Donald Trump ist ein US-Präsident wie keiner vor ihm. Atemlos verfolgt die Welt eine 'Politik der Abrissbirne' mit ihren Traditionsbrüchen, Stellungswechseln und Widersprüchen. Das Konzept von 'Flood the Zone with Shit', einst ausgerufen von Trump-Flüsterer Steve Bannon, zeigt Wirkung: Öffentlichkeit und Medien kommen nicht mehr hinterher. Die Medien schaffen es nicht, all die Falschbehauptungen, Gesetzesbrüche und Dummheiten ans Licht zu bringen und zu untersuchen, während die MAGA-Maschinerie weiter nach vorne stürmt. Die Dokumentation 'Trump und das Silicon Valley – Staatsstreich der Tech-Milliardäre' zeigt unter der stürmischen Oberfläche mächtige Grundströme, die die USA beharrlich in eine neue Welt treiben. Anführer der digitalen Revolution – es sind fast ausschliesslich Männer – bemannen die Trump-Administration mit ihren Leuten. Vizepräsident JD Vance an der Spitze. Ihre Mission: dafür sorgen, dass alle Beschränkungen für ihre Unternehmen und Auftraggeber fallen. Projekte wie Kryptowährungen, der Einsatz künstlicher Intelligenz in allen Bereichen von Wissenschaft, Wirtschaft und Militär, ungehemmte, unterschiedslose Verbreitung von News, Legenden und Behauptungen und rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen sollen die USA zur Übermacht des 21. Jahrhunderts machen. Sonst, so ihr Argument, wird China diese Position einnehmen. Alles muss mit Hypergeschwindigkeit gehen, wie der Über-Unternehmer Elon Musk es vorgemacht hat. Innehalten, nachdenken, gesellschaftliche Leitplanken sind für sie bloss Hindernisse. Ethik und moralische Bedenken – etwa gegen Eugenik, Optimierung des menschlichen Erbguts – sind was für Feiglinge. Die westliche Welt soll ihre altmodische Abneigung gegen autokratische Führer überwinden. Demokratie ist ihnen zu langsam. Sie wollen die USA führen wie ihre Unternehmen. Unter einem machtvollen Anführer. Noch hat sich Widerstand dagegen nicht formiert. Mahner aus Medien, Universitäten und NGOs blicken hoffnungsvoll nach Europa – dort soll ihr Amerika ein Vorbild finden. Angela Andersen und Claus Kleber haben wiederholt über den 'Tsunami an Innovation' aus dem Tal bei San Francisco berichtet. Diesmal treffen sie bei ihrer Reise durch die 'Schöne Neue Welt' aufs Höchste alarmierte Mahner und Warner. Noch sei es nicht zu spät, die Dinge ans Licht zu bringen und den Kurs zu ändern, sagen sie.
Elon Musk und Donald Trump – zwei der einflussreichsten Männer unserer Zeit. Lange verband sie eine strategische Allianz – doch seit Juni 2025 ist Schluss. Der eine: Unternehmer, Visionär, Techmogul. Der andere: Präsident, Populist, Reizfigur. Die Doku erzählt die Geschichte als Machtanalyse: Wer von beiden kontrolliert mehr – die Wirtschaft, die Medien, die politische Bühne – und das Weltall? Und was bedeutet dieser Bruch für die USA, den Westen, die Demokratie? Diese Fragen stellen sich die Autoren Bernd Reufels, Klaus Kastenholz und Laura Hohmann. Die grosse Verbrüderung zwischen Trump und Musk endet so wortgewaltig, wie sie begonnen hat. Während mitten im Präsidentschaftswahlkampf Elon Musk plötzlich verkündet, dass er Trump unterstützt, droht er ihm im Juni 2025 indirekt mit einem Amtsenthebungsverfahrung und der Gründung einer eigenen Partei. Der Konflikt erreichte einen brisanten Punkt, als Musk dem Präsidenten öffentlich eine Verbindung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterstellte. Belege legte er nicht vor. Trumps Umfeld wies die Anschuldigungen zurück, äusserte sich jedoch nicht weiter dazu. Und Trump droht mit der Streichung sämtlicher Privilegien und Subventionen für Musks Unternehmen. Der Auslöser? Nur ein umstrittenes Gesetz, das Musk verhindern wollte? Das Gesetz sieht umfassende Steuer- und Ausgabenreformen vor. Das würde allerdings auch die Staatsverschuldung um Billionen Dollar erhöhen. In wirtschaftlicher Hinsicht bleibt Musk ein Libertärer, er fordert begrenzte Regierungseinmischung. Er plädiert für eine Reduzierung der Staatsausgaben, eine Senkung der Steuern und die Aufhebung von Vorschriften, insbesondere derjenigen, die sich auf seine Unternehmen auswirken. Der Film zeigt nicht nur den zu erwarteten Showdown zweier Super-Egos, die Ursachen und die Folgen reichen tiefer als es zunächst scheint. Gestaltet wird die Doku in einem hochwertigen Look mit Archiv- und Lizenzmaterial sowie grafisch aufwendig aufbereiteten Social-Media-Posts und Erklärgrafiken. Renommierte Experten, Journalisten, Politiker und Wissenschaftler ordnen die Geschehnisse ein.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Nordkorea schickt Truppen in den Ukrainekrieg und tritt international immer selbstbewusster auf. Das Kim-Regime nutzt neue globale Allianzen für das eigene Image. Seit Jahrzehnten wird der Kollaps Nordkoreas vorhergesagt – doch das Gegenteil passiert: Die Kim-Dynastie scheint stärker denn je. Propaganda, militärisches Muskelspiel und das Atomprogramm sichern Kims Macht nach innen und aussen. Die Dokumentation 'Nordkorea – Die Macht der Kim-Dynastie' zeichnet nach, wie Nordkorea von einer kleinen isolierten Erbdiktatur zu einem der wenigen Länder werden konnte, das die USA mit transkontinentalen Atomwaffen erreichen könnte. Erstmals entsendet das Regime Tausende Soldaten an der Seite Russlands in den Ukrainekrieg – ein vielbeachteter Schritt, der dem Land Kampferfahrung, Devisen und Zugang zu neuer Militärtechnologie verschafft. Neue Archive, exklusive Analysen internationaler Nordkorea-Experten und Einblicke in die aufwendig inszenierten Trauer- und Heldenkulte zeigen, wie es dem System zu gelingen scheint, durch neue internationale Stärke das Ansehen im eigenen Land zu stärken. So zeigt sich, warum Kim Jong Un in einer so günstigen strategischen Position scheint wie nie zuvor – und weshalb die Welt seine Rolle nicht unterschätzen sollte. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie – eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen im eigenen Land und nach aussen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe 'Die Macht der Kim-Dynastie' zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Nordkoreas Kim-Dynastie stilisiert sich seit jeher mit Mythen und Propaganda zu Göttern. Doch etwas scheint sich zu wandeln: Bereiten sich die Kims schon auf den nächsten Machtwechsel vor? Seit Kurzem zeigt sich Nordkorea von einer ungewohnten Seite: Luxusresorts, ein Marathon in der Hauptstadt, eine fast nahbar wirkende Diktatorenfamilie. Vollzieht das Land, das bislang eher durch Abschottung und Repressionen bekannt ist, einen Imagewandel? Die neue Folge der Reihe 'Die Macht der Kim-Dynastie' blickt in das Landesinnere und zeigt zwei ganz unterschiedliche Seiten des aktuellen Nordkorea. Auf der einen Seite präsentiert sich das Land weltoffen bei sportlichen Events mit internationalen Teilnehmern, die vorher sorgfältig ausgewählt und eingeladen wurden. Über die Landesgrenzen hinaus verbreiten sich Bilder einer offenbar blühenden Wirtschaft: Onlineshopping in Pjöngjang, traumhafte Badestrände mit moderner Urlaubsinfrastruktur und sogar Streamingdienste für die wohlhabenden und regimetreuen Nordkoreaner. Das staatliche Fernsehen zeigt fröhliche Einheimische, die sich am Badeort Wonsan eine Auszeit gönnen nach ihrer harten Arbeit für ihr Vaterland. Einst völlig abgeschottet, sollen mittlerweile rund 80 Prozent der Nordkoreaner ein Handy besitzen – allerdings nur mit zugelassenen nordkoreanischen Apps. Kim Jong Un scheint ganz offensichtlich einen Imagewechsel anzustreben. Immer häufiger tritt der nordkoreanische Anführer mit seiner Tochter Kim Ju Ae in die Öffentlichkeit. Ein Hinweis auf eine mögliche Thronfolge oder eine Taktik, um nahbarer und menschlicher zu erscheinen? Auf der anderen Seite jedoch greift das Regime nach wie vor weiter hart durch: Archivaufnahmen und Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen öffentliche Prozesse gegen Schüler, die beim Konsum südkoreanischer Popkultur erwischt worden sind. Internationale Experten betonen: Ein Imagewandel nach aussen bedeutet noch keineswegs eine Aufgabe von Überwachung, Bestrafung und Zensur. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie – eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach aussen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe 'Die Macht der Kim-Dynastie' zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Kaum jemand kennt Kim Yo-jong, die Schwester von Kim Jong-un, dem Diktator Nordkoreas. Doch seit den Olympischen Spielen in Südkorea 2018 ist sie zur Nummer zwei des Regimes aufgestiegen. Sie beeindruckte bei offiziellen Empfängen durch sicheres, freundliches Auftreten an der Seite ihres Bruders. Ihre inzwischen jedoch unerbittlichen Propagandamassnahmen machten die vorübergehende Entspannung zwischen Nord- und Südkorea wieder zunichte. Zwischen Kim Yo-jong und ihrem Bruder Kim Jong-un herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Beide besuchten als Kinder einige Jahre eine Schule in der Schweiz und bereisten Europa. Selbst den Nordkoreanern war sie lange Zeit unbekannt. Bei der Beerdigung ihres Vaters tritt sie erstmals in die Öffentlichkeit. Inzwischen ist sie zur potenziellen Nachfolgerin ihres Bruders in der Linie der Kim-Dynastie avanciert.
In einer zehnjährigen Geheimmission begeben sich zwei Männer in das brutalste Regime der Welt. Sie wollen Nordkoreas Verstrickungen in den internationalen Waffen- und Drogenhandel beweisen. Es gelingt ihnen, über die 'International Korean Friendship Association' in die höchsten Kreise der Diktatur vorzudringen. Mit versteckten Kameras dokumentieren sie ihre Verhandlungen über den Bau einer illegalen Waffenfabrik in Uganda. Der arbeitslose dänische Koch Ulrich Larsen tritt an den investigativen Filmemacher Mads Brügger heran, weil er Nordkoreas illegale Machenschaften enthüllen will. Er möchte, dass darüber ein Film gemacht wird, und filmt selbst mit geheimer Kamera. Von 2011 bis 2017 infiltriert er schrittweise die dänische und internationale 'Korean Friendship Association' und bekommt dort die Aufgabe, Investoren für Nordkorea zu finden. Der Filmemacher erfindet dafür einen finanzkräftigen Investor, Mr. James. Der ehemalige Fremdenlegionär und Kokain-Dealer soll als norwegischer Öl-Milliardär auftreten und Waffen und Drogen von Nordkorea ordern. Nach einem Crashkurs in der Kunst der Spionage gelingt es den beiden Amateur-Agenten, einen Vertrag über einen Waffendeal mit Nordkorea zum Abschluss zu bringen. Doch dann droht der dänische Koch aufzufliegen. Annie Machon, ehemalige Mitarbeiterin des britischen Nachrichtendienstes MI5, ordnet mit dem Maulwurf und Mr. James die Ereignisse ein.
Ripetizione
W
Cast
Ulrich Løvenskjold Larsen, Mads Brügger, Alejandro Cao de Benos de Les y Pérez, Jim Latrache-Qvortrup, Annie Machon, Hisham Al-Dasouqi, Kim Ryong Chol
In einer zehnjährigen Geheimmission schleichen sich zwei Männer in das gefährlichste Regime der Welt ein. Sie wollen Nordkoreas Verstrickungen in den internationalen Waffenhandel beweisen. Der Maulwurf Ulrich Larsen und der erfundene Investor Mr. James reisen mit koreanischen Offiziellen nach Uganda, um dort den Bau einer Waffenfabrik in die Wege zu leiten. Sie finden so heraus, wie Nordkorea die UN-Sanktionen unterläuft. Der Film dokumentiert die Zeit von 2017 bis 2020. Der Maulwurf Ulrich Larsen übersteht einen Check auf Wanzen durch den KFA-Präsidenten Alejandro Cao de Benós und treibt zusammen mit seinem Komplizen Mr. James ein vermeintliches grosses Waffengeschäft mit Nordkorea voran. Mit versteckten Kameras und Mikrofonen wird der Abschluss von Verträgen im Geheimen aufgezeichnet. Annie Machon, ehemalige Mitarbeiterin des britischen Nachrichtendienstes MI5, ordnet mit dem Maulwurf und Mr. James die Ereignisse ein.
Ripetizione
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Cast
Ulrich Løvenskjold Larsen, Mads Brügger, Alejandro Cao de Benos de Les y Pérez, Jim Latrache-Qvortrup, Annie Machon, Hisham Al-Dasouqi, Kim Ryong Chol
Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, um ihre Freiheit zu erlangen? Packende Fluchtgeschichten zeigen Bilder aus Nordkorea, die unter Lebensgefahr heimlich aufgenommen wurden. Eine Familie will mitsamt der alten Grossmutter und der kleinen Kinder durchs Gebirge aus Nordkorea, dem repressivsten Staat der Erde, entkommen. Ein Pfarrer aus Südkorea hilft ihnen und wird zum selbstlosen Helden. Im Mittelpunkt des Films steht eine Mutter, die verzweifelt versucht, ihr Kind wiederzusehen, das sie zurücklassen musste, eine fünfköpfige Familie – darunter kleine Kinder und eine ältere Grossmutter -, die sich auf eine tückische Reise über den Yalu-Fluss und in die feindlichen Berge Chinas begeben, und ein Mann Gottes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen verzweifelten Menschen zu helfen. Sollten sie gefasst werden, drohen schwerste Strafen, möglicherweise sogar die Hinrichtung. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist über viele Quadratkilometer so vermint, dass dieser Fluchtweg nicht infrage kommt. Deshalb müssen Nordkoreaner, die ihr Land verlassen wollen, nicht nur einen Stacheldrahtzaun überwinden und einen reissenden Fluss überqueren, sondern sich anschliessend noch heimlich über China, Vietnam und Laos bis nach Thailand durchschlagen. Erst dort sind sie sicher und werden nicht mehr an die Schergen von Kim Jong Un ausgeliefert. Was wir von Nordkorea sehen, ist zumeist genau das, was das Kim-Regime uns sehen lassen will: die Atomraketen, die grossen Paraden und die emotionale Vergötterung der Kims. Der Film wirft einen Blick auf den Alltag der 26 Millionen Nordkoreaner, die weitgehend von der Aussenwelt abgeschnitten sind und sich nicht vorstellen können, dass es noch ein anderes Leben gibt als das, das sie führen. Historische Rückblenden und politische Exkurse erlauben eine geopolitische Einordnung der aktuellen Situation zwischen Nord- und Südkorea.
Cast
Barbara Demick, Sung-eun Kim, Hyeonseo Lee, So-yeon Lee, Sue Mi Terry, Jung Gwang-Il, Jean H. Lee
Kim Yo-jong: Sie ist die Schwester von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und zugleich seine engste Beraterin. Längst gilt Kim Yo-jong als Nordkoreas geheime Nummer zwei. Doch man weiss fast nichts von ihr. Nicht einmal ihr Geburtsjahr ist bekannt. Wer ist die Frau, die öffentlich nicht sprechen darf, aber aus dem Hintergrund die Strippen zieht? Wer ist die Souffleuse des Diktators? Wer ist Kim Yo-jong? 2011, bei der Beerdigung ihres Vaters, des 'ewigen Generalsekretärs' Kim Jong-il, taucht Kim Yo-jong das erste Mal in der Öffentlichkeit auf. Seit diesem Tag gewinnt sie immer mehr an Einfluss. Wenn ihr herzkranker Diktatoren-Bruder Kim Jong-un zwischenzeitlich abtaucht, ist sie es, die Nordkorea aus dem Hintergrund führt. Sie ist auch die erste Vertreterin der Kim-Dynastie, die nach Südkorea reist. Doch die Friedensbotschafterin verwandelt sich schnell zur Hardlinerin. 2020 lässt sie das gemeinsame interkoreanische Verbindungsbüro in die Luft sprengen und droht dem Nachbarland mit dem Einsatz von Atomwaffen. Ist Nordkoreas nächster Herrscher also möglicherweise eine Diktatorin?
Einfache Antworten in schwierigen Zeiten: Das ist der Köder der Verschwörungstheoretiker. In Zeiten von Social Media und Fake News locken QAnon & Co.so Millionen Menschen in ihr Netz. Verschwörungen verzerren das Weltbild und wirken wie eine Droge. In Detroit erzählt die ehemalige QAnon-Gläubige Lenka Perron von ihrem Ausstieg. Claudia Müller, ehemalige Redaktionsleiterin einer alternativen Medienplattform, zeigt, wie man Fake News schreibt. Der republikanische Opportunist Sam Racioppi war beim Sturm aufs Kapitol dabei. Für ihn sind Verschwörungen Mittel zum Zweck. Verschwörungstheorien wirken auf komplexe Art und Weise. Sie gaukeln einfache Erklärungen vor und regen dazu an, eigene Schlüsse zu ziehen. Doch basieren diese nicht auf Fakten, sondern modernen Märchen. Die Masche gerät zum perfiden Spiel, das in den USA im Fall von QAnon sogar zum Sturm aufs Kapitol führte. Verschwörungserzählungen haben Hochkonjunktur. Egal, ob die 'BRD GmbH', Chemtrails, QAnon, die Illuminaten oder Reptiloide – lange Zeit sind das Nischenthemen kleiner Communities. Mittlerweile sind solche Erzählungen auch der breiten Öffentlichkeit ein Begriff, und wir begegnen ihnen immer öfter im Alltag. Die sechsteilige Doku-Serie 'Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen' begibt sich in das skurrile wie abgründige Paralleluniversum von Verschwörungserzählungen.
