der Weltstadt an der Seine. Paris – das ist ein Gefühl. Kaum eine Stadt erobert allein mit dem Klang ihres Namens so sehr die Sinne. Leon Windscheid geht u.a. der Frage nach, warum gerade diese einst unbedeutende Siedlung zur Weltstadt aufgestiegen ist. Er taucht in die Geschichte der Metropole ein und trifft Menschen, die ihm helfen, den Mythos von Paris zu entschlüsseln.
Welche Rolle spielt Macht in der Politik – und wie viel Gestaltung ist in Krisenzeiten möglich? Über diese und weitere Fragen spricht Theo Koll in der aktuellen Ausgabe von phoenix persönlich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Im Gespräch blickt Söder auf seinen politischen Werdegang zurück und beschreibt den Einfluss seines politischen Vorbilds Franz Josef Strauss. Zugleich betont er, dass ihn nicht die Macht, sondern der Wunsch nach Gestaltung in die Politik geführt habe: 'Der Faktor Macht ist masslos überschätzt.' Politik sei ein zäher Prozess, aber es lohne sich, Dinge zu verändern und zu gestalten, so der CSU-Politiker. Mit Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen spricht sich Söder für weitreichende Reformen aus: 'Unser Wirtschaftsmodell der letzten 40 Jahre wird so nicht mehr einfach funktionieren.' Die Aufgabe sei jetzt, 'alles dafür zu tun, aus diesen Krisen herauszukommen, um Land, Leute aber auch die Demokratie zu stabilisieren.' Notwendige Veränderungen müssten jetzt entschlossen, aber mit Augenmass umgesetzt werden: 'Es ist ein Umbau, kein Neubau. Den macht man im laufenden Betrieb.' Zuversichtlich fügt der bayerische Ministerpräsident hinzu: 'Wir haben es in der Hand. Wir wissen ja, was auf uns zukommt. Wir können es gut steuern.' Zudem dürfe man nicht vergessen, dass Deutschland nach wie vor zu den erfolgreichsten Ländern gehöre. Ein weiteres Thema ist Söders Verhältnis zu den Grünen. Trotz punktueller Zusammenarbeit – etwa auf kommunaler Ebene – schliesst er eine schwarz-grüne Koalition im Bund nach wie vor aus: 'Eine Koalition kann ich mir nicht vorstellen.' Die programmatischen Unterschiede, insbesondere in der Migrations- oder Energiepolitik, seien dafür zu gross. Bisher könne er bei der Partei keine Wandlung erkennen.
Der Presseclub ist eine aktuelle Diskussionssendung, in der das jeweils wichtigste politische Thema der Woche aufgearbeitet wird. Journalistinnen und Journalisten mit unterschiedlichen Standpunkten analysieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln politische Ereignisse und Entwicklungen. Dabei wird der Hintergrund von Schlagzeilen aufgehellt, und es entsteht im Dialog ein Wettstreit um die Interpretation von politischen Vorgängen. Für das Publikum ergibt sich damit ein Angebot von Meinungen, die sich in der Diskussion überprüfen lassen müssen und auf diese Weise ihre Glaubwürdigkeit und Plausibilität unter Beweis stellen müssen.
Scheda
Im ARD-Presseclub diskutieren Journalistinnen und Journalisten aus dem In- und Ausland aktuelle politische Ereignisse und Entwicklungen. Im Dialog entsteht ein Wettstreit der Meinungen und Interpretationen aktueller politischer Vorgänge. Durch die Sendungen führen im Wechsel Volker Herres, Jörg Schönenborn und Ellen Ehni. Im anschliessenden 'Presseclub nachgefragt' können Zuschauerinnen und Zuschauer über die WDR 5 Hotline mit den Beteiligten der Sendung weiterdiskutieren und Fragen stellen.
