Die Zeitskalen des Universums sprengen unsere Vorstellungskraft. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Wir erfassen nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit, am unteren Ende der Zeitskala versagen die Sinne: Schnelle Vorgänge entziehen sich unserer Wahrnehmung. Und doch waren gerade Zeiträume ausserhalb unseres Zeithorizonts für unsere Entstehung entscheidend. Bei Zirkusvorstellungen geraten wir ins Staunen. Die Bewegungen der Artisten sind oft so schnell, dass das Auge nicht folgen kann. Doch auch die Artisten selbst haben keine Supersinne. Wie schaffen sie es, die Kunststücke zu koordinieren? Modernste Kameratechnik hilft, die Bewegungen zu entschlüsseln. In der Natur gibt es Wesen mit echten Supersinnen. Schon eine Stubenfliege ist uns bei der Wahrnehmung von Bewegungen weit überlegen. Der Mensch erfasst nur etwa 20 Bilder pro Sekunde, eine Fliege 200 – sie sieht wie in Zeitlupe. Diese unterschiedlichen Sinnesleistungen wurden über die Jahrtausende von der Evolution geformt. Zeiträume zu erfassen, die über unsere Lebensspanne hinausgehen, war für unser Überleben nicht wichtig. Und doch versuchen wir heute, uns das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. Stellt man die kosmische Geschichte in einem Jahr dar, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Verortet man den Urknall in der Silvesternacht um Mitternacht, dann formte sich im Laufe des Frühlings unsere Milchstrasse. Unsere Sonne und mit ihr die Erde entstanden Anfang September. Und der Mensch betrat erst am 31. Dezember die Bühne. Warum hat das so lange gedauert? Ein Blick auf die Bausteine des Lebens verrät, warum Milliarden von Jahren vergehen mussten, bis Leben möglich wurde. Es ist noch gar nicht lange her, dass solch astronomische Zeiträume undenkbar schienen. Noch im 17. Jahrhundert glaubte man, die Erde könne höchstens 6000 Jahre alt sein – dieser Zeitraum liess sich aus der biblischen Stammtafel herauslesen. Doch ein Mann sollte den Blick auf viel grössere Zeiträume eröffnen: Robert Hooke. Der Universalgelehrte war einer der Ersten, der das gerade erfundene Mikroskop dazu nutzte, einen genauen Blick auf das Leben zu richten. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die alle biblischen Zeitskalen sprengte. Doch es sollte noch weitere zwei Jahrhunderte dauern, bis eine Methode entdeckt wurde, die die genaue Bestimmung geologischer Zeitalter ermöglichte: die radiometrische Datierung. Dank dieser Methode wissen wir heute, wann etwa das Leben entstand: Spuren im Gestein in Nordkanada deuten darauf hin, dass die ersten Bakterien vor bereits vier Milliarden Jahren die Erde eroberten. Doch bis aus diesen Bakterien eine Vielfalt an Leben entstand, wie wir sie heute sehen, dauerte es noch drei weitere Milliarden Jahre. Was hat die Entwicklung verzögert? Forscher haben den Stoff in Verdacht, den wir atmen. Heute versuchen wir, immer mehr in immer kürzere Zeiträume zu pressen. Die Erfindung der modernen Mobilität, die automatisierte Fliessbandarbeit und die digitale Revolution haben tatsächlich viele Dinge beschleunigt. Doch die Natur tickt auch heute noch auf den gleichen Zeitskalen wie vor Milliarden von Jahren – der Takt des Lebens lässt sich nicht beschleunigen. Im Grossen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg geht Harald Lesch den Fragen der Zeit nach. Das historische Gebäude beherbergt die erste speziell für Astrophysik errichtete Sternwarte und gehört zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.
Cast
Gert Heidenreich, Harald Lesch
Regia
Hanna Kotarba, Saskia Weisheit
Critica
In der Sendereihe 'Terra X' wird ein breites Themenspektrum behandelt. Die Dokumentationen und Doku-Reihen beschäftigen sich mit Geschichte, Wissenschaft, Natur und Archäologie.
Rekord-UFO-Sichtungen und neue Hinweise auf ausserirdisches Leben: Werden wir bald echten Aliens begegnen? Harald Lesch zeigt die Fakten hinter dem Hype. Nie zuvor wurden so viele UFOs gesichtet wie in den letzten Jahren. Und 2025 geht eine Nachricht um die Welt: erst-mals soll es gelungen sein, Leben auf einem Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Was steckt dahinter? Was sind Mythen, was Fakten? In 'Terra X Harald Lesch .und die Wahrheit über UFOs' geht Harald Lesch auf Spurensuche vom UFO-Hype bis zur neuesten Weltraumforschung. Das Centrale Erforschungsnetz aussergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) arbeitet rund um die Uhr an der Aufklärung von UFO-Sichtungen über Deutschland und deckt verblüffende Ursachen hinter den mysteriösen Beobachtungen auf. Doch nicht jede Sichtung lässt sich einfach entzaubern. Gleichzeitig steht die Planetenforschung vor einem historischen Sprung: Mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops haben Astronomen auf dem 124 Lichtjahre entfernten Exoplaneten K2-18b Gase gefunden, die eigentlich nur von Lebewesen produziert werden können. Gewissheit erhofft sich die Wissenschaft von der neuesten Teleskopgeneration: In der Atacama-Wüste entsteht das Extremely Large Telescope (ELT), das ferne Exoplaneten mit nie dagewesener Präzision nach Lebensspuren durchsuchen soll. Und auch der Mars bleibt im Fokus der Forschung – mit erstaunlichen Hinweisen auf Wasser tief unter der Oberfläche. Noch nie waren wir dem Nachweis ausserirdischen Lebens so nahe wie heute. Doch wahrscheinlich wird es sich dabei um einfaches Leben wie Bakterien oder andere Mikroben handeln. Wissenschaftlich wäre allein das eine Sensation – jedoch keine Erklärung für die steigende Zahl an UFO-Sichtungen. Dafür gibt es andere Gründe. Über unseren Köpfen ist tatsächlich immer mehr los. Satelliten wie Starlink und Weltraumschrott verändern unseren Blick auf den Nachthimmel. Leuchtende Satellitenketten werden leicht für UFOs gehalten – und werden zum Problem für Forschung und sogar Klima. Zwischen neuester Wissenschaft und aussergewöhnlichen Bildern taucht Harald Lesch tief in das Thema ein – und versucht Klarheit in den Kosmos der erklärlichen und unerklärlichen Phänomene zu bringen.
Dank neuster Technik blicken wir so tief ins All wie noch nie zuvor. Faszinierende Welten – doch es hat auch seinen Preis. Was hat das Universum mit uns zu tun? Das James-Webb-Weltraumteleskop zeigt uns den Kosmos in einem völlig neuen Licht. Die Bilder begeistern Millionen. Gleichzeitig konkurrieren Nationen und Privatunternehmen um die Macht im All. Prof. Harald Lesch zeigt die Chancen und Gefahren des Alls. Unser Alltag ist geprägt von Weltraumtechnik. Ob beim Geldautomaten, der täglichen Kommunikation oder unserem Medienkonsum. All das funktioniert nur dank Tausender Satelliten, die über unseren Köpfen kreisen. Mehr als die Hälfte von ihnen gehört Elon Musk. Denn das All ist noch Niemandsland. Dort kann sich jeder austoben, der genug Geld, Mittel und Macht hat. Der Schatz, der aktuell heiss gehandelt wird, verbirgt sich in Asteroiden. Diese tragen Rohstoffe, die auf der Erde rar sind, wir aber so dringend brauchen, nicht zuletzt für die Digitalisierung und den Klimaschutz. Aber dort draussen lauern auch Gefahren. Denn unser Heimatstern, die Sonne, ist nicht so stabil, wie sie von der Erde aus scheint. Auf ihrer Oberfläche wüten Stürme aus Plasma. Und die Sonne ist aktuell so aktiv wie lange nicht mehr: 2024 waren Polarlichter sogar über Deutschland zu sehen. Trifft uns ein Sonnensturm unvorbereitet, könnte das unser gesamtes Stromnetz lahmlegen mit Schäden in Milliardenhöhe. Manche Forschenden fürchten sogar das Ende unserer Zivilisation. Dank Weltraumtechnik könnte uns eine solche Katastrophe erspart bleiben. Doch die Raumfahrt bietet uns noch so viel mehr – sie zeigt uns unbekannte Welten und schenkt uns eine neue Perspektive auf unsere eigene Existenz. Prof. Harald Lesch reist in dieser Folge durch die Tiefen des Universums, auch auf der Suche nach unserem Platz darin – heute und in der Zukunft.
Schwarze Löcher sind geheimnisvoll und verschlingen alles, was in ihre Nähe kommt – sogar Licht. Wissenschaftliche Entdeckungen tragen zu einem neuen Verständnis des Phänomens bei. Sie verleiben sich Staub, Gas, Planeten und selbst grösste Sterne ein und wirken auf diese Weise höchst zerstörerisch. Doch jetzt haben Experten herausgefunden, dass sie für die Entwicklung des Universums möglicherweise eine zentrale Rolle spielen. Die Astrophysikerin und Buchautorin Janna Levin nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, bei der der aktuelle Forschungsstand zu Schwarzen Löchern anschaulich wird. Zahlreiche Spitzenforscherinnen und -forscher der Astronomie und Physik liefern Antworten auf provokative Fragen zu den 'allesfressenden' Giganten des Weltalls: Wo kommen sie her? Was befindet sich in ihrem Inneren? Geben Schwarze Löcher Aufschluss über die Art von Raum, Zeit und Schwerkraft, so wie wir sie auf der Erde erleben? Welche Aufgabe haben supermassereiche Schwarze Löcher, und wie kann man überhaupt nachweisen, dass es sie gibt? Am 11. Februar 2016 werden im Rahmen eines LIGO-Experiments (LIGO = Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium) mit zwei gigantischen Interferometern Gravitationswellen gemessen, die beim Zusammenstoss von zwei Schwarzen Löchern vor 1,3 Milliarden Jahren entstanden sind. Diese sensationelle Entdeckung bestätigt Albert Einsteins 'Allgemeine Relativitätstheorie'. Mit spektakulären Aufnahmen und Animationen macht die Dokumentation die zentralen Fragen und Erkenntnisse der Forschung zu Schwarzen Löchern anschaulich, sodass das Geschehen im Weltraum visuell nacherlebt werden kann.
Commento
Achtung! Ende der Sommerzeit
Cast
Rainer Weiss, Eilat Glikman, Peter Galison, Neil deGrasse Tyson, Priyamvada Natarajan, Feryal Özel, Marcia Bartusiak
Seit Urzeiten blickt der Mensch zum Himmel. Die Folge 'Götter und Dämonen' erkundet, was der Mensch im Himmel sah: eine von überirdischen Wesen bevölkerte Welt. Uralte Schöpfungsmythen erzählen von der Erschaffung von Himmel und Erde. Aber auch, wie unsere Vorfahren den Nachthimmel zur Navigation nutzten, ihm eine Bedeutung verliehen und zu den Sternen beteten. Schon unsere Vorfahren suchten im Himmel nach Antworten. Mit dem Versuch einer Erklärung der Welt kam es auch zu einer Vermessung der Welt: Denn der Blick in den Sternenhimmel brachte nicht nur Glaubenskonstrukte und Mythen hervor, sondern ebenso Verfahren der Navigation. Die El-Castillo-Höhle in Nordspanien: Tief im Inneren finden sich einige der ältesten Höhlenmalereien der Welt – darunter die früheste uns bekannte Darstellung des Nachthimmels. Schon in der Steinzeit verstanden es die Menschen, sich den Himmel zunutze zu machen: zur Navigation und um die Zeit in Einheiten zu teilen – durch Beobachtung der Mondphasen und durch Verfolgung des Sonnenverlaufs über dem Horizont. Babylonier und Maya entwickelten ihre eigenen Schriftsysteme, um ihre Beobachtungen am Nachthimmel festzuhalten. Stonehenge in Grossbritannien und die Cheopspyramide in Gizeh wurden mithilfe astronomischer Beobachtungen errichtet und in eine bestimmte Position ausgerichtet. Viele frühe Zivilisationen taten es ihnen gleich. Im alten Griechenland fand der Übergang vom mythologischen Glauben an einen von überirdischen Wesen besiedelten Himmel zur wissenschaftlichen Betrachtung der Himmelsphänomene statt. Die Vorstellung, dass nicht die Götter, sondern die Natur selbst Phänomene wie Sonnenfinsternisse und Mondphasen hervorbringt, war revolutionär. Dort nahm moderne Wissenschaft ihren Anfang, auch wenn die ersten Weltmodelle später von anderen Vorstellungen abgelöst wurden.
Ist die Sonne oder die Erde der Mittelpunkt des Kosmos? Für unsere Vorfahren war es auch aus Glaubensgründen wichtig, den Platz unseres Planeten im grossen Weltganzen zu finden. Dort spielten religiöse Vorstellungen noch eine Rolle. Claudius Ptolemäus, Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei – diese drei Männer haben Weltmodelle geschaffen, die zum Teil Jahrhunderte überdauerten. Für lange Zeiten in der Geschichte der Menschheit definierte der Horizont den Rand der Welt – dahinter war das Reich der Götter und der Monster. Doch natürlich haben die alten Seefahrer den Rand der Welt nicht gefunden, stattdessen lieferten sie neue Erkenntnisse über die Gestalt unserer Erde. Griechische Wissenschaftler der Antike erkannten bereits, dass die Erde nicht flach ist, sondern eine Kugel. Auf den ersten Blick revolutionär anmutende Theorien wie diese sollten die Sicht auf unser Sonnensystem in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändern. Der bedeutendste unter den antiken Astronomen ist Claudius Ptolemäus. Er schuf ein Modell des Kosmos, das so überzeugend war, dass es 1500 Jahre lang bestehen bleiben sollte. Bis zur Renaissance, als Nikolaus Kopernikus das komplizierte Ptolemäische Modell durch ein einfacheres ersetzte. Seine damals radikale Idee: ein sonnenzentrierter Kosmos. Ein Konzept so unvorstellbar, dass es zunächst einmal ignoriert wurde. Es brauchte einen neuen Superstar der Astronomie, um mithilfe eines bahnbrechenden neuen Instruments die Sicht des Kosmos auf den Kopf zu stellen: Galileo Galilei – und sein Teleskop. Doch Galileis Beweis für ein heliozentrisches Universum brachte ihn in Konflikt mit der Kirche, die ihre theologisch eingefärbte Weltsicht auf das aus der Antike übernommene Ptolemäische Modell abgestimmt hatte. Galilei kam vor ein Inquisitionsgericht, wurde verurteilt und unter Hausarrest gestellt. Den Siegeszug seiner Ideen konnte das nicht aufhalten. Es begann eine neue Ära der Astronomie – hin zu moderner Wissenschaft.
In der Neuzeit kam eine auf Beobachtung und Experiment basierende Naturwissenschaft auf. Die Modelle des Universums wurden immer genauer, entsprachen nach und nach der Realität. Mithilfe neuer Technologien blickt die Menschheit heute tiefer in den Weltraum als je zuvor. Der Mensch rückt vom Mittelpunkt des Kosmos an den Rand, wird zu einem kleinen Wesen, das in unendliche Weiten blickt. Die neuzeitliche Naturwissenschaft begründete ihre Theorien mit Beobachtungen und Experimenten. Dank moderner Technologien vertiefte sich der Blick in den Kosmos, dessen Modelle immer präziser wurden. Neue Erkenntnisse gingen mit einem Perspektivwechsel einher: Der Mensch war nicht mehr das Zentrum des Universums, sondern ein endliches Wesen in der Unendlichkeit des Weltalls. Meilensteine astronomischer Forschung stehen im Mittelpunkt dieser Folge der Reihe 'Geheimnisse des Firmaments'. Es sind die Ideen und Theorien einer Handvoll herausragender Pioniere wie Johannes Keppler, Isaac Newton, William Herschel, Albert Einstein und Georges Lemaître, die in der Neuzeit die Sicht auf den Kosmos grundlegend revolutionierten und eine Ahnung davon gaben, wie gross und ausgedehnt unser Universum tatsächlich ist. Sie überwanden den alten Glauben an kristalline Kugeln um die Himmelskörper herum, ersetzten die antike Vorstellung perfekter, kreisförmiger Umlaufbahnen durch das Konzept elliptischer Bahnen, die von Gravitationskräften geformt werden, und entdeckten ein Universum, das sich ausdehnt, und unsere Nachbarn im Universum. Sie bauten immer grössere und bessere Teleskope für das sichtbare Licht und für das unsichtbare. Ihre Entdeckungen spornten Schriftsteller zu immer kühneren Romanen an. Und manchmal verschwimmen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Science-Fiction – wenn das, was zuvor nur literarische Fiktion war, zur Realität wird. Trotz vieler wissenschaftlicher Erkenntnisse: Noch immer füllt der Mensch den Himmel mit Fantasiegebilden – auch wenn diese längst nicht mehr Götter und Dämonen sind.
Das Weltall ist unbegreiflich gross. Schwer zu glauben, dass sich das Leben auf die Erde beschränkt. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt: Sind wir die einzigen intelligenten Lebewesen? In diesem Mann leben Eindringlinge: Der Molekularbiologe Cedric Feschotte ist Spezialist für Genetik. Dass Viren und Bakterien seinen Körper bewohnen, ist für ihn eine triviale Erkenntnis. Aber es gibt da durchaus Fremdlinge, die auch ihm nicht geheuer sind.
Cast
Erin Michelle Conroy, Andrew Siemion, Chris Straeter
Der Sinn des Lebens? Morgan Freeman fragt nach Geburt, Fortpflanzung und Tod. Führt dies – unendlich oft wiederholt – von den allerersten primitiven Lebensformen zu uns heute? Die theoretische Physikerin Sara Walker definiert die Funktion der Evolution anders: Immer noch mehr gesammelte und verarbeitete Daten führen durch immer schärfere Sinne und immer geschicktere Jagdwerkzeuge zu auch immer effektiverer Nahrungsverwertung.
Cast
Mina Cikara, Carlos Frenk, Kip Thorne, Cuete Yeska
Die 'heute-show' stellt die Welt der TV-Nachrichten auf den Kopf. Satirisch, witzig, bissig kommentiert Oliver Welke die aktuellen Fernsehbilder aus Politik und Nachrichtensendungen. Die 'heute-show' mit Anchorman und Team bietet in 30 Minuten gut gelauntes Politainment, unterhaltend und geistreich zugleich. Wahlkampfparolen werden seziert, hohle Phrasen entlarvt oder das Fachchinesisch unserer Volksvertreter humorvoll übersetzt. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache und Audiodeskription angeboten.