Der Hype rund um das Mysterium Ufos ist weltweit auf einem neuen Hoch. Doch hinter unschuldiger Faszination lauert der Einstieg in gefährliche, realitätsverzerrende Verschwörungserzählungen. Raumschiffe, fliegende Untertassen, unerklärliche Flugobjekte. Die Grenzen zwischen Sci-Fi und Realität verschwimmen. Immer mehr Leute glauben an Besuche aus dem All und laufen Gefahr, versteckten demokratie- oder fremdenfeindlichen Botschaften aufzusitzen. Seit Menschengedenken blicken wir in den Himmel. Aber guckt von dort aus auch jemand zurück? Werden wir vielleicht schon seit längerer Zeit von oben beobachtet, von Ufos – unbekannten Flugobjekten? Vor allem in Ufologie-Kreisen waren die Erwartungen im Sommer 2021 gross, als das Pentagon die jahrzehntelang gesammelten Geheimdienstberichte über Ufo-Sichtungen veröffentlichte. Eindeutige Beweise für Flugobjekte ausserirdischen Ursprungs gab es auf den Videos zwar nicht zu sehen, aber den vor allem in den USA grassierenden Ufo-Hype hat das weiter befeuert. Auf dem jährlich stattfindenden Ufo-Festival in Roswell ist folglich auch das Hauptthema: Was weiss die amerikanische Regierung wirklich über die mysteriösen Objekte am Himmel, die mittlerweile UAPs (Unidentified Aerial Phenomena) genannt werden? Dort hält auch der Geologe und Ufo-Enthusiast Frank Kimbler Vorträge. Bei seinen regelmässigen Ausflügen in die Wüste New Mexicos hat er Metallteile gefunden. Reste eines angeblich 1947 dort abgestürzten Ufos? Ausserdem gibt es die offiziell als authentisch bestätigten Aufnahmen, die von Piloten der US Navy bei ihren Trainingsflügen gemacht wurden. Dazu gehört Ryan Graves, der vor der Küste Floridas mysteriöse Flugobjekte auf seinem Radarschirm gesehen hat. Darunter das berühmt gewordene 'Tic Tac'-Ufo. Geheime Waffen? Futuristische Drohnen? Oder doch Ufos? Die sechsteilige Doku-Serie 'Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen' begibt sich in das skurrile wie abgründige Paralleluniversum von Verschwörungserzählungen.
Am 8. März 2014 verschwindet der Malaysia-Airlines-Flug 370 nach dem Start spurlos vom Radar. An Bord sind 239 Menschen. Der Vorfall ist bis heute das grösste Rätsel der zivilen Luftfahrt. Bis zum plötzlichen Verschwinden von MH370 handelt es sich um einen Routineflug von Kuala Lumpur nach Peking. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Für die Angehörigen ist diese Ungewissheit schwer zu ertragen. Keiner kann ihnen sagen, ob die Passagiere noch leben. In den Stunden nach Abbruch des Funkkontakts versucht das Krisenmanagement der Airline erfolglos, die verschollene Maschine zu orten oder herauszufinden, was an Bord passiert ist. Auch die Ermittler der Flugsicherung rätseln, wie ein Flugzeug verschwinden kann, ohne dass Pilot oder Crew einen Notruf absetzen oder einen Zwischenfall melden. Derweil stürzt sich die Presse auf die Familien, die in Peking vergeblich auf die Ankunft ihrer Verwandten warten. Einer von ihnen ist Ghyslain Wattrelos, dessen Frau zusammen mit zwei ihrer drei Kinder an Bord war. Für den Franzosen beginnt wie für die übrigen Angehörigen der 239 Vermissten das qualvolle Warten auf Antworten. Er hofft, die Maschine habe lediglich notlanden müssen. Doch je mehr Zeit ohne ein Lebenszeichen vergeht, desto wahrscheinlicher wird eine Tragödie. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
'heute Xpress' ist ein kompaktes Nachrichtenformat des ZDF, das mehrmals täglich ausgestrahlt wird. In wenigen Minuten bietet die Sendung einen schnellen Überblick über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die Beiträge sind klar strukturiert und verständlich aufbereitet, sodass die Zuschauer jederzeit schnell und zuverlässig über das aktuelle Weltgeschehen informiert sind. Ergänzt wird das Format durch kurze Meldungen zum Wetter sowie zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen im Sport.
Auch Tage nach dem Verschwinden von MH370 herrscht weiter Ungewissheit über das Schicksal der Passagiere. Bei Angehörigen wächst die Verzweiflung, die Verantwortlichen wirken überfordert. Immer neue Theorien tauchen auf. Als Satellitenfotos angeblich Trümmer im Meer zeigen, scheint ein Absturz bewiesen. Doch die Suche vor Ort bleibt erfolglos. Kurz darauf wird publik, dass zwei Iraner mit falschen Pässen an Bord waren. Haben sie das Flugzeug entführt? Sofort stürzt sich die Presse auf die Terrorismus-Hypothese. Doch als Interpol die Identität der zwei Männer klären kann, ist auch diese Theorie widerlegt. In der Zwischenzeit melden sich Augenzeugen, die gesehen haben wollen, wie ein brennendes Flugzeug als Feuerball ins Meer stürzte. Doch auch in diesem Fall finden die Suchteams vor Ort keinerlei Hinweise oder Wrackteile. Für die Angehörigen wie Grace Nathan, deren Mutter an Bord war, gleichen diese widersprüchlichen Informationen einer emotionalen Achterbahnfahrt, zumal die internationalen Medien inzwischen rund um die Uhr live über jede neue Entwicklung berichten. Ein Artikel des 'Wall Street Journal' gibt der verwirrenden Geschichte schliesslich eine neue Wendung. Demnach soll die Maschine laut US-Ermittlern noch stundenlang nach Abbruch des Funkverkehrs weitergeflogen sein – allerdings in eine völlig andere Richtung. GPS-Daten der Airline bestätigen die Meldung. Hat die Maschine absichtlich umgedreht und einen neuen Kurs eingeschlagen? Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Bevor MH370 vom Radar verschwunden ist, hat die Maschine noch mehrere Wendemanöver durchgeführt. Schnell nehmen die Ermittler den Flugkapitän ins Visier – und finden belastende Indizien. Kapitän Zaharie Ahmad Shah besass einen Flugsimulator, mit dem er zu Hause eine ähnliche Route übte. Zudem hatte er angeblich Eheprobleme und war depressiv. Doch Verwandte und langjährige Weggefährten des erfahrenen Piloten halten einen Suizid per Absturz für absurd. Derweil schockt Malaysia Airlines die Angehörigen zwei Wochen nach dem Verschwinden von MH370 mit der Erklärung, die Maschine sei westlich von Australien im südlichen Indischen Ozean abgestürzt und alle Passagiere seien tot. Zu dieser Annahme gelangen die Verantwortlichen mithilfe neuer Satellitendaten. Demnach sandte die vermisste Maschine mehrere Stunden lang nach Abbruch des Funkkontakts weiter ein elektronisches Signal an einen Satelliten, wodurch sich eine wahrscheinliche Flugroute berechnen liess. Sofort werden Bergungsteams in das neue, erneut riesige Suchgebiet geschickt, um die Blackbox des Fliegers aufzuspüren. Mit ihren Daten könnte endlich die Wahrheit über Flug 370 aufgedeckt werden. Doch die Zeit drängt – denn die Batterien der Blackbox halten nur noch wenige Tage. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Cast
Danica Weeks, Intan Othman, Fuad Sharuji, Jeff Wise, Peter Foley, Grace Nathan, Florence De Changy
Die Suche nach MH370 im Indischen Ozean bleibt erfolglos. Ohne Beweis für einen Absturz klammern sich die Angehörigen an die Hoffnung – bis 2015 auf La Réunion das erste Wrackteil gefunden wird. Im Laufe der folgenden Monate werden in Afrika weitere Trümmer entdeckt. Teilweise beteiligen sich die Hinterbliebenen selbst an der Suche. Hilfe erhalten sie von einem australischen Abenteurer. Doch einige sind misstrauisch – was will der mysteriöse Fremde wirklich? Derweil bestätigt ein Team internationaler Experten durch eine Untersuchung im Labor, dass die gefundenen Wrackteile tatsächlich von der verschollenen Maschine stammen und monatelang im Wasser trieben. Hinweise auf eine mögliche Absturzursache geben die Funde allerdings nicht. Für die Angehörigen ist diese Ungewissheit frustrierend. Eine von ihnen, die Amerikanerin Sarah Bajc, übernimmt eine Führungsrolle unter den Hinterbliebenen und sorgt für mediale Präsenz. Zudem organisiert sie einen Spendenaufruf im Internet. Mit dem gesammelten Geld sollen Whistleblower, die aus Angst vor Konsequenzen noch schweigen, ermutigt werden, sich mit entscheidenden Hinweisen zu melden. Denn noch immer vermuten viele, dass die Behörden ihnen etwas verheimlichen. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Knapp drei Jahre nach dem Verschwinden von MH370 wird die Suche Anfang 2017 ergebnislos eingestellt. Ein Jahr später legen die Ermittler ihren mit Spannung erwarteten Abschlussbericht vor. Doch in dem Bericht finden sich keinerlei neue Erkenntnisse. Eine Beteiligung Dritter wird nicht ausgeschlossen. Einige Angehörige wie Ghyslain Wattrelos geben sich damit nicht zufrieden. Er ermittelt auf eigene Faust und stösst auf eine merkwürdige Fracht an Bord. Zusammen mit der Journalistin Florence de Changy befasst sich der Franzose, der durch MH370 seine Frau und zwei Kinder verlor, mit einer Ladung, die unter mysteriösen Umständen ohne Sicherheitskontrolle an Bord des Fliegers gelangt sein soll. Laut offiziellen Angaben handelte es sich dabei um elektronische Artikel. War diese Fracht vielleicht so wertvoll, dass eine ausländische Macht das Flugzeug abfing, damit sie Peking nie erreicht? Derweil erzählen an der Suche Beteiligte wie Peter Foley, ehemaliger Chef-Ermittler der australischen Flugsicherheitsbehörde, von den widrigen Umständen auf hoher See für die Teams im Indischen Ozean. Er erklärt, warum die Beschaffenheit des Meeresbodens im mutmasslichen Absturzgebiet die Suche so erschwert hat. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Cast
Grace Nathan, Ghislain Wattrelos, Intan Othman, Mike Exner, Mark Dickinson, Blaine Gibson, Jeff Wise
2022 kehrt der Abenteurer Blaine Gibson nach Madagaskar zurück und entdeckt ein Wrackteil, das seltsame Schäden aufweist und wertvolle Hinweise auf die letzten Minuten von MH370 geben könnte. Im Laufe der Jahre werden über 30 Wrackteile gefunden. Mit ihrer Hilfe wollen Experten rekonstruieren, was mit dem Flugzeug passiert ist. Auch für die Angehörigen ist das eine wichtige Frage. Mussten die Passagiere vor dem wahrscheinlichen Absturz leiden? Auch acht Jahre nach ihrem Verschwinden bleibt Malaysia-Airlines-Flug 370 verschollen. Die Trümmer, die man entlang der Ostküste Afrikas in Ländern wie Tansania und auf Inseln wie Mauritius fand, scheinen lediglich zu belegen, dass die Maschine irgendwo im südlichen Indischen Ozean ins Meer gestürzt ist. Das widerspricht der Theorie, das Flugzeug sei bereits kurz nach dem Start über dem Südchinesischen Meer abgeschossen worden. Auch die Fracht an Bord wird von den Ermittlern als unverdächtig eingestuft. So müssen die Angehörigen wie Ghyslain Wattrelos und Grace Nathan lernen, mit dem Verschwinden von geliebten Menschen zu leben. Im Abschluss der Reihe erzählen sie, wie sie mit dem tragischen Verlust umgehen, den sie durch das bis heute grösste Rätsel in der Geschichte der Luftfahrt erlitten haben. Am 8. März 2014 verschwindet Malaysian-Airlines-Flug 370 nur 38 Minuten nach dem Start spurlos. Ein Unfall? Erweiterter Suizid des Piloten? Oder wurde das Flugzeug gar absichtlich vom Himmel geholt?
Zwei neue 'Boeing 737 MAX' stürzen innerhalb weniger Monate ab, 346 Menschen sterben. Grund für die Unglücke ist eine Serie von fatalen Fehlern – hauptsächlich in der Technik und Software. Eine neue Steuerungssoftware gilt als Hauptursache für die Abstürze der Boeing-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019. Bei falschen Sensordaten ist sie gefährlich und unkontrollierbar. Auch wurden die Piloten nicht ausreichend im Umgang mit dem neuen System geschult. Die seit 1967 gebaute und immer wieder weiterentwickelte 'Boeing 737' gehört zu den meistverkauften Passagierjets der Welt. Eine neue Steuerungssoftware sollte Mängel ausgleichen, führte jedoch zur Katastrophe. Die Gründe für die Abstürze sind anfangs noch unklar. Journalisten der 'New York Times' gehen der Sache auf den Grund: Der Absturz zweier neuer Maschinen in einem so kurzen Zeitraum kann kein Zufall sein. In Interviews mit Luftfahrtexperten und Insidern von Boeing kommt ans Licht, dass das Risiko durch das Softwaresystem längst bekannt war. Die Verantwortlichen bei Boeing beteuern, die Mängel beheben zu wollen, betonen jedoch gleichzeitig, dass Piloten im Falle eines Problems eingreifen und die Fehler selbstständig beheben können. Tatsächlich gelingt dies aber nicht immer. In einer im Flugsimulator nachgestellten Szene mit den Daten der Blackbox einer der abgestürzten 'Boeing 737 MAX' wird klar: Die Piloten waren dem Softwaresystem hilflos ausgeliefert. Es übernimmt praktisch die Kontrolle und führt den Absturz eigenständig herbei. Trotz öffentlichem Rechtfertigungsdruck und einer Anhörung vor dem US-Senat bleibt die Geschäftsführung von Boeing dabei: Die Abstürze seien vor allem auf unzureichende Kenntnis nicht-amerikanischer Piloten zurückzuführen. Die Fluggesellschaften der Unglücksmaschinen sind Lion Air aus Indonesien und Ethiopian Airlines aus Äthiopien. Doch nicht nur das Unternehmen Boeing steht in der Kritik: Auch die US-Behörde, die für die Sicherheit der Luftfahrt zuständig ist, scheint versagt zu haben.
Igel mit Hut, Hunde in Kostümen und Geparden auf dem Sofa sorgen für Klicks auf Social Media. Für die 'Petfluencer' ein gutes Geschäft. Doch zu welchem Preis für die Tiere? 'planet e.' taucht ein in die Welt der Tiere auf Social Media: Was steckt hinter diesem Trend? Und was macht das mit den Tieren und Nutzern? Reporterin Caro Keil trifft Petfluencer in und ausserhalb Europas und geht der Sache auf den Grund. Khaleesi und Django sind berühmt: Mehr als 167.000 Menschen folgen dem Instagram-Account der beiden Dalmatiner. Ihre Besitzerin Maria Bläser verdient mit Fotos und Videos der Hunde ihren Lebensunterhalt. Sie ist Petfluencerin, eine Wortkreation aus 'Pet' und 'Influencerin'. Ein Job, der für Frauchen oder Herrchen lukrativ sein kann. Denn die Umsätze im Heimtierbedarf haben sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt – im Jahr 2022 waren es 6,3 Milliarden Euro. Kein Wunder: 2022 hatten fast die Hälfte aller deutschen Haushalte ein Haustier. Ein Riesenmarkt, für den Petfluencer als Werbeträger immer wichtiger werden. Reporterin Caro Keil besucht die berühmten Hunde und will herausfinden: Warum sind Petfluencer so erfolgreich? Und wie viel Stress macht den Tieren das Posieren für die Kamera? In Sharjah in der Nähe von Dubai trifft sie Humaid Abdullah Albuqaish, der 6,7 Millionen Follower hat. Der Millionär hält auf seinem Anwesen mehr als 60 Tiger, Löwen, Bären, Schlangen und Affen. Auf seinen beliebtesten Videos füttert er Bären mit Pizza, posiert mit Tigern vor seinem Lamborghini oder schläft mit Löwen im Boxspringbett. 'Meine Tiere lieben die Fotos', erklärt er. 'Die private Wildtierhaltung ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten inzwischen verboten, aber das ist für mich kein Problem. Ich habe einfach einen Privatzoo angemeldet. Meinen Tieren geht es gut, die haben in ihren Käfigen eine Klimaanlage und bekommen von meiner Frau Schokolade.' Wiebke Plasse von der Welttierschutzgesellschaft in Berlin sieht im Verhalten vieler Petfluencer eine falsch verstandene Tierliebe, die oft in Tierquälerei endet. Sie und ihre Kollegen recherchieren undercover in den sozialen Netzwerken, um Tierleid aufzuspüren. Sie sieht grosse Probleme bei den Insta-Animals: unnatürliche Situationen, bei denen Tiere in verrückte Kostüme gezwängt werden, und Qualvideos mit 'lustigen Unfällen', die zu schweren Verletzungen führen können. Qualzuchten, wie Nacktkatzen, Möpse oder Bulldoggen, die im Netz für ihr Aussehen besonders viele Likes bekommen und dadurch häufiger gekauft werden. Und die Darstellung von Wildtieren als ganz normale Haustiere. Die Tierschützerin sieht sowohl die Plattformen als auch die User in der Verantwortung und fordert: 'Kein Like für Tierleid!' 'planet e.' beleuchtet das Geschäft mit den Insta-Animals und zeigt, wie es auch anders gehen könnte.