Themen: Schwarz-Rote Reformen – Kommt Deutschland jetzt voran? | Gäste: Veit Medick (Ressortleiter Politik, der stern), Hannah Bethke (Welt), Anna Schiller (NZZ), Sebastian Puschner (der Freitag)
Vier Gäste, vier Meinungen, engagiert im Austausch, respektvoll im Umgang: Die 'phoenix runde' ist der Ort für aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten. Egal, ob es um Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft geht – die 'phoenix runde' ist immer nah dran an der Lebenswirklichkeit. An drei Abenden in der Woche begrüssen abwechselnd die Moderatoren Alexander Kähler und Anke Plättner Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Kultur oder Akteure aus dem öffentlichen Leben, die ihren Standpunkt vertreten. Zuschauerinnen und Zuschauer der 'phoenix runde' erleben engagierte Wortgefechte in angemessenem Ton und gewinnen neue Erkenntnisse. In der Spezialausgabe #phoenixrunde sind Sie mehrmals im Jahr herzlich eingeladen, sich via Facebook und Twitter an der Diskussion zu beteiligen.
Jahrzehntelang haben sie ihre Geschichte verschwiegen – die französischen Kinder deutscher Wehrmachtssoldaten. Nach dem Ende des Krieges wurden sie als 'Deutschen-Bastarde', 'Boches', beschimpft, ihre eigenen Familien haben sie verstossen und verachtet. Erst Anfang der 2000er Jahre, als viele schon im Rentenalter sind, begannen sie, ihre Geschichten öffentlich zu machen und ihre Väter zu suchen, die sie nie kennengelernt hatten. Ein ergreifender Film über ein lange währendes Tabu.
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal rekonstruiert die Dokumentation die entscheidenden Stunden und Ereignisse vom 14. auf den 15. Juli 20121 aus der Sicht der Betroffenen. Weder Bilder noch Berichte können vermitteln, was die Flutopfer vor Ort tatsächlich erlitten. Zigtausende Menschen wurden völlig überrascht, viele gerieten in Lebensgefahr, wurden Zeugen, wie ihre Häuser und Wohnungen zerstört wurden, Nachbarn ihr Leben verloren. Das Naturinferno brach über die Region mit ungeheurer Zerstörungskraft herein. Die Fluten setzten Dörfer und Städte unter Wasser, verwüsteten Häuser und Strassenzüge, rissen Brücken und Wege mit sich. Erdrutsche und Schlammlawinen schnitten Ortschaften von der Aussenwelt ab. 135 Menschen starben allein im Ahrtal. Ein Opfer dort wurde nie gefunden. Die szenische Dokumentation stellt das persönliche Erleben und Überleben in den Vordergrund. Viele Menschen verloren ihre Existenzgrundlagen, sind heute noch auf Unterstützung angewiesen, erleben eine lange und schwierige Zeit des Wiederaufbaus, versuchen, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen. Die Dokumentation will kein Protokoll der Ereignisse liefern, sondern anhand von einzelnen Schicksalen an verschiedenen Schauplätzen zeigen, mit welcher Wucht und Gewalt die Katastrophe hereinbrach: In einem Wechsel aus archivarischem Material, Stimmen Überlebender, dramatischen Amateur- und Polizeiaufnahmen, aufwendigen Computer-Animationen, Zeitzeugeninterviews und Expertenkommentaren entsteht ein eindringliches Szenario der folgenreichen 24 Stunden. Dabei stehen auch heute noch drängende Fragen im Vordergrund: Wie konnte es sein, dass ein Flüsschen wie die Ahr, die an manchen Stellen nur eine Normaltiefe von weniger als einem Meter aufweist, bis zu zehn Metern Pegel ansteigt? Wieso kam das Wasser so schnell, wie konnte es eine solche Zerstörungskraft entfalten? Warum gab es keinen besseren Schutz für die Bevölkerung? Unklare Zuständigkeiten, widersprüchliche Einschätzungen, verspätete und unterbliebene Warnungen zählen sicher zu den Ursachen. Viele Verantwortliche nennen das ungeheure Ausmass der Katastrophe als eigentlichen Hauptgrund für ihre völlige Überforderung in den Stunden des Infernos. Was hat diese Nacht mit den Betroffenen gemacht, und wie ging ihr Leben danach weiter? Was gibt Hoffnung? Auch darauf nimmt der Film Bezug, zeigt, wie gross die Solidarität vor Ort war, wie Helferinnen und Helfer von nah und fern in Scharen anreisten, um in den Tagen und Wochen nach der Flut Schlamm und Trümmer wegzuräumen, zu trösten und zu spenden. Bewegende Zeugnisse führen vor Augen, wie die Opfer der Katastrophe versuchen, wieder ins Leben zurückzufinden. Dabei ist ihnen die Dankbarkeit für ihre Rettung und die Unterstützung eine Hilfe.