Welche Wegmarken waren prägend für Donald Trump auf seinem Weg zur Macht? Vom Immobilienmogul und Reality-TV-Star wird er zum US-Präsidenten und damit zum mächtigsten Mann der Welt. Der Drill im Militärinternat weckt seinen Kampfgeist. Mit dem Trump Tower baut er sich ein Statussymbol. Trotz Millionenpleiten gilt er als Wirtschaftsgenie. 'The Apprentice' macht ihn zum TV-Star. Und aus dem Attentat auf ihn schlägt er politisches Kapital. Donald Trumps Vater Fred Trump ist erfolgreicher Bauunternehmer in Brooklyn, der aus der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg Kapital schlägt. Keines seiner Kinder kann es ihm recht machen. Da sein mittlerer Sohn Donald ständig über die Stränge schlägt, schickt er ihn auf die New York Military Academy, damit er dort durch militärischen Drill Kampfgeist und Disziplin erlernt. Gleich nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften steigt Donald Trump in das Immobilienimperium seines Vaters ein. Er schafft den Sprung nach Manhattan und lässt mit Unterstützung des berüchtigten Mafia-Anwalts Roy Cohn den Trump Tower errichten, mit dem er sich in New York einen Namen macht. Nach einer Welle von Insolvenzen in den 1990ern gelingt ihm 2004 ein beachtliches Comeback: Er wird das Gesicht der Realityshow 'The Apprentice', in der sich Kandidaten für eine Stelle in einem seiner Unternehmen bewerben, bis sie mit Trumps berühmtem Satz 'You're fired!' rausfliegen. Als einer der führenden Köpfe der sogenannten Birther-Bewegung behauptet Trump, US-Präsident Barack Obama sei nicht in den Vereinigten Staaten geboren und damit zu Unrecht Präsident geworden. Dieser nimmt ihn in seiner Rede beim White House Correspondents' Dinner 2011 ins Visier und liefert zur Belustigung seines Publikums einige Pointen auf Kosten Trumps. Ob er sich nach dieser Schmach aus Trotz als Präsidentschaftskandidat aufstellen lässt, ist Spekulation. Bei dem Attentat während einer Wahlkampfveranstaltung am 14. Juli 2024, bei dem er von einem Schützen am Ohr verletzt wird, reagiert er geistesgegenwärtig. Das symbolträchtige Foto, auf dem er vor der amerikanischen Flagge mit hochgereckter Faust 'Fight, fight, fight' ruft, geht um die Welt. Der Vorfall dürfte ihm einige Wählerstimmen mehr eingebracht haben.
Mit der Amtseinführung des 47. US-Präsidenten zieht nicht nur Donald Trump ins Weisse Haus. Ein Clan aus Familienmitgliedern und Superreichen bildet das neue Machtzentrum der USA. Für die Trumps ist Politik ein Familiengeschäft: Söhne, Töchter, Schwiegerkinder – sie alle spielen eine Rolle in der zweiten Amtszeit des Präsidenten. Sogar Trumps Enkeltochter Kai wird als junge Influencerin eingespannt, um die Gen Z anzusprechen. Ein Blick auf Trumps Kabinett macht deutlich, dass für den neuen US-Präsidenten bedingungslose Loyalität und Reichtum wichtiger sind als politische Erfahrung und Expertise. So wird der Impfskeptiker und Verschwörungstheoretiker Robert F. Kennedy jr. Trumps Gesundheitsminister, und die neue Bildungsministerin ist die Wrestling-Ikone Linda McMahon. Auch ein elitäres Netzwerk wohlhabender Unterstützer sichert sich einflussreiche Posten. Präsident Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida wird zur politischen Schaltzentrale. Dort geben sich finanzkräftige Verbündete wie Bill White oder der exzentrische Milliardär Elon Musk die Klinke in die Hand. Für ihre Loyalität und finanzielle Unterstützung werden sie vom Präsidenten belohnt: Während Bill White ohne jegliche diplomatische Erfahrung US-Botschafter in Belgien werden soll, räumt Elon Musk als Leiter des 'Department of Government Efficiency' (DOGE) den Regierungsapparat auf und sorgt vorgeblich für 'Effizienz'. Die Dokumentation gewährt Einblicke in die Verflechtungen von Politik, Geld und Vetternwirtschaft. Sie zeigt, wie die Trump-Dynastie Amerika regiert.
Peter Thiel, Elon Musk, David Sacks – nur drei der Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley, die in Washington mitregieren. Wie konnte Big Tech derart grossen Einfluss gewinnen? War die Tech-Branche viele Jahre eher unpolitisch oder demokratisch geprägt, stellen sich prominente Tech-Milliardäre nun an die Seite von Trump, um mit seiner Hilfe Vermögen und Macht zu vergrössern. Ist die Weltpolitik der Willkür einer neuen Oligarchie unterworfen? Die Dokumentation zeigt, wie wirtschaftliche Interessen, persönliche Ideologien und neue Technologien die politische Landschaft der USA prägen – und wie ein kleiner Kreis extrem einflussreicher Tech-Bosse Entscheidungen mitgestaltet, die weit über das Silicon Valley hinausreichen. Elon Musk unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump mit Zuwendungen in Millionenhöhe. Musks Unternehmen xAI darf US-Behörden mit einem Chatbot ausstatten. Peter Thiels Finanzspritze macht seinen Schützling JD Vance zum Senator von Ohio und legt damit den Grundstein für dessen politische Karriere. Wachstumstreiber für Peter Thiels Softwareunternehmen Palantir sind Regierungsaufträge in Milliardenhöhe, etwa für das US-Militär oder die CIA. Seine Datenlösungen spielen auch eine entscheidende Rolle in der Abschiebepolitik der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE. Donald Trump kreiert für den Tech-Investor David Sacks eine ganz neue Position in der US-Regierung und ernennt ihn zum Beauftragten für künstliche Intelligenz und Kryptowährung. Grosszügige Kampagnenspenden aus dem Krypto-Sektor machen Trump vom erklärten Krypto-Gegner zum Befürworter – und Herausgeber eines eigenen Meme-Coins. Trotz aller undurchsichtigen Verflechtungen ist klar: Von den engen Beziehungen zwischen Tech-Branche und Politik profitieren beide Seiten.
'heute Xpress' ist ein kompaktes Nachrichtenformat des ZDF, das mehrmals täglich ausgestrahlt wird. In wenigen Minuten bietet die Sendung einen schnellen Überblick über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die Beiträge sind klar strukturiert und verständlich aufbereitet, sodass die Zuschauer jederzeit schnell und zuverlässig über das aktuelle Weltgeschehen informiert sind. Ergänzt wird das Format durch kurze Meldungen zum Wetter sowie zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen im Sport.
Führt der russische Geheimdienst eine Akte über US-Präsident Donald Trump? Welchen Stellenwert nehmen Russlands Interessen in der amerikanischen Aussenpolitik ein? Gibt es eine Verbindung? Fakt ist: Donald Trump pflegt schon seit Jahrzehnten Beziehungen zu Russland. Ex-KGB-Spione sowie Mitarbeiter von FBI und CIA geben Einblicke in die Welt der Spionage, die Zeit des Kalten Krieges und in Trumps weitverzweigtes Netz von Verbindungen nach Russland. Während des Kalten Krieges infiltrieren zahlreiche russische Geheimagenten verschiedenste politische und wirtschaftliche Organisationen in den USA. Neben Industriespionage steht auch die Annäherung an wichtige politische Einflussnehmer im Vordergrund der Missionen. Trumps Verbindungen nach Russland reichen bis in diese Zeit zurück. 1987 reist er mit seiner damaligen Frau Ivana erstmals nach Moskau, um dort einen Deal zum Bau eines Luxushotels auszuhandeln. Nach seiner Rückkehr macht er mit einem ganzseitigen offenen Brief in drei grossen US-amerikanischen Tageszeitungen auf sich aufmerksam, in dem er Russlands Sicht auf die NATO vertritt. Semjon Mogilewitsch, der Boss der Bosse der russischen Mafia, ist einer der ersten Investoren des New Yorker Trump Tower. Diverse russische Geschäftsleute, auch Mitglieder der russischen Mafia, wohnen und arbeiten in dem Gebäude. Während des Wahlkampfs 2016 verfolgt Donald Trump gleichzeitig Pläne zum Bau eines Trump Tower in Moskau. Ermittlungen der Behörden über eine mögliche Einmischung des Kremls in die Präsidentschaftswahl ergeben: Über ein Dutzend Mitglieder des republikanischen Wahlkampfteams hatten Verbindungen nach Russland. Mit dem Krieg gegen die Ukraine verkompliziert sich die Lage zusätzlich. Putin hat grosses Interesse an einem Verbündeten, der die Ukraine schwächt und ihm zum Sieg verhelfen kann.
Ripetizione
W
Cast
Jack Barsky, John Bolton, John O. Brennan, Michael Isikoff, Oleg Kalugin, Kenneth McCallion, Nathan Rippy
2025 handeln El Salvadors Präsident Nayib Bukele und Donald Trump einen Deal aus: El Salvador nimmt in seinem Megagefängnis CECOT Abschiebehäftlinge aus den USA auf. Was steckt dahinter? Für Trump eine günstige Abschiebemöglichkeit, für Bukele ein lukrativer Deal. Doch er soll dazu die Auslieferung von salvadorianischen Bandenchefs gefordert haben. Aussagen vor US-Gerichten könnten ihm nach Recherchen der Zeitung 'El Faro' gefährlich werden. Nach seinem Amtsantritt 2019 gelingt es Nayib Bukele binnen kurzer Zeit, die Mordrate in El Salvador nach Regierungsangaben dramatisch zu senken. Doch mit welchen Massnahmen? Mit 'mano dura' – einer Sicherheitspolitik der 'harten Hand' – greift Bukele seit März 2022 durch. Er verhängte in El Salvador den Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Diese Notfallmassnahme räumt Bukele weitreichende Befugnisse ein: Willkürliche Massenverhaftungen sind an der Tagesordnung – rund 80.000 Erwachsene und Jugendliche seien laut der Regierung von El Salvador seitdem inhaftiert worden, viele allerdings ohne ordnungsgemässes Verfahren. Dass es dabei nach Schätzungen der NGO Socorro Jurídico Humanitario auch rund 20.000 Unschuldige trifft, nimmt die Bevölkerung und die Regierung in Kauf. El Salvador ist damit das Land mit der weltweit höchsten Inhaftierungsrate, gilt nun aber als eines der sichersten Länder Lateinamerikas. Die Erleichterung über mehr Ruhe und Ordnung in den Gemeinden scheint gegenüber der Bedenken zu überwiegen. Viele der festgenommenen Bandenmitglieder landen in CECOT, dem modernen Megahochsicherheitsgefängnis für 'terroristische Gefangene'. Es fasst bis zu 40.000 Menschen. Ein riesiger Betonbau, gesichert von Stacheldrahtzäunen, Stahltoren und schwer bewaffneten Wächtern. Die Haftbedingungen sind extrem, die Ausstattung minimal. Es gibt keinen Kontakt zur Aussenwelt. In dieses Riesengefängnis wurden laut Präsident Bukele nun auch die mutmasslichen Bandenmitglieder aus Venezuela gebracht, die US-Präsident Donald Trump nach El Salvador abschieben liess. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zahlen die USA El Salvador für die in beiden Ländern hoch umstrittene Aktion sechs Millionen US-Dollar. Kritiker fürchten, dass Bukeles innen- und aussenpolitische Strategien Hand in Hand mit seinem eigentlichen Ziel gehen: dem Streben nach institutioneller Kontrolle, Autoritarismus und dem eigenen Machterhalt. Tatsächlich höhlt Bukele die Demokratie immer weiter aus, schwächt Justiz, Opposition und Pressefreiheit. Zahlreiche Grundrechte sind ausser Kraft gesetzt. Durch eine tiefgreifende Verfassungsreform, die am 31. Juli 2025 beschlossen wurde, kann Bukele nun unbegrenzt zum Präsidenten wiedergewählt werden. Er selbst nennt sich den 'coolsten Diktator der Welt'. Nach Recherchen von Journalisten der unabhängigen lateinamerikanischen Investigativplattform 'El Faro', die inzwischen im Exil leben, soll der salvadorianische Machthaber offenbar vor seiner Wahl mit den berüchtigten Gangs verhandelt haben. Als Gegenleistung für Unterstützung im Wahlkampf sollen die Banden hohe Summen erhalten haben. Zudem habe Bukele inhaftierten Gangbossen Privilegien zugesagt, wenn diese im Gegenzug für einen deutlichen Rückgang der Mordrate sorgen würden. Bukele selbst hat erklärt, die Rückführung von MS-13-Bandenmitgliedern würde El Salvador helfen, 'die Informationsbeschaffung abzuschliessen und die letzten Reste' der Bande zu verfolgen. Doch Journalisten und Insider vermuten einen Vertuschungsversuch. Bukele wolle vor allem verhindern, dass die in US-Haft befindlichen Bandenführer Details ihrer früheren Geschäfte mit Bukeles Regierung preisgeben. In der Dokumentation beleuchten die Investigativjournalisten Carlos und Óscar Martínez, was hinter dem umstrittenen Abschiebeabkommen zwischen Bukele und Trump steckt, und welche Vorteile sich beide Staatsoberhäupter davon versprechen.
La Merced de Buenos Aires in Ecuador liegt in den Anden, fast 3500 Meter über dem Meeresspiegel. In der abgelegenen Gegend wurden vor wenigen Jahren unglaubliche Goldvorkommen entdeckt. Doch die Arbeitsbedingungen sind extrem und die Angst vor dem Tod allgegenwärtig. Für ein paar Gramm Gold müssen die Bergleute immer wieder Leib und Leben riskieren. Die Schächte sind nicht gesichert, und starker Regen verursacht regelmässig Erdrutsche am Berghang. Die Minen, die zu den höchst gelegenen der Welt zählen, enthalten Gold von aussergewöhnlich hoher Qualität. Bislang hat die Regierung den illegalen Abbau der Goldvorkommen toleriert – vorausgesetzt, es fliesst genügend Schmiergeld. Doch nun haben die Behörden ein Embargo verhängt. Polizeisperren verhindern, dass die Arbeiter ihr mühsam gewonnenes, goldhaltiges Material ausführen und verkaufen. Sebastian Perez Pezzani begibt sich auf den beschwerlichen Weg zu den Minen, um zu beobachten, unter welch gefährlichen Bedingungen das Edelmetall abgebaut wird. Und der Reporter spricht mit Bergleuten und Gewerkschaftern, die um ihre Arbeit und ihr Gold kämpfen. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich in dieser Reihe an unwirkliche und gefährliche Orte in aller Welt.
Palmasola ist das grösste Gefängnis Boliviens. Doch obwohl dort die gefährlichsten Verbrecher des Landes eingesperrt sind, findet sich in der gesamten Haftanstalt kein einziger Wärter. Mehr als 5000 Gefangene leben in dieser Gefängnisstadt, die eigentlich nur für 800 Insassen gebaut wurde. Die Aufseher bewachen nur das Aussengelände, innerhalb der Mauern sorgen die Disciplinas, eine Gruppe von Häftlingen, für Recht und Ordnung. Die Gefangenen verwalten sich selbst. Im Gefängnisblock PC 4 haben sie eine kleine Stadt erschaffen, in der es Restaurants, Geschäfte, Häuser und sogar Spielhallen gibt. Häftlinge wohnen dort mit ihren Frauen und Kindern inmitten von Mördern, Drogenhändlern und Vergewaltigern. 'Regiert' wird Block PC 4 von Leonidas, dem mächtigsten Insassen Palmasolas. Mit seiner Erlaubnis begibt sich Reporter Sebastian Perez Pezzani für fünf Tage in die Haftanstalt, um mit den Menschen zu sprechen, die dort gestrandet sind. Schwerstverbrecher, die von der Gesellschaft verstossen sind und vom bolivianischen Rechtssystem vergessen wurden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich in dieser Reihe an unwirkliche und gefährliche Orte in aller Welt.
Der Amazonas ist Handelsroute und Lebensader für Brasilien. Doch seit Jahren mehren sich Überfälle von Flusspiraten. Ihre bevorzugte Beute: leichtverkäufliches Benzin. Nach einem Überfall auf ein Frachtschiff nimmt eine kleine Spezialeinheit die Ermittlungen auf. Die Männer stehen im Ruf, unbestechlich und besonders hartnäckig zu sein. Mit ihrem schwimmenden Revier begeben sie sich auf die Suche nach dem gestohlenen Treibstoff. Sebastian Perez Pezzani geht an Bord und erlebt hautnah, wie die Polizisten von Ort zu Ort fahren, um den Piraten auf die Spur zu kommen. Der Journalist begleitet sie bei Befragungen in Dörfern entlang des Flusses, aber auch beim Versuch, den Kopf der Bande in seinem Versteck festzunehmen. Gemeinsam mit ihnen entdeckt er tief im undurchdringlichen Regenwald das Diebesgut. Da ein festgenommener Pirat geständig ist, kann schliesslich sogar der Hintermann ausfindig gemacht und die ganze Bande verhaftet werden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag durch Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.
Im Jahr 2016 befindet sich Venezuela im Ausnahmezustand. Sebastian Perez Pezzani und Didier Barral dokumentieren die schwere Energie- und Wirtschaftskrise, unter der die Bevölkerung leidet. Venezuela ist das Land mit dem grössten Ölvorkommen weltweit. Anfang der 2000er zählt es zu den reichsten Ländern der Welt. Doch weil es seine Wirtschaft nicht diversifiziert und der Ölpreis immer weiter sinkt, befindet es sich schon bald auf dem Weg in den Abgrund. Heute beherrscht Armut das Land. Nicht nur Lebensmittel sind knapp, sondern auch Medikamente. Die Bevölkerung hat ausserdem mit Bandenkriminalität und staatlicher Korruption zu kämpfen. Perez Pezzani und Barral wissen, dass sie sich mit ihren Recherchen auf gefährliches Terrain begeben. Doch sie ahnen nicht, dass ihre Aufnahmen sie sogar ins Gefängnis bringen werden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag von Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.
Miami im US-Bundesstaat Florida ist ein Paradies für PS-Junkies. In manchen Kreisen gehören Tunen, Posen und das Fahren schneller Autos und Motorräder zum Lifestyle der Stadt. In der nächtlichen Metropole holen sich vor allem junge Latinos bei illegalen Strassenrennen ihren Adrenalinkick. Für ältere Semester gibt es offizielle Rennen mit Sicherheitsregeln. Ihr Hobby lassen sich die Schrauber und Tuner oft mehrere Zehntausend Dollar kosten. Junge Afroamerikaner hingegen spielen beim Freeriding Katz und Maus mit der Polizei. In Pulks erobern sie die Strassen der Stadt und zeigen akrobatische Kunststücke. Positiver Nebeneffekt des riskanten Hobbys: Die Bandenkriminalität geht in South Florida spürbar zurück. Sebastian Perez Pezzani geht wie gewohnt hautnah auf Spurensuche. Er nimmt als Co-Pilot an legalen und illegalen Rennen teil, spricht mit Legenden der Strasse und packt selbst mit an, um einen Freerider vor der sicheren Festnahme durch die Polizei zu retten. Das heisse Pflaster Miami bringt auch den risikofreudigen Reporter an seine Grenzen. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich an die härtesten Orte der Welt und dokumentiert das Leid der Menschen, deren Alltag durch Armut, Elend und Kriminalität beherrscht wird.
In Floridas Küstenstadt treffen Rennsport, Bikertradition und spektakuläre Shows aufeinander: Sie ist regelmässig Schauplatz von Grossevents und teils skurrilen Wettkämpfen. Allein die Bike Week zieht jedes Frühjahr rund eine halbe Million Besucher an. Motorradfahrer und ihre Maschinen bestimmen dann das Stadtbild. Es wird ausgiebig gefeiert, und Motorradhändler machen gute Geschäfte. Doch nicht nur Bike-Fans kommen auf ihre Kosten. Am Strand von Daytona Beach findet der grösste nationale Wettbewerb für College-Cheerleading in den USA statt. Für viele der studentischen Athletinnen und Athleten bedeutet dieses Event mehr als nur eine weitere Meisterschaft: Es ist der Höhepunkt ihres Jahres, oft verbunden mit langer Vorbereitung und persönlichen Comebacks, zum Beispiel nach einer Verletzung. Denn die Choreografien sind ebenso waghalsig wie gefährlich. Die Sieger rennen traditionsgemäss direkt in den Atlantik – glücklich und völlig erschöpft. Weiter südlich von Daytona Beach erwartet das Publikum ein ganz anderes Spektakel: das legendäre 'Coleslaw Wrestling', auf Deutsch 'Krautsalat-Ringen' – seit Jahren absoluter Kult. Die Teilnehmerinnen steigen auf eine Fläche voller Krautsalat und Öl und liefern der johlenden Menge eine Mischung aus Wettkampf, Show und Spass. Der Gewinnerin winkt eine Geldprämie. Noch weiter draussen, im Vorort Spruce Creek, dreht sich alles ums Fliegen. In den Garagen des rund 5000 Einwohner zählenden Ortes stehen meist keine dicken Autos, sondern Privatflugzeuge. Und an der Tankstelle stauen sich Flieger wie andernorts Autos im Berufsverkehr. Statt Ampeln regeln Funkgeräte den Vortritt, alles organisiert von der Flieger-Community selbst. Extravaganz und Exzess: In Daytona Beach liegen sie nah beieinander.