Der Storch ist zurück. Einst war er selten, jetzt breitet er sich immer mehr aus. Das birgt Konflikte: Der Glücksbringer wird auch mal zur Nervensäge. Früher machten sich die Naturschützer Sorgen um den Storch, jetzt ist er eine Erfolgsgeschichte. Heute geht es den Vögeln gut. Einige überwintern sogar bei uns. In vielen Regionen Deutschlands sind die Störche zurückgekehrt. Die Bestände wachsen kontinuierlich. Doch gerade in der Nähe von Dörfern oder Siedlungen gibt es immer wieder Probleme. Denn manche – vor allem junge – Störche haben auch eine rabiate Seite. Sie hacken auf Autos ein oder attackieren Fenster. Der Grund: Ihr Spiegelbild halten sie für einen Kontrahenten, der bekämpft werden muss. In Burgdorf in Niedersachsen ist zur Zeit Storch 'Hans-Werner' unterwegs. Anwohnerin Celina und ihre Familie beobachten und filmen, was der Storch so treibt. Celina meint: 'In der Paarungszeit wird er richtig aktiv, das alles hier ist sein Gebiet, das verteidigt er auch.' Die junge Familie mag es, den Storch zu beobachten. Eine Nachbarin findet 'Hans-Werner' nicht so lustig: 'Jeder sagt, ach, ist der niedlich. Aber wenn der hier die Autos demoliert und gegen die Fenster klopft, ist das schon heftig.' Hinzu kommt: Storchennester blockieren Dächer und Schornsteine. Zum Ärger einiger Bewohner. Auch auf Strommasten bauen sie gerne. Mit Folgen: Immer wieder sorgen die Nester für Probleme mit der Statik, verursachen Kurzschlüsse und sogar Brände. Für die Störche kann das tödlich enden, Stromschläge sind keine Seltenheit. Die Nester müssen oft aufwendig entfernt werden. 'Wenn man nichts tut und die Störche hier immer weiter brüten, gefährdet das die Stromversorgung. Dann sind bald nicht mehr 20, sondern 40 Masten mit Nestern besetzt und irgendwann dann das gesamte Netz. Das wäre eine Katastrophe', sagt Bernd Petri, der Sprecher Weissstorchschutz vom NABU. Vor 40 Jahren war der Weissstorch in Deutschland fast ausgestorben, es gab nur noch 3000 Paare bundesweit. Im Jahr 2024 geht der NABU von 13.000 Storchenpaaren aus. Ein Hot-Spot: das hessische Büttelborn. Bis zu 500 Störche verweilen hier. Der deutliche Zuwachs wird hauptsächlich auf ein verändertes Zugverhalten zurückgeführt. Viele Störche fliegen nicht mehr bis nach Afrika, sondern überwintern in Spanien, Frankreich und zunehmend auch in Deutschland. Experten führen dies auf mildere Winter und ein verbessertes Nahrungsangebot zurück, dazu gehören auch offene Mülldeponien. Für den Ornithologen Bernd Petri ist es keine Überraschung, dass Störche auch im Winter in Deutschland bleiben: 'Das warme Klima ist für die Störche gut, weil die Böden 'stocherfähig' sind. Da kann der Storch immer genug Nahrung finden, wie Würmer zum Beispiel. Zusätzlich hat er im Winter offene Mülldeponien. Die sind für ihn immer verfügbar, als 'Fast-Food-Stellen'. Es geht für den Storch immer um Nahrungsverfügbarkeit, da zieht er hin. Kalte Temperaturen machen ihm selbst eigentlich nichts aus.' Massnahmen wie die Renaturierung von Feuchtwiesen und Schutzstationen helfen dem Storch zusätzlich. Die Dokumentation zeigt, wie skurril sich manche Störche verhalten, wie Anwohner mit ihnen umgehen und warum die wachsenden Bestände – neben manchem Ärger – auch ein Grund zur Freude sind.
Delfine gelten als schlaue und soziale Meeressäuger. Dennoch werden sie immer wieder gejagt. Auch in Ghana stellen ihnen Fischer nach. Die Jagd dort ist illegal, aber lukrativ. Mehr als 100.000 Delfine werden weltweit jedes Jahr getötet. Sie enden als Beifang in den Netzen der Fischer oder werden gezielt gejagt. Diese investigative Reportage begleitet die Jäger in Ghana und zeigt, wie man im Senegal gegen die illegale Delfinjagd vorgeht. Neben den Färöer-Inseln und Japan zählt Ghana zu den Ländern, wo bis heute Delfine gejagt werden. Allein hier werden jährlich über 10.000 Delfine getötet – illegal. Denn schon seit 1971 sind auch in Ghana Delfine geschützt. Doch in der Western Region des Landes bildet Delfinfleisch eine wichtige Nahrungs- und Einnahmequelle. Im kleinen Fischerdorf Dixcove beobachtet ein ZDF-Team, wie täglich tote Delfine angelandet werden. Ein investigativer Dreh mit vielen Hindernissen – Kamerateams sind hier nicht gern gesehen. Einerseits wird der Delfin nach wie vor gefangen und gejagt, andererseits wissen die Fischer, dass es nicht erlaubt ist. Doch die Fischer haben ihre Gründe: Die Meere seien leergefischt, auch von grossen europäischen und chinesischen Fangflotten. Viele der kleinen Fischer stünden wegen der Überfischung vor dem Ruin, sagen sie. Die Bestände gehen zurück, etwa ein Drittel aller Delfinarten gilt als gefährdet. Der Atlantische Buckeldelfin etwa wird auf der Roten Liste der bedrohten Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft. Dabei sind Delfine für das Ökosystem der Meere wichtig und ein konsequenter Artenschutz wäre dringend nötig. Ganz anders scheint die Lage im Senegal. Hier macht die Regierung Ernst mit dem Schutz der Meeressäuger. Dank stärkerer Überwachung und verschiedener Naturschutzprogramme vermehrt sich der Atlantische Buckeldelfin wieder, von dem es geschätzt nur noch einige Hundert auf der Welt gibt. Im Saloum-Delta im Süden des Landes hat er ein Schutzgebiet gefunden, wohin er sich zurückziehen kann. Schon in der Grundschule bekommen die Kinder der Fischer im Senegal nun beigebracht, dass die Delfine eine geschützte Art sind. Gibt es also Hoffnung für die Delfine vor den Küsten der afrikanischen Länder?
Tödliche Gier nach Rhinozeroshörnern: In Südafrika werden Morde wegen der Hörner begangen. Polizei und Aktivisten kämpfen gegen eine Mafia, die Wilderei bandenmässig organisiert. Nashörner sind vom Aussterben bedroht. Südafrika ist Heimat der meisten verbliebenen Tiere – und Brennpunkt eines brutalen Geschäfts. Die Nachfrage nach dem Horn wird aus Asien angeheizt, wo ihm medizinische Kräfte zugeschrieben werden. Die Dokumentation begleitet Ranger, Staatsanwälte und Ermittler, die ihr Leben riskieren, um die bedrohten Tiere zu schützen und Wilderer zu stellen. Im Mittelpunkt stehen der Mord an Ranger Anton Mzimba und die Jagd auf den berüchtigten Syndikat-Boss 'Big Joe' Nyalunga – ein Ex-Polizist, der zum Symbol für Korruption und Straflosigkeit wurde. Über zehn Jahre sind südafrikanische Spezialeinheiten diesem gefährlichen Mann auf den Fersen. Immer wieder wird Big Joe verhaftet, und immer wieder kommt er gegen lächerliche Kautionszahlungen auf freien Fuss. Welche Rolle spielt Korruption dabei? Und warum kann der Bandenboss grösstenteils auf die Loyalität der lokalen Bevölkerung setzen? Nationalparks und Naturreservate greifen inzwischen zu besonderen Massnahmen, um Nashörner vor Wilderei zu schützen. Sie setzen Lügendetektoren bei ihren Rangern ein, um Kooperationen mit der Nashorn-Mafia aufzudecken. Eine Lobby aus Tierzüchtern plädiert für einen anderen Weg. Sie wollen Nashörner züchten und ihre Hörner absägen, um sie offiziell zu verkaufen. Das verbietet bislang das Washingtoner Artenschutzabkommen. Illegaler Handel mit bedrohten Arten ist eine der grössten Bedrohungen für die Artenvielfalt weltweit. Die zweiteilige Doku-Reihe ist den kriminellen Banden der Wildtierhändler auf der Spur.
Geheime Farmen in Thailand, Laos und Vietnam offenbaren das dunkle Geschäft mit Tigern: Die Raubkatzen leben isoliert, eingesperrt in engen Gehegen – verborgen vor der Öffentlichkeit. Weltweit leben nur noch weniger als 5000 Tiger in freier Wildbahn. Zum Arterhalt wird die Grosskatze in Zoos und privaten Zuchtstationen vermehrt. Doch was als Artenschutz getarnt ist, entpuppt sich immer wieder als überaus lukrative Geldquelle. Denn die Tiger werden geschlachtet und zu Produkten verarbeitet, denen in Vietnam oder China Heilkräfte zugeschrieben oder die schlicht als Statussymbol gesehen werden. Kriminelle Netzwerke haben sich darauf spezialisiert, die Nachfrage zu stillen. Es ist ein Millionengeschäft. Die Dokumentation begleitet den Investigativjournalisten Paul Moreira auf einer gefährlichen Spurensuche. Er trifft verdeckte Ermittler und Analysten von Interpol, die das Tigerkartell rund um den flüchtigen Syndikat-Boss Boonchai Bach und seine Komplizin Daoruang Chaiyamat jagen. Exklusive Aufnahmen zeigen, wie Tiger heimlich gezüchtet und geschlachtet werden, während ihre Produkte über korrupte Netzwerke nach China und Vietnam gelangen. Eine riskante Recherche quer durch Südostasien. Illegaler Handel mit bedrohten Arten ist eine der grössten Bedrohungen für die Artenvielfalt weltweit. Die zweiteilige Doku-Reihe ist den kriminellen Banden der Wildtierhändler auf der Spur.
Ripetizione
W
Cast
Steve Galster, Karl Ammann, Anatole Clement, Paul Moreira
Die Getränkeindustrie stellt jedes Jahr 470 Milliarden Plastikflaschen her, von denen die meisten nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden. Coca-Cola, der weltweit grösste Hersteller von Erfrischungsgetränken, hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um zu verhindern, dass seine Plastikflaschen die Umwelt verschmutzen. Doch das Unternehmen hat seine Ziele zur Verringerung des Plastikmülls schon oft verfehlt. Wird es also dieses Mal anders sein? In diesem Film wird Coca-Colas 'Eine Welt ohne Müll'-Strategie unter die Lupe genommen. In den 1950er-Jahren wurde Coca-Cola ausschliesslich in Glasflaschen verkauft, die das Unternehmen sammelte, wusch und wieder befüllte. Doch dann begann das Unternehmen, Mehrwegflaschen durch Einmal-Plastikflaschen zu ersetzen – ein Trend, der bis heute anhält. Nun verspricht Coca-Cola, Plastikmüll zu verringern, indem es seine Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar macht, bis 2030 für jede Flasche oder Dose, die es verkauft, eine zu sammeln und zu recyceln – und zwar unabhängig davon, wo sie herkommt – und seine Flaschen zu 50 Prozent aus recyceltem Plastik herzustellen. Kritiker argumentieren jedoch, dass dieser Plan, der ausschliesslich auf Recycling basiert, das Problem nicht lösen wird und dass wiederbefüllbare Flaschen die beste Lösung sind, da sie die Menge des anfallenden Plastiks reduzieren und so die Abfallsysteme entlasten. Kann der weltgrösste Hersteller von Erfrischungsgetränken angesichts des dringenden Handlungsbedarfs bei der Bewältigung des Problems wirklich eine Trendwende beim Plastikmüll herbeiführen?
Das Wundermaterial Kunststoff sollte ursprünglich die Abholzung von Wäldern aufhalten und der Umwelt helfen. Stattdessen führte es zu einer Umweltkatastrophe, die ausser Kontrolle geriet. Ein Drittel des weltweiten Plastikmülls gelangt in die Umwelt. Mehr Plastikverbrauch, schlechtes Abfallmanagement und der Export von Plastikmüll aus Industrie- in Schwellenländer sind dafür verantwortlich, dass unsere Plastikabfälle in den Ozeanen landen. Wissenschaftler aus aller Welt warnen vor den gesundheitsschädlichen Folgen von Kunststoffen. Chemische Stoffe aus Kunststoffverpackungen landen täglich in unseren Lebensmitteln. Viele dieser Stoffe führen zum Beispiel zu Wachstums- und Hormonstörungen und können Krebs verursachen. Trotzdem ist Plastik ein erfolgreiches Produkt der Petrochemie. Seit den frühen 1950er-Jahren steigt die Herstellung von Kunststoffen exponentiell. Was als Traum von einem Wundermaterial begann, entpuppt sich als Albtraum: ein Umweltproblem, das ausser Kontrolle geraten ist. Von der drohenden Umweltkatastrophe bis hin zur Recycling-Frage – Plastik ist eine der grössten Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft. Der Film zeigt erschreckende Bilder aus Asien, unter anderem aus dem 'Plastik-Dorf' Bangun in Indonesien. Dort landet viel Plastikmüll aus westlichen Industrieländern. Ausserdem kommen Umweltexperten, Politiker und Wissenschaftler zu Wort: Bewegt sich die Menschheit auf einen Abgrund, einen kollektiven Selbstmord, zu? Oder gibt es Hoffnung auf eine bessere Zukunft – mit Plastik. Biokunststoffe sind nicht die Lösung. Um das Recycling-Problem zu lösen und von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft zu kommen, müssen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucher an einem Strang ziehen.
PFAS – vier Buchstaben, 10.000 Substanzen: Die langlebigen Chemikalien sind in der Industrie äusserst beliebt. Aber sie sind gesundheitsschädlich und gelten teilweise als krebserregend. Ein Jahr lang recherchieren 46 Journalisten aus 16 europäischen Ländern mit Unterstützung von Experten im Umkreis von Tefal & Co.Sie stossen auf Lobbyismus, Vertuschungskampagnen und Umweltskandale. Drücken sich die Konzerne vor der Verantwortung? PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Die wasser-, fett- und schmutzabweisenden Stoffe stecken in Regenjacken, Antihaft-Pfannen, Fast-Food-Verpackungen, Kosmetika oder E-Auto-Batterien. Das Problem: Sie sind nicht biologisch abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt und im Körper an. Dieser Eigenschaft verdanken sie auch die Bezeichnung 'Ewigkeitschemikalien'. Eine davon ist PFOA, Perfluoroctansäure. Der inzwischen als krebserregend eingestufte Stoff ist bis 2012 Bestandteil der Geheimrezeptur für Teflon. Nachdem Pfannen-Hersteller Tefal über Jahrzehnte PFOA-haltigen Klärschlamm im Umkreis seines Werks im französischen Rumilly deponiert hat, ist das Grundwasser verseucht. 2022 wird das Trinkwasser in der kleinen Gemeinde als für den Verzehr ungeeignet eingestuft. Blutuntersuchungen in einer kleinen Gruppe zeigen: Die Anwohner haben PFOA im Blut, wobei die Werte mit der Dauer des Konsums von kontaminiertem Trinkwasser steigen. Tefal beteuert, sich stets an alle Vorschriften und Gesetze gehalten zu haben. Wie viele andere Chemiekonzerne nimmt das Unternehmen massiven Einfluss auf die Politik. Durch intensive Lobbyarbeit versucht die Branche, Beschränkungen oder gar Verbote der gesundheitsschädlichen Stoffe auszubremsen. In den USA führt Umweltanwalt Rob Bilott einen jahrelangen Prozess gegen Teflon-Erfinder DuPont und andere Chemiekonzerne und deckt einen Vertuschungsskandal von gigantischem Ausmass auf: Über Jahrzehnte verschweigen die Unternehmen konsequent sämtliche neuen Erkenntnisse über die Gefahren und gesundheitlichen Folgen von PFOA, die ihnen vorliegen. Zwar werden die europäischen Kollegen gewarnt, doch auch hier unternimmt man ohne öffentlichen Druck nichts zum Schutz der Bevölkerung oder der Mitarbeitenden. Doch wie kann man der Gefahr begegnen? Aktivkohlefilter können PFOA aus Trinkwasser eliminieren – eine Praxis, die zwar teuer ist, aber bereits Anwendung findet. Die Sanierung aller verseuchten Böden in Europa würde Jahr für Jahr Milliarden verschlingen.