Der Film blickt auf die dramatischen Ereignisse im Juli 1965 zurück, als Ostwestfalen-Lippe von der schwersten Hochwasserkatastrophe der Nachkriegszeit heimgesucht wurde. Auch Teile von Niedersachsen, Hessen und der damaligen DDR waren betroffen. Besonders hart traf das Hochwasser das Dorf Etteln südlich von Paderborn. Wegen seiner Tallage lief es voll wie eine Wanne, Menschen kämpften ums Überleben, während die Helfer fieberhaft und oft vergeblich versuchten, die Eingeschlossenen zu retten. Die Heinrichsflut 1965 gilt als die grösste Naturkatastrophe in der Geschichte von OWL. Städte wie Paderborn und Lippstadt sowie zahlreiche Dörfer in der Region waren betroffen.
Es war die schwerste Nordseesturmflut das 20. Jahrhunderts. Eine Katastrophe, die die Überlebenden bis heute verfolgt. Es war die Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953. 1.836 Menschen kamen ums Leben, tausende Tiere ertranken, rund 200.000 Hektar Land wurden überspült. Tage, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Niederländer eingebrannt haben. Nach der verheerenden Flut blieb nichts mehr so wie vorher. Die niederländische Regierung beschloss den sogenannten Deltaplan. Ein Schutzsystem aus Deichen und Sperrwerken entlang der Küste. Die so stark betroffene Provinz Zeeland stand dabei im Mittelpunkt. Das Oosterscheldesperrwerk ist das grösste und vielleicht bekannteste Bauwerk.
Strassen sind mehr als nur graue Asphaltstreifen, seit Jahrhunderten sind sie Lebensadern der Menschheit, voller Geschichten und Geschichte – und in bestimmten Ländern und Gegenden bergen sie auch grosse Gefahren, viel menschliches Leid und Tod. Dokumentarfilmer Oliver G. Becker wagte sich auf die gefährlichen Strassen des afghanischen Hindukush-Gebirges, auf die berüchtigte Moloto-Road in Südafrika, entlang der Schwindel erregenden Abhänge der bolivianischen Anden und auf weitere 'Todesstrassen' in Indien, Georgien und an der Elfenbeinküste.
Manche Risiken auf diesen Autorouten haben natürliche Ursachen: Extremwetter, Lawinen und Erdrutsche. In manchen Gegenden glauben die Einheimischen gar, böse Geister würden Reisende töten. Dabei sind viele Gefahren vom Menschen gemacht: Räuber oder Terroristen lauern Reisenden auf, auch knallharter Arbeitsdruck, soziale Not und gierige Geschäfte mit Massentransporten verursachen weltweit tragische Fahrfehler. Allein im 20. Jahrhundert starben 35 Millionen Menschen auf den Strassen weltweit – hinzukommen 1,5 Milliarden Verletzte! Mit dem Zweiteiler 'Todesstrassen – Unterwegs am Limit' bietet phoenix ein dokumentarisches Roadmovie entlang der gefährlichsten Autorouten der Welt.
Manche Risiken auf diesen Autorouten haben natürliche Ursachen: Extremwetter, Lawinen und Erdrutsche. In manchen Gegenden glauben die Einheimischen gar, böse Geister würden Reisende töten. Dabei sind viele Gefahren vom Menschen gemacht: Räuber oder Terroristen lauern Reisenden auf, auch knallharter Arbeitsdruck, soziale Not und gierige Geschäfte mit Massentransporten verursachen weltweit tragische Fahrfehler. Allein im 20. Jahrhundert starben 35 Millionen Menschen auf den Strassen weltweit – hinzukommen 1,5 Milliarden Verletzte!
Seit 1952 wird die Nachrichtensendung präsentiert. Sie informiert täglich über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport. Die Sendung bietet einen kompakten und verlässlichen Überblick über das nationale und internationale Geschehen. Reporterinnen und Reporter sowie Korrespondentinnen und Korrespondenten berichten aus dem In- und Ausland und ordnen aktuelle Entwicklungen verständlich und fundiert ein. Neben den aktuellen Nachrichten werden Hintergründe, Zusammenhänge und Einordnungen vermittelt, die das Geschehen in einen grösseren Kontext setzen. Dabei steht eine präzise, sachliche und unabhängige Berichterstattung im Mittelpunkt.
Amazonas – das grösste Flusssystem unseres Planeten. Er durchquert über eine Länge von 7.000 Kilometern den südamerikanischen Kontinent. Über 1.000 Seitenarme hat allein der Hauptstrom, 17 davon sind länger als der Rhein. Ein Fünftel allen Süsswassers fliesst hier und nährt den grössten Regenwald der Erde. Einmal im Jahr ist 'Land unter' – Waldflächen doppelt so gross wie Deutschland stehen dann mehrere Monate zehn, fünfzehn Meter unter Wasser.
Mit 6650 Kilometern ist der Nil der längste Fluss der Erde. Er durchquert sieben Länder und 26 Grossstädte bis er in Ägypten ins Mittelmeer mündet. Der Weg, den er sich über Jahrtausende vom Herzen Afrikas in Richtung Norden gegraben hat, führt aus 2700 Metern Seehöhe im Grenzland zwischen Ruanda und Burundi durch tropisches Gebiet über spektakuläre Wasserfälle quer durch die Sahara bis zu seinem Mündungsdelta hinter Kairo.
Der knapp 4.000 Kilometer lange Mississippi ist das grösste Flusssystem der Vereinigten Staaten und der wohl berühmteste Strom der USA. Dabei haben die meisten, wenn sie an den 'Old Man River' denken, vor allem den grossen trägen Fluss vor Augen der die amerikanischen Südstaaten durchfliesst. Doch die Ursprünge des Mississippi liegen in einem riesigen Netz aus Flüssen, die in der Bergen der Rocky Mountains im Westen bis zu den Apalachen im Osten entspringen. Der heisse Madison River im Yellowstone Nationalpark, der auch bei Minus 40 Grad nie zufriert, die grossen Stauseen im Oberlauf des Mississippi und die Sumpflandschaften im Süden bieten einen Lebensraum für Otter, Biber, Pelikane, Alligatoren und viele andere Tiere. Und auch für den Menschen spielt der Mississippi seit jeher eine zentrale: Bei St. Louis vereinen sich Mississippi und Missouri River zu einem grossen Strom, der die 'Kornkammer' Amerikas bewässert und auf dem riesige Mengen an Gütern nach New Orleans und von dort aus in die ganze Welt verschifft werden. Den letzten Flussabschnitt im tiefen Süden der USA bildet schliesslich das gewaltige Mississippi-Delta, wo der Eingriff der Menschen in die Natur verheerende Spuren hinterlassen hat. Die grossen Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten. Sie versorgen die Erde mit ihrem kostbarsten Gut: Süsswasser. Sie sind Lebensraum für eine riesige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, dienen als wichtige Transportwege und haben ganze Zivilisationen entstehen lassen. Die dreiteilige Dokumentation beleuchtet den besonderen Charakter und die Landschaft der legendären Ströme und begibt sich auf die Spuren der Menschen und Tiere, die an, in und von diesen Flüssen leben. Die Kamera ist ganz nah dran, wenn ein Elefantenjunges im Nil schwimmen lernt, wenn Biber im Mississippi versuchen, ihre Dämme vor den reissenden Fluten zu retten und Flussdelfine im Amazonas durch die Baumkronen eines überfluteten Regenwaldes navigieren. Atemberaubende Aufnahmen von den wunderschönen, versteckten Lagunen des Amazonas, den geheimnisvollen Sumpfwäldern des Mississippi und der Wüstenlandschaft an den Ufern des Nil lassen diese drei grossen Flüsse in ihrer ganzen Herrlichkeit lebendig werden.
Der Hudson River ist rund 500 km lang und entspringt am Mount Marcy, dem höchsten Berg des Bundesstaates New York. Er zieht seine Bahnen durch einen der grössten Nationalparks der USA, den Adirondacks, bis er schliesslich in der Weltmetropole New York City in den Atlantik mündet. Der Film entführt die Zuschauer auf eine inspirierende und atemberaubende Reise entlang einer der berühmtesten und ökologisch wichtigsten Wasserstrassen Nordamerikas Die indigenen Stämme nannten den Hudson River 'Muhheakantuck' oder 'Fluss, der in zwei Richtungen fliesst'. Ein passender Name für einen Fluss, dessen Ströme sowohl nach Norden als auch nach Süden fliessen. Der Hudson River ist viel mehr als nur ein Fluss, er ist ein Gezeitenmündungsgebiet, in dem der Ozean auf Bergwasser trifft. Tausende Hektar ungezähmter Lebensraum, Wälder, Sandbänke, Sümpfe, Wasserfälle und Seen bieten unzähligen Tieren Unterschlupf. Unter teils extremen Wetterbedingungen müssen sie sich den rauen Gegebenheiten anpassen und um ihr Überleben kämpfen. Einer der Hauptdarsteller des Filmes ist der Weisskopfseeadler, aber auch Schwarzbären, Kojoten, Elche, Biber und Füchse zählen zu den Bewohnern des Hudson Rivers und seiner Umgebung. Über drei Jahre dokumentierte das Filmteam um Regisseur John Dutton die einzigartige Natur und Artenvielfalt entlang des Hudson Rivers.
