Wenn schlau sein über Leben und Tod entscheidet: Tiere zeigen, wie Intelligenz, Gebrauch von Werkzeugen und raffinierte Strategien helfen, in extremen Lebensräumen erfolgreich zu bestehen. Bartgeier zertrümmern Knochen, und Primaten lösen komplexe Aufgaben. So zeigt sich Tierintelligenz in Aktion: Eigenschaften wie Lernen, Kommunikation und Gedächtnisleistung sichern das Überleben – und offenbaren Parallelen zum Menschen. Intelligente Strategien im Tierreich reichen von individuellem Lernen bis zu komplexer sozialer Koordination. Schimpansen entwickeln gezielt Werkzeuge und passen sie an unterschiedliche Aufgaben an. Raben wiederum gehen strategisch vor und beziehen andere Tiere bewusst in ihre Nahrungssuche ein. Oktopusse beweisen aussergewöhnliche Flexibilität, indem sie aktiv neue Lebensräume erschliessen und sogar kurze Wege an Land zurücklegen. Makaken verdeutlichen, wie wichtig soziales Lernen ist: Einmal entwickelte Verhaltensweisen verbreiten sich innerhalb der Gruppe und werden langfristig weitergegeben. Evolutionäre Anpassungen haben vielfältige Lösungsstrategien hervorgebracht. Sie ermöglichen es Tieren, sich an unterschiedliche Umweltbedingungen anzupassen, Ressourcen effizient zu nutzen und langfristig zu überleben. Überleben ist kein Zufall: Die fünfteilige Reihe stellt die anpassungsfähigsten Tiere der Erde vor – von den Gewässern des Amazonas bis zur Arktis zeigen sie die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Tiereltern geben alles für ihren Nachwuchs. Von der Brutpflege bis zur Aufzucht: Für die besten Überlebenschancen ihrer Jungen entwickeln Wildtiere erstaunliche Formen der Fürsorge. Ob Orang-Utan, Seepferdchen oder Elefant: Manche Arten schützen, erziehen und versorgen ihre Tierbabys über Jahre hinweg, andere setzen auf Mut, Teamarbeit oder raffinierte Tarnung. Der Film zeigt, welche Tiereltern besonders fürsorglich sind. Zu den eindrucksvollsten Beispielen zählen Orang-Utans, die ihren Nachwuchs fast ein Jahrzehnt begleiten, Seepferdchen, bei denen die Männchen die Jungen austragen, und Elefanten, deren Kälber im Familienverbund aufwachsen. Andere Arten schützen Eier durch Tarnung, legen Täuschungsnester an oder verteidigen ihre Jungen gemeinschaftlich gegen Fressfeinde. So vielfältig können Fürsorge, Brutpflege und Aufzucht im Tierreich sein. Überleben ist kein Zufall: Die fünfteilige Reihe stellt die anpassungsfähigsten Tiere der Erde vor – von den Gewässern des Amazonas bis zur Arktis zeigen sie die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Die Meister der Verkleidung: Im Tierreich entscheiden perfekte Täuschung, lautlose Jagd und Anpassung über Leben und Tod. Wer sind die wahren Experten in der Kunst der Tarnung? Von Gottesanbeterin bis Wiesel, von sibirischem Tiger bis Bartkauz: Sie alle zeigen unterschiedliche Tarnstrategien. Der Bartkauz jagt mit lautlosen Flügeln, das Wiesel wechselt im Winter das Fell. Solche Fähigkeiten sichern das Überleben im harten Existenzkampf. In einer Rangliste der aussergewöhnlichsten Tarnkünstler der Natur zeigen sich lautlose Jäger, getarnte Räuber und raffinierte Täuscher. Zu sehen sind unter anderem Sandfische, Arabische Chamäleons, Blattschwanzgeckos und Ameisenlöwen. Es zeigt sich, wie Mimikry und Tarnung in ganz unterschiedlichen Lebensräumen funktionieren – im Schnee, in der Wüste, im Wald, in Baumkronen und unter Wasser. Die Evolution prägt Körper, Sinne und Verhalten, und tierische Tarnung wird auch für Wissenschaft und Technik zum Vorbild. Überleben ist kein Zufall: Die fünfteilige Reihe stellt die anpassungsfähigsten Tiere der Erde vor – von den Gewässern des Amazonas bis zur Arktis zeigen sie die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Uran wurde im 19. Jahrhundert als sogenannte Pechblende, einem Abfallprodukt des Silberbergbaus, entdeckt. 1896 fand der Physiker Antoine-Henri Becquerel heraus, dass Uran radioaktiv ist. Die 'Erfolgsgeschichte' von Uran begann mit dem Färben von Glas und der Behandlung von Tumoren. Dass das Wundermaterial einmal Grundstoff für die gefährlichste Waffe der Welt werden würde, vermutete damals noch niemand. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
Wiederholung
W
Regie
Wain Fimeri
Drehbuch
Wain Fimeri, Steve Westh
Hintergrundinfos
In Boston, MA, wurden im September 2016 die Jackson Hole Science Media Awards verliehen. Erneut konnte die zweiteilige Dokumentation 'Uran und Mensch – Ein gespaltenes Verhältnis' reüssieren und gewann in der Kategorie 'Long Form Series'. Die Reihe wurde von Sonya Pemberton, Genepool, im Auftrag von ZDF /ARTE, PBS und SBS produziert.
Der Film begleitet den YouTube-Star Derek Muller auf seiner Suche nach Antworten zu einem der gefährlichsten Stoffe der Welt. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney, aber auch nach Tschernobyl und Fukushima. Die radioaktiven Eigenschaften von Uran können in der Medizin im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Dort ist das kurzlebige Thorium ein unersetzliches Mittel, um Tumoren erkennbar zu machen. Die wissenschaftlichen Videos des promovierten Physikers Dr. Derek Muller erreichen auf seiner Plattform 'Veritasium' bis zu zehn Millionen Zuschauer. Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Aber erst die Katastrophe in Fukushima führte in Deutschland zu einem Umdenken, während Frankreich weiter auf Atomenergie setzt.
1970 beginnt die Sowjetunion mit dem Bau des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Ein Prestigeprojekt, denn es soll das grösste Atomkraftwerk der Welt werden – dank des Superreaktors RBMK. Der sowjetische Reaktor RBMK ist eine schwer zu kontrollierende Anlage. Ingenieure und KGB-Agenten warnen die Regierung in Moskau vor tödlichen Risiken. 1983 kommt es zu einem ernsten Störfall in Tschernobyl, doch er wird totgeschwiegen. Seit 1971 arbeitet der junge Atomingenieur Nikolai Steinberg auf der gigantischen Baustelle des Atomkraftwerkes Tschernobyl. Im Studium in Moskau hat er erstmals von dem geheimen Reaktor RBMK erfahren, der die Wirtschaft der Sowjetunion mit Energie versorgen soll. Im Nirgendwo baut die Sowjetunion ein Paradies für Atomingenieure und deren Familien. Es entstehen das Atomkraftwerk Tschernobyl mit vier Reaktorblöcken und die ukrainische Stadt Prypjat. Es ist eine Stadt vom Reissbrett für die 'Atomschtschiki', jene Atom-Technikerinnen und Techniker, die im und um das Atomkraftwerk arbeiten und leben. Die junge Stadtplanerin Maria Protsenko wird Chefarchitektin der Stadt. Die Atomstadt Prypjat ist für die neu ankommenden Sowjetbürger ein Paradies: Es gibt Schulen, Schwimmbäder, Kindergärten, Kultur- und Einkaufszentren. Aus der Stadt verkehrt täglich ein superschnelles Tragflächenboot über die Flüsse Prypjat und Dnjepr in die Metropole Kiew. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Sergio Plohkii, Anna Veronika Wendland, Sonja D. Schmid, Maria Protsenko, Natasha Protsenko
Am 26. April 1986 gegen 1.23 Uhr explodiert in Tschernobyl ein Reaktor. Was als Sicherheitstest beginnt, endet im Inferno. Es ist die grösste Atomkatastrophe der Welt – bis heute. Überlebende wie der Atomingenieur Boris Stolyarchuk schildern die Ereignisse der Unglücksnacht. Der damals 26-Jährige erlebt die Explosionen auf Block 4 und ist sich sicher, dass er die Nacht nicht überleben wird. Am nächsten Morgen ist die Welt eine andere. Der junge Arzt Alexander Bugar wird am 26. April 1986 frühmorgens ins Krankenhaus von Prypjat gerufen, um die akuten Strahlen- und Brandverletzungen der ersten Opfer aus dem Atomkraftwerk zu behandeln. Der junge Atomingenieur Oleksiy Breus trifft an diesem Tag zum letzten Mal seinen Freund, den Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Der junge Mann, der den Sicherheitstest in Block 4 mit durchführt, wird den Unfall nicht überleben. Der Atomingenieur Nikolai Steinberg – der Mann, der Tschernobyl mit aufgebaut hat – hört am Morgen des 26. April gut 1000 Kilometer von Tschernobyl entfernt Gerüchte über einen nuklearen Unfall. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das Geheimhaltungssystem der Sowjetunion bereits in Aktion getreten. Die Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB schotten die Stadt komplett ab. Die Wahrheit über das, was im nordukrainischen Atomkraftwerk wirklich passiert ist, soll vertuscht werden. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Sonja D. Schmid, Boris Stolyarchuk, Anna Veronika Wendland, Sergio Plohkii, Maria Protsenko
Der Sowjetführer Michail Gorbatschow erhält geheime Mitteilung über eine Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl. Wie wird der Hoffnungsträger auf die Katastrophe reagieren? Selbst nach Entdeckung einer radioaktiven Wolke über Schweden schweigt Moskau. Spezialisten vor Ort wagen nicht, die Evakuierung Prypjats zu beschliessen. Erst 36 Stunden nach der Katastrophe wird die verstrahlte Stadt evakuiert. Die Wucht der Explosion hat den sowjetischen RBMK-Superreaktor komplett zerstört. Die Reaktor-Bodenplatte, 2000 Tonnen schwer, hat es aus der Verankerung gerissen: Jetzt liegen mehr als 200 Tonnen Uran-Brennstoff und über 1800 Tonnen weissglühenden Grafits frei. Radioaktive Partikel steigen durch Hitze hoch in den Himmel und verstrahlen grosse Teile Europas. Der erste offene Atomreaktor der Welt ist eine Gefahr für die Menschheit – und eine Gefahr für das ganze politische System. Als die Sowjetunion den 1. Mai mit riesigen Paraden feiert, ahnen ihre Bürger nicht, was im ukrainischen Tschernobyl geschehen ist. Vor Ort kämpft das Kraftwerkspersonal gegen die Folgen der Katastrophe. Trotz Zerstörung und Todesgefahr verlässt keiner seinen Posten. Helikopterpilot Sergej Wolodin ist am Morgen des 26. April 1986 der Erste, der den explodierten Reaktor überfliegt. Er misst tödliche Strahlungsdosen. Doch das muss geheim bleiben. Der Atomingenieur Oleksij Breus versucht am Unglücksort, den havarierten Reaktor zu kühlen. Boris Stolyarchuk wird nach Moskau in eine Spezialklinik für Strahlenopfer gebracht, wo die ersten Männer der Katastrophennacht sterben – darunter der Reaktorfahrer Leonid Toptunow. Er steuerte den Reaktor in der Unglücksnacht. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Cast
Hansi Jochmann, Oleksiy Breus, Anna Veronika Wendland, Valery Yevtushenko, Maria Protsenko, Sergio Plohkii, Natasha Protsenko
Die Welt fordert von der Sowjetunion Aufklärung nach dem Unfall von Tschernobyl. Moskau macht das Kraftwerkspersonal zu Sündenböcken und verschweigt Fehler in der Sowjettechnik. Dem radioaktiven Fallout können die Menschen in der Nordukraine nicht entgehen. Im Juni 1986 gesteht die Regierung in Moskau die Niederlage gegen die Strahlung ein und lässt eine Sperrzone errichten. 130.000 Menschen verlieren ihre Heimat und werden umgesiedelt. Im Sommer 1986 wagt Nikolai Steinberg ein gefährliches Experiment an einem der Reaktoren von Tschernobyl – er will endlich nachweisen, dass der RBMK aufgrund seiner Konstruktion zur Ursache für den Unfall geworden ist. Moskau aber hält weiter an der Theorie fest, das Kraftwerkspersonal trage allein die Schuld an der Katastrophe. Während die Sowjet-Regierung der Welt die Wahrheit weiter vorenthält, wird den vermeintlich Schuldigen von Tschernobyl der Prozess gemacht. Erst vier Jahre nach dem Reaktorunfall kann Nikolai Steinberg die ganze Wahrheit über den einstigen sowjetischen Vorzeigereaktor RBMK öffentlich machen – doch seine Erkenntnisse gehen in den Wirren der zusammenbrechenden Sowjetunion unter. Die Reihe 'Tschernobyl – Die Katastrophe' ist eine Spurensuche nach der Wahrheit. Wie konnte es zur Explosion des Atomkraftwerkes im April 1986 kommen? Und was verschweigt Moskau bis heute über den Unfall? Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geben Einblicke in den Aufstieg und Niedergang von Tschernobyl – ein Ort, an dem der Glaube an die Atomkraft zur folgenschweren Katastrophe wurde.
