In der JVA Bruchsal in Baden-Württemberg sitzen mehr als 400 Männer unter höchster Sicherheitsstufe mit überwiegend langen Haftstrafen, darunter 60 'Lebenslängliche'. 'Man wird miteinander alt', so Marcus Bornhäuser, seit 22 Jahren als Justizvollzugsbeamter in Bruchsal tätig, 'manche Personen begleitet man bis zum Tod.' Die Autoren lernen Intensivtäter wie Manuel kennen, der offen zugibt: 'Ich würde mich noch nicht entlassen.' Die Justizvollzugsanstalt Bruchsal, 1848 als Männerzuchthaus erbaut, hat sich im strahlenförmigen Hauptgebäude rein äusserlich nicht viel verändert. Doch hinter den alten Mauern des sogenannten 'Stern von Bruchsal' und schweren Holztüren findet heute modernster Regelvollzug statt. Von Beginn an bis zum heutigen Tag ist die Strafanstalt männlichen Insassen vorbehalten. Für Timo, der wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde, ist es trotzdem 'ein richtiges Scheissleben'. Er hat erst drei Jahre seiner Strafe verbüsst, mindestens zwölf hat er noch vor sich: Frühestens nach 15 Jahren hinter Gittern kann ein 'Lebenslänglicher' in Deutschland einen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen. In den neuen Gebäuden der Sozialtherapie sitzen in der JVA Bruchsal schwere Gewalt- und Sexualstraftäter ein, bei denen das Gericht zusätzlich die Sicherungsverwahrung angeordnet hat. Nach dem Vollzug der regulären Haftzeit ziehen diese in gesonderte Anstalten um. Die Unterbringung ist unbefristet, wird aber mindestens jedes Jahr geprüft. In Bruchsal gibt es für diese Gefangenen die Möglichkeit zur Prüfung schon während der Strafhaft. Einer, der das Therapieangebot nutzt, ist Intensivtäter Manuel. Die meisten Straftäter – ob im Regelvollzug oder in der Sicherungsverwahrung – verlassen ihre Anstalt irgendwann als freie Menschen. Doch nicht wenige sitzen 25 Jahre oder länger. Die 45-minütige Begleitreportage zeigt den Knastalltag von vier ganz unterschiedlichen Gewaltstraftätern und geht der Frage nach: Kann man in Deutschland nach einer Verurteilung sein ganzes Leben lang in Haft sein?
Rund 65.000 Gefangene leben derzeit in Deutschland hinter Gittern – Mörder und Räuber, Betrüger und Dealer. Ähnlich wie die Gesamtbevölkerung werden auch die Strafgefangenen immer älter. Eine Herausforderung für den Strafvollzug. Die Dokumentation zeigt, welche Probleme sich für Häftlinge und Vollzugsbeamte ergeben. Ist der Strafvollzug für greise Kriminelle überhaupt noch sinnvoll? Wer zahlt, wenn sie pflegebedürftig werden? Was bedeutet es, in einer Gefängniszelle auf den Tod warten zu müssen?
Bolivien geht eigene Wege beim Strafvollzug: In das Gefängnis San Pedro in La Paz trauen sich keine Wärter hinein. Sie regeln nur den Einlass, drinnen haben die Gefangenen das Sagen. San Pedro ist eine überfüllte Stadt in der Stadt, die ihre eigenen Regeln hat. Dort herrschen die Delegados, eine Bande von Häftlingen, die das Knastleben organisiert. Drogen und Gewalt sind allgegenwärtig. Und mittendrin: die Frauen und Kinder der Häftlinge. Der Knast unter Häftlingsherrschaft ist schlicht eine Sparmassnahme des bolivianischen Staates. Ihm fehlen die Mittel für eine adäquate Bewachung seiner Gefangenen. Die Häftlinge bekommen einmal am Tag zu essen. Um den Rest müssen sie sich selbst kümmern. Sogar die Instandhaltung der Gebäude ist Sache der Gefangenen. Das führt zu prekären Zuständen in dem mehrfach überbelegten Gefängnis. Am Eingang herrscht reger Betrieb. Viele Gefangene haben ihre Familien mitgebracht, die den Knast verlassen dürfen. Sie bringen Güter des täglichen Bedarfs mit nach San Pedro. Dazu zählen auch Drogen. Ein grosser Teil der Häftlinge ist abhängig. Und inmitten dieses Molochs spielen die Kinder der Insassen. Die Häftlinge haben sich straff organisiert. In den Mauern herrscht das Recht des Stärkeren – und die Stärksten sind die Delegados, eine Bande, die im Knast die Strippen zieht und sogar Uniform trägt: schwarze Trainingsanzüge von Adidas. In ihren Händen liegt das Leben und Sterben der Gefangenen. Einen Überblick, wer alles einsitzt, welche Häftlinge tot, lebendig oder geflohen sind, hat hier niemand. Wie meistern die Häftlinge von San Pedro ihren Alltag? Die sechsteilige Reihe 'Überleben hinter Gittern' blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.
Das Gefängnis von Armawir ist eine der modernsten Haftanstalten Armeniens. Neben Kleinkriminellen sitzen dort Mitglieder der armenischen Mafia ein. Doch die Wärter sind unbewaffnet. Sie setzen auf Deeskalation, Schlagstöcke und Handschellen werden nur im Notfall benutzt. Die Häftlinge dürfen sich die Zellen selbst einrichten und bekommen viele Lebensmittel von ihren Verwandten. Während ein Insasse promoviert, versuchen andere, auszubrechen. Das Gefängnis von Armawir wurde speziell für Straftäter aus der Organisierten Kriminalität gebaut. Die sogenannten Diebe im Gesetz bilden eine verschworene Gemeinschaft mit festen Regeln, etwa dem Schweigegebot. Diese engen Bande bestehen auch hinter Gittern fort. Wie geht das Gefängnispersonal mit Gefangenen um, die den Staat, seine Vertreter und Autorität ablehnen? Täglich kommen am Gefängniseingang Lieferungen für die Gefangenen an. Freunde und Angehörige bringen Essen und Dinge des täglichen Bedarfs für die Insassen. Die Wärter haben alle Hände voll zu tun, die Mitbringsel auf verbotene Gegenstände zu durchsuchen. Klar, dass da auch mal was durchrutscht – und wo geschmiert wird, rutscht es umso besser. Bei den Zellendurchsuchungen stossen die Wärter immer wieder auf Überraschungen. Dazu zählt auch ein handfester Ausbruchsversuch mit durchgesägten Gitterstäben. Die Wärter rätseln bis heute, wie die Gefangenen unbemerkt die Stäbe durchtrennen konnten. Wie erleben die Häftlinge ihren Alltag hinter den Mauern dieses Gefängnisses? Die sechsteilige Reihe 'Überleben hinter Gittern' blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.
Im Antanimora-Gefängnis auf Madagaskar einzusitzen, sei das Schlimmste, was einer Person passieren könne – das sagt der Gefängnisdirektor. Müllberge, Ratten, Krankheit und beklemmende Enge. Das Gefängnis ist auf 900 Insassen ausgelegt, mehrere Tausend sitzen ein. Am schlimmsten sind die Nächte. Eingepfercht in stickige Räume, liegen die Häftlinge Haut an Haut, umdrehen geht nur auf Befehl. Wie überleben die Insassen zwischen Dreck und Schädlingen? Die Unterbringung und Versorgung von Gefangenen steht auf der Prioritätenliste der Behörden von Madagaskar weit unten. Im Gefängnis von Antanimora herrschen Zustände, die einen erschaudern lassen. Die Gefangenen teilen sich ihre Unterkünfte mit Kakerlaken, Flöhen, Läusen und Ratten. Wer dort krank wird, dem droht der Tod. Am gefürchtetsten unter Gefangenen: die Pest. Dort gibt es sie noch. Wer etwas Geld hat, kann dort viel erreichen: Er darf sich waschen, muss nicht auf dem Boden schlafen oder bezahlt den Richter für seine Freilassung. Doch die meisten leben jahrelang im Dreck der Anstalt. Nicht nur die Unterbringung ist menschenverachtend, auch die Versorgung. Es gibt eine Mahlzeit am Tag, immer die gleiche: gekochter Maniok, ungewürzt. Die Mangelernährung macht viele krank. Alle Häftlinge haben nur einen Traum: rauskommen, um zu überleben. Die sechsteilige Reihe 'Überleben hinter Gittern' blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.
Palmasola ist das grösste Gefängnis Boliviens. Doch obwohl dort die gefährlichsten Verbrecher des Landes eingesperrt sind, findet sich in der gesamten Haftanstalt kein einziger Wärter. Mehr als 5000 Gefangene leben in dieser Gefängnisstadt, die eigentlich nur für 800 Insassen gebaut wurde. Die Aufseher bewachen nur das Aussengelände, innerhalb der Mauern sorgen die Disciplinas, eine Gruppe von Häftlingen, für Recht und Ordnung. Die Gefangenen verwalten sich selbst. Im Gefängnisblock PC 4 haben sie eine kleine Stadt erschaffen, in der es Restaurants, Geschäfte, Häuser und sogar Spielhallen gibt. Häftlinge wohnen dort mit ihren Frauen und Kindern inmitten von Mördern, Drogenhändlern und Vergewaltigern. 'Regiert' wird Block PC 4 von Leonidas, dem mächtigsten Insassen Palmasolas. Mit seiner Erlaubnis begibt sich Reporter Sebastian Perez Pezzani für fünf Tage in die Haftanstalt, um mit den Menschen zu sprechen, die dort gestrandet sind. Schwerstverbrecher, die von der Gesellschaft verstossen sind und vom bolivianischen Rechtssystem vergessen wurden. Der Journalist Sebastian Perez Pezzani begibt sich in dieser Reihe an unwirkliche und gefährliche Orte in aller Welt.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Mark Zuckerberg wird mit Facebook zu einem der reichsten Männer der Welt. Doch die Kritik an dem sozialen Netzwerk und dem von ihm angerichteten gesellschaftlichen Schaden wächst. Der Film gibt Einblick in die Psyche Zuckerbergs – ein intelligenter Computer-Nerd, der mit Facebook soziales Leben und Politik weltweit beeinflusst. Eine Geschichte von enormen Erfolgen, aber auch vom schweren Imageverlust der vergangenen Jahre. Alles beginnt mit der Vision einer offeneren, transparenteren und vernetzten Welt. Doch ist es wirklich Idealismus, der Mark Zuckerberg antreibt? Oder ist es das Streben nach Macht und Reichtum? Im Alter von 23 Jahren wird Zuckerberg der jüngste Selfmade-Milliardär der Geschichte. Seine Vision stösst auf grosses Interesse: Mit der Verteidigung der Meinungsfreiheit und dem Versprechen einer vernetzten Welt gewinnt er das Vertrauen von über zwei Milliarden Facebook-Nutzern. Doch das Ideal der 'radikalen Transparenz' steht im Kontrast zum Überwachungskapitalismus, auf dem das Werbemodell des Unternehmens fusst. Immer wieder kommt es zu Datenschutz-Skandalen. Mit Facebooks grosser Reichweite kommen weitere Probleme. Der Arabische Frühling, das Brexit-Referendum, der Wahlsieg von Donald Trump, die Verbreitung von Fake News, der Angriff auf das US-Kapitol – die Beispiele machen den politischen Einfluss von Facebook und die negativen Seiten der durch Algorithmen gelenkten 'Meinungsfreiheit' deutlich. Für den Schaden, den Facebook dadurch anrichtet, entschuldigt sich Zuckerberg mehrfach – Beobachter unterstellen ihm Kalkül. Hat Zuckerberg die Kontrolle über seine 'Maschine' verloren? Und gelingt ihm mit Meta und dem Fokus auf virtuelle Realität die Flucht nach vorn?
Lars Windhorst setzt auf Wunderkind-Image und Charisma. Ralf Dümmel und Georg Kofler nutzen ihre TV-Prominenz. Viele Anleger lassen sich locken – die Folge: Millionenbeträge sind weg. Blender in der Wirtschaft sind häufig schwer zu durchschauen. Viele von ihnen haben Ausstrahlung, Überzeugungskraft und gute Manieren. Ihre Tricks verbergen sie hinter Zahlenkolonnen und einer überzeugenden Geschichte. Warum erliegen wir so oft dem schönen Schein? Lars Windhorst gilt als Wunderkind der deutschen Wirtschaft. Selbst von Insolvenzen und einem Flugzeugabsturz lässt er sich nicht bremsen. Seit Jahren eilt der Finanzinvestor von einem Deal zum nächsten: Millionen für den Fussballklub Hertha BSC oder die maroden Flensburger Werften FSG und Nobiskrug, die angeschlagene italienische Dessous-Firma 'La Perla' oder das Ihme-Zentrum in Hannover – Windhorst mischt überall mit. Er ist das Stehaufmännchen der Branche, ein Millionenjongleur mit zweifelhaftem Ruf. Seine Geschäftspartner, Anleger und Angestellten verlieren häufig viel Geld oder ihre Jobs. Dennoch macht Windhorst weiter. Wie funktioniert das 'System Windhorst'? Gute drei Jahre ist es her, dass die beiden TV-Stars Ralf Dümmel und Georg Kofler gemeinsam die Glocke der Frankfurter Börse läuten. Die beiden Unternehmer strahlen in die Kameras, fallen sich in die Arme und schwärmen von der grossen Erfolgsgeschichte ihrer 'Social Chain AG'. Tausende Anleger lassen sich von den Versprechen und dem scheinbar jungen Geschäftsmodell locken. Sie sehen die beiden Manager in der Gründer-Show 'Die Höhle der Löwen' und denken: Wer gut einschätzen kann, ob ein Start-up Erfolg hat, der ist selbst ein brillanter Unternehmer. Doch die 'Social Chain AG' scheitert, und die Aktien – im November 2021 noch mit 54 Euro bewertet – sind nur noch wenige Cent wert. Viele Privatanleger fühlen sich aufs Kreuz gelegt. Was ist schiefgelaufen? Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der 'smarten Verführer': Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die 'red flags', bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei 'smarten Verführern' unser Verstand aus? Eitelkeit, Grössenwahn, Gier nach Geld – die Fortsetzung der Doku-Reihe 'Die smarten Verführer' taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
In der Wirtschaft zählen nicht nur Zahlen. Zuweilen entscheidet der schöne Schein über Erfolg oder Pleite. Immer wieder in den Schlagzeilen: glamouröse Hochstapler und ihre Geschichten. Sie wickeln Investoren um den Finger, blenden mit Charme und Eloquenz. Am Anfang steht oft eine scheinbar geniale Geschäftsidee – in vielen verschiedenen Branchen: Co-Working, Kryptowährungen, Finanzdienstleistungen. Am Ende verlieren Investoren und Kunden ihr Geld. Um in modernen Zeiten mit seinem Unternehmen durchzustarten, braucht es Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Auch wenn die Geschichte dünn ist: Häufig gelingt es den Talenten, das Narrativ vom Erfolg über Monate und Jahre durchzuhalten. Die 'White Collar'-Täter, Hochstapler mit dem weissen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche gar nicht justiziabel. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Selbst gestandene Finanzprofis, Wirtschaftskapitäne und Staatsunternehmen stecken Millionen in Start-ups, die sich nach Jahren als grosser Bluff erweisen. Erst im Nachhinein sind alle schlauer – doch das Geld ist meist weg. Mit einer faszinierenden Geschäftsidee gewinnt die junge Elizabeth Holmes das Vertrauen der Anleger. Anhand eines Bluttropfens will sie Hunderte Krankheiten erkennen – von Krebs bis HIV. Nach Jahren entpuppt sich alles als Schwindel. Hendrik Holt macht als 'Windkraft-Wunderkind' Karriere. Er verkauft internationalen Energieunternehmen riesige Windparks. Doch die gibt es nur auf dem Papier. Die Greensill Bank in Bremen lockt mit Traumzinsen. 40 Städte und Gemeinden investieren Steuergelder. Dann stellt sich heraus: Das Mutterhaus Greensill Capital braucht Geld für immer riskanter werdende Lieferkettenfinanzierungen. Das Geschäftsmodell fällt wie ein Kartenhaus zusammen – und die Steuergelder sind weg. Drei Experten und Expertinnen analysieren die Tricks der Hochstapler: Die Finanzmarkt-Kennerin Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York, einen Katzensprung von der Wall Street entfernt. Die Kriminalpsychologin Kerry Daynes aus Grossbritannien kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie besucht Täter in ihren Zellen, schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Professor Uwe Kanning lehrt und forscht an der Universität Osnabrück. Sein Spezialgebiet ist die Wirtschaftspsychologie. Die zweiteilige Dokumentation 'Die smarten Verführer – Hochstapler in der Wirtschaft' beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre.
Eine Handtasche klauen kann jeder, für einen Wirtschaftscoup braucht es mehr: Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Die 'White Collar'-Täter, Hochstapler mit dem weissen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche einfach nur genial. Selbst absolute Finanzprofis werden zuweilen geblendet. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Sam Bankman-Fried gilt als 'König der Krypto-Welt', sein Unternehmen FTX zählt zu den grössten Krypto-Börsen der Welt. Dann bricht alles zusammen, und der Unternehmer muss sich wegen Geldwäsche und Finanzmanipulationen vor Gericht verantworten. Einst war der Unternehmer Adam Neumann 14 Milliarden Dollar schwer. Er hat den Büroraum-Riesen WeWork geschaffen. Doch sein ausschweifender Lebensstil bringt den Manager zu Fall, ein geplanter Börsengang muss abgesagt werden. Jan Marsalek gilt als Mastermind des Wirecard-Skandals. Während sich seine ehemaligen Vorstandskollegen vor Gericht verantworten müssen, ist Marsalek auf der Flucht. Hat er frühzeitig Millionen zur Seite geschafft für ein Leben nach dem Wirecard-Zusammenbruch? Die zweiteilige Dokumentation 'Die smarten Verführer – Hochstapler in der Wirtschaft' beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre. Drei Experten entlarven die Strategien der Hochstapler.
Thomas Middelhoff, Gilbert Chikli und Florian Homm verstehen es, Charme und Selbstbewusstsein einzusetzen, um das Vertrauen von Investoren, Unternehmen und der Öffentlichkeit zu gewinnen. Sie haben Charisma, Überzeugungskraft und das perfekte Sozialverhalten. Sie präsentieren goldene Zahlen, eine glorreiche Zukunft und eine überzeugende Geschichte. Blender in der Wirtschaft sind häufig sehr schwer zu durchschauen. Wie können wir uns besser wappnen? Eloquent, charismatisch, stets lächelnd – so schafft es Thomas Middelhoff an die Spitze des Medienriesen Bertelsmann und des Handelskonzerns KarstadtQuelle. Dann der tiefe Fall: 'Big T.' muss wegen Untreue und Steuerhinterziehung für drei Jahre ins Gefängnis, verliert Job und Familie, Ansehen und Besitz. Der Franzose Gilbert Chikli ist ein Meister des Betrugs. Mit Dreistigkeit, Schauspieltalent und einer Silikonmaske gelingt es ihm, in fremde Rollen zu schlüpfen und Millionenbeträge zu ergaunern. Denn er weiss genau, wie er das Vertrauen seiner Opfer gewinnt und ihren Respekt vor Autoritäten nutzt. Florian Homm hat schon viel mitgemacht in seinem Leben: Basketball-Junioren-Nationalspieler, Finanzmanager, Multimillionär, Grossaktionär von Borussia Dortmund, Bordellbesitzer, vom FBI gesuchter Verbrecher und neuerdings Chef des 'Homm Investment Club'. Der Hedgefonds-Manager und Gründer der 'Capital Management Holding' mit Sitz auf den Cayman Islands soll seine Kunden um 200 Millionen Dollar geprellt haben. Doch seit Jahren entzieht sich Homm der Justiz – und begeistert nun als Investment-Guru junge Investoren. Zwei Expertinnen analysieren die Tricks der 'smarten Verführer': Sandra Navidi lebt und arbeitet in New York. Die Finanzexpertin kennt die Mechanismen der Finanzbranche. Die britische Kriminalpsychologin Kerry Daynes kann auf 25 Jahre Erfahrung als Gutachterin zurückgreifen. Sie schult die britische Polizei und tritt als Expertin vor Gericht auf. Die Dokumentation zeigt, warum unsere Alarmsignale, die 'red flags', bei manchen Finanzdeals nicht funktionieren. Warum setzt bei 'smarten Verführern' unser Verstand aus? Eitelkeit, Grössenwahn, Gier nach Geld – die Fortsetzung der Doku-Reihe 'Die smarten Verführer' taucht ein in die schillernde Welt der Finanzjongleure und Millionenmänner und beleuchtet ihre Motive.
Ali C. war Geldwäscher. Für Hamburger Drogenhändler übernahm er die Bankgeschäfte. Exklusiv erzählt Ali C. im ZDF seine Lebensgeschichte. Über ein Leben in Saus und Braus. Kriminelle haben ein Problem: Sie erbeuten Geld, schmutziges Geld. Das muss gewaschen werden, damit es wieder investiert werden kann. Das ist ein Job für Geldwäscher. Die Polizei ist ihnen immer auf der Spur. Geldwäsche ist ein lukratives Geschäft – für den Geldwäscher und seine Auftraggeber. Drogengelder beispielsweise lassen sich nicht so ohne Weiteres auf Bankkonten einzahlen. Aber es gibt Wege, sogenanntes schmutziges Geld aus dunklen Geschäften zu waschen. So lässt es sich wieder in die reguläre Wirtschaft einschleusen. Dies geschieht beispielsweise über Briefkastenfirmen, Immobilienkäufe oder Geschäfte in Kryptowährungen. Und so versuchen Geldwäscher, kriminelles Geld sauber zu bekommen: Geld wird investiert, eingezahlt und wieder ausgezahlt, aber natürlich geschieht dies alles illegal, denn Steuern beispielsweise werden nicht gezahlt. Und auch für die Geldwäscher gibt es Risiken – Geld darf nicht verloren gehen. Wer glaubt, er könne fremdes Geld in die eigene Tasche wirtschaften, muss solche Vergehen unter Umständen teuer bezahlen – manchmal sogar mit seinem Leben. Weltweit werden schätzungsweise zwei bis fünf Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts gewaschen – das sind Billionen Euro pro Jahr. Der Schaden, der dadurch den öffentlichen Kassen entsteht, lässt sich nur schätzen: Es sind vermutlich Milliarden Euro, die so hintergangen werden, vermuten Experten. Geldwäsche ist in fast allen Ländern strafbar. In Deutschland regelt das Geldwäschegesetz die Prävention. Banken, Versicherungen, Immobilienmakler, Anwälte, Notare und auch Kryptowährungsanbieter müssen verdächtige Transaktionen melden. Aber die Kriminellen profitieren beispielsweise auch von der gesetzlichen Uneinheitlichkeit in Europa. So gibt es aktuell 27 verschiedene Systeme in ganz Europa, mit denen Geldwäsche bekämpft wird. Das soll aber jetzt vereinheitlicht werden. Dazu hat die Europäische Union eine neue Instanz geschaffen, die 'Anti-Money Laundering Authority', kurz AMLA. Die neue Behörde soll künftig grenzüberschreitend tätig werden, um den Geldwäschern das Handwerk zu legen. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Kurz nach Weihnachten: Sechs bis sieben Männer verschaffen sich Zugang zu einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen, knacken mehr als 3000 Schliessfächer und flüchten unerkannt. Ihre Beute: schwer zu schätzen. Möglicherweise geht sie in die Millionen. Denn in den Schliessfächern lagen Bargeld, Gold und Schmuck. Dabei gingen die Täter äusserst sachkundig vor und kannten sich offensichtlich bestens in der Gelsenkirchener Sparkasse aus. Die Täter kamen über ein benachbartes Parkhaus, manipulierten Türen und arbeiteten sich in den Tresorbereich vor. Mit einer Kernbohrung durch eine dicke Betonwand gelangten sie in den Tresorraum. Es gibt auffällige Parallelen zu einem anderen Fall: Im Januar 2013 gruben Täter einen Tunnel unter einer Strasse und bohrten sich in den Tresorraum der Berliner Volksbank im Stadtteil Steglitz. Michael Adamski, der damals die Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin leitete, sagt: 'Diesen logistischen Aufwand können eigentlich nur grosse qualifizierte Gruppen führen. Das macht kein reisender Täter und das macht kein Alltagsdieb.' Die Polizei hat den Fall bislang nicht aufklären können – obwohl zeitweise mehr als 100 Polizisten in der BAO Bohrer ermitteln. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter über Insiderwissen verfügt haben. Aber wie sind sie an die Informationen gekommen? 'Vielleicht über Mitarbeiter von Firmen, die in dieser Sparkasse tätig waren', sagt Polizeisprecher Thomas Nowaczyk, 'oder die Täter selbst haben die Sparkasse zuvor ausgekundschaftet, die vielleicht im Vorfeld dort ein Schliessfach angemietet hatten.' Einen Mittäter aus dem Kreis der Sparkassenmitarbeiter schliesst die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt aus. Doch wie konnte der Einbruch gelingen – ohne, dass jemand etwas bemerkte? Die Sparkasse steht in der Kritik: Der Tresorraum sei nicht sicher genug gewesen, sagen Experten, und kritisieren, dass offenbar Körperschallmelder fehlten, die Vibrationen hätten wahrnehmen können. Für die ZDF-Doku-Reihe 'Die Spur' rekonstruieren die Reporter Laura Kipfelsberger und Benjamin Braun den Sparkassen-Einbruch, lassen sich einen Kernbohrer erklären und machen sich ein Bild vom Tatort in Gelsenkirchen. Und warum hatten die Täter ein so leichtes Spiel? Mehr unter https://diespur.zdf.de
Gold treibt die Welt an. 'Die Spur' verfolgt seinen Weg vom illegalen Abbau bis in die Auslage deutscher Juweliere und die Portfolios globaler Investoren. Wer beherrscht den Markt? Während die Preise weltweit klettern, steigt der Kolumbianer Christian in seine illegale Mine. Anbieter in Europa versuchen, mit Fairtrade-Gold solchen Abbau zu bremsen. Kann das gelingen, wenn Gold für Kolumbiens Kartelle wichtiger wird als Koks? ZDF-Autor und Kameramann Christopher Stöckle besucht abgelegene Minen, in denen unter lebensgefährlichen Bedingungen nach Gold geschürft wird. Er trifft Kartellmitglieder, die das Gold durch ein undurchsichtiges Netzwerk von Scheinfirmen in den legalen Markt schleusen, und er zeigt die geheimen Vertriebswege, über die das 'schmutzige' Gold schliesslich in den weltweiten Handel gelangt. Christopher Stöckle ist unterwegs mit Schmugglern, Minenarbeitern, Insidern. Er begleitet die Polizei bei ihrer Arbeit, um so das dunkle Geschäft hinter dem glänzenden Metall offenzulegen. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Rupert Murdoch, Medienmogul und mächtigster Meinungsmacher der Welt. Mit 92 tritt er von der Spitze seines Imperiums zurück. Was bedeutet das für seine Nachfolge? Nach einer von Skandalen geprägten Karriere übergibt Rupert Murdoch die Geschäfte an seinen Sohn Lachlan. Der soll in Zukunft die Kontrolle über einflussreiche Medien wie Fox News und die Zeitung 'The Sun' übernehmen. Der Machtkampf in der Familie Murdoch gilt als Inspiration für die HBO-Serie 'Succession'. Rupert Murdochs grosser Traum war es schon immer, sein Imperium seinen Kindern Elisabeth, Lachlan und James zu vermachen. Früh schustert er ihnen Top-Positionen innerhalb seiner Unternehmen zu – doch die Erbfrage lässt er ungeklärt. Mit Lachlan ernennt er im September 2023 seinen Lieblingssohn zum 'Thronfolger'. Die Fussstapfen, in die Lachlan Murdoch tritt, sind gigantisch. Wie kaum ein anderer Medienunternehmer hat sein milliardenschwerer Vater weltweit die Politik mitbestimmt und die gesamte Nachrichtenbranche revolutioniert. Fragt man Kritiker, dann nicht unbedingt zum Guten. Laut 'The New York Times' ist sein grösstes Vermächtnis, 'Demokratien auf der ganzen Welt ins Wanken gebracht zu haben'. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass Rupert auch nach seinem Rücktritt das letzte Wort in den zahlreichen Unternehmen des Murdoch'schen Medienimperiums haben wird. Doch das finale Machtspiel steht noch aus: Stirbt Murdoch Senior, werden seine Aktien gleichmässig unter seinen vier ältesten Kindern aufgeteilt. Lachlans liberalere Geschwister könnten sich nach dem Tod des Vaters gegen ihn verbünden und dem 'Thronfolger' die Kontrolle entreissen.
Am 6. Dezember 1917 ereignete sich im Hafen der kanadischen Stadt Halifax eine gewaltige Explosion. Sie kostete Tausende von Menschen das Leben und zerstörte einen ganzen Stadtteil. Die Katastrophe hat sich in das nationale Bewusstsein Kanadas gebrannt. Es war die bis dahin grösste von Menschen verursachte Explosion. Und bis heute eines der tödlichsten Unglücke in der Geschichte des nordamerikanischen Kontinents. Bis zur Erfindung der Atombombe war die Katastrophe von Halifax die grösste von Menschen verursachte Explosion. Als am Morgen des 6. Dezember 1917 im Hafen zwei Schiffe kollidierten, geriet die mit Munition und Sprengstoff beladene 'Mont Blanc' in Brand. Nicht ahnend, in welcher Gefahr sie sich befanden, beobachteten die Einwohner des Hafenstadtteils Richmond das Feuer von ihren Fenstern aus. Als das Schiff um kurz nach 9.00 Uhr explodierte, waren sie den herumfliegenden Glasscherben und Trümmerteilen schutzlos ausgeliefert. Viele Menschen starben sofort, andere wurden unter den brennenden Trümmern begraben. Fast 2000 Menschen starben, etwa 9000 wurden teils schwer verletzt. Die Dokumentation lässt Überlebende und ihre Nachfahren von den Ereignissen berichten. Sie schildert die Rettungsarbeiten und zeigt, wie der Einsatz der Stadtverwaltung zum Vorbild für die Entwicklung von Notfallplänen wurde, die bis zu dieser Katastrophe nicht existierten. Des Weiteren beschäftigt sich der Film mit der bis heute nicht abgeschlossenen Auf- und Verarbeitung einer Katastrophe, die noch immer im Gedächtnis der Kanadier fortlebt.
Die sogenannte Spanische Grippe fordert zwischen 1918 und 1920 weltweit bis zu 50 Millionen Todesopfer. Was wäre, wenn eine solch apokalyptische Pandemie erneut auftreten würde? Anhand von persönlichen Aussagen, Briefen und Tagebucheinträgen derjenigen, die diese Grippe-Pandemie erlebt haben, erzählt die Dokumentation von den Schicksalen, die sich hinter einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte verbergen. 11. November 1918 – der Tag des Waffenstillstandes. Überall auf der Welt feiern die Menschen das Ende des Ersten Weltkrieges. Doch neue Schrecken kündigen sich an. Ein tödliches Virus greift um sich. Schulen und Theater werden geschlossen. Särge stapeln sich. Die Spanische Grippe tötet mindestens 25 Millionen Menschen, nach neueren Schätzungen sogar bis zu 50 Millionen. Die Dokumentation erzählt von erkrankten Soldaten und Zivilisten, ihren Angehörigen und von den Ärzten und Pflegekräften, die den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen und versuchen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Könnte eine solche Pandemie heute erneut ausbrechen? Haben wir aus den Fehlern und den Erkenntnissen von damals gelernt?
Cast
Wendy Barclay, Catharine Arnold, Mark Harrison, Mark Honigsbaum, Michael Bresalier, Paul Birchard, Iain Davie
Der Panzer ist eine Idee, so alt wie der Krieg. Welcher Soldat wünscht sich nicht, unverwundbar zu sein, beweglich – und trotzdem kämpfen zu können? Anlässlich des 100. Jahrestages der ersten grossen Panzerschlacht am 20. November 1917 begibt 'Panzer!' sich auf die Spur dieser Idee – von den Ursprüngen bis heute – und wagt einen Blick in die Zukunft. Die Serie taucht ein in die Geschichten derer, die Panzer erfanden, bauten und fuhren, die in ihnen kämpften, töteten oder durch sie starben. Die Zuschauer hören aus den Tagebüchern der frühen Panzerpioniere und erleben exklusive Interviews mit Panzer-Veteranen vom Zweiten Weltkrieg bis heute, mit renommierten Panzer-Generälen und Experten. In vier Folgen taucht die Serie in den Panzer ein – und nimmt ihn auseinander. Sie hinterfragt die Psychologie des Panzers ebenso wie die Funktionsweise seiner Ketten, seiner Kanonen und seiner Panzerung. Sie erklärt, wie und warum die Panzer entstanden, und begleitet Schritt für Schritt ihre Evolution. Und sie entdeckt die bedeutendsten Panzer aller Epochen. Die Filme zeigen die wichtigsten Panzer in teilweise erstmals zugänglichem und grösstenteils neu abgetastetem und restauriertem Archivmaterial. Sie tauchen in erklärenden Animationen tief in ihr Inneres ein, um den Mythos Panzer ein für alle Mal zu verstehen. Doch das ist nicht alles. Die berühmtesten Panzer aller Zeiten gibt es bis heute – die Filme lassen sie wieder fahren und machen sie so hautnah erlebbar.
Mit dem Ersten Weltkrieg beginnt das Zeitalter der industriell geführten Massenkriege. Rund 20 Millionen Menschen sterben. Generationen verlieren Zukunft, Gesundheit und Wohlstand. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo mündet 1914 in den Ersten Weltkrieg. Bis 1918 tobt ein unvorstellbares Grauen auf den Schlachtfeldern. Menschen leiden noch Jahrzehnte später. Die sechsteilige Reihe 'Der Preis des Krieges' hinterfragt die Kosten und Folgen des Krieges für Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt – und ungezählte Menschen. Anfangs gehen die Kriegsparteien von einem schnellen Ende des Krieges aus. Als diese Illusion platzt, rücken die Kosten des Krieges ins Blickfeld. Millionen Soldaten brauchen Ausrüstung fürs Schlachtfeld. Um Waffen und Kriegsgerät in grossen Mengen herzustellen, wird die Industrieproduktion in ganz Europa umgestellt. Die Feuerkraft an den Fronten hängt jetzt von der Produktion in der Heimat ab. Ein Krieg, bei dem am Ende die Wirtschaftskraft ausschlaggebend sein wird.
Wiederholung
W
Cast
Archduke Franz Ferdinand, Earl Catagnus Jr., Michael Doldge, Karl Ingold, Kaiser Wilhelm II, Peter Kuznick, Eric Lohr
In dieser Kurzversion der ZDF-Nachrichtensendung werden die Zuschauer über die wichtigsten Ereignisse des Tages aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur informiert.
Frieden schaffen, aber wie? Harald Lesch beleuchtet neue Erkenntnisse aus der Friedensforschung: Wie lassen sich Kriege beenden oder in Zukunft sogar ganz vermeiden? Der Angriff Russlands auf die Ukraine und der genaue Zeitpunkt haben viele überrascht. Was wäre, wenn sich Kriegsausbrüche in Zukunft vorhersagen liessen? Mithilfe von KI arbeiten Forscherteams an Vorhersagemodellen. Aktuell sind wir von einer Welt ohne Krieg weit entfernt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, Bürgerkrieg in Äthiopien, die Krise im Jemen – die Liste ist lang. Doch Gewalt und Krieg sind kein Dauerzustand, auch wenn es oft so scheint. Irgendwann müssen die Konfliktparteien ein Ende finden. Dennoch herrscht mit dem Ende eines Krieges noch lange kein Frieden. Dafür braucht es mehr als Waffenstillstand oder Friedensverträge. Wie lassen sich lange und tiefe Feindschaften beilegen? Ein Experiment in Kolumbien zeigt, wie sich Gräben trotz jahrzehntelanger Kämpfe überwinden lassen. Kriege vorhersagen, bevor sie entstehen, und so in der Lage sein, im Vorfeld deeskalierend einzugreifen. Keine Toten, keine Vertriebenen, keine zerstörten Gebiete – eine Welt ohne Krieg. Wenn man nur vorher wüsste, was passiert. Völlig utopisch? Vielleicht nicht. Mithilfe von künstlicher Intelligenz arbeiten Forschende an einem Tool, das Konflikte vorhersagen soll. Wladimir Putins Drohung, in der Ukraine Atomwaffen einzusetzen, rückt die Welt näher an einen Atomkrieg heran. In der Vergangenheit stand ein Nuklearkrieg bereits kurz bevor, in der Kuba-Krise. Einer der am besten untersuchten Konflikte überhaupt. Welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen, und lassen sie sich auf die aktuelle nukleare Krise übertragen? Der Krieg in der Ukraine zeigt, welche wichtige Rolle Kampfdrohnen mittlerweile spielen. Seit Jahrzehnten geht der Trend bei Waffensystemen immer stärker Richtung Autonomie. Wie autonom sind die Waffen bereits? Und wird bald künstliche Intelligenz über Leben und Tod entscheiden? Expertinnen und Experten sehen in autonomen Waffensystemen eine ernste Gefahr für den Frieden. In 'Leschs Kosmos' zeigt Harald Lesch, auf welchem Stand die Wissenschaft von Krieg und Frieden ist und wie sie helfen kann, Frieden zu schaffen und zu bewahren.
Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss. Ein Freund-Feind-Denken beherrschte die Köpfe und mündete in Saal- und Strassenschlachten. Ein Gefühl des ständigen Bürgerkriegs und einer ständigen Bedrohung durch den Gegner bedrückte die Menschen. Eine gespaltene Republik. Die Sehnsucht nach einer obrigkeitlichen Autorität war grösser als das Bedürfnis, das politische Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Weimar war ein Scheitern in Raten. Die Mehrheit der Deutschen empfand den Versailler Vertrag als ungerecht und eine Schmach. Um es psychologisch zu sagen: Diese narzisstische Kränkung war zu gross. Eine höhere Akzeptanz wäre vielleicht durch ein wirtschaftliches Wohlergehen breiterer Bevölkerungsschichten zu erreichen gewesen, wie in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Weimarer Republik hat nie ihre Identität gefunden. Es gab höchstens 'Vernunftrepublikaner'. Irgendwann hat sie dann auch ihre Koordinaten verloren.
1924 bis 1929 kann die Weimarer Republik noch einmal Luft holen. Die Einführung der Rentenmark vertreibt das Gespenst der Inflation. Die Reparationen werden im Dawes-Plan gemindert. Die Wirtschaft floriert. Die Politik ist bei allen Anfeindungen der Republikgegner relativ stabil. Reichspräsident Ebert hält im Berliner Lustgarten eine Rede vor Ehrenformationen der Reichswehr. Er wirbt für Toleranz. 1925 kehrt Deutschland auf die internationale Bühne zurück. Aussenminister Stresemann verhandelt in Locarno. In den Verträgen von Locarno schreiben Deutschland und die Alliierten die durch den Versailler Vertrag neu gezogenen Grenzen fest. 1926 wird Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Stresemann und der französische Aussenminister Briand erhalten im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis.
Die Phase der relativen Stabilität endet 1929 jäh mit dem Crash an der New Yorker Börse, der sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitet. Amerikanische Kredite werden zurückgerufen. Es kommt zum Bankencrash. Schlangen aufgeregter Menschen sammeln sich vor den Banken und fordern die Auszahlung ihrer Ersparnisse. Die Wirtschaft bricht zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt. In den Strassen wimmelt es von Menschen, die Arbeit suchen. Man könnte sagen, dass die Extremisten die Republik so lange sturmreif schossen, bis auch die Mehrheit der Deutschen für ein autoritäres Durchgreifen war und mehrheitlich die NSDAP und andere extremistische Parteien wählte. Die Weimarer Republik war zweifellos ein Aufbruch in die Moderne, hatte aber zu viele Gegner, die die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Die Mehrheit der Deutschen war noch nicht reif für eine Demokratie. Viele waren verbohrt in ihren Weltanschauungen. Die autoritäre Kaiserzeit und der Erste Weltkrieg hatten die Männer zu kriegerischen, gewaltsamen Lösungen erzogen. Sie waren nicht fähig zum in der Demokratie üblichen Ausgleich und Kompromiss.
Es war ein brisantes Geheimnis: Honecker & Co.haben sich für den Ernstfall umfangreiche unterirdische Bunker bauen lassen. Der Film zeigt Anlagen, die erhalten geblieben sind. In der Schweiz wurden vor 1945 als Antwort auf die Bedrohung durch Nazideutschland mehr als 26.000 militärische Anlagen errichtet, sogenannte falsche Chalets.
Ein Gigant aus Beton: 1943 beginnt der Bau der U-Boot-Werft 'Valentin' in Bremen-Farge. Es ist eines der grössten Rüstungsprojekte der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Im Bunker Valentin soll das neuartige U-Boot vom Typ XXI produziert werden und die erhoffte Wende im Seekrieg bringen. Mehr als 10.000 KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene müssen für den Bau der bombensicheren Fabrik Zwangsarbeit leisten. Das U-Boot soll in der Bunkerwerft im Fliessbandverfahren hergestellt werden. Die einzelnen U-Boot-Teile, sogenannte Sektionen, sollen aus Bremen, Hamburg und Danzig angeliefert und im Bunker montiert werden. 'Der Bunker Valentin war ja kein Reparatur-Bunker', erklärt Historiker Prof. Sönke Neitzel, 'sondern eine U-Boot-Werft zur Herstellung von U-Booten. Und das gab es nur da. Es ist die einzige überbunkerte U-Boot-Werft der Weltgeschichte.' Tausende Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter müssen auf der Grossbaustelle unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Bei Hitze und Frost und ohne Schutzkleidung müssen sie körperlich schwere und gefährliche Arbeit verrichten. 'Sie haben uns immer angeschrien: 'schnell, schnell, du verfluchter Hund'', erinnert sich Zeitzeuge Marian Hawling. Mehr als 1600 Menschen überleben die Tortur nicht und sterben an körperlicher Erschöpfung, Unterernährung oder durch die Willkür der Aufseher. Das gewaltige Relikt aus der NS-Zeit ist heute eine Gedenkstätte. Damit das Leid der Zwangsarbeiter im U-Boot-Bunker nicht in Vergessenheit gerät, klären Historikerinnen und Historiker vor Ort über die Geschichte des Bunkers auf. Sie organisieren Workshops, Führungen und Kulturveranstaltungen. 'Ich finde es wichtig, dass wir uns mit diesem Ort auseinandersetzen, das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig', sagt Historiker Dr. Marcus Meyer, und er betont, wie wichtig es sei, Erinnerungskultur und Freiheitsrechte zu bewahren. In der Dokumentation 'Hitlers U-Boot-Fabrik – Bunker Valentin' beleuchten Historiker und Zeitzeugen die Geschichte des Bunkerbaus und die damit verbundenen Schicksale.
Die Maginot-Linie und der Westwall – beide Verteidigungslinien werden zwischen den Weltkriegen errichtet. Sie weisen grosse Unterschiede auf. In Bauweise und Funktionalität, vor allem aber in der Kriegsphilosophie, die dahintersteckt. Die Franzosen wollen mit der 'Ligne Maginot' bereit sein für den Verteidigungsfall, die Anlage entlang der Ostgrenze des Landes ist modern und technisch auf höchstem Niveau. Hitlers Wall, 630 Kilometer entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, hat neben dem militärischen vor allem auch propagandistischen Wert. Warum setzen Frankreich und Deutschland auf solche Anlagen in einer Zeit, in der Kriege doch in der Luft und mit Panzeroffensiven entschieden werden? Wie unterscheiden sich die beiden Verteidigungslinien? Welchen Nutzen haben sie? Und halten sie, was man sich von ihnen erhofft? Nach Kriegsende weiss man: Beide Befestigungswälle, die Maginot-Linie und der Westwall, waren im Grunde schon im Moment ihrer Planung überholt.
Der Kalte Krieg ist vorbei. Nur eine Supermacht ist noch übrig, die USA. Bisher kämpften Schiffe gegen Schiffe. Doch was passiert, wenn neue Feinde mit traditionellen Regeln brechen? Im Zeitalter der asymmetrischen Kriegsführung kämpfen aufständische Gruppen gegen Nationen. Technologie ist das Mittel gegen Terrorismus. Neue Mächte steigen auf, alte werden wiedergeboren. U-Boot-Roboter und Drohnen lassen die Zukunft der Kriegsschiffe erahnen. Jahrtausendelang verändern sich Kriegsschiffe und der Seekrieg kaum – bis im 19. Jahrhundert Eisen durch Stahl und Segel durch Dampfmaschinen ersetzt werden. Die vierteilige Serie erzählt einige der spannendsten Kapitel des Seekrieges. Sie beleuchtet die Geschichte der Kriegsschiffe vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Wer die Welt beherrschen will, muss die Ozeane beherrschen. Wer die Ozeane beherrschen will, braucht die besten, die meisten, die stärksten Kriegsschiffe – und die fähigsten Menschen, sie in die Schlacht zu führen. Kriegsschiffe sind seit jeher die teuersten aller Waffenarten. Sie zu bauen, verheisst Prestige und Macht. Doch sie in die Schlacht zu schicken, bedeutet immer ein gewaltiges Risiko, denn eine Seeschlacht kann in wenigen Stunden über das Schicksal von Nationen entscheiden. Die Serie 'Kriegsschiffe – Tod auf See' macht einige der bedeutendsten Schlachten, der katastrophalsten Unfälle und der schicksalhaftesten Missionen des letzten Jahrhunderts erlebbar. In Kriegstagebüchern und Memoiren haben Ingenieure, Matrosen und Offiziere ihre Erinnerungen, ihre Absichten, ihre Sorgen und ihre Ideen niedergeschrieben. Ihre Selbstzeugnisse und Bilder geben einzigartige Einblicke in den Seekrieg vor und während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Zeitzeugen aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Schweden, der Ukraine und den Vereinigten Staaten erzählen in exklusiven Interviews von ihren Missionen. Von der Landung in der Normandie am D-Day, für die ein französischer Kommandosoldat intensiv vorbereitet wurde, oder von vier Tagen, in denen ein US-amerikanischer Matrose in Seenot war, nachdem die 'USS Indianapolis' von einem U-Boot torpediert wurde. Sie berichten vom Stolz, ihrem Land zu dienen, und der ständigen Angst um das eigene Leben. Internationale Experten und Expertinnen der Marine-Welt ordnen die Ereignisse des Seekrieges ein. Sie stellen Zusammenhänge her und machen deutlich, dass Kriegsschiffe faszinierende Technikwunder und gleichzeitig zerstörerische Kriegsmaschinen sind. Die Serie zeigt historisches und aufwendig restauriertes Archivmaterial sowie persönliche Aufnahmen und neu gedrehte Einstellungen von erhaltenen Kriegsschiffen. Ergänzend geben grafische Elemente Aufschluss über Schiffstypen, Funktionsweisen ihrer Technologie und ihre Waffensysteme – und machen so komplexe Kriegsführung zur See verständlich.
Cast
Michael Zitzer, Norman Friedman, Jeremy Stöhs, Volodymyr Zablotsky, Sarah Kirchberger, Jean-Philipne Rolland, Paula Wallenburg
Ende des 19. Jahrhunderts ändert sich die Welt der Kriegsschiffe radikal: Stahl statt Holz. Dampfmaschinen ersetzen Segel. Bald zieht ein Krieg auf, wie die Welt ihn noch nie gesehen hat. An Bord der Schiffe dieser Zeit fahren Matrosen und Offiziere zur See, stellen sich dem Feind und hoffen auf heile Rückkehr. Es ist die Zeit zwischen 1864 und 1918. Der Film zeigt die grösste Seeschlacht des Ersten Weltkrieges und den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. Jahrtausendelang verändern sich Kriegsschiffe und der Seekrieg kaum – bis im 19. Jahrhundert Eisen durch Stahl und Segel durch Dampfmaschinen ersetzt werden. Die vierteilige Serie erzählt einige der spannendsten Kapitel des Seekrieges. Sie beleuchtet die Geschichte der Kriegsschiffe vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Wer die Welt beherrschen will, muss die Ozeane beherrschen. Wer die Ozeane beherrschen will, braucht die besten, die meisten, die stärksten Kriegsschiffe – und die fähigsten Menschen, sie in die Schlacht zu führen. Kriegsschiffe sind seit jeher die teuersten aller Waffenarten. Sie zu bauen, verheisst Prestige und Macht. Doch sie in die Schlacht zu schicken, bedeutet immer ein gewaltiges Risiko, denn eine Seeschlacht kann in wenigen Stunden über das Schicksal von Nationen entscheiden. Die Serie 'Kriegsschiffe – Tod auf See' macht einige der bedeutendsten Schlachten, der katastrophalsten Unfälle und der schicksalhaftesten Missionen des letzten Jahrhunderts erlebbar. In Kriegstagebüchern und Memoiren haben Ingenieure, Matrosen und Offiziere ihre Erinnerungen, ihre Absichten, ihre Sorgen und ihre Ideen niedergeschrieben. Ihre Selbstzeugnisse und Bilder geben einzigartige Einblicke in den Seekrieg vor und während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Zeitzeugen aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Schweden, der Ukraine und den Vereinigten Staaten erzählen in exklusiven Interviews von ihren Missionen. Von der Landung in der Normandie am D-Day, für die ein französischer Kommandosoldat intensiv vorbereitet wurde, oder von vier Tagen, in denen ein US-amerikanischer Matrose in Seenot war, nachdem die 'USS Indianapolis' von einem U-Boot torpediert wurde. Sie berichten vom Stolz, ihrem Land zu dienen, und der ständigen Angst um das eigene Leben. Internationale Experten und Expertinnen der Marine-Welt ordnen die Ereignisse des Seekrieges ein. Sie stellen Zusammenhänge her und machen deutlich, dass Kriegsschiffe faszinierende Technikwunder und gleichzeitig zerstörerische Kriegsmaschinen sind. Die Serie zeigt historisches und aufwendig restauriertes Archivmaterial sowie persönliche Aufnahmen und neu gedrehte Einstellungen von erhaltenen Kriegsschiffen. Ergänzend geben grafische Elemente Aufschluss über Schiffstypen, Funktionsweisen ihrer Technologie und ihre Waffensysteme – und machen so komplexe Kriegsführung zur See verständlich.