Es ist ein Milliardengeschäft: Private Umerziehungseinrichtungen in den USA sollen vermeintlich schwierige Teenager auf die richtige Spur bringen – oft mit menschenunwürdigen Methoden. Leid statt Therapie: Die von Drogensucht, Lernschwächen oder gesundheitlichen Problemen geplagten Jugendlichen werden isoliert, bestraft und erniedrigt. Sie sind den fragwürdigen Erziehern praktisch ausgeliefert. Denn die Einrichtungen werden kaum kontrolliert. So wie in einem ehemaligen Internat im Staat New York nahe der kanadischen Grenze. Jahrelang wurden dort verhaltensauffällige Teenager unterrichtet. Heute ist es verlassen. Ein paar junge Leute, die dort umerzogen werden sollten, lassen sich von einem Kamerateam dorthin begleiten. Sie wollen zeigen, welches Leid sie dort erlebt haben. In den alten Verwaltungsräumen sind noch Tausende Akten und Aufzeichnungen zu finden: Stundenlange Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigen Kinder in Isolation oder in den Händen ihrer gewalttätigen Erzieher. In den USA gibt es geschätzt 8000 Einrichtungen wie diese. Zehntausende Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren sollen darin umerzogen werden. Ein lukratives Geschäft. Überforderte Eltern zahlen den privaten Camps der 'Troubled Teen Industry' bis zu Zehntausende Dollar. Im Gegenzug versprechen die Einrichtungen ein Programm, das angeblich viele Probleme pubertierender Teenager lösen soll: Schwierigkeiten in der Schule, Ängste, Depressionen, Sucht und sogar sexuelle Orientierung. Werbevideos zeigen Aktivitäten in der Natur. Die Realität sieht anders aus. Inzwischen treten Opfer vermehrt an die Öffentlichkeit und haben prominente Fürsprecherinnen wie Paris Hilton, die selbst für einige Monate in einer solchen Einrichtung war. Trotz zahlreicher Vorwürfe wegen Körperverletzung, Demütigung bis hin zu sexuellem Missbrauch werden die 'Troubled Teen Camps' von keiner Aufsichtsbehörde reguliert.
Aus den Showgirls am Spielfeldrand sind längst hoch professionelle Leistungssportlerinnen geworden. Das Training ist extrem hart. Doch am Ende winkt ein Pokal oder gar ein Uni-Stipendium. Dafür sind die jungen Cheerleader und ihre Familien bereit, ihre gesamte Freizeit, aber auch viel Geld zu investieren. Denn die Kosten für die Wettkämpfe und das Training müssen selbst bezahlt werden. Zudem herrscht dort oftmals ein rauer Umgang. Immer mehr ehemalige Cheerleader berichten von Diätterror, Erniedrigung und finanzieller Ausbeutung, andere von Sexismus, Belästigung und sogar von Missbrauch. Seit Beginn der #MeToo-Bewegung 2018 trauen sich jedoch auch mehr Cheerleaderinnen, mit ihren traumatischen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen und gegen grosse Sportinstitutionen und Vereine wie die NFL oder die Miami Dolphins vorzugehen. Trotz negativer Schlagzeilen boomt die Branche. Für viele Jugendliche aus der Unter- und Mittelschicht ist das der einzige Weg, um an einem renommierten College in den USA studieren zu können. Denn die erfolgreichsten Cheerleaderinnen und Cheerleader bekommen die Chance auf ein Stipendium. Jedes Jahr finden in Daytona Beach in Florida die Cheerleading-Meisterschaften statt – mit Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Cheerleading existiert in den USA seit mehr als 100 Jahren. Für rund zwei Drittel der Amerikaner gehört diese Tradition fest zu ihrem Besuch im Stadion dazu. Anfangs waren es Studenten, die ihre Teams anfeuerten. Frauen und die berühmten Pompons kamen erst Ende der 1940er-Jahre dazu – inklusive knapper Outfits. Doch auch dort tut sich etwas: In einigen Vereinen treten heute gemischte Cheerleader-Teams in Crop-Tops und Jogginghosen auf.
Autorennen, Süssigkeiten und krasse Shows. Die Volksfeste im XXL-Format sind bunt, wild und laut: Party für die Besucher, lukratives Geschäft für die Schausteller. Nervenkitzel inklusive. Für Brian Miser ist jeder Auftritt lebensgefährlich. Der 62-jährige Artist ist eine menschliche Kanonenkugel: Er lässt sich aus einer selbst gebauten Kanone schiessen. Bei seinen Shows muss jeder Handgriff sitzen. Denn sonst steht sein Leben auf dem Spiel. Der Lebensunterhalt ist hart verdient, doch für die meisten lohnt es sich: Die Stuntshow der Familie Miser bringt rund 4500 US-Dollar Gage pro Auftritt. Zu den Attraktion auf dem Jahrmarkt gehören auch Autorennen. Beim sogenannten Demolition Derby crashen die Fahrzeuge mit Absicht aufeinander. Es geht darum, die Autos oder Trucks der Konkurrenten so stark zu zerstören, dass sie nicht mehr fahren können. Das erklärte Ziel: bis zum Schluss als Letzter und Einziger mit einem fahrtüchtigen Fahrzeug unterwegs zu sein. Andere verdienen ihr Geld mit typischen Jahrmarktleckereien. Die Funnel Cakes, riesige frittierte Teigkringel, sind die Spezialität von Taylor's Doughboy. Seit drei Generationen verkauft die Familie die süssen Kalorienbomben. Schausteller in den USA sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Aber sie sind auch Geschäftsleute, die gut organisierte Familienunternehmen führen und so die Jahrmarktindustrie der Vereinigten Staaten am Laufen halten. Dafür nehmen sie die Strapazen des anstrengenden Lebens unterwegs auf sich. Denn zu den County Fairs oder Volksfesten müssen sie oft weite Strecken zurücklegen, wohnen in Campern und verbringen wenig Zeit zu Hause. Was wäre ein Jahrmarkt in den USA ohne eine Holzfällershow? Sie gehört für viele unbedingt zum Lebensgefühl dazu. Lee LeCaptain präsentiert seine Show im ganzen Land. Damit ist er reich geworden. Kernige Amerikaner in Holzfällerhemden hacken und sägen um die Wette. Mitmachen kann jeder und jede.
Las Vegas – die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas ist Sinnbild für den American Dream von Aufstieg und Erfolg. Ein staubiges Wüstennest wurde zur Welthauptstadt ikonischer Casinos. Von einer Oase mit natürlichen Quellen zu einer Eisenbahnstation, zum Gangsterparadies, zur 'Atomic City' und schliesslich zu einer Hotelmetropole. Ein Magnet für Zocker und Glücksritter, Abenteurer und Romantiker. Las Vegas entwickelte sich seit Gründung im Jahr 1905 zu einem globalen Entertainment-Zentrum, das Millionen anzieht und Milliarden bewegt. Wer die Stadt heute besucht, ist überwältigt von der schieren Grösse, Masse und Opulenz. Doch wofür steht Las Vegas – für grenzenlose Freiheit und Aufstiegschancen oder für die Kehrseite des amerikanischen Traums? Selbst eingefleischte Fans können diese Frage nicht eindeutig beantworten. In Las Vegas zeigt sich wie unter einem Brennglas der American Way of Life mit all seinen Extremen und Widersprüchen. 'Las Vegas und der amerikanische Traum' blickt hinter das Narrativ der glitzernden Zockermetropole in die weniger bekannten Kapitel der Stadt. Zu Wort kommen die Menschen, die die Stadt zu ihrer Heimat gemacht haben: Historiker, Journalisten, Sozialarbeiter, Obdachlose, Croupiers, Glücksspieler, Immobilienprofis, Artisten und Extremsportler. 'If you make it here, you'll make it anywhere.' Vielleicht gilt der berühmte Satz in seiner Abwandlung in Las Vegas noch mehr als in New York oder irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die 'heute-show' stellt die Welt der TV-Nachrichten auf den Kopf. Satirisch, witzig, bissig kommentiert Oliver Welke die aktuellen Fernsehbilder aus Politik und Nachrichtensendungen. Die 'heute-show' mit Anchorman und Team bietet in 30 Minuten gut gelauntes Politainment, unterhaltend und geistreich zugleich. Wahlkampfparolen werden seziert, hohle Phrasen entlarvt oder das Fachchinesisch unserer Volksvertreter humorvoll übersetzt. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache und Audiodeskription angeboten.
Chicago, Los Angeles, Minneapolis: Razzien gegen Einwanderer lösen in den USA Proteste aus. ICE-Beamte schiessen scharf. Reporter A.C. Thompson dokumentiert die umstrittenen Einsätze. Er spricht mit Betroffenen, die Opfer oder Zeugen der Gewalttaten durch Staatsbedienstete wurden. Welche Folgen hat das für sie? Experten analysieren anhand von Videomaterial die Einsatzabläufe. Auch der umstrittene Einsatzleiter Gregory Bovino kommt zu Wort. Gregory Bovino ist bis März 2026 als oberster Befehlshaber der Grenzschutzkräfte die prägende Figur der verschärften Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Seine Einheiten gehen in Städten wie Los Angeles, Chicago und Minneapolis mit unverhältnismässiger Härte gegen Demonstrierende vor. Auch Personen, die die Einsätze lediglich dokumentieren, geraten ins Visier. So berichtet der Kommunalpolitiker Juan Muñoz, wie er bei einer Kundgebung in der Nähe eines ICE-Zentrums zu Boden geworfen und verhaftet wird. Auch Aktivist Cole Sheridan wird festgenommen und wegen eines angeblichen Angriffs auf Bovino sogar angeklagt. Die Vorwürfe werden später fallengelassen, nachdem Videoaufnahmen das Gegenteil der behördlichen Darstellungen belegen. Die Reporter untersuchen die Taktiken der Behörden, den Einsatz von Gewaltmitteln sowie die strafrechtliche Verfolgung von Demonstrierenden. Tatsächlich werden zahlreiche Verfahren gegen Festgenommene später eingestellt oder haben vor Gericht keinen Bestand. Dennoch hinterlassen die Razzien und das unverhältnismässig harte Vorgehen der Heimatschutzbehörde und ihren Beamten Spuren bei den Betroffenen. Zwar haben die gewaltsamen Zusammenstösse nachgelassen, doch die Angst in der Bevölkerung bleibt.
Als Donald Trump am 20. Januar 2025 im Weissen Haus vereidigt wird, ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird. Trump und seine Gefolgsleute agieren im Fahrwasser des 'Project 2025': Das Strategiepapier der nationalkonservativen 'Heritage Foundation' hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weisse, rassistische, christlich geprägte Welt zum Ziel. An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten. Parallel setzt die Behörde DOGE zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als 'unnütz' gilt. Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt. Das System von 'Checks and Balances' wird auf allen Ebenen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen. Die Dokumentation von Gaston Sasa Koren und Dietrich Duppel zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der 'Agenda Trump' auf die Menschen in den USA: Der karitative 'Health Wagon' in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je. In den Everglades wird rund um das Abschiebegefängnis 'Alligator Alcatraz' keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert – wie Hunderttausende Staatsbedienstete – ihren Job. Der afroamerikanische Aktivist Elijah Miles erzieht Jugendliche in Baltimore zur Ordnung, der exzentrische Multimillionär Frederick McLendon engagiert sich in Florida für Obdachlose. Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.
Unter Donald Trump gerät die Demokratie in den USA zunehmend unter Druck. Aktivisten und Journalisten berichten, was es bedeutet, gegen einen der mächtigsten Männer der Welt aufzustehen. Es sind Menschen, die trotz Drohungen, Diffamierung und politischem Druck nicht schweigen wollen. Sie leisten Widerstand, dokumentieren Missstände und setzen sich für demokratische Werte ein, auch wenn sie dafür häufig einen hohen persönlichen Preis zahlen. Inzwischen sind Graswurzelbewegungen wie die Protestbewegung 'Movement 50501' entstanden. Menschen demonstrieren landesweit friedlich für Demokratie und Meinungsfreiheit. Eine von ihnen ist die New Yorkerin Hannah Stauss. Sie will den politischen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Sie hilft bei der Organisation von Demos und baut Netzwerke auf, um verzweifelten Bürgern eine Anlaufstelle bieten zu können, wenn Trump die Nationalgarde nach New York schickt. An der Columbia University wehren sich Lehrkräfte gegen die Einschränkungen, die ihnen aus Washington auferlegt werden. Die Dozentin Anya Schiffrin lässt es sich trotzdem nicht nehmen, in ihren Vorlesungen über Pressefreiheit aufzuklären. Mehrere Studierende, die bei Protesten 2024 Frieden im Gazastreifen gefordert oder einfach nur kritische Artikel in einer Studentenzeitung verfasst haben, werden unter Trump willkürlich und rechtswidrig verhaftet. Die Einwanderungsbehörde ICE interessiert es dabei offenbar nicht, ob sich jemand legal im Land aufhält oder nicht. Mit der Ermordung von Charlie Kirk im September 2025 verschärft sich die Rhetorik des Präsidenten und seiner Führungsriege noch weiter. So kostet ein Fernsehinterview, mit dessen Verlauf Präsident Trump nicht einverstanden ist, den Reporter Terry Moran letztendlich seinen Job. Der Politikjournalist sieht den geordneten Verlauf der Midterm-Wahlen 2026 gefährdet. Auch Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz hat Zweifel, dass die Wahlen nach den Ereignissen der letzten Monate frei und fair ablaufen werden.
An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der grossen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf 'obszöne' und 'rassistische' Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor 'Pornografie' und allem, was bei ihnen 'Unbehagen' oder 'Schuldgefühle' hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen 'Moms for Liberty' haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen – Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen -, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind – und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.
First Lady Melania Trump arbeitet seit mehr als 30 Jahren an ihrem Image. Das ehemalige Model weiss von klein auf, wo ihr Weg hingehen soll: nach ganz oben. Wer steckt hinter der Fassade dieser Melania Trump, die nur selten aus dem Schatten ihres mächtigen Mannes hinaustritt? Eine Geschichte, die weit weg vom Glamour des Weissen Hauses beginnt, erzählt von Insidern und engen Wegbegleitern. Autorin Minju Song folgt in zwei Teilen den Spuren der heutigen First Lady, beginnend als Melanija Knavs in einem kleinen Dorf in Osteuropa: Sevnica im ehemaligen Jugoslawien. Aus einfachen Verhältnissen stammend, träumt sie schon früh von Fashion und Laufsteg und verfolgt ihre Ziele mit eiserner Disziplin. Der Zusammenbruch Jugoslawiens Anfang der 1990er-Jahre öffnet ihr die Türen gen Westen und in die Modewelt, von der sie schon immer geträumt hat. Sie kommt in Mailand unter Vertrag, reist quer durch Europa zu Castings und Shootings. Mit 25 Jahren hat sie viel erreicht, aber sie ist noch nicht am Ziel: Sie will nun die New Yorker Laufstege erobern. Dass ihr Leben dabei einen ganz anderen Lauf nehmen wird, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
Sie ist die meistbeobachtete Frau der Welt, und doch weiss niemand wirklich, wer sie ist: First Lady Melania Trump. Was steckt hinter ihrer Fassade im Schatten des mächtigen Ehemannes? Aus einfachen Verhältnissen im ehemaligen Jugoslawien stammend, ist Melania Trumps Aufstieg bis ins Weisse Haus beispiellos. Wie viel Einfluss hat sie auf ihren omnipräsenten Ehemann, und welche Rolle spielt sie in seinem Schatten? New York, 1996. Das 25-jährige slowenisch-stämmige Model Melanija Knavs will die berühmtesten Laufstege der Welt erobern. Federico Pignatelli soll ihr dabei helfen: Er ist zu dieser Zeit Besitzer eines der grössten Fotostudios in New York. Und nicht nur das: Er ist auch ein enger Bekannter des erfolgreichen Geschäftsmannes Donald Trump. Im zweiten Teil der Doku-Serie erzählt Autorin Minju Song, wie aus dem ambitionierten Model aus Osteuropa schliesslich Amerikas First Lady Melania Trump wird. Insider und Wegbereiter erklären, warum sie sich in diese Rolle nur schwer einfindet und das Schweigen zu ihrem Markenzeichen wird. Ein Schweigen allerdings, das keineswegs unbeteiligt ist, sondern hinter dem sie ihre eigenen Fäden zieht: an der Seite ihres Ehemannes, als Mutter des Sohnes Barron, als Fürsprecherin für Themen, die ihr wichtig sind, und als Geschäftsfrau mit eigenem Memecoin und einem millionenschweren Kino-Dokumentarfilm Anfang 2026. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
Las Vegas – die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas ist Sinnbild für den American Dream von Aufstieg und Erfolg. Ein staubiges Wüstennest wurde zur Welthauptstadt ikonischer Casinos. Von einer Oase mit natürlichen Quellen zu einer Eisenbahnstation, zum Gangsterparadies, zur 'Atomic City' und schliesslich zu einer Hotelmetropole. Ein Magnet für Zocker und Glücksritter, Abenteurer und Romantiker. Las Vegas entwickelte sich seit Gründung im Jahr 1905 zu einem globalen Entertainment-Zentrum, das Millionen anzieht und Milliarden bewegt. Wer die Stadt heute besucht, ist überwältigt von der schieren Grösse, Masse und Opulenz. Doch wofür steht Las Vegas – für grenzenlose Freiheit und Aufstiegschancen oder für die Kehrseite des amerikanischen Traums? Selbst eingefleischte Fans können diese Frage nicht eindeutig beantworten. In Las Vegas zeigt sich wie unter einem Brennglas der American Way of Life mit all seinen Extremen und Widersprüchen. 'Las Vegas und der amerikanische Traum' blickt hinter das Narrativ der glitzernden Zockermetropole in die weniger bekannten Kapitel der Stadt. Zu Wort kommen die Menschen, die die Stadt zu ihrer Heimat gemacht haben: Historiker, Journalisten, Sozialarbeiter, Obdachlose, Croupiers, Glücksspieler, Immobilienprofis, Artisten und Extremsportler. 'If you make it here, you'll make it anywhere.' Vielleicht gilt der berühmte Satz in seiner Abwandlung in Las Vegas noch mehr als in New York oder irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Autorennen, Süssigkeiten und krasse Shows. Die Volksfeste im XXL-Format sind bunt, wild und laut: Party für die Besucher, lukratives Geschäft für die Schausteller. Nervenkitzel inklusive. Für Brian Miser ist jeder Auftritt lebensgefährlich. Der 62-jährige Artist ist eine menschliche Kanonenkugel: Er lässt sich aus einer selbst gebauten Kanone schiessen. Bei seinen Shows muss jeder Handgriff sitzen. Denn sonst steht sein Leben auf dem Spiel. Der Lebensunterhalt ist hart verdient, doch für die meisten lohnt es sich: Die Stuntshow der Familie Miser bringt rund 4500 US-Dollar Gage pro Auftritt. Zu den Attraktion auf dem Jahrmarkt gehören auch Autorennen. Beim sogenannten Demolition Derby crashen die Fahrzeuge mit Absicht aufeinander. Es geht darum, die Autos oder Trucks der Konkurrenten so stark zu zerstören, dass sie nicht mehr fahren können. Das erklärte Ziel: bis zum Schluss als Letzter und Einziger mit einem fahrtüchtigen Fahrzeug unterwegs zu sein. Andere verdienen ihr Geld mit typischen Jahrmarktleckereien. Die Funnel Cakes, riesige frittierte Teigkringel, sind die Spezialität von Taylor's Doughboy. Seit drei Generationen verkauft die Familie die süssen Kalorienbomben. Schausteller in den USA sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Aber sie sind auch Geschäftsleute, die gut organisierte Familienunternehmen führen und so die Jahrmarktindustrie der Vereinigten Staaten am Laufen halten. Dafür nehmen sie die Strapazen des anstrengenden Lebens unterwegs auf sich. Denn zu den County Fairs oder Volksfesten müssen sie oft weite Strecken zurücklegen, wohnen in Campern und verbringen wenig Zeit zu Hause. Was wäre ein Jahrmarkt in den USA ohne eine Holzfällershow? Sie gehört für viele unbedingt zum Lebensgefühl dazu. Lee LeCaptain präsentiert seine Show im ganzen Land. Damit ist er reich geworden. Kernige Amerikaner in Holzfällerhemden hacken und sägen um die Wette. Mitmachen kann jeder und jede.