Cast
Hansi Jochmann, Mykola Steinberg, Maria Protsenko, Oleksiy Breus, Sergei Volodin, Anna Veronika Wendland, Natasha Protsenko
11. März 2011: Japan wird vom stärksten jemals dort gemessenen Erdbeben heimgesucht. Ein gewaltiger Tsunami folgt und durchbricht die Schutzmauern des Atomkraftwerks Fukushima. Die dadurch ausgelöste Atomkatastrophe drohte weitaus schlimmer zu werden als Tschernobyl. Die Existenz Japans als Nation war bedroht. Der Dokumentarfilm 'Fukushima' zeigt minutiös, fesselnd und schonungslos die Chronik dieser beispiellosen Katastrophe. Der Film taucht mit beklemmenden Zeugenaussagen und atemberaubendem Archivmaterial in das Herz der Katastrophe ein und dokumentiert die Ereignisse Minute für Minute. Mit beispiellosem Zugang zu den sogenannten 'Fukushima 50' – den Ingenieuren, Technikern, Soldaten und Feuerwehrleuten, die Strahlenschutzanzüge anzogen und die dunklen Reaktoren betraten, um die schmelzenden Kernbrennstoffe zu stabilisieren – enthüllt der Film die Insider-Geschichte dieser mutigen Männer, die Japan vor der kompletten nuklearen Verseuchung bewahrten. Er begleitet auch die Erfahrungen von Überlebenden, die versuchten, der Verwüstung und dem radioaktiven Niederschlag zu entkommen, sowie hochrangige Regierungsbeamte, die gegen die Zeit kämpften, um die Krise einzudämmen. Fukushima ist eine Geschichte des Überlebens, von Einfallsreichtum und vom Kampf, sich vom Abgrund zurückzuziehen. Der Film ist zugleich eine warnende Erzählung und das eindrucksvolle Zeugnis der menschlichen Widerstandsfähigkeit.
Kaum ist das Flugzeug erfunden, wird es zur Kriegswaffe. Tollkühne Piloten liefern sich in ihren Doppeldeckern tödliche Duelle über den Schützengräben des Ersten Weltkrieges. 'Fliegerasse' wie Manfred von Richthofen sind Ikonen der Propaganda. Ihre spektakulären Luftkämpfe lenken ab vom massenhaften Sterben an der Front. Auch wenn der Einfluss der Fliegerei auf den Kriegsausgang noch gering ist, verändert sie die Art der Kriegsführung. Noch bevor Motorflugzeuge in den Himmel steigen, wird schon 1795 der erste Ballon in Frankreich für militärische Luftbeobachtungen eingesetzt. Aus der Höhe lassen sich gegnerische Stellungen gut auskundschaften. Mit den ersten noch instabilen Flugzeugen beginnt eine riskante Ära: Im Ersten Weltkrieg gibt es die ersten Luftkämpfe – zuerst noch mit Pistolen, bald aber schon mit fest eingebauten Maschinengewehren, die der Pilot im Cockpit bedient. Sogenannte Fliegerasse wie Manfred von Richthofen – der 'Rote Baron' – prägen die Propaganda. Seinen Spitznamen verdankt er der markanten Farbe seines Dreideckers. Er kämpft gegen hochdekorierte Piloten wie Georges Guynemer auf Seiten der Franzosen. Auch Marie Marvingt, französische Spitzensportlerin und Pilotin, fliegt Einsätze für ihr Land. Und Eugene Bullard ist der erste afroamerikanische Jagdflieger in der Luft. Diese Piloten schreiben mit ihren Einsätzen Geschichte und öffnen ein neues Kapitel der Kriegsführung – zwischen Technikbegeisterung und Heldentod. Während des Ersten Weltkrieges zeigt sich: Der Himmel ist kein sicherer Ort mehr – und wird es nie wieder sein. Die Bombardierung Guernicas 1937 ist ein dunkles Vorzeichen für den Luftkrieg der Zukunft. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart – die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft – mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
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W
Cast
Damien Accoulon, Mo Barrett, Laure Bouglé, Jean-Charles Foucrier, Claudia Gräf, Michael Hankins, Georg Hoffmann
Im Zweiten Weltkrieg erreicht der Luftkrieg eine neue Dimension: Hitlers Bomber machen den Blitzkrieg in Polen erst möglich. Bomben und Raketen bringen Tod und Zerstörung mitten in die Städte. Der Einsatz von Flugzeugträgern verlagert den Luftkampf auf die Meere. Immer tödlichere Waffen – von Sturzkampfbombern und Jagdflugzeugen bis hin zu ballistischen Raketen – werden entwickelt, angetrieben von Technikbegeisterung, Ideologie und Machtgier. Die Luftwaffe wird im Zweiten Weltkrieg zum entscheidenden Faktor militärischer Schlagkraft. Hitler investiert enorme Ressourcen in die deutsche Kriegsmaschinerie. Der Bau moderner Flugzeuge und Raketen läuft auf Hochtouren – unter Einsatz von Zwangsarbeitern und mit menschenverachtenden Experimenten. Der französische Ingenieur Marcel Bloch, später bekannt unter dem Namen Dassault, baut für Frankreich moderne Flugzeuge, bis die deutschen Besatzer ihn ins KZ Buchenwald deportieren. Johannes Steinhoff, Pilot der Luftwaffe, kämpft auf deutscher Seite einen aussichtslosen Kampf. Am Ende überlebt er einen Absturz nur schwer verletzt. Steinhoff hat Glück im Unglück, Millionen andere Soldaten und Zivilisten nicht. Sogenannte Wunderwaffen wie der Düsenjäger Me 262 oder die Rakete V2 sollen die Wende für die Nazis bringen: Doch sie kommen zu spät, ihr Einsatz ändert nichts am Ausgang des Krieges. Deutschland kapituliert, während sich der Weltkrieg im Pazifik weiter zuspitzt. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart – die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft – mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
Wiederholung
W
Cast
Damien Accoulon, Jordan Bimm, Jean-Charles Foucrier, Claudia Gräf, Michael Hankins, Friederike Hartung, Georg Hoffmann
Mit den Atombombenabwürfen auf Japan beginnt 1945 das Atomzeitalter. Nuklearwaffen werden im Kalten Krieg zur globalen Bedrohung und zum zentralen Instrument der Abschreckung. Das Kräftemessen der Supermächte reicht bis ins All. Die Gefahr eines Atomkrieges rückt immer wieder bedrohlich nah. Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Afghanistan zeigen: Auch ohne nukleare Eskalation fordern konventionelle Kriege zahllose Opfer. Im Koreakrieg setzen die USA die gleichen Bomber ein, die zuvor die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Bestückt sind sie aber mit konventionellen Bomben, die grossflächig das Land verwüsten. Am Himmel über Korea liefern sich erstmals amerikanische und sowjetische Düsenjets erbitterte Kämpfe. Im Kalten Krieg wird die Atombombe zur steten Bedrohung. Die USA schicken nuklear bewaffnete B-52-Bomber rund um die Uhr in die Luft. Die Sowjetunion zieht mit eigenen Atomwaffen und Raketen nach. Im Rüstungswettlauf der Supermächte liefern US-Spionageflugzeuge wie die U-2 Informationen über die Arsenale des Gegners, bis 1960 eine U-2 abgeschossen wird. Aus Vietnam gehen erschütternde Bilder von Napalm-Einsätzen um die Welt. In Afghanistan statten die USA später die Mudschahedin mit schultergestützten Stinger-Raketen aus. Sie holen damit moderne sowjetische Kampfhubschrauber vom Himmel. Auch in Deutschland wird nukleare Einsatzbereitschaft trainiert. Bundeswehrpilot Wulf Beeck fliegt den F-104 Starfighter, berüchtigt für eine Unfallserie und einen Korruptionsskandal. Viele Maschinen stürzen ab. Beeck verliert Kameraden – und fliegt weiter. Mo Barrett, Offizierin der U.S. Air Force, erklärt am Beispiel der Berliner Luftbrücke, wie entscheidend die Wahl des richtigen Transportflugzeuges für den Erfolg einer militärischen Operation sein kann. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart – die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft – mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
Wiederholung
W
Cast
Mo Barrett, Wulf Beeck, Jordan Bimm, Buz Carpenter, Craig William Duehring, Ian Fritz, Claudia Gräf
In den 1990er-Jahren beginnt das Zeitalter der Hightech-Kriege. Der Tod aus der Luft kommt fast ohne Vorwarnung. Tarnkappenbomber, Lenkraketen und Drohnen prägen jetzt den Luftkrieg. Nach 9/11 bricht der 'Krieg gegen den Terror' aus. Der Gegner ist keine Armee, sondern es sind flexible Netzwerke und Ideologien, die sich der konventionellen Kriegsführung entziehen. Technische und zahlenmässige Überlegenheit sind kein Garant mehr für den Sieg. Moderne Tarnkappenflugzeuge, computergesteuerte Luftabwehr und der Einsatz von KI sollen militärische Ziele präzise erfassen und Angriffe abwehren. Noch treffen Menschen die Entscheidung zum tödlichen Angriff. Im Golfkrieg werden erstmals Raketen erfolgreich abgeschossen. Im Jugoslawienkrieg kommen Tarnkappenflugzeuge zum Einsatz, die vom Radar nicht erfasst werden können. Sogenannte Präzisionswaffen schüren Erwartungen an einen 'sauberen Krieg' – doch der ist eine Illusion. Russland und die Ukraine schicken massenhaft Drohnen in den Einsatz – zur Aufklärung und für gezielte Angriffe. Dank moderner Luftabwehrsysteme kann sich die Ukraine gegen russische Raketen und Marschflugkörper verteidigen, die Wohngebiete und Infrastruktur angreifen. Trotzdem sterben auch in diesem Krieg täglich viele Menschen. 'Saratsyn' lautet der Kampfname einer jungen Ukrainerin, die für ihr Land kämpft. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Drohnenpilotin während des russischen Angriffskrieges und ist seither Teil der ukrainischen Luftwaffe. Ian Fritz dient als amerikanischer Soldat auf einem fliegenden 'Gunship'. Hoch in der Luft hört er Gespräche potenzieller Terroristen ab, um herauszufinden, ob und wo am Boden eine Gefahr droht. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart – die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft – mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.
Wiederholung
W
Cast
Elie Baranets, Mo Barrett, Buz Carpenter, Ian Fritz, Claudia Gräf, Michael Hankins, Friederike Hartung
Es herrscht wieder Krieg in Europa. Russlands Angriff auf die Ukraine zeigt, dass die Fähigkeit zu konventioneller Kriegsführung in der Verteidigung eine Rolle spielt. Am Himmel bestimmen zukünftig Drohnen und moderne Kampfjets die Möglichkeiten, eine Attacke wirksam zu unterbinden. Luftüberlegenheit und die Abwehr von Attacken mit Gleitbomben und Raketen bestimmen die Überlegungen etwa der NATO. 'Krieg der Zukunft – Schlacht über den Wolken' blickt auf die Herausforderungen für die Luftwaffe. Gerade ändert sich vieles. Drohnen beherrschen künftig den Luftraum. Aufgrund ihrer höheren Reichweite wird es kein sicheres Hinterland mehr geben. Zudem will die deutsche Regierung neue Mittelstreckenwaffen stationieren. Was unterscheidet diese neuen Waffen von denjenigen, die in den 1980er-Jahren in Deutschland stationiert wurden? Schützen sie, oder schaffen sie auch neue Gefahren? Die Hoffnung auf eine flächendeckende Luftabwehr wird immer wieder politisch gefordert, doch für Experten erscheint das als kaum finanzierbar. Was können Luftabwehrraketen für den Himmel über Deutschland leisten? Viele Militärexperten sind überzeugt, dass trotz Hightech-Ausrüstung, trotz besserer Schutzwesten, intelligenter Munition und sich automatisch selbst verteidigender Panzer ein nächster Krieg wieder 'blutiger' verlaufen könnte als die Einsätze der letzten Jahrzehnte. Aber nicht allein die Anzahl moderner Waffen, sondern auch das strategische Geschick der militärischen Führung sei entscheidend darüber, wer künftige Kriege gewinnen könnte, sagen Militärexperten. Die Doku-Reihe 'Krieg der Zukunft' blickt auf die Waffensysteme und Strategien, die in zukünftigen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen können. Oder besser noch: so abschreckend wirken, dass es keine weiteren Kriege in Europa geben wird.
Europa ist beunruhigt. Wie bedrohlich ist Putins Armee? Die Militärs sind in Alarmbereitschaft. Jetzt wird wieder aufgerüstet – aber wie könnte er aussehen, der Krieg der Zukunft? Drohnen, künstliche Intelligenz, automatisierte Waffensysteme, beim Militär wird an ganz neuen Waffen gearbeitet. Das Schlachtfeld der Zukunft wird vom Computer aus gesteuert. Lassen sich so Kriege gewinnen? Worauf kommt es wirklich an? 'Krieg der Zukunft – Kampf am Boden' blickt auf die Herausforderungen möglicher künftiger Landkriege. In den ersten Monaten des Ukrainekrieges wurden Tausende russische Panzer von modernen westlichen Panzerabwehrwaffen abgeschossen. Die russischen Panzer scheinen technisch überholt. Doch neue russische Modelle sind bereits in der Produktion. Darauf muss der Westen reagieren – mit neuen Panzern, mit noch besserem Schutz vor Lenkwaffen. Doch bis sie entwickelt und gebaut sind, kann es noch Jahre dauern. Die Kanonen der Artillerie haben im Ukrainekrieg wieder eine Bedeutung wie zuletzt in den beiden Weltkriegen. Auch in Schützengräben wird wieder gekämpft. Hoffnungen, dass moderne Waffen wie Drohnen weniger Soldaten an der Front erfordern, haben sich zerschlagen. Kompliziertere Waffen brauchen mehr Wartung und folglich mehr Personal. Absurderweise seien im modernen Krieg mehr Soldaten erforderlich als bisher, sagen Militärexperten. Die Bundeswehr bereitet sich intensiv auf mögliche Konflikte vor. Deutsche Soldaten üben am Polarkreis in Norwegen. In Litauen wird erstmals eine Garnison einer deutschen Brigade aufgebaut. Etwa 5000 deutsche Soldaten sollen dort stationiert werden. 'Wenn wir sehen, dass wir laut unserer Analysten fünf bis acht Jahre Zeit haben, bis die russischen Streitkräfte sich so rekonstituiert haben, dass ein Angriff gegen das NATO-Territorium möglich wäre, (.) dann müssen wir in fünf Jahren fertig sein. Das ist 2029', sagt Generalinspekteur Carsten Breuer, der oberste Soldat der Bundeswehr. Die Doku-Reihe 'Krieg der Zukunft' blickt auf die Waffensysteme und Strategien, die in zukünftigen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen können. Oder besser noch: so abschreckend wirken, dass es keine weiteren Kriege in Europa geben wird.
Sie schweben nahezu lautlos über Städte, Landschaften und Grenzen hinweg: Drohnen. Sie stellen eine ganz neue Gefahr dar. Sie können aufklären, aber auch bewaffnet sein. Im Ukrainekrieg zeigt sich die tödliche Gefahr, die von Drohnen ausgeht. Seitdem sind auch die Militärs im Westen alarmiert. Jetzt wird nachgerüstet. Drohnen jeder Art stehen nun auch auf dem Einkaufszettel der Bundeswehr. Die Zeit drängt. Drohnenschwärme am Himmel über Westeuropa sind keine Dystopie mehr. In der Ukraine wandelte sich die Front vom Stellungskampf zum Drohnenkrieg. Drohnen unbekannter Herkunft überfliegen immer wieder deutsche Flughäfen und militärische Anlagen. Auf den Schlachtfeldern in der Ukraine jagen die Drohnen nicht mehr nur Panzer, sondern auch Menschen – unterstützt von künstlicher Intelligenz. Die deutschen Sicherheitskräfte rüsten auf: Welche technischen Möglichkeiten gibt es mittlerweile? Und können Jägerdrohnen ein Ausweg sein? Die ZDFinfo-Dokumentation 'Krieg der Zukunft: Drohnen – Kampf der Maschinen' von Andreas Orth befasst sich mit einer neuen Technologie, die die Kriegsschauplätze der Zukunft bestimmen wird.
Was einst reine Science-Fiction war, rückt zunehmend in den Fokus globaler Machtpolitik: ein möglicher Krieg im Weltall. Wie gut ist die Bundeswehr auf solch ein Szenario vorbereitet? Anti-Satelliten-Tests, Cyberangriffe und die Militarisierung des Weltraums zeigen: Der nächste Krieg könnte weit über unseren Köpfen stattfinden. Die grossen Mächte investieren schon jetzt Milliarden Dollar in die Aufrüstung des Orbits. Im Weltall hat ein neuer Machtkampf der Supermächte begonnen, der die moderne Kriegsführung verändern wird. Denn unser aller Alltag ist bereits jetzt von Satelliten abhängig – für Navigation, Kommunikation, Militär, aber auch für das Bankwesen und den Katastrophenschutz. Die Dokumentation zeigt, wie GPS-Störungen an Satellitenverbindungen im Ostseeraum bereits jetzt nahezu täglich erfolgen und dadurch den Schiffsverkehr behindern. Das All ist längst nicht mehr nur Schauplatz gemeinschaftlicher Forschung der Menschheit. Schon zahlreiche Raumfahrtvorhaben der Vergangenheit verfolgten militärische Ziele. Im Erdorbit kommen sich die Satelliten der Grossmächte immer wieder gefährlich nahe. Auch Satelliten der Bundeswehr müssen Ausweichmanöver fliegen. Militärische Aufklärungssatelliten liefern in Echtzeit Bilder von Truppenbewegungen, während im Ukrainekrieg kommerzielle Satellitenbilder für Informationshoheit und Gefechtsführung schon jetzt entscheidende Bedeutung haben. Grossmächte testen Anti-Satelliten-Raketen – mit gefährlichem Weltraumschrott als Nebenwirkung. Cyberattacken auf Bodenstationen sind an der Tagesordnung. Start-ups in Europa entwickeln neue Trägerraketen und Kleinsatelliten, um unabhängiger von Elon Musks Unternehmen SpaceX zu werden. Steuern wir auch hoch über den Wolken in einen neuen Rüstungswettlauf? Die ZDFinfo-Dokumentation 'Krieg der Zukunft: Kampf im Weltall' von Andreas Orth zeigt neue Waffentechniken, die die Kriegsführung massgeblich verändern.
Das Magazin des Zweiten Deutschen Fernsehens liefert tagesaktuelle Nachrichten, gut recherchierte Hintergrundberichte und Interviews mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Als sich Spartas König Leonidas mit 300 Mann der gigantischen persischen Armee entgegenstellt, wird ein Heldenmythos geboren – eine Spurensuche. Wie gelingt die Rettung der Griechen? Bei den Thermopylen, einem Engpass an der Ägäis, kommt es 480 vor Christus zum Kampf. Nach drei Tagen endet er in einem grossen Opfer. Dank eines Verrats setzt sich die Übermacht des persischen Heers durch. Doch die Verzögerung hat die Kräfteverhältnisse verändert. Ausgehend von Herodots Bericht über die Schlacht aus dem 5. Jahrhundert vor Christus zeichnet die Doku Schritt für Schritt den Verlauf der berühmten Schlacht nach. Eine zentralisierte Grossmacht in Persien gegen ein Griechenland, das aus vielen, zum Teil verfeindeten Stadtstaaten besteht. In den drei Tagen der Schlacht bei den Thermopylen verliert das persische Heer unter Xerxes 20.000 Mann, deutlich mehr als das der Griechen. Trotz des Sieges wird es ihm nicht gelingen, Griechenland zu erobern. Der Mythos der tapferen Spartaner dagegen, die vor dem übermächtigen Feind nicht zurückwichen und bis zum Tod kämpften, reicht bis in unsere Gegenwart. Legendäre Schlachten können Zivilisationen auf den Gipfel des Ruhms bringen – oder ihren Untergang bedeuten. Die Doku-Reihe enthüllt ihre Geheimnisse.
Wiederholung
W
Regie
Laurent Portes, Eddy Pizzardini, Sonia Dauger, Julien Balestier, Manuel Odinet
Die Schlacht von Cannae 216 vor Christus wird zum Trauma für die römische Armee. Das karthagische Heer unter Hannibal schlägt diese mittels einer List. Die Doku begibt sich auf Spurensuche. Obwohl zahlenmässig überlegen, tappen die Römer in die Falle. Mit der Taktik einer Umfassungsschlacht fügt Hannibal ihnen eine vernichtende Niederlage zu. Sein Ruf als legendärer Stratege ist geboren. Mit Elefanten über die Alpen – das macht Hannibal bis heute berühmt. Die Schlacht von Cannae geht als legendäre Vernichtungsschlacht in die Geschichte ein und prägt die Kriegsführung. Bis heute – angehende Offiziere studieren die Strategie des taktischen Vor- und Zurückweichens in ihrer Ausbildung. Es ist Kriegskunst, die Hannibal im Kampf von Rom gegen Karthago während des zweiten Punischen Krieges entwickelt. Legendäre Schlachten können Zivilisationen auf den Gipfel des Ruhms bringen – oder ihren Untergang bedeuten. Die Doku-Reihe enthüllt ihre Geheimnisse.
Wiederholung
W
Regie
Eddy Pizzardini, Julien Ballestier, Laurent Portes, Sonia Dauger, Manuel Odinet
Im Jahr 1066 steht England am Scheideweg. Nach dem Tod des angelsächsischen Königs Edward entbrennt ein Machtkampf um die Krone. Mehrere Anwärter erheben Anspruch. Darunter auch Wilhelm, Herzog der Normandie. Sein Gegner ist der frisch gekrönte König Harold Godwinson. Die entscheidende Auseinandersetzung findet auf dem Schlachtfeld bei Hastings statt – ein Moment, der die Weichen für die Geschichte Englands neu stellt. Wilhelm, Herzog der Normandie, kämpft gegen den Angelsachsen Harold Godwinson. In Südengland fordert er seinen Gegner heraus. Am 14. Oktober 1066 besiegt Wilhelm der Eroberer seinen Kontrahenten in der entscheidenden Schlacht bei Hastings. Als Harold fällt, schafft Herzog Wilhelm Fakten. Er zieht mit seinem Gefolge zur Hauptstadt London und lässt sich am Weihnachtstag in der Westminster Abbey zum König von England krönen. Es folgen mehrere Aufstände gegen seine Herrschaft. Doch zwei Jahre später beherrscht er fast das ganze Land. Die Schlacht bei Hastings markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Englands. Festgehalten wird sie in dem 70 Meter langen Teppich von Bayeux, der wenige Jahre später entsteht. Wilhelm der Eroberer geht als Sieger in die Geschichte ein. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.
451 nach Christus stellt sich ein Bündnis unter dem römischen Heerführer Flavius Aëtius dem berüchtigten Hunnenkönig Attila entgegen – eine Schlacht entbrennt, die Geschichte schreibt. Die Hunnen, ein Reitervolk aus Zentralasien, versetzen seit Mitte des 4. Jahrhunderts Europa in Angst und Schrecken. Nach der Plünderung mehrerer grosser Städte kommt es zur erbitterten Schlacht zwischen den beiden mächtigen Gegnern. Der blutige Krieg in der Nähe der heutigen Stadt Châlons-en-Champagne im Nordosten Frankreichs fordert auf beiden Seiten hohe Verluste und endet ohne eindeutigen Sieger. Obwohl Attila und sein Heer zum Rückzug gezwungen werden, können die Römer keinen entscheidenden Erfolg erzielen. Das Patt führt dazu, dass die politischen und militärischen Konflikte weiterhin ungelöst bleiben. Attilas Ruf der Unbesiegbarkeit ist zwar dahin. Aber auch das Weströmische Reich verliert an Macht und Einfluss in der Region. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.
Japan 1575: Seit Langem ist das Land in zahllose Territorien zersplittert. Rivalisierende Clans kämpfen um die Vorherrschaft. Bei Nagashino kommt es zur Entscheidungsschlacht. Oda Nobunaga und Tokugawa Ieyasu stellen sich dem mächtigen Takeda-Clan. Dessen Reiter wollen die Belagerung der Burg von Nagashino brechen. Doch Nobunaga setzt auf eine neuartige Waffe aus Europa. Sie wird die Kriegsführung der Samurai für immer verändern. Die Schlacht von Nagashino markiert den Beginn moderner Kriegsführung. Oda Nobunaga, visionär und kompromisslos, setzt erstmals systematisch auf Feuerwaffen. Die dominierende Person in Zentraljapan hat ein klares Ziel: die Nation um jeden Preis zu vereinen – auch mit Gewalt. Er ist fasziniert von europäischen Feuerwaffen und setzt Arkebusen ein, eine frühe Form des Vorderladers. Am 28. Juni 1575 stehen sich 38.000 Mann des Oda-Tokugawa-Bündnisses und 15.000 Krieger des Takeda-Clans gegenüber. Takeda Katsuyori ignoriert den Rat seiner Generäle und befiehlt den Angriff seiner Reiter. Doch 3000 Arkebusiere hinter Palisaden eröffnen das Feuer auf die gefürchtete Kavallerie der Takeda. Fast 10.000 Männer fallen. Die Schlacht bei Nagashino gilt als Wendepunkt: Feuerwaffen und defensive Taktik verdrängen heroische Reiterangriffe und ebnen den Weg zur Einigung Japans unter einer zentralen Macht. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
496 nach Christus: Das Weströmische Reich ist zerfallen. Während germanische Stämme um die Vorherrschaft ringen, spitzt sich der Konflikt zu. Die Entscheidung fällt bei Zülpich. Der Merowinger Chlodwig I. führt das fränkische Heer gegen die Alemannen. Er will seine Macht ausweiten und eine strategisch wichtige Region unter seine Kontrolle bringen. Ein Entschluss mitten im Kampf wird weitreichende Folgen für das Machtgefüge in Europa haben. Chlodwig verspricht, sich im Falle eines Sieges christlich bekehren zu lassen. Die Franken besiegen die Alemannen, und Chlodwig erfüllt sein Versprechen. Mit der katholischen Taufe durch Bischof Remigius von Reims legt Chlodwig I. den Grundstein für das christliche Frankenreich. Ein Schritt mit weitreichenden Folgen. Die Franken stärken ihre Vormachtstellung und erweitern ihr Reich. Chlodwigs Übertritt zum katholischen Glauben ist politisch bedeutsam, da andere germanische Reiche überwiegend der arianischen Glaubensrichtung folgen. Chlodwigs Taufe stärkt die Verbindung zur römischen Kirche und macht das Frankenreich zu einem Kerngebiet des lateinisch-christlichen Europa. Die politische Landkarte verändert sich nachhaltig: Alemannische Gebiete nördlich des Oberrheins geraten unter fränkische Herrschaft – Entwicklungen, welche die Geschichte Mitteleuropas über Jahrhunderte prägen. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
Die Kreuzfahrer verfolgen ein klares Ziel: den Weg nach Jerusalem zu öffnen. Dafür müssen sie zunächst Antiochia einnehmen – eine strategisch wichtige Stadt. Sie verfolgen damit ein Vorhaben, das religiöse Motivation und europäische Machtinteressen miteinander verbindet. Doch kaum ist Antiochia erobert, stehen die Kreuzfahrer einem neuen, mächtigen Gegner gegenüber: dem Herrscher von Mossul. Ein Jahr nach diesem Sieg nehmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein. Gottfried von Bouillon wird der erste Herrscher des christlichen Königreichs von Jerusalem. Der Sieg in Antiochia hat erhebliche politische Bedeutung. Er legitimiert die europäische Präsenz im Heiligen Land. Darüber hinaus zeigen die Belagerung und der Kampf um die Stadt die Komplexität der Beziehungen zwischen den Kreuzrittern, den Byzantinern und den muslimischen Herrschern. Der Sieg beflügelt die mittelalterliche Fantasie und inspiriert Lieder, Epen und Legenden. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
Die Schlacht von Sekigahara markiert für Japan einen historischen Wendepunkt: Am 21. Oktober 1600 treffen zwei mächtige Armeen aufeinander und beenden eine Ära voller Konflikte. Auf der einen Seite steht die westliche Allianz unter der Führung von Ishida Mitsunari, die die bestehende Ordnung bewahren will. Auf der anderen Seite kämpft die östliche Armee unter Tokugawa Ieyasu, die eine neue Ära der Einheit und Stabilität einläuten möchte. Tokugawa Ieyasu erringt den klaren Sieg. Welche Strategie ist kriegsentscheidend? Hinsichtlich der Truppenstärke sind beide Seiten ebenbürtig. Ist der Einsatz neuartiger Feuerwaffen, wie der Arkebusen, der entscheidende Vorteil im Kampf? Dieser und anderen Fragen gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Dokumentation nach. Die Schlacht von Sekigahara führt zu einer Neuordnung des Feudalsystems. Diese befriedet Japan und läutet eine Ära wirtschaftlicher, kultureller und künstlerischer Blüte ein. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen – oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.
'Varus, gib mir meine Legionen zurück!', soll der römische Kaiser Augustus nach der verlorenen Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 nach Christus ausgerufen haben. Nie wieder würden Römer in Germanien Fuss fassen. So steht es in den Schulbüchern. Tatsächlich machten Archäologen jüngst eine spektakuläre Entdeckung im Harz. Tausende Fundstücke römischer Herkunft, im Waldboden verborgen, beweisen: Die Römer haben sich nach der Varusschlacht nicht hinter dem Limes versteckt.
In der Tiefsee vor Antarktika und im Marianengraben entdecken die Expeditionsteams fremde Welten und bizarre Lebewesen – darunter Kalmare und den Tiefen-Weltrekordhalter der Fische. Erstmals stösst ein Tauchboot in die unbekannten Tiefen des Süd-Ozeans vor. Dort wachsen viele Tiere zu Riesen heran. Auch im Marianengraben entdeckt das Team unerwartet grosse Tiere: Fische, Muscheln, Würmer und am tiefsten Punkt der Erde sogar Seegurken. Die Tiefsee unter dem Meereis der Antarktis und die fast elf Kilometer tiefen Gewässer vor den pazifischen Marianen zählen zu den am schwierigsten zugänglichen und am wenigsten erforschten Gebieten der Weltmeere und der Erde überhaupt. 'Terra X' begleitet zwei Forschungsexpeditionen in genau diese Regionen und ermöglicht Einblicke in Welten, die bisher nur wenige Menschen besuchen konnten. Das Forschungsschiff 'Alucia' ist wie bei den vorangegangenen Dokumentationen über den Riesenkalmar, die Monsterhaie, die Höhlen der Korallenriffe und die Leuchtwesen der Tiefsee Mutterschiff und Operationsbasis dieser neuen Expeditionen. Mit ihrem bemannten Tauchboot 'Nadir' dringen Wissenschaftler und Filmcrew erstmals über 500 Meter tief ins Südpolarmeer vor. Nie zuvor wurde dieser wildeste Teil der Weltmeere in Tiefen jenseits der 200-Meter-Marke von Menschen betaucht. Die Forscher treffen auf eine immense Artenfülle in einer Region lebendiger Rekorde: Wälder riesiger Schwämme, teils schon entstanden zu Zeiten des Römischen Reiches, und Vertreter fast aller Stämme des Lebens, oft von gigantischer Grösse, weil sie in den eisigen Wassern uralt werden und zeitlebens wachsen. Mit dem Tauchboot folgt das Team Walen in die Tiefe, um sie beim Krillfang zu beobachten. Auf Robben montierte Kameras liefern nie gesehene Unterwasseraufnahmen vom Verhalten und Beutefangen dieser marinen Jäger. Doch die Erderwärmung führt zu gravierenden Veränderungen dieser entlegenen Weltgegend. Luftaufnahmen belegen die verstärkte Bildung von Eisbergen und den drohenden Abbruch grosser Eisflächen. Völlig anders die Gewässer im Marianengraben mit den knapp 11.000 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen tiefsten Stellen des Planeten. Der enorme Wasserdruck von über einer Tonne auf der Fläche eines Daumennagels erfordert spezielle Technik. Während den Mond schon zwölf Menschen betreten haben, waren bisher nur drei Personen am Grund des Marianengrabens. Erstmals in der Geschichte wird nun dieser nahezu unerreichbare Winkel der Erde von der 'Alucia' aus filmisch erfasst. Dazu wird ein mit Kameras, Fangvorrichtungen und Ködern ausgestatteter 'Lander', eine mechanische Tiefsee-Plattform, von Bord abgelassen, der in Tiefen zwischen 4500 und 11.000 Metern operiert. Dabei gelingt es, einen Scheibenbauchfisch in 8178 Metern Tiefe aufzunehmen – Weltrekord fast an der Grenze des Möglichen. Aus biochemischen Gründen können Wirbeltiere nicht unterhalb von etwa 8200 Metern leben, da dann der Druck die Proteine komprimiert und jede Muskeltätigkeit verhindert. Andere Tiere wie Krebse behaupten sich auch in tieferen Regionen. Wie sie dies mittels TMAO und GPC, zweier chemischer Schutzsubstanzen, bewerkstelligen, zeigt die Dokumentation anhand von CGIs. Ein zweiter Tauchroboter liefert aus über zehn Kilometern Tiefe über Glasfaser-Kabel Bilder einer Lebenswelt, wie sie bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten wurde: Quallen, Gliederfüsser, Seegurken, Würmer, rätselhafte halb-transparente, rosenähnlich anmutende Wesen und andere mehr. Die tiefste Tiefe ist voller Leben.
Auch in Deutschland gibt es wertvolle Bodenschätze. Nicht nur Gold, sondern auch zukunftsträchtige Superrohstoffe wie Lithium schlummern in der Tiefe. Eine Reise in die Erdgeschichte. Auf ihrer Spurensuche entdecken der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl Gold im Rhein und den Rohstoff, der das Meissener Porzellan berühmt gemacht hat: Kaolin. Doch sie finden auch Zukunftsrohstoffe wie Lithium, Kobalt und Kupfer. Die Wissenschaftler besuchen den Eisenberg bei Korbach in Hessen, wo bereits im Mittelalter Gold gefördert wurde, und gehen dem kosmischen Ursprung des Edelmetalls auf den Grund. In Meissen sind sie einem Rohstoff auf der Spur, der als 'weisses Gold' bekannt ist: Kaolin – Hauptbestandteil von Porzellan. Das bekannte Zwiebelmuster des Meissener Porzellans erstrahlt in Kobaltblau – ein Farbton mit Geschichte. Kobalt ist heute ein wichtiger Rohstoff für die Energiewende, genauso wie Lithium. Doch wer hätte gedacht, dass sich in Zinnwald nahe der tschechischen Grenze eines der grössten Lithiumvorkommen Europas befinden soll? Auch Kupfer könnte hierzulande wieder abgebaut werden. In der dreiteiligen Doku-Reihe 'Deutschlands Schätze – Expedition in die Erdgeschichte' begeben sich der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl auf Spurensuche nach Deutschlands Bodenschätzen und Rohstoffen. Sie wollen herausfinden, wie die Erdgeschichte unser Land gestaltet hat und welchen Nutzen die Menschen damals und heute daraus ziehen. Dabei spüren sie den kosmischen Ursprüngen von Deutschlands Schätzen nach und versuchen, in Experimenten mehr über deren Zusammensetzung und Eigenschaften herauszufinden.
Einige Rohstoffe sind in Deutschland in grossen Mengen vorhanden. Sie haben unsere Wirtschaft und damit auch unsere Geschichte geprägt. Ihre Bedeutung unterliegt dem Wandel der Zeit. Der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl sind den heimischen Rohstoffen auf der Spur: Kohle, Wasser, Salz, Quarz, Sand und Basalt. Eine Reise zu den Lager- und Produktionsstätten gibt Aufschluss über die Geschichte und Entstehung der Rohstoffe. Wo heimische Rohstoffe vorkommen, haben sich oft bedeutende Industriezweige angesiedelt. Die Rohstoffe haben dort zum wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand ganzer Regionen beigetragen. Sie sind aber auch eng mit dem ökonomischen Niedergang verbunden. Im Ruhrgebiet ist Colin Devey einem Rohstoff auf der Spur, der einst die Industrialisierung befeuert hat, heute aber in Deutschland vor dem Aus steht: Kohle. Der Geologe taucht ein in die Geschichte des Rohstoffs und erläutert seine Entstehung. Noch ist Deutschland auch reich an Wasser. Doch wie ist das kostbare Nass überhaupt auf die Erde gekommen? Die Astrophysikerin Sibylle Anderl will den Ursprung des wichtigsten Rohstoffs unseres Planeten entschlüsseln – doch dafür muss sie einen Blick ins Weltall werfen. Colin Devey ist derweil einem Rätsel in Lüneburg auf der Spur. Warum sind dort die Häuserfassaden stellenweise schief? Verantwortlich dafür ist ein Rohstoff im Untergrund: Lüneburg sitzt auf einem riesigen Salzstock, der die Stadt einst reich und mächtig, aber auch zerbrechlich machte. Im Bayerischen Wald sind die Wissenschaftler zudem einem Rohstoff auf der Spur, der für die Glasherstellung verwendet wird: Quarz. Auch Basalt und Sand sind in Deutschland noch reichlich vorhanden – sie spielen vor allem in der Bauindustrie eine wichtige Rolle. In der dreiteiligen Doku-Reihe 'Deutschlands Schätze – Expedition in die Erdgeschichte' begeben sich der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl auf Spurensuche nach Deutschlands Bodenschätzen und Rohstoffen. Sie wollen herausfinden, wie die Erdgeschichte unser Land gestaltet hat und welchen Nutzen die Menschen damals und heute daraus ziehen. Dabei spüren sie den kosmischen Ursprüngen von Deutschlands Schätzen nach und versuchen, in Experimenten mehr über deren Zusammensetzung und Eigenschaften herauszufinden.
'heute Xpress' ist ein kompaktes Nachrichtenformat des ZDF, das mehrmals täglich ausgestrahlt wird. In wenigen Minuten bietet die Sendung einen schnellen Überblick über die wichtigsten Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die Beiträge sind klar strukturiert und verständlich aufbereitet, sodass die Zuschauer jederzeit schnell und zuverlässig über das aktuelle Weltgeschehen informiert sind. Ergänzt wird das Format durch kurze Meldungen zum Wetter sowie zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen im Sport.
Viele Regionen Deutschlands zeichnen sich durch landestypische Baustoffe aus. Doch woher kommen sie, und welche Geschichte verbirgt sich hinter den Rohstoffen? Warum ist Norddeutschland von Backsteinbauten geprägt? Woher kommt der Schiefer, der die Dächer ganzer Städte deckt? Der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl gehen den Ursprüngen unserer Architektur auf den Grund. Geologische Prozesse haben Rohstoffe in Deutschland hervorgebracht, aus denen faszinierende Bauwerke entstanden sind. Bauwerke, die das Gesicht Deutschlands im In- und Ausland prägen. Der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl wollen mehr über die Entstehung und Verwendung heimischer Baustoffe herausfinden. Um die Geschichte hinter den Mauern, Fassaden und Dächern zu ergründen, reisen sie weit in die Vergangenheit und blicken sogar ins Weltall. Ihre Reise in die Erdgeschichte führt sie nach Norddeutschland, wo sie der Geschichte der Feldsteine und Backsteine auf den Grund gehen. Auch der Kölner Dom besteht aus einem Baumaterial, das schon vor Jahrhunderten begehrt war: Sandstein. Doch die Umweltverschmutzung macht dem Baustoff dort zu schaffen. Neben Sandstein ist auch Schiefer ein bekanntes Baumaterial in Deutschland. Seltener hingegen ist Suevit – ein Relikt eines Meteoriteneinschlags im Nördlinger Ries. In der dreiteiligen Doku-Reihe 'Deutschlands Schätze – Expedition in die Erdgeschichte' begeben sich der Geologe Colin Devey und die Astrophysikerin Sibylle Anderl auf Spurensuche nach Deutschlands Bodenschätzen und Rohstoffen. Sie wollen herausfinden, wie die Erdgeschichte unser Land gestaltet hat und welchen Nutzen die Menschen damals und heute daraus ziehen. Dabei spüren sie den kosmischen Ursprüngen von Deutschlands Schätzen nach und versuchen, in Experimenten mehr über deren Zusammensetzung und Eigenschaften herauszufinden.
Die Schönheit der Edelsteine fesselt uns seit Jahrtausenden. Diamanten, Rubine, Smaragde, Opale und Jade gehören zu den faszinierendsten Schätzen der Erde. Edelsteine entstanden vor Milliarden Jahren und Hunderte Kilometer tief in der Erde. Hinter ihrer grazilen Schönheit verbergen sich erstaunliche chemische Geheimnisse. Doch Edelsteine geben auch Aufschluss über die Entstehung unseres Planeten. Von der Tiffany-Werkstatt in New York bis zu den Saphir-Minen in Sri Lanka, von den Smaragd-Feldern North Carolinas bis zu den Jade-Schätzen in Chinas Verbotener Stadt: In dieser Folge erkunden Wissenschaftler die Geheimnisse der Edelsteine.
Metalle sind wichtige Bausteine unserer Kultur. Gold, Kupfer, Bronze, Eisen und Stahl – jedes dieser Metalle hat das Leben der Menschen beeinflusst. Wie sind diese Materialien entstanden? Kupfer und Bronze prägten Alltag und Kriegsführung, Eisen die industrielle Revolution, Stahl und Aluminium unsere moderne Welt. Doch Metalle können noch ganz anders genutzt werden: Kupfer kann gefährliche Keime töten, Gold Unsichtbares sichtbar machen. Aber was gibt Metallen ihre erstaunlichen Eigenschaften? Wie haben Menschen die Metallbearbeitung perfektioniert? Und wie haben Metalle unsere moderne Hightech-Welt ermöglicht? Entdecken Sie in dieser Folge die Wissenschaft der Metalle – wie Chemiker buchstäblich den Kern der Metalle testen und Materialwissenschaftler die Metalle der Zukunft entwickeln: Substanzen, die je nach Bedarf sogar ihre Form ändern können.
Energie ist die Grundlage unserer modernen Welt. Fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle liefern den Grossteil der benötigten Energie. Was sind die Geheimnisse und Risiken? Wie kann es gelingen, die Energie der Sonne effektiv zu nutzen? Welche neuen Quellen können unseren Energiebedarf decken? Experten suchen nach Lösungen, die im Bauplan der chemischen Elemente liegen. Tief in der Erde liegen neue Energiequellen, genauso wie im Sand der Wüsten. Überall auf der Welt forschen Wissenschaftler nach umweltfreundlicheren Lösungen, von New York bis Zhangbei in China.
Seine Bilder blicken in die Seele der Menschen. Die 'Terra X'-Doku 'Giganten der Kunst – Rembrandt' offenbart das Geheimnis des grossen Meisters Rembrandt van Rijn. Rembrandt ist begehrt: bei Dieben und Museen. Eines seiner Gemälde, 'Porträt von Jacob de Gheyn III', zählt zu den am häufigsten geraubten Kunstobjekten der Welt. Die Dokumentation lüftet das Geheimnis des barocken Genies, das mit seinen Werken die Menschen verzaubert. Ohne einen Rembrandt kommt heute keine Kunstsammlung von Rang und Namen aus. Mit seinen Porträts scheint der holländische Künstler direkt die Seele der Menschen zu erfassen. Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1606 als Sohn eines Müllers geboren, hat die Kunstwelt beeinflusst wie kaum ein anderer. Aber wer war dieses barocke Genie, das die Menschen durch die Jahrhunderte verzaubert? Rembrandt van Rijn führt lange ein Leben im Licht, bevor die Schatten ihn in die Tiefe reissen. Seine Biografie ist durchsetzt von Schicksalsschlägen und familiären Verwirrungen. Seine erste Frau Saskia verliert drei Kinder, erst das vierte, Titus, überlebt. Sie selbst stirbt mit 29 Jahren. Danach hat Rembrandt ein jahrelanges Verhältnis mit seiner wesentlich jüngeren Haushälterin, die ihn geschickt vor dem kompletten geschäftlichen Ruin bewahrt. Sie stirbt wie sein Sohn Titus an der Pest. Als der Malergigant mit 63 Jahren stirbt, ist er vereinsamt, verarmt und unverstanden. Die zweite Folge der 'Terra X'-Reihe 'Giganten der Kunst' spürt Rembrandts Wurzeln in seiner holländischen Heimat Leiden und Amsterdam nach, reist aber auch zu Forschern nach Dresden und Boston. Der Film ist hautnah bei einem der grössten Restaurierungsprojekte der Kunstgeschichte dabei, der 'Operation Night Watch' im Rijksmuseum. Er folgt Jan Six, einem berühmten Kunstexperten, der schon drei echte, bis dahin unbekannte Rembrandts aufgespürt hat. Und zeigt ein gewagtes Experiment, in dem künstliche Intelligenz einen neuen Rembrandt schaffen soll. Rembrandt inspirierte nachfolgende Künstler dazu, sich von Konventionen zu befreien und sich gänzlich der Kunst zu widmen. Ein Symbol für diese Freiheit und gleichzeitig Rembrandts Markenzeichen wurde später weltberühmt: das Barett als Kopfbedeckung der Unangepassten.
Wiederholung
W
Cast
Sven Hussock
Regie
Christian Stiefenhofer
Hintergrundinfos
Michelangelo, Rembrandt van Rijn, Vincent van Gogh – die Dokumentationsreihe 'Giganten der Kunst' widmet den drei Künstlern je einen Film. Drei Ausnahmegenies, die ihren eigenen Weg gegangen sind und dabei ikonographische Kunstwerke hinterlassen haben, die bis heute die Kunstwelt inspirieren. Ihre grössten Werke werden durch moderne Animationstechnik in nie dagewesener Detailtiefe gezeigt. Renommierte Kunsthistoriker und Wissenschaftler sowie neue technische Analysen vermitteln verblüffende Erkenntnisse. Packende Spielfilmszenen lassen die wichtigsten Etappen ihres Lebens und Schaffens lebendig werden.
Alexander der Grosse gilt als der Vorzeige-Weltherrscher der Geschichte. Kein Superlativ scheint dem jungen Makedonenkönig gerecht zu werden. In nur elf Jahren erobert er ein Gebiet, das sich von Griechenland über den Orient hinaus bis nach Indien erstreckt. 19 Staaten, drei Kontinente und unzählige Volksgruppen unterwirft er in einem einzigen gigantischen Feldzug. Als todesmutiger Kriegsherr ist Alexander schon zu Lebzeiten eine Legende, dafür hat er höchstpersönlich gesorgt. Zum Mythos aber erhebt ihn erst die Nachwelt. Kurz nach Alexanders Tod setzt eine Verklärung ein, hinter der die historische Figur über die Jahrhunderte fast vollständig verschwunden ist. In der zweiteiligen 'Terra X'-Reihe stehen Schlüsselereignisse im Leben Alexanders im Vordergrund, die deutlich machen, wie der 20-jährige Königssohn aus dem entlegenen Norden Griechenlands zum ersten europäischen Weltherrscher wurde. Die erste Folge beschäftigt sich mit den frühen Jahren des Welteroberers. Auf der Basis moderner Geschichtsforschung beleuchtet der Film 'Auf dem Weg zur Macht' die Verhältnisse am makedonischen Hof und in Griechenland, stellt die wichtigsten Ereignisse und Menschen im Leben von Alexander vor und erzählt, welchen Einfluss sie auf seine weitere Entwicklung genommen haben. Als Alexander im Juli 356 vor Christus geboren wird, gilt Makedonien nicht gerade als zukunftsweisendes Königreich. Während die Griechen im Mutterland schon längst die Demokratie ausgerufen haben, spielt Alexanders Vater Philipp noch immer den Alleinherrscher. Die Makedonen gelten als Aussenseiter, werden angefeindet und als Barbaren beschimpft. Doch Philipp hat entscheidende Vorteile: Er ist der reichste Grieche seiner Zeit und besitzt das stärkste Heer im Land. Seit Jahren kämpft er an allen Fronten, um seine Macht auszubauen. Philipp plant in die Zukunft. Dafür braucht er einen geeigneten Thronfolger. Die Rolle soll Alexander übernehmen. Zwar wächst der Junge wohlbehütet und sorgenfrei auf, doch die Erwartungen an ihn sind hoch. Vor allem vom Vater, der ihn mit strenger Hand zum Krieger erziehen will. Alexander kann ihm nichts recht machen. Auf der anderen Seite steht seine Mutter Olympias – eine 'Helikopter-Mutter', die all ihr Tun auf den Sohn ausrichtet. Nicht ganz selbstlos, wie es aussieht. Denn nur solange Alexander als Kronprinz gehandelt wird, ist auch ihre eigene Stellung am Hof gesichert. Sie ist es, die Alexander in dem Glauben erzieht, er stamme nicht von den Halbgöttern Herakles oder Perseus ab, wie Philipp behauptet, sondern von Göttervater Zeus persönlich. Stammbaumfiktion ist in der Antike nichts Besonderes. Auch Alexander verinnerlicht seine gottgleiche Abstammung, sein Vorbild aber ist und bleibt bis zum Lebensende der mythische Achill aus der Ilias. Der Philosoph und Universalgelehrte Aristoteles – bei seiner Berufung nach Makedonien eher umstritten als berühmt – bringt ihm die dramatische Geschichte über den Kriegshelden im Kampf um Troja nahe. Aristoteles ist Lehrer und enger Vertrauter des wissbegierigen Jungen. Er erklärt ihm, was die Demokratie der Athener bedeutet, fördert Alexanders naturwissenschaftliches Interesse ebenso wie seine Gabe, strategisch zu denken und Mut von Leichtsinn zu unterscheiden. Die vielleicht wichtigste Person in Alexanders Leben aber ist Hephaistion, sein treuer Weggefährte aus Kindertagen. Die beiden gehen durch dick und dünn, kämpfen Seite an Seite, träumen vom Heldentod auf dem Schlachtfeld. Ihre Freundschaft hält lebenslang. Und dann gibt es noch Bukephalos, das berühmteste Pferd der Antike und Alexanders heissgeliebtes Streitross. Die Zähmung des wilden Hengstes ist vermutlich nicht mehr als eine Legende. Sie enthält aber eine wichtige Botschaft an die Nachwelt: Schon mit 13 Jahren ist der junge Makedone bereit zu herrschen. Der erste Schritt ist getan, um aus dem Schatten des Vaters herauszutreten. Fünf Jahre später beweist Alexander, inzwischen zum Mitregenten erhoben, seine Entschlossenheit als Feldherr im Kampf gegen Athen und Theben. Er führt den entscheidenden Angriff an und beendet ihn mit dem Sieg. Den Makedonen beschert er damit die Vormachtstellung über das Mutterland und festigt seine Schlüsselposition in der königlichen Reiterei. Von da an scheint seiner Karriere nichts mehr im Weg zu stehen. Auch der nächste Gegner steht schon fest. Der persische Erzfeind soll endgültig in die Schranken gewiesen werden. Doch zuvor kommt es zum Bruch zwischen Alexander und seinem Vater, der Königssohn flieht ins Exil. Als Philipp von einem Attentäter ermordet wird, ist der Thron für Alexander frei. Sofort lässt der neue Herrscher potenzielle Konkurrenten aus dem Weg räumen. Auch innenpolitisch greift er hart durch, um die Kontrolle über Griechenland zu sichern. Als sich die Thebaner gegen Alexander stellen, brennt er ihre Stadt nieder. Den Griechen bleibt keine andere Wahl, als den Makedonenkönig als militärische Führungsmacht anzuerkennen. In ihrem Auftrag plant der inzwischen 20-Jährige den Rachefeldzug gegen die Perser. Die Mission steht aber unter keinem guten Stern: 40.000 Soldaten müssen organisiert, ausgerüstet und über die ganze Zeit versorgt werden, die Kriegskasse aber ist so gut wie leer. Das Risiko, auf fremdem Terrain von dem übermächtigen Gegner geschlagen zu werden, ist hoch. Vom Gelingen des Feldzugs hängt die Zukunft Griechenlands ab. Doch Alexander zögert nicht und setzt alles auf eine Karte.
Wiederholung
W
Cast
Stoyan Aleksiev, Alexander Demandt, Teodora Duhovnikova, Hans-Joachim Gehrke, Vladi Georgiev, Tanja Scheer, David Schütter
Im Zentrum der zweiten Folge steht Alexanders gigantischer Eroberungszug. Er führt ihn durch Kleinasien, Ägypten, Persien und Pakistan bis nach Indien – ans Ende der damals bekannten Welt. Scheinbar mühelos hat der Makedone innerhalb von elf Jahren das grösste Imperium der Antike geschaffen. Nach seinem frühen Tod im Jahr 323 vor Christus zerfällt das Alexanderreich binnen kürzester Zeit. Die imperiale Idee aber prägt die weitere Geschichte Europas, angefangen von Cäsar bis Napoleon und darüber hinaus. Der Rachefeldzug gegen die Perser beginnt mit einem symbolischen Akt. Noch bevor Alexander seinen Fuss auf kleinasiatischen Boden setzt, schleudert er vom Boot aus einen Speer ans Ufer. Jeder, der ihn dabei beobachtet, soll sehen, dass er nicht vorhat, den Gegner zu schonen. Alexander ist ein Meister der Selbstinszenierung und Propaganda, wie zahlreiche Geschichten über ihn belegen. Sein Kriegsvorhaben macht er zur 'heiligen Mission', als er am Grab des mythischen Helden Achill einen Kranz niederlegt und seine Rüstung im Tempel der Kriegsgöttin Athene weihen lässt. Die Zerschlagung des Gordischen Knotens mit dem Schwert verweist auf Alexanders Entschlossenheit, König des riesigen Perserreichs zu werden. Seine Besuche in ägyptischen Tempeln berichten von einem wichtigen Karriereschritt, der ihn schon früh vom Stammeskönig zum gottgleichen Pharao erhebt. Die Gründung von mindestens 20 'Alexander-Städten' an unterschiedlichsten Orten zeugt vom Ehrgeiz des Makedonen, seinen Namen und die griechische Kultur in die ganze Welt hinauszutragen. Und nicht zuletzt erzählt die Massenhochzeit in Susa von Alexanders Vision, aus unterschiedlichen Völkern einen einheitlichen, multikulturellen Staat zu erschaffen. Damit ist er seiner Zeit weit voraus. Alexanders Charisma ist legendär. Er besitzt die Gabe zu begeistern und Menschen zu Höchstleistungen anzuspornen. Auch als Politstratege beweist er Fingerspitzengefühl. Auf seinem Eroberungszug durch die persisch besetzten Gebiete präsentiert er sich stets als Befreier, indem er demokratische Verhältnisse einführt und vor allem die Tributzahlungen an die Perser für beendet erklärt. Im Laufe der Jahre wächst die Zahl seiner loyalen Anhänger stetig, auch wenn es immer mal wieder zu kleineren Aufständen kommt. Alexanders Kriegsgefährten, darunter auch sein engster Freundeskreis, schätzen seinen Kameradschaftsgeist, die Fürsorge, seinen Weitblick. Die meiste Zeit sind sie ihm treu ergeben. Erst als Alexanders unberechenbare Seite zum Vorschein kommt, fürchten sie ihn. Völlig überraschend brennt der frisch gekürte Perserkönig den Palast von Dareios in Persepolis nieder, fordert von seinen eigenen Leuten plötzlich Unterwerfungsgesten nach persischer Sitte und ermordet drei seiner Gefährten wegen vermeintlichen Hochverrats und Majestätsbeleidigung. Die vielen Kämpfe, die schnellen Siege und die neue Rolle als Grosskönig haben Alexander verändert. Er handelt wie ein Despot. Hinzu kommt, dass er vom Ehrgeiz und der unstillbaren Sehnsucht besessen ist, ruhmreicher als der Ruhmreichste und besser als der Beste zu sein. In die Geschichte aber geht Alexander in erster Linie als Feldherr und Kriegsheld ein. Die meiste Zeit sitzt er kämpfend auf dem Rücken seines Pferdes Bukephalos oder zieht mit seinem riesigen Tross von rund 40.000 Mann von einer Schlacht zur nächsten. 22-mal wird der Feldherr verwundet, zum Teil schwer. Zum ersten Kontakt mit dem persischen Gegner kommt es am Fluss Granikos, die Schlacht kostet ihn fast das Leben. Das feindliche Heer ist den Makedonen zahlenmässig haushoch überlegen, doch Alexanders Soldaten sind nicht nur besser ausgerüstet, sondern auch die besseren Krieger. Sein Markenzeichen wird der von ihm persönlich angeführte Angriff mit der Reiterei, sie ist seine erfolgreichste Waffe. Dagegen ist Dareios machtlos, der sich seinem Kontrahenten in Issos und Gaugamela stellt. Beide Male flieht der Perserkönig, schickt Alexander aber Friedensangebote. Dareios bietet ihm sogar Teile des Perserreiches und hohe Lösegeldsummen an, doch Alexander lehnt die Offerten selbstbewusst ab. Er will Dareios' Platz einnehmen. Nach der Befreiung der vom Feind besetzten Gebiete stürmt er ins Kernland der Perser, erobert Babylon, Susa, Persepolis und Ektabana. Der Rachefeldzug ist eigentlich abgeschlossen, doch Alexander will bis nach Indien vordringen. Denn dort, so weiss er von Aristoteles, liegt das Ende der Welt. Die Strapazen bis dahin sind unbeschreiblich, die erschöpfte Truppe meutert immer wieder, aber Alexander will nicht umkehren. Er plant sogar noch, Arabien zu erobern. Als nach einer erfolgreichen Schlacht gegen den indischen König sein geliebtes Pferd Bukephalos stirbt und seine Soldaten lieber vor Ort sterben wollen, als ihm weiter zu folgen, trifft Alexander endlich die Entscheidung, umzukehren. Er stirbt in Babylon unter bislang nicht geklärten Umständen im Alter von nur 33 Jahren. Das Reich, das er erobert hat, unter seiner Regentschaft friedlich zu vereinen, dazu ist ihm keine Zeit mehr geblieben.
Wiederholung
W
Cast
Alexander Demandt, Hans-Joachim Gehrke, Tanja Scheer
Galileo Galilei gilt als ein Begründer der modernen Naturwissenschaft und als Verursacher einer der grössten Skandale in der Geschichte der römischen Kirche. Sein Leben als Wissenschaftler beginnt mit bahnbrechenden Erkenntnissen in Physik und Astronomie und endet vor dem Inquisitionsgericht: Galilei muss seine Lehren widerrufen. Eine Geschichte über die Untrennbarkeit von Wissenschaft, Macht und Moral. Galileo Galilei steht wie kein anderer Wissenschaftler für einen historischen Umbruch, für die Geburt der modernen Naturwissenschaft, die sich seitdem rasant entwickelt hat und heute unser Leben bestimmt. Die Dokumentation verfolgt sein dramatisches Leben vom kritischen jungen Geist, vom findigen Experimentator über den leidenschaftlichen Verfechter des kopernikanischen Weltsystems bis hin zum prominenten Bauernopfer der Inquisition. Anfangs ist Galilei ein neugieriger Student in Pisa, er beobachtet den schwingenden Kronleuchter in der Kathedrale und kommt auf die Pendelgesetze. Sie sind Grundlage der ersten Pendeluhren. Er macht Experimente zum freien Fall, vermutlich am Schiefen Turm von Pisa. Später optimiert er mit neuen Linsen das Teleskop aus Holland und richtet als erster Mensch sein 'Augenrohr' gen Himmel. Er entdeckt, dass der Mond Berge hat und der Jupiter vier eigene Monde. Seine Beobachtungen veröffentlicht er in der 'Sternenbotschaft' – dem ersten wissenschaftlichen Bestseller der Welt. Doch dann outet er sich als Anhänger von Kopernikus, der behauptet, nicht die Erde sei das Zentrum der Welt, sondern drehe sich wie alle anderen Planeten um einen Punkt nahe der Sonne. Theologen brandmarken die Idee als ketzerisch. Im Grunde aber geht es gar nicht um Weltbilder, sondern um die Deutungshoheit der Kirche und die Machtverteilung in dem vom Dreissigjährigen Krieg gebeutelten Europa. Galilei mit seinem unnachgiebigen Eintreten für das revolutionäre Weltbild ist ein Unruhestifter und wird angeklagt – wegen des Verdachts der Ketzerei und seines Ungehorsams gegen die Kirche. Im Büsserhemd muss er vor der Inquisition seiner Überzeugung abschwören. Erst 1992 wird er von der Kirche offiziell rehabilitiert. Die Spaltung zwischen Wissenschaft und Glaube, die der Prozess gegen Galilei begründet, prägt unsere Welt bis heute.
Welche Tiere sind die Spezialisten der Unterwasserwelt? Faszinierende Arten zeigen erstaunliche Anpassungen, kluge Jagdstrategien und komplexe Überlebenstechniken in Flüssen und Meeren. Die Welt der Wasserbewohner weist eine grosse Vielfalt auf: vom riesigen Walhai über hochintelligente Delfine bis zu besonderen Arten wie Eisvögeln und Wasserläufern. Dabei zeigen sich ungewöhnliche Sinnesleistungen, spektakuläre Sprungtechniken und enge Familienbande. Von den verzweigten Flusssystemen Südamerikas bis hinaus in die offenen Ozeane: Unterschiedlichste Lebensräume fordern Tieren extreme Leistungen ab – und bringen spezialisierte Fähigkeiten hervor. Orcas etwa agieren als perfekt abgestimmte Jäger im Familienverband und nutzen erlernte Techniken, die sie über Generationen weitergeben. Der Weisse Hai hingegen beeindruckt durch Geschwindigkeit, Präzision und ein Sensorsystem, das selbst feinste Signale wahrnimmt. Auch weniger auffällige Arten zeigen bemerkenswerte Lösungen: Clownfische nutzen die giftigen Tentakel von Seeanemonen als sicheren Rückzugsort und profitieren von einer engen wechselseitigen Beziehung. Eisvögel verbinden Flug und Stosstauchen zu einer präzisen Jagdmethode, während Flussdelfine sich in trüben Gewässern mithilfe von Echolokation orientieren und so ein detailliertes 'Hörbild' ihrer Umgebung erzeugen. Körperbau, Verhalten und Lebensraum sind eng miteinander verknüpft. Unterschiedliche Strategien – von Tarnung über Zusammenarbeit bis hin zu physikalischen Anpassungen – zeigen, warum diese Tiere zu den erfolgreichsten Bewohnern der Unterwasserwelt zählen und ihre Lebensräume seit Millionen Jahren behaupten. Überleben ist kein Zufall: Die fünfteilige Reihe stellt die anpassungsfähigsten Tiere der Erde vor – von den Gewässern des Amazonas bis zur Arktis zeigen sie die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Wer überlebt bei minus 50 Grad oder in glühender Wüstenhitze? Die Evolution und erstaunliche Strategien ermöglichen einigen Tieren ein Leben unter widrigsten Bedingungen. Vom Polarfuchs in der Arktis bis zu Komodowaranen, die nur sich selbst zum Feind haben – das sind die wahren Überlebenskünstler im Tierreich. Ihre bemerkenswerten Eigenschaften inspirieren auch die Forschung. Hinter spektakulären Fähigkeiten verbergen sich komplexe biologische Mechanismen, perfektioniert über Millionen Jahre Evolution. Der Polarfuchs nutzt ein innovatives Zweischichtsystem aus hohlen Unterhaaren und winddichten Deckhaaren. Ein Prinzip, das heute in modernster Funktionskleidung weiterlebt. Der Arapaima-Fisch trägt eine natürliche Rüstung aus überlappenden Schuppen, die bei einer Kollision deformieren, statt zu brechen. Forschende arbeiten daran, diese Biotechnologie für leichtere, flexiblere Körperpanzer zu kopieren. Selbst das Gift des Komodowarans könnte medizinische Durchbrüche ermöglichen: Die blutverdünnenden Moleküle darin könnten zukünftig Blutgerinnsel auflösen und damit Schlaganfälle oder Herzinfarkte verhindern. Diese Tiere sind nicht nur Überlebenskünstler, sondern inspirieren uns zu neuen Ansätzen in Wissenschaft und Technik. Überleben ist kein Zufall: Die fünfteilige Reihe stellt die anpassungsfähigsten Tiere der Erde vor – von den Gewässern des Amazonas bis zur Arktis zeigen sie die Vielfalt des Lebens auf der Erde.
Rupert Murdoch, Medienmogul und mächtigster Meinungsmacher der Welt. Mit 92 tritt er von der Spitze seines Imperiums zurück. Was bedeutet das für seine Nachfolge? Nach einer von Skandalen geprägten Karriere übergibt Rupert Murdoch die Geschäfte an seinen Sohn Lachlan. Der soll in Zukunft die Kontrolle über einflussreiche Medien wie Fox News und die Zeitung 'The Sun' übernehmen. Der Machtkampf in der Familie Murdoch gilt als Inspiration für die HBO-Serie 'Succession'. Rupert Murdochs grosser Traum war es schon immer, sein Imperium seinen Kindern Elisabeth, Lachlan und James zu vermachen. Früh schustert er ihnen Top-Positionen innerhalb seiner Unternehmen zu – doch die Erbfrage lässt er ungeklärt. Mit Lachlan ernennt er im September 2023 seinen Lieblingssohn zum 'Thronfolger'. Die Fussstapfen, in die Lachlan Murdoch tritt, sind gigantisch. Wie kaum ein anderer Medienunternehmer hat sein milliardenschwerer Vater weltweit die Politik mitbestimmt und die gesamte Nachrichtenbranche revolutioniert. Fragt man Kritiker, dann nicht unbedingt zum Guten. Laut 'The New York Times' ist sein grösstes Vermächtnis, 'Demokratien auf der ganzen Welt ins Wanken gebracht zu haben'. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass Rupert auch nach seinem Rücktritt das letzte Wort in den zahlreichen Unternehmen des Murdoch'schen Medienimperiums haben wird. Doch das finale Machtspiel steht noch aus: Stirbt Murdoch Senior, werden seine Aktien gleichmässig unter seinen vier ältesten Kindern aufgeteilt. Lachlans liberalere Geschwister könnten sich nach dem Tod des Vaters gegen ihn verbünden und dem 'Thronfolger' die Kontrolle entreissen.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands scheint eine Zeitenwende möglich. Zerbricht mit der bipolaren Weltordnung auch die Notwendigkeit von Atomwaffen? Eine Hoffnung, die sich als Illusion erweist. Immer mehr Atommächte betreten die Weltbühne und sorgen für eine neue Bedrohungslage. Die zivile Nutzung der Kerntechnik wird ab jetzt durch den Unfall von Tschernobyl geprägt, die Sensibilität für mögliche Risiken wächst. Das 21. Jahrhundert wird die Menschheit vor weitere Herausforderungen stellen und der Kernenergie neue Relevanz verleihen, denn der Klimawandel wird ab sofort im Fokus politischer und gesellschaftlicher Debatten stehen. In Deutschland wird der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, zurückgenommen und dann doch vollzogen. Hohe Investitionen, komplizierte Materialprüfungen und die Aufgabe, den radioaktiven Abfall entsorgen zu müssen, lassen die einstige Zukunftstechnologie zunehmend alt aussehen. Gleichzeitig feiert man in der Nuklearmedizin enorme Erfolge. Sogenannte offene Radionuklide werden für diagnostische und therapeutische Zwecke eingesetzt. Zudem werden weitere radioaktive Substanzen und kernphysikalische Verfahren eingesetzt, um Krankheiten wie Krebs zu behandeln. Auch junge Ingenieure sehen die Atomtechnik weiterhin als Zukunftstechnologie, als Möglichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen. Mit neuen Reaktorkonzepten will man die CO2-arme Atomkraft jetzt noch effizienter und sicherer machen. Doch der Krieg in der Ukraine, neue politische Konflikte, mögliche terroristische Angriffe und Fukushima zeigen, wie gefährlich die Atomtechnik nach wie vor ist. Der Abriss veralteter und der Rückbau stillgelegter Atommeiler und ihr radioaktiver Abfall werden die Menschheit noch über Jahrhunderte intensiv beschäftigen. In der ZDFinfo-Reihe 'Das Atomzeitalter' geben Zeitzeugen und Experten Einblicke in eine Epoche, die unsere Gesellschaften verändert hat und unseren Planeten über Jahrtausende prägen wird. Es ist ein Zeitalter der Angst, der Faszination, der Hoffnung und zerstörter Illusionen. Was waren seine prägenden Momente? Wo führt es uns hin? ZDFinfo auf Spurensuche nach den Ursprüngen eines strahlenden Zeitalters.
Die Kubakrise bringt die Welt an den Rand eines Atomkrieges. Den Mächtigen wird klar, dass die Existenz der menschlichen Zivilisation auf dem Spiel steht. Die folgende Zeit prägen bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen, geopolitische Spannungen und tragische Katastrophen. Eine Zeit, in der die zivile und militärische Nutzung der Atomkraft gesellschaftliche und politische Debatten nachhaltig beeinflusst. In den 1970er-Jahren wird die Kerntechnologie zum Prestigeobjekt vieler Nationen. Wer sie beherrscht, dem gehört die Zukunft. Auch in Deutschland ist die Begeisterung gross: Alle der damals im deutschen Bundestag vertretenen Parteien befürworten den massiven Ausbau der Kernenergie. Sie erscheint im Vergleich zu fossilen Brennstoffen modern, kostengünstig, emissionsarm und ressourcenschonend. Um den rasch steigenden Energiehunger zu stillen, präsentiert sich die Atomwirtschaft in Deutschland als Garant einer heimischen Energiequelle, die trotz Uranimporten sicherstellt, 'dass die Lichter nicht ausgehen'. Doch es gibt auch eine Schattenseite: Der Kalte Krieg und der NATO-Doppelbeschluss befeuern das Wettrüsten und somit auch die Angst vor dem nuklearen 'Overkill'. Die internationale Friedensbewegung erwacht zu neuem Leben – und auch die Umweltschützer in Deutschland wachsen zu einer kritischen Masse heran. Die Frage nach einer sicheren Endlagerung des Atommülls und der Unfall im US-amerikanischen Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg bringen besonders in Deutschland Schwung in die neuen, sozialen Bewegungen. In Ländern wie Frankreich, Grossbritannien oder den USA dagegen glaubt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung weiterhin an die grosse Zukunft der Atomkraft. Nach weltweit 30 Unfällen in den ersten 25 Jahren kommt es schliesslich zu dem, was theoretisch gar nicht möglich sein sollte: dem ersten Super-GAU. In Tschernobyl kommt es am 26. April 1986 im Block 4 zu einer explosionsartigen Kernschmelze. In der ZDFinfo-Reihe 'Das Atomzeitalter' geben Zeitzeugen und Experten Einblicke in eine Epoche, die unsere Gesellschaften verändert hat und unseren Planeten über Jahrtausende prägen wird. Es ist ein Zeitalter der Angst, der Faszination, der Hoffnung und zerstörter Illusionen. Was waren seine prägenden Momente? Wo führt es uns hin? ZDFinfo auf Spurensuche nach den Ursprüngen eines strahlenden Zeitalters.
Die Entdeckung der Kernspaltung führt in ein neues Zeitalter. Die Frage ist: Wie wird die Menschheit dieses neue Energiepotenzial für sich nutzen? In Hiroshima wird die Welt zum ersten Mal Zeuge des gewaltigen Zerstörungspotenzials der Atombombe. Die Kernwaffe wird zum Spielball politischer Machtkämpfe und die Atomkraft gleichzeitig zum Hoffnungsträger für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Es ist ein kalter Dezembertag im Jahr 1938. Am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin beschiessen die Chemiker Otto Hahn und Fritz Strassmann Uranatome mit Neutronen. Doch ihre Messergebnisse ergeben nach damaligem Wissensstand keinen Sinn. Hahn schickt einen Brief mit seinen Beobachtungen an die Physikerin Lise Meitner. Sie erkennt sofort: Hahn und Strassmann ist die Kernspaltung gelungen. Die internationale Wissenschaftsgemeinde ist elektrisiert. Doch die Entdeckung kommt zu einem explosiven Zeitpunkt. Könnte Hitler sich diese Technologie zunutze machen? Aus Angst vor der deutschen Atombombe wird eines der grössten Forschungsprojekte aller Zeiten ins Leben gerufen. Baupläne für die Bombe werden zum Zielobjekt internationaler Spione und das Wissen über die Atombombe zum bestgehüteten Geheimnis unserer Zeit. Der Abwurf der ersten Bombe auf die japanische Stadt Hiroshima beendet das geheime Wettrüsten – zugunsten der USA. Die Welt blickt entsetzt auf die Waffe, die von nun an die globalen Machtverhältnisse bestimmt. Schon bald sind auch die Sowjetunion und Grossbritannien in Besitz der Atombombe. In medienwirksamen Testversuchen demonstrieren die Siegermächte das enorme Zerstörungspotenzial ihrer Nuklearwaffe. Gleichzeitig löst die mögliche friedliche Nutzung der Kerntechnik einen euphorischen Technikglauben aus. Denn sie verspricht Unglaubliches: sicheren, sauberen und vor allem bezahlbaren Atomstrom für alle. Während erste Atomkraftwerke entstehen, wird die Atombombe zum ultimativen Machtinstrument für die USA und die Sowjetunion, die sich im Kalten Krieg waffenstarrend gegenüberstehen. