Nur 25 Kilometer Luftlinie trennen Jersey vom französischen Festland. Elisabeth II. ist zwar Staatsoberhaupt der sonnigen Kanalinsel, allerdings nicht als Königin von England und Nordirland, sondern als Duke of Normandy. Viele junge Leute gehen zwar zum Studieren aufs Festland, kehren aber im Laufe ihres Lebens wieder zurück. Das könnte am milden Klima, den bekannten Surfspots oder einem Höchststeuersatz von 20 Prozent liegen. Englands Monaco, wie Jersey auch genannt wird, ist auf jeden Fall eine Insel der Gegensätze und gilt als Steueroase. Mindestens jeder fünfte Einwohner arbeitet im Finanzsektor. Jersey ist übersät von Anwaltskanzleien und Banken.
Sri Lanka feiert seine Wiedergeburt nach dem langen Bürgerkrieg. Beim jährlichen Perahera-Fest in Kataragama spiegelt sich die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in den Gesichtern der Pilger. * Kataragama ist das multi-religiöse Zentrum der Insel. Hier feiern Buddhisten, Hindus und Muslime gemeinsam die wichtigste Schutzgottheit des Landes. Hunderttausende Pilger demonstrieren, dass Versöhnung, soziale Integration und gegenseitiger Respekt möglich sind. * Kein Bollywood Regisseur könnte diese Inszenierung schlagen. Vor dem palastartigen Sri Dalada Maligawa – dem sogenannten 'Zahntempel' von Kandy – warten die heiligen Elefanten auf den Beginn der festlichen Prozession. Allabendlich wird die heiligste Reliquie des Landes – oder wenigstens ihre Aufbewahrungshülle – durch die Strassen getragen. Das farbenprächtige Spektakel erinnert die sri-lankische Bevölkerung an die alte Zeit des Königtums und die Ursprünge des Buddhismus, die Touristen werden in die Traumwelten der fernöstlichen Exotik entführt. Während der zwei-wöchigen Perahera steht die alte Königsstadt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In ihrem Schatten findet zeitgleich die Perahera von Kataragama statt. Hierher verschlägt es nur wenige Touristen. Aber für hunderttausende Pilger bedeutet Kataragama das spirituelle Zentrum des Landes. Sie kommen zu Ehren der wichtigsten Schutzgottheit des Landes: Kataragama. Buddhisten und Hindus verehren ihn unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Identitäten. Das hält sie aber nicht davon ab, das Pilgerfest gemeinsam zu feiern. Selbst während des Bürgerkrieges bis zum Jahr 2009 trafen sich hier Pilger der unterschiedlichen Konfessionen und Ethnien. Damit waren sie damals schon eine Art Gegenwelt zum politisch aufgeheizten Konflikt. In der Gegenwart sind sie ein weithin leuchtendes Beispiel dafür, dass Vielfalt, Toleranz und gegenseitige Anerkennung möglich sind. An keinem Ort ist die Hoffnung auf dauerhaften Frieden allgegenwärtiger als in Kataragama – dem multi-religiösen Zentrum der Insel. Wenn in der Moschee von Kataragama, im Beisein hunderter hinduistischer und muslimischer Pilger, des buddhistischen Klerus, hochrangiger Vertreter von Staat, Militär und Religionsgemeinschaften das Festival feierlich eröffnet wird, ist das ein starkes Zeichen für den neuen Stellenwert von kultureller Vielfalt in Sri Lanka. Diversität steht wieder hoch im Kurs, offenbar nicht nur bei der Schutzgottheit Kataragama, die seit Menschengedenken soziale Gleichheit und Respekt überwacht. Im Inselstaat ist der wiedergewonnene Optimismus allerorts spürbar. Er zeigt sich im Alltag ebenso wie bei der allgegenwärtigen Bautätigkeit und den stark steigenden Tourismuszahlen. Viele kommen nicht nur wegen der Kulturschätze oder der beeindruckenden Natur mit Leoparden und Elefanten als Hauptdarstellern, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre im vielfältigen 'Land des Lächelns'. Kataragama hat dafür beinahe schon Modellcharakter, vielleicht sogar über die Landesgrenzen Sri Lankas hinaus. Eine Dokumentation von Werner Zips
Im zweiten Teil der Reise mit Karl Ploberger in den südlichsten Teil der Europäischen Union, auf die Insel La Réunion im Indischen Ozean, sehen wir uns das Klima näher an. Hier wurde der Weltrekord von 15.000 Litern pro Quadratmeter Regen gemessen. Das feuchtwarme Klima ist für die tropische Pflanzenwelt ideal. Besonders eindrucksvoll sind auf La Réunion die oft Hunderte Meter langen Wasserfälle im Sommer, wenn die Flüsse gut gespeist sind. Karl besucht Reine Claude Gonthier, in deren privatem Garten viele endemische, aber auch exotische Pflanzen angebaut und gepflegt werden. Auch einen alten Heilkräutergarten kann man hier finden, seltene Iris, viele Orchideen und üppige Kletterpflanzen. Im Süden der Insel in Saint-Philippe trifft Karl Ploberger im 'Garten des Röstkaffees' auf Laurence Luspot, die ihm einiges über die Historie des Kaffee-Anbaus hier auf La Réunion berichten kann. Sehr angetan war der Biogärtner auch von der Krankenstation für Meeresschildkröten, wo Tiere, die durch Schiffe oder Netze verletzt wurden, wieder gesund gepflegt werden.
Bali, 'Insel der 1000 Tempel' und Lombok, 'Insel der tausend Moscheen' haben eines gemeinsam: Sie sind touristische Sehnsuchtsorte, an denen Einheit trotz religiöser Vielfalt gelebt wird. **** Diese Orte sind vielleicht weltweit einzigartig, weil sie zwei Weltreligionen miteinander verbinden, die andernorts oftmals im Konflikt stehen: Islam und Hinduismus. Einmal im Jahr, beim grössten und spektakulärsten Festival von Lombok, dem Tempelfest des heiligen Wassers, zeigt sich das besonders eindrucksvoll. **** An den Festtagen kommen tausende Gläubige beider Religionen zusammen, Jung und Alt, aus nah und fern, aus allen Schichten der Gesellschaft, um gemeinsam zu feiern. Der Höhepunkt des Festivals, das Perang Topat, weist auf die historischen Auseinandersetzungen zwischen den balinesischen Hindus und den muslimischen Sasak hin. 'Perang Topat' heisst: 'der Krieg mit Reiskuchen'. Symbolisch wird eine Schlacht mit in Palmblätter gewickelten Reiskuchen-Bällchen ausgetragen. Hindus und Muslime bewerfen sich rituell mit diesen Nahrungsmitteln. Eine, die dieses Ritual sehr gut kennt ist die 84 jährige Tempelpriesterin Jero Mangku IstriI Kerti SejatiI: 'Wenn Du die Wurfgeschosse danach einsammelst, können sie Dir als Dünger für deine Felder dienen. Alle Pflanzen gedeihen damit prächtig und so tragen sie zu Versorgung und Wohlstand bei.' Das Tempelfest liefert den zentralen Ausgangspunkt für die allumfassende Bedeutung des religiösen Friedens für nachhaltige ökonomische Entwicklung und stabile politische Verhältnisse in Indonesien. In dem bevölkerungsreichsten mehrheitlich muslimischen Inselstaat ist das Motto 'Einheit in Vielfalt' ist ein Verfassungsgrundsatz. Werner Zips und Angelica Marte begeben sich auf die tropischen Trauminseln Indonesiens, beleuchten die kulturellen und geografischen Besonderheiten dieser Sehnsuchtsorte, ohne dabei die Schattenseiten wie Verkehr oder wachsende Müllberge auszublenden. Eine Dokumentation von Werner Zips und Angelica V. Marte
Vielfalt gilt auf den Seychellen als grösster Wert – nicht nur bei der faszinierenden Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto. * Die Seychellen sind weit mehr als ein blosser Urlaubstraum aus Sonne, Strand, Meer und Farben. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres 'Mosaik der Weltbevölkerung'. In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der 'Seychellois' ein Meer von Farben. * Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine 'tambour Moutya' über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll Stakkato-artige Klänge hervorbringen. Ihr schweisstreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Inselarchipels. Der zahnlose Altmeister geniesst sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: 'Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht', sagt er verschmitzt am nächsten Tag am türkisblauen Strand. Wer die Tänze am Vorabend mitverfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrössten Seychelleninsel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein blosser Urlaubstraum im Indischen Ozean. Sie sind ein überaus vitaler Inselstaat, dessen kulturelle Vielfalt der biologischen Diversität mehr als ebenbürtig ist – ein wahres 'Mosaik der Weltbevölkerung'. Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammen-leben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus, mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, wie den Reggae-Star Jahrimba, dessen Vorfahren zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung abstammen. Selbst während der fast vier Jahrzehnte währenden autokratischen Herrschaft der 'Seychelles Peoples United Party' blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie. Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neugewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als 'Seychellois'. 'Einheit in Vielfalt' gilt auf den Seychellen nicht bloss als offizielles Staatsmotto. Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Insel-archipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloss als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und grössten Kultur-Fest des Landes – dem jährlichen Festival Kreol. Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Die mitreissenden Rhythmen der unterschiedlichen Kulturen relativieren das Klischeebild einer nur aus Wellen, türkisblauen Ufern an einsamen Stränden und romantischen Granitfelsen bestehenden Inselwelt. Zugleich spiegelt sich die auch aus Sicht der 'Seychellois' 'paradiesische', natürliche, nachhaltige Vielfalt mit ihrer tropischen und marinen Tierwelt selbstredend in Musik und Tanz wider... Eine Dokumentation von Werner Zips und Angelica V. Marte
Der Indische Ozean – eine blaue Wüste, deren Oasen tropische Inseln sind, von Palmen bewachsen, gesäumt von weissen Stränden und Korallenriffen – Paradiese wie aus dem Reisekatalog. Auf Mauritius, Rodrigues und Réunion – den Maskarenen – sind Naturwunder und sagenhafte Erzählungen von Piratenschätzen und Gespenstern auf fantastische Art und Weise miteinander verwoben. Jenseits der palmenbewachsenen Traumstrände existiert eine unbekannte mystische Welt, die von Schatzsuchern, Geistersehern und Seeräuber-Anekdoten geprägt wird. Ein Film von Harald Pokieser und Manfred Christ
Steinberge, quellfrisches Wasser, Almberge, Eisenhämmer, Schienenwege, Burgruinen, Waldberge, Kirchen und Klöster. So lässt sich in dürren Worten der Inhalt der 154. Sendung Klingendes Österreich schildern. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein Geschehen, an dessen Anfang das Wunder Trinkwasser und die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung in der Gegend von Wildalpen am Hochschwab unser Staunen erregen. Der Zauber der Voralpen offenbart sich dann an Hochkar, Stumpfmauer, Dürrenstein und Ötscher. Die Kartause von Mauerbach und Klosterneuburg mit seinem herrlichen Stift stehen am Ende dieser Sendung, für deren volkmusikalische Schönheit steirische und niederösterreichische Volksmusikgruppen sorgen.
Von der Römerzeit zum Almfrieden: Klingendes Österreich bringt diese scheinbaren Gegensätze auf der Wanderung von Enns zum Hengstpass unter einen Hut. Die Spurensuche beginnt in der uralten oberösterreichischen Stadt Enns – genauer gesagt bei den Überresten der römischen Stadt Lauriacum. Weitere Stationen sind St. Florian, das Anton Bruckner Geburtshaus in Ansfelden und das Schloss Lamberg in Steyr. Die ehemaligen Benediktinerstifte Gleink und Garsten säumen den Weg in die Bergwelt des Nationalparks 'Oberösterreichische Kalkalpen'. Das Sensengebirge und das Reichraminger Hintergebirge bilden den Rahmen für eine wunderschöne Almenwelt. Volksmusikgruppen aus Oberösterreich und Steiermark bilden die musikalische Begleitung dieser Zeitreise.
Um 1900 entstehen in Wien die ersten Strassenfotografien, die nicht nur die Prominenz, sondern auch den Alltag der breiten Bevölkerung festhalten. Vieles wirkt dabei überraschend vertraut: Zahlreiche Orte der Stadt ähneln schon damals dem heutigen Wien. Die Menschen jedoch unterscheiden sich in Mode, Berufswelt und Wertevorstellungen deutlich von uns. Diese faszinierende Zeitreise führt die neue Erbe Österreich-Produktion in das Wien der ersten Foto- und Filmpioniere zurück und präsentiert Aufnahmen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren. Ausgehend von historischen Bildern spannt der Film einen stadtgeschichtlichen Bogen – von der Zeit vor der Ringstrasse, als die Stadtmauern noch standen, bis zur letzten Blüte der k. u. k. Monarchie und darüber hinaus. Im Fokus stehen die grossen Umbrüche im Stadtverkehr, der Wandel der Mode, ausgestorbene Berufe und der Alltag der Wienerinnen und Wiener um 1900, der stark von Klassenbewusstsein geprägt war. Der Film besucht bekannte Schauplätze vom historischen Zentrum bis in die Aussenbezirke und lässt das aussergewöhnliche Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen.
Das Filmen mit dem mobilen Telefon ist heute nicht mehr wegzudenken. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war das Erzeugen von Bewegtbildern jedoch noch eine Sensation. Nicht mehr viele Menschen können sich daran erinnern, wie der Stephansplatz und die Kärntnerstrasse stark befahrene Verkehrsflächen waren. Oder daran, wie der Blick nach Transdanubien ausgesehen hat, bevor die Donauinsel errichtet wurde. Aber auch die Eroberung der Gesellschaft durch Konsumgüter hat ihre Spuren hinterlassen. Etwa durch Werbung und Ausstellungen von grossen Marken in der Messe Wien in den 1960er Jahren. In dieser 'Erbe Österreich'-Neuproduktion wird nicht nur das architektonische, sondern auch das gesellschaftliche Bild der Bundeshauptstadt anhand von Amateuraufnahmen gezeigt. Denn während das Filmen von privaten Ereignissen nicht nur Erinnerungen konserviert, zeigen sie zeitgleich auch eine Stadt, die man so heute nicht mehr kennt. R: Stefan Wolner
Von allen früheren Wiener Vorstädten lässt sich in Mariahilf vielleicht am besten das damalige Leben der Leute in Wien abseits des Zentrums verstehen. Der Bezirk war damals, wie auch zum Teil heute noch, ein grätzelartiges Biotop, in dem das kleinbürgerliche Leben pulsierte. Zahlreiche Hotels entlang der Mariahilferstrasse zeugten in Gumpendorf von der Zeit, als Fremde hier in Quarantäne mussten, damit sie sicher keine Krankheiten in die Innenstadt einschleppten. Geschäfte, Freizeitangebote, Unterhaltung, kleiner Strassenverkehr und eben auch Kultur prägten im 19. Jahrhundert das Ortsbild. Unter anderem ein Verein, der ein Vorstadttheater gegründet hat. Die Gumpendorfer beschlossen, hier das Raimund-Theater zu errichten, und schufen eine Bühne, die zu einer starbestückten Institution werden sollte und bis heute aus dem Wiener Musiktheaterbetrieb nicht wegzudenken ist. Regisseur Martin Vogg erzählt in dieser ORF III Erbe Österreich Neuproduktion die Geschichte dieses Bezirks und gibt ein möglichst plastisches Bild davon, wie das Leben der einfachen Menschen hier in früheren Epochen verlaufen ist, insbesondere am Ausgang der Monarchie.
Es ist einer der letzten Urwälder Europas und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich: das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich. In Lunz am See hat ein neues Museum eröffnet, das sich als 'Haus der Wildnis' versteht und diesen einzigartigen Fleck Natur den Menschen vermitteln möchte. Dort setzt man auf moderne Technik und Virtuelle Realität um das erlebbar zu machen was streng geschützt werden muss, nämlich die Natur und die Tierwelt. Moderator Kari Hohenlohe taucht in dieser Folge von 'Aus dem Rahmen' ab in die Wildnis und ein in den Urwald Niederösterreichs.
Um 1900 entstehen in Wien die ersten Strassenfotografien, die nicht nur die Prominenz, sondern auch den Alltag der breiten Bevölkerung festhalten. Vieles wirkt dabei überraschend vertraut: Zahlreiche Orte der Stadt ähneln schon damals dem heutigen Wien. Die Menschen jedoch unterscheiden sich in Mode, Berufswelt und Wertevorstellungen deutlich von uns. Diese faszinierende Zeitreise führt die neue Erbe Österreich-Produktion in das Wien der ersten Foto- und Filmpioniere zurück und präsentiert Aufnahmen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren. Ausgehend von historischen Bildern spannt der Film einen stadtgeschichtlichen Bogen – von der Zeit vor der Ringstrasse, als die Stadtmauern noch standen, bis zur letzten Blüte der k. u. k. Monarchie und darüber hinaus. Im Fokus stehen die grossen Umbrüche im Stadtverkehr, der Wandel der Mode, ausgestorbene Berufe und der Alltag der Wienerinnen und Wiener um 1900, der stark von Klassenbewusstsein geprägt war. Der Film besucht bekannte Schauplätze vom historischen Zentrum bis in die Aussenbezirke und lässt das aussergewöhnliche Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen.
Das Filmen mit dem mobilen Telefon ist heute nicht mehr wegzudenken. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war das Erzeugen von Bewegtbildern jedoch noch eine Sensation. Nicht mehr viele Menschen können sich daran erinnern, wie der Stephansplatz und die Kärntnerstrasse stark befahrene Verkehrsflächen waren. Oder daran, wie der Blick nach Transdanubien ausgesehen hat, bevor die Donauinsel errichtet wurde. Aber auch die Eroberung der Gesellschaft durch Konsumgüter hat ihre Spuren hinterlassen. Etwa durch Werbung und Ausstellungen von grossen Marken in der Messe Wien in den 1960er Jahren. In dieser 'Erbe Österreich'-Neuproduktion wird nicht nur das architektonische, sondern auch das gesellschaftliche Bild der Bundeshauptstadt anhand von Amateuraufnahmen gezeigt. Denn während das Filmen von privaten Ereignissen nicht nur Erinnerungen konserviert, zeigen sie zeitgleich auch eine Stadt, die man so heute nicht mehr kennt. R: Stefan Wolner
Von allen früheren Wiener Vorstädten lässt sich in Mariahilf vielleicht am besten das damalige Leben der Leute in Wien abseits des Zentrums verstehen. Der Bezirk war damals, wie auch zum Teil heute noch, ein grätzelartiges Biotop, in dem das kleinbürgerliche Leben pulsierte. Zahlreiche Hotels entlang der Mariahilferstrasse zeugten in Gumpendorf von der Zeit, als Fremde hier in Quarantäne mussten, damit sie sicher keine Krankheiten in die Innenstadt einschleppten. Geschäfte, Freizeitangebote, Unterhaltung, kleiner Strassenverkehr und eben auch Kultur prägten im 19. Jahrhundert das Ortsbild. Unter anderem ein Verein, der ein Vorstadttheater gegründet hat. Die Gumpendorfer beschlossen, hier das Raimund-Theater zu errichten, und schufen eine Bühne, die zu einer starbestückten Institution werden sollte und bis heute aus dem Wiener Musiktheaterbetrieb nicht wegzudenken ist. Regisseur Martin Vogg erzählt in dieser ORF III Erbe Österreich Neuproduktion die Geschichte dieses Bezirks und gibt ein möglichst plastisches Bild davon, wie das Leben der einfachen Menschen hier in früheren Epochen verlaufen ist, insbesondere am Ausgang der Monarchie.
Es ist einer der letzten Urwälder Europas und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich: das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich. In Lunz am See hat ein neues Museum eröffnet, das sich als 'Haus der Wildnis' versteht und diesen einzigartigen Fleck Natur den Menschen vermitteln möchte. Dort setzt man auf moderne Technik und Virtuelle Realität um das erlebbar zu machen was streng geschützt werden muss, nämlich die Natur und die Tierwelt. Moderator Kari Hohenlohe taucht in dieser Folge von 'Aus dem Rahmen' ab in die Wildnis und ein in den Urwald Niederösterreichs.
Um 1900 entstehen in Wien die ersten Strassenfotografien, die nicht nur die Prominenz, sondern auch den Alltag der breiten Bevölkerung festhalten. Vieles wirkt dabei überraschend vertraut: Zahlreiche Orte der Stadt ähneln schon damals dem heutigen Wien. Die Menschen jedoch unterscheiden sich in Mode, Berufswelt und Wertevorstellungen deutlich von uns. Diese faszinierende Zeitreise führt die neue Erbe Österreich-Produktion in das Wien der ersten Foto- und Filmpioniere zurück und präsentiert Aufnahmen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren. Ausgehend von historischen Bildern spannt der Film einen stadtgeschichtlichen Bogen – von der Zeit vor der Ringstrasse, als die Stadtmauern noch standen, bis zur letzten Blüte der k. u. k. Monarchie und darüber hinaus. Im Fokus stehen die grossen Umbrüche im Stadtverkehr, der Wandel der Mode, ausgestorbene Berufe und der Alltag der Wienerinnen und Wiener um 1900, der stark von Klassenbewusstsein geprägt war. Der Film besucht bekannte Schauplätze vom historischen Zentrum bis in die Aussenbezirke und lässt das aussergewöhnliche Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen.
Das Filmen mit dem mobilen Telefon ist heute nicht mehr wegzudenken. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war das Erzeugen von Bewegtbildern jedoch noch eine Sensation. Nicht mehr viele Menschen können sich daran erinnern, wie der Stephansplatz und die Kärntnerstrasse stark befahrene Verkehrsflächen waren. Oder daran, wie der Blick nach Transdanubien ausgesehen hat, bevor die Donauinsel errichtet wurde. Aber auch die Eroberung der Gesellschaft durch Konsumgüter hat ihre Spuren hinterlassen. Etwa durch Werbung und Ausstellungen von grossen Marken in der Messe Wien in den 1960er Jahren. In dieser 'Erbe Österreich'-Neuproduktion wird nicht nur das architektonische, sondern auch das gesellschaftliche Bild der Bundeshauptstadt anhand von Amateuraufnahmen gezeigt. Denn während das Filmen von privaten Ereignissen nicht nur Erinnerungen konserviert, zeigen sie zeitgleich auch eine Stadt, die man so heute nicht mehr kennt. R: Stefan Wolner
Von allen früheren Wiener Vorstädten lässt sich in Mariahilf vielleicht am besten das damalige Leben der Leute in Wien abseits des Zentrums verstehen. Der Bezirk war damals, wie auch zum Teil heute noch, ein grätzelartiges Biotop, in dem das kleinbürgerliche Leben pulsierte. Zahlreiche Hotels entlang der Mariahilferstrasse zeugten in Gumpendorf von der Zeit, als Fremde hier in Quarantäne mussten, damit sie sicher keine Krankheiten in die Innenstadt einschleppten. Geschäfte, Freizeitangebote, Unterhaltung, kleiner Strassenverkehr und eben auch Kultur prägten im 19. Jahrhundert das Ortsbild. Unter anderem ein Verein, der ein Vorstadttheater gegründet hat. Die Gumpendorfer beschlossen, hier das Raimund-Theater zu errichten, und schufen eine Bühne, die zu einer starbestückten Institution werden sollte und bis heute aus dem Wiener Musiktheaterbetrieb nicht wegzudenken ist. Regisseur Martin Vogg erzählt in dieser ORF III Erbe Österreich Neuproduktion die Geschichte dieses Bezirks und gibt ein möglichst plastisches Bild davon, wie das Leben der einfachen Menschen hier in früheren Epochen verlaufen ist, insbesondere am Ausgang der Monarchie.
Es ist einer der letzten Urwälder Europas und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich: das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal in Niederösterreich. In Lunz am See hat ein neues Museum eröffnet, das sich als 'Haus der Wildnis' versteht und diesen einzigartigen Fleck Natur den Menschen vermitteln möchte. Dort setzt man auf moderne Technik und Virtuelle Realität um das erlebbar zu machen was streng geschützt werden muss, nämlich die Natur und die Tierwelt. Moderator Kari Hohenlohe taucht in dieser Folge von 'Aus dem Rahmen' ab in die Wildnis und ein in den Urwald Niederösterreichs.
Um 1900 entstehen in Wien die ersten Strassenfotografien, die nicht nur die Prominenz, sondern auch den Alltag der breiten Bevölkerung festhalten. Vieles wirkt dabei überraschend vertraut: Zahlreiche Orte der Stadt ähneln schon damals dem heutigen Wien. Die Menschen jedoch unterscheiden sich in Mode, Berufswelt und Wertevorstellungen deutlich von uns. Diese faszinierende Zeitreise führt die neue Erbe Österreich-Produktion in das Wien der ersten Foto- und Filmpioniere zurück und präsentiert Aufnahmen, die so noch nie im Fernsehen zu sehen waren. Ausgehend von historischen Bildern spannt der Film einen stadtgeschichtlichen Bogen – von der Zeit vor der Ringstrasse, als die Stadtmauern noch standen, bis zur letzten Blüte der k. u. k. Monarchie und darüber hinaus. Im Fokus stehen die grossen Umbrüche im Stadtverkehr, der Wandel der Mode, ausgestorbene Berufe und der Alltag der Wienerinnen und Wiener um 1900, der stark von Klassenbewusstsein geprägt war. Der Film besucht bekannte Schauplätze vom historischen Zentrum bis in die Aussenbezirke und lässt das aussergewöhnliche Bildmaterial von Expertinnen und Experten einordnen.
Im Nordwesten des Vereinten Königreichs liegt die Inselkette der Äusseren Hebriden. Vor dem schottischen Festland liegen die Inseln Lewis und Harris, South und North Uist sowie die kleine Insel Barra. Die Inseln bieten Extreme: sturmumtoste Felsküsten und Traumstrände mit türkisblauem Wasser. Wer die Äusseren Hebriden Richtung Westen per Boot verlässt, stösst auf die Inselgruppe St. Kilda. Die Inseln waren bis in die 1930er Jahre besiedelt. Jeden Sommer kommen Freiwillige, um die Ruinen des verlassenen Dorfs wieder aufzubauen. St. Kilda hat einen seltenen Doppelstatus als UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe und beheimatet über eine Million Zugvögel, die auf gewaltigen Klippen nisten. Die Landschaft der Äusseren Hebriden ist karg und baumlos. Steve Liddle arbeitet daran, die Inseln wieder zu bewalden. Zwischen Traumstränden und Mondlandschaften begibt sich der Fotograf John Maher auf die Suche nach verlassenen Häusern und Anwesen. Hier wird sogar noch Torf per Hand gestochen. Auch die Queen schätzt die Ursprünglichkeit: Die Äusseren Hebriden sind ein beliebtes Urlaubsziel der königlichen Familie.
Im zweiten Teil der Reise mit Karl Ploberger in den südlichsten Teil der Europäischen Union, auf die Insel La Réunion im Indischen Ozean, sehen wir uns das Klima näher an. Hier wurde der Weltrekord von 15.000 Litern pro Quadratmeter Regen gemessen. Das feuchtwarme Klima ist für die tropische Pflanzenwelt ideal. Besonders eindrucksvoll sind auf La Réunion die oft Hunderte Meter langen Wasserfälle im Sommer, wenn die Flüsse gut gespeist sind. Karl besucht Reine Claude Gonthier, in deren privatem Garten viele endemische, aber auch exotische Pflanzen angebaut und gepflegt werden. Auch einen alten Heilkräutergarten kann man hier finden, seltene Iris, viele Orchideen und üppige Kletterpflanzen. Im Süden der Insel in Saint-Philippe trifft Karl Ploberger im 'Garten des Röstkaffees' auf Laurence Luspot, die ihm einiges über die Historie des Kaffee-Anbaus hier auf La Réunion berichten kann. Sehr angetan war der Biogärtner auch von der Krankenstation für Meeresschildkröten, wo Tiere, die durch Schiffe oder Netze verletzt wurden, wieder gesund gepflegt werden.
Rund 1,5 Millionen Euro haben die Österreicher für die Rettung eines der artenreichsten Regenwälder gespendet: des Bosque Esquinas im Südosten von Costa Rica. Doch nur die wenigsten haben Gelegenheit, diese Naturschönheit mit eigenen Augen zu bewundern. UNIVERSUM führt in die verborgenen Welten des Regenwaldes der Österreicher und zeigt in beeindruckenden Bildern das faszinierende Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren und die aufregende tägliche Arbeit der Biologen und Botaniker. Es sind zahlreiche Wunder der Natur, die den Wald zu dem machen, was er ist: eine ungemein komplexe Welt, in der jeder Millimeter bewohnt, bewachsen und genutzt ist. Ein Film von Barbara Puskás Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Dieser vielfach ausgezeichnete Naturfilm eröffnet spektakuläre Einblicke in die Wildnis Kubas. In stockdunklen Höhlen lauern Boas Fledermäusen auf, und über Havannas legendärer Altstadt kreisen Geier im Aufwind. Bienenkolibris – die kleinsten der Welt – legen Eier, nicht grösser als Kaffee-Bohnen, und Myriaden Landkrabben wandern jedes Jahr in Richtung Schweinebucht, um ihre Eier dem Meer anzuvertrauen. Kubas einzigartige Tierwelt – mit 50 % endemischen Arten – hat von Fidel Castros Revolution profitiert, weil die Insel 50 Jahre lang praktisch unverändert geblieben ist. Noch graben hier Meeresschildkröten unbehelligt ihre Gelege in den Sandstrand, noch sind die Korallenbänke voller Leben, und im Brackwasser der Dolinen atmen Knochenhechte Luft, ohne zu ahnen, wie bemerkenswert das ist. Kuba ist ein grünes Juwel im azurblauen Wasser der Karibik – und für die Natur ein Grund zur Hoffnung. Regie: John Murray
Kaum ein Ort weltweit steht so sehr für paradiesische Landschaften wie Hawaii. Die Dokumentation stellt Menschen vor, die sich hingebungsvoll für diese einmalige Flora und Fauna einsetzen. 'Hawaiis versteckte Paradiese' unternimmt eine Reise in unterschiedliche Regionen des pazifischen Inselreiches, von den sattgrünen Schluchten auf Kauai, zu den mächtigen Vulkanen auf Big Island bis hin zu kristallklaren Küstengewässern auf Cahu.
Auch 2025 verstärkt 'ORF III AKTUELL am Nachmittag' jeweils montags und mittwochs um 16.00 Uhr die bereits etablierte Infoleiste von ORF III. Mit vertiefenden Analysen, spannenden Diskussionen und fundierter Berichterstattung begleitet die Sendung die politischen Entwicklungen in & um Österreich. Eine breite Palette an Hintergrundberichten, Meinungen von Expertinnen und Experten bzw. Live-Interviews geben einen umfassenden Überblick über die relevanten Geschehnisse im In- und Ausland.
Vom Nutzen der Schönheit heisst die 158. Sendung Klingendes Österreich und ihre Schauplätze befinden sich ausnahmslos in den Hohen Tauern, deren grösster Teil Nationalparkgebiet ist. Die Sendung beginnt im Felber- und Amertal in Mittersill, setzt sich auf der Tauernsüdseite in Osttirol fort, um wieder über die Gipfel der Granatspitzgruppe in das Pinzgauer Stubachtal zurückzukehren. Das grosse Scheelitbergwerk, eine bedeutende Hochspannungsleitung und die Erdölader zwischen Triest und Ingolstadt lassen im Naturfreund wenig Hoffnung auf Schönheit aufkommen. Unser Ehrgeiz besteht jedoch darin, das Gegenteil zu beweisen. Wer bezweifelt heutzutage beispielsweise die landschaftsfreundliche Trasse der Felbertauernstrasse oder die bauliche Ästhetik der Staumauern von Tauernmoos und Kaprun. Ganz zu schweigen von den menschlichen Wunderwerken im Inneren der Berge. Die Burgen Weissenstein und Kaprun bilden gewissermassen die Grenzsteine der nützlichen Schönheit. Die Krönung derselben obliegt der Grossglockner Hochalpenstrasse, welche für alle den höchsten Berg Österreichs erreichbar und zum Erlebnis macht.
Die Aschinger Alm und der Haflinger Fohlenhof in Ebbs, der geschichtsreiche Gasthof Sebi in Niederndorf, das Passionsspielhaus in Erl sowie das Nagelschmiedmuseum der Familie Kitzbichler sind die Schauplätze im Tiroler Teil dieser 164. Sendung Klingendes Österreich. In Erl trifft Sepp Forcher Maestro Gustav Kuhn, der im Jahr 1997 im Passionsspielhaus die erfolgreichen Tiroler Festpiele ins Leben gerufen hat. Im benachbarten Bayern besucht das 'Klingende Österreich' den Markt Neubeuern, Fischbachau mit dem romantischen Birkenstein, das alljährlich von unzähligen Wallfahrern besucht wird, die Almlandschaft des Sudelfelds und als eindrucksvollen Höhepunkt den aussichtsreichen Wendelstein. Es ist ein friedvoller Erdenfleck abseits vom Lärm und Gedröhn der grossen Verkehrswege, beschützt vom Zahmen Kaiser und den Bergen der bayrischen Voralpen. Somit der ideale Rahmen für Musik und Gesang aus Tirol und Bayern.
In dieser Best-of-Folge von 'Grubers Experimentalküche' dreht sich alles um die Highlights – oder wie Gruber sagen würde: die köstlichsten 'Schmankerl' aus den bisherigen Sendungsfolgen! Der furchtlose Physiker und leidenschaftliche Koch Werner Gruber nimmt uns mit auf eine explosive Reise durch seine spannendsten Experimente und leckersten Rezepte. Von selbstgebauten Raketen, die uns fast ins All katapultieren, bis hin zu den Geheimnissen des perfekten Preiselbeer-Eises – hergestellt mit flüssigem Stickstoff für die cremigste Konsistenz des Universums! Gruber erklärt dabei auch den mysteriösen Leidenfrost-Effekt und zeigt, warum der nichts mit Leiden zu tun hat, aber alles mit cooler Physik. Mit einem Augenzwinkern verrät er, warum es vor allem an Tankstellen klug ist, nicht zur Zigarette zu greifen, und zeigt, wie man Wolken kreiert, die in ihrer Dramatik der Natur weit überlegen sind. Obendrein beweist Feinspitz Gruber, dass selbst Astronauten im All, ihre Mahlzeit, konkret Würstel, durchaus warm geniessen könnten – die nötige Prise Humor vorausgesetzt. Und wenn's in der Küche mal brenzlig wird: Keine Sorge, auch beim Fettbrand behält Gruber den Kochlöffel fest in der Hand. Mit viel Humor und wissenschaftlicher Raffinesse beantwortet er Fragen, die Sie sich vielleicht nie gestellt haben – aber unbedingt wissen wollten. Zum krönenden Abschluss der Folge gibt es eine Reihe von Hoppalas aus den Dreharbeiten, denn wenn ein furchtloser Wissenschafter wie Werner Gruber den Kochlöffel schwenkt, geht natürlich jede Menge schief!
Max Stiegl lässt sich nicht gern einschränken – und genau das macht ihn zu einem der spannendsten Köche Österreichs. Er verkocht alles, was ihm im Burgenland unterkommt: das köstliche Gemüse des Seewinkels, edles Wildgeflügel vom Leithaberg, die Fische des Neusiedler Sees und, wenn es sich ergibt, auch einmal Pferdekopf und Schilfrohr. Diese kompromisslose Haltung, gepaart mit seiner konsequenten Nose-to-Tail-Philosophie, hat ihm unter anderem einen Michelin-Stern und den Titel 'Koch des Jahres' eingebracht. In Werners Experimentalküche kocht Stiegl einen Klassiker nach dem anderen – von Frittatensuppe über Schweinsbraten mit knuspriger Kruste bis hin zu Crêpe Suzette auf österreichische Art. Gemeinsam mit dem Physiker Werner Gruber wird dabei nicht nur gekocht, sondern auch geforscht: Mit Begeisterung erklärt er die physikalischen Prozesse hinter Bräune, Aroma und Konsistenz, während Stiegl zeigt, wie sich Wissenschaft und Handwerk auf genussvollste Weise verbinden lassen. Das Ergebnis ist eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Mischung aus Aha-Momenten, Humor und einer ordentlichen Prise augenzwinkernder Kochkunst.
Eigenmarken wie 'Billa Bio', 'Natur pur' oder 'Clever' sind ganz vorne beim täglichen Einkauf von vielen – doch halten sie, was sie versprechen? Susi Preissl ist für diese Themenmontag-Neuproduktion in den heimischen Supermärkten unterwegs und nimmt Eigenmarkenprodukte unter die Lupe. Unter anderem begleitet sie dabei Markendetektiv Stephan Duphold, der zeigt, wie weit man die Herkunft der einzelnen Produkte nachvollziehen kann – meistens nämlich kaum. Gestalter Manuel Obermaier begibt sich auf eine Recherchereise in ein afrikanisches Herstellerland, wo ein Eigenmarktprodukt hergestellt wird – wie sieht es hier mit den Ansprüchen von Bio und Fair aus? Der Film erklärt, warum Eigenmarken oft billiger sind als die entsprechenden Originalmarken und wie die grossen Supermarktketten ihre ohnehin schon beträchtliche Marktmacht damit weiter ausbauen.
Das wochentägliche Kulturmagazin 'Kultur Heute' präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages – von Hochkultur bis Subkultur.
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Mit den warmen Temperaturen beginnt auch wieder die Zeckensaison. Die kleinen Parasiten können beim Stich gefährliche Krankheitserreger übertragen, beispielsweise die Gehirnhautentzündung FSME. Österreich zählt zu den Risikogebieten für FSME, weshalb die Zeckenschutzimpfung besonders empfohlen wird. Doch wer sollte sich gegen FSME impfen lassen? Wie oft ist eine Auffrischung notwendig? Und wie gut schützt die Impfung tatsächlich? Siegfried Meryn beantwortet Ihre Fragen gemeinsam mit dem Impfexperten Norbert Nowotny, Virologe, Veterinärmedizinische Universität Wien, in Meryn am Montag. Schicken Sie uns Ihre Fragen per Mail an medizin@orf.at oder telefonisch unter +43/1/87878-25614.
Am Anfang dieser Ausgabe von 'Klingendes Österreich' steht das prachtvolle Schloss Porcia mitten in der Stadt Spittal. Unsere volksmusikalische Wanderung führt unter anderem weiter in das Tal des Kreuzenbaches zum ehemaligen Gewerkenschloss Kreuzen und schliesslich zum Ostufer des Weissensees. In der talbeherrschenden Bichlkirche in Stockenboi erzählt Sepp Forcher von der Entstehung der eindrucksvollen evangelischen Kirche. Danach nähert sich das 'Klingende Österreich' dem Hauptziel, dem Goldeck. Nach einem Zwischenhalt mit dem JUGENDENSEMBLE LA-MO bei der urigen Mähderhütte geht es hinauf zum Gipfel und zur Verabschiedung, welche von der BLECHBLAS klanglich verschönt wird.
'ORF III AKTUELL am Nachmittag'verstärkt jeweils montags und mittwochs um 16.00 Uhr die bereits etablierte Infoleiste von ORF III. Mit vertiefenden Analysen, spannenden Diskussionen und fundierter Berichterstattung begleitet die Sendung die politischen Entwicklungen in & um Österreich. Eine breite Palette an Hintergrundberichten, Meinungen von Expertinnen und Experten bzw. Live-Interviews geben einen umfassenden Überblick über die relevanten Geschehnisse im In- und Ausland.
Sri Lanka feiert seine Wiedergeburt nach dem langen Bürgerkrieg. Beim jährlichen Perahera-Fest in Kataragama spiegelt sich die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in den Gesichtern der Pilger. * Kataragama ist das multi-religiöse Zentrum der Insel. Hier feiern Buddhisten, Hindus und Muslime gemeinsam die wichtigste Schutzgottheit des Landes. Hunderttausende Pilger demonstrieren, dass Versöhnung, soziale Integration und gegenseitiger Respekt möglich sind. * Kein Bollywood Regisseur könnte diese Inszenierung schlagen. Vor dem palastartigen Sri Dalada Maligawa – dem sogenannten 'Zahntempel' von Kandy – warten die heiligen Elefanten auf den Beginn der festlichen Prozession. Allabendlich wird die heiligste Reliquie des Landes – oder wenigstens ihre Aufbewahrungshülle – durch die Strassen getragen. Das farbenprächtige Spektakel erinnert die sri-lankische Bevölkerung an die alte Zeit des Königtums und die Ursprünge des Buddhismus, die Touristen werden in die Traumwelten der fernöstlichen Exotik entführt. Während der zwei-wöchigen Perahera steht die alte Königsstadt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In ihrem Schatten findet zeitgleich die Perahera von Kataragama statt. Hierher verschlägt es nur wenige Touristen. Aber für hunderttausende Pilger bedeutet Kataragama das spirituelle Zentrum des Landes. Sie kommen zu Ehren der wichtigsten Schutzgottheit des Landes: Kataragama. Buddhisten und Hindus verehren ihn unter verschiedenen Namen und unterschiedlichen Identitäten. Das hält sie aber nicht davon ab, das Pilgerfest gemeinsam zu feiern. Selbst während des Bürgerkrieges bis zum Jahr 2009 trafen sich hier Pilger der unterschiedlichen Konfessionen und Ethnien. Damit waren sie damals schon eine Art Gegenwelt zum politisch aufgeheizten Konflikt. In der Gegenwart sind sie ein weithin leuchtendes Beispiel dafür, dass Vielfalt, Toleranz und gegenseitige Anerkennung möglich sind. An keinem Ort ist die Hoffnung auf dauerhaften Frieden allgegenwärtiger als in Kataragama – dem multi-religiösen Zentrum der Insel. Wenn in der Moschee von Kataragama, im Beisein hunderter hinduistischer und muslimischer Pilger, des buddhistischen Klerus, hochrangiger Vertreter von Staat, Militär und Religionsgemeinschaften das Festival feierlich eröffnet wird, ist das ein starkes Zeichen für den neuen Stellenwert von kultureller Vielfalt in Sri Lanka. Diversität steht wieder hoch im Kurs, offenbar nicht nur bei der Schutzgottheit Kataragama, die seit Menschengedenken soziale Gleichheit und Respekt überwacht. Im Inselstaat ist der wiedergewonnene Optimismus allerorts spürbar. Er zeigt sich im Alltag ebenso wie bei der allgegenwärtigen Bautätigkeit und den stark steigenden Tourismuszahlen. Viele kommen nicht nur wegen der Kulturschätze oder der beeindruckenden Natur mit Leoparden und Elefanten als Hauptdarstellern, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre im vielfältigen 'Land des Lächelns'. Kataragama hat dafür beinahe schon Modellcharakter, vielleicht sogar über die Landesgrenzen Sri Lankas hinaus. Eine Dokumentation von Werner Zips
Ile Bourbon: Den alten Namen der Insel kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes am Gaumen zergehen lassen. Der südlichste Teil der Europäischen Union im Indischen Ozean ist das Ziel einer ganz aussergewöhnlichen Dokumentation, die Biogärtner Karl Ploberger unternimmt. Die Idee dafür entstand durch Zufall: Die Tochter des Biogärtners hat dieses kleine Eiland als Ziel ihres Auslandssemesters gewählt und die herrlichsten Fotos nach Hause geschickt. So entstand die Idee, eine Reise abseits der üblichen Routen in die vermutlich kräftigste Melange von Kulturen verschiedener Kontinente, artenreicher Flora und Fauna, sowie geologischer Formationen zu unternehmen. Der Biogärtner besucht private Gärten, erkundet die eindrucksvollen Naturlandschaften, wie die Lavakrater, die herrlichen Küsten und berichtet über viele interessante Details zu den vielen tropischen Früchten, die auf diesem Stück Europäischer Union gedeihen.
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Ein erfolgreiches Kulturprojekt geht in die nächste Runde: Rafael Fingerlos spürt bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden erneut den Verbindungen zwischen Klassik und Volksmusik nach. Nach einer Idee von Franz Welser-Möst vereint das stimmungsvolle 'Wurzeln'-Konzert berühmte Komponisten wie Schubert und Brahms mit Volksliedern, kreativen Arrangements und neuen Kompositionen. Rafael Fingerlos, das Ensemble Tschejefem und Sascha El Mouissi bringen all das mit lebendigem Musizieren auf die Bühne. Dazu liest Kammerschauspieler Michael Dangl Texte – und schlüpft dabei auch in die Schuhe der gespielten Komponisten. TV-Premiere
Es ist perfekt. Liebe auf den ersten Blick. Anna und Max sind Gegensätze, die sich anziehen. Allerdings nicht lange, denn auf den zweiten Blick passen sie eigentlich gar nicht zusammen. Ein paar Jahre später funkt es dafür umso heftiger. Und wieder folgt eine harte Landung in der Wirklichkeit. Es geht sich einfach nicht aus zwischen den Beiden. Zwölf Jahre lang geht das so. Bis Anna beschliesst einen anderen zu heiraten und Max scheinbar irrtümlich zur Hochzeit nach Venedig eingeladen wird.
Cast
Florian David Fitz, Stefanie Dvorak, Johann von Bülow, Aglaia Szyszkowitz, Maresa Hörbiger, Philippe Brenninkmeyer, Ursula Strauss
Bibiana Zeller in einer Glanzrolle im Komödien-Klassiker von Ulli und Xaver Schwarzenberger. Die Seebergs sind eine glückliche Familie – bis Melanies Mutter einzieht. Die Bosheit der alten Dame stürzt das ehemals traute Heim in Chaos und Zwietracht. Als die 'Zuckeroma' sogar ihren duldsamen Schwiegersohn in die Flucht schlägt, greift Melanie zu extremen Massnahmen, um ihre heile Welt zurück zu bekommen. Buch: Ulli Schwarzenberger
Cast
Bibiana Zeller, Aglaia Szyszkowitz, Karl Markovics, Nora Heschl, Matthias Franz Stein, Eugen Stark, Ingrid Burkhard
Tirol und Bayern sind in Aufruhr. Braunbär Bruno geht um. Tierschützerin Linde reist an, um Brunos Abschuss zu verhindern. Zoodirektor Konrad verfolgt Bruno um ihn seiner brunftigen Bärin Cilli zuzuführen und seinen Zoo vor dem Bankrott zu bewahren. Bärenjäger Hubert soll Bruno fangen um ihn nach Italien abzuschieben. Finnische Bärenhunde, die Jägerschaft von Tirol und Bayern, Politik und Medien beiderseits der Grenze – alle wollen Bruno. 88:24
Cast
Harald Krassnitzer, Fritz Karl, Nadeshda Brennicke, Erwin Steinhauer, Johannes Nikolussi, Eisi Gulp, Franz Kriege
Mozarts Singspiel Die Entführung aus dem Serail in einer Produktion des Lech Classic Festivals mit Jennifer O'Loughlin als Konstanze, Florina Ille als Blondchen, Pavel Kolgatin als Belmonte, John Heuzenroeder als Pedrillio und Levente Páll als Osmin. Durch die Handlung führt Schauspieler Joseph Lorenz und das Lech Festival Orchester spielt unter der musikalischen Leitung von Tetsuro Ban.
Dem radioaktiven Fallout nach dem Atomkraftwerksunfall von Tschernobyl können die Menschen in der Nordukraine nicht entgehen. Im Juni 1986 gesteht die Regierung in Moskau die Niederlage gegen die Strahlung ein und lässt eine Sperrzone errichten. 130.000 Menschen verlieren ihre Heimat und werden umgesiedelt. Im Sommer 1986 wagt Nikolai Steinberg ein gefährliches Experiment an einem der Reaktoren von Tschernobyl – er will endlich nachweisen, dass der RBMK aufgrund seiner Konstruktion zur Ursache für den Unfall geworden ist. Moskau aber hält weiter an der Theorie fest, das Kraftwerkspersonal trage allein die Schuld an der Katastrophe. Während die Sowjet-Regierung der Welt die Wahrheit weiter vorenthält, wird den vermeintlich Schuldigen von Tschernobyl der Prozess gemacht. Erst vier Jahre nach dem Reaktorunfall kann Nikolai Steinberg die ganze Wahrheit über den einstigen sowjetischen Vorzeigereaktor RBMK öffentlich machen – doch seine Erkenntnisse gehen in den Wirren der zusammenbrechenden Sowjetunion unter.
Episodenummer
4
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Maria Protsenko, Oleksiy Breus, Sergei Volodin, Anna Veronika Wendland, Natasha Protsenko
Selbst nach Entdeckung einer radioaktiven Wolke über Schweden ausgehend von Tschernobyl schweigt Moskau. Spezialisten vor Ort wagen nicht, die Evakuierung Prypjats zu beschliessen. Erst 36 Stunden nach der Katastrophe wird die verstrahlte Stadt evakuiert. Die Wucht der Explosion hat den sowjetischen RBMK-Superreaktor in Tschernobyl komplett zerstört. Die Reaktor-Bodenplatte, 2000 Tonnen schwer, hat es aus der Verankerung gerissen: Jetzt liegen mehr als 200 Tonnen Uran-Brennstoff und über 1800 Tonnen weissglühenden Grafits frei. Radioaktive Partikel steigen durch Hitze hoch in den Himmel und verstrahlen grosse Teile Europas. Der erste offene Atomreaktor der Welt ist eine Gefahr für die Menschheit – und eine Gefahr für das ganze politische System. Als die Sowjetunion den 1. Mai mit riesigen Paraden feiert, ahnen ihre Bürger nicht, was im ukrainischen Tschernobyl geschehen ist. Vor Ort kämpft das Kraftwerkspersonal gegen die Folgen der Katastrophe. Trotz Zerstörung und Todesgefahr verlässt keiner seinen Posten. Helikopterpilot Sergej Wolodin ist am Morgen des 26. April 1986 der Erste, der den explodierten Reaktor überfliegt. Er misst tödliche Strahlungsdosen. Doch das muss geheim bleiben. Der Atomingenieur Oleksij Breus versucht am Unglücksort, den havarierten Reaktor zu kühlen. Boris Stoljartschuk wird nach Moskau in eine Spezialklinik für Strahlenopfer gebracht, wo die ersten Männer der Katastrophennacht sterben – darunter der Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Er steuerte den Reaktor in der Unglücksnacht.
Episodenummer
3
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Anna Veronika Wendland, Valery Yevtushenko, Maria Protsenko, Sergio Plohkii, Natasha Protsenko
Überlebende wie der Atomingenieur Boris Stoljartschuk schildern die Ereignisse der Unglücksnacht von Tschernobyl. Der damals 26-Jährige erlebt die Explosionen auf Block 4 und ist sich sicher, dass er die Nacht nicht überleben wird. Am nächsten Morgen ist die Welt eine andere. Der junge Arzt Alexander Bugar wird am 26. April 1986 frühmorgens ins Krankenhaus von Prypjat gerufen, um die akuten Strahlen- und Brandverletzungen der ersten Opfer aus dem Atomkraftwerk zu behandeln. Der Atomingenieur Oleksij Breus trifft an diesem Tag zum letzten Mal seinen Freund, den Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Der junge Mann, der den Sicherheitstest in Block 4 mit durchführt, wird den Unfall nicht überleben. Der Atomingenieur Nikolai Steinberg – der Mann, der Tschernobyl mit aufgebaut hat – hört am Morgen des 26. April gut 1000 Kilometer von Tschernobyl entfernt Gerüchte über einen nuklearen Unfall. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Geheimhaltungssystem der Sowjetunion bereits in Aktion getreten. Die Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB schotten die Stadt komplett ab. Die Wahrheit über das, was im nordukrainischen Atomkraftwerk wirklich passiert ist, soll vertuscht werden.
Episodenummer
2
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Sonja D. Schmid, Boris Stolyarchuk, Anna Veronika Wendland, Sergio Plohkii, Maria Protsenko
Was ist wirklich passiert? Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde. Seit 1971 arbeitet der junge Atomingenieur Nikolai Steinberg auf der gigantischen Baustelle des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Im Studium in Moskau hat er erstmals von dem geheimen Reaktor RBMK erfahren, der die Wirtschaft der Sowjetunion mit Energie versorgen soll. Im Nirgendwo baut die Sowjetunion ein Paradies für Atomingenieure und deren Familien. Es entstehen das Atomkraftwerk Tschernobyl mit vier Reaktorblöcken und die ukrainische Stadt Prypjat. Es ist eine Stadt vom Reissbrett für die 'Atomschtschiki', jene Atom-Technikerinnen und Techniker, die im und um das Atomkraftwerk arbeiten und leben. Die junge Stadtplanerin Maria Protsenko wird Chefarchitektin der Stadt. Die Atomstadt Prypjat ist für die neu ankommenden Sowjetbürger ein Paradies: Es gibt Schulen, Schwimmbäder, Kindergärten, Kultur- und Einkaufszentren. Alles scheint in bester Ordnung. Wie könnte an einem so schönen Ort jemals etwas Schreckliches passieren?
Episodenummer
1
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Sergio Plohkii, Anna Veronika Wendland, Sonja D. Schmid, Maria Protsenko, Natasha Protsenko
Die Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986 gingen weit über die Grenzen der damaligen Sowjetunion hinaus. In Österreich übertönt der mediale Trubel um Arnold Schwarzeneggers internationaler Traumhochzeit und Kurt Waldheims Wahlkampf um die Bundespräsidentschaft zunächst die dunklen Nachrichten. Erst einige Tage nach dem Unglück sickern die Neuigkeiten über die atomare Wolke durch: Doch die Berichte sind ungenau, widersprüchlich und lückenhaft. Als die UdSSR schliesslich westliche Länder um Hilfe bittet, wird deutlich, dass das Ausmass der Katastrophe viel grösser ist als gedacht. Dennoch sagt die Regierung der traditionelle Maiaufmarsch nicht ab – mit fatalen Folgen. Endlich wird eine Reihe von Massnahmen für die österreichische Bevölkerung implementiert. Doch nicht zuletzt aufgrund regionaler Unterschiede in den Regelungen, fehlender wissenschaftlicher Erklärung und politischer Antworten, wird den Menschen kaum verständlich, welche weitreichenden Auswirkungen die Strahlung wirklich haben kann. Ungewissheit und Chaos prägen die folgenden Wochen. Welche Konsequenzen hatte der Super-GAU tatsächlich für die Österreicherinnen und Österreicher? Die neue ORF-III-Dokumentation befragt österreichische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen aktuellen Blick auf die damalige Datenlage werfen. Fragen über die Energieversorgung Österreichs ziehen eine thematische Linie bis in die Gegenwart. Wie kann die Versorgung bei wachsendem Energiebedarf sicher und nachhaltig gestaltet werden?
Der Komödienklassiker von Ulli und Xaver Schwarzenberger Es hilft nichts. Poldis Cholesterinwerte haben endgültig die Schallmauer durchbrochen. Ausgerechnet seine Steffi, deren Kochkunst Schuld an allem ist, setzt ihn auf strenge Diät. Als Steffi und ihre beste Freundin Sophie dann noch beschliessen, gegen teures Geld exklusive Haubenmenüs in noble Haushalte zu zaubern stürzt Poldi endgültig in die Krise.
Cast
Marianne Mendt, Erwin Steinhauer, Gisela Schneeberger, Nora Heschl, Karl Markovics, Jeanette Hain, Wolfgang Gasser
Zwei Almsommer lang werden österreichische Bergbauernhöfe und deren Bewohner begleitet. Der Film taucht ein in eine wunderbare Welt von charakteristischen Tier- und Pflanzenarten, deren Vielfalt wir ohne die extensive Bewirtschaftung nicht erleben könnten – mit eindrucksvollen Bildern, in authentischen Lichtstimmungen, ohne die geringste Hektik. Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen
Die aktuelle 'Land der Berge'-Neuproduktion von Stefan Sternad führt in die Bergsteigerdörfer Osttirols. Es sind Orte, die für viele 'am Ende der Welt' liegen. Die Menschen hier sagen etwas anderes: 'Da hinten ist nicht Schluss. Da hinten geht es los.' Einheimische wie beispielsweise Theresa Gutwenger, die den elterlichen Hof in Villgraten übernommen hat, oder die zugezogene Tierärztin Valeska Roos lieben den Zusammenhalt im Osttiroler Tal und könnten sich nicht vorstellen wegzuziehen. Dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind, zeigen Menschen wie Ludwig Rainer, einer der letzten Bürstenbinder Österreichs. Die aktuelle Folge spannt den Bogen weiter nach Obertilliach und Kartitsch – zu Bauern, Wirten, Chronisten und einem Nachtwächter, dessen Ruf seit Jahrzehnten durch das Dorf hallt. Sie alle erzählen von einem Leben in einem anderen Rhythmus.
Tirol und die Berge: Urlaub in den Bergen, Wandern, Ruhe und die Abkehr von der Alltagshektik. Das ist die Philosophie der über 20 Bergsteigerdörfer in Österreich. Ein Bergsteigerdorf ist man nicht, man muss es sich schon verdienen. Ausschlaggebend ist der Schutz der Natur durch die Dorfgemeinschaft, abseits vom Massentourismus. Geprüft wird dies vom Alpenverein, der diese Auszeichnung auch verleiht. Meist an Orte mit einer langen Tradition im Alpintourismus. Sellraintal und Steinberg am Rofan sind zwei dieser Bergsteigerdörfer in Österreich. Diese 'Land der Berge'-Produktion schaut sich diesmal das Leben im Tiroler Sellrain und Rofan genauer an und lässt Einheimische zu Wort kommen, die diese Idee mit Begeisterung, aber auch mit allen Herausforderungen, leben..
Viele Ecken des Tiroler Karwendel-Gebirges sind nur in der schönen Jahreszeit zugänglich. Auf über 2.700 Meter Seehöhe führt der höchste Gipfel dieser Gebirgsgruppe. Wer hochalpines Sommergefühl sucht, ist hier genau richtig. Gestalter Dominik Walser besucht in dieser Heimat-Österreich-Neuproduktion typische Bewohnerinnen und Bewohner dieser beeindruckenden Region, etwa die Bäuerin Maria Gapp – ihr Gapphof ist seit 380 Jahren im Familienbesitz. In sechzehnstündigen Arbeitstagen bewirtschaftet sie das Gut im wesentlichen selbst, nur für die Heuernte holt sie sich etwas Unterstützung. Seppi Moser und seine ,Schönjocha' sind Volksmusikanten aus Leidenschaft. Sie verbindet die Liebe zur Musik, Heimat und Tradition. Gleichzeitig ist Musik für sie die beste Möglichkeit, dem schnellen, lauten Alltag zu entfliehen. Bergbauer Martin Rieser bringt seine Rinder jeden Sommer auf die Kaserstattalm hoch über dem Achensee. Damit es seinen Tieren gutgeht, ist ihm kein Aufwand zu gross. Schwenden, um zu vermeiden, dass die Almböden zuwuchern, regelmässige Salzgabe und vieles andere gehören zu den Pflichten eines engagierten Rinderzüchters.
Die grosse Oberösterreichische Landesausstellung 'Kohle und Dampf', die am 6 Mai in Ampflwang eröffnet wird, nimmt selbstverständlich den ersten Platz in der 140. Sendung 'Klingendes Österreich' ein. In beeindruckender Weise wird hier ein Rückblick auf den Braunkohlenbergbau im Hausruck und die Zeit der fauchenden Dampflokomotiven geboten. Sepp Forchers weiterer Weg führt über das vom Geschehen der Bauernkriege geprägte Haushamerfeld zum Freilichtmuseum Stehrerhof und weiter über Timelkam und Zell am Pettenfirst hinüber in das Traunviertel. Zum Abschluss der Sendung kehrt das 'Klingende Österreich' wieder zurück in den Hausruck. Vor dem Schloss Wolfsegg verabschiedet sich Sepp Forcher auf einem grandiosen Aussichtspunkt mit Blick vom Ötscher bis zum Untersberg.
Im äussersten Nordwesten von Wales liegt Anglesey in einem eher verschlafenen Eckchen des britischen Königreiches. Sanfte Küstenabschnitte, glasklares Wasser und fruchtbares Land prägen das Bild der Insel. Niemand wohnt oder arbeitet hier mehr als 25 Kilometer vom Wasser entfernt – so wie Surflehrerin Sian Sykes, die mit ihrem Board sogar schon Wales umrundet hat. Anglesey war bis vor einhundert Jahren noch vom Festland getrennt. Es hat sich deshalb viele Traditionen erhalten. 70 Prozent der Menschen hier sprechen Walisisch und wahrscheinlich singen genauso viele in einem Chor. Dafydd Jones ist eigentlich Handwerker, doch jeden Donnerstag wird er zum Chorleiter. Aus einer Gruppe von fünf Freunden ist inzwischen ein richtiger Chor geworden – mit Konzerten in ganz Europa. Anglesey ist die grösste Insel in der Irischen See – ihre 200 Kilometer lange Küstenlinie wurde zum 'Gebiet ausserordentlicher natürlicher Schönheit' erklärt und gilt als wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna. Genau das hat es dem Fotografen Glyn Davies angetan. Wenn im Herbst die Stürme über die Insel peitschen, fährt er mit seinem Fahrrad in die Natur. Dann entfaltet die Landschaft eine einzigartige Dramatik. Abseits des hektischen Londoner Lebens und der Welt der Boulevardpresse war Prinz William als Rettungspilot auf der Insel stationiert. Gemeinsam mit seiner Frau Catherine hat er drei Jahre lang auf Anglesey gewohnt. Doch davon haben sich die entspannten Einwohner nicht stressen lassen. Stan Zalot organisiert den kleinen Hafen in Beaumaris im Osten der Insel. Er erinnert sich gerne an den Prinzen und die Gespräche, die sie über Boote hatten. (2019)
Lange Wartezeiten in den Ambulanzen, immer weniger Hausärzte, und die Österreichische Gesundheitskasse kündigt schmerzhafte Leistungskürzungen an. Vielen dämmert schon länger, dass das österreichische Gesundheitssystem in eine schwere Schieflage geraten ist. Doch jetzt kommen jetzt namhafte Medizinerinnen und Mediziner zu einem noch deutlicheren Befund: Die Gesundheitsversorgung, wie wir sie kennen, kann in zwei Jahren Geschichte sein, wenn nicht heute massiv gegengesteuert wird. In der Themenmontag Neuproduktion lässt Gestalter Manuel Obermeier prominente Ärzte und Ärztinnen, die in hohen Leitungsfunktionen sind oder waren, zu Wort kommen. Sie zeichnen das Bild eines überdehnten und vernachlässigten Systems, das nur mehr mit harten Massnahmen zu retten ist.
Buono – die Südtiroler Comedy-Social-Media-Sensation erobert die Bühne! Mit seinem einzigartigen Humor bringt Buono das Dorfleben ins Fernsehen. Seine exklusive Debüt-Comedy-Show 'Dorflife' verbindet charmante Geschichten, witzige Dorfklischees und humorvolle Episoden aus seinem Leben. Das Publikum erlebt, wie moderne Social-Media-Welt und traditionelle Dorfkultur aufeinandertreffen – Konflikte und Lacher garantiert!
Ihre Bühnen-Energie ist einzigartig, ihre Wuchteln sind perfekt platziert: Christina Kiesler, u.a. Gewinnerin des 'Österreichischen Kabarettpreises', zeigt ihr fulminantes Debüt 'Nachspielzeit' als TV-Premiere bei 'Kabarett im Turm'. Was kommt dabei raus, wenn ein Pottschacher David-Bowie-Verschnitt und die schönste Frau aus Neunkirchen in den Neunzigern auf Gran Canaria zu viel Gin Tonic trinken und Pistazien essen?! Richtig: Christina Kiesler. Wer hofft, es geht im Programm darum, das Runde ins Eckige zu bekommen, darf beruhigt sein: Aus ländlich-katholischer Sicht geht's am Ende doch immer darum, das Runde ins Eckige zu bekommen. Ausser man entscheidet sich für die schnittige Urne. Starke Offensive für die Lachmuskeln & zärtliche Defensive für Hirn & Herz.
Er ist ein wahrer Publikumsliebling und der wahrscheinlich lustigste Schuldirektor des Landes: Stefan Haider. Mit seinem Programm 'Director's Cut' tourt er aktuell erfolgreich durchs Land, zudem ist Haider regelmässiger Gast in TV-Shows. ORF III hat sich durch das Archiv gewühlt und die besten, lustigsten und spannendsten Auftritte von Stefan Haider zusammengestellt. Ein Best Of, bei dem man nur sagen kann: Sehr gut, setzen!