phoenix macht jetzt auch Satire: Seit Sonntag, 8. September 2019 sendet phoenix wöchentlich die jüngsten Ausgaben der heute-show und von extra3. Unter dem Titel 'phoenix satire' zeigt der Ereignis- und Dokumentationskanal die populären satirischen Formate ab 23.15 Uhr hintereinander weg. Das gibt es nur bei phoenix – Oliver Welke und Christian Ehring einmütig in grosser Koalition, vereint in einem Programm.
Welche Rolle spielt Macht in der Politik – und wie viel Gestaltung ist in Krisenzeiten möglich? Über diese und weitere Fragen spricht Theo Koll in der aktuellen Ausgabe von phoenix persönlich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Im Gespräch blickt Söder auf seinen politischen Werdegang zurück und beschreibt den Einfluss seines politischen Vorbilds Franz Josef Strauss. Zugleich betont er, dass ihn nicht die Macht, sondern der Wunsch nach Gestaltung in die Politik geführt habe: 'Der Faktor Macht ist masslos überschätzt.' Politik sei ein zäher Prozess, aber es lohne sich, Dinge zu verändern und zu gestalten, so der CSU-Politiker. Mit Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen spricht sich Söder für weitreichende Reformen aus: 'Unser Wirtschaftsmodell der letzten 40 Jahre wird so nicht mehr einfach funktionieren.' Die Aufgabe sei jetzt, 'alles dafür zu tun, aus diesen Krisen herauszukommen, um Land, Leute aber auch die Demokratie zu stabilisieren.' Notwendige Veränderungen müssten jetzt entschlossen, aber mit Augenmass umgesetzt werden: 'Es ist ein Umbau, kein Neubau. Den macht man im laufenden Betrieb.' Zuversichtlich fügt der bayerische Ministerpräsident hinzu: 'Wir haben es in der Hand. Wir wissen ja, was auf uns zukommt. Wir können es gut steuern.' Zudem dürfe man nicht vergessen, dass Deutschland nach wie vor zu den erfolgreichsten Ländern gehöre. Ein weiteres Thema ist Söders Verhältnis zu den Grünen. Trotz punktueller Zusammenarbeit – etwa auf kommunaler Ebene – schliesst er eine schwarz-grüne Koalition im Bund nach wie vor aus: 'Eine Koalition kann ich mir nicht vorstellen.' Die programmatischen Unterschiede, insbesondere in der Migrations- oder Energiepolitik, seien dafür zu gross. Bisher könne er bei der Partei keine Wandlung erkennen.
Amazonas – das grösste Flusssystem unseres Planeten. Er durchquert über eine Länge von 7.000 Kilometern den südamerikanischen Kontinent. Über 1.000 Seitenarme hat allein der Hauptstrom, 17 davon sind länger als der Rhein. Ein Fünftel allen Süsswassers fliesst hier und nährt den grössten Regenwald der Erde. Einmal im Jahr ist 'Land unter' – Waldflächen doppelt so gross wie Deutschland stehen dann mehrere Monate zehn, fünfzehn Meter unter Wasser.
Mit 6650 Kilometern ist der Nil der längste Fluss der Erde. Er durchquert sieben Länder und 26 Grossstädte bis er in Ägypten ins Mittelmeer mündet. Der Weg, den er sich über Jahrtausende vom Herzen Afrikas in Richtung Norden gegraben hat, führt aus 2700 Metern Seehöhe im Grenzland zwischen Ruanda und Burundi durch tropisches Gebiet über spektakuläre Wasserfälle quer durch die Sahara bis zu seinem Mündungsdelta hinter Kairo.