In Floridas Küstenstadt treffen Rennsport, Bikertradition und spektakuläre Shows aufeinander: Sie ist regelmässig Schauplatz von Grossevents und teils skurrilen Wettkämpfen. Allein die Bike Week zieht jedes Frühjahr rund eine halbe Million Besucher an. Motorradfahrer und ihre Maschinen bestimmen dann das Stadtbild. Es wird ausgiebig gefeiert, und Motorradhändler machen gute Geschäfte. Doch nicht nur Bike-Fans kommen auf ihre Kosten. Am Strand von Daytona Beach findet der grösste nationale Wettbewerb für College-Cheerleading in den USA statt. Für viele der studentischen Athletinnen und Athleten bedeutet dieses Event mehr als nur eine weitere Meisterschaft: Es ist der Höhepunkt ihres Jahres, oft verbunden mit langer Vorbereitung und persönlichen Comebacks, zum Beispiel nach einer Verletzung. Denn die Choreografien sind ebenso waghalsig wie gefährlich. Die Sieger rennen traditionsgemäss direkt in den Atlantik – glücklich und völlig erschöpft. Weiter südlich von Daytona Beach erwartet das Publikum ein ganz anderes Spektakel: das legendäre 'Coleslaw Wrestling', auf Deutsch 'Krautsalat-Ringen' – seit Jahren absoluter Kult. Die Teilnehmerinnen steigen auf eine Fläche voller Krautsalat und Öl und liefern der johlenden Menge eine Mischung aus Wettkampf, Show und Spass. Der Gewinnerin winkt eine Geldprämie. Noch weiter draussen, im Vorort Spruce Creek, dreht sich alles ums Fliegen. In den Garagen des rund 5000 Einwohner zählenden Ortes stehen meist keine dicken Autos, sondern Privatflugzeuge. Und an der Tankstelle stauen sich Flieger wie andernorts Autos im Berufsverkehr. Statt Ampeln regeln Funkgeräte den Vortritt, alles organisiert von der Flieger-Community selbst. Extravaganz und Exzess: In Daytona Beach liegen sie nah beieinander.
Die USA – Land der unbegrenzten Möglichkeiten und grenzenlosen Exzesse. Für Millionen Amerikaner ist das Leben im XXL-Format Ausdruck für Freiheit und den American Way of Life. Grenzen überschreiten und damit provozieren – so leben sie ihren amerikanischen Traum. Das Streben nach Superlativen gehört für sie zum 'Pursuit of Happiness' – dem Streben nach Glück. Dazu zählt auch das in der US-Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz. Die Vorliebe vieler US-Amerikanerinnen und -Amerikaner spielt der Waffenlobby in die Karten: Die baut ihren Kundenkreis immer weiter aus. Die Hersteller können gemäss den Richtlinien von Meta und Instagram keine direkte Werbung auf den genannten Social-Media-Plattformen schalten. Deswegen bezahlen sie Influencer dafür, Pistolen, Gewehre und andere Schiesseisen in sozialen Medien anzupreisen. Einer der jüngsten Shootingstars ist die elfjährige Autumn Fry, die auf ihrem YouTube-Kanal Waffen testet. Wer selbst Waffen testen möchte, bucht sich auf einem der extremsten Schiessstände des Landes ein. Auf der 'Ox Ranch' in Texas können Besucher sogar Panzer fahren und mit Maschinengewehren und grosskalibrigen Waffen schiessen. Royce hat zu seinem 18. Geburtstag von seinen Eltern das Premiumpaket geschenkt bekommen. Für 13.000 US-Dollar darf er drei Stunden lang Krieg spielen. Essen extrem: Die 'Major League Eating' veranstaltet Wettessen wie Sportwettkämpfe. Das Paar Nick Wehry und Miki Sudo hat sich auf einem Wettbewerb für Hotdog-Essen kennen- und lieben gelernt. Heute vermarkten sie sich als 'The Hungry Couple' – das hungrige Paar. 2024 stellt Sudo einen neuen Weltrekord für Frauen auf: Sie verspeist 51 Hotdogs – und das in nur zehn Minuten. Regelmässig nehmen sie und ihr Partner an Wettbewerben im Rekordessen teil und verdienen damit durchschnittlich 15.000 US-Dollar pro Monat. Was die Ernährung betrifft, sprengen auch Durchschnittsamerikaner gerne Rekorde. Das geht im Restaurant 'The Big Texan Steak Ranch'. Jeder Gast darf dort unangemeldet zur Steak Challenge antreten. Schafft er es, ein Zwei-Kilo-Steak mit Beilagen in einer Stunde zu essen, übernimmt der Wirt die Rechnung. Die '72-ounce Steak Challenge' kann jeder live im Internet verfolgen. Auch in Sachen Umwelt geben die USA Vollgas. Die sogenannten Coal Rollers sind selbst ernannte Anti-Umweltaktivisten. Sie bauen Pick-ups so um, dass sie möglichst viel Auspuffgase in die Luft blasen. Die Dreckschleudern werden so zu einem politischen Statement. Vorbild ist die Dokusoap 'Diesel Brothers', in der zwei Schrauber alte Trucks aufmotzen und damit Stunts fahren. Die USA zählen bereits zu den weltweit grössten CO2-Emittenten – Experten prophezeien, dass die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump noch schlechter fürs Klima werden könnte, nicht nur für das politische. Denn auch Trump steht nicht unbedingt für Mässigung und trifft damit den Nerv vieler US-Wählerinnen und -Wähler. 'USA extrem: Freiheit und Lifestyle in XXL' ist ein Streifzug durch das amerikanische Alltagsleben im XXL-Format.
Heim, Herd und Kinder: Als Tradwives propagieren Influencerinnen und Konservative in den USA ihr traditionelles Rollenbild. Frauen sollen sich als Hausfrau um die Kinder kümmern. Den Haushalt schmeissen und dabei blendend aussehen, damit Mann und Familie glücklich sind. Influencer wie die achtfache Mutter Hannah Neeleman werden für diesen Lifestyle auf Social Media gefeiert. Ein Trend, der Trumps Hardlinern in die Karten spielt. Auch Influencerin Solie White, Hausfrau und Mutter dreier Söhne, lebt das Leben einer Tradwife, einer traditionellen Ehefrau. Ihr Ehemann entscheidet und verdient das Geld – sie fügt sich und kümmert sich um seine Bedürfnisse. Dieses christlich-konservative Familienmodell präsentiert sie auf Instagram und TikTok. Sie gibt Tipps für ein gutes Eheleben und rät anderen Frauen dazu, ihre Pflichten als Ehefrau ernst zu nehmen. Auf ihrem Instagram-Kanal sind Posts wie diese zu finden: 'Ehemann – ist eine Rolle mit Autorität. Wie ein Chef oder ein Präsident. Darum müssen sie respektiert werden. Nicht, weil sie es verdient hätten, sondern weil sie die Anführer sind.' Mit dieser Einstellung ist Solie White nicht allein. Auf Grossveranstaltungen, die sich speziell an junge Frauen richten, werben Konservative für diesen Lebensstil. Die Rednerinnen und Redner ermutigen die Ehefrauen in spe, gute Hausfrauen zu werden und viele Kinder zu bekommen. Kritiker beäugen die Tradwife-Bewegung in Amerika als Teil eines Kulturkampfes, der sich gegen den Feminismus, Frauenrechte und moderne Rollenbilder richtet. Dort finden sich auch viele, die die politische Linie von Donald Trump unterstützen und ihm bei der letzten Präsidentschaftswahl ihre Stimme gegeben haben.
Ku-Klux-Klan – dieser Name steht in den USA seit 1865 für Rassismus, Hass und Terror. Sein Ziel: die weisse Vorherrschaft zu sichern und politische Gegner zu vernichten – mit allen Mitteln. In der Zeit seiner Gründung richtet sich die mörderische Gewalt des Ku-Klux-Klan ausschliesslich gegen Afroamerikaner, später auch gegen Einwanderer jedweder Herkunft. Heute kämpfen seine Mitglieder gegen Bürgerrechtler und unterstützen offen die Politik von Trump. Unter der Leitung des 'Grossen Hexenmeisters' Nathan Bedford Forrest ermordet der Ku-Klux-Klan in den 1860er-Jahren Tausende Afroamerikaner. Daraufhin wird der Klan 1871 zunächst verboten. 1915 kommt mit 'Die Geburt einer Nation' ein Film in die Kinos, der die Taten des Ku-Klux-Klan verharmlost und verherrlicht und zu einer Neugründung führt. Um 1925 gehören rund vier Millionen Amerikaner dem Klan an, der sich nun auf die Fahnen schreibt, alles 'Unamerikanische' vernichten zu wollen, schon bald aber an der Doppelmoral seiner Anführer scheitert. Mit der Bürgerrechtsbewegung in den 1950er-Jahren erlebt der Ku-Klux-Klan einen neuen Aufschwung, dank reaktionärer Südstaatler, die die Rassentrennung unbedingt erhalten wollen und beim Kampf gegen die Integration von Afroamerikanern nicht vor Mord zurückschrecken. Im Süden der USA finden sich bis heute die meisten Anhänger, und immer wieder gehen Verbrechen an Andersdenkenden auf ihr Konto.
Die Dokumentation rekonstruiert die letzten Wochen vor Gaddafis Sturz und Tod auf dem Parkett der internationalen Politik. Ehemalige Botschafter, Berater und hochrangige Politiker kommen zu Wort und belegen mit ihren Aussagen, dass der NATO-Militärschlag gegen Libyen mit teils falschen Propaganda-Informationen begründet wurde. Ziel war es, das Regime zu stürzen und nicht vornehmlich den UN-Auftrag 'Schutz der Zivilbevölkerung vor dem Diktator' auszuführen.
Alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen dagegen – und trotzdem: Der Glaube an die Astrologie ist seit Jahrtausenden ungebrochen. Haben die Sterne doch Macht über uns? Der Glaube an die Kraft der Sterne wurde bereits vor über 3000 Jahren von den Babyloniern formuliert. Ihr Leitsatz 'Wie im Himmel, so auch auf der Erde' gilt in der Astrologie noch heute. Könnten Ereignisse im Kosmos wirklich auf der Erde von Bedeutung sein? Für die einen ist Astrologie einfach Humbug, andere glauben an eine Verbindung zwischen Himmel und Erde. Wenn der Mond die Meere bewegt, könnten nicht auch andere Himmelskörper einen Einfluss auf uns haben? Die Babylonier erstellten noch keine persönlichen Horoskope, sondern versuchten, aus den Konstellationen am Himmel das bevorstehende Schicksal ihres Staates herauszulesen. Diese himmlischen Muster waren für die babylonischen Astronomen die Zeichen der Götter. Persönliche Horoskope wurden zum ersten Mal im alten Rom erstellt. Astrologie war im Alltag angekommen. Römer, die sich die teuren Horoskope leisten konnten, besuchten Ärzte und sogar Friseure nur dann, wenn die Sterne günstig standen. Auch in China fragen die Menschen seit jeher die Sterne um Rat. Im Gegensatz zu westlichen Horoskopen steht für Chinesen allerdings nicht jeder Monat in einem anderen Zeichen, sondern jedes Jahr. Alle zwölf Jahre wiederholt sich der chinesische Tierkreis-Zyklus, weil sich das Horoskop an der zwölf Jahre währenden Umlaufbahn des Jupiters um die Sonne orientiert. Viele Chinesen richten private Ereignisse genauso wie finanzielle Entscheidungen und Firmengründungen nach dem astrologisch günstigen Zeitpunkt aus. Das Besondere: Anders als in der westlichen Welt gehört die Astrologie in China bis heute ganz offen zum Alltag. In Europa wurde die Astrologie erst zur Streitfrage, als sich das Christentum durchgesetzt hatte. Sie stand im Widerspruch zum Glauben an nur einen allumfassenden Gott. Eigentlich wollte die Kirche nichts mit der Sternendeutung zu tun haben, aber selbst unter den grossen Theologen herrschte keine Einigkeit, wie mit der vermeintlichen Macht der Sterne umzugehen sei. Im 16. Jahrhundert stand die Kirche vor einer Erneuerung ihrer Glaubenssätze, der Reformation. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Bewegung, Martin Luther, lehnte die 'Sternenkücker', wie er die Astrologen verächtlich nannte, ab. Aber ausgerechnet Luthers engster Mitstreiter, Philipp Melanchthon, war ein bekennender Astrologie-Anhänger. Der renommierte Theologe lehrte das Fach Astrologie sogar an der Universität von Wittenberg. Sein Glaube an die Macht der Sterne ging so weit, dass er das Geburtshoroskop Luthers fälschte, um ihn in einem günstigen Licht darzustellen. Denn Luthers tatsächliches Horoskop zeichnete das Bild eines griesgrämigen Stubenhockers, das nicht zu der schillernden Galionsfigur der Reformation passte. Astrologie blieb auch nach der Reformation populär, selbst unter anerkannten Wissenschaftlern. Auch der geniale Astronom und Mathematiker Johannes Kepler erstellte im 17. Jahrhundert Auftragshoroskope. Der grosse Feldherr Wallenstein liess sich regelmässig von Kepler die Zukunft aus den Sternen lesen. War das Horoskop nicht günstig, so reklamierte er. Gleichzeitig wollte Kepler die Astrologie auf ein wissenschaftliches Fundament stellen – vergeblich. Doch in den persönlichen Auftragshoroskopen erkannte Kepler eine Komponente, die bis heute wirksam ist: Psychologie. Der Astrophysiker Harald Lesch stellt die Thesen der Astrologen auf den wissenschaftlichen Prüfstand und macht sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Astrologie. Von einer Astrologin lässt er sich sein persönliches Horoskop erklären und erfährt dabei viel über sich selbst und die Macht der Astrologie.
Cast
Harald Lesch, Gert Heidenreich
Regia
Andreas Sawall
Critica
In der Sendereihe 'Terra X' wird ein breites Themenspektrum behandelt. Die Dokumentationen und Doku-Reihen beschäftigen sich mit Geschichte, Wissenschaft, Natur und Archäologie.
Immer mehr Technik nimmt von unserem Alltag Besitz. Viele fühlen sich von der Entwicklung abgehängt. Was muss Bildung leisten, damit wir mit technischen Errungenschaften Schritt halten? Ob Glühbirne oder Smartphone, die Masse der von Menschen erzeugten Gegenstände übersteigt heute erstmals die der Lebewesen auf Erden. Harald Lesch zeigt, wie es gelingt, technische Entwicklungen so zu nutzen, dass wir von ihnen profitieren und nicht überrollt werden. Unser Leben ist ohne Technik nicht denkbar – und doch macht sie vielen Angst. Mit Technik schaffen wir uns gewaltige Möglichkeiten, aber auch mehr und mehr Abhängigkeiten. Heute sind wir von Dingen umgeben, von denen wir nicht wissen, wie sie funktionieren, wie sie aufgebaut sind und was in ihnen steckt. Und doch haben wir uns mit ihrer Hilfe neue Möglichkeiten erschlossen, um unsere Welt zu erkunden und zu gestalten. Harald Lesch führt uns zu den Pionierleistungen bei der Erforschung der Tiefsee und den aktuellen Herausforderungen bei der Erkundung des Weltalls. Dank technischer Errungenschaften lassen sich die Grenzen der bekannten Welt immer weiter hinausschieben. Wissenschaft und Technik verändern unser Bild von der Welt. Und: So wie die Welt sich ändert, ändern sich auch die Anforderungen an Wissenschaft und Technik. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, wie es Persönlichkeiten – beispielsweise Alexander von Humboldt – gelang, Technik so zu nutzen, dass Wissenschaft und Gesellschaft davon profitierten und neue Erkenntnisse möglich wurden. Wie gestalten wir Technik, damit sie uns auch künftig als Werkzeug dient und hilft, die Grenzen unseres Wissens zu erweitern? Und welches Wissen ist erforderlich, damit neue Technik nicht zu Überforderung führt? Zu schnell, zu kompliziert, zu übermächtig – so werden neue technische Entwicklungen oft wahrgenommen. Harald Lesch geht der Frage nach, ob wir nicht irgendwann an eine Grenze stossen, die uns zwangsläufig vor unseren eigenen Entwicklungen kapitulieren lässt. In Sachen Geschwindigkeit und Genauigkeit können wir mit der Leistung von Maschinen schon längst nicht mehr mithalten. In dieser Konkurrenz sind wir, ist unser Gehirn längst abgehängt. Doch wir verfügen über Qualitäten, die von keiner Maschine, keinem Computer erreicht werden: Flexibilität, Kreativität und Lernfähigkeit. Harald Lesch geht der Frage nach: Was muss ich tun, was muss ich wissen, welche Bildung brauche ich, um die Technik als das Werkzeug zu begreifen, das uns dient und uns nicht beherrscht? Schliesslich ist für ihn klar: Computer lösen keine Probleme, sie haben keine!
Cast
Harald Lesch
Regia
Juri Köster
Critica
In der Sendereihe 'Terra X' wird ein breites Themenspektrum behandelt. Die Dokumentationen und Doku-Reihen beschäftigen sich mit Geschichte, Wissenschaft, Natur und Archäologie.
Unter Milliarden von Sternen hat einer für uns besondere Bedeutung: Die Sonne bestimmt das Schicksal der Erde. Doch kosmische Mächte nehmen Einfluss auf unseren Glücksstern – und auch auf uns. Immer wieder gerät die Sonne in Wallung. Dann drohen gewaltige Stürme geladener Teilchen, die unserer modernen Welt erheblichen Schaden zufügen. Niemand weiss genau, was die Sonne aufbrausen lässt. Eine Theorie gibt bestimmten Planetenkonstellationen eine Mitschuld. Polarlichter sind ein beeindruckendes Schauspiel an den Polen der Erde. Wenn sie, wie im Jahr 1859, allerdings in New York oder Havanna zu sehen sind, dann ist irgendetwas Aussergewöhnliches geschehen. Kurzschlüsse durchzuckten damals Telegrafendrähte und lösten zahlreiche Brände in den USA und Europa aus – und das in einer Zeit, als der Telegraf gerade 15 Jahre alt war. Ein Stromnetz gab es praktisch noch nicht. In einer gigantischen Eruption hatte die Sonne geladene Teilchen mit einer Geschwindigkeit von 1000 Kilometern pro Sekunde Richtung Erde geschleudert. Dieser Sonnensturm war so heftig, dass die Teilchen das irdische Magnetfeld durchdrangen. Heute hätte ein Sonnensturm dieser Stärke katastrophale Konsequenzen für unsere stromabhängige und zunehmend vernetzte Welt. Schützen können wir uns nur, indem wir lernen, Sonnenstürme vorauszusehen, und herausfinden, wie es zu den Eruptionen kommt. Vor 150 Jahren ist der Schweizer Astronom Johann Wolf einer der Ersten, der einen Rhythmus der Sonnenaktivität erkennt. Wolf lebt für die Forschung. Im brandneuen Refraktor der Sternwarte Zürich verbringt er endlos viele Stunden. Denn ein Phänomen lässt ihn nicht los: Die dunklen Stellen auf der Sonnenoberfläche, die sogenannten Sonnenflecken, scheinen sich in einem Elf-Jahres-Zyklus zu vermehren und wieder zu verschwinden. Immer, wenn es viele Sonnenflecken gibt, ist die Sonne besonders aktiv. Dieser auffällig gleichmässige Rhythmus kann kein Zufall sein, und Wolf glaubt, die Antwort gefunden zu haben: Jupiter muss die treibende Kraft hinter der schwankenden Sonnenaktivität und den Sonnenflecken sein. Der grösste Planet unseres Sonnensystems umkreist unser Zentralgestirn in 11,9 Jahren. Wolfs These: So, wie der Mond die Gezeiten auf der Erde verursacht, erzeugt Jupiter Gezeitenkräfte, die an der Oberfläche der Sonne zerren. Damals wurde Wolf für seine Ideen belächelt, denn sie klangen wenig wissenschaftlich und zu sehr nach Astrologie. Heute sieht das anders aus: Durch die Analyse von Eisbohrkernen aus Grönland haben Forscher neben dem Elf-Jahres-Zyklus weitere Zyklen entdeckt, in denen die Sonnenaktivität noch wesentlich deutlicher schwankt. Das Überraschende: Die neu entdeckten Zyklen passen genau zu bestimmten Konstellationen der Planeten. Nicht Jupiter allein, alle Planeten gemeinsam wirken auf die Sonne. Unser 'Guter Stern' wird dadurch angeregt, Strahlungsblitze mit der Kraft von einer Milliarde Wasserstoffbomben freizusetzen. Verhindern lässt sich das nicht. Kann es eine verlässliche Vorhersage geben? Es ist die schier unendliche Kraft der Sonne, die Leben erst möglich macht. Doch diese Kraft kann auch zur Bedrohung werden. Harald Lesch zeigt die himmlischen Kräfte, die unser Schicksal auf der Erde mehr bestimmen, als uns lieb ist.
Regia
Andreas Sawall
Sceneggiatura
Andreas Sawall
Critica
In der Sendereihe 'Terra X' wird ein breites Themenspektrum behandelt. Die Dokumentationen und Doku-Reihen beschäftigen sich mit Geschichte, Wissenschaft, Natur und Archäologie.
Die Flut an Informationen wird immer grösser. Die neuen Medien drohen uns zu überfordern. Was muss man heute wirklich wissen? Harald Lesch findet einen Weg durch das Labyrinth des Wissens. Früher fand das Wissen der Welt Platz in einem Bücherregal. Heute umfasst das Internet Milliarden Webseiten, jährlich wächst die Datenmenge schneller. Die Lösung der grossen Fragen von Gegenwart und Zukunft findet sich aber nicht in Milliarden von Google-Links. Die Welt verändert sich schneller, als wir dem Neuen folgen können. Verbunden mit dem Gefühl der Überforderung macht sich die Sorge breit, den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen zu sein. Doch das Problem ist nicht neu. Zu allen Zeiten gab es Entwicklungen, die die Menschen überforderten. Ein Blick in die Vergangenheit kann daher aufschlussreich sein: Wie gelang es früher Menschen, mit umwälzenden Neuerungen umzugehen? Und wie konnte man sich durch neues Wissen und neue Weltsichten für die Zukunft wappnen? Es gibt Strategien und Fähigkeiten, die dabei helfen, sich im Labyrinth von neuem Wissen nicht zu verirren und sich nicht verunsichern zu lassen. Am Beispiel dreier Persönlichkeiten der Vergangenheit – Nikolaus Kopernikus, Charles Darwin und Sigmund Freud – macht Harald Lesch deutlich, worauf es in Phasen grosser Umbrüche ankommt: vor allem auf den inneren, individuellen Kompass. Bildung ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Damit ist nicht die pure Ansammlung von Wissen gemeint. Es geht um Fähigkeiten wie Mut, Neugierde und Kreativität, um sich in einer ständig wandelnden Umgebung zu orientieren und neue Herausforderungen zu bestehen. Bildung heisst daher insbesondere auch, diese Fähigkeiten zu schulen. In 'Terra X – Faszination Universum' zeigt Harald Lesch, wie erhellend der Blick in die Vergangenheit ist, wenn es darum geht, sich den grosse Fragen der Gegenwart zu stellen. Welches Wissen, welche Bildung brauchen wir, um in der Informationsflut die Orientierung nicht zu verlieren und Fakt von Fake zu unterscheiden? Welche Voraussetzungen brauchen wir, um bei wichtigen Zukunftsfragen – wie etwa der Anwendung von Gentechnik – mitreden zu können? Harald Lesch macht deutlich: Der Zugang zu der unüberschaubaren Menge an Informationen ist dafür nicht unbedingt der entscheidende Faktor.
Cast
Harald Lesch
Regia
Juri Köster
Critica
In der Sendereihe 'Terra X' wird ein breites Themenspektrum behandelt. Die Dokumentationen und Doku-Reihen beschäftigen sich mit Geschichte, Wissenschaft, Natur und Archäologie.
In der Dunkelheit des Universums lauern Schwarze Löcher. Es sind unsichtbare Orte, an denen die Schwerkraft so stark ist, dass nichts entkommen kann und sich sogar Raum und Zeit verformen. In der Milchstrasse wimmelt es von Hunderten von Millionen Schwarzer Löcher. Sie kreisen zwischen den Sternen. Und im Zentrum unserer Galaxie liegt ein Riese, ein supermassereiches Schwarzes Loch, Millionen Mal schwerer als seine kleineren Verwandten: Sagittarius A*. Die Herausforderung, Objekte zu studieren, die man nicht sehen kann, ist immens. Erst allmählich fangen wir an, diese zu verstehen. Von ihrer Geburt im Todeskampf riesiger Sterne an beeinflussen sie die Welt um sie herum. Sie ernähren sich von nahe gelegenen Gasen und Sternen und werden durch Verschmelzungen noch massereicher und mächtiger. Einige von ihnen sind in der Lage, energiereiche Jets zu erzeugen, die stark genug sind, die Galaxie um sie herum zu formen. Sie zeigen uns, dass Konzepte wie Raum und Zeit, auf denen unsere Realität basiert, nicht so grundlegend sind, wie wir dachten. Über uns spielen sich epische Dramen ab: fremdartige Planeten, versteinerte Sterne, Schwarze Löcher, schwerer als Millionen Sonnen. Die Wissenschaft enthüllt Orte jenseits unserer Vorstellung. Einst hielten wir unsere Erde für einzigartig, inzwischen haben wir Tausende von fremden Planeten entdeckt. Und das ist nur ein Bruchteil der Welten, die da draussen existieren. Es gibt mehr Sterne im Universum als Sandkörner auf jedem Planeten des Sonnensystems. Inmitten all dieser Weite sind die Milchstrasse, unsere Sonne und die Erde die Heimat des einzigen bisher bekannten Lebens im Universum. In fünf Folgen entführt die Serie in die Weiten des Weltalls. Sie zeigt Momente, die das Universum geprägt haben. Vom Urknall, mit dem alles begann, über die Geburt von Sternen bis zu dem Chaos, das entsteht, wenn eine andere Galaxie mit unserer Milchstrasse kollidiert.
Ripetizione
W
Cast
Kimberly Arcand, Urmila Chadayammuri, David Kaiser, Grant Tremblay
Die grosse Frage: Sind wir allein im Universum, oder gibt es irgendwo anders Leben? Unsere Teleskope durchkämmen das All. Entdecken bizarre Welten. Werden wir jemals eine zweite Erde finden? In den letzten 50 Jahren sind unsere Raumsonden zu jedem Planeten des Sonnensystems vorgedrungen. Beweise für ausserirdisches Leben gibt es keine. Die Erkundung geht weiter. Neue Missionen erforschen nun Exoplaneten, die ausserhalb unseres Sonnensystems liegen. Hunderte Milliarden Planeten – jeder hat das Potenzial, unser Verständnis von der Entstehung der Erde zu revolutionieren. Darunter Gesteinsplaneten mit dem richtigen Abstand zu ihrem Stern, um die wichtigste Zutat für Leben zu besitzen: flüssiges Wasser. Aber selbst diese felsigen Planeten bieten keine Sicherheit. In der Milchstrasse gibt es Welten, die von Zwillingssonnen verbrannt wurden oder von ihren Muttersternen ausgestossen wurden und allein durch die Finsternis des Weltraums ziehen. Die Botschaften, die wir in den Kosmos geschickt haben, bleiben vorerst unbeantwortet. Die Teleskope, mit denen wir nach ausserirdischen Signalen suchen, zeigen nichts an. Die Erde ist die einzige belebte Welt, die wir kennen. Ob sie der einzige Planet ist, der intelligentes Leben beherbergt oder nicht, eines ist sicher: Die Antwort auf die Frage 'Sind wir allein?' wird alles verändern. Über uns spielen sich epische Dramen ab: fremdartige Planeten, versteinerte Sterne, Schwarze Löcher, schwerer als Millionen Sonnen. Die Wissenschaft enthüllt Orte jenseits unserer Vorstellung. Einst hielten wir unsere Erde für einzigartig, inzwischen haben wir Tausende von fremden Planeten entdeckt. Und das ist nur ein Bruchteil der Welten, die da draussen existieren. Es gibt mehr Sterne im Universum als Sandkörner auf jedem Planeten des Sonnensystems. Inmitten all dieser Weite sind die Milchstrasse, unsere Sonne und die Erde die Heimat des einzigen bisher bekannten Lebens im Universum. In fünf Folgen entführt die Serie in die Weiten des Weltalls. Sie zeigt Momente, die das Universum geprägt haben. Vom Urknall, mit dem alles begann, über die Geburt von Sternen bis zu dem Chaos, das entsteht, wenn eine andere Galaxie mit unserer Milchstrasse kollidiert.
Von unserem kleinen Planeten aus machen wir uns auf, das Universum zu erforschen. Auf der Suche nach Antworten auf grosse Menschheitsfragen: Wie fing alles an? Gab es etwas vor dem Urknall? Hochmoderne wissenschaftliche Missionen führen zurück an den Anfang: 13,8 Milliarden Jahre in die Vergangenheit, zum Ursprung des Universums. Weltraumteleskope wie Hubble und Planck helfen, den Moment des Urknalls zu bestimmen und die Geschichte des Kosmos zu erzählen. Jahrzehntelang war der Moment, in dem das Universum begann, lediglich Gegenstand wilder Theorien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, diese Theorien zu überprüfen. Es gelang zu zeigen, wie der Urknall aussah, wie genau unser Universum begann. Dank der detailreichen Bilder der Weltraumteleskope wissen wir heute, dass der Urknall vielleicht gar nicht der Anfang war. Es gab eine Zeit vor dem Urknall. Im Bruchteil einer Sekunde vor dem Urknall wurde die Grundlage für unser Universum, für uns, gelegt. Über uns spielen sich epische Dramen ab: fremdartige Planeten, versteinerte Sterne, Schwarze Löcher, schwerer als Millionen Sonnen. Die Wissenschaft enthüllt Orte jenseits unserer Vorstellung. Einst hielten wir unsere Erde für einzigartig, inzwischen haben wir Tausende von fremden Planeten entdeckt. Und das ist nur ein Bruchteil der Welten, die da draussen existieren. Es gibt mehr Sterne im Universum als Sandkörner auf jedem Planeten des Sonnensystems. Inmitten all dieser Weite sind die Milchstrasse, unsere Sonne und die Erde die Heimat des einzigen bisher bekannten Lebens im Universum. In fünf Folgen entführt die Serie in die Weiten des Weltalls. Sie zeigt Momente, die das Universum geprägt haben. Vom Urknall, mit dem alles begann, über die Geburt von Sternen bis zu dem Chaos, das entsteht, wenn eine andere Galaxie mit unserer Milchstrasse kollidiert.
Ripetizione
W
Cast
Kimberly Arcand, Larry Gladney, Carole Haswell, David Kaiser, Charlotte Mason, Nial Tanvir, Urmila Chadayammuri
Der Urknall gilt lange als Beginn von Raum, Materie und Zeit aus dem absoluten Nichts. Neuere Forschungen stellen diese Theorie nun infrage: Was war vor dem sogenannten Big Bang? Entstand die Zeitrechnung mit dem Urknall? Oder hat die Zeit bereits davor existiert? Forschende kommen beim Versuch, den Beginn des Universums zu erklären, an die Grenzen der uns bekannten Physik und in die Welt der Quantentheorie. Die Quantentheorie ist die theoretische Grundlage, die die Natur und das Verhalten von Energie und Materie auf subatomarer Ebene erklärt. Sie könnte die Antwort auf die sehr seltsamen Bedingungen sein, unter denen unser Universum – scheinbar aus dem Nichts – entstanden ist. Denn in der mysteriösen Welt der Quanten können Dinge auf uns unerklärliche Weise einfach in die Existenz hinein- und aus ihr herausspringen. Ist das Weltall unendlich? Welche Naturgesetze beherrschen unser Universum? Die ZDFinfo-Doku-Reihe stellt die grossen Fragen der Menschheit und will Licht ins Dunkel der Geheimnisse des Kosmos bringen.
Uns Menschen ist die Welt vertraut, die wir sehen können, vom riesigen Gebirge bis zum winzigen Staubkorn. Doch jenseits dieser Skala geht es noch sehr viel weiter – im Grossen wie im Kleinen. Lange hielten wir Atome für die kleinste Einheit der Dinge, doch dann fand die Forschung noch viel kleinere Teilchen. Viele Forschende gehen mittlerweile davon aus, dass das unendlich Kleine ebenso existiert wie das unendlich Grosse. Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben Forschende immer leistungsfähigere Teleskope und Mikroskope gebaut, um in bisher ungesehene Welten zu blicken. Wir können mittlerweile viele Dinge beobachten, von den kleinsten Bakterien bis hin zu riesigen Galaxien. Mit dem 'Large Hadron Collider' am CERN dringen wir jetzt noch tiefer in die kleinsten Bereiche ein. Aber das ist erst der Anfang unseres Verständnisses. Im unendlich Grossen wie im unendlich Kleinen beobachtet die Wissenschaft paradoxe Phänomene, die sich zwar teils durch die Quantenphysik berechnen lassen, die wir aber noch nicht schlüssig erklären können. Ist das Weltall unendlich? Welche Naturgesetze beherrschen unser Universum? Die ZDFinfo-Doku-Reihe stellt die grossen Fragen der Menschheit und will Licht ins Dunkel der Geheimnisse des Kosmos bringen.
Wie ist unser Planet entstanden, unsere Galaxie, unser Universum? Welchen Gesetzen folgen die Sterne? Ist das Weltall unendlich? Diese Fragen geben Forschenden in aller Welt Rätsel auf. Und wenn es Unendlichkeit gibt – könnte dann alles, was passiert, unendlich häufig geschehen? Forschende aus vielen Ländern diskutieren über die Idee der 'Unendlichkeit' – ein Konzept, das sich zwar berechnen, aber nicht beobachten lässt. Ebenso wenig wie die mysteriösen Phänomene: Dunkle Energie und Dunkle Materie, die den weitaus grössten Teil des Universums ausfüllen. Gemäss der Allgemeinen Relativitätstheorie entstand unser Universum vor 13,8 Milliarden Jahren aus dem Nichts. Mittlerweile wird in der Physik eine neue Theorie diskutiert: die Viel-Welten-Theorie oder auch Theorie eines Multiversums genannt. Der zufolge wäre unser Universum nur eines von vielen unendlichen Universen, die voneinander getrennt existieren und sehr unterschiedliche Eigenschaften oder Dimensionen haben. Gemäss dieser Theorie könnte es unendlich viele Kopien der Erde geben – und sogar von uns selbst. Ist das Weltall unendlich? Welche Naturgesetze beherrschen unser Universum? Die ZDFinfo-Doku-Reihe stellt die grossen Fragen der Menschheit und will Licht ins Dunkel der Geheimnisse des Kosmos bringen.
Rasend schnell und unkontrolliert: Millionen von Schrottteilen kreisen im Orbit. Kollisionen sind nahezu unvermeidlich. Das birgt Gefahren – im Weltraum und auch auf der Erde. Stösst Weltraummüll mit Satelliten zusammen, können Kommunikationswege, Luft- und Seeverkehr zum Erliegen kommen. Mit jedem Satelliten wächst das Kollisionsrisiko. Auch herabfallender Schrott kann für Mensch und Tier zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Bei der französischen Raumfahrtagentur CNES befindet sich eines der wichtigsten Zentren für die Überwachung des Weltraums. Experten ermitteln die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen sämtlicher Satelliten und informieren die Betreiber, wenn Gefahr droht. Die Satelliten können dann umgelenkt werden. Das Problem: Die Umlenkung verkürzt ihre Lebensdauer. Dennoch wird in den nächsten Jahren eine neue Flotte von bis zu 100.000 Satelliten erwartet. Der Verkehr im All steigt, und das Risiko von Kollisionen mit Weltraumschrott wird immer grösser. Nicht nur die Raumfahrt ist gefährdet: Trümmerobjekte in weniger als 500 Kilometern Höhe fallen innerhalb weniger als 25 Jahren auf die Erde zurück. Die meisten verglühen dabei – aber nicht alle. Bislang kamen dabei keine Menschen ums Leben, aber durch die wachsenden Aktivitäten im Weltraum dürfte es nur eine Frage der Zeit sein. Die Zahl der Trümmer steigt exponentiell. Zufällige Kollisionen im Orbit führen zu einer Kettenreaktion: Es entstehen unzählige neue Trümmer, die wiederum zu neuen Kollisionen führen. Die zukünftige Nutzung des Weltraums wird dadurch unmöglich. An einer möglichen Lösung arbeiten Experten am Teide-Observatorium auf Teneriffa: Mit dem sogenannten Laser-Momentum-Transfer sollen Trümmerobjekte in neue Umlaufbahnen gelenkt werden, und gefährdete Satelliten bleiben unberührt. Was passiert aber mit den Schrottteilen, die nicht umgelenkt werden können? Eine Antwort liefern Schweizer Ingenieure, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA an der ersten Reinigungsmission arbeiten. Eine Einzellösung, die das globale Problem nicht beseitigt. Hierzu muss der Weltraum nachhaltiger genutzt werden – durch langlebigere Satelliten und Mittel, um Satelliten im All zu reparieren. Zur Vermeidung von Weltraumschrott fehlen jedoch bislang rechtsverbindliche Regeln und internationale Raumfahrtgesetze.
Dunkle Materie und Dunkle Energie beeinflussen die Bewegung von Galaxien und die Ausdehnung des Universums. Sie sind für unsere Augen unsichtbar. Wie spürt man die dunklen Kräfte auf? Sie gehören zu den grössten Rätseln der modernen Kosmologie: Dunkle Materie und Dunkle Energie. Obwohl ihre Namen ähnlich klingen, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Beschaffenheit und Wirkung auf das Universum. Ihr Ursprung ist bis heute unbekannt. Nur fünf Prozent des Kosmos bestehen aus sichtbarer Materie. Der überwiegende Teil zählt zum sogenannten dunklen Universum, einem unsichtbaren Reich aus Dunkler Materie und Dunkler Energie. Seit fast einem Jahrhundert rätseln Wissenschaftler über die dunkle Seite des Universums. Dunkle Materie wirkt wie ein unsichtbares Netz, das Galaxien zusammenhält – und lässt sich durch indirekte Beobachtungen und gravitative Effekte nachweisen. Dunkle Energie ist noch mysteriöser: Sie beschleunigt die Ausdehnung des Universums und schafft gigantische Leerräume im All, die sich durch kosmische Strahlung oder eine Supernova nachweisen lassen. Unsere Sinne können beide dunklen Kräfte nicht erfassen. Doch sie könnten Hinweise auf eine bislang unbekannte Physik liefern. Hinter der Dunklen Materie vermuten Forscher und Forscherinnen noch unentdeckte Teilchen – oder sogar verborgene Dimensionen. Die Dunkle Energie hingegen könnte aus dem Vakuum selbst oder einem Quantenfeld stammen. Das Zusammenspiel beider Kräfte entscheidet womöglich über das Schicksal des Kosmos: Kommt es zu einem Big Crunch, oder endet alles in einer ewigen, kalten Leere? Mithilfe hochmoderner Teleskope und Teilchenbeschleuniger wie dem grössten der Welt, gebaut und betrieben von CERN, beginnt die Wissenschaft, dieses unsichtbare Reich zu kartieren und damit unser Bild der Realität grundlegend zu verändern. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Wie entstehen Galaxien – und was verraten sie über das Universum? Gewaltige Sternsysteme aus Gas und Dunkler Materie formen den Kosmos. Ihre Entwicklung zählt zu den Rätseln der Astronomie. Galaxien erzählen die Geschichte unseres Universums – von seiner Entstehung bis zur heutigen Struktur. Die Forschenden beobachten Kollisionen und stellen sich die Frage: Was passiert mit der Milchstrasse in ferner Zukunft? Kurz nach dem Urknall besteht das Universum aus einer heissen, lichtundurchlässigen Teilchensuppe. Erst mit der Entstehung der ersten Sterne beginnt das All zu leuchten. Die Wissenschaft bezeichnet diese Entwicklung als 'kosmische Erleuchtung'. Aus diesen frühen Lichtquellen entstehen nach und nach die Galaxien – die Grundstruktur des Kosmos. Lange galt die Milchstrasse als einzige Galaxie, bis der Physiker und Astronom Edwin Hubble im Jahr 1923 beweist, dass der Andromedanebel viele andere Galaxien enthält. Heute ist bekannt: Es sind Milliarden. Die Galaxien wachsen durch Kollisionen, verschmelzen und verändern sich ständig. In ihren Zentren befinden sich supermassive Schwarze Löcher – ihre Rolle in der galaktischen Evolution gibt viele Rätsel auf. Sind sie Ursache oder Folge? Von aktiven Quasaren bis zu sterbenden Galaxien reicht das Spektrum. Was passiert, wenn Galaxien keine neuen Sterne mehr bilden? Verlöschen sie langsam, oder enden sie in gewaltigen Explosionen? Forschende analysieren die ältesten Sterne und galaktische Fossilien, um die Vergangenheit zu entschlüsseln – und die Zukunft der Milchstrasse zu verstehen. Zwischen kosmischer Leuchtkraft und dunkler Stille liegt das Schicksal unserer Galaxie. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Sind wir allein im Universum? Trotz Milliarden von Sternen und Galaxien bleibt die Erde wohl einzigartig. Die Suche nach ausserirdischer Intelligenz stellt unser Selbstbild infrage. Gibt es intelligentes Leben da draussen, oder sind wir wirklich allein im Kosmos? Seit Enrico Fermi fragte: 'Wo sind sie alle?', rätseln Forschende über das Schweigen des Alls. SETI, Exoplaneten und das 'Wow!'-Signal liefern zwar Hinweise – doch bisher fehlt ein Beweis. Die Suche nach ausserirdischer Intelligenz begann mit Radioteleskopen, die den Himmel nach Signalen absuchten. Das berühmte 'Wow!'-Signal von 1977 ist bis heute rätselhaft. Dank Missionen wie Kepler wurden Tausende Exoplaneten entdeckt – von denen einige über potenziell lebensfreundlichen Atmosphären verfügen. Doch was wäre, wenn ausserirdisches Leben völlig anders funktionierte als vermutet? Einige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind überzeugt, dass wir mit den falschen Methoden suchen. Andere wiederum sind der Meinung, dass Leben extrem selten sei und fortgeschrittene Zivilisationen im All bewusst schweigen. Über eine Sache herrscht in der Forschung jedoch Einigkeit: Angesichts der Grösse und des Alters des Universums ist es unwahrscheinlich, dass die Erde der einzige belebte Ort ist. Könnten neue Technologien Antworten liefern und unser Verständnis vom Platz der Menschheit im All grundlegend verändern? Die Suche nach Leben im Universum ist sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch ein spannendes Forschungsfeld. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Was sind kosmische Strahlen – und warum sind sie gefährlich? Die unsichtbaren Teilchen rasen mit Lichtgeschwindigkeit durch das All und durchdringen sogar den menschlichen Körper. Kosmische Strahlen sind subatomare Teilchen, die sogar Astronauten in Raumanzügen gefährden können. Sie stammen von Supernovae, Schwarzen Löchern oder der Sonne selbst. Ihr Ursprung ist rätselhaft, ihre Energie enorm. Experten nutzen Teleskope, um sie zu erforschen. Täglich treffen kosmische Strahlen auf die Erde – meist unbemerkt. Das Magnetfeld der Erde schützt uns. Astronauten sind im Weltall jedoch der Teilchenflut ausgeliefert. Bereits bei den Apollo-Missionen in den 1960er-Jahren wurde über Lichtblitze berichtet, die durch unsichtbare Teilchen ausgelöst wurden. Erste Hinweise deuten auf die Sonne hin. Viele dieser kosmischen Strahlen stammen jedoch aus weit entfernten Quellen, wie aus einer Supernova oder einer kollidierenden Galaxie. Der österreichische Physiker Victor Hess entdeckte 1912 die kosmischen Strahlen. Ein weiterer Meilenstein in der Forschung wurde 1980 erreicht, als ein Observatorium das 'Oh-My-God'-Teilchen mit extremer Energie registrierte. Heute wird mithilfe moderner Instrumente wie dem Fermi-Teleskop Gammastrahlung gesammelt, um ihre Herkunft zu klären. Einige Teilchen scheinen sogar aus 'leeren' Regionen des Alls zu stammen. Die Forschung steht vor einem Rätsel – und einer Herausforderung: Wer den Kosmos erforschen will, muss die Gefahren der kosmischen Strahlen verstehen. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Vor Milliarden Jahren entstand auf der Erde etwas Einzigartiges: Leben. Doch wie konnten aus toter Materie Organismen entstehen? Das ist eines der grössten Geheimnisse der Wissenschaft. Leben entsteht, wenn bestimmte chemische Elemente unter den richtigen Bedingungen miteinander reagieren und sich zu komplexen Molekülen verbinden. Wie genau dieser Übergang von toter Materie zu lebenden Organismen passiert ist, bleibt jedoch unklar. Die Wissenschaft führt den Stammbaum des Lebens auf einen universellen Urvorfahren zurück – den sogenannten 'letzten gemeinsamen Vorfahren allen Lebens', kurz LUCA. Aus diesem frühen Organismus gingen Bakterien, Pflanzen, Tiere und schliesslich auch der Mensch hervor. Der genaue Ursprung des Lebens bleibt ein Rätsel. Entstand es durch die chemische Vielfalt eines urzeitlichen Ozeans? Spielten mineralische Oberflächen eine Rolle, indem sie Moleküle anordneten und Reaktionen begünstigten? Oder war die Hitze brodelnder Tiefseequellen entscheidend? Manche Hypothesen reichen noch weiter: Demnach könnten die ersten Bausteine des Lebens mit Meteoriten aus dem All auf die Erde gelangt sein. Ein Szenario, das Leben im Universum als weit verbreitet erscheinen lässt. Heute suchen Forschende nicht nur in den ältesten Gesteinsschichten der Erde nach Spuren des Lebens, sondern auch auf dem Mars und in den Atmosphären entdeckter Exoplaneten. Jede neue Entdeckung bringt sie der Antwort näher, wie aus einfachen Molekülen komplexe Organismen entstehen konnten – und wirft zugleich die Frage auf, ob das Leben auf der Erde Teil eines viel grösseren Netzwerkes im Universum ist. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Ripetizione
W
Cast
Mia Fothergill, Bryan Gaensler, Victoria Grinberg, Peter Higgins, Robert B. Mann, Laurie Rousseau-Nepton, Haley Sapers
Schwarze Löcher – unsichtbare Giganten, die sogar das Licht verschlingen. Was verbirgt sich hinter diesen kosmischen Phänomenen, die unser Verständnis von Raum und Zeit auf die Probe stellen? Schwarze Löcher entziehen sich unserem Blick, doch ihre Wirkung ist unzweifelhaft. Von der ersten Aufnahme eines Schwarzen Lochs bis zu neuen Theorien – die Forschung rückt einem der grössten Rätsel des Universums immer näher. Sagittarius A*, das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstrasse, spielt möglicherweise eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Entwicklung von Galaxien. Könnten Schwarze Löcher also nicht nur als extreme kosmische Objekte gelten, sondern auch ein Schlüssel zum Verständnis des Universums sein? In dieser Folge steht eines der faszinierendsten und zugleich rätselhaftesten Phänomene der modernen Astrophysik im Mittelpunkt: Schwarze Löcher. Dabei werden einige der drängendsten Fragen der Wissenschaft behandelt: Was geschieht im Inneren eines Schwarzen Lochs? Gibt es dort eine Singularität – einen zentralen Punkt unendlicher Dichte und Schwerkraft? Oder könnten sich dort theoretisch Übergänge zu anderen Dimensionen befinden? Existieren Wurmlöcher oder sogenannte Weisse Löcher? Und was passiert, wenn ein Schwarzes Loch durch Hawking-Strahlung langsam verdampft? Die Dokumentation zeigt beeindruckende Bilder und aktuelle Forschungsergebnisse. Sie erzählt die Geschichte der ersten Aufnahme eines Schwarzen Lochs. Dabei wird deutlich: Schwarze Löcher beeinflussen nicht nur ihre Umgebung. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Galaxien. Vielleicht liefern sie sogar Hinweise darauf, wie das Universum aufgebaut ist. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Ripetizione
W
Cast
Mia Fothergill, Bryan Gaensler, Victoria Grinberg, Peter Higgins, Robert B. Mann, Laurie Rousseau-Nepton, Haley Sapers
Wie sterben Sterne? Eine Supernova ist das letzte Aufglühen am Ende ihres Lebens. Mit gewaltiger Strahlkraft erhellt der sterbende Stern den Kosmos – so hell wie eine ganze Galaxie. Von unserer vergänglichen Sonne bis zu Riesensternen, die in gewaltigen Explosionen enden: Supernovae sind zugleich zerstörerisch und schöpferisch. Sie erschaffen neue Welten, verraten Geheimnisse kosmischer Zyklen und stellen die moderne Astronomie vor Rätsel. Wenn Sterne explodieren, beginnt ein neues Kapitel im Universum: Supernovae schleudern Sternenstaub ins All – das Material, aus dem Planeten und Menschen entstehen. Die Doku erzählt, wie aus Zerstörung neues Leben entsteht und warum wir alle Teil eines ewigen Zyklus sind. Im Herzen einer Supernova entfaltet sich der Kreislauf von Leben und Tod im Universum. Die Explosion eines Sterns schleudert schwere Elemente ins All – Bausteine, aus denen Planeten, Monde und auch wir Menschen bestehen. Moderne Teleskope ermöglichen es, diese gigantischen Detonationen zu beobachten und die zurückgelassenen Nebel zu erforschen. In ihnen entstehen Neutronensterne oder Schwarze Löcher, Zeugnisse einst strahlender Giganten. Doch nicht alle Sterne folgen diesem Muster. Forschende stossen auf Anomalien wie 'Zombie-Sterne' und seltene Explosionen. Phänomene, die erahnen lassen, dass es bisher unbekannte Formen des Sternentodes gibt. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Ripetizione
W
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Mia Fothergill, Bryan Gaensler, Victoria Grinberg, Peter Higgins, Robert B. Mann, Laurie Rousseau-Nepton, Haley Sapers
Wie gross ist das Universum? Hat es eine Grenze, oder ist es unendlich? Seit Beginn der Sternenforschung stellen sich Kosmologen diese und andere spannende Fragen. Vom Fernrohr Galileis bis zum Hubble-Teleskop: Je tiefer der Blick ins All ist, desto mehr Fragen stellen sich. Und je mehr die Astrophysiker entdecken, desto rätselhafter erscheint das Universum. Dehnt es sich endlos aus? Oder existiert sogar ein Multiversum? Diese Folge nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine faszinierende Reise durch Raum und Zeit: Von den ersten Himmelsbeobachtungen der Menschheit bis zu den modernsten Teleskopen unserer Gegenwart beleuchtet sie die zentralen Stationen der astronomischen Forschung – und stellt die grossen Fragen der modernen Kosmologie vor. Visuell eindrucksvolle Bilder und fundierte Experteneinschätzungen zeigen, wie sich das Universum seit dem Urknall ausdehnt, weshalb sich Galaxien durch die Expansion des Raums ausdehnen – und wie diese Erkenntnisse unser Verständnis vom Ursprung und Aufbau des Kosmos verändert haben. Die Dokumentation stellt aktuelle wissenschaftliche Modelle vor – darunter die Theorie der kosmischen Inflation und das Konzept des Multiversums. Sie zeigt, wie die Theoretische Physik versucht, die Grenzen des Beobachtbaren auszuloten und neue Erkenntnisse über die Struktur des Universums zu gewinnen. Wie gross ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe 'Geheimnisvolles Universum' geht den grössten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Ripetizione
W
Cast
Mia Fothergill, Bryan Gaensler, Victoria Grinberg, Peter Higgins, Robert B. Mann, Laurie Rousseau-Nepton, Haley Sapers
Der weltberühmte, nach ihm benannte Turm in Paris ist nicht das einzige Werk von Alexandre Gustave Eiffel. Der französische Ingenieur konstruierte weltweit Hunderte Bauwerke. Durch den Einsatz neuartiger Bautechniken schaffte Eiffel Werke, die neue Massstäbe setzten. Neben dem Eiffelturm waren es zum Beispiel das 'Skelett' der Freiheitsstatue oder der Westbahnhof von Budapest, die im 19. Jahrhundert die Architektur revolutionierten. Zu Eiffels Zeit machte die Metallverarbeitung rasante Fortschritte. Eiffel nutzte die Leichtigkeit und Flexibilität neuartiger Legierungen, um Bauwerke von nie da gewesener Höhe und Komplexität zu schaffen. Dieser Film zeigt seine bemerkenswertesten Werke und beleuchtet deren Entstehungsgeschichte.
Der Kölner Dom: Wahrzeichen am Rhein und architektonisches Wunderwerk. Nicht nur, weil die Fertigstellung über 600 Jahre dauerte. Seit dem Mittelalter zieht er Menschen in seinen Bann. Einst das höchste Bauwerk der Welt, ist die gotische Kathedrale mit reich verzierter Fassade bis heute unübertroffen. Baukunst in höchster Vollendung – und ein Spiegel der deutsch-französischen Beziehungen. Ein Weltkulturerbe und Zeuge der Geschichte. Heute ist der Superbau am Rhein der Touristenmagnet schlechthin und lockt jährlich bis zu sechs Millionen Besucher an. Gebaut wurde das gotische Gotteshaus als steinernes Reliquiar für den 'Dreikönigenschrein'. In dieser feinen mittelalterlichen Goldschmiedearbeit werden Reliquien der Heiligen Drei Könige verwahrt – so der fromme Glaube. Zunächst wächst zwischen 1248 und 1322 der Chor in die Höhe – mit strenger Geometrie und riesigen Masswerkfenstern wollen die Dombaumeister ein Abbild des Himmels auf Erden schaffen. Den Abschluss im Westen soll die grösste Kirchenfassade der Welt bilden. Davon zeugt der berühmte 'Riss F' aus dem Mittelalter. Doch das Vorhaben ist so gigantisch, dass der Dombau nur langsam vorankommt – bis er im Zuge der Reformation eingestellt und erst im 19. Jahrhundert vollendet wird. Wie keine andere Kathedrale blickt der Kölner Dom auf eine 1700-jährige Vergangenheit zurück und spiegelt deutsch-französische Beziehungen wider. Sein Bau wurde inspiriert von den gotischen Gotteshäusern der Île-de-France. Angefangen mit Meister Gerhard, dem ersten namentlich bekannten Dombaumeister, hat man in Köln versucht, den Stil zu perfektionieren. Heute gilt der Dom als vollkommene gotische Kathedrale. Ein einzigartiges Gotteshaus, das genauso gut am Ufer der Seine stehen könnte wie am Rhein.
Im Herzen Roms befindet sich ein Gebäude, das wie kein zweites die Geschichte, die Exzesse und die Macht der katholischen Kirche verkörpert: der Petersdom. Wie kann es sein, dass die Errichtung eines Gotteshauses zur Reformation und Spaltung der Kirche führt? Dieses und andere Geheimnisse liegen in der Geschichte des Kulturerbes verborgen, das Renaissance-Künstler wie Michelangelo zu seinen Baumeistern zählt. London, Paris, Rom – drei Städte, drei Geschichten und eine Gemeinsamkeit: Jede dieser Metropolen birgt Megabauten, deren Geheimnisse zum Teil bis heute im Verborgenen liegen. Strategische Bunkeranlagen, das weltweit erste U-Bahn-Netz, eine lebensrettende Kanalisation und zwei der ikonischsten Kirchen der Welt: Diese Bauten sind wahre Meisterleistungen ihrer Zeit, die London, Paris und Rom bis heute prägen.
Die Basilika Sacré-Coeur de Montmartre ist einer der meistbesuchten Orte in Paris. Die Geschichte des gigantischen Baus ist geprägt durch Machtkämpfe zwischen Politik und Geistlichkeit. Ein Monumentalbau, der Frankreich spaltete und der zwischen die Fronten konservativer Katholiken und antiklerikaler Republikaner geriet. Und auch architektonische Herausforderungen prägten die Geschichte des strahlend weissen Kirchenbaus. London, Paris, Rom – drei Städte, drei Geschichten und eine Gemeinsamkeit: Jede dieser Metropolen birgt Megabauten, deren Geheimnisse zum Teil bis heute im Verborgenen liegen. Strategische Bunkeranlagen, das weltweit erste U-Bahn-Netz, eine lebensrettende Kanalisation und zwei der ikonischsten Kirchen der Welt: Diese Bauten sind wahre Meisterleistungen ihrer Zeit, die London, Paris und Rom bis heute prägen.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Der Klimawandel ist längst Realität: Extremwetter verwüsten Länder, zerreissen Gemeinschaften und treiben unzählige Menschen in die Flucht. Harald Lesch beleuchtet die Herausforderungen, die zwischen Anpassung, Verantwortung und technologischer Innovation liegen, und stellt die entscheidende Frage unserer Zeit: Wie lange wollen wir noch diskutieren, während andere schon ums Überleben kämpfen? Der Klimawandel schreitet Jahr für Jahr immer weiter voran. Bereits jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,5 Grad erhöht. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels oder die langsame Verschiebung von Klimazonen. Zum anderen verursacht die Erderwärmung Wetterextreme: Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen. In Bangladesch, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sind Überflutungen und der steigende Meeresspiegel längst Teil des Alltags. Millionen Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht – Klimaflüchtlinge ohne Alternative. Besonders bedroht sind marginalisierte Gruppen wie die 'Manta People', nomadische Fischer ohne Rechte und ohne sichere Zuflucht. Ähnliche Probleme, aber andere finanzielle Möglichkeiten: Die Niederländer leben seit jeher mit dem Wasser. Das Meer ist Teil ihrer Identität und ihr grösster Gegner zugleich. Knapp ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, fast zwei Drittel sind überflutungsgefährdet. Der Klimawandel verstärkt das Problem. Unsere Nachbarn setzen auf Wasserschutzprogramme. Über 18.000 Kilometer Deiche und Anlagen sichern das Land. Um sicherzugehen, dass die Deiche dem Druck der Meere standhalten, werden sie einem Stresstest ausgesetzt. In einer speziellen Testanlage können die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugt werden. Harald Lesch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise rund um die Welt. Wie stemmen sich die einzelnen Regionen gegen die drohenden Katastrophen, und was können wir alle gemeinsam tun?
Klimawandel, Umweltverschmutzung, Energiekrise – nur einige der grossen Probleme unserer Zeit. Ist die Welt noch zu retten? Eine Liga kluger Köpfe arbeitet an Lösungen. Diese genialen Wissenschaftler und Tüftler haben keine einzelnen Schurken im Visier, sie wollen mit smarter Technologie und Erfindertum die Welt retten. Prof. Harald Lesch zeigt neue Superhelden – mit überraschenden Erfindungen. Jahr für Jahr strömen weltweit Millionen Menschen in die Kinos, um Epen über Superhelden zu bestaunen. Doch warum jagen wir diesen Fantasien von fliegenden Muskelprotzen mit Superkräften hinterher? Superman ist bereits über 80 Jahre alt, ein Greis in Blau und Rot. Sind Filmhelden überhaupt noch zeitgemäss? Harald Lesch stellt die wahren Helden und ihre Abenteuer vor. Menschen, die zwar nicht im Heldenkostüm herumfliegen, die uns aber beispielsweise die wertvollste Ressource auf diesem Planeten retten: Wasser. Helden, die uns die Energie der Sonne ins Haus holen. Helden, die uns die Kraft des Wassers neu erschliessen. Helden, die uns die Weltmeere von der Ölpest säubern, und jene, die sich um die Rettung der Artenvielfalt der Ozeane kümmern. Sie sind Stellvertreter für viele Menschen, die unermüdlich an Lösungsmöglichkeiten arbeiten – Wissenschaftler, Erfinder oder Konstrukteure. 490 Terawattstunden benötigt Deutschland jeden Tag. Ein gewaltiger Energiehunger, den wir kaum noch stillen können. Dabei hält die Sonne für uns mehr als genug Energie bereit. Zwei schwedische Forscher haben einen Weg gefunden, wie man jede Oberfläche quasi unsichtbar in eine Solarfläche verwandeln kann. Und das sogar mit einer höheren Ausbeute als gängige Solarpanels. Die Vision: Alles erzeugt Strom. Wasserkraft ist nur dann ökologisch, wenn der Fluss dabei nicht gestaut wird. Ein tschechischer Wissenschaftler hat Blätter in den Strudeln von Flüssen betrachtet und kam dabei auf die Idee eines völlig neuen Wasserkraftprinzips. Damit könnte man mühelos jedes kleine Bächlein anzapfen, ohne dessen Ökologie zu zerstören. Wasser ist die wohl wertvollste Ressource unseres Planeten. Zugleich gehen wir Deutschen unglaublich verschwenderisch damit um. Während Haushaltsgeräte heute bereits so konzipiert werden, dass sie möglichst wenig Wasser verbrauchen, ist ein 'Gerät' im Haushalt seit vielen Jahrzehnten in der Entwicklung fast stehen geblieben: die Dusche. 100 Liter Wasser pro Duschgang. Dass es anders geht, zeigt ein Schwede, der – eigentlich für Mars-Missionen – die erste Kreislaufdusche erfunden hat. Seine Dusche verbraucht im Vergleich nur zehn Liter, deutlich weniger Energie und ist dabei so sauber, dass sie heute bereits in Krankenhäusern eingesetzt wird, um Infektionen zu vermeiden. Und manchmal brauchen selbst Superhelden einfach nur etwas Glück. Weil ein deutscher Arbeiter abends eine Maschine falsch einstellte, produzierte diese über Nacht Unmengen einer ominösen Faser. Im Labor zeigte sich dann deren Wunderwirkung – einmal kurz durch ölverseuchtes Wasser geschwenkt, blieb dieses komplett daran haften. Das Wasser ist danach sogar trinkbar. Und das Öl lässt sich daraus auswringen. Ein Stoff, der Umweltwissenschaftler zum Träumen bringt. Harald Lesch begibt sich auf die Spur der modernen Superhelden. Der Kampf um ein besseres Leben, eine gesündere Umwelt oder nachhaltigere Energiegewinnung ist nicht aussichtslos. Es gibt viele Wege, auf denen aus einem normalen Menschen ein Weltenretter werden kann.
Deutschland steigt aus. Der Atomausstieg ist überfällig – doch sind wir vorbereitet? Harald Lesch zeigt, wie wir Wärme und Energie in Zukunft sichern können. Der Rückbau alter Kernkraftwerke ist eine Herausforderung. Der Ausstieg allerdings schafft auch Raum für Zukunftstechnologien. Neben Visionen wie der Kernfusion sind es vor allem grüne Energiequellen, auf die wir bauen können. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Das Ende eines Kernkraftwerkes ist der Startschuss für den Rückbau – und der kann sogar länger dauern, als so manches KKW am Netz war. Das Kernkraftwerk Biblis wurde 2011 abgeschaltet, der Rückbau ist bis etwa 2032 geplant. Eine Mammutaufgabe, vor der die Gesellschaft bei allen deutschen KKWs steht. Wie gelingt es, hoch radioaktive Bauteile und tonnenschwere Stahlbetonklötze auf ihre Radioaktivität zu prüfen? Und wie funktioniert Mülltrennung bei einem Kernkraftwerk? Um die Stromversorgung ohne Verzicht auch nach der Atomkraft-Ära zu sichern, ist Kreativität gefragt. Von der Deckenlampe bis zum Schleifgerät, zu Hause und in der Industrie: Alltägliche Stromverbraucher und grosse Maschinen leisten viel und benötigen entsprechend Energie. Die Krux: Oftmals geht über die Hälfte der eingesetzten Energie bei der Nutzung der Geräte verloren. Forscherinnen und Forscher haben Ideen, die Energie clever aufzufangen. Wind, Wasser, Sonne: Es gibt viele Quellen grüner Energie. Fotovoltaikanlagen beispielsweise können dank der Kraft der Sonne auf jedem Hausdach Energie bereitstellen. Das Dilemma: Sie liefern am Tag, doch der Bedarf der Haushalte ist am Abend am höchsten. Wie lässt sich der Energieüberschuss am Tag intelligent speichern, damit er zur Verfügung steht, wenn er gebraucht wird? Ein mögliches Speichersystem bietet die E-Mobilität. Einen Präzedenzfall gibt es bereits: Bei einem Stromausfall in Kanada Ende 2022 vernetzte ein Mann sein E-Auto mit dem Hausstrom und konnte sich so autark mit Strom versorgen. Die Autobatterie – meist aufgeladen, aber ungenutzt im Parkmodus – könnte zur mobilen Powerbank für den Haushalt werden. Doch nicht nur Privatautos, auch öffentliche E-Busse, die nachts im Depot stehen, könnten vernetzt werden, um die Versorgung zu sichern. Doch es gibt noch grössere Visionen. Im Dezember 2022 machten Fortschritte bei der Kernfusion Schlagzeilen. Fusionskraftwerke könnten das Prinzip der Sonne nutzen, um praktisch unbegrenzt Energie zu liefern – ohne die Risiken eines Kernkraftwerkes. Wie realistisch ist es, dass eines Tages Strom aus einem Fusionskraftwerk in unsere Wohnungen fliesst? Harald Lesch zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, jenseits der Kernkraft Energie zu sparen, zu speichern und intelligent zu vernetzen – ohne im Dunkeln zu tappen.
Kein Gas aus Russland und der Atomkraft-Ausstieg – drohen uns jetzt 'kalte und dunkle' Winter? Harald Lesch zeigt, welche Massnahmen aus der Krise führen könnten. Horrende Gas- und Stromkosten, ein möglicher Blackout – diese Meldungen dominieren seit Wochen die Schlagzeilen und schüren die Ängste der Menschen in Deutschland. Sind diese Ängste berechtigt? Was sagt die Wissenschaft, und welche Alternativen gibt es? In den Siebzigern befindet sich das Wirtschaftswunderland Deutschland in einer Energiekrise. Die Kernkraft scheint zu der Zeit die ultimative Lösung des Problems zu sein: Rund ein Drittel der benötigten Energie wird daraus gewonnen. Obwohl die Kernkraft von Anfang an umstritten ist, setzte erst durch die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima ein Umdenken ein: Der Ausstieg bis Ende 2022 wurde beschlossen. Doch trägt sich die Entscheidung des langfristigen Ausstiegs aus der Atomkraft auch noch in Zukunft? Deutschland hat ein Gasproblem: Die Vorkommen im eigenen Land sind nur sehr gering, sodass man auf Importe angewiesen ist. Von dem in Deutschland gewonnenen Erdgas kommen 97 Prozent aus der Region zwischen Weser und Ems. Dort haben sich im Laufe von Jahrmillionen abgestorbene Kleinstlebewesen durch hohe Temperaturen und Druck unter der Erdkruste in Erdgas umgewandelt. Gibt es neben diesem natürlichen, sehr langwierigen Weg auch die Möglichkeit einer schnelleren, künstlichen Herstellung von Gas? Auch der Blick nach Island zeigt eine vielversprechende Lösung des Energieproblems: Mehr als 90 Prozent der Haushalte heizen dort mit Erdwärme. Allerdings braucht es bestimmte Voraussetzungen für das Bohren nach der Wärme aus der Erde, die nicht überall in Deutschland gegeben sind. In München ist man dem mit einem gross angelegten Geothermieprojekt auf der Spur. Ungenutztes Potenzial besteht vor allem noch bei der Fotovoltaik- und Windenergie. Doch nicht jeder möchte die blauen Platten auf dem Haus haben. Jetzt haben Forschende die Weiterentwicklung von Effizienz als auch die Ästhetik im Visier. Harald Lesch zeigt den aktuellen Stand in der Energiefrage und untersucht, wie die Wissenschaft die Zukunft der Energiegewinnung vorantreibt.
Die Klimaerwärmung hat das Mittelmeer fest im Griff: Im Juli 2023 wurden durchschnittlich fast 29 Grad Celsius an der Wasseroberfläche gemessen. Das Mittelmeer wird tropisch. Ändern sich die Lebensbedingungen der Meeresbewohner, bedeutet das für sie puren Stress. Gerade die Allerkleinsten, das Phytoplankton, bleiben von den Folgen des Wandels nicht verschont. Harald Lesch zeigt, warum die Mittelmeer-Krise uns alle betrifft. Die 'Tropifizierung des Mittelmeeres' hat Einfluss auf die Unterwasserwelt: Heimische Arten müssen sich neue Nischen zum Überleben suchen, weil es ihnen zu warm wird, andere Organismen bekommen von einwandernden Arten Konkurrenz, das Nahrungsangebot kann knapp werden – im schlimmsten Fall sterben Arten einfach aus. Doch es gibt auch Gewinner, wie die Quallen, sehr zum Verdruss der Touristen. Zu den neuen 'Siegern' gehört auch die Blaukrabbe. Sie stammt von der Atlantikküste Nord- und Südamerikas, reiste mit Schiffen nach Europa – und fühlt sich inzwischen im aufgeheizten Mittelmeer sehr wohl. Anders als im Atlantik hat die Blaukrabbe dort keine natürlichen Feinde, vermehrt sich schnell und wird so zur echten Plage. Mit ihren scharfen Scheren bricht sie Muscheln und Austern auf. Die Züchter der Muschelfarmen an der Adriaküste und die Fischer schlagen Alarm. Wie lässt sich die gefrässige Blaukrabbe noch stoppen? Die METEOR-Expedition des GEOMAR-Zentrums in Kiel nutzt das östliche Mittelmeer als Zukunftslabor. Denn dort herrschen schon heute Bedingungen, die Forschende in Zukunft für die Ozeane weltweit erwarten. Besonders interessieren sie die Folgen des Klimawandels auf die marine Nahrungskette, an deren Anfang das Phytoplankton steht. Wie wirkt sich die Erwärmung des Mittelmeeres auf diese Mikroalgen aus? Geht es dem Plankton schlecht, wird das Konsequenzen für das gesamte Leben auf unserem Planeten haben – und damit auch für uns Menschen. Harald Lesch spricht mit Forschenden und Menschen, die den Wandel des Mittelmeeres direkt zu spüren bekommen. Welche Ängste und Hoffnungen gibt es für die Zukunft?
Die Erde im Boden ist unscheinbar und nichts Besonderes. Eine braune und recht schmutzige Masse. Aber sie ist so viel mehr als nur Dreck. Sie hat das Potenzial, die Welt zu retten. Egal, ob Klimakatastrophe, Artensterben, Wassermangel oder Bodenerosion. Mit diesem Wundermittel zu unseren Füssen lässt sich all das bekämpfen. Nicht umsonst heisst der Planet, auf dem wir leben, 'Erde'. Der Boden unter unseren Füssen ist ein geheimer Ort, ein noch nahezu unerforschtes Reich. Das, was so leblos erscheint, ist voller Wunder: In einer Handvoll Erde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt. Und einer hält da unten das Ökosystem Boden zusammen: der Regenwurm. Er könnte sogar im Kampf gegen den Klimawandel helfen. Das klingt komisch, schliesslich können Regenwürmer nicht viel mehr als schlängeln und fressen. Und doch verändern Regenwürmer das Erdreich fundamental. Indem sie Pflanzenreste zersetzen und im Boden verteilen, sind sie massgeblich an der Bildung von Humus beteiligt. Und Humus ist der grösste terrestrische Speicher für organischen Kohlenstoff. Böden speichern rund viermal so viel Kohlenstoff wie die oberirdische Vegetation und mehr als doppelt so viel wie die Atmosphäre. Könnte man sich diese Tatsache zunutze machen, um mehr Kohlenstoff in den Boden zu bringen und damit der Atmosphäre zu entziehen – ganz natürlich? 'Humusaufbau' ist das neue Zauberwort. Wie das mit der Landwirtschaft gelingen kann und welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben, beleuchtet Harald Lesch mit dem Agrarwissenschaftler und Landwirt Felix Prinz zu Löwenstein. Gesunde Böden zu erhalten und aufzubauen muss uns aber auch aus anderen Gründen interessieren. Böden sind sehr unterschiedlich. Die Bodendecke Deutschlands ist ein Flickenteppich verschiedener Bodentypen. Für die landwirtschaftliche Nutzung ist neben dem Humusgehalt immer auch die Bodenart entscheidend, die bestimmt, wie viel Wasser und Nährstoffe gespeichert werden können – aber auch, wie anfällig ein Boden gegenüber Erosion ist. Harald Lesch geht der Frage nach, warum gerade Nord- und Ostdeutschland besonders gefährdet sind. Wenn Staubstürme die fruchtbare Erde davontragen, ist sie für immer verloren – und kann zu einem ernst zu nehmenden Problem werden. Das zeigt ein Massenunfall 2011 nahe Rostock auf der A19 mit vielen Toten und Schwerverletzten – ausgelöst durch einen Sandsturm aus Ackerboden. Eine schicksalhafte Verkettung? Die Lage ist ernst, vor allem in den trockensten Regionen Deutschlands. Im Osten Brandenburgs sind die Landwirte gleich mehrfach benachteiligt. Sie kämpfen hier nicht nur gegen die nährstoffarmen, ausgelaugten und sandigen Böden, sondern auch gegen dramatisch veränderte Witterungsbedingungen. Dafür hat Benedikt Bösel seinen Job als Investmentbanker an den Nagel gehängt. Der Landwirt und sein Team möchten zeigen, dass man guten Boden auch in diesem Winkel Deutschlands aufbauen kann. Wenn es hier klappt, dann kann es auch an fast jeder anderen Stelle in Deutschland funktionieren. Ausgerechnet die vermeintlichen Klimakiller Kühe helfen ihm auf dem Weg der Ackerbodenreparatur. Was sind weitere Geheimnisse seines über 3000 Hektar grossen Real-Labors? Harald Lesch untersucht, wie die Landwirtschaft uns helfen kann, die grossen Probleme der Zukunft anzugehen. Der Boden unter unseren Füssen ist ein wahres Wunder. Wir müssen unsere Erde nur zu schätzen und zu schützen wissen.
Die majestätischen Alpen, wie wir sie kennen, wird es in 30 Jahren nicht mehr geben! Alles nur negative Schlagzeilen? Was steckt wirklich dahinter? Harald Lesch sucht die Antwort im ewigen Eis. Ob Winter oder Sommer, die Alpen versprechen Freizeitspass und Erholung. Unsere Berge machen auf den ersten Blick einen durchaus intakten Eindruck. Doch Bergrutsche und schmelzende Gletscher zeigen, wie ernst die Lage ist. Eine Folge des Klimawandels in den Alpen ist der durchschnittliche Temperaturanstieg um zwei Grad Celsius in den vergangenen 100 Jahren. Die Konsequenz: das Abtauen des Permafrosts, der die Gesteinsformationen zusammenhält. Die Hochalpen werden instabil, Berge geraten ins Rutschen. Rasende Muren können mit bis zu 60 Stundenkilometern Berghänge hinunterstürzen. Lässt sich die rapide Veränderung der Berge noch aufhalten? Aufgrund der fortschreitenden Erwärmung steht auch der Skitourismus vor neuen Herausforderungen: Es fällt weniger Schnee, zudem taut er in tieferen Lagen auch noch schneller weg. Den Schneemangel versucht man durch immer mehr Kunstschnee zu lösen: Inzwischen sind über 80.000 Schneekanonen im gesamten Alpenraum in Betrieb, um knapp 100.000 Hektar zu beschneien. Ein immenser Wasser- und Energieverbrauch mit weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt. Mithilfe von neuer Technik will man nun die künstliche Beschneiung auf ein Minimum reduzieren. Wintersportlerinnen und Wintersportler müssen inzwischen hoch hinaus, um 'echten' Schnee anzutreffen. Allein die Gletschergebiete garantieren – noch – das erwartete Wintervergnügen. Doch selbst die Gletscher schwinden rapide. Bis 2050 wird vermutlich nur noch die Hälfte der heutigen Gletscherfläche existieren. Und das hat weitreichende Konsequenzen für das natürliche Wasserreservoir der Alpen. Harald Lesch zeigt, wie wir Menschen auf die Veränderungen der Berge reagieren könnten, damit die Alpen noch eine Zukunft haben.