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Nick Hewitt, Tristan Lecoq, Timothy B. Shutt, Nina Nustede, Rupert Berger, John Fisher, Maxime Laubeuf
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges steht die Zukunft der Kriegsschiffe selbst auf dem Spiel: Der Einsatz von Atombomben stellt den grundsätzlichen Nutzen von Kriegsschiffen infrage. Atomenergie ist mehr als nur eine Waffe: Nuklear betriebene Schiffe erreichen Reichweiten und Geschwindigkeiten wie nie zuvor. U-Boote mit nuklearem Antrieb können nahezu unbegrenzt operieren. Und unsichtbar bleiben, bis sie die Raketen und Torpedos abfeuern. Jahrtausendelang verändern sich Kriegsschiffe und der Seekrieg kaum – bis im 19. Jahrhundert Eisen durch Stahl und Segel durch Dampfmaschinen ersetzt werden. Die vierteilige Serie erzählt einige der spannendsten Kapitel des Seekrieges. Sie beleuchtet die Geschichte der Kriegsschiffe vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Wer die Welt beherrschen will, muss die Ozeane beherrschen. Wer die Ozeane beherrschen will, braucht die besten, die meisten, die stärksten Kriegsschiffe – und die fähigsten Menschen, sie in die Schlacht zu führen. Kriegsschiffe sind seit jeher die teuersten aller Waffenarten. Sie zu bauen, verheisst Prestige und Macht. Doch sie in die Schlacht zu schicken, bedeutet immer ein gewaltiges Risiko, denn eine Seeschlacht kann in wenigen Stunden über das Schicksal von Nationen entscheiden. Die Serie 'Kriegsschiffe – Tod auf See' macht einige der bedeutendsten Schlachten, der katastrophalsten Unfälle und der schicksalhaftesten Missionen des letzten Jahrhunderts erlebbar. In Kriegstagebüchern und Memoiren haben Ingenieure, Matrosen und Offiziere ihre Erinnerungen, ihre Absichten, ihre Sorgen und ihre Ideen niedergeschrieben. Ihre Selbstzeugnisse und Bilder geben einzigartige Einblicke in den Seekrieg vor und während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Zeitzeugen aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Schweden, der Ukraine und den Vereinigten Staaten erzählen in exklusiven Interviews von ihren Missionen. Von der Landung in der Normandie am D-Day, für die ein französischer Kommandosoldat intensiv vorbereitet wurde, oder von vier Tagen, in denen ein US-amerikanischer Matrose in Seenot war, nachdem die 'USS Indianapolis' von einem U-Boot torpediert wurde. Sie berichten vom Stolz, ihrem Land zu dienen, und der ständigen Angst um das eigene Leben. Internationale Experten und Expertinnen der Marine-Welt ordnen die Ereignisse des Seekrieges ein. Sie stellen Zusammenhänge her und machen deutlich, dass Kriegsschiffe faszinierende Technikwunder und gleichzeitig zerstörerische Kriegsmaschinen sind. Die Serie zeigt historisches und aufwendig restauriertes Archivmaterial sowie persönliche Aufnahmen und neu gedrehte Einstellungen von erhaltenen Kriegsschiffen. Ergänzend geben grafische Elemente Aufschluss über Schiffstypen, Funktionsweisen ihrer Technologie und ihre Waffensysteme – und machen so komplexe Kriegsführung zur See verständlich.
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Edgar Alvin Harrell, Norman Friedman, Nick Hewitt, Volodymyr Zablotsky, Tannis Watson, Timothy B. Shutt, Volodymyr Golovanov
Kaum ist der Erste Weltkrieg vorbei, kündigt sich ein neuer an, der auch auf den Ozeanen geführt wird. Die Ära der Schlachtschiffe endet. Flugzeugträger werden zum neuen Machtsymbol der Meere. Nationen setzen ihre Zukunft in Seeschlachten aufs Spiel. Sie kämpfen unter Wasser, auf dem Meer, in der Luft. Kriegsschiffe sind am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beteiligt. An Bord eines Kriegsschiffes wird schliesslich auch das Ende des Krieges besiegelt. Jahrtausendelang verändern sich Kriegsschiffe und der Seekrieg kaum – bis im 19. Jahrhundert Eisen durch Stahl und Segel durch Dampfmaschinen ersetzt werden. Die vierteilige Serie erzählt einige der spannendsten Kapitel des Seekrieges. Sie beleuchtet die Geschichte der Kriegsschiffe vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Wer die Welt beherrschen will, muss die Ozeane beherrschen. Wer die Ozeane beherrschen will, braucht die besten, die meisten, die stärksten Kriegsschiffe – und die fähigsten Menschen, sie in die Schlacht zu führen. Kriegsschiffe sind seit jeher die teuersten aller Waffenarten. Sie zu bauen, verheisst Prestige und Macht. Doch sie in die Schlacht zu schicken, bedeutet immer ein gewaltiges Risiko, denn eine Seeschlacht kann in wenigen Stunden über das Schicksal von Nationen entscheiden. Die Serie 'Kriegsschiffe – Tod auf See' macht einige der bedeutendsten Schlachten, der katastrophalsten Unfälle und der schicksalhaftesten Missionen des letzten Jahrhunderts erlebbar. In Kriegstagebüchern und Memoiren haben Ingenieure, Matrosen und Offiziere ihre Erinnerungen, ihre Absichten, ihre Sorgen und ihre Ideen niedergeschrieben. Ihre Selbstzeugnisse und Bilder geben einzigartige Einblicke in den Seekrieg vor und während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Zeitzeugen aus Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Schweden, der Ukraine und den Vereinigten Staaten erzählen in exklusiven Interviews von ihren Missionen. Von der Landung in der Normandie am D-Day, für die ein französischer Kommandosoldat intensiv vorbereitet wurde, oder von vier Tagen, in denen ein US-amerikanischer Matrose in Seenot war, nachdem die 'USS Indianapolis' von einem U-Boot torpediert wurde. Sie berichten vom Stolz, ihrem Land zu dienen, und der ständigen Angst um das eigene Leben. Internationale Experten und Expertinnen der Marine-Welt ordnen die Ereignisse des Seekrieges ein. Sie stellen Zusammenhänge her und machen deutlich, dass Kriegsschiffe faszinierende Technikwunder und gleichzeitig zerstörerische Kriegsmaschinen sind. Die Serie zeigt historisches und aufwendig restauriertes Archivmaterial sowie persönliche Aufnahmen und neu gedrehte Einstellungen von erhaltenen Kriegsschiffen. Ergänzend geben grafische Elemente Aufschluss über Schiffstypen, Funktionsweisen ihrer Technologie und ihre Waffensysteme – und machen so komplexe Kriegsführung zur See verständlich.
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Nick Hewitt, Nina Nustede, Timothy B. Shutt, Léon Gaultier, Harro Altenburg, Norman Friedman, Edgar Alvin Harrell
Die Bundesregierung pumpt Milliarden Euro in die Aufrüstung. Neue Waffen werden bestellt. Wer profitiert davon? Die deutsche Rüstungsindustrie? Oder machen am Ende andere das Geschäft? Deutschlands Rüstungsindustrie hat weltweit einen sehr guten Ruf. Viele Waffen werden exportiert, aber gerade als Lieferant für die Bundeswehr gibt es regelmässig Probleme: lange Lieferzeiten, hohe Kosten und immer wieder technische Pannen. Die Bundeswehr hat Nachholbedarf. Jahrelang wurde an allen Ecken und Kanten gespart. Die Situation sei sehr angespannt, sagt Eva Högl, die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: 'Wenn wir über das Material sprechen, dann braucht die Bundeswehr im Grunde genommen von allem mehr, weil sie von allem zu wenig hat.' Der Krieg in der Ukraine hat eine Zeitenwende ausgelöst. Jetzt gibt es wieder Geld. 100 Milliarden Euro hat Bundeskanzler Scholz zusätzlich der Bundeswehr für neues Material versprochen. Doch wer profitiert davon? Kann die deutsche Rüstungsindustrie liefern? Die Dokumentation 'Rüstungsboom – Bomben, Panzer und Probleme' versucht, Einblicke in eine Branche zu bieten, die lange nicht im Brennpunkt des öffentlichen Interesses stand. Vieles ist geheim. Die genaue Zahl der Arbeitsplätze ist beispielsweise nicht bekannt, da eine offizielle Statistik zu dieser Branche nicht geführt wird. Schätzungen schwanken zwischen 100.000 und 400.000 Beschäftigten. Die deutschen Waffenhersteller sind international geschätzt. Doch wie steht es um die Qualität, und wie schnell können die gewünschten Waffen tatsächlich geliefert werden? Nach Einschätzung der IG Metall stehen viele deutsche Rüstungsfirmen da vor einem Problem. Zwar können sie gute Produkte liefern, aber längst nicht in der hohen Stückzahl, wie sie jetzt gefordert werden. Rüstungsproduktion in Deutschland sei Manufaktur, sagt Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied der IG Metall. Bislang sei nach dem Prinzip gearbeitet worden: 'Produktion hochfahren, einmotten, runterfahren. Wenn wir jetzt vernünftig produzieren wollen, (...) müssen wir in einen kontinuierlichen Produktionsprozess kommen, um diese hohen Spitzenkosten zu vermeiden', so Kerner. Und die deutsche Rüstungsindustrie steht vor weiteren Herausforderungen: Viele der neuen Waffen der Bundeswehr sind für die Landesverteidigung nicht optimiert. Milliarden teure Fregatten beispielsweise wurden für den Einsatz in Übersee, aber nicht in der Nordsee konzipiert. Auch der Schützenpanzer Puma wurde mehr für Auslandseinsätze geplant, jetzt muss die Rüstungsindustrie wieder umdenken. Schafft es die deutsche Rüstungsindustrie, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen? Die Dokumentation versucht, die Geschäfte einer Branche zu erhellen, über die bislang nur sehr wenig bekannt ist.
'Wir müssen alles erfahren!', fordert Erich Mielke, der Leiter des DDR-Inlandsgeheimdienstes. Die etwa 200.000 Mitarbeiter seiner 'Staatssicherheit' spionieren dafür rund um die Uhr. Nach der Wende finden Bürgerrechtler tonnenweise Akten, Tonbänder, Filme, aber auch rätselhafte Gläser mit 'Geruchsproben' in den Stasiarchiven. Sie geben tiefe Einblicke in die geheime Welt von Mielkes Agenten und Zuträgern, in ihr Tun und Denken. Die Stasi hat bei vielen, die sie überwachte, tiefe Wunden hinterlassen. Betroffene schildern, wie sie persönlich ins Visier der Stasi gerieten, wie sie belauscht, bespitzelt oder gar Ziel von Mordanschlägen wurden. Experten ordnen die persönlichen Erlebnisse in die Geschichte der Staatssicherheit und der DDR insgesamt ein. 'Terra X History' zeigt Anspruch und Wirklichkeit eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt.
Ein Villenviertel in Berlin-Pankow, die Politbüro-Siedlung in Wandlitz oder das Jagdschloss Hubertusstock: Von Anfang an schottete sich die Führungselite der DDR von der eigenen Bevölkerung ab. An diesen geheimen Orten der Macht wurde Politik gemacht – in informellen Zirkeln der Parteiführung, verborgen vor den Augen der DDR-Öffentlichkeit. Der Herbst 1989 setzte dem ein Ende, doch die ehemaligen Schaltzentralen der Macht bergen bis heute Geheimnisse. Schon 1949 hatte die SED-Führung ein Villenviertel in Berlin-Pankow, das die sowjetische Besatzungsmacht zum Sperrgebiet erklärt hatte, als geschlossene Wohnsiedlung für die Spitzenfunktionäre übernommen. Die Besitzer der Häuser wurden enteignet. Als es den Funktionären nach dem Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 im sogenannten Städtchen auf Dauer zu unsicher schien, begann der Bau einer abgeriegelten Siedlung bei Wandlitz nördlich von Berlin. Dort lebten die gut 20 Politbüro-Mitglieder mit ihren Familien ab 1960, weit weg vom Alltag der DDR-Bevölkerung, umgeben von mehr als 600 Angestellten und im Genuss einer 'Sonderversorgung' – Westwaren inklusive. Auch die Ablösung des langjährigen Staats- und Parteichefs Walter Ulbricht betrieb der designierte 'Kronprinz' Erich Honecker an einem verborgenen Ort. Ende April 1971 begab sich Honecker mit bewaffnetem Begleitschutz in Ulbrichts Feriendomizil Döllnsee und legte seinem langjährigen Förderer ein vorformuliertes Rücktrittsgesuch vor. Die Telefonleitungen hatte er vorsorglich kappen lassen. Bei Jagdausflügen mit Kremlchef Leonid Breschnew in der Schorfheide, einem Waldgebiet bei Berlin, hatte er zuvor die Zustimmung zum Machtwechsel erlangt. Ulbricht blieb keine Wahl: Er musste dem Rücktritt 'aus Altersgründen' zustimmen. 18 Jahre später, 1989, war es dann Honecker, der sich in Döllnsee von einer Operation erholte und nicht wahrhaben wollte, wie sich die Lage im Land immer mehr zuspitzte.
Trabi, Sandmännchen, Skisprungmatte – aus der DDR stammen viele geniale Erfindungen. Besonders in der jungen DDR wird Mangel zum Motor für Kreativität und Improvisation. Die 1950er- und 1960er-Jahre sind eine Zeit voller Tüftlergeist und Mut: Es fehlen Rohstoffe und Maschinen. Not wird zur stärksten Währung im Sozialismus, Pragmatismus trifft auf Pioniergeist. Aus Schrott und Mangel schafft die DDR Geniales. Die DDR der 1950er- und 1960er-Jahre möchte sich politisch selbstbewusst auf der Weltbühne behaupten. Gleichzeitig kämpft sie täglich gegen den Mangel. Rohstoffe, Maschinen und selbst einfache Alltagsgüter sind knapp. Was es im Überfluss gibt: Ideenreichtum. 'Not macht erfinderisch' wird zum ungeschriebenen Gesetz, das den Alltag, die Industrie und die Kultur prägt. Aufgrund von Blechmangel entsteht das Kultauto der DDR: der Trabant. Er wird aus Duroplast, einem Verbundwerkstoff aus Baumwollfasern und Kunstharz, gebaut. Robust, günstig und unverwechselbar, wird er zum Symbol für Mobilität und ein Stück ersehnte Freiheit. Auch im Kinderfernsehen wird getüftelt: Das Sandmännchen, das ursprünglich als charmantes Gegengewicht zum westdeutschen Pendant gedacht war, ist heute noch die älteste laufende Kindersendung Deutschlands. Die Skisprungmatte ist damals eine sportliche Weltsensation und macht Sommertraining auf der Schanze möglich. Eine Innovation, die den Sozialismus überlebt hat. Skisprungweltmeister Jens Weissflog erinnert sich an die oft improvisierten, aber genialen Lösungen im DDR-Sport. Ausgewähltes Archivmaterial zeigt, wie eng Pragmatismus und Pioniergeist in einem Land beieinanderlagen, in dem nichts vergeudet und alles weiterverwertet wurde. Zu Gast sind Prominente wie Schauspielerin Anja Kling, Boxlegende Axel Schulz und Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss sowie Musiker Bürger Lars Dietrich, Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald, Influencerin Olivia Schneider oder Schauspieler Hendrik Duryn. Sie bestaunen und kommentieren die genialsten Erfindungen der DDR und geben persönliche Einblicke in ihre Kindheitserinnerungen. Die dreiteilige Dokumentation für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. Es geht um kleine Geistesblitze und grosse Einfälle, oft zwischen Ideologie und Improvisation, in einem System voller Widersprüche.
Die DDR träumt in den 1970ern von der Weltspitze – mit Plattenbau und Supersportwagen. Fortschritt wird zur Staatsaufgabe, getragen von Improvisation und dem Können vieler. Doch der Plan hat Lücken. Nicht jede Idee passt ins System. Die Wissenschaft soll aufblühen und der DDR Devisen bringen. Doch die Planwirtschaft duldet keine Neugier. Forschung ist nur erlaubt, solange sie auf Linie bleibt. In den frühen 1970er-Jahren wird der Plattenbau zum Wegweiser in die Zukunft. Sozialistisch genormt, schnell errichtet und bezahlbar, bietet er Millionen Menschen ein eigenes Zuhause. Für viele bedeutet er den Sprung in eine neue Wohnwelt mit Bad, Heizung und Balkon. Auch auf der Strasse will die DDR glänzen: Mit dem Melkus RS 1000, einem handgefertigten Sportwagen auf Wartburg-Basis, zeigt sie, dass auch Sozialismus schnell und elegant sein kann. Während im Westen der Rock 'n' Roll für Aufruhr sorgt, versucht der Staat im Osten dagegenzuhalten: 'Lipsi' heisst der linientreue Gesellschaftstanz, der von oben verordnet wird, aber keine Chance gegen die heimlich eingeschalteten Westsender hat. Der Alltag im Osten ist längst durchmischt mit dem, was eigentlich nicht zu sehen oder zu hören sein darf. Prominente Gäste wie Musiker Bürger Lars Dietrich, Schauspielerin Anja Kling und Moderator Wolfgang Lippert testen und probieren, was der Zukunftsblick der DDR ersonnen hat. Die dreiteilige Dokumentation für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. Es geht um kleine Geistesblitze und grosse Einfälle, oft zwischen Ideologie und Improvisation, in einem System voller Widersprüche.