Geruchlos, farblos, hochgiftig und langlebig: sogenannte PFAS-Chemikalien. Das Trinkwasser im US-Bundesstaat Georgia ist stark belastet – und hat viele Anwohner schwer krank gemacht. Über Jahrzehnte setzt die amerikanische Teppichindustrie PFAS in der Produktion von schmutzabweisenden Textilien ein. Die toxischen Stoffe, die auch 'forever chemicals' genannt werden, gelangen in Flüsse, Böden und letztlich ins Trinkwasser Hunderttausender Menschen. Pine Chapel Road, ein idyllischer Landstrich im Nordwesten von Georgia, wo Rinderherden friedlich grasen. Doch es ist stark mit Klärschlamm und PFAS verseucht. Eines von vielen giftigen Gebieten in diesem Landesteil. In den 1930er-Jahren entwickelt der amerikanische Chemiekonzern Dupont diese sogenannten PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Künstliche Chemikalien, die Wasser, Fett und Schmutz abweisen. Sie bauen sich kaum ab und werden deshalb 'forever chemicals' genannt – zu Deutsch 'Ewigkeitschemikalien'. Spätestens ab den 1970er-Jahren finden sie in Textilien, Anti-Haft-Beschichtungen, Waschmitteln und Kosmetika Verwendung. Die Textil- und Teppichfabriken in Dalton, Georgia, und Umgebung haben über Jahrzehnte PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) verwendet, um Teppiche schmutz- und wasserabweisend zu machen. Produktionsabfälle und Abwasser wurden oft ungefiltert auf Felder oder in Gewässer geleitet. In Georgia und in Teilen der angrenzenden Bundesstaaten Alabama und South Carolina ist das Trinkwasser besonders stark mit PFAS belastet. Anwohner der betroffenen Regionen weisen überdurchschnittlich hohe Chemikalienwerte im Blut auf. PFAS werden mit Krebs, Schilddrüsenerkrankungen, Leberschwäche und hormonellen Störungen in Verbindung gebracht. Viele Unternehmen stellten den Einsatz von PFAS erst ab 2019 ein. Das Fatale: Die Chemikalien bleiben über Jahrzehnte in Umwelt und Körper. Die Reinigung der Gewässer ist kostspielig für Behörden und Gemeinden. Juristische Klagen und politische Debatten über den Einsatz und die Folgen von PFAS dauern an. Der Film zeigt, wie es durch ein Zusammenspiel aus Industrieinteressen, mangelnder Regulierung und verspäteter wissenschaftlicher Erkenntnis bei den Behörden zur Kontaminierung einer ganzen Region kommen konnte – mit Folgen, die bis heute nicht vollständig erforscht und gelöst sind.
Neuseeland liegt auf dem Pazifischen Feuerring. Dort thronen mächtige Vulkane, die immer wieder ausbrechen – wie auf White Island, einem Unterwasservulkan, der Menschenleben kostete. Wissenschaftler forschen nach Präventionen – und entdecken neben Lavahöhlen und Vulkaninseln auch eine einzigartige Tierwelt. Auckland ist die Wirtschaftsmetropole Neuseelands. Doch unter der Millionenstadt liegen rund 50 schlafende Vulkane, die eines Tages wieder ausbrechen werden. Lavahöhlen schlängeln sich unter der Erdoberfläche, darunter die Stewart's Cave. Geologen halten dort Ausschau nach Unebenheiten, um Eruptionen vorherzusagen. An den Höhlenwänden entdecken sie eine Kolonie von leuchtenden Pilzen und Bakterien, die sich vom nährstoffreichen Vulkangestein ernähren. Vulkane sind nicht zu bändigen, und doch erschaffen sie neues Leben. Auf der Vulkaninsel Little Barrier Island findet die Brückenechse, ein Nachkomme aus der Zeit der Dinosaurier, einen Urwald ohne natürliche Feinde wie eingeschleppte Säugetiere. Dort lebt auch der Kakapo, ein flugunfähiger Papagei, der zur Balzzeit nach Honig duftet und mit seiner hohen Intelligenz Persönlichkeiten entwickelt – kauzig, verspielt, dickköpfig, fast wie ein Mensch. Vulkane haben Neuseeland geformt. Im Süden stemmen sich die Südalpen in die Wolken. Bis heute drücken Erdbeben die Felsen nach oben. Am Fuss der Alpen breitet sich Fiordland aus, der grösste Nationalpark des Landes, mit dem Mount Titiroa als Wahrzeichen. Es ist ein Berg aus Granit, den Forscher zum ersten Mal datiert haben. Er könnte fast so alt sein wie die Erde selbst.
Cast
Didi Berkow, Peter De Lange, Andrew Digby, Daphne Lee, Andrew Marchant, Ben Moorhouse, Matthias Rimpler
Lavaströme, Eruptionen, Schuttlawinen – die Zerstörungskraft der Vulkane ist gnadenlos. In Neuseeland gehen Wissenschaftler der vulkanischen Aktivität auf den Grund. Sie entdecken verschüttete Landschaften und neue Lebewesen, die Erklärungen für den Klimawandel bereithalten. Es ist ein ewiger Kreislauf: Im Tongariro-Nationalpark auf der Nordinsel thronen drei der mächtigsten Vulkane Neuseelands. Bei einer Eruption schleudern sie Lavabomben in der Grösse von Autos in die Luft und färben die Landschaft mit glutroter Lava. Der höchste ist der Ruapehu, etwa alle 50 Jahre bricht er aus. Geologen beobachten den Vulkan wie eine tickende Zeitbombe, keine Technik kann ihn aufhalten, keine Wissenschaft vorhersagen. Der Film führt den Zuschauer zu den aktivsten Vulkanen Neuseelands. Von White Island, dem Unterwasservulkan, der erst im Dezember 2019 ausbrach, bis hin zur Taupo Volcanic Zone, einer geothermalen Region mit heissen Quellen, wo der Tarawera die Pink and White Terraces unter sich begrub. Die Terrassenformation galt als achtes Weltwunder. Geologen suchen nach Überresten und entdecken unter der Lavadecke ein Lebenszeichen des versunkenen Naturwunders. Um den Tarawera hat sich das Waimangu Valley ausgebreitet, das jüngste Thermalgebiet der Welt mit heissem Wasser und giftigen Chemikalien. Dort leben Mikroorganismen. Sie ernähren sich von den Gasen, die den Klimawandel beschleunigen – und bieten Antworten auf die dringendsten Fragen der Zukunft.
Es sind die grossen Rätsel der Erdgeschichte, die uns zum Staunen bringen: Wie kam das Wasser auf die Erde? Warum waren Dinosaurier so gigantisch gross? Und: Kommt bald die nächste Eiszeit? Forscherinnen und Forscher versuchen, die Puzzleteile der Vergangenheit zusammenzusetzen und Fragen zu beantworten. ZDFinfo begleitet sie dabei, wie sie teils Millionen Jahre alte Spuren verfolgen. Gelingt es ihnen, die grossen Rätsel der Erdgeschichte zu lösen? Nicole Richter vom Helmholtz-Zentrum in Potsdam erforscht, woher die unglaubliche Kraft der Vulkane kommt. Dinosaurier-Forscherin Tanja Wintrich fragt sich, warum die Giganten der Urzeit so gross werden konnten. Geowissenschaftler Wolfgang Stinnesbeck untersucht fossile Funde, um herauszufinden, wer wirklich die ersten Menschen in Amerika waren. Und Ansgar Greshake vom Museum für Naturkunde Berlin kann vielleicht das Rätsel um die geheimnisvolle Tunguska-Explosion lösen. ZDFinfo zeigt die Mysterien und den aktuellen Stand der Forschung.
Sie entstand vor mehr als viereinhalb Milliarden Jahren aus Sternenstaub – unsere Erde. Die Dokumentation zeigt die Geschichte unseres Planeten von seiner Entstehung bis heute. Wissenschaftler erforschen an geologischen Hotspots, wie sich die Erde verändert und entwickelt. Solche Hotspots können unter Kontinenten, aber auch unter dem Meeresboden liegen. In dieser Dokumentation berichten führende Geologen über den aktuellen Stand ihrer Forschungen – von der frühesten Erdgeschichte bis zu aktuellen Bedrohungen. Ein Vergleich mit anderen Planeten unseres Sonnensystems zeigt, wie einzigartig unsere Erde ist – was die dramatischen Originalaufnahmen von Vulkanausbrüchen und Erdbeben belegen.
Monsterwellen sind gefürchtet. Manche entstehen wie aus dem Nichts, andere schlagen regelmässig auf den Strand. Dirk Steffens begibt sich wieder auf die Spur der 'Rätselhaften Phänomene'. Wie ein Motor halten Naturgesetze das Leben auf der Erde am Laufen. Sie bestimmen, wann und wo der Wind weht, statten zarte Pflanzen und Tiere mit scheinbar übernatürlichen Kräften aus, sodass sie Steine sprengen und scheinbar mühelos weite Strecken überwinden. Ein kleiner Streifen Küste in Portugal bei der Stadt Nazaré hat sich zum Hotspot der internationalen Surfer-Szene entwickelt. Warum schlägt 'das Biest', wie die Monsterwellen von den Einheimischen genannt werden, gerade hier auf den Strand, und welches Naturphänomen verbirgt sich hinter den Wellen, die auf hoher See schon so manchem Schiff zum Verhängnis wurden? Ohne Winde, die sich erstaunlich regelmässig rund um den Erdball bilden, wären viele rätselhafte Phänomene kaum möglich. Dank ihrer Hilfe können sich zum Beispiel einige Pflanzensamen in die Luft erheben und verbreiten. Für manche Menschen eher erschreckend ist dagegen die Vorstellung, dass vielleicht auch Spinnen fliegen können. Erwünscht dagegen ist das Wissen darüber, warum manche Tiere scheinbar endlos leben. Diesen und anderen rätselhaften Phänomenen ist Dirk Steffens auf der Spur.
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In 'Terra X: Rätselhafte Phänomene' begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Da tun sich Erdlöcher plötzlich auf, Schiffe versinken auf ruhiger See, und ein Vulkan scheint blaue Lava zu speien. Im Internet kursieren Bilder von unheimlichen Naturschauspielen. Sie werfen die Frage auf: Was ist echt, und was ist Fake? In dieser Folge ist Dirk Steffens sowohl in den USA als auch in Schottland und in Indonesien unterwegs. In Nordamerika stösst er dabei auf die sogenannten Sinkholes, Erdlöcher. Vor allem im Urlaubsparadies Florida reisst immer wieder vollkommen unerwartet die Erde auf, und metertiefe Löcher und Krater entstehen. Es gibt dort eine regelrechte 'Sinkhole Alley' – die 'Erdloch-Allee'. Allerdings sind auch andere Länder nicht vor solchen Überraschungen gefeit. In Thüringen etwa gibt es 10.000 solcher Sinkholes. Zusammen mit Wissenschaftlern erklärt Dirk Steffens das Georisiko 'Karstboden' und zeigt an anderen Orten der Welt, wie schön manche Erdfälle sein können. Manchmal spielt bei der Entstehung von Erdlöchern und Kratern auch das facettenreiche Gas Methan eine Rolle. Methan ist für viele geheimnisvolle Phänomene auf der Welt verantwortlich. Dirk Steffens zeigt auf, wie das Gas entsteht, und erklärt manche rätselhafte Methan-Erscheinung wie etwa die sagenumwobenen Irrlichter. In Indonesien erlebt Dirk Steffens am Ende seiner Expedition sein blaues Wunder. Auf Java, einer der Hauptinseln, reiht sich ein Vulkan an den anderen. Einer der 38 Feuerberge birgt ein leuchtendes Geheimnis. Erst bei Dunkelheit wird es sichtbar. Für 'Terra X' verbringt Dirk Steffens die Nacht auf dem Vulkan und zeigt, wie auch hier die Gesetze der Natur faszinierende Phänomene entstehen lassen.
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In 'Terra X: Rätselhafte Phänomene' begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Alte Landkarten verzeichnen vor der Küste Siziliens eine Insel, von der heute nichts mehr zu sehen ist. Vor der Küste Japans scheinen Relikte einer uralten Zivilisation zu liegen, und in der Wüste Nevadas wandern Steine. Die Erde wird seit Jahrmillionen von den Kräften der Natur geformt. Dabei entstehen fantastische Landschaften und rätselhafte Phänomene: Canyons, die von unglaublicher Schönheit, aber auch voller Gefahren sind, Berge, die urplötzlich mitten im Meer entstehen, oder geschmolzenes Gestein, das erstaunlich regelmässige Strukturen annimmt. Für 'Terra X' erkundet Dirk Steffens weltweit Phänomene, die auf den ersten Blick kaum zu erklären sind. Was hat Basalt zum Beispiel mit Schneeflocken und Bienenwaben zu tun, oder wie entsteht das geheimnisvolle Leuchtfeuer des Nordlichts?
Jules Verne schickt seine Helden 1864 auf eine sagenhafte 'Reise zum Mittelpunkt der Erde'. Heute folgen Forscher diesem Weg und zeigen, was uns im Inneren der Erde wirklich erwarten würde. Die Experten machen den Realitätscheck: Gibt es Jules Vernes fantastische Unterwelten wirklich? Bizarre Kristalle, unbekannte Lebensformen und seismische Erschütterungen aus der Tiefe: Die echte Reise ins Erdinnere ha?lt viele Überraschungen parat. Nicht nur Entdeckergeist und wissenschaftliche Neugier, sondern vor allem lukrative Geschäfte lassen die Menschen immer tiefer Richtung Erdkern graben. Dort locken wertvolle Rohstoffe und Edelsteine. In einem Erzbergwerk nahe der mexikanischen Stadt Naica entdecken Bergarbeiter im Jahr 2000 eine Höhle mit gewaltigen Kristallen. Die Strukturen sind über zehn Meter lang und bis zu 50 Tonnen schwer. Ihre Untersuchung hilft der Wissenschaft, Informationen über die Geologie unseres Planeten zu gewinnen. Dennoch ist vieles von dem, was sich unter unseren Fu?ssen befindet, trotz hochmoderner Technik immer noch unerforscht. Harte Gesteinsschichten, enorme Hitze und extremer Druck sind für das Vordringen des Menschen ins Innere des Planeten scheinbar unüberwindliche Hürden. Selbst das bisher tiefste Loch der Welt erreicht nicht einmal die Ha?lfte der Strecke durch die Erdkruste zum Erdmantel. Ein Team um Geochemiker Kai-Uwe Hinrichs versucht daher, an einer dünneren Stelle von einem Forschungsschiff aus in den Meeresgrund zu bohren. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Hinweise u?ber die Beschaffenheit unserer Erde in Tiefen, die bisher nur Jules Vernes Romanhelden zu Gesicht bekommen haben.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Er ist einer der berühmtesten Piraten aller Zeiten, hat als erster Engländer die Welt umrundet, die Queen reich gemacht und die spanische Armada das Fürchten gelehrt – Sir Francis Drake. Noch heute ist der legendäre Seefahrer in England ein Nationalheld. Doch die Karriere des Bauernsohns aus einfachen Verhältnissen verläuft nicht immer mustergültig: Er ist Sklavenhändler, rücksichtsloser Machtmensch und gieriger Plünderer. Mit seinem Flaggschiff 'Golden Hind' kapert er die Silberschiffe der spanischen Armada und überfällt viele Häfen in den spanischen Kolonialgebieten Südamerikas. Dabei plündert und brandschatzt er ohne Rücksicht auf Verluste, zerstört katholische Kirchen, verbündet sich mit lokalen Gemeinschaften gegen die Spanier und nutzt alle Schwachstellen der spanischen Silbertransportroute gnadenlos aus. Seine erfolgreichen Beutezüge bewahren die englische Krone vor dem Bankrott und sichern Drake einen Platz in der englischen High Society: Er wird von Queen Elizabeth I. in den Adelsstand erhoben, zieht ins Parlament ein und führt die englische Flotte als Vizeadmiral zum Sieg gegen die spanischen Invasoren. Dadurch ebnet er Englands Aufstieg zu einer globalen Seemacht und legt den Grundstein für die Entstehung des British Empire. 'Legendäre Piraten' erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
Ripetizione
W
Cast
Billy Boyd, Jorge Cañizares, Mark Hanna, Craig Lambert, Melanie Lamote, Nuala Zahedieh, Alex Borton
Piraten – in der Populärkultur sind dies meist furchtlose und goldhungrige Männer. Doch auch Frauen haben in der Freibeuterszene mitgemischt – etwa die irische Clanchefin Grace O'Malley. Fast ein halbes Jahrhundert lang verbreitet sie auf ihren Raubzügen in Irland und an der westeuropäischen Atlantikküste Angst und Schrecken. Sie behauptet sich in einer männerdominierten Welt, fordert die englischen Besatzer Irlands mit ihrem Widerstand heraus. Schon zu Lebzeiten macht sich Grace O'Malley einen Namen als talentierte Seefahrerin und brillante Strategin. Mit geschickten politischen Schachzügen und wagemutigen Überfällen kann sie ihren Machtbereich im Westen Irlands stetig vergrössern und sich die Unterstützung anderer Clans sichern. Selbst die rigide englische Regentin Queen Elizabeth I. – ihre grösste Widersacherin – ist so angetan von der selbstbewussten Frau, dass sie ihr eine Audienz gewährt und sich beträchtliche Zugeständnisse von ihr abringen lässt. Noch heute gilt Grace O'Malley in Irland als Nationalheldin und Ikone des Widerstandes gegen die Engländer. Sie ist als 'Piratenkönigin' in die Geschichte eingegangen. 'Legendäre Piraten' erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
Ripetizione
W
Cast
Billy Boyd, Anne Chambers, Oliver Finnegan, Mark Hanna, Tara Rider, David Wilson, Jürgen Koenen
Vom Nerd zum Tech-Oligarchen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gehört zu den mächtigsten Menschen der Welt. Einst schüchterner Geek, hat er inzwischen einen klaren Imagewandel vollzogen. Er spendet grosszügig an den Fonds für die Amtseinführung von Donald Trump, fordert in einem Podcast mehr männliche Energie in Unternehmen und schafft nach einem Besuch in Mar-a-Lago die Faktenchecks von Meta ab. Ist ihm alles recht, um sein Imperium zu retten? Bei Trumps Amtseinführung 2025 sitzt Zuckerberg zusammen mit Amazon-Chef Jeff Bezos und Tesla-Boss Elon Musk in der ersten Reihe. Dabei gibt sich Zuckerberg in seiner bisherigen Laufbahn eher liberal – nimmt an der Gay Pride in San Francisco teil, holt sich mit Sheryl Sandberg eine Frau als Geschäftsführerin an seine Seite und sympathisiert offenkundig mit Barack Obama. Haben ihn die vielen Skandale und Anhörungen rund um Meta mürbe gemacht? In den vergangenen Jahren muss sich Zuckerberg wiederholt wegen des missbräuchlichen Umgangs mit Nutzerdaten und der negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Kinder und Jugendliche rechtfertigen. Mit gewissen Zugeständnissen an die aktuelle Regierung scheint er nun den Weg des geringeren Widerstandes einzuschlagen. Die Dokumentation zeichnet den Aufstieg Zuckerbergs vom Harvard-Studenten zum Tech-Guru nach und beleuchtet, wie die einzelnen Stationen seine weitere Entwicklung beeinflusst haben.
Multinationale Lebensmittelkonzerne bestimmen unseren Alltag. Sie liefern Produkte für Milliarden Menschen und dominieren globale Märkte. Doch ihre Macht ist meist unkontrolliert. Die heimlichen Herrscher der Konsumgüterindustrie agieren oftmals im Hintergrund. Sie entziehen sich zunehmend der demokratischen Kontrolle, um ihre Profite zu steigern. Dabei werden ökologische, gesundheitliche und soziale Krisen weltweit massiv verschärft. Die ZDFinfo-Dokumentation zeigt die Geschäftspraktiken dieser Giganten und erklärt an konkreten Beispielen, wie rücksichtslos die Jagd nach Profiten auf Kosten von Mensch, Natur und demokratischen Institutionen vorangetrieben wird. Ein prominentes Beispiel ist der US-Getränkeriese Coca-Cola. Der Konzern produziert jährlich etwa drei Millionen Tonnen Plastik. Das sind etwa 200.000 Flaschen pro Minute, die überwiegend aus Erdöl hergestellt werden. Anstatt flächendeckend auf umweltfreundliche Mehrwegsysteme umzustellen, bekämpfte die Einweglobby politische Regulierungen mit viel Aufwand. Denn Einwegsysteme sind billiger: Rücknahme und Reinigung kosten viel Geld. Die Doku zeigt auf, dass auch beim Recycling von Einwegverpackungen von der versprochenen Kreislaufwirtschaft oft keine Rede sein kann. Beim mechanischen Recycling wird Plastik zuerst aussortiert, und ausserdem sinkt die Qualität des Kunststoffes mit jeder Weiterverwertung. Also müssen wieder neue Flaschen produziert werden, was den Plastikmüllberg wieder vergrössert. Noch umfassender, aber für den Endverbraucher fast unsichtbar, agiert das US-Unternehmen Cargill. Mit einem Jahresumsatz von rund 165 Milliarden US-Dollar ist es das grösste private Unternehmen der Vereinigten Staaten und dominiert als Teil eines mächtigen Oligopols den globalen Agrarhandel. Für die Produktion von billigem Fleisch und Soja, das massenhaft in den Produkten weltweiter Fast-Food-Ketten und Supermärkte landet, nimmt Cargill auch Umweltzerstörungen in Kauf. Die NGO 'Mighty Earth' bezeichnete Cargill aufgrund seiner Naturzerstörung gar als das 'schlimmste Unternehmen der Welt'. Der Konzern ist in die illegale Abholzung und Brandrodung im brasilianischen Amazonas-Regenwald und in der artenreichen Cerrado-Savanne verwickelt. Dabei werden nicht nur Ökosysteme für riesige Soja-Monokulturen vernichtet, sondern auch lokale Bauerngemeinschaften von ihrem Land vertrieben. Wie weit die Verflechtung von staatlicher Macht und Grosskonzernen gehen kann, illustriert das Beispiel der China National Tobacco Corporation (CNTC). Der chinesische Staatskonzern kontrolliert rund 44 Prozent des globalen Zigarettenmarktes und produziert jede Minute fünf Millionen Zigaretten. CNTC ist nicht nur für Gesundheitskrisen verantwortlich, sondern unterwanderte auch internationale Gesundheitsgesetze. Als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihr globales Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) verabschiedete, nahm die chinesische Delegation Einfluss auf den Vertragstext: Die offizielle Übersetzung ins Chinesische (Mandarin) wurde gezielt manipuliert. An insgesamt 68 Stellen wurde das bindende Wort 'shall' (muss) in das weichere 'should' (sollte) abgeändert. Durch unscheinbare, aber juristisch hochwirksame redaktionelle Eingriffe wurden umfassende Werbeverbote und strenge Gesundheitsvorgaben abgeschwächt, um die Expansion des Tabakriesen auf dem asiatischen und globalen Markt nicht zu gefährden. Wissenschaftler, Experten, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Luxuskonzerne verkaufen mehr als nur ihre Produkte. Es geht um Status und Exklusivität. Hinter den Kulissen dreht sich aber viel um Gewinnmargen, Billigarbeit und fragwürdige Rohstoffe. Ob Diamanten, Smartphones oder Krokodilledertaschen: Oft kauft der Kunde Produkte, deren realer Warenwert nur wenige Prozent des Verkaufspreises ausmachen. Und obendrein umgehen die Luxushersteller Arbeitnehmerrechte und Umweltvorgaben. Die Folge 'Giganten des Luxus' zeigt, mit welchen Mitteln Konzerne ihre Macht verteidigen und ausbauen. iPhone-Hersteller Apple stilisiert sich gerne als Vorreiter für saubere Technologie, steht jedoch wegen der Ausbeutung von Konfliktmineralien in der Demokratischen Republik Kongo und dessen illegalem Schmuggel massiv in der Kritik. Erstmals verklagt ein Staat den Konzern: Die demokratische Republik Kongo möchte Apple für den Umgang mit Konfliktmineralien in Haftung nehmen. Der Diamanten-Riese De Beers inszeniert seine Steine als ewiges Symbol der Liebe, hinterlässt jedoch durch industriellen Bergbau im südlichen Afrika Mondlandschaften und profitierte offenbar von einem lückenhaften Zertifizierungssystem für Diamanten aus problematischen Herkunftsgebieten. Der französische Traditionskonzern Hermès hält für seine extrem teuren Statussymbole wie die 'Birkin Bag' unbeirrt an der Massenzucht und grausamen Tötung von Krokodilen auf riesigen Farmen in Australien fest und ignoriert Tierschutzbedenken weitgehend. Wie die Branche zudem Arbeitsrechte umgeht, offenbart der weltgrösste Luxuskonzern LVMH: Während der Riese nach aussen makellose Handwerkskunst bewirbt, liessen Subunternehmer in Italien für Konzerntöchter Migranten ohne Papiere unter prekären Bedingungen an den Luxustaschen arbeiten. Wissenschaftler, Buchautoren, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Multinationale Transportunternehmen kontrollieren die Warenströme der Weltwirtschaft. Sie beherrschen die Wege auf See und Land oder die Reisen von Millionen Flugpassagieren. Die Big Player liefern sich einen globalen Verdrängungswettbewerb und agieren im Hintergrund. Dabei tragen sie zur Klimaerwärmung bei, lassen Menschen unter problematischen Bedingungen arbeiten und vernetzen sich mit der Politik, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Folge 'Giganten des Transports' beleuchtet die Geschäftspraktiken der Branche und zeigt, mit welchen Mitteln die Grossen der Transportwelt ihre Macht verteidigen und ausbauen. Beispiel Amazon: Der Onlinehändler wälzt das unternehmerische Risiko auf der sogenannten 'letzten Meile' an Subunternehmen ab und steht immer wieder unter Verdacht, Kurierfahrer und Lagerarbeiter durch algorithmische Überwachungssysteme in die physische und psychische Erschöpfung zu drängen. Die dänische Grossreederei Maersk inszeniert sich zwar medienwirksam als klimafreundlicher Vorreiter, steht trotzdem bei Umweltverbänden wegen ihres CO2-Ausstosses in der Kritik. In der Luftfahrt hat der irische Billigflieger Ryanair den Markt revolutioniert, wälzt den ständigen Preisdruck jedoch durch fragwürdige Arbeitsbedingungen und Lohndumping auf sein Personal ab und befeuert gleichzeitig den klimaschädlichen Massentourismus in europäischen Metropolen. Dass das Prinzip 'Profit über Sicherheit' sogar tödlich enden kann, zeigt das Beispiel des Flugzeugherstellers Boeing. Aus immensem Kostendruck und im Wettlauf mit der Konkurrenz verschwieg der Konzern fatale Konstruktionsmängel bei der 737 MAX, was zu zwei Abstürzen mit 346 Toten führte, während warnende Whistleblower verfolgt und schikaniert wurden. Wissenschaftler, Arbeitnehmervertreter, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld – sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen. Wie sind Daten zur politischen Waffe geworden? Es begann spätestens mit Obamas Wahlkampf bis hin zum Skandal um Cambridge Analytica und Donald Trump. Insider und Whistleblower enthüllen, wie Profile, Emotionen und Ängste gezielt gesteuert werden. Die zweite Folge beleuchtet die politische Dimension der Datenmacht. Sie zeigt, wie Facebook und andere Plattformen psychologische Profile erstellen, wie Algorithmen Emotionen manipulieren und politische Kampagnen steuern. Anhand von Fällen wie Cambridge Analytica, Facebook-Experimenten und internationalen Beispielen wird deutlich, wie fragil Demokratie und Öffentlichkeit im Zeitalter der exzessiven Datensammlung geworden sind. 'Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech' untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern – und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Big Tech weiss mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon & Co.dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden. Der Aufstieg der grossen Tech-Konzerne beruhte nicht nur auf innovativer Computertechnik. Denn schon früh setzten sie auf Psychologie, um Nutzungsverhalten zu manipulieren. So wurde die Nutzung der Daten zum Geschäftsmodell. Die Geschichte ist faszinierend: Aus der Hippie-Ära entstehen viele der digitalen Grosskonzerne. Es beginnt im Silicon Valley der 1970er-Jahre und führt zu den heutigen Monopolen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Der Film zeigt, wie aus idealistischen Visionen ein milliardenschweres Geschäftsmodell mit Überwachung, Datenhandel und Manipulation geworden ist – und warum viele Menschen heute kaum noch ohne diese Konzerne leben können. 'Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech' untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern – und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
11. März 2011: Japan wird vom stärksten jemals dort gemessenen Erdbeben heimgesucht. Ein gewaltiger Tsunami folgt und durchbricht die Schutzmauern des Atomkraftwerks Fukushima. Die dadurch ausgelöste Atomkatastrophe drohte weitaus schlimmer zu werden als Tschernobyl. Die Existenz Japans als Nation war bedroht. Der Dokumentarfilm 'Fukushima' zeigt minutiös, fesselnd und schonungslos die Chronik dieser beispiellosen Katastrophe. Der Film taucht mit beklemmenden Zeugenaussagen und atemberaubendem Archivmaterial in das Herz der Katastrophe ein und dokumentiert die Ereignisse Minute für Minute. Mit beispiellosem Zugang zu den sogenannten 'Fukushima 50' – den Ingenieuren, Technikern, Soldaten und Feuerwehrleuten, die Strahlenschutzanzüge anzogen und die dunklen Reaktoren betraten, um die schmelzenden Kernbrennstoffe zu stabilisieren – enthüllt der Film die Insider-Geschichte dieser mutigen Männer, die Japan vor der kompletten nuklearen Verseuchung bewahrten. Er begleitet auch die Erfahrungen von Überlebenden, die versuchten, der Verwüstung und dem radioaktiven Niederschlag zu entkommen, sowie hochrangige Regierungsbeamte, die gegen die Zeit kämpften, um die Krise einzudämmen. Fukushima ist eine Geschichte des Überlebens, von Einfallsreichtum und vom Kampf, sich vom Abgrund zurückzuziehen. Der Film ist zugleich eine warnende Erzählung und das eindrucksvolle Zeugnis der menschlichen Widerstandsfähigkeit.
Die Welt fordert von der Sowjetunion Aufklärung nach dem Unfall von Tschernobyl. Moskau macht das Kraftwerkspersonal zu Sündenböcken und verschweigt Fehler in der Sowjettechnik. Dem radioaktiven Fallout können die Menschen in der Nordukraine nicht entgehen. Im Juni 1986 gesteht die Regierung in Moskau die Niederlage gegen die Strahlung ein und lässt eine Sperrzone errichten. 130.000 Menschen verlieren ihre Heimat und werden umgesiedelt. Im Sommer 1986 wagt Nikolai Steinberg ein gefährliches Experiment an einem der Reaktoren von Tschernobyl – er will endlich nachweisen, dass der RBMK aufgrund seiner Konstruktion zur Ursache für den Unfall geworden ist. Moskau aber hält weiter an der Theorie fest, das Kraftwerkspersonal trage allein die Schuld an der Katastrophe. Während die Sowjet-Regierung der Welt die Wahrheit weiter vorenthält, wird den vermeintlich Schuldigen von Tschernobyl der Prozess gemacht. Erst vier Jahre nach dem Reaktorunfall kann Nikolai Steinberg die ganze Wahrheit über den einstigen sowjetischen Vorzeigereaktor RBMK öffentlich machen – doch seine Erkenntnisse gehen in den Wirren der zusammenbrechenden Sowjetunion unter. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Ripetizione
W
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Maria Protsenko, Oleksiy Breus, Sergei Volodin, Anna Veronika Wendland, Natasha Protsenko
Der Sowjetführer Michail Gorbatschow erhält geheime Mitteilung über eine Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl. Wie wird der Hoffnungsträger auf die Katastrophe reagieren? Selbst nach Entdeckung einer radioaktiven Wolke über Schweden schweigt Moskau. Spezialisten vor Ort wagen nicht, die Evakuierung Prypjats zu beschliessen. Erst 36 Stunden nach der Katastrophe wird die verstrahlte Stadt evakuiert. Die Wucht der Explosion hat den sowjetischen RBMK-Superreaktor komplett zerstört. Die Reaktor-Bodenplatte, 2000 Tonnen schwer, hat es aus der Verankerung gerissen: Jetzt liegen mehr als 200 Tonnen Uran-Brennstoff und über 1800 Tonnen weissglühenden Grafits frei. Radioaktive Partikel steigen durch Hitze hoch in den Himmel und verstrahlen grosse Teile Europas. Der erste offene Atomreaktor der Welt ist eine Gefahr für die Menschheit – und eine Gefahr für das ganze politische System. Als die Sowjetunion den 1. Mai mit riesigen Paraden feiert, ahnen ihre Bürger nicht, was im ukrainischen Tschernobyl geschehen ist. Vor Ort kämpft das Kraftwerkspersonal gegen die Folgen der Katastrophe. Trotz Zerstörung und Todesgefahr verlässt keiner seinen Posten. Helikopterpilot Sergej Wolodin ist am Morgen des 26. April 1986 der Erste, der den explodierten Reaktor überfliegt. Er misst tödliche Strahlungsdosen. Doch das muss geheim bleiben. Der Atomingenieur Oleksij Breus versucht am Unglücksort, den havarierten Reaktor zu kühlen. Boris Stolyarchuk wird nach Moskau in eine Spezialklinik für Strahlenopfer gebracht, wo die ersten Männer der Katastrophennacht sterben – darunter der Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Er steuerte den Reaktor in der Unglücksnacht. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Ripetizione
W
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Anna Veronika Wendland, Valery Yevtushenko, Maria Protsenko, Sergio Plohkii, Natasha Protsenko
Am 26. April 1986 gegen 1.23 Uhr explodiert in Tschernobyl ein Reaktor. Was als Sicherheitstest beginnt, endet im Inferno. Es ist die grösste Atomkatastrophe der Welt – bis heute. Überlebende wie der Atomingenieur Boris Stolyarchuk schildern die Ereignisse der Unglücksnacht. Der damals 26-Jährige erlebt die Explosionen auf Block 4 und ist sich sicher, dass er die Nacht nicht überleben wird. Am nächsten Morgen ist die Welt eine andere. Der junge Arzt Alexander Bugar wird am 26. April 1986 frühmorgens ins Krankenhaus von Prypjat gerufen, um die akuten Strahlen- und Brandverletzungen der ersten Opfer aus dem Atomkraftwerk zu behandeln. Der junge Atomingenieur Oleksiy Breus trifft an diesem Tag zum letzten Mal seinen Freund, den Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Der junge Mann, der den Sicherheitstest in Block 4 mit durchführt, wird den Unfall nicht überleben. Der Atomingenieur Nikolai Steinberg – der Mann, der Tschernobyl mit aufgebaut hat – hört am Morgen des 26. April gut 1000 Kilometer von Tschernobyl entfernt Gerüchte über einen nuklearen Unfall. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Geheimhaltungssystem der Sowjetunion bereits in Aktion getreten. Die Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB schotten die Stadt komplett ab. Die Wahrheit über das, was im nordukrainischen Atomkraftwerk wirklich passiert ist, soll vertuscht werden. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Ripetizione
W
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Sonja D. Schmid, Boris Stolyarchuk, Anna Veronika Wendland, Sergio Plohkii, Maria Protsenko
1970 beginnt die Sowjetunion mit dem Bau des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Ein Prestigeprojekt, denn es soll das grösste Atomkraftwerk der Welt werden – dank des Superreaktors RBMK. Der sowjetische Reaktor RBMK ist eine schwer zu kontrollierende Anlage. Ingenieure und KGB-Agenten warnen die Regierung in Moskau vor tödlichen Risiken. 1983 kommt es zu einem ernsten Störfall in Tschernobyl, doch er wird totgeschwiegen. Seit 1971 arbeitet der junge Atomingenieur Nikolai Steinberg auf der gigantischen Baustelle des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Im Studium in Moskau hat er erstmals von dem geheimen Reaktor RBMK erfahren, der die Wirtschaft der Sowjetunion mit Energie versorgen soll. Im Nirgendwo baut die Sowjetunion ein Paradies für Atomingenieure und deren Familien. Es entstehen das Atomkraftwerk Tschernobyl mit vier Reaktorblöcken und die ukrainische Stadt Prypjat. Es ist eine Stadt vom Reissbrett für die 'Atomschtschiki', jene Atom-Technikerinnen und Techniker, die im und um das Atomkraftwerk arbeiten und leben. Die junge Stadtplanerin Maria Protsenko wird Chefarchitektin der Stadt. Die Atomstadt Prypjat ist für die neu ankommenden Sowjetbürger ein Paradies: Es gibt Schulen, Schwimmbäder, Kindergärten, Kultur- und Einkaufszentren. Aus der Stadt verkehrt täglich ein superschnelles Tragflächenboot über die Flüsse Prypjat und Dnjepr in die Metropole Kiew. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Ripetizione
W
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Sergio Plohkii, Anna Veronika Wendland, Sonja D. Schmid, Maria Protsenko, Natasha Protsenko
Der Film begleitet den YouTube-Star Derek Muller auf seiner Suche nach Antworten zu einem der gefährlichsten Stoffe der Welt. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney, aber auch nach Tschernobyl und Fukushima. Die radioaktiven Eigenschaften von Uran können in der Medizin im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Dort ist das kurzlebige Thorium ein unersetzliches Mittel, um Tumoren erkennbar zu machen. Die wissenschaftlichen Videos des promovierten Physikers Dr. Derek Muller erreichen auf seiner Plattform 'Veritasium' bis zu zehn Millionen Zuschauer. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
Uran wurde im 19. Jahrhundert als sogenannte Pechblende, einem Abfallprodukt des Silberbergbaus, entdeckt. 1896 fand der Physiker Antoine-Henri Becquerel heraus, dass Uran radioaktiv ist. Die 'Erfolgsgeschichte' von Uran begann mit dem Färben von Glas und der Behandlung von Tumoren. Dass das Wundermaterial einmal Grundstoff für die gefährlichste Waffe der Welt werden würde, vermutete damals noch niemand. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
Regia
Wain Fimeri
Sceneggiatura
Wain Fimeri, Steve Westh
Scheda
In Boston, MA, wurden im September 2016 die Jackson Hole Science Media Awards verliehen. Erneut konnte die zweiteilige Dokumentation 'Uran und Mensch – Ein gespaltenes Verhältnis' reüssieren und gewann in der Kategorie 'Long Form Series'. Die Reihe wurde von Sonya Pemberton, Genepool, im Auftrag von ZDF /ARTE, PBS und SBS produziert.
Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss. Ein Freund-Feind-Denken beherrschte die Köpfe und mündete in Saal- und Strassenschlachten. Ein Gefühl des ständigen Bürgerkriegs und einer ständigen Bedrohung durch den Gegner bedrückte die Menschen. Eine gespaltene Republik. Die Sehnsucht nach einer obrigkeitlichen Autorität war grösser als das Bedürfnis, das politische Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Weimar war ein Scheitern in Raten. Die Mehrheit der Deutschen empfand den Versailler Vertrag als ungerecht und eine Schmach. Um es psychologisch zu sagen: Diese narzisstische Kränkung war zu gross. Eine höhere Akzeptanz wäre vielleicht durch ein wirtschaftliches Wohlergehen breiterer Bevölkerungsschichten zu erreichen gewesen, wie in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Weimarer Republik hat nie ihre Identität gefunden. Es gab höchstens 'Vernunftrepublikaner'. Irgendwann hat sie dann auch ihre Koordinaten verloren.
Mit dem Ersten Weltkrieg beginnt das Zeitalter der industriell geführten Massenkriege. Rund 20 Millionen Menschen sterben. Generationen verlieren Zukunft, Gesundheit und Wohlstand. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo mündet 1914 in den Ersten Weltkrieg. Bis 1918 tobt ein unvorstellbares Grauen auf den Schlachtfeldern. Menschen leiden noch Jahrzehnte später. Die sechsteilige Reihe 'Der Preis des Krieges' hinterfragt die Kosten und Folgen des Krieges für Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt – und ungezählte Menschen. Anfangs gehen die Kriegsparteien von einem schnellen Ende des Krieges aus. Als diese Illusion platzt, rücken die Kosten des Krieges ins Blickfeld. Millionen Soldaten brauchen Ausrüstung fürs Schlachtfeld. Um Waffen und Kriegsgerät in grossen Mengen herzustellen, wird die Industrieproduktion in ganz Europa umgestellt. Die Feuerkraft an den Fronten hängt jetzt von der Produktion in der Heimat ab. Ein Krieg, bei dem am Ende die Wirtschaftskraft ausschlaggebend sein wird.
Ripetizione
W
Cast
Archduke Franz Ferdinand, Earl Catagnus Jr., Michael Doldge, Karl Ingold, Kaiser Wilhelm II, Peter Kuznick, Eric Lohr
Noch immer bergen Archäologen Überreste aus dem Ersten Weltkrieg. Waffen, aber auch Champagnerflaschen, erzählen vom Alltag an der Front – manchmal im Widerspruch zu historischen Dokumenten. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise, eine wissenschaftliche Untersuchung mit Laboranalysen, Experteninterviews und 3-D-Rekonstruktionen zu unerwarteten Schätzen, die immer noch unter der Erde liegen. Ein Jahrhundert lang erzählten die Überlebenden ihre Geschichten. Heute werfen nur noch wissenschaftliche Ausgrabungen an den Kriegsschauplätzen und Untersuchungen der ausgedehnten Tunnelsysteme ein neues Licht auf den bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte.
Die Angst vor Krieg und Krisen ist zurück. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind Lebensmittelknappheit oder Stromausfall durch Cyberattacken zu realen Bedrohungsszenarien geworden. Hamsterkäufe, kein Mehl, kein Sonnenblumen- oder Rapsöl mehr in deutschen Supermarktregalen. Anbieter von Privatbunkern können sich vor Anfragen kaum retten. Ist Deutschland für einen, wie auch immer gearteten, Ernstfall gewappnet? Lucas Eiler und Sebastian Galle begeben sich auf die Spur des staatlichen Zivilschutzes. Wie ist Deutschland aufgestellt? Welche Krisenszenarien gibt es? Haben Bund und Länder genügend Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass tatsächlich der Strom ausfällt, die Läden leer gekauft sind oder ein Cyberangriff die Infrastruktur lahmlegt? Die Recherche zeigt, dass es um den staatlichen Zivil- und Katastrophenschutz nicht gut bestellt ist. Die zuständige Behörde wurde heruntergespart, Bunkeranlagen zweckentfremdet und Sirenen eingemottet. Wolfram Geier vom Bundesamt für Bevo?lkerungsschutz und Katastrophenhilfe räumt ein: 'Für einen klassischen Kriegsfall können wir momentan logischerweise gar nicht ganz aktuell gerüstet sein. Denn wenn jahrzehntelang Abbau betrieben worden ist von Strukturen, dann kann das nicht innerhalb von Tagen oder Wochen wieder hergestellt sein.' Bundesinnenministerin Nancy Faeser dagegen beschwichtigt gegenüber 'ZDFzoom': 'Im Moment haben wir keine Krisenszenarien, wo wir sagen, das ist jetzt zwingend notwendig, davor zu warnen.' In der Prepper-Szene traut man dem Staat ohnehin nicht zu, dass er seine Bürger und Bürgerinnen schützt. Man bereitet sich selbst mit Vorratshaltung und selbst gebauten Schutzbunkern auf den Ernstfall vor. In Gesprächen mit Experten und Verantwortlichen wird deutlich, dass das Wunschdenken der Vergangenheit, es möge nie wieder Krieg geben, heute nicht mehr passt. Deutschland muss dringend nachbessern, um im Ernstfall eine Krise oder gar Katastrophe mit möglichst geringem Schaden für Leben und Gesundheit der Menschen überstehen zu können. Mehr unter www.diespur.zdf.de
Der fränkische Ritter Eppelein überfällt die Kutschen reicher Kaufleute. Ein lukratives Geschäft, aber auch ein riskantes Spiel. Gelingt es seinen Verfolgern, den Raubritter zu fassen? Auch andere Verbrechen geben Rätsel auf: Was ist dran am sagenumwobenen Tod des Piraten Klaus Störtebeker? Welches finstere Geheimnis steckt hinter einem Schatzfund im mittelalterlichen Judenviertel von Erfurt? Ein internationales Ermittlerteam sucht Antworten. Brutale Raubzüge, hinterhältige Giftmorde, skrupellose Attentate – das Mittelalter ist voller Gewalttaten, deren Hintergründe bis heute die wissenschaftliche Forschung auf der ganzen Welt beschäftigen. Untersuchungen liefern immer wieder neue Hinweise auf die mutmasslichen Täter und deren Motive. Schritt für Schritt bringen die Forschenden so Licht ins Dunkel einer Epoche, in der Verbrechen an der Tagesordnung sind. In jeder Folge von 'Tatort Mittelalter' geht es um drei historische Kriminalfälle. Mithilfe forensischer Spurensuche und spektakulärer Tatrekonstruktionen wird der Ablauf der Verbrechen minutiös nachgezeichnet. Nicht selten entdecken die Expertinnen und Experten dabei, dass die historische Überlieferung nicht stimmen kann oder sogar absichtlich verfälscht wurde. Doch wer hatte damals ein Interesse daran, die Wahrheit zu unterdrücken und stattdessen Legenden in die Welt zu setzen? Auch dieser Frage gehen die Wissenschaftler und Forscher nach und enthüllen, wie mittelalterliche 'Fake News' über Jahrhunderte weitergegeben wurden – und manchmal auch heute noch geglaubt werden.
Er gilt als radikaler Kritiker der Kirche: Jan Hus. Auf dem Konzil von Konstanz sprechen seine Gegner ihn der Ketzerei für schuldig. Wird er zu Unrecht auf dem Scheiterhaufen verbrannt? Auch andere Verbrechen geben Rätsel auf: Gründet Admiral Zheng He mit seiner Flotte gewaltsam ein chinesisches Kolonialreich? Haben Gutsherren das Recht auf die erste Nacht mit der Braut ihrer Leibeigenen? Ein internationales Ermittlerteam sucht Antworten. Brutale Raubzüge, hinterhältige Giftmorde, skrupellose Attentate – das Mittelalter ist voller Gewalttaten, deren Hintergründe bis heute die wissenschaftliche Forschung auf der ganzen Welt beschäftigen. Untersuchungen liefern immer wieder neue Hinweise auf die mutmasslichen Täter und deren Motive. Schritt für Schritt bringen die Forschenden so Licht ins Dunkel einer Epoche, in der Verbrechen an der Tagesordnung sind. In jeder Folge von 'Tatort Mittelalter' geht es um drei historische Kriminalfälle. Mithilfe forensischer Spurensuche und spektakulärer Tatrekonstruktionen wird der Ablauf der Verbrechen minutiös nachgezeichnet. Nicht selten entdecken die Expertinnen und Experten dabei, dass die historische Überlieferung nicht stimmen kann oder sogar absichtlich verfälscht wurde. Doch wer hatte damals ein Interesse daran, die Wahrheit zu unterdrücken und stattdessen Legenden in die Welt zu setzen? Auch dieser Frage gehen die Forscherinnen und Forscher nach und enthüllen, wie mittelalterliche 'Fake News' über Jahrhunderte weitergegeben wurden – und manchmal auch heute noch geglaubt werden.
Fast 300 Jahre lang prägen die Wikinger Europa. Bis heute finden sich ihre Spuren in England, Frankreich, im Ostseeraum – und sogar in Amerika. Doch dann verschwinden die gefürchteten Krieger. Im 11. Jahrhundert beginnt der Niedergang der berüchtigten skandinavischen Stämme. Als Ende ihrer Ära gilt die Schlacht von Hastings im Jahr 1066 – mit dem Sieg des normannischen Königs Wilhelm der Eroberer. Fortan regiert er England. Wilhelm der Eroberer führt viele politische und soziale Veränderungen ein, vor allem aber lässt er das Land militärisch befestigen, um weitere Angriffe und Überfälle von Wikingerarmeen zu verhindern. Nach und nach müssen sie auch viele ihrer Handelsmonopole aufgeben. Doch der Niedergang der Wikinger vollzieht sich schleichend und auf mehreren Ebenen: Die zunehmende Christianisierung führt dazu, dass viele Stämme ihren Glauben an nordische Götter ablegen. Sie werden sesshaft und lernen das friedliche Leben zu schätzen. Die Wikinger verschmelzen in den folgenden Jahrhunderten praktisch mit den Menschen und Gebieten, die sie einst überfallen, ausgeraubt und zum Teil blutig erobert haben. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ripetizione
W
Cast
Ólafur Darri Ólafsson, Clare Downham, Christian Cooijmans, Kim Hjardar, Anders Winroth, Knut Paasche, Søren Sindbæk
Die Wikinger sind die ersten Europäer, die den Norden Amerikas betreten, noch vor Christoph Kolumbus. Sie erhoffen sich ein besseres Leben als in ihrer Heimat Skandinavien. Mit der Machtübernahme des ersten Königs Harald I. 870 nach Christus sehen die norwegischen Stammesfürsten ihren Einfluss schwinden. Viele Wikingergruppen verlassen das Land, reisen übers Meer und gründen neue Siedlungen. In Island, Grönland – und Neufundland. Mit ihren ausgefeilten Langschiffen sind erste Wikinger vor ihnen bereits grosse Entfernungen gesegelt und gerudert. Auf ihren Raubzügen haben ihre Vorfahren inzwischen Küstenstädte in Britannien geplündert, sind als Kaufleute nach Osten in das Gebiet des späteren Russlands vorgestossen, haben Eroberungsfeldzüge nach Konstantinopel, in den Mittelmeerraum und das Frankenreich unternommen. Nun machen sich die norwegischen Stämme auf nach Island. Um das Jahr 986 nach Christus siedeln sie auch in Grönland, und schliesslich gelingt ihnen die Fahrt über den Atlantik bis zur Insel Neufundland im heutigen Kanada. In den 1960er-Jahren entdecken Archäologen dort Überreste einer Wikingersiedlung. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ripetizione
W
Cast
Ólafur Darri Ólafsson, Torfi Tulinius, Gisli Sigurdsson, Stefan Brink, Terry Gunnell, Sverrir Jakobsson, Caitlin Ellis
Im Jahr 845 belagern die Wikinger zum ersten Mal Paris. Nach ihren Raubzügen auf den Britischen Inseln und ihren Vorstössen ins spätere Russland nehmen sie nun das Frankenreich ins Visier. Immer wieder dringen sie ins Frankenreich ein. Die Wikinger überfallen Hamburg, verwüsten Friesland und Flandern, greifen Städte wie Rouen, Nantes und Tours an. Schliesslich steuern Hunderte von Wikingerschiffen auf Paris zu. Diese Belagerung von Paris wird zu einem Schlüsselmoment in der Geschichte der Wikinger. Paris, die wohlhabende Perle des westlichen Frankenreichs, liegt damals im Wesentlichen auf einer Insel in der Seine, der heutigen Île de la Cité. Trotz der Aufstellung eines Heeres hält König Karl der Kahle eine Auseinandersetzung mit den berüchtigten Angreifern für aussichtslos. Paris erkauft sich schliesslich den Abzug der Skandinavier gegen Lösegeld. Doch diese Lösegeldzahlung motiviert die Wikinger zu weiteren Überfällen auf die Stadt, die sie 885 sogar ein Jahr lang belagern. Im Laufe der Jahrzehnte pressen die Wikinger dem Frankenreich mit Dutzenden solcher Lösegeldzahlungen enorme Summen ab. Schliesslich gesteht ihnen der König Ländereien entlang der unteren Seine zu. So werden die berüchtigten Nordmänner in der Normandie sesshaft und zu einer mächtigen politischen Grösse. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ripetizione
W
Cast
Ólafur Darri Ólafsson, Simon Coupland, Christian Cooijmans, Anders Winroth, Caitlin Ellis, Clare Downham, Torfi Tulinius
Wikingerheere terrorisieren Ende des 8. Jahrhunderts weite Teile Englands. Ein anderer Zweig der Nordmänner bricht auf, um Konstantinopel und Bagdad zu erobern. Sie ziehen über die Flüsse Dnepr, Düna, Wolga und Don bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer. Aber man nennt sie dort nicht Wikinger, sondern 'Waräger' oder 'Rus', woraus später das Wort Russland entsteht. Sie sind Räuber, aber auch geschickte Kaufleute. Die Wikinger stossen gen Osten vor. Um etwa 750 siedeln sie auf dem Gebiet des späteren Russlands, Weissrusslands und der Ukraine. Doch es zieht sie noch weiter: Die Seidenstrasse eröffnet den Skandinaviern die Handelswelt des Ostens und verspricht ihnen Reichtum. Mitte des 9. Jahrhunderts erreichen sie Konstantinopel, die damals grösste und reichste Stadt Europas. Im Jahr 860 versucht eine aus etwa 200 Schiffen bestehende Flotte der Waräger, die Metropole einzunehmen. Mehr als die Plünderung einiger Vororte gelingt ihnen jedoch nicht. Die sogenannten Ost-Wikinger lassen sich auf den 'neuen Gebieten' nieder und werden zu einer festen Grösse im Byzantinischen Reich. Von dort dringen sie in den arabischen Raum vor. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ripetizione
W
Cast
Ólafur Darri Ólafsson, Cat Jarman, Caitlin Ellis, Anders Winroth, Jan Bill, Thorir Jonsson Hraundal, Stefan Brink
Mit der Einnahme der florierenden Stadt York ändern die Wikinger im Jahr 866 ihre Strategie: Sie kommen nicht mehr nur zu Raubzügen auf die britische Insel. Die Nordmänner wollen England komplett erobern. Bisher waren es meist kleine Gruppen, die aus Skandinavien aufbrachen, um englische Klöster und Siedlungen zu überfallen. Doch inzwischen haben die Wikinger ganze Heere mit Tausenden von Kriegern geformt. Ivar Ragnarsson, genannt Ivar, der Knochenlose, ist einer von ihnen – eine schillernde Gestalt. Nach der Belagerung und Einnahme Yorks erklärt er sich zum Wikinger-König und wird eine bedeutende politische Figur. Das angelsächsische England besteht aus zahllosen unabhängigen Königreichen, die häufig miteinander im Zwist liegen. Diese Rivalitäten machen sich die Wikinger zunutze. Sie erobern immer grössere Teile der Insel, schmieden aber auch lokale Allianzen. York wird zu einem ihrer wichtigsten Handelsplätze. Trotz heftiger Widerstände vermischen sich die skandinavische Sprache, Kultur und Religion in den folgenden Jahrhunderten vielerorts mit dem christlich geprägten England. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ripetizione
W
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Ólafur Darri Ólafsson, David Petts, Anders Winroth, Clare Downham, Stefan Brink, Judith Jesch, Kim Hjardar
Das Jahr 793 gilt als Beginn der Wikinger-Ära: Nordmänner aus Skandinavien landen vor der britischen Insel Lindisfarne. Sie plündern das dortige Kloster, hinterlassen Tod und Zerstörung. England erhält einen 'Vorgeschmack auf düstere Zeiten'. Immer häufiger überqueren die Männer aus dem Norden in der folgenden Zeit das raue Meer, überfallen christliche Siedlungen und rauben vor allem wertvolle Kirchenschätze. Der Überfall auf die heilige Insel Lindisfarne gilt als Auftakt eines historischen Wandels, der England für viele Jahrhunderte prägen soll. Was aber treibt die Männer aus Skandinavien dazu, ihre Heimat zu verlassen, um mordend und brandschatzend durch Nordeuropa zu ziehen? Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
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Ólafur Darri Ólafsson, David Petts, Søren Sindbæk, Clare Downham, Terry Gunnell, Kim Hjardar, Stefan Brink
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Der Film folgt den Spuren deutscher Aussteiger, die sich ab dem Ende der 1920er-Jahre auf der zum Galapagos-Archipel gehörenden Insel Floreana niederliessen. Es sollte eine Rückkehr ins Paradies werden, zurück zu einer naturnahen Lebensweise. Doch Mitte der 1930er-Jahre kam es auf der Insel zu Vorfällen, die ein weltweites Medienecho zur Folge hatten. Waren die Bewohner des Paradieses zu Mördern geworden? Kein Geringerer als der damals schon weltberühmte Schriftsteller Georges Simenon, Schöpfer des 'Kommissar Maigret', fuhr im Januar 1935 im Auftrag einer grossen Pariser Zeitung zu den Galapagosinseln, um Licht ins Dunkel der rätselhaften Ereignisse zu bringen. Von den acht Personen, die auf der Insel lebten, wurden damals zwei seit Monaten vermisst. Zwei weitere starben unter mysteriösen Umständen. Die Überlebenden bezichtigten sich gegenseitig des Mordes. Aus der Perspektive Simenons erzählt der Film die Geschichte der deutschen Auswanderer, die von einem Leben frei von den Zwängen bürgerlicher Konventionen träumten und zu Gefangenen einer Hölle wurden, die sie selbst geschaffen hatten. Den Anfang machten der Berliner Zahnarzt Dr. Ritter und seine Lebensgefährtin Dore Strauch. Sie teilten die zivilisationskritischen Ideen der Epoche und wollten dem als krankmachend empfundenen Dickicht der Städte entfliehen. Im Oktober 1929, auf dem Höhepunkt des New Yorker Börsencrashs, trafen sie auf der kleinen unbewohnten Insel Floreana ein und begannen, sich unter grossen körperlichen Strapazen auf dem kargen Eiland einzurichten. Inspiriert durch Zeitungsartikel Ritters fand sich etwa zwei Jahre später das Kölner Ehepaar Wittmer auf der Insel ein, das sich vor allem einen positiven Einfluss auf die Gesundheit ihres behinderten Sohnes erhoffte. Die pragmatischen Wittmers gerieten bald in Konflikt mit Ritter, der die Führerschaft der kleinen Gemeinschaft beanspruchte. Trotzdem arrangierte man sich. Als sich allerdings kurz darauf eine mysteriöse Dame, die sich Eloise Wagner de Bousquet nannte, mit ihren beiden jüngeren Liebhabern auf der Insel einfand, geriet der labile Frieden zwischen den Parteien ins Wanken. Die angebliche Baroness beabsichtigte, ein Nobelhotel auf der Insel zu errichten, und spielte sich von Anfang an als Herrscherin über die Insel auf. Wer die offensichtliche Hochstaplerin tatsächlich war, bleibt im Dunkeln. Angeblich stammte sie aus einem österreichischen Adelsgeschlecht und hatte in Konstantinopel als Tänzerin gearbeitet. Das dreiste und aggressive Auftreten der 'Baronin' vergiftete die Atmosphäre auf der Insel zusehends. Sie lief bewaffnet herum und verletzte sogar Besucher der Insel, die ihr nicht passten, durch Schüsse. Hinzu kam, dass während der Trockenzeit die einzige Quelle der Insel zu versiegen drohte und die 'Baronin' das verbliebene Wasser für sich beanspruchte. Am 26. März 1934 kündigte sie den Wittmers angeblich an, mit einem ihrer Liebhaber auf einer Touristenjacht die Insel zu verlassen. Seit diesem Tag fehlt von den beiden jede Spur. Wurden die Hochstaplerin und ihr Begleiter in Wirklichkeit von den Wittmers ermordet, wie Dore Strauch später behauptete? Der andere Liebhaber, mit dem sich die 'Baronin' schon vorher überworfen hatte, machte sich mit einem Fischer auf den Weg zum Festland, wo er eine Schiffspassage nach Europa zu finden hoffte. Monate später entdeckte man seine Leiche auf der unbewohnten Insel Marchena. Auch Friedrich Ritter, der Visionär und Lebensreformer, starb unter mysteriösen Umständen. Nach Aussage seiner Lebensgefährtin Dore wurde dem Vegetarier verdorbenes Hühnerfleisch zum Verhängnis. Die Wittmers hingegen berichteten, dass er noch im Todeskampf seine einstige Geliebte verflucht habe. Dies nährt den Verdacht, dass er von Dore vergiftet worden war, die er mehr und mehr gedemütigt hatte. 1935 verliess sie Floreana für immer. Nur die Wittmers blieben. Margret Wittmer brachte zwei Kinder auf der Insel zur Welt. Und noch heute betreiben ihre Nachkommen dort ein kleines Hotel. Mithilfe der Texte von Georges Simenon, der Lebenserinnerungen von Dore Strauch und Margret Wittmer sowie der Vielzahl von Fotos und Filmaufnahmen, die ein amerikanischer Milliardär von den historischen Protagonisten herstellte, rekonstruiert der Film die damaligen Ereignisse. Reenactments erzählen Schlüsselszenen aus dem Leben der deutschen Auswanderer, die ihren Träumen folgten und dabei die bittere Erfahrung machen mussten, dass man ein Paradies in eine Hölle verwandeln kann.
Der Film zeichnet die dramatische Geschichte von Schiffbrüchigen nach, die in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts auf den unwirtlichen, subpolaren Aucklandinseln strandeten. Innerhalb weniger Monate wurden zwei Bootscrews auf dieselbe Insel verschlagen, ohne einander zu bemerken. Während die Besatzung der 'Grafton' trotz der schwierigen Umstände überlebte, starben fast alle Schiffbrüchigen der 'Invercauld'. Was war der Grund? 1872 kommt es in Paris zu einer denkwürdigen Begegnung: Auf Anregung seines Verlegers trifft sich der weltberühmte Schriftsteller Jules Verne mit seinem Landsmann François Raynal. Der Erfinder von 'Kapitän Nemo' ist in einer Schaffenskrise und sucht einen neuen, fesselnden Stoff. Und den kann François Raynal aus erster Hand bieten. Die Begegnung der beiden liefert die filmische Rahmenhandlung für die Geschichte von Raynal und seinen Gefährten, die es 1864 als Schiffbrüchige auf die Aucklandinseln verschlägt. Im dichten Seenebel erkennen die Männer zu spät, dass sie auf eine Steilküste zuhalten. Der Segler kentert auf einer Klippe und muss aufgegeben werden. Immerhin haben sie Glück im Unglück, dass sie in Ufernähe havariert sind. So können sie das Wrack ausschlachten und überlebenswichtige Dinge an Land retten. Ohne auf die vage Hoffnung zu vertrauen, von einem zufällig vorbeikommenden Schiff gerettet zu werden, beginnen sie, sich auf einen langen Aufenthalt einzurichten, bauen eine Behausung und stellen Regeln für ihr Zusammenleben auf, die von allen respektiert werden. Durch Einfallsreichtum und Kooperation gelingt es ihnen sogar, aus Teilen des Wracks ein seetüchtiges Boot zu bauen, das sie zurück nach Neuseeland trägt. Ganz anders verläuft das Schicksal der Mannschaft der 'Invercauld', die nur wenige Monate nach der 'Grafton' vor den Aucklandinseln auf Grund läuft. Auch das Schicksal dieser Schiffbrüchigen, die ihren Leidensgenossen auf der anderen Seite der Insel nie begegnen werden, ist durch den Bericht eines Überlebenden gut dokumentiert. Anders als die Männer der 'Grafton' steuern sie von Anfang an auf eine Katastrophe zu. Schon nach kurzer Zeit spaltet sich die Gruppe aufgrund von Streitigkeiten auf, was ihre Überlebenschancen minimiert. Ihre Gemeinschaft zerfällt zusehends. Das liegt nicht zuletzt am Versagen des Kapitäns, dem es an natürlicher Autorität, Willenskraft und Verantwortungsgefühl fehlt. Die Männer überlassen nicht nur Kranke und Verwundete ihrem Schicksal, sie verfallen sogar in Kannibalismus. Als ein zufällig vorbeikommendes Schiff die Gestrandeten nach Monaten entdeckt, sind von ursprünglich 28 Männern nur noch drei am Leben. Eine Laune des Schicksals hat die unwirtliche Inselgruppe am Rand der Welt zum Schauplatz unfreiwilliger Überlebensexperimente gemacht, zu einer zeitlosen Geschichte über menschliches Verhalten unter extremen Bedingungen. Dabei zeigt sich, dass Gemeinschaftssinn, solidarisches Handeln und Empathie am Ende der Schlüssel zum Überleben sind – und nicht egoistisches Verhalten, das nur kurzfristig Vorteile bringt. Das beweist auch ein drittes Unglück, das sich nur ein Jahr nach den geschilderten Ereignissen an demselben Ort abspielt. Die havarierte 'General Grant' hat australische Goldsucher und ihre Familien an Bord. Unter den wenigen Überlebenden des Schiffbruchs befindet sich diesmal sogar eine Frau. Wie den Männern der 'Grafton' gelingt es auch diesen Gestrandeten, eine solidarische Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. So schaffen sie es, mit den einzigen beiden trockenen Streichhölzern ein Feuer zu entzünden und während der nächsten 18 Monate nicht mehr ausgehen zu lassen. Sie bauen Behausungen, stellen sich Kleidung aus den Fellen erbeuteter Seehunde her und Werkzeuge aus Knochen. Am Ende werden auch sie von einem Schiff aufgespürt und gerettet. Um den Untergang der 'General Grant' rankt sich bis heute ein Geheimnis. Denn im Bauch des Schiffes befand sich eine tonnenschwere Goldladung, die aus Sicherheitsgründen als Messing deklariert war. Trotz vieler Versuche bis in die jüngste Zeit, den wertvollen Schatz zu finden, ruht er bis heute auf dem Meeresgrund. Raynals Abenteuer aber inspirieren Jules Verne zu seinem Roman 'Die geheimnisvolle Insel', in dem er der menschlichen Erfindungsgabe in der Not und der Kameradschaft ein Denkmal setzt.
Der Film erzählt eine kaum bekannte Episode aus dem Leben des berühmten Naturforschers Charles Darwin, in deren Zentrum vier entführte jugendliche Feuerland-Indianer stehen. Sie waren vom Kapitän eines Forschungsschiffs in einem Streit mit den Ureinwohnern als Geiseln genommen und nach England verschleppt worden. Zwei Jahre später wurden sie heimlich in ihre Heimat zurückgebracht. Am Ende der bewohnten Welt ereignet sich im Jahr 1829 eine aberwitzige Geschichte, die zum Auslöser von Ereignissen wird, die die Welt verändern. Sie beginnt mit dem Diebstahl des britischen Vermessungsbootes, der 'HMS Beagle', durch Ureinwohner Feuerlands. Um die Herausgabe des Bootes zu erzwingen, nimmt der Kapitän unter den Indianern Geiseln: darunter ein Mädchen und zwei junge Stammeskrieger, die er nach England verschleppen wird, um sie dort einem Experiment im Geist der Zeit zu unterziehen. Er will aus ihnen Christen machen, begeisterte Fackelträger britischer Zivilisation, die einmal zu nützlichen Stützen des Empires in Feuerland werden sollen. Die 'jungen Wilden' werden zu wahren Stars in Grossbritannien. Bei ihrer Taufe fungiert niemand Geringeres als das britische Königspaar als Paten. Doch als eine intime Liebesbeziehung zwischen den Jugendlichen bekannt wird, droht ein Skandal. Der Kapitän der 'Beagle', der die Indianer bei sich aufgenommen hat, fürchtet um seinen Ruf und seine Karriere und stellt hastig eine zweite Expedition auf die Beine. Offiziell eine Forschungsreise – in Wirklichkeit dient sie in erster Linie dem Rücktransport der Entführten. Ein junger Theologiestudent – sein Name ist Charles Darwin -, wird als Wissenschaftler und nicht zuletzt als Reisegefährte und Gesprächspartner des zu Depressionen neigenden Kapitäns angeworben. So wird Darwin zum Augenzeugen des bizarren Zivilisationsexperiments, das in der menschenfeindlichen Wildnis Feuerlands stattfinden soll. Ausgestattet mit Errungenschaften der Moderne sollen die Jugendlichen ihre Stammesgenossen von der Überlegenheit der europäischen Zivilisation überzeugen. Das Experiment scheitert dramatisch, aber für den jungen Darwin bedeutet die eher zufällige Reise einen Wendepunkt in seinem Leben, aus dem am Ende eine wissenschaftliche Revolution erwächst: die Evolutionstheorie. Mithilfe von Landschaftsaufnahmen, szenischer Nacherzählung, eines Teams internationaler Experten sowie historischer Dokumente vom Leben der heute ausgestorbenen Indianer Feuerlands erzählt die Dokumentation diese vergessene Geschichte vom Rand der Welt.
Vor 500 Jahren setzen der portugiesische Kapitän Ferdinand Magellan und seine Männer im Auftrag der spanischen Krone Segel – zu einem der grössten Seefahrt-Abenteuer der Geschichte. Ihre Weltumsegelung hatte damals eine vergleichbare Bedeutung wie die Raumfahrt im 20. Jahrhundert. Zum ersten Mal war es gelungen, die wahre Dimension unseres Planeten in Augenschein zu nehmen. Dabei war das ursprüngliche Ziel der Expedition ein ganz anderes. Das 15. und 16. Jahrhundert ist das Zeitalter gewaltiger Umwälzungen. Mit dramatischen Konsequenzen in allen Bereichen des Lebens. Luther reformiert die Kirche, Kopernikus verdrängt den Menschen aus seinem scheinbar gottgegebenen Platz im Mittelpunkt des Universums, und europäische Seefahrer zeichnen ein völlig neues Bild der Erde. Vor diesem Hintergrund erzählt der Film die Geschichte Ferdinand Magellans. Eigentlicher Motor seiner legendären Expedition sind die damals unfassbar wertvollen Schätze der Gewürzinseln im Indischen Ozean und im heutigen Indonesien. Nelken und Muskat werden im 16. Jahrhundert mit Gold aufgewogen. Magellan verspricht Kaiser Karl V. nichts Geringeres als einen kürzeren Weg zu dem damals lukrativsten Stück Erde. Denn noch glaubte man – in Unkenntnis des wahren Erdumfangs -, dass man den Indischen Ozean schneller in Richtung Westen über den Atlantik erreichen könne als um Afrika herum. Ausserdem war Magellan fest davon überzeugt, dass es eine Durchfahrt durch den amerikanischen Kontinent geben müsse. Am 20. September 1519 stachen unter seiner Führung fünf Schiffe von Spanien aus in See. Ende 1520 erreichten sie die heutige Magellanstrasse und überquerten danach in monatelanger Fahrt als erste Europäer den Pazifik. Magellan selbst sollte den Erfolg seiner Unternehmung nicht mehr erleben. Er starb im Kampf gegen Eingeborene auf den Philippinen. Nach fast genau drei Jahren kehrte eines der ursprünglichen fünf Schiffe unter dem Kommando eines anderen Kapitäns nach Spanien zurück. Von den ursprünglich rund 240 Mann der Besatzung sahen nur circa 90 die Heimat wieder. Der Film folgt den Spuren der Expedition rund um den Globus, nach Indonesien, Patagonien und Spanien. In aufwendigen Reenactments auf dem seetauglichen Nachbau des legendären Schiffs 'Victoria' erlebt der Zuschauer hautnah die Strapazen der Mannschaft. Auf der indonesischen Insel Ternate begleitet 'Terra X' die Suche nach einem Wrack der Magellan-Flotte und erhält im Baskenland mithilfe eines kürzlich entdeckten Briefes an den König von Spanien detaillierte Einblicke in die letzten dramatischen Tage der Expedition. Das Team kommt dem Rätsel um einen mysteriösen Globus auf die Spur, der bereits fünf Jahre vor Magellans Expedition eine Passage durch Südamerika abbildete. Kann es sich hierbei tatsächlich schon um die Magellanstrasse handeln? Am Beispiel eines faszinierenden Schiffsbauprojekts zeigt sich, wie es die Menschen im Jahr 1500 schafften, Segelboote zu bauen, die Strecken von über 60.000 Meilen zurücklegten.