Der knapp 4.000 Kilometer lange Mississippi ist das grösste Flusssystem der Vereinigten Staaten und der wohl berühmteste Strom der USA. Dabei haben die meisten, wenn sie an den 'Old Man River' denken, vor allem den grossen trägen Fluss vor Augen der die amerikanischen Südstaaten durchfliesst. Doch die Ursprünge des Mississippi liegen in einem riesigen Netz aus Flüssen, die in der Bergen der Rocky Mountains im Westen bis zu den Apalachen im Osten entspringen. Der heisse Madison River im Yellowstone Nationalpark, der auch bei Minus 40 Grad nie zufriert, die grossen Stauseen im Oberlauf des Mississippi und die Sumpflandschaften im Süden bieten einen Lebensraum für Otter, Biber, Pelikane, Alligatoren und viele andere Tiere. Und auch für den Menschen spielt der Mississippi seit jeher eine zentrale: Bei St. Louis vereinen sich Mississippi und Missouri River zu einem grossen Strom, der die 'Kornkammer' Amerikas bewässert und auf dem riesige Mengen an Gütern nach New Orleans und von dort aus in die ganze Welt verschifft werden. Den letzten Flussabschnitt im tiefen Süden der USA bildet schliesslich das gewaltige Mississippi-Delta, wo der Eingriff der Menschen in die Natur verheerende Spuren hinterlassen hat. Die grossen Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten. Sie versorgen die Erde mit ihrem kostbarsten Gut: Süsswasser. Sie sind Lebensraum für eine riesige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, dienen als wichtige Transportwege und haben ganze Zivilisationen entstehen lassen. Die dreiteilige Dokumentation beleuchtet den besonderen Charakter und die Landschaft der legendären Ströme und begibt sich auf die Spuren der Menschen und Tiere, die an, in und von diesen Flüssen leben. Die Kamera ist ganz nah dran, wenn ein Elefantenjunges im Nil schwimmen lernt, wenn Biber im Mississippi versuchen, ihre Dämme vor den reissenden Fluten zu retten und Flussdelfine im Amazonas durch die Baumkronen eines überfluteten Regenwaldes navigieren. Atemberaubende Aufnahmen von den wunderschönen, versteckten Lagunen des Amazonas, den geheimnisvollen Sumpfwäldern des Mississippi und der Wüstenlandschaft an den Ufern des Nil lassen diese drei grossen Flüsse in ihrer ganzen Herrlichkeit lebendig werden.
Der Hudson River ist rund 500 km lang und entspringt am Mount Marcy, dem höchsten Berg des Bundesstaates New York. Er zieht seine Bahnen durch einen der grössten Nationalparks der USA, den Adirondacks, bis er schliesslich in der Weltmetropole New York City in den Atlantik mündet. Der Film entführt die Zuschauer auf eine inspirierende und atemberaubende Reise entlang einer der berühmtesten und ökologisch wichtigsten Wasserstrassen Nordamerikas Die indigenen Stämme nannten den Hudson River 'Muhheakantuck' oder 'Fluss, der in zwei Richtungen fliesst'. Ein passender Name für einen Fluss, dessen Ströme sowohl nach Norden als auch nach Süden fliessen. Der Hudson River ist viel mehr als nur ein Fluss, er ist ein Gezeitenmündungsgebiet, in dem der Ozean auf Bergwasser trifft. Tausende Hektar ungezähmter Lebensraum, Wälder, Sandbänke, Sümpfe, Wasserfälle und Seen bieten unzähligen Tieren Unterschlupf. Unter teils extremen Wetterbedingungen müssen sie sich den rauen Gegebenheiten anpassen und um ihr Überleben kämpfen. Einer der Hauptdarsteller des Filmes ist der Weisskopfseeadler, aber auch Schwarzbären, Kojoten, Elche, Biber und Füchse zählen zu den Bewohnern des Hudson Rivers und seiner Umgebung. Über drei Jahre dokumentierte das Filmteam um Regisseur John Dutton die einzigartige Natur und Artenvielfalt entlang des Hudson Rivers.
Das Wetter spielt immer häufiger verrückt. Sturmfluten, Starkregen oder Hochwasser beeinträchtigen zunehmend unseren Alltag. Wie können wir mit zu viel Wasser leben lernen? Meeresspiegel steigen, Flüsse treten über Ufer, fruchtbarer Ackerboden wird bei anhaltendem Regen weggeschwemmt: 'plan b' begleitet kluge Köpfe, die dem Wasser dank innovativem Küstenschutz, Flussrenaturierung oder regenerativer Landwirtschaft Einhalt gebieten. Der Anstieg der Meere stellt auch die Menschen hierzulande vor grosse Herausforderungen. Küsteningenieur Oliver Lojek von der Technischen Universität Braunschweig arbeitet deshalb an Lösungen, wie Küsten in Zukunft besser geschützt werden können. Er weiss, 'das Meer ist nicht immer nur da draussen und schön anzugucken, sondern manchmal auch sehr wild und zerstörerisch.' Bei seiner Forschung an der Küste von St. Peter Ording setzt er vor allem auf die Kraft der Natur, besonders eine kleine unscheinbare Küstenpflanze hat es ihm angetan: Der Strandhafer ist ein wahrer Superheld im Küstenschutz, denn sein Wurzelwerk reicht tief in den Sand und stabilisiert die Dünen. Wie gross der Einfluss von Dünengras auf den Küstenschutz ist, hat Lojek auch im Grossen Wellenkanal von Hannover getestet – mit erstaunlichem Ergebnis. Hochwasserschutz kann auch durch Flussrenaturierung gelingen, indem etwa Überschwemmungsflächen zurückgewonnen werden, das weiss auch Rocco Buchta. Der Ingenieur und Renaturierungsexperte ist an der Havel gross geworden und hat als Kind erlebt, 'wie dem Fluss die Seele genommen' wurde. Die Havel wurde für den Schiffsverkehr ausgebaut und begradigt, das Wasser durch angrenzende Felder überdüngt. Damals versprach er seinem Opa: 'Ich bringe das alles wieder in Ordnung.' Heute leitet er das Naturschutzgrossprojekt 'Untere Havelniederung'. Unter seiner Führung werden Uferbefestigungen zurückgebaut, Flussarme wieder angebunden und Auenwälder aufgeforstet. Bei Hochwasser können sich die Fluten so wieder auf den umliegenden Auen ausbreiten. Auch die Landwirtschaft hat mit den Folgen von extremen Wetterereignissen zu kämpfen. Deshalb setzt Forstwissenschaftler Philipp Gerhardt auf nachhaltige Landnutzung. Er berät Landwirte, die ihre Äcker mit den Schlüsseltechnologien Agroforst und Keyline Design fit für die Zukunft machen wollen. Agroforstwirtschaft hält Regenwasser zurück, verhindert Erosion und verbessert das Mikroklima. Keyline Design speichert Wasser effizient im Boden. 'Es ist einfach eine Win-win-Situation für die Landwirte und die Dörfer, die Gemeinden, die ganze Gesellschaft', so Gerhardt. Die Kraft des Wassers bestimmt auch in Bangladesch das Leben der Menschen. Die Flüsse sind Existenzgrundlage und Gefahr zugleich. Architekt Mohammed Rezwan hat lange nach einer Antwort auf die Bedrohungen durch das Wasser gesucht und eine einfache, wie erfolgreiche Lösung gefunden – ganz besondere Boote. 'Ich habe gesehen, wie viele meiner Freunde, Verwandten die Schule wegen des Monsuns und der Überschwemmungen abgebrochen haben. Es war sehr schwer für mich, diese Situation zu akzeptieren.' Deshalb entwickelte er schwimmende Schulboote. Die mobilen Klassenzimmer können die Kinder auch in den entlegensten Regionen erreichen. Schwimmende Krankenhäuser und Farmen folgten. Seine preisgekrönte Arbeit erleichtert das Leben von Tausenden Menschen.
War der Untergang der 'Estonia' ein Unglück oder ein Verbrechen? Was macht die 'Titanic' so unvergesslich? Wären die Männer des russischen U-Bootes 'Kursk' zu retten gewesen? Grosse Seeunglücke sind seit jeher Stoff für?Dramen und Legenden. Doch was geschah wirklich auf der 'Titanic', 'Estonia', 'Costa Concordia', 'Monte Cervantes' oder der 'Kursk'? Überlebende, Angehörige der Opfer und Experten berichten über die tragischen Schiffsunglücke.