Ende der 1970er-Jahre jagt die DDR nach Devisen – und setzt auf Hightech wie die Funktelefonanlage Blaumeise 3. Auch in der Raumfahrttechnik will man den Westen einholen. Hinter verschlossenen Türen entstehen Meisterleistungen wie die erste künstliche Bandscheibe oder fast unzerstörbares Glas. Doch die DDR wird von der Geschichte eingeholt. Nach der Wende verschwindet vieles, was Weltspitze gewesen ist. Die DDR der 1980er-Jahre gerät ins Wanken, doch hinter verschlossenen Türen wird weitergeträumt: von der Zukunft, vom Weltraum und von internationalem Ruhm. Was in diesen Jahren entsteht, ist oft visionär, manchmal sogar genial. In Jena entwickelt ein Expertenteam mit dem ASTRO ein Navigationssystem, das die berühmte Raumstation Mir durch den Kosmos steuert. In Berlin gelingt Forschern eine medizinische Sensation: die weltweit erste künstliche Bandscheibe. Während Robotron am Grosscomputer tüftelt, entsteht mit der 'Blaumeise' eine Funktelefonanlage für den Export nach Mexiko. Aufgrund von Glasmangel lässt das Regime unzerstörbare Gläser produzieren. Viele dieser Superfest-Gläser sind noch heute im Einsatz, doch in der Marktwirtschaft war ihre Langlebigkeit nie gefragt. Im Studio erinnern sich die Schauspielerinnen Anja Kling und Rhea Harder-Vennewald und die Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss und Hendrik Duryn an ein Land voller Erfindergeist und Gegensätze. Mit grossem Spass wird am ersten Spielautomaten der DDR gezockt und voller Eifer probiert, das Superfest-Glas doch noch zu zerschlagen. 'DDR genial' erzählt in dieser Folge vom letzten, leisen Triumph eines Landes kurz vor dem Aus. Vom klugen Trotz der Entwickler, von heimlichen Weltleistungen und von einer Gesellschaft, in der eine Flucht im selbst gebauten Heissluftballon am Ende realistischer war als ein Platz in der Zukunft. Die dreiteilige Dokumentation für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. Es geht um kleine Geistesblitze und grosse Einfälle, oft zwischen Ideologie und Improvisation, in einem System voller Widersprüche.
1949 wird die DDR gegründet. Auf den jungen Staat richten sich grosse Hoffnungen. Doch schon vier Jahre nach der Gründung kulminieren Wut und Enttäuschung in einem Volksaufstand. Für die einen ist ihre Gründung der Beginn eines Aufbruchs – für die anderen ist die DDR schon früh gescheitert. Die DDR will ein Gegenentwurf zur Bundesrepublik Deutschland sein. Ein besseres Deutschland – ganz nach sowjetischem Vorbild. Am 7. Oktober 1949, nicht einmal ein halbes Jahr nach der BRD, wird die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Mit grossen Erwartungen: In der DDR soll ein gerechter 'sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern' entstehen. Doch die Wirtschaft kommt schwer in Gang. Die Reparationsleistungen, die Einführung der Planwirtschaft und die Konzentration auf die Schwerindustrie führen schon bald in die Mangelwirtschaft. Aus zunehmendem Unmut kommt es am 17. Juni 1953 zu einem Volksaufstand. Ohne den Einsatz sowjetischer Panzer hätte die Geschichte der DDR hier bereits enden können. Immer mehr Menschen fliehen, bis die Berliner Mauer ab 1961 jeden Fluchtweg versperrt. Die dreiteilige ZDFinfo-Doku-Reihe 'Das war die DDR' beleuchtet die über 40-jährige Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik. Dabei kommen prominente Zeitzeugen und Historiker zu Wort.
Die 1960er-Jahre stehen nach dem Mauerbau im Zeichen der Erneuerung. Mit Reformen will die SED die DDR modernisieren und stabilisieren. Aber wie erfolgreich sind sie tatsächlich? Ambitionierte Wirtschaftsreformen sollen die DDR zu einer modernen Industriegesellschaft umbauen. Doch schnell regt sich Widerstand innerhalb der Partei. Der Beginn eines erbitterten Ringens um die ideologische Führung zwischen Konservativen und Reformern. Anfang der 1960er-Jahre steht es schlecht um das sozialistische System der DDR: Die Industriebetriebe sind kaum leistungsfähig, das Wirtschaftswachstum ist gering. Der Unmut innerhalb der Bevölkerung nimmt zu. Parteichef Walter Ulbricht reagiert: Mit Reformen will er die Wirtschaft neu aufstellen, die wissenschaftlich-technische Revolution vorantreiben. Auch die Kunst und vor allem die Jugend sollen mehr Freiheiten erhalten. Im Fokus des Reformpakets steht die Wirtschaft: 1963 wird das sogenannte 'Neue Ökonomische System der Leitung und Planung' beschlossen. Es soll Betrieben mehr Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum ermöglichen und die wirtschaftliche Leistungskraft der DDR erhöhen. Doch schon zwei Jahre später formieren sich die Gegner der Reformen in der Partei. Auf dem 11. Plenum der Führung der SED werden die Freiheiten Stück für Stück wieder zurückgenommen. 1969 feiert die Partei das 20-jährige Bestehen ihrer Republik. Doch der Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist für viele weiterhin spürbar. Es herrscht Mangel im Land, die Wirtschaftsreformen gelten als gescheitert. Ein Machtwechsel scheint unabwendbar: 1971 übernimmt Erich Honecker das Amt des Parteichefs von Walter Ulbricht. Die dreiteilige ZDFinfo-Doku-Reihe 'Das war die DDR' beleuchtet die über 40-jährige Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik. Dabei kommen prominente Zeitzeugen und Historiker zu Wort.
Schwere Körperverletzung, Raub oder Tankstellenüberfall. Die Delikte sind so unterschiedlich wie die Inhaftierten in den deutschen Strafvollzugsanstalten. In rund 170 Strafvollzugsanstalten sind rund 44.000 Männer und Frauen inhaftiert. In der JVA Berlin-Plötzensee verbringt Marcel M. seine Haftstrafe. Er ist ein klassischer Wiederholungstäter, der schon in sieben Gefängnissen in Berlin einsass. 'Klauen, klauen, klauen, alles für die Sucht.' Marcel M. war drogenabhängig und ist deshalb schon mehrfach im Knast gelandet. Ein Drittel seines Lebens verbringt er schon im Gefängnis. Dieses Mal soll es das letzte Mal gewesen sein. In der Kfz-Werkstatt, die zum Gefängnis gehört, macht er eine Ausbildung. Nach der Entlassung will er einen geregelten Job anfangen. Neben Marcel werden in der JVA Berlin-Plötzensee rund 260 männliche Gefangene von etwa 300 Justizvollzugsbeamten im Schichtdienst bewacht. Helena Emisch ist dort seit acht Jahren im Dienst. Sie kennt die Geheimnisse der JVA und versucht täglich, die Balance zwischen Nähe und Distanz mit den Gefangenen zu halten. Einschluss, Aufschluss, Lebendkontrolle, Paketausgabe, Medikamentenvergabe oder Hofkontrolle vor der Freistunde, das sind ihre Aufgaben. Und natürlich Zellenkontrollen, bei denen sie nach Drogen und anderen illegalen Dingen sucht. 'Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen uns und den Gefangenen. Mal gewinnen wir, mal die anderen', sagt sie. In Vechta steht die einzige Frauenvollzugsanstalt in Niedersachsen. Melanie F. ist eine von etwa 300 Gefangenen. Auch sie ist über ihren Drogenkonsum kriminell geworden. Wegen eines Raubüberfalles sitzt sie bereits zum dritten Mal ein. 'Der Knast war für mich die Hölle, und der Knast hat mich gerettet', sagt sie. Das Gefängnis bezeichnet sie mittlerweile als ihre Ersatzfamilie. In der JVA Vechta fühlt sie sich mehr zu Hause als in Freiheit. Mittlerweile hat sie einen Entzug gemacht und absolviert gerade eine Ausbildung zur Malerin in der JVA. Die 'ZDF.reportage' gibt Einblicke in den Knastalltag in Deutschland.
Die Kriminalität im Land steigt, sagt die Statistik – das Sicherheitsgefühl vieler Bürger nimmt ab. Die Reportage zeigt sogenannte Angsträume, in denen sich viele Menschen unwohl fühlen. Frankfurt und Berlin gelten als besonders unsicher. Beide Städte erreichten im Jahr 2023 über 14.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner – die Zahl ist damit wieder auf Vor-Corona-Niveau. Die Zunahme im Bereich der Gewaltkriminalität macht besonders Sorgen. Das Frankfurter Bahnhofsviertel schaffte es unlängst sogar in die internationalen Schlagzeilen: Als 'Zombie-Land' betitelte eine englische Zeitung die Gegend. Jeder, der vom Bahnhof in die Innenstadt will, muss unweigerlich durch Gruppen von Drogensüchtigen hindurch. Einheimische sind mittlerweile ziemlich abgebrüht. Aber Touristen schockiert der Anblick von Elend und Verwahrlosung. 'Vielleicht klauen sie uns die Geldbörse oder die Handys', befürchtet ein australisches Ehepaar. Zurückkommen wollen sie auf keinen Fall. Zu viel Drogen, zu viel Dreck, zu viele dunkle Ecken. Auch der Berliner Leopoldplatz gilt vielen als Angstraum. Vor einigen Jahren kam zum Heroin die Droge Crack auf den Platz. Dealer und ihre Kunden versammeln sich ungeniert. Die Polizei hält scheinbar andächtigen Abstand. Manche Drogenabhängige schlagen sich untereinander. Andere brechen in Geschäfte ein, stehlen und erpressen. Sven D. hat einen Trödelladen am Berliner Leopoldplatz, beinahe täglich wird er beklaut, berichtet er. Er gründete die Bürgerinitiative 'Wir am Leo'. Die Mitglieder sammeln Heroinspritzen und Drogenbesteck von der Wiese auf, damit sich Kinder vom nahen Spielplatz nicht verletzen. Die Bürgerinitiative fordert mehr Polizeipräsenz, damit der Platz nicht noch weiter verkommt. Weniger Drogen, weniger Dreck. Aber nicht nur in Grossstädten steigt die Aggressivität. Die Kleinstadt Heide in Schleswig-Holstein kämpft mit Jugendkriminalität. Anfang 2024 wurde ein junges Paar am Bahnhof überfallen. 'Sie sind direkt auf mich zugelaufen, haben auf mich eingeschlagen und mir in die Rippen getreten', berichtet Denny. Seine Freundin Ylenia hatte geistesgegenwärtig sofort die Polizei gerufen. Als die Beamten kamen, war die Jugendgruppe schon mit Dennys Schuhen davongelaufen. Prügeleien, Diebstähle, Misshandlungen – die Jugendbanden in Heide sorgen für Angst und Schrecken. 'Jugendliche müssen schnell die Konsequenzen ihres Handelns erfahren, sonst verpufft das Handeln des Staates.' So sieht es Nadine Schaffrath, die Chefin der SOKO Iuventus in Dresden. Die Polizistin hat eine Erfolgsgeschichte zu berichten: Die Jugendkriminalität stieg in Dresden Ende 2022 steil an. Daraufhin wurde die SOKO zur Jugendkriminalität gegründet. Der hohe Verfolgungsdruck, die enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sorgten dafür, dass Intensivtäter rasch aus dem kriminellen Umfeld herausgenommen wurden. Sie kamen in Jugendhilfeeinrichtungen oder auch in U-Haft. Das entschiedene Handeln zeigte Wirkung, die Jugendkriminalität ist seither um zwei Drittel gesunken. Die 'ZDF.reportage' zeigt Angsträume in Deutschlands Städten und stellt Lösungsansätze vor.
Mobbing, Körperverletzung, Drogendelikte und Raub. Laut Polizeilicher Kriminalitätsstatistik hat die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zugenommen. Der Anteil tatverdächtiger Kinder bis 13 Jahren ist in den letzten fünf Jahren um 43 Prozent gestiegen. Es gibt mehr Gewalttaten, mehr Raub und Körperverletzung. Konsequenzen oder Strafen schrecken die Jugendlichen offenbar nicht ab. Im sächsischen Plauen terrorisiert eine Bande Minderjähriger wochenlang die Kleinstadt. Die Gruppe besteht aus etwa 30 Jugendlichen im Alter von zehn bis 15 Jahren – darunter Deutsche und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auf ihre Kappe gehen Einbrüche, Raubüberfälle und Körperverletzungen. Geschäftsmann Jörg Rödel ist eines der Opfer der Bande. Sein Selfservice-Kiosk wurde bereits vier Mal ausgeraubt. Laut eigenen Angaben entstanden dem Geschäftsmann knapp 10.000 Euro Schaden. Obwohl die Polizei in Plauen durch erhöhte Präsenz und einer eigens geschaffenen Ermittlungsgruppe die Lage verbessern konnte, will der junge Kioskbesitzer einige seiner Automaten nun woanders aufstellen. Die Berliner Friedrich-Bergius-Schule hat gerade Schlagzeilen gemacht, denn die Lehrer dort haben sich mit einem Brandbrief über die chaotischen Zustände an der Schule an die Schulaufsicht gewandt. Sie klagen darin über aggressive Schüler, Gewalttaten und Mobbing. Ein richtiger Unterricht sei kaum noch möglich. Es vergehe kein Tag ohne Beleidigungen und Bedrohungen von Lehrern. Seit Januar 2025 ist Engin Çatik nun neuer Schulleiter. Er hat bereits an anderen Schulen der Stadt gezeigt, wie man solche Probleme lösen kann. 'Mir ist herbe langweilig, ist schon scheisse hier', sagt Macadon über seine aktuelle Situation. Der Auszubildende sitzt gerade im Jugendarrest von Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde er zu sieben Tagen Arrest verurteilt. Der Jugendarrest soll ein Vorgeschmack auf eine richtige Gefängnisstrafe sein und die Jugendlichen abschrecken. 'Ich baue auf jeden Fall keine Scheisse mehr. Man lernt aus seinen Fehlern', gibt sich der 19-Jährige geläutert. Auch die 18-jährige Tara war schon einmal im Jugendarrest. Ihren ersten Diebstahl beging sie im Alter von zehn Jahren. Einbruch, räuberischer Diebstahl und Hausfriedensbruch stehen bei ihr im Strafregister. 'Das war nicht cool, und das wird mir jetzt im Nachhinein echt vieles schwerer machen. Schliesslich habe ich jetzt 'ne riesige Akte'. Taras Mutter Eli musste jahrelang hilflos mit ansehen, wie ihre Tochter immer krimineller wurde. Heute ist sie froh, dass ihre Tochter den Weg aus der Kriminalität geschafft hat. Tara möchte den Schulabschluss nachholen und eine Ausbildung zur Köchin machen. Heiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft warnt, es müsse etwas passieren. 'Das grosse Problem, das Polizei und auch Justiz haben, ist eben genau die Tätergruppe unter 14 Jahren, weil es dort schlichtweg keine Strafmündigkeit gibt.' Teggatz sagt weiter, das Alter für die Strafmündigkeit müsse herabgesetzt, die Regelung an die heutige Zeit angepasst werden. Eine 'ZDF.reportage' über junge Menschen, die bereits früh auf die schiefe Bahn geraten sind.
Nordkorea: Das kleine Land in Ostasien gibt sich unbeugsam, seine Herrscherfamilie scheint unantastbar. Aber mit welchen Strategien schützt sich das Regime vor dem Zusammenbruch? Der Film ergründet den Führerkult des Landes und zeigt, wie Diktator Kim Jong Un mit totaler Kontrolle sein Volk beherrscht. Ein hochrangiger nordkoreanischer Flüchtling gibt Einblicke in die dunklen Finanzgeschäfte des Landes. Ein Nuklearwaffenspezialist deckt auf, mit wessen Hilfe Nordkorea die Atombombe entwickeln konnte. Und schlussendlich beantwortet der Film die zentrale Frage: Was will das Regime in Pjöngjang, was will Kim Jong Un?
Mit Atombombentests und martialischen Drohungen versetzen Nordkorea und sein Diktator Kim Jong Un die Welt immer wieder in Sorge. Aus dem Inneren des Landes dringt wenig nach aussen, denn ausländischen Journalisten wird nur selten die Einreise erlaubt. Wie Mangelwirtschaft, Blockwart-Kultur und Denunziantentum das Alltagsleben prägen, davon ist in der offiziellen Propaganda nichts zu sehen. Glitzerbauten, riesige Statuen des Vaters und des Grossvaters von Kim Jong Un, aufwendige Inszenierungen von Macht und Grösse sollen der Erbauung dienen – und über die Niederungen des kommunistischen Alltags hinwegtrösten. Reporter Michael Höft hat sich die Erkundung des sportlichen Nordkorea vorgenommen. Stadien, Sporthallen, Reitklubs, Bolzplätze und Wintersportresorts sind Orte, die Nordkorea dem Besucher aus dem kapitalistischen Ausland gerne zeigt. Über das Thema Sport findet sich ein leichter und unkomplizierter Zugang zu den Menschen in dem hermetisch abgeriegelten Land. Die Dokumentation begleitet verschiedene Hobby- und Leistungssportler in ihrem Trainingsalltag.
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Goetz Bielefeldt, You Chi-Won, Cha Jong-Ok, Mun Kum-Hui, An Kyong-Huva, Kim Mi-Ran, Song Nam-Ho
Wie ist es möglich, dass Nordkorea, eines der ärmsten Länder der Welt, ein Atomwaffenprogramm finanziert, mit dem es sogar die USA herausfordern kann? Antwort: dank 'Bureau 39'. Diese Organisation ist eine geheime Division des Regierungsapparates. Ihr Ziel ist die Devisenbeschaffung mit allen Mitteln, um das Regime von Kim Jong Un mit Geld zu versorgen. Falschgeld, Drogen, Menschenhandel – nichts ist Nordkoreas Geld-Gangstern zu ruchlos. Die Doku enthüllt die spektakulärsten Fälle und zeigt die atemberaubenden Tricks, mit denen Nordkorea seit Jahrzehnten äusserst erfolgreich UN-Sanktionen umgeht und sein Atomprogramm aufbaut.
Individualtourismus westlicher Art ist in Nordkorea für Ausländer schlicht verboten. Doch selbst die von Behörden streng begleiteten Reisen ermöglichen kleine Einblicke hinter die Fassaden. 'Mein Besuch in Nordkorea' erzählt in der Form von Videotagebüchern die Eindrücke von sechs jungen Touristen, die diese Reisen mitgemacht haben. Sie haben die Freiräume, die sich trotz der staatlichen Begleitung boten, genutzt – und gefilmt.
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David Bell, Vicky Truong, Johannes M., Eric Ferguson, Jukka Lehtonen, Ulv Hanssen
Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, um ihre Freiheit zu erlangen? Packende Fluchtgeschichten zeigen Bilder aus Nordkorea, die unter Lebensgefahr heimlich aufgenommen wurden. Eine Familie will mitsamt der alten Grossmutter und der kleinen Kinder durchs Gebirge aus Nordkorea, dem repressivsten Staat der Erde, entkommen. Ein Pfarrer aus Südkorea hilft ihnen und wird zum selbstlosen Helden. Im Mittelpunkt des Films steht eine Mutter, die verzweifelt versucht, ihr Kind wiederzusehen, das sie zurücklassen musste, eine fünfköpfige Familie – darunter kleine Kinder und eine ältere Grossmutter -, die sich auf eine tückische Reise über den Yalu-Fluss und in die feindlichen Berge Chinas begeben, und ein Mann Gottes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen verzweifelten Menschen zu helfen. Sollten sie gefasst werden, drohen schwerste Strafen, möglicherweise sogar die Hinrichtung. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist über viele Quadratkilometer so vermint, dass dieser Fluchtweg nicht infrage kommt. Deshalb müssen Nordkoreaner, die ihr Land verlassen wollen, nicht nur einen Stacheldrahtzaun überwinden und einen reissenden Fluss überqueren, sondern sich anschliessend noch heimlich über China, Vietnam und Laos bis nach Thailand durchschlagen. Erst dort sind sie sicher und werden nicht mehr an die Schergen von Kim Jong Un ausgeliefert. Was wir von Nordkorea sehen, ist zumeist genau das, was das Kim-Regime uns sehen lassen will: die Atomraketen, die grossen Paraden und die emotionale Vergötterung der Kims. Der Film wirft einen Blick auf den Alltag der 26 Millionen Nordkoreaner, die weitgehend von der Aussenwelt abgeschnitten sind und sich nicht vorstellen können, dass es noch ein anderes Leben gibt als das, das sie führen. Historische Rückblenden und politische Exkurse erlauben eine geopolitische Einordnung der aktuellen Situation zwischen Nord- und Südkorea.
In Nordkorea droht Menschen der Tod, wenn sie zum Beispiel den korpulenten Machthaber Kim Jong Un als 'fett' bezeichnen. Über den Alltag in diesem rätselhaften Land ist wenig bekannt. Viele Menschen in Nordkorea leiden unter chronischer Unterernährung. Doch wer sich über die Zustände im Land beschwert, kann schnell in einem Arbeitslager enden. Trotz der Entbehrungen in ihrem harten Alltag sind die meisten Nordkoreaner extrem stolz auf ihr Land. Nordkorea, auch das 'Einsiedler-Königreich' genannt, bleibt für den Westen ein Rätsel – in einem Chaos aus Fehlinformationen, internationalem Misstrauen und Angst. Die Bewohner leben isoliert von der Welt, provoziert durch die Politik ihrer eigenen Regierung. Viele von ihnen betrachten sich als blosse Marionetten des Staatsapparates. Die Dokumentation zeigt: Es sind ganz normale Menschen, die einfach nur zu überleben versuchen. Und trotz allem Leid und der Mangelernährung bedeutet den Nordkoreanern der Stolz auf ihr Land sehr viel. Mit nahezu religiöser Leidenschaft bewundern sie die Kim-Familie, die seit fast 70 Jahren über das Königreich herrscht. Diese mit verdeckter Kamera in Nordkorea produzierte Dokumentation gibt einzigartige Einblicke in die täglichen Herausforderungen der Bewohner dieses rätselhaften Landes.
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Savanna Washington, Colin Powell, Jerome Sauvage, So Jung Il, Suzy Kim, Charles Armstrong, Tim Peters
Etwa zwei Drittel der Erde sind mit Wasser bedeckt – sie ist damit der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem es in flüssiger Form vorliegt. Doch woher kommt das Wasser auf der Erde? Lange wurde vermutet, dass die H2O-Moleküle aus den Tiefen des Universums zu uns gelangt sind – von weit entfernten Sternen oder durch heftige Asteroiden-Bombardements. Aber eine neue Entdeckung legt nahe, dass ihre wahre Herkunft noch exotischer sein könnte. Manche Planetenforscher bringen einen bislang kaum beachteten Akteur ins Spiel: Jupiter. Nach dem sogenannten Grand-Tack-Modell könnte der Gasriese vor Milliarden Jahren gigantische Mengen Wasser zur Erde geschaufelt haben.
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Moogega Cooper, Phil Plait, David Grinspoon, Michelle Thaller, Lawrence Krauss, Hakeem Oluseyi, James S. Bullock
Unsere Galaxie in einer Milliarde Jahren. Ein Planet, verdeckt von einer dichten Wolkendecke. Tief darunter eine fremdartige Landschaft. Die Oberfläche: sengend heiss. Der Druck: unerträglich. Dieses Bild zeichnen Wissenschaftler in ferner Zukunft von der Erde, denn unser Planet hat einen Zwilling: die Venus. Auch dort gab es einst Wasser – doch die Nähe zur Sonne und Vulkanismus zerstörten das Klima. Wissenschaftler erklären, welches Schicksal unseren Planeten erwartet und warum wir den kosmischen Klimawandel wohl kaum aufhalten können. Dutzende Sonden haben in den vergangenen Jahrzehnten aufschlussreiche Daten über den Schwesterplaneten der Erde gesammelt. Sie liefern uns erste Aufnahmen und ergründen die einstige Existenz von Wasser auf dem Höllenplaneten. Irdisches Leben kann auf der über 400 Grad Celsius heissen Oberfläche der Venus kaum existieren. Doch Astrobiologe Prof. Lewis Dartnell glaubt, dass einige Lebensformen selbst unter den extremen Bedingungen auf der Venus überstehen können.
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Phil Plait, Moogega Cooper, David Grinspoon, Michelle Thaller, Hakeem Oluseyi, Lewis Dartnell, Lawrence Krauss
20 Jahre war die Raumsonde 'Cassini' im Weltall unterwegs. Sie lieferte einzigartige Einblicke und bahnbrechende Erkenntnisse über den Gasplaneten Saturn und seine 82 Monde. 'Cassini' hat ein umfangreiches Vermächtnis hinterlassen. Die gestochen scharfen Bilder, die die Sonde vom aktiven Eismond Enceladus zur Erde schickte, sind beispiellos. 'Cassini' beobachtete Geysire auf Enceladus. Tatsächlich schoss Wasser in die Höhe. 'Cassini' wird als die bisher wissenschaftlich ergiebigste interplanetarische Mission in die Geschichte eingehen. 13 Jahre lang erforschte die Raumsonde den Saturn und seine 82 Monde. Dabei entdeckten die Wissenschaftler mehr als erwartet. Eine Hommage an 'Cassini' und ihre Erfolge.
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Phil Plait, Michelle Thaller, Carolyn Porco, Michio Kaku, Dan Durda, Lawrence Krauss, Chris McKay
Als vor rund 12.000 Jahren die letzte Eiszeit endet, ändern die Menschen ihre Lebensweise von Grund auf. Sie geben ihr Dasein als Jäger und Sammler auf und lassen sich dauerhaft nieder. Das mildere Klima ermöglicht den Menschen, Pflanzen anzubauen, Tiere zu halten und feste Behausungen zu errichten. Doch sie gehen ein Wagnis ein, denn die Sesshaftigkeit bringt nicht nur zahlreiche Vorteile mit sich, sondern auch ungeahnte Herausforderungen. Von den ersten Versuchen der Sesshaftigkeit zeugen die monumentalen Grossbauten von Göbekli Tepe. Forschende rätseln noch immer, welchem Zweck die riesige Anlage diente, die viele Jahrtausende älter ist als Stonehenge. Fest steht, dass sie ein Ausdruck von Kultur war: Rituale, Bräuche, Symbole, Kunst, Geschichten und Ideen – über Generationen hinweg mündlich weitergegeben – werden greifbar. Und sie zeugt davon, dass sich dort viele Menschen versammelten und vernetzten. Und ihre Zahl wuchs. In der Region um den 'Fruchtbaren Halbmond' entstanden nicht nur immer mehr Siedlungen, sondern auch eine der ersten Grosssiedlungen der Welt – Çatalhöyük. Sie hatte mehrere Tausend Einwohner. Wohnbauten und Ställe standen dort so dicht gedrängt, dass kein Platz für Strassen und Plätze blieb. Die Wohnräume waren nur über die Dächer zugänglich. Dort spielte sich auch das öffentliche Leben ab. Doch das enge Zusammenleben brachte Probleme: Neue Krankheiten entstanden, es gab mehr Konflikte und Gewalt. In Ägypten zeigt sich hingegen, dass grosse Siedlungen durchaus gedeihen konnten. Die Menschen waren mittlerweile in der Lage, in einer Gemeinschaft zu leben. Und dank der Hieroglyphenschrift liess sich die Gemeinschaft gut organisieren. Noch war nur eine Elite schreibkundig, doch mit der Erfindung des Alphabets lernten auch einfache Menschen lesen und schreiben. Das sorgte für einen enormen Entwicklungsschub, an dessen Ende unsere moderne Gesellschaft steht. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit ziehen die ersten Menschen von Ostasien über eine Landbrücke namens Beringia nach Nordamerika: in eine Welt voller Raubtiere und urzeitlicher Riesen. Das Überleben für den Homo sapiens ist dort nicht einfach. Die Landschaft ist karg und grösstenteils mit Schnee und Eis bedeckt. Das Nahrungsangebot ist zwar ausreichend, doch die frühen Menschen werden von gigantischen Tieren bedroht: der Megafauna. Dazu zählten so furchteinflössende Tierarten wie Säbelzahnkatzen, Kurznasenbären oder der Canis dirus, eine Wolfsart. Durch die Domestizierung des Wolfes wurde das Jägerdasein der ersten Menschen erleichtert. Zudem kam ihnen der Klimawandel zu Hilfe. Die massiven Eisschilde der Nordhälfte des Kontinents begannen zu schwinden, und immer mehr Menschen zogen ins Landesinnere Nordamerikas oder machten sich auf den Weg nach Süden. In New Mexico haben sie Spuren hinterlassen: in Form von versteinerten Fussabdrücken sowie steinernen Speerspitzen und technisch innovativen Speerschleudern. Letztere geben Aufschluss über ihre Jagdtechniken. Aufgrund des Klimawandels und des hohen Jagddrucks durch den Menschen starb die Megafauna aus. Und so wanderte der Homo sapiens auf der Suche nach Nahrung immer weiter in Richtung der tropischen Wälder des Südens. Dort wurden die Jäger und Sammler zu sesshaften Bauern und bildeten die ersten urbanen Gemeinschaften. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo Sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Vor rund 40.000 Jahren leben mehrere Menschenarten auf der Welt: in Asien der Denisova-Mensch, in Europa der Neandertaler, und der Homo Sapiens hat sich bis nach Australien ausgebreitet. Neue Forschungen zeigen, dass das Bild vom primitiven Neandertaler überholt ist: Er nutzte Pigmente für Höhlenmalereien und fertigte Schmuck aus Federn und Vogelkrallen. Als der Homo sapiens aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa einwanderte, lebte er eine Zeit lang Seite an Seite mit dem Neandertaler. Zahlreiche Funde zeigen, dass es dabei auch zu engen Kontakten kam. In Südfrankreich wurde ein und dieselbe Höhle abwechselnd von Neandertaler und Homo sapiens genutzt. Im Laufe der Zeit vermischten sich die Arten. So weisen einzelne Knochenfunde aus Rumänien Merkmale der beiden menschlichen Spezies auf. Zu einer Vermischung der Arten kam es auch in Asien zwischen dem dort heimischen Denisova-Menschen und dem Homo sapiens. Überlebt hat letztlich jedoch nur die Spezies des Homo sapiens. Genanalysen von Knochenfunden zeigen, dass es in den kleinen, isoliert lebenden Populationen der Neandertaler zu Inzucht und damit zu einem geringen Gen-Austausch kam. Ein entscheidender Nachteil für ihr langfristiges Überleben. Doch ganz verschwunden sind die Verwandten des Homo sapiens nicht: Bis heute sind im Erbgut von Europäern bis zu zwei Prozent Neandertaler-DNA nachzuweisen. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Vor rund 70.000 Jahren beginnt sich das Klima in Afrika zu wandeln. Ein Prozess, der dem Homo sapiens neue Lebensräume eröffnet. Er wagt sich über die Grenzen des Kontinents hinaus. In nur wenigen Jahrtausenden verbreitet er sich über den gesamten Globus. Auf seinem Weg passt er sich selbst extremen Lebensräumen an, etwa den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Funde auf der indonesischen Insel Flores zeigen jedoch, dass er nicht allein war. 2003 machen Archäologen eine erstaunliche Entdeckung. In einer Höhle auf der indonesischen Insel Flores finden sie das nur etwa einen Meter grosse, 60.000 Jahre alte Skelett eines erwachsenen Mannes. Die winzige Menschenart wird nach ihrem Fundort 'Homo floresiensis' benannt. Niemand weiss genau, wie diese Menschen auf die Insel kamen, warum sie so klein waren und mit welcher Menschenart sie am engsten verwandt sind. Ob sich Homo floresiensis und Homo sapiens je begegnet sind, ist unbekannt. Doch während es vom Homo floresiensis ausserhalb seiner Heimatinsel keine Spuren gibt, hinterlässt der moderne Mensch seinen Fussabdruck auf dem gesamten Planeten. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Die Evolution des Menschen ist geprägt von Aufbrüchen und Rückschlägen. Unsere Geschichte beginnt vor Millionen von Jahren. Sie hätte auch ganz anders ausgehen können. Als der Homo sapiens in Afrika auftaucht, ist er nicht allein: Mehrere Menschenarten teilen sich die Welt. Manche beherrschen bereits Werkzeuge und Feuer. Doch kleine Populationen, Klimawandel, Konkurrenz und Vermischungen lassen viele Linien verschwinden. Warum überlebt ausgerechnet der Homo sapiens? Ein bis heute ungelöstes Rätsel. Anhand neuester Funde und moderner Analysemethoden kommen Forscherinnen und Forscher der Antwort näher. Ihre Erkenntnisse stellen bisherige Annahmen über Zeit und Ort des Ursprungs der Menschheit infrage. Fossilien aus Marokko zeigen, dass die Wiege der Menschheit offenbar nicht allein in Ostafrika lag und dass der Homo sapiens rund 100.000 Jahre älter ist als bisher angenommen. Sedimentkerne aus uralten Seen verraten, dass frühe Populationen mehrfach knapp dem Aussterben entgingen, sich aber letztlich behaupten konnten. Entscheidend waren nicht nur bessere Jagdwaffen, sondern auch ausgeprägtes Sozialverhalten sowie die Fähigkeit, komplexe Ideen zu teilen, Netzwerke zu bilden und Wissen generationsübergreifend zu vermehren. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Im Mittelalter finden grosse Veränderungen in Europa statt, wie das Erwachen des Christentums. Doch Aufzeichnungen aus dieser Zeit geben kaum Aufschluss über das Leben der einfachen Menschen. Genanalysen und neue archäologische Techniken öffnen faszinierende Fenster in die Vergangenheit. Neueste Erkenntnisse zeigen nun, wie mittelalterliche Menschen noch Jahrhunderte nach der Christianisierung heidnische Rituale praktizierten. Das Mittelalter ist die Zeit des Übergangs vom Heidentum zum Christentum in Europa. In dieser Dokumentation werden neueste Studien vorgestellt, darunter die der Abteilungen für Genetik am 'Trinity College Dublin' und für Archäologie und Paläoökologie an der 'Queen's University Belfast'. Sie geben einzigartige Einblicke in das Leben der einfachen Europäer und Europäerinnen im Mittelalter.
Wer sind wir? Und wo kommen wir her? Menschen stellen sich seit jeher diese Fragen. Die Entdeckungen einer Genetikerin könnten Einblick in die Geschichte der Menschen Westeuropas geben. Vor etwa 9000 Jahren durchstreifen dunkelhäutige und blauäugige Jäger und Sammler die Wälder und Ebenen des Kontinents. Tausende Jahre später erreichen Siedler aus dem Nahen Osten und dem Mittelmeerraum Europa. Mit ihnen kommt auch die Landwirtschaft. Die Dokumentation verfolgt, wie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen das Leben der Vergangenheit anhand von archäologischen Funden und Genetik neu interpretieren. Ein Spitzenteam von Genetikern und Genetikerinnen am 'Trinity College Dublin' enthüllt die Wahrheit über die alten Europäer, von den Jägern und Sammlern, die in der Wildnis auf der Lauer lagen, bis hin zu den ersten Bauern, die aus dem Nahen Osten eingewandert sind. Jetzt gibt eine Entdeckung in einem alten Grab von Newgrange, Irland, einen erstaunlichen Einblick in die Kultur und den Glauben vor rund 5000 Jahren.
In einer spanischen Höhle wurden zahlreiche Knochen von Neandertalern gefunden, 49.000 Jahre alt. Sie könnten eine Antwort auf die Frage geben, warum der Neandertaler ausgestorben ist. Seit mehreren Jahren wird in El Sidrón nach weiteren Funden gesucht, bislang wurden Knochen von mindestens zwölf unserer Vorfahren gefunden. Doch in manchen Knochen sind tiefe Kerben, einige sind sogar gebrochen. Ein Zeichen von Kannibalismus? Oder die Auswirkungen eines Rituals?
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Marco de la Rasilla, Almudena Estalrrich, Darren Fa, Clive Finlayson, Geraldine Finlayson, Jean-Jacques Hublin, Carles Lalueza-Fox
Ein rätselhafter Fund: 2008 entdeckt ein Archäologenteam bei Ausgrabungen in Sibirien einen kleinen Knochen. Er stellt das bisherige Wissen über die Menschheitsgeschichte auf den Kopf. Die genetische Analyse des Fingerglieds zeigt: Es stammt von einem Urmenschen, doch weder vom Homo sapiens noch vom Neandertaler. Eine bislang unbekannte Menschenform ist entdeckt. Die Wissenschaft tauft ihn nach seinem Fundort: Denisova-Mensch. Um das Rätsel des Fingerknochens zu lösen, wird der Fund an das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig geschickt. Dort arbeitet der Paläogenetiker und Nobelpreisträger 2022 für Physiologie und Medizin, Svante Pääbo, mit einem internationalen Forscherteam am Neandertaler-Genom-Projekt. Sie extrahieren die DNA aus dem sibirischen Fingerknochen und sind verblüfft über die Ergebnisse: Der Knochen stammt zwar von einem Menschen, doch dieser Urmensch ist der Wissenschaft bislang unbekannt. Diese Entdeckung versetzt Anthropologinnen und Anthropologen weltweit in Aufregung. Wann und wo haben die Denisova-Menschen gelebt? Wie sahen sie aus? Warum sind sie ausgestorben? Um mehr über diese Menschenform zu erfahren, setzen die Forschenden die Spurensuche fort: Im tibetischen Hochland finden sie ein Teil eines Unterkiefers mit grossen Zähnen. Für eine klassische DNA-Analyse ist das Fossil jedoch zu stark beschädigt. Eine neue Untersuchungsmethode der alten Proteine liefert Hinweise: Es handelt sich wieder um einen Denisova-Menschen – aber dieses Mal ausserhalb Sibiriens. Der Urmensch muss sich an das Leben in grosser Höhe angepasst haben. Und nicht nur das: Offenbar hat er seine Gene, die ihm das Überleben in der Höhe ermöglichten, an die heute dort lebenden Tibeter weitergegeben. Denisova-Mensch und Homo sapiens haben also vermutlich nicht nur gleichzeitig gelebt, sondern sich auch untereinander fortgepflanzt. Dies stellt die Wissenschaft vor weitere Fragen: Wie viele seiner Gene hat der Denisova-Mensch dem heutigen Menschen vererbt? Und welche Merkmale sind damit verknüpft? Die Suche nach Antworten führt bis nach Papua-Neuguinea, mitten im Pazifik. Selbst dort finden sich die Spuren des Denisova-Menschen.
Im Regenwald Kolumbiens geben jahrtausendealte Felsmalereien den Wissenschaftlern Rätsel auf. Welche Amazonas-Völker haben diese Kunstwerke geschaffen? Und zu welchem Zweck? Nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg im Land dringt ein einheimischer Archäologe in den Dschungel vor, um den Ursprung der Malerei zu erforschen. Er ist überzeugt: Die Bilder stammen aus der frühesten Besiedelung Amerikas – viel früher als bisher angenommen. Der Archäobotaniker Gaspar Morcote-Ríos ist überzeugt: Die Kunstschaffenden lebten in einer hoch entwickelten Kultur und verfügten über ein grosses Fachwissen. Wie sonst wäre es ihnen möglich gewesen, in zehn bis zwölf Metern Höhe steile Felsen zu bearbeiten – mit Farben, die Jahrtausende überdauert haben? Die Künstler verwendeten mineralische Pigmente, die sich mit der gängigen Radiokarbonmethode nicht datieren lassen. Um das Alter zu bestimmen, gräbt Morcote-Ríos am Fusse der Felsen Pflanzensamen und winzige Keramikscherben aus und untersucht sie. Die ältesten sind etwa 12.600 Jahre alt. Mit einem Team von Archäologen will er nun die Rätsel der Urvölker im Herzen des Amazonas-Regenwaldes lösen: Wer waren diese Menschen? Woher kamen sie? Und warum verschwand ihre Kultur eines Tages? Viele Forscher glauben inzwischen: Grosse Teile Amazoniens waren einst dicht besiedelt.
Beeren sammeln, Kinder hüten – lange Zeit wurden diese Aufgaben den Frauen der Steinzeit zugedacht. Neue Erkenntnisse aber zeigen: Die Frauen gingen jagen und führten ihre Clans an. Die Arbeitsteilung der Steinzeitmenschen war keineswegs streng getrennt wie bislang vermutet. Nicht nur die Männer gingen auf Mammutjagd, und Frauen sassen nicht ausschliesslich am Feuer. Sie waren viel gleichgestellter, wie Forscherteams nun herausgefunden haben. 1872. In der Grotta del Caviglione, einer Höhle in Nordwestitalien, findet der Archäologe Émile Rivière ein prähistorisches Skelett. Offenbar ein Nachkomme des Homo sapiens, der vor rund 24.000 Jahren dort seine Jagdgründe hatte. Der robuste Knochenbau und Grabbeigaben wie Werkzeuge und Kopfschmuck lassen Wissenschaftler über ein Jahrhundert lang glauben, es handele sich um einen Mann. Erst in den 1990ern wird das Skelett mithilfe moderner Technik genauer untersucht. Tatsächlich deutet das ungewöhnlich breite Becken eher auf eine Frau hin, was inzwischen belegt werden konnte. Die Funde im Grab der 'Dame von Caviglione' deuten darauf hin, dass sie eine höhere Stellung in ihrer Gesellschaft genoss: die einer Schamanin oder Häuptlingsfrau – ein Bild, das dem der Beeren sammelnden Steinzeitfrau widerspricht. Tatsächlich waren es zwar vor allem die Frauen, die Pflanzen, Früchte und Wurzeln sammelten, doch diese dienten nicht nur der Nahrung. Höchstwahrscheinlich kannten viele Steinzeitfrauen die heilende Wirkung bestimmter Pflanzen und stellten daraus Arzneien her, etwa Malve zur Unterstützung der Wundheilung sowie Mariendistel zur Entgiftung der Leber. Damit waren sie möglicherweise Gründerinnen der Medizin und Naturheilkunde. Welche aus heutiger Sicht modernen Rollen spielten die starken Frauen des Jungpaläolithikums noch? Eine archäologische Spurensuche, die neues Licht auf die prähistorischen Geschlechterrollen sowie ihr differenziertes gesellschaftliches Gefüge wirft.
Fünf Mal erlebt die Erde eine Katastrophe apokalyptischen Ausmasses. Und jedes Mal geht eine ganze Welt verloren. Wie sah unser Planet früher aus? Welche tierischen Bewohner gab es? Anhand fossiler Funde rekonstruieren internationale Wissenschaftler die untergegangenen Urzeit-Welten. Nach der letzten erdgeschichtlichen Katastrophe verschwanden zum Beispiel die Dinosaurier. Jedes Mal blieb von der biologischen Vielfalt nur ein Bruchteil übrig. Die meisten Tier- und Pflanzenarten, die es jemals auf der Erde gab, sind längst ausgestorben. Forscher sprechen von drei Viertel aller Arten. Andere haben überlebt und sich zu neuen Spezies entwickelt. Schon fünf Mal hat die Erde Katastrophen riesigen Ausmasses erlebt, die fast zur kompletten Auslöschung einer Welt geführt hätten. Vor allem Vulkanausbrüche und drastische Veränderungen des Klimas zerstörten Lebensräume und Nahrungsketten. Das bekannteste Massenaussterben betraf vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier. Und doch haben Flora und Fauna immer wieder Wege gefunden, frei gewordene Nischen zu besetzen, sich zu entwickeln und die Erde neu zu bevölkern. Alle Arten, die heute auf unserem Planeten leben, sind Ergebnis der Evolution nach fünf Massenaussterben – auch der Mensch. Einige Wissenschaftler befürchten, dass der Mensch bereits ein weiteres Massenaussterben in Gang gesetzt hat.
Die 'heute-show' stellt die Welt der TV-Nachrichten auf den Kopf. Satirisch, witzig, bissig kommentiert Oliver Welke die aktuellen Fernsehbilder aus Politik und Nachrichtensendungen. Die 'heute-show' mit Anchorman und Team bietet in 30 Minuten gut gelauntes Politainment, unterhaltend und geistreich zugleich. Wahlkampfparolen werden seziert, hohle Phrasen entlarvt oder das Fachchinesisch unserer Volksvertreter humorvoll übersetzt. Diese Sendung wird im Web und in der App mit Gebärdensprache angeboten.
Als vor rund 12.000 Jahren die letzte Eiszeit endet, ändern die Menschen ihre Lebensweise von Grund auf. Sie geben ihr Dasein als Jäger und Sammler auf und lassen sich dauerhaft nieder. Das mildere Klima ermöglicht den Menschen, Pflanzen anzubauen, Tiere zu halten und feste Behausungen zu errichten. Doch sie gehen ein Wagnis ein, denn die Sesshaftigkeit bringt nicht nur zahlreiche Vorteile mit sich, sondern auch ungeahnte Herausforderungen. Von den ersten Versuchen der Sesshaftigkeit zeugen die monumentalen Grossbauten von Göbekli Tepe. Forschende rätseln noch immer, welchem Zweck die riesige Anlage diente, die viele Jahrtausende älter ist als Stonehenge. Fest steht, dass sie ein Ausdruck von Kultur war: Rituale, Bräuche, Symbole, Kunst, Geschichten und Ideen – über Generationen hinweg mündlich weitergegeben – werden greifbar. Und sie zeugt davon, dass sich dort viele Menschen versammelten und vernetzten. Und ihre Zahl wuchs. In der Region um den 'Fruchtbaren Halbmond' entstanden nicht nur immer mehr Siedlungen, sondern auch eine der ersten Grosssiedlungen der Welt – Çatalhöyük. Sie hatte mehrere Tausend Einwohner. Wohnbauten und Ställe standen dort so dicht gedrängt, dass kein Platz für Strassen und Plätze blieb. Die Wohnräume waren nur über die Dächer zugänglich. Dort spielte sich auch das öffentliche Leben ab. Doch das enge Zusammenleben brachte Probleme: Neue Krankheiten entstanden, es gab mehr Konflikte und Gewalt. In Ägypten zeigt sich hingegen, dass grosse Siedlungen durchaus gedeihen konnten. Die Menschen waren mittlerweile in der Lage, in einer Gemeinschaft zu leben. Und dank der Hieroglyphenschrift liess sich die Gemeinschaft gut organisieren. Noch war nur eine Elite schreibkundig, doch mit der Erfindung des Alphabets lernten auch einfache Menschen lesen und schreiben. Das sorgte für einen enormen Entwicklungsschub, an dessen Ende unsere moderne Gesellschaft steht. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit ziehen die ersten Menschen von Ostasien über eine Landbrücke namens Beringia nach Nordamerika: in eine Welt voller Raubtiere und urzeitlicher Riesen. Das Überleben für den Homo sapiens ist dort nicht einfach. Die Landschaft ist karg und grösstenteils mit Schnee und Eis bedeckt. Das Nahrungsangebot ist zwar ausreichend, doch die frühen Menschen werden von gigantischen Tieren bedroht: der Megafauna. Dazu zählten so furchteinflössende Tierarten wie Säbelzahnkatzen, Kurznasenbären oder der Canis dirus, eine Wolfsart. Durch die Domestizierung des Wolfes wurde das Jägerdasein der ersten Menschen erleichtert. Zudem kam ihnen der Klimawandel zu Hilfe. Die massiven Eisschilde der Nordhälfte des Kontinents begannen zu schwinden, und immer mehr Menschen zogen ins Landesinnere Nordamerikas oder machten sich auf den Weg nach Süden. In New Mexico haben sie Spuren hinterlassen: in Form von versteinerten Fussabdrücken sowie steinernen Speerspitzen und technisch innovativen Speerschleudern. Letztere geben Aufschluss über ihre Jagdtechniken. Aufgrund des Klimawandels und des hohen Jagddrucks durch den Menschen starb die Megafauna aus. Und so wanderte der Homo sapiens auf der Suche nach Nahrung immer weiter in Richtung der tropischen Wälder des Südens. Dort wurden die Jäger und Sammler zu sesshaften Bauern und bildeten die ersten urbanen Gemeinschaften. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo Sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Vor rund 40.000 Jahren leben mehrere Menschenarten auf der Welt: in Asien der Denisova-Mensch, in Europa der Neandertaler, und der Homo Sapiens hat sich bis nach Australien ausgebreitet. Neue Forschungen zeigen, dass das Bild vom primitiven Neandertaler überholt ist: Er nutzte Pigmente für Höhlenmalereien und fertigte Schmuck aus Federn und Vogelkrallen. Als der Homo sapiens aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa einwanderte, lebte er eine Zeit lang Seite an Seite mit dem Neandertaler. Zahlreiche Funde zeigen, dass es dabei auch zu engen Kontakten kam. In Südfrankreich wurde ein und dieselbe Höhle abwechselnd von Neandertaler und Homo sapiens genutzt. Im Laufe der Zeit vermischten sich die Arten. So weisen einzelne Knochenfunde aus Rumänien Merkmale der beiden menschlichen Spezies auf. Zu einer Vermischung der Arten kam es auch in Asien zwischen dem dort heimischen Denisova-Menschen und dem Homo sapiens. Überlebt hat letztlich jedoch nur die Spezies des Homo sapiens. Genanalysen von Knochenfunden zeigen, dass es in den kleinen, isoliert lebenden Populationen der Neandertaler zu Inzucht und damit zu einem geringen Gen-Austausch kam. Ein entscheidender Nachteil für ihr langfristiges Überleben. Doch ganz verschwunden sind die Verwandten des Homo sapiens nicht: Bis heute sind im Erbgut von Europäern bis zu zwei Prozent Neandertaler-DNA nachzuweisen. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Vor rund 70.000 Jahren beginnt sich das Klima in Afrika zu wandeln. Ein Prozess, der dem Homo sapiens neue Lebensräume eröffnet. Er wagt sich über die Grenzen des Kontinents hinaus. In nur wenigen Jahrtausenden verbreitet er sich über den gesamten Globus. Auf seinem Weg passt er sich selbst extremen Lebensräumen an, etwa den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Funde auf der indonesischen Insel Flores zeigen jedoch, dass er nicht allein war. 2003 machen Archäologen eine erstaunliche Entdeckung. In einer Höhle auf der indonesischen Insel Flores finden sie das nur etwa einen Meter grosse, 60.000 Jahre alte Skelett eines erwachsenen Mannes. Die winzige Menschenart wird nach ihrem Fundort 'Homo floresiensis' benannt. Niemand weiss genau, wie diese Menschen auf die Insel kamen, warum sie so klein waren und mit welcher Menschenart sie am engsten verwandt sind. Ob sich Homo floresiensis und Homo sapiens je begegnet sind, ist unbekannt. Doch während es vom Homo floresiensis ausserhalb seiner Heimatinsel keine Spuren gibt, hinterlässt der moderne Mensch seinen Fussabdruck auf dem gesamten Planeten. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Die Evolution des Menschen ist geprägt von Aufbrüchen und Rückschlägen. Unsere Geschichte beginnt vor Millionen von Jahren. Sie hätte auch ganz anders ausgehen können. Als der Homo sapiens in Afrika auftaucht, ist er nicht allein: Mehrere Menschenarten teilen sich die Welt. Manche beherrschen bereits Werkzeuge und Feuer. Doch kleine Populationen, Klimawandel, Konkurrenz und Vermischungen lassen viele Linien verschwinden. Warum überlebt ausgerechnet der Homo sapiens? Ein bis heute ungelöstes Rätsel. Anhand neuester Funde und moderner Analysemethoden kommen Forscherinnen und Forscher der Antwort näher. Ihre Erkenntnisse stellen bisherige Annahmen über Zeit und Ort des Ursprungs der Menschheit infrage. Fossilien aus Marokko zeigen, dass die Wiege der Menschheit offenbar nicht allein in Ostafrika lag und dass der Homo sapiens rund 100.000 Jahre älter ist als bisher angenommen. Sedimentkerne aus uralten Seen verraten, dass frühe Populationen mehrfach knapp dem Aussterben entgingen, sich aber letztlich behaupten konnten. Entscheidend waren nicht nur bessere Jagdwaffen, sondern auch ausgeprägtes Sozialverhalten sowie die Fähigkeit, komplexe Ideen zu teilen, Netzwerke zu bilden und Wissen generationsübergreifend zu vermehren. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Wer hat die 'Wüstendrachen' erbaut? Die Suche führt zu einer unbekannten jungsteinzeitlichen Kultur, die überraschendes Wissen und bemerkenswerte Fähigkeiten zeigt. Präzise eingeritzte Steinzeichnungen gelten als die ältesten Baupläne der Menschheit. Funde von Werkzeugen und Artefakten deuten auf handwerkliches Können, technische Planung und symbolische Praktiken einer frühen neolithischen Kultur hin. Das Forscherteam findet auch die Werkzeuge, mit denen die Menschen damals die Gazellen töten und verarbeiten. Sie zeugen von hohem handwerklichem Geschick. Ihre Funktion lässt sich heute noch nachvollziehen. Weitere Entdeckungen weisen auf rituelle und spirituelle Praktiken hin, die eng mit den 'Wüstendrachen' verbunden sind. Archäologen finden Modelle der 'Drachen' sowie Steine in menschenähnlicher Form mit eingravierten Gesichtern, die einen rituellen Kontexten vermuten lassen. Diese Forschungsergebnisse sind nicht nur für die Archäologie von grosser Bedeutung, sondern auch für das Verständnis der menschlichen Geschichte und der Entwicklung früher Zivilisationen. Sie zeigen, dass die Menschen aus dieser jungsteinzeitlichen Kultur nicht nur geschickte Jäger und Ingenieure waren, sondern auch eine komplexe und tief verwurzelte Kultur hatten. Die ältesten Megastrukturen der Menschheit stehen in der arabischen Wüste. Wer sie errichtete und wozu, zählt zu den zentralen Fragen der Archäologie. Die zweiteilige Dokumentation begleitet ein internationales Forschungsteam bei der Suche nach Antworten und wirft ein neues Licht auf Wissen, Technik und Überleben in der Jungsteinzeit.
In den 1920er-Jahren werden im Nahen Osten die ältesten Megastrukturen der Menschheit entdeckt. Heute sind mehr als 6000 dieser rätselhaften 'Wüstendrachen' bekannt. Wer sind die Erbauer? Die gigantischen Strukturen sind nur aus der Luft erkennbar und oft mehrere Kilometer lang. Erste Forschungsergebnisse zeigen: Sie entstanden vor über 7000 Jahren in der Jungsteinzeit. Damit sind sie älter als die Pyramiden in Ägypten und die Nazca-Linien in Peru. Die 'Wüstendrachen' bestehen aus langen Mauern, die in grosse, eingefasste Gehege münden. Mit moderner Technologie wie Satellitenbildern und Lumineszenzdatierungen rekonstruieren Archäologen Form, Alter und Funktion. Die Forscher Rémy Crassard und Wael Abu-Azizeh gehen davon aus, dass die Anlagen als Jagdfallen dienten: Jungsteinzeitliche Gruppen trieben Gazellen in die Gehege. Diese Erkenntnis verändert das Verständnis der damaligen Jagdpraktiken und verdeutlicht die ingenieurtechnischen Fähigkeiten prähistorischer Gesellschaften. Gleichzeitig werfen die Funde Fragen nach einer bisher unbekannten, spezialisierten Kultur in der Region auf. Die ältesten Megastrukturen der Menschheit stehen in der arabischen Wüste. Wer sie errichtete und wozu, zählt zu den zentralen Fragen der Archäologie. Die zweiteilige Dokumentation begleitet ein internationales Forschungsteam bei der Suche nach Antworten und wirft ein neues Licht auf Wissen, Technik und Überleben in der Jungsteinzeit.
Mehr als 1000 Höhlenmalereien von einmaliger Schönheit schmücken die Chauvet-Höhle. Darunter monumentale Darstellungen von Löwen, Mammuts und Pferden. Was steckt hinter den Zeichnungen? Mit modernen Methoden untersuchen Wissenschaftler die Kunstwerke. Die Darstellungen liefern Einblicke in das künstlerische Können, das Verhalten und die Weltanschauung der damaligen Bewohner. Die Höhle hatte vermutlich auch eine rituelle oder mythische Bedeutung. In der Vorzeit sind Mensch und Tier eng verbunden. In der Chauvet-Höhle verschmelzen Feuer und künstlerische Schöpfung miteinander. Es gibt Hinweise auf grosse Feuerstellen und die Inszenierung von Tierknochen, wie einem Bärenschädel. Dies deutet auf symbolische Handlungen hin. Die Malereien geben auch Paläontologen wertvolle Informationen. Etwa über das Aussehen von Höhlenlöwen. Über Jahrtausende wohnen Menschen und Tiere abwechselnd in der Höhle. Möglicherweise nutzen sie sie sogar gleichzeitig. Der Schutz der Höhle ist ein wichtiges Thema. Nach einem grossen Felssturz bleibt sie gut 20.000 Jahre lang verschlossen. Ein Grund dafür, dass die Malereien so gut erhalten sind. Heute bedrohen Klimawandel sowie steigende Temperaturen und CO?-Werte das empfindliche Gleichgewicht der Höhle. Wissenschaftler überwachen die Bedingungen mit Sensoren. Sie nutzen digitale Modelle, um Forschung und Vermittlung auch ohne direkten Zugang zu ermöglichen. Die Nachbildung 'Grotte Chauvet 2 Ardèche' macht die prähistorische Kunst einem breiten Publikum zugänglich. Die Chauvet-Höhle bewahrt eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit. Die zweiteilige Dokumentation erkundet die für die Öffentlichkeit versiegelte Höhle. Sie erzählt von ihrer Entdeckung, von Mythen und Wissenschaft. Und sie zeigt, wie moderne Forschung die Bilder der Steinzeit für kommende Generationen bewahrt.
1994 führt ein Luftzug zu einer spektakulären Entdeckung. Die Chauvet-Höhle, ein archäologisches Juwel. Ihre Wandmalereien entstehen vor gut 30.000 Jahren und sind erstaunlich gut erhalten. Um die Kunstwerke zu schützen, ist die Höhle für die Öffentlichkeit geschlossen. Nur wenige Forscher dürfen sie betreten. Sie erzählt nicht nur von den ersten Künstlern der Menschheit, sondern auch von den Tieren, die sie bewohnten – darunter auch Höhlenbären. Vor Millionen Jahren formen gewaltige geologische Kräfte das Ardèche-Tal. Hinter seinen beeindruckenden Felswänden verbirgt sich eine unterirdische Welt. Mehrere Hundert Höhlen durchziehen den Kalkstein. Die Chauvet-Höhle sticht als einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte hervor. Ihr genauer Standort ist streng geheim. Modernste Sicherheitsmassnahmen wie Überwachungskameras, Fingerabdruckscanner und eine 40 Zentimeter dicke Stahltür schützen sie – der Aufwand unterstreicht die Bedeutung dieses UNESCO-Weltkulturerbes. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten unter strengen Bedingungen, um die empfindliche Umgebung nicht zu gefährden. Ihre Forschung ist interdisziplinär und umfasst Geologie, Archäologie, Paläontologie und Klimatologie. Sie rekonstruieren die Geschichte der Höhle von ihrer Entstehung bis zur Nutzung durch den Homo sapiens. Die Chauvet-Höhle bewahrt eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit. Die zweiteilige Dokumentation erkundet die für die Öffentlichkeit versiegelte Höhle. Sie erzählt von ihrer Entdeckung, von Mythen und Wissenschaft, und sie zeigt, wie moderne Forschung die Bilder der Steinzeit für kommende Generationen bewahrt.
Nach der Katastrophe vor 66 Millionen Jahren entsteht eine neue Welt – beherrscht von Säugetieren. Klimaveränderungen treiben die Entwicklung der Artenvielfalt an. Fossilienfunde von Echsen, Säugetieren und Pflanzen helfen dem Paläontologen Tyler Lyson und seinem Team, die Geheimnisse um die Entstehung neuen Lebens zu entschlüsseln. Sie stossen auf einen der ältesten Nachfahren der Dinosaurier: eine frühe Vogelart. Bei ihren Forschungen lassen sie sich weder von widrigen Wetterbedingungen noch von logistischen Problemen aufhalten. Ihr Ziel: die Geschichte der Erde und damit auch unsere Geschichte möglichst genau nacherzählen zu können. Vor 66 Millionen Jahren schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und vernichtet einen Grossteil der Arten. Ein wissenschaftliches Team untersucht, wie sich das Leben nach der Katastrophe erholt.
Vor 66 Millionen Jahren schlägt ein Asteroid auf der Erde ein und beendet die Herrschaft der Dinosaurier. Mit ihnen sterben in kurzer Zeit rund drei Viertel aller Tier- und Pflanzenarten aus. Forschende begeben sich in der Wüste von Colorado auf Spurensuche. Mit modernen Methoden wollen sie herausfinden, welche Arten die Katastrophe überlebten. Was passierte in den Jahrtausenden nach dem Einschlag, als das Leben den Planeten zurückeroberte? 1822 wurde zum ersten Mal ein Fossilfund als Dinosaurier erkannt und bezeichnet. Seither versucht die Wissenschaft zu ergründen, warum diese Riesen ausstarben und wie unsere heutige Welt entstanden ist.
Libellen mit einer Flügelspannweite von 70 Zentimetern und Tausendfüssler in Menschengrösse? Vor 300 Millionen Jahren nichts Aussergewöhnliches. Warum gibt es heute keine Rieseninsekten mehr? Lange galten Klimaveränderungen als Ursache für das Aussterben der Insekten-Giganten. Neuere Fossilienfunde sprechen allerdings dagegen. Machten kleine Flugreptilien oder die ersten Vögel ihnen ihre Beute streitig? Die grossen Insekten der Karbonzeit brauchten zum Überleben einen sehr hohen Sauerstoffgehalt in der Luft. Als dieser vor 300 Millionen Jahren zurückging, konnte es auch keine Rieseninsekten mehr geben – dachte man. Doch 2009 fanden Forscher in der Nähe von Montpellier Fossilien einer Riesenlibelle, die noch vor 250 Millionen Jahren gelebt hat. Wie konnte sie sich an die veränderten Bedingungen anpassen? Die Dokumentation stellt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dar und geht mit spannenden Experimenten und faszinierenden Animationen dem Verbleib der Rieseninsekten auf den Grund.
Wie sind die Vögel entstanden? Seit dem 19. Jahrhundert kennen wir den Urvogel Archaeopteryx – aber woher stammten seine Vorfahren? Neue Fossilienfunde könnten helfen, das Rätsel zu lösen. Schon lange suchen Paläontologen nach dem Bindeglied, das die Evolution der Vögel aus den Dinosauriern erklärt. Dabei finden sie auch immer mehr über die Dinosaurier selbst heraus. Sahen sie ganz anders aus, als wir es uns immer vorgestellt haben? Bei der paläontologischen Spurensuche erweist sich jedes neue Fossil als Puzzlestück, das hilft, den Übergang vom Dinosaurier zum Vogel nachzuvollziehen. Die Dokumentation zeigt die neuesten, erstaunlich gut erhaltenen Funde und taucht in die vergangene Welt der Dinosaurier ein.
Als die Dinosaurier die Erde beherrschten, führten Säugetiere noch ein Schattendasein. Aus dieser Zeit ist wenig über sie bekannt. Doch neue Fossilienfunde bringen Licht ins Dunkel. Existierten Säugetiere schon viel früher als bislang vermutet? Und wieso überlebten sie das Massensterben, das die Dinosaurier dahinraffte? Wissenschaftler finden immer mehr über den Ursprung der Säugetiere heraus – und damit auch über unsere eigene Herkunft. Die Erdgeschichte gleicht einem riesigen Puzzle, dessen Teile seit Jahrmilliarden immer wieder verschoben werden. Zur Zeit des Jura, vor circa 200 bis 145 Millionen Jahren, zerfiel der Superkontinent Pangaea. Zunehmender Vulkanismus verwandelte damals das Gebiet der heutigen nordchinesischen Provinz Liaoning in ein 'Pompeji der Saurier'. Doch nicht nur Dinosaurier-Fossilien finden sich dort – auch Überreste früher Säugetiere, die in der Fachwelt Aufsehen erregen. Die Dokumentation folgt den Spuren der ersten Säugetiere und lässt mit faszinierenden Animationen die verlorene Welt unserer Vorfahren lebendig werden.
Fünf Mal erlebt die Erde eine Katastrophe apokalyptischen Ausmasses. Und jedes Mal geht eine ganze Welt verloren. Wie sah unser Planet früher aus? Welche tierischen Bewohner gab es? Anhand fossiler Funde rekonstruieren internationale Wissenschaftler die untergegangenen Urzeit-Welten. Nach der letzten erdgeschichtlichen Katastrophe verschwanden zum Beispiel die Dinosaurier. Jedes Mal blieb von der biologischen Vielfalt nur ein Bruchteil übrig. Die meisten Tier- und Pflanzenarten, die es jemals auf der Erde gab, sind längst ausgestorben. Forscher sprechen von drei Viertel aller Arten. Andere haben überlebt und sich zu neuen Spezies entwickelt. Schon fünf Mal hat die Erde Katastrophen riesigen Ausmasses erlebt, die fast zur kompletten Auslöschung einer Welt geführt hätten. Vor allem Vulkanausbrüche und drastische Veränderungen des Klimas zerstörten Lebensräume und Nahrungsketten. Das bekannteste Massenaussterben betraf vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier. Und doch haben Flora und Fauna immer wieder Wege gefunden, frei gewordene Nischen zu besetzen, sich zu entwickeln und die Erde neu zu bevölkern. Alle Arten, die heute auf unserem Planeten leben, sind Ergebnis der Evolution nach fünf Massenaussterben – auch der Mensch. Einige Wissenschaftler befürchten, dass der Mensch bereits ein weiteres Massenaussterben in Gang gesetzt hat.