Cast
Andrew Lambert, Frank Berger, Xabier Alberdi Lonbide, Xabier Agote, Mikel Leoz, José María Moreno Madrid, Alfredo Teko Prieto
Alexander von Humboldt war einer der bedeutendsten deutschen Entdecker. Erst vor Kurzem rückte auch sein frühes Verständnis von ökologischen Zusammenhängen in den Fokus der Forschung. Anlässlich seines 250. Geburtstags unternimmt die Historikerin Andrea Wulf eine atemberaubende Reise um die halbe Welt und entführt den Zuschauer zu den Stromschnellen des Orinoco und auf die höchsten Anden-Gipfel, die Humboldts neues Naturverständnis prägten. Zu Lebzeiten war Alexander von Humboldt neben Napoleon der berühmteste Mensch der Welt. Hunderte von Pflanzenarten tragen seinen Namen, in vielen Ländern wurden zahllose Strassen, Plätze und Institutionen nach ihm benannt. Wie kein anderer Wissenschaftler hat Alexander von Humboldt das moderne Verständnis von der Natur als komplexes zusammenhängendes System geprägt. Doch was trieb Humboldt an, sein Leben immer wieder bei tollkühnen Abenteuern und lebensgefährlichen Experimenten aufs Spiel zu setzen, um die Natur neu zu 'entdecken'? Seine Messungen und Beobachtungen konnte Humboldt in zunehmendem Masse nicht mit der gängigen Vorstellung in Übereinstimmung bringen, die Welt sei von Gott allein zu dem Zweck geschaffen worden, dem Menschen nützlich zu sein. Humboldt war vielmehr davon überzeugt, dass in der Natur 'alles mit allem' zusammenhängt und auch der Mensch keine Sonderstellung einnimmt. Dieses Konzept war damals revolutionär und prägt bis heute das moderne Naturverständnis. In Spielszenen mit dem renommierten deutschen Schauspieler Timmi Trinks in der Rolle des jungen Humboldt kann der Zuschauer unter anderem die legendäre Fahrt auf dem Orinoco oder den Aufstieg in die eisigen Höhen des Chimborazo miterleben.
Albrecht Dürers Kunst kennt fast jeder: 'Betende Hände', 'Der Feldhase', die Selbstbildnisse. Das Genie aus Nürnberg hat die Kunst für immer verändert. Wer war dieser Superstar? Dürer, der ehrwürdige alte Meister: Dieses Klischee aus dem Schulbuch trügt. 'Terra X' zeigt, wie innovativ und sogar revolutionär Dürer war: mit seinen Dämonen, seiner Nacktheit und seinem Witz. Konventionen waren ihm egal. Ein moderner Künstler. Diese 'Terra X'-Dokumentation zeigt die Welt, aus der Dürer kommt: das aufstrebende Nürnberg um 1500. Eine deutsche Weltstadt, aber eng und von Seuchen geplagt. Bei seinem Vater, einem Goldschmied, geht der Zwölfjährige in die Lehre. Der muss ihn bald ziehen lassen, denn schnell zeigt Albrecht, was seine Berufung ist: Er wird Maler. Wie ein Fotograf es heute tun würde, bannt er alles, was ihn interessiert, auf Tausende Papierseiten. In Venedig lernt er, es mit den italienischen Meistern aufzunehmen. Und dann zeigt der junge Maler der Welt, was er kann. Im 'Selbstbildnis' von 1500 malt er sich wie Jesus Christus, und nun folgt ein Paukenschlag auf den anderen. Zusammen mit Dürer-Spezialisten geht 'Terra X' in die wichtigsten Museen nach München, Nürnberg und Wien. Archive wurden geöffnet, kostbare Unikate gezeigt. Was ist ihr Geheimnis? Mit modernster Animationstechnik wird die unendlich feine Machart der Werke erforscht. Mit dem blossen Auge nicht erkennbar, aber dennoch von Dürer ausgemalt: das silbrige Fell des 'Feldhasen', das Horrorszenario der 'Apokalyptischen Reiter'. Und 'Terra X' untersucht die zeitlose Relevanz von Albrecht Dürers Monogramm 'AD' – es ist das erste Logo, das erste Markenzeichen der Geschichte. Die Dokumentation schildert in Reenactments, wie Dürer immer 'Der Erste' war: Er schuf das erste Akt-Selbstbildnis, dann das erste weibliche Aktporträt, und er arbeitete als Erster fürs grosse Publikum – von manchen seiner Holzschnitte verkaufte er Tausende Exemplare. Damit steht er am Beginn unseres Bilder-Zeitalters und ist mit seinen ikonenhaften Meisterwerken auch heute allgegenwärtig. Ein Meister also, der zeitlos jung und revolutionär geblieben ist.
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W
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Mirko Borsche, Christine Demele, Thomas Eser, Anja Grebe, Oliver Hahn, Joseph Koerner, Christof Metzger
Nikola Tesla, seine Ideen prägten unsere Stromnetze, Fernseher und Telefone. Die 'Terra X'-Dokumentation zeigt den exzentrischen Lebensweg des Erfinders. Für seine Mitmenschen galt er stets als Sonderling, ausgestattet mit einem grossen Selbstbewusstsein. Sein unbändiger Forschergeist, seine genialen Ideen und ein gewisses Showtalent führten ihn aus der Provinz in die High Society New Yorks zum Ende des 19. Jahrhunderts. 1856 im entlegenen kroatischen Dorf Smiljan im damaligen Grenzgebiet des Habsburgerreichs geboren, studiert und arbeitet er zunächst in den Metropolen Europas, bevor er in die USA übersiedelt. Dort will er seiner ersten grossen Erfindung zum Durchbruch verhelfen – der ersten effizienten Wechselstrommaschine. Doch der Job bei seinem grossen Vorbild Thomas Edison entpuppt sich schnell als Fehlentscheidung. Denn Edison setzt mit seinen Glühlampen auf Gleichstrom. Erst ein Wechsel zu Edisons Konkurrenten George Westinghouse bringt den gewünschten Erfolg. Dieser führt die Erfinder Tesla und Edison jedoch auch in den berühmten Stromkrieg. Erbittert kämpfen beide Seiten bei der Elektrifizierung der USA um die Vorherrschaft 'ihres' Stromsystems. Dank Teslas Technik setzt sich der Wechselstrom durch, der auch heute noch aus unseren Steckdosen fliesst. Tesla widmet sich nun seinem neuen Ziel, die Welt kabellos mit Energie zu versorgen. Statt teure Kupferkabel zu nutzen, sucht er nach Mitteln und Wegen, Strom auf natürlichem Wege zu übertragen. Allein die 'Nebenprodukte' seiner Forschung sind bahnbrechend. Mit kabellosen Leuchtröhren verzaubert er sein Publikum und wird durch seine Vorführungen zum Magier der Elektrizität. Er entwickelt die erste Funkfernsteuerung der Geschichte, schafft Grundlagen für die Radiotechnik und das Radar. Doch versteht er es nicht, seine innovativen Erfindungen auch wirtschaftlich zu nutzen. Seine Ideen machen andere reich. Die Arbeiten an seiner 'Freien Energieübertragung' kann er nicht zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Als Tesla keine befriedigenden Fortschritte präsentieren kann, drehen ihm seine Financiers den Geldhahn zu. Als er sich letztendlich eingestehen muss, gescheitert zu sein, erleidet Tesla einen Nervenzusammenbruch. Der geniale Erfinder wird zu einem Schatten seiner selbst. Mit immer seltsameren Ankündigungen ist er bald nur noch Ideenlieferant für Science-Fiction-Geschichten. Seine Exzentrik nimmt immer weiter zu. Tauben werden zu seinen besten Freunden. Er stirbt 1943 einsam und verarmt. Doch zeigen spätere Entwicklungen der Technikgeschichte: Nicht alle Ideen waren Fantastereien. In vielen Dingen war Nikola Tesla seiner Zeit einfach weit voraus.
Galileo Galilei gilt als ein Begründer der modernen Naturwissenschaft und als Verursacher einer der grössten Skandale in der Geschichte der römischen Kirche. Sein Leben als Wissenschaftler beginnt mit bahnbrechenden Erkenntnissen in Physik und Astronomie und endet vor dem Inquisitionsgericht: Galilei muss seine Lehren widerrufen. Eine Geschichte über die Untrennbarkeit von Wissenschaft, Macht und Moral. Galileo Galilei steht wie kein anderer Wissenschaftler für einen historischen Umbruch, für die Geburt der modernen Naturwissenschaft, die sich seitdem rasant entwickelt hat und heute unser Leben bestimmt. Die Dokumentation verfolgt sein dramatisches Leben vom kritischen jungen Geist, vom findigen Experimentator über den leidenschaftlichen Verfechter des kopernikanischen Weltsystems bis hin zum prominenten Bauernopfer der Inquisition. Anfangs ist Galilei ein neugieriger Student in Pisa, er beobachtet den schwingenden Kronleuchter in der Kathedrale und kommt auf die Pendelgesetze. Sie sind Grundlage der ersten Pendeluhren. Er macht Experimente zum freien Fall, vermutlich am Schiefen Turm von Pisa. Später optimiert er mit neuen Linsen das Teleskop aus Holland und richtet als erster Mensch sein 'Augenrohr' gen Himmel. Er entdeckt, dass der Mond Berge hat und der Jupiter vier eigene Monde. Seine Beobachtungen veröffentlicht er in der 'Sternenbotschaft' – dem ersten wissenschaftlichen Bestseller der Welt. Doch dann outet er sich als Anhänger von Kopernikus, der behauptet, nicht die Erde sei das Zentrum der Welt, sondern drehe sich wie alle anderen Planeten um einen Punkt nahe der Sonne. Theologen brandmarken die Idee als ketzerisch. Im Grunde aber geht es gar nicht um Weltbilder, sondern um die Deutungshoheit der Kirche und die Machtverteilung in dem vom Dreissigjährigen Krieg gebeutelten Europa. Galilei mit seinem unnachgiebigen Eintreten für das revolutionäre Weltbild ist ein Unruhestifter und wird angeklagt – wegen des Verdachts der Ketzerei und seines Ungehorsams gegen die Kirche. Im Büsserhemd muss er vor der Inquisition seiner Überzeugung abschwören. Erst 1992 wird er von der Kirche offiziell rehabilitiert. Die Spaltung zwischen Wissenschaft und Glaube, die der Prozess gegen Galilei begründet, prägt unsere Welt bis heute.
Nachhaltigkeit ist keine Erfindung der Moderne: Von Spaniens Höhlenhäusern bis zu Japans Edo-Zeit zeigt das Wissen unserer Ahnen, wie klimafreundliches Leben schon früher gelang. Traditionelle Architektur kühlt in Spanien ohne Klimaanlage, Japans altes Null-Müll-Prinzip ist Vorbild für Kreislaufwirtschaft. Mittelalterliche Fangquoten am Bodensee, indigene Feuerpraxis in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten liefern Zukunftsideen. Wie lebten Menschen früher klimafreundlich, lange bevor es den Begriff Nachhaltigkeit gab? In Spanien inspiriert traditionelle Architektur mit kühlen Höhlenhäusern, in Japan wird die Null-Müll-Gesellschaft der Edo-Zeit zum Vorbild moderner Kreislaufwirtschaft und am Bodensee nutzte man schon im Mittelalter Fangquoten für enkeltaugliche Fischerei. Indigene Feuerpraktiken in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten in Mexiko offenbaren, wie Lowtech gegen Megafeuer und steigende Meere helfen kann – und warum die Lösungen von morgen oft tief in der Vergangenheit wurzeln.
Um Lösungen für heutige Probleme zu finden, entdecken Experten vergessene Schätze der Natur: von Bananenblatt-Verpackungen bis zu alten Heilkräutern. Ideen der Vorfahren für die Zukunft. In Indien ersetzen Bananenblätter Plastik, alte Heilkräuter aus deutschen Wäldern und sizilianisches Manna bereichern die Medizin, prähistorische Schädel aus Schottland und Pariser Bauern des 19. Jahrhunderts zeigen, wie nachhaltige Ernährung aussehen könnte. Selbst das Thema Nahrungsmittelsicherheit trieb unsere Vorfahren um. Auf den Lofoten in Norwegen beginnt eine Fischerstochter, Algen zu ernten, um der Überfischung etwas entgegenzusetzen. Keine Neuigkeit, wie sie lernt, denn neolithische Grabfunde in Schottland beweisen, dass unsere Ahnen schon vor langer Zeit regelmässig Algen assen. Selbst Nahrungsergänzungsmittel kannten sie bereits. Auf Sizilien erlebt das biblische Manna ein Revival: Es wurde über Jahrhunderte als Superfood empfohlen – gewonnen aus dem Harz der Manna-Esche. Das Wissen darum ging fast verloren, doch sizilianische Landwirte beleben die Tradition wieder und Biochemikerinnen und -chemiker entschlüsseln das pharmakologische Geheimnis dahinter.
Phallussymbole zum Schutz vor bösen Geistern, Mädchentausch für das Überleben der Menschheit und Homosexualität im alten Rom – eine archäologische Reise durch die Geschichte der Sexualität. Im Mittelalter Tabu, bei den Römern ein Lifestyle und in der Steinzeit reiner Überlebensinstinkt? Schweizer Forschende werfen ein neues Licht auf Liebe und Sex – und decken auf: Die älteste Vergnügung der Menschheit folgt nicht nur Naturgesetzen. Liebe und Sexualität sind ein fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Dank ihnen können wir Bindungen eingehen und mit anderen Personen zusammenarbeiten. Solche persönlichen Beziehungen sind grundlegend für alle Menschen, die im Wesentlichen soziale Organismen sind. Aber war das schon immer so? Wie ist es möglich, diesen Aspekt unseres Privatlebens zu studieren, um ihn besser zu verstehen? Laut Evolutionsbiologen ist es notwendig, mithilfe der Archäologie und Paläoanthropologie in die Vergangenheit zu reisen, um einige unserer Verhaltensweisen wie Sexualität gründlich zu analysieren: Wem Phallussymbole Schutz vor bösen Geistern versprachen, wo Mönche mit Dirnen in Whirlpools sassen, wann Mädchentausch zu einer Frage des blanken Überlebens wurde und warum Homosexualität für die alten Römer ganz selbstverständlich war – das sind nur ein paar der Fragen, die in 'Rätsel der Menschheit: Liebe und Sex' beantwortet werden. Die Ergebnisse jahrelanger Studien halten viele interessante Entdeckungen für uns bereit, die ein anderes Licht auf das Privatleben von Menschen in der Vergangenheit vom 19. Jahrhundert bis in die Altsteinzeit werfen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass sich zwar das Verständnis von korrektem Fortpflanzungsverhalten über Epochen und Kulturen hinweg unterscheidet, aber zu jeder Zeit als etwas betrachtet wurde, das vor allem sozialer Regelung bedarf.
Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Mehr als acht Milliarden bevölkern den Planeten. Der Mensch beeinflusst heute die Gestalt der Erde stärker als viele natürliche Prozesse. Spektakuläre Ereignisse in der Erdgeschichte führen zum Untergang der Dinosaurier und zum Aufstieg der Säugetiere und bringen schliesslich den Menschen hervor. Von einem Teil der Natur wird er zur kontrollierenden Macht. Was können wir aus der Geschichte lernen? Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen – welche Kräfte formten die Erde?
Wie wird die Erde von einem unwirtlichen kargen Felsen zum grünen Paradies? Nicht nur Eis und Feuer formen die Erde. Auch eine andere Kraft ist wichtig für ihre Entwicklung: Pflanzen. Das Leben verlässt das schützende Wasser. Es ernährt sich von der Struktur der Erde selbst, erschafft Boden, erzeugt eine lebensfreundliche Atmosphäre und lässt neue Landschaften entstehen. Mit unerwarteten Verbündeten verwandelt es die Erde in einen grünen Planeten. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen – welche Kräfte formten die Erde?
Wie wird unsere Erde von einem kargen Felsen mit endlosem schwarzem Himmel zu unserem Blauen Planeten – eingehüllt in eine schmale Schicht aus schützender, lebenserhaltender Atmosphäre? Als die Erde vor 4,6 Milliarden Jahren aus Staub- und Gaswolken entsteht, ähnelt sie anderen unbelebten Welten im Universum. Dann wird der junge Planet von Asteroiden getroffen. Eine Zeit grosser Umwälzungen beginnt, und Voraussetzungen für Leben werden geschaffen. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen – welche Kräfte formten die Erde?