Diktator Kim Jong-un vollendet den Weg Nordkoreas zur Atommacht. Welche Gefahr geht von dem totalitären Regime im fernen Osten aus? Und wie ist der Aufstieg des einst isolierten Landes gelungen? Weil sich Nordkorea abschottet, beobachten Analysten aktuelle Entwicklungen mit Satellitenbildern. Sie zeigen, dass der Staat aufrüstet. Aber zu welchem Preis? Geflüchtete berichten exklusiv vom Elend der Menschen und Verfolgung. Wohin führt Kim Jong-un sein Land? Im Sommer 2025 ist im nordkoreanischen Staatsfernsehen zu sehen, wie Kim Jong-un weint. Der Diktator empfängt Särge mit toten Soldaten. Die Gefallenen haben an der Seite Russlands im Ukrainekrieg gekämpft. Kim gibt öffentlich zu, dass er sich in einen Krieg in Europa einmischt und Russland unterstützt. Der Lohn für Nordkoreas militärische Hilfe: Hunderte Millionen US-Dollar, die der Diktator in die eigene Aufrüstung steckt. Internationale Beobachter sind alarmiert. Wie gefährlich wird Kims Regime für die Welt? Was hat der junge Diktator mit seinen neuen Waffen vor? Die 'ZDFzeit'-Doku 'Nordkoreas Geheimnisse' zeichnet den Weg Nordkoreas nach, von einem isolierten Land mit einem verlachten Staatschef hin zu einer bedrohlichen Diktatur, die die Nähe zu Russland und China sucht. Die Hilfe Nordkoreas für den russischen Diktator Putin markiert einen Wendepunkt in der Aufmerksamkeit für das Land in Ostasien, das zunehmend einen Platz unter den Grossmächten auf der Welt für sich beansprucht. Der ehemalige deutsche Botschafter Thomas Schäfer erzählt, wie er vor gut zehn Jahren optimistisch auf den neuen Staatschef Kim Jong-un schaute. Die Modernisierung des Landes erweckte den Anschein, dass es auch militärisch und geopolitisch gemässigter zugehen könnte. Doch diese Hoffnungen fallen bald in sich zusammen, als Kim mögliche Konkurrenten um die Macht aus dem Weg räumt und 2017 mit einem enormen Nukleartest den Weg Nordkoreas zur Atommacht vollendet. Insider der immer wiederkehrenden Verhandlungen mit Nordkorea, wie der US-Sicherheitsexperte Sydney Seiler oder der südkoreanische Gesandte Moon Seong-mook, liefern Einblicke, wie sie von Nordkoreas Verhalten enttäuscht werden. Und wie auch die ungewöhnliche Rhetorik von Donald Trump und dessen historischer Besuch auf nordkoreanischem Boden keine Ergebnisse zeitigt. Weil sich das Land abschottet, nutzen Analysten hochauflösende Satellitenbilder und entdecken darauf neue Hangars für Drohnen oder die Einweihung von U-Booten, die atomar bestückte Raketen abschiessen können. Doch sie sehen auch, wie Dinge schiefgehen, eine Fregatte beim Stapellauf ins Wasser kippt. Die wahre Einsatzfähigkeit des massiv aufgerüsteten Militärs Nordkorea bleibt unklar. Erstmals erzählen in der ZDF-Doku Geflüchtete über ihr Schicksal. Sie zeigen, dass das Land seine eigene Bevölkerung ausbeutet. Kim Min-hee, aufgewachsen in der Hauptstadt Pjöngjang, wird ins europäische Malta geschickt, um dort in einer Textilfabrik unter Zwang zu arbeiten. In Nordkorea selbst schuften die Menschen in Lagern – teils 20 Stunden am Tag in Minen oder auf Feldern. Viele sterben an Hunger und Überlastung. Der Film hinterfragt, ob die Atommacht Nordkorea wirklich die militärischen Fähigkeiten hat, die Weltordnung zu verändern, und macht darauf aufmerksam, dass Kim Jong-un sehr viel unternimmt, um nicht länger unterschätzt zu werden.
Vier Nordkoreanern gelingt die Flucht. Sie berichten exklusiv, wie sie unter der Diktatur gelitten haben. Die Analyse von Satellitenbildern unterstreicht ihre bewegenden Erinnerungen. Die offiziellen Bilder zeigen Nordkorea im Aufschwung. Die Aussagen der Flüchtlinge und die Satellitenaufnahmen zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild: Luxus für eine Minderheit und harter Alltag für die Mehrheit. Wie ist das Leben in Nordkorea wirklich? In der Hauptstadt Pjöngjang zeigt sich Nordkorea von seiner besten Seite. Als Schülerin nimmt Na Min-hee an zahlreichen Massenveranstaltungen teil, für die sie Gesänge und Choreografien einüben muss. Die Bevölkerung der Hauptstadt geniesst Privilegien, muss sich diese aber über bedingungslosen Gehorsam verdienen. Auf Satellitenbildern ist erkennbar, wie Staatschef Kim Jong-un die Stadt modernisiert. Kwon Hyo-jin lernt die Realität Nordkoreas am eigenen Leib kennen: Erst nimmt er als Panzerfahrer an Aufmärschen in der Hauptstadt teil. Dann fällt er in Ungnade und landet in einem Straflager. Vermutlich mehr als 100.000 Menschen leben in solchen Lagern und leisten schwere Zwangsarbeit. Es ist unter anderem ihre Arbeit, die der Elite im Land ein Leben im Luxus ermöglicht. Bilder-Analyst Martyn Williams sieht auf Satellitenbildern, wie luxuriös die Kim-Familie residiert. Die restliche Bevölkerung dagegen muss ums Überleben kämpfen. Als in den 1990er-Jahren Hunderttausende an Hunger sterben, entsteht ein flächendeckendes Schwarzmarktsystem. Seon-ju berichtet, wie sie selbst zur Schmugglerin von Waren aus China wird. Allen Protagonisten des Films ist die Flucht vor 2019 gelungen. Sie berichten in der ZDFinfo-Doku frei über ihr Leben in Nordkorea. Menschenrechtsaktivisten ergänzen, was sie durch die Befragung von vielen anderen Nordkorea-Flüchtlingen über das Leben im Land herausgefunden haben. Der Film vereint die persönlichen Schicksale derer, die Kims Hölle entkamen, mit den nüchternen Analysen der Experten und mit Satellitenbildern, um das wahre Gesicht Nordkoreas zu zeigen.
Nordkorea: geographisch ein Zwerg, geopolitisch aber ein wichtiger Stratege. Wie schafft es die Kim-Dynastie, nie aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit zu verschwinden? Geschützt durch das eigene Atomprogramm und die Unterstützung des chinesischen Nachbarn gelingt es der nordkoreanischen Diktatur, die Drohkulisse gegenüber Südkorea, aber auch gegenüber der Supermacht USA aufrechtzuerhalten. Es scheint ein Paradox: Nordkorea ist eines der kleinsten Länder der Welt, sein Bruttoinlandsprodukt eines der niedrigsten der Welt. Das Land ist abgeschottet, die Bevölkerung bitterarm. Und trotzdem drängt Nordkorea seit 1948 auf die internationale Bühne, ist immer wieder Gesprächs- und Konfliktthema. Zentraler Bestandteil der nordkoreanischen Strategie ist das Atomprogramm. Der Beschaffung der Bombe widmet das Regime seit Jahrzehnten mehr und mehr seiner Ressourcen. 2006 zündet Nordkorea zum ersten Mal eine Atombombe und signalisiert damit der Welt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Die Kim-Dynastie hat militärische Macht und gleichzeitig starke Partner. Denn China betrachtet das Land als militärische Pufferzone und hält es in starker wirtschaftlicher Abhängigkeit. Mit diesen Sicherheiten im Hintergrund provoziert Nordkorea die Welt und schreckt dabei auch vor den Vereinigten Staaten nicht zurück. Was steckt dahinter? Wie gelingt es der Kim-Dynastie immer wieder, die Mächtigen an der Nase herumzuführen? Mithilfe führender Experten, einschliesslich ehemaliger Beamter des Pjöngjang-Regimes, analysiert die ZDFinfo-Dokumentation die aussenpolitischen Strategien der nordkoreanischen Regierung. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie – eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach aussen gegenüber dem Rest der Welt?
Seit drei Generationen regiert die Kim-Dynastie Nordkorea mit eiserner Faust. Es ist eine Familiendiktatur im Deckmantel eines kommunistischen Systems. Wie kann das funktionieren? Propaganda, Einschüchterung und Überwachung bilden die inneren Säulen der nordkoreanischen Gesellschaft. Es sind streng geheime Strukturen, in die kaum jemand Einblick bekommt. Denn nach aussen ist das Land hermetisch abgeschlossen. Die Kim-Dynastie beginnt mit Kim Il Sung, dem Grossvater des heutigen Herrschers Kim Jong Un. Der Regimegründer von 1948 bleibt bis 1994 an der Macht. Dank eines weltweit einzigartigen Personenkultes schafft er ein Regime nach seinen Vorstellungen. Nach seinem Tod wird er zum ewigen Präsidenten ernannt und regiert damit das Land offiziell immer noch. Sein Sohn Kim Jong Il führt die Amtsgeschäfte bis zu seinem Tod im Jahr 2011. Sollte der amtierende Präsident Kim Jong Un sterben, gelten seine Schwester Kim Yo Jong oder seine Tochter Kim Ju Ae als wahrscheinliche Nachfolgerinnen. Es ist eine Familienangelegenheit. Die Regierung Nordkoreas übt totale Kontrolle über das Land und seine Bevölkerung aus und nutzt dafür alle Instrumente von Repressionen, Todesurteilen, Zwangslagern bis hin zu einem umfassenden Überwachungssystem. Von der Geburt bis zum Tod schuldet jede Nordkoreanerin und jeder Nordkoreaner der Familie Kim absolute Loyalität. Das bedeutet unter anderem: Jeder ist dafür verantwortlich, seine Nächsten im Auge zu behalten, die Nachbarn auszuspionieren. Sogar Ehepartner können sich gegenseitig vor dem Ministerium für Volkssicherheit anklagen. Das Regime hat sich von sowjetischen Methoden inspirieren lassen und diese auf die Spitze getrieben, sodass niemand mehr vergisst, auf offiziellen Fotos zu lächeln. Auch wenn Kim Jong Un mittlerweile Modernisierung vor allem in der Hauptstadt Pjöngjang zulässt, gilt die Unterdrückung in Nordkorea doch als beispiellos. Durch die konsequente Abschottung des Landes geraten Einzelheiten nur selten an die Öffentlichkeit. In der ZDFinfo-Doku erzählen unter anderem Geflüchtete vom Leben in einem Regime, bei dem alles auf den ewigen Machterhalt der Kim-Dynastie ausgerichtet ist. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie – eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach aussen gegenüber dem Rest der Welt?
Kaum jemand kennt Kim Yo-jong, die Schwester von Kim Jong-un, dem Diktator Nordkoreas. Doch seit den Olympischen Spielen in Südkorea 2018 ist sie zur Nummer zwei des Regimes aufgestiegen. Sie beeindruckte bei offiziellen Empfängen durch sicheres, freundliches Auftreten an der Seite ihres Bruders. Ihre inzwischen jedoch unerbittlichen Propagandamassnahmen machten die vorübergehende Entspannung zwischen Nord- und Südkorea wieder zunichte. Zwischen Kim Yo-jong und ihrem Bruder Kim Jong-un herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Beide besuchten als Kinder einige Jahre eine Schule in der Schweiz und bereisten Europa. Selbst den Nordkoreanern war sie lange Zeit unbekannt. Bei der Beerdigung ihres Vaters tritt sie erstmals in die Öffentlichkeit. Inzwischen ist sie zur potenziellen Nachfolgerin ihres Bruders in der Linie der Kim-Dynastie avanciert.
Er ist durch Erbfolge zum kommunistischen Diktator geworden: Kim Jong-un. Mit eiserner Hand führt er die despotische Herrschaft seines Vaters und Grossvaters fort. Es gelingt ihm zwar, Nordkorea aus der diplomatischen Isolation zu holen. Doch gleichzeitig macht Kim Jong-un sein Land zu einer international gefürchteten Atommacht. Der Alltag der Menschen ist geprägt von Kontrolle, Mangelwirtschaft und Personenkult. Ehemalige nordkoreanische Diplomaten und nach Südkorea Geflüchtete berichten vom Leben jenseits des 38. Breitengrades und wie das Regime seine Macht aufrechterhält. Wichtige Instrumente der Staatsmacht sind vor allem die Geheimpolizei 'Bowibu', die die Bevölkerung auf Schritt und Tritt überwacht, und die Indoktrination der Massen, in Nordkorea unter dem Begriff 'Chuch'e' bekannt. Die Staatsideologie schreibt den Kult um die Kim-Familie vor – zum Wohle der Autarkie Nordkoreas. Mit dieser Leitlinie und militärischen Drohgebärden bleiben die internationalen Beziehungen angespannt. Das gilt insbesondere für das Verhältnis zu den USA – bis ausgerechnet Donald Trump, der nicht für diplomatische Finesse bekannt ist, einen Dialogversuch unternimmt. Doch die Bilanz der öffentlichkeitswirksamen Inszenierung ist ernüchternd. Eine positive Wende in den bilateralen Beziehungen bleibt aus.
Staatsgründer und 'ewiger Präsident' – Nordkoreas Diktator Kim Il Sung gilt selbst über seinen Tod hinaus als zentrale Führungspersönlichkeit des Landes. Seine Dynastie besteht bis heute. In dritter Generation regiert die Kim-Dynastie das kommunistische Nordkorea mit brutaler Macht. Heute scheint das Land stärker denn je geprägt von Führerkult und rigoroser Kontrolle des Volkes. Mit welchen Methoden hat Kim Il Sung jene Diktatur erschaffen? Nach der Vertreibung der Japaner durch die USA und die Sowjetunion im Jahr 1945 wird Kim Il Sung als Oberhaupt der sowjetischen Marionettenregierung in Nordkorea eingesetzt. Er träumt von der Wiedervereinigung Koreas und versucht, in Südkorea einzumarschieren. Die UN-Truppen unter Führung der USA bombardieren daraufhin nordkoreanische Städte. 20 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung – etwa zwei Millionen Menschen – sterben. Statt seinen Fehler einzugestehen, macht Kim die Feinde verantwortlich – klassischer Schachzug eines Diktators. Jeder ist nun Feind, der ihn und sein Regime kritisiert. Mit öffentlichen Hinrichtungen werden alle abgeschreckt, die erwägen, ihn zu kritisieren. Mit ständiger Propaganda und Indoktrination erzeugt er eine alternative Realität: Sein Volk werde durch die USA bedroht. Schon Kleinkindern wird eingebläut, dass er der Vater der Nation sei und das Volk ihn brauche, um zu überleben. Die Menschen müssen sich gegenseitig bespitzeln und Bericht erstatten. Ein Diktator erzwingt Loyalität mit einem Klima der Angst. Mithilfe eines Kastensystems werden die Menschen nach Loyalität bewertet. Vermeintliche Gegner landen im Straflager. In den 1960er-Jahren lässt Kim mehr als 6000 politische Feinde hinrichten. Warum stützen die Nordkoreaner ein solches Regime? Es ist wohl der Personenkult, den Kim Il Sung um sich erschaffen hat. Er gilt als 'Grosser Führer' und als göttlich. Dieser Kult ist nie abgeklungen und lebt bis heute in Nordkorea fort. Kim Jong Un ist sein Klon. Er trägt die gleiche Frisur wie sein Grossvater und wurde gemästet, damit er auch körperlich so aussieht wie er. Die Dynastie von Kim Il Sung hat zwölf US-Präsidenten überlebt und besteht seit mehr als 70 Jahren. Und es ist nicht abzusehen, dass sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird. Die sechsteilige Reihe 'Bauplan des Bösen' verfolgt den Aufstieg und Fall von sechs Diktatoren im 20. Jahrhundert, die die Geschichte mit brutalen Methoden wesentlich geprägt haben. Trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten wenden sie nahezu die gleichen Mittel an, um an die Macht zu kommen und sich dort zu halten.
Cast
Tim Beckmann, Charles K. Amrstrong, Jean H. Lee, Michael Madden, Bruce Cumings, Natasha Ezrow, Kil-Sun Kim
In Nordkorea droht Menschen der Tod, wenn sie zum Beispiel den korpulenten Machthaber Kim Jong Un als 'fett' bezeichnen. Über den Alltag in diesem rätselhaften Land ist wenig bekannt. Viele Menschen in Nordkorea leiden unter chronischer Unterernährung. Doch wer sich über die Zustände im Land beschwert, kann schnell in einem Arbeitslager enden. Trotz der Entbehrungen in ihrem harten Alltag sind die meisten Nordkoreaner extrem stolz auf ihr Land. Nordkorea, auch das 'Einsiedler-Königreich' genannt, bleibt für den Westen ein Rätsel – in einem Chaos aus Fehlinformationen, internationalem Misstrauen und Angst. Die Bewohner leben isoliert von der Welt, provoziert durch die Politik ihrer eigenen Regierung. Viele von ihnen betrachten sich als blosse Marionetten des Staatsapparates. Die Dokumentation zeigt: Es sind ganz normale Menschen, die einfach nur zu überleben versuchen. Und trotz allem Leid und der Mangelernährung bedeutet den Nordkoreanern der Stolz auf ihr Land sehr viel. Mit nahezu religiöser Leidenschaft bewundern sie die Kim-Familie, die seit fast 70 Jahren über das Königreich herrscht. Diese mit verdeckter Kamera in Nordkorea produzierte Dokumentation gibt einzigartige Einblicke in die täglichen Herausforderungen der Bewohner dieses rätselhaften Landes.
Cast
Savanna Washington, Colin Powell, Jerome Sauvage, So Jung Il, Suzy Kim, Charles Armstrong, Tim Peters
Von den ersten Flugversuchen waghalsiger Pioniere bis zum 'A380' – Fliegen ist ein alter Menschheitstraum, den Erfindergeist und hohe Ingenieurskunst möglich machten. Die Doku-Reihe 'Genial konstruiert' zeigt enorme Fortschritte im Bereich des Bauingenieurwesens. Experten und Wissenschaftler erklären bahnbrechende Erfindungen vergangener Zeiten sowie Innovationen im Bereich der Architektur und Technik. Was kommt als nächstes? Fliegen können wie ein Vogel – dieser Traum ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Mut und Neugier prägen die Anfänge der Luftfahrt, auch wenn die ersten Versuche oft zum Scheitern verurteilt waren. Mithilfe neuer Technik und neuer Materialien war es Ingenieuren möglich, eine rasante Entwicklung in der Luftfahrt voranzutreiben und die Technologie zu schaffen, die wir heute kennen. Matthieu Barreau ist Pilot und Ingenieur. Er begibt sich auf Spurensuche in der Geschichte der Luftfahrt: angefangen bei unerschrockenen Pionieren und ihren unglaublichen Maschinen, Geheimnissen berühmter Ingenieure – bis hin zur Zukunft der Luftfahrt. Bei seiner Reise durch die Geschichte der Luftfahrt trifft er Experten und Ingenieure und ergründet, wie es der Menschheit innerhalb eines Jahrhunderts möglich war, den Himmel zu erobern. Die Geschichte des bislang grössten Passagierflugzeuges der Welt erfährt Barreau beim Hersteller des Riesenjets 'A380' in Toulouse. Doch auch anderswo wird weiter mit Hochdruck an der Zukunft des Fliegens geforscht. So zum Beispiel an solargetriebenen Luftfahrzeugen. Den Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg gelingt 2015/2016 der Durchbruch: Ausschliesslich angetrieben von Sonnenenergie, umrunden sie mit ihrem Motorflugzeug 'Solar Impulse' die Erde. Diese und weitere Entwicklungen zeigen, dass die technologische Entwicklung in der Luftfahrt nicht stillsteht und weitere Innovationsprozesse folgen werden.