Maestro Iván Fischer dirigiert das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in einer Aufführung von Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 7 in d-Moll, Op. 70, die im März 1885 vollendet wurde. Die Uraufführung fand einen Monat später in London statt und wurde vom Komponisten selbst dirigiert. Wie viele andere Werke aus dieser Zeit ist die Sinfonie in einem dramatischeren und dunkleren Stil geschrieben, was im Kontrast zu den meisten anderen Werken des Komponisten steht. Diese Aufführung wurde am 29. Januar 2021 im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, Italien, aufgezeichnet.
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem aussergewöhnlichen Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des grossen Komponisten. Fünf Jahre lang widmeten sich die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin intensiv den 650 Seiten von Beethovens Partituren. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität abdeckt, in sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im November 2020. Quatuor Ébène erforschte jede Facette von Beethovens Streichquartett-Repertoire: von den jugendlichen Streichquartetten Opus 18 bis zu den Razumovsky-, Harfen- und Serioso-Quartetten (Opus 59, 74 und 95) aus seiner mittleren Schaffensperiode und schliesslich die Tiefe seiner späten Quartette (Opus 127 bis 135). Dieses Programm präsentiert Quatuor Ébène in der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 6 in B-Dur, Op. 18, Nr. 6, und Streichquartett Nr. 15 in a-Moll, Op. 132, aufgenommen am 24. November 2020 in der Philharmonie de Paris.
Juan Manuel Cañizares is the soloist in a performance of Joaquín Rodrigo's (1901-1999) Concierto de Aranjuez. He is accompanied by the Berliner Philharmoniker led by maestro Sir Simon Rattle.
Werke von Haydn: Mozart und Saint-Saëns Works by Haydn: Mozart and Saint-Saëns
Themen: Wolfgang Amadeus Mozart: 'Konzert für zwei Klaviere und Orchester in Es-Dur, K. 365', 'Ch'io mi scordi di te? ... Non temer, amato bene' / Camille Saint-Saëns: 'Mon coeur s'ouvre à ta voix' | Gäste: Linda Di Carlo (Pianistin), Marco Scolastra (Pianist), Marina Comparato (Mezzosopranistin), Max Di Carlo (Klavier)
Der italienische Cellist und Dirigent Enrico Bronzi leitet das Orchestra da Camera di Perugia in einem intimen Konzert, das am 27. September 2021 in der prächtigen Basilica di San Pietro in der italienischen Stadt Perugia aufgezeichnet wurde. Das Programm beginnt mit einer Aufführung des Andante cantabile aus Joseph Haydns Sinfonie Nr. 13 in D-Dur, Hob. I:13, gespielt von Bronzi am Cello, begleitet vom Orchestra da Camera di Perugia. Anschliessend schliessen sich die italienischen Pianisten Linda Di Carlo und Marco Scolastra dem Orchester an, um Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester in Es-Dur, K. 365, aufzuführen. Es folgt Mozarts Konzertarie 'Ch'io mi scordi di te? ... Non temer, amato bene', K. 505, gesungen von Marina Comparato. Die italienische Mezzosopranistin beschliesst das Konzert mit der Arie 'Mon coeur s'ouvre à ta voix' aus Camille Saint-Saëns' Oper Samson und Dalila, begleitet von Di Carlo am Klavier.
Sir Simon Rattle dirigiert das London Symphony Orchestra in einer Aufführung von Ludwig van Beethovens berühmter 5. Symphonie in c-Moll, Op. 67. Eine spannende Frage: Hat Beethovens berühmte Fünfte immer noch die Kraft, uns zu überraschen? Wir wetten, dass sie das kann – dank Sir Simon Rattles schelmischer Begeisterung klingt selbst dieses grosse Meisterwerk plötzlich wieder ganz neu. Aufgenommen am 23. September 2020 in St Luke's, London.
Dirigent Jan Latham-Koenig leitet das Flanders Symphony Orchestra mit einer Aufführung von Edvard Griegs Klavierkonzert in A-Moll, Op. 16. Der französische Pianist Pascal Amoyel tritt als Solist auf. Grieg komponierte das Werk 1868 und liess sich dabei von der norwegischen Volksmusik inspirieren. Es ist das einzige Konzert des Komponisten. Die Uraufführung fand am 3. April 1869 in Kopenhagen, Dänemark, mit Edmund Neupert als Solist statt und wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die norwegische Premiere folgte wenige Monate später. Diese Aufführung wurde am 21. April 2016 im Concertgebouw Brugge, Belgien, aufgezeichnet.
'Ein Abstieg in den Mahlstrom' (1841) ist eine Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, die die Geschichte von zwei Fischern erzählt, die in den tosenden Strudeln zwischen den bergigen Inseln von Lofoten, innerhalb des arktischen Kreises von Nordnorwegen, kämpfen. Ein tückischer Strudel zieht ihr Boot in die Tiefe und nur einer von ihnen überlebt. Basierend auf dieser Geschichte komponierte der amerikanische Komponist Philipp Glass ein Chorwerk für das Australian Dance Theatre, das nur einmal beim Adelaide Festival of Arts im Jahr 1986 aufgeführt wurde. Beacon Isle Films nahm ein Arrangement von Glass' Werk für Sinfonieorchester auf, gespielt vom Arctic Philharmonic Orchestra und Chor, und der Sopranistin Berit Norbakken Solset, unter der Leitung von Tim Weiss. Die Aufnahme fand in der Umgebung statt, die Poe zu seiner Geschichte inspirierte: die spektakuläre Landschaft von Lofoten. Diese Dokumentation aus dem Jahr 2019 handelt vom gesamten Prozess der Entstehung von Ein Abstieg in den Mahlstrom, einschliesslich eines der seltenen Interviews mit Glass.
Das Tafelmusik Baroque Orchestra, auch unter dem einfachen Namen Tafelmusik bekannt, ist ein aus Toronto stammendes, kanadisches Barockorchester, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Die musikalische Leitung des Orchesters wird von der Violinistin Jeanne Lamon übernommen. Gemeinsam mit dem Trio Arabica feiert das Ensemble die Musik und Kultur des 18. Jahrhunderts. Die Städte Leipzig und Damaskus befinden sich gleichermassen an den Schnittpunkten uralter Handelsrouten und waren ihrerzeit wichtige Epizentren für Gelehrte. Besonders berühmt waren beide Städte ausserdem für ihre Kaffeehäuser, in denen regelmässig die brillantesten Musiker der damaligen Zeit auftraten. Dieses Konzert beinhaltet Werke von Bach, Telemann, Händel und wahre Schätze der klassischen arabischen Musik. Musik, Worte und Bilder warden in diesem interkulturellen Setting verwendet, um zu verbildlichen, wie die Menschen, die damals geografisch durch grosse Distanzen voneinander getrennt waren dennoch dank Handel, Kunst und geteiltem Ideengut Gemeinsamkeit fanden und sich verbunden fühlten. Die Aufnahme entstand bei einem Konzert im Aga Khan Museum in Toronto. Konzipiert von Alison Mackay, mit einem Bühnenbild von Marshall Pynoski.
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Musikschule Reina Sofía in Madrid, Spanien, tourte das Orquesta Sinfónica Freixenet zusammen mit dem Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada durch einige der grössten Musikzentren Europas. Dieses Konzert wurde an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, Ungarn, aufgezeichnet und beinhaltet eine wunderbare Aufführung von Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 8 in G-Dur, op. 88. Diese Aufführung wurde am 20. Oktober 2021 aufgezeichnet.
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem aussergewöhnlichen Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des grossen Komponisten. Fünf Jahre lang tauchten die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin in Beethovens 650 Seiten umfassenden Partituren ein. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität umfasst, in sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im Herbst 2020. Dieses Programm zeigt Quatuor Ébène bei der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 14 in cis-Moll, Op. 131. Dieses Konzert wurde am 16. Dezember 2020 in der Philharmonie de Paris aufgezeichnet.
Roberto Abbado dirigiert die Filarmonica Arturo Toscanini, den Coro del Teatro Regio di Parma und vier Gesangssolisten in einer herausragenden Aufführung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem, aufgezeichnet im Parco Ducale di Parma in Italien während des Festival Verdi 2020. Die Solisten sind Sopranistin Eleonora Buratto, Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, Tenor Giorgio Berrugi und Bass Roberto Tagliavini. Als 1868 sein Komponistenkollege Gioachino Rossini starb, schlug Verdi vor, eine 'Messa per Rossini' zu dessen Ehren zu komponieren, die von ihm selbst und mehreren anderen italienischen Komponisten geschrieben werden sollte. Verdi schrieb den abschliessenden Satz, 'Libera me'. Als die Premiere abgesagt wurde, wurde das Projekt auf Eis gelegt. Als einige Jahre später der italienische Dichter Alessandro Manzoni verstarb, nahm Verdi seinen Plan wieder auf, ein Requiem zu komponieren – diesmal zu Ehren des Dichters, den er so sehr bewunderte. Als Opernkomponist wusste Verdi besser als jeder andere, wie man das Werk dramatisch gestaltet, was in der überarbeiteten Version seines 'Libera me' deutlich wird. Besonders herausragend ist das berühmte, kraftvolle 'Dies Irae', das die Schrecken des Jüngsten Gerichts darstellt.
Er ist zweifellos einer der grössten Pianisten unserer Zeit: der schüchterne und zurückhaltende Grigori Sokolow. Seine Performances hinterlassen sowohl Kritiker, als auch das Publikum immer wieder sprachlos – als können sie nicht fassen, was ihnen dargeboten wurde. Diese Aufnahme von 2015 zeigt den Ausnahmekünstler bei einem Konzert vom Festival La Roque D'Anthéron in Aix-en-Provence mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Frédéric Chopin und Claude Debussy. Ganz den Erwartungen entsprechend bietet Sokolow auch in mit dieser Peformance einen atemberaubenden Moment der Musik. Teil des Programms: Bach – Partita, B-Dur, BWV 825, Beethoven – Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10 Nr. 3, Schubert – Klaviersonate in A-Minor op. 143, Schubert – Six Moments Musicaux. Als Zugabe spiely Sokolow Chopin – Mazurka in A minor, Chopin – Prelude No. 15 und Debussy – Prelude Canope.
Nachdem er alle 32 Ludwig van Beethoven Klaviersonaten aufgenommen hat, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. Schumanns Fantasie in C, Op. 17, entstand 1836 und wurde vor der Veröffentlichung 1839 überarbeitet. Sie ist Franz Liszt gewidmet und zählt zu den bedeutendsten Klavierwerken Schumanns und der frühen Romantik. Die Komposition folgt einer freien Sonatenform: Der erste Satz ist rhapsodisch und leidenschaftlich, der mittlere ein grossartiges Rondo und das Finale langsam und meditativ. Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov, aufzutreten. Er gab gefeierte Klavierrezitals und -konzerte in vielen renommierten Konzerthallen.
Unter der Leitung von Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin interpretiert das niederländische Rotterdam Philharmonic Orchestra in einem Konzert von 2018 Dimitri Schostakowitschs 4. Sinfonie in c-Moll, Op. 43. Dem 1975 im französisch-kanadischen Montréal geborenen, charismatischen jungen Künstler wurde bereits 2006 die Position des Chefdirigenten des Rotterdam Philharmonic Orchestra angeboten. Zwölf Jahre lang spielte das Orchester unter seiner Leitung, bevor er schliesslich in seine Heimat zurückkehrte, um sich dort diversen Nordamerikanischen Orchestern zu widmen. Zusätzlich zu seinen zahlreichen Auszeichnungen ist Nézet-Séguin ausserdem Ehrenmitglied und Gastdirigent des europäischen Kammermusikorchesters.
Hector Berlioz (1803-1869): Sinfonie fantastique op. 14. Berliner Philharmoniker, Leitung: Mariss Jansons. Die Europakonzerte der Berliner Philharmoniker sind ein Beitrag des renommierten Orchesters zur europäischen Vereinigung. Sie finden jedes Jahr am 1. Mai (der Wiederkehr des Gründungstages des Orchesters 1882) in einem anderen europäischen Ort statt, 2001 in der byzantinischen Kirche 'Hagia Eirene' in Istanbul.
Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit des berühmten Komponisten der 'Musik der repetitiven Strukturen', Philip Glass, präsentieren die beiden französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque die Europapremiere von Glass' Doppelklavierkonzert unter Begleitung des Orchestre de Paris. Das Programm wird fortgesetzt mit Schostakowitschs 5. Sinfonie, unter der Leitung von Dirigent Jaap van Zweden, dem gegenwärtigen Direkto des Hong Kong Philharmonic Orchestra und nächstem Musical Director der New Yorker Philharmoniker.
Die Berliner Philharmoniker sind eines der besten Orchester der Welt. Ihr Ruhm reicht sogar bis nach Japan! Keine Überraschung, dass dieses Konzert, das 2000 unter der Leitung von Mariss Jansons in der wunderbaren Suntory Hall in Tokio gespielt wurde, ein so grosser Erfolg war! Auf dem Programm: Antonín Dvoráks 8. Sinfonie, Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Oper 'Oberon' und Dimitri Schostakowitschs Violinkonzert – mit der Starviolinistin Hilary Hahn.
Hannu Lintu dirigiert das Gulbenkian Orchestra in einem finnisch angehauchten Programm, denn das Konzert Cantus Articus, Op. 61 von Einojuhani Rautavaara, und Jean Sibelius' zweite Sinfonie. Daniil Trifonow ist der Star-Solist in Schumanns 54. Klavierkonzert, das erstmals 1841 von Clara Wieck, der Ehefrau des Komponisten, gespielt wurde. Trifonow wurde bekannt, als er 2010 beim internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau ausgezeichnet wurde. Trifonow wird unter Anderem als 'der grösste klassische Virtuose der heutigen Zeit', und 'zweifellos der aussergewöhnlichste Pianist unseres Zeitalters' bezeichnet. Das Konzert wurde 2018 im Grand Auditorium der Calouste Gulbenkian Foundation in Lissabon aufgenommen.
Die Oper 'Mariken in de tuin der lusten' zur Musik von Calliope Tsoupaki basiert auf dem Mysterienspiel Mariken van Nieuwmeghen (c. 1515). Über fünf Jahrhunderte hat diese alte Geschichte nichts von ihrer Kraft verloren und ist fester Teil des Kanons dänischer Kultur. In dieser Oper folgen wir der neugierigen aber empfindlichen Mariken auf einer Reise durch eine dunkle Welt. Sie trifft auf faszinierende Geschöpfe wie eine hexenhafte Tante, einen verführerischen Teufel und einen aufdringlichen Papst. Die Ensemble ASKO|Schönberg und Tetraktys stehen unter der musikalischen Leitung von Hernán Schvartzman. Hauptsolisten sind Hannah Hoekstra (Mariken) Harry van der Kamp (Oniel), Jill Feldman (Tankte), Julian Podger (Moenen) und Michael Chance (Papst). Inszeniert von Serge van Veggel, Regie Sonia Herman Dolz.
Rerun
W
Cast
Hannah Hoekstra, Harry van der Kamp, Jill Feldman, Julian Podger, Michael Chance
Franz Liszt (1811 – 1886) composed 13 symphonic poems, largely inspired by literary texts. The composer himself wrote piano duet arrangements for these pieces, showcasing his incredible ability of imitating a full orchestra on the piano. Liszt, one of the 19th century's most important piano virtuosos, strongly influenced the further development of piano music. The Romantic period was the era of the virtuoso pianists: the piano was the instrument of choice for countless musicians and listeners alike. No house of standing could do without a piano: it was a status symbol. Piano music was played in concert halls, palaces, salons, churches and public houses alike. Liszt's symphonic poem no. 4, 'Orpheus', breathes a meditative atmosphere. No. 3, 'Les Préludes', is best known in its symphonic version – the piano version presented here is rarely heard. The work dates back to the period 1848 – 1854 and was initially meant to serve as introduction to a choral cycle to be based on the texts of the poet Joseph Autran, 'Les quatre éléments': earth, air, water and fire. In this broadcast, the Italian piano duo of Marco Sollini and Salvatore Barbatano performs these Liszt piano works. These recordings were made at the beautiful 12th century church of San Marco in the small but picturesque village of Ponzano di Fermo, as part of the 2015 edition of the annual, itinerant festival 'Armonie della sera' in the Italian province of Le Marche.
Maestro Myung-Whun Chung dirigiert das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in einer Aufführung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 9 in D-Dur. Diese in den Jahren 1908 und 1909 geschriebene Sinfonie war die letzte, die Mahler vollendete. Der abergläubische Mahler wollte ursprünglich keine neunte Sinfonie schreiben, weil er an den sogenannten 'Fluch der Neunten' glaubte. Schliesslich starben auch die Komponisten Ludwig van Beethoven und Anton Bruckner, bevor sie ihre zehnte Sinfonie vollenden konnten. Mahlers Sinfonie Nr. 9 wurde am 26. Juni 1912 in Wien uraufgeführt, gespielt von den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Bruno Walter. Leider erlebte der Komponist dies nicht mehr: Er verstarb im Jahr zuvor. Diese Aufführung wurde 2021 im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, Italien, aufgezeichnet.
Arvo Pärts 'Kanon Pokajanen' (aus 'Kanon der Reue an den Hernn Jesus Christuzs', 1995-97) basiert auf dem orthodoxen Kanon der Reue, überliefert aus frühen slavisch-christlichen Manuskripten aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus. Der Kanon befasst sich mit dem Thema Veränderung: dem Übergang von der Nacht zum Tag, vom Alten zum Neuen Testament, von Prophezeiung und Erfüllung, dem Hier und Jetzt und dem Jenseits. In diesem Konzert interpretieren die Sänger des flämischen Kammerchors Aquarius das facettenreiche Stück. Aquarius ist setzt neue Massstäbe im modernen Chorrepertoire, wie diese Performance von 2008 beweist. Das zweistündige Konzert wird stimmungsvoll von Kerzenlicht und einer zeremoniellen Prozession begleitet. Die musikalische Leitung übernimmt Dirigent Michael de Smet.
Antoni Wit dirigiert die Warschauer Philharmoniker in einer Konzertperformance von Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 2, Op. 21. Der Solist ist Evgeny Kissin. Dieses Konzert war Teil der Feierlichkeiten anlässlich des 200. Geburtstag von Chopin im Jahr 2010. Chopin komponierte sein Klavierkonzert Nr. 2 tatsächlich ein Jahr vor dem Klavierkonzert Nr. 1 und vollendete beide Werke im Alter von 20 Jahren, bevor er sein Heimatland Polen in Richtung Paris verliess.
Der italienische Pianist Andrea Molteni (1998) führt Frédéric Chopins Fantaisie in F-Moll, Op. 49 aus. Molteni begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Er absolvierte das Conservatorio di musica Giuseppe Verdi di Como mit Auszeichnung und besonderer Erwähnung und erhielt einen Masterabschluss Magna cum Laude in Advanced Performance Studies vom Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. Er trat im Wiener Saal der Universität Mozarteum in Salzburg, im Skrjabin-Museum in Moskau, im National Opera Center in New York und an zahlreichen weiteren internationalen Spielstätten auf. Diese Aufführung wurde im Jahr 2022 im Oberlin Conservatory of Music, Ohio, USA, aufgezeichnet.
Das West-Eastern Divan Orchestra wurde von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet und besteht aus jungen Musikerinnen und Musikern aus Israel, Palästina, verschiedenen arabischen Ländern und Spanien. Mindestens einmal im Jahr treffen sie sich zu Proben und Konzerten, während derer ihre mitreissende Freude an der Musik nationale, ethnische und religiöse Grenzen überschreitet. Innerhalb von drei Jahren reiste Daniel Barenboim mit seinem West-Eastern Divan Orchestra mit allen neun Beethoven-Sinfonien durch die Welt. Der Filmemacher Michael Waldmann besuchte das Ensemble während der Proben in Spanien und schloss sich den Touren nach Südkorea und China an. Das Ergebnis ist ein besonders packender Dokumentarfilm zu den musikalischen Darbietungen und Interpretationen sowie den Gedanken und Gefühlen der Musiker zu Beethoven – und Barenboim.
Werke von Gluck: Bach und Mozart Obras de Gluck, Bach y Mozart
Themen: Christoph Willibald Gluck: 'Danza degli spiriti beati' / Johann Sebastian Bach: 'Jauchzet Gott in allen Landen' / Wolfgang Amadeus Mozart: 'Motette Exsultate, jubilate K. 165' / Wolfgang Amadeus Mozart: 'Sinfonie Nr. 40 in g-Moll K. 550' | Gäste: Matthew Raymond Origel (Flötist), Marlin González Zúñiga (Sopran), Marc Ferrando Pelegrí (Trompete), Carla Isabel Gómez del Pulgar (Sopran)
Der in Venezuela geborene Dirigent Giovanni Guzzo leitet die Camerata Fundación EDP der Escuela Superior de Música Reina Sofía in diesem Konzert, das im Auditorio Sony der Reina Sofía School of Music in Madrid, Spanien, aufgezeichnet wurde. Auf dem Programm stehen die 'Danza degli spiriti beati' aus Christoph Willibald Glucks Oper Orfeo ed Euridice mit dem Flötisten Matthew Raymond Origel, die Arie 'Jauchzet Gott in allen Landen' aus Johann Sebastian Bachs Kirchenkantate Jauchzet Gott in allen Landen!, BWV 51, mit der Sopranistin Marlin González Zúñiga und dem Trompeter Marc Ferrando Pelegrí, Wolfgang Amadeus Mozarts Motette Exsultate, jubilate K. 165, mit der Sopranistin Carla Isabel Gómez del Pulgar, und Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll, K. 550. Diese Aufführung wurde am 18. Dezember 2024 aufgezeichnet.
Die gefeierte deutsche Geigerin Isabelle Faust spielt J. S. Bachs Partita Nr. 2 in D-Moll BWV 1004. Das Werk ist Teil der bekannten Sonaten und Solo-Partiten für Violine (BWV 1001-1006) des Komponisten. Die Partita Nr. 2 besteht aus vier Tanzsätzen, gefolgt von der berühmten abschliessenden Chaconne. Dieser Satz gilt als monumentales Stück innerhalb des Violinrepertoires. In dieser Chaconne wird ein Thema vorgestellt, zu dem Bach eine Reihe kontinuierlicher Variationen entwickelt, die ein komplexes Spektrum harmonischer Möglichkeiten ausloten. Diese Aufführung wurde 2020 in der Thomaskirche in Leipzig aufgezeichnet.
Roberto Prosseda (1975) spielt Mozarts 5. Klaviersonate und vier Impromptus, Op. 90 von Franz Schubert. Prosseda bringt das Konzert mit einer Interpretation des technisch anspruchsvollen Ballade No. 4, Op. 52 von Chopin zu einem krönenden Abschluss. Er ist besonders für seine Interpretationen einiger kürzlich entdeckter Werke von Mendelssohn und seine 9-teilige CD-Serie über Klavierwerke des Komponisten bekannt. Seit 2012 gibt der Italiener zudem Lehrkonzerte mit dem klavierspielenden Roboter TeoTronico. Sein Ziel ist es dabei, den Unterschied zwischen der direkten Umsetzung des Roboters und der menschlichen Interpretationskunst zu verdeutlichen.
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmete sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Kammermusikrepertoire in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgenommen wurde. Die 'Grande Dame des Klaviers' wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, darunter die Pianisten Lily Maisky und Iddo Bar-Shaï, die Geiger Tedi Papavrami und Akiko Suwanai, ihre Tochter und Bratschistin Lyda Chen-Argerich sowie der Cellist Mischa Maisky. Auf dem Programm stehen unter anderem Felix Mendelssohns Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll, Op. 49, Leos Janáceks Violinsonate, Franz Schuberts Rondo in A-Dur, D. 951, und Johannes Brahms' Klavierquartett Nr. 3 in c-Moll, Op. 60. Diese Aufführung wurde am 4. Mai und 13. Juni 2021 aufgenommen.
Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit des berühmten Komponisten der 'Musik der repetitiven Strukturen', Philip Glass, präsentieren die beiden französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque die Europapremiere von Glass' Doppelklavierkonzert unter Begleitung des Orchestre de Paris. Das Programm wird fortgesetzt mit Schostakowitschs 5. Sinfonie, unter der Leitung von Dirigent Jaap van Zweden, dem gegenwärtigen Direkto des Hong Kong Philharmonic Orchestra und nächstem Musical Director der New Yorker Philharmoniker.
Der französische Komponist Guillaume Connesson (*1970) fügt seinem bereits beeindruckenden musikalischen Oeuvre stetig neue Werke hinzu. Seine jüngste Kreation ist die Oper 'Les bains macabres'. Für diese romantische zeitgenössische Thriller-Oper arbeitete er eng mit dem Librettisten Olivier Bleys (*1970) zusammen, einem erfolgreichen französischen Autor, der bereits Dutzende von Romanen verfasst hat. Das Ergebnis ist eine rätselhafte Erzählung mit Film-Noir-Soundtrack über die makabren 'Bains Terminus': Kranke Gäste, die hierher kommen, um sich im wohltuenden Wasser der Bäder auszuruhen, verlassen den mysteriösen Ort nie mehr. Als die Polizei von Pool die rätselhaften Todesfälle untersucht, stellt sich heraus, dass Leben und Tod nicht so gradlinig voneinander getrennt sind wie erwartet... In dieser Produktion vom Februar 2020 übernimmt die Sopranistin Sandrine Buendia die Rolle der Célia und der Bariton Romain Dayez den Mathéo. Dirigent Arie van Beek dirigiert das Orchestre des Frivolités Parisiennes in einer Performance unter der Regie von Florent Siaud.
Rerun
W
Cast
Sandrine Buendia, Romain Dayez, Fabien Hyon, Anna Destraël, Geoffroy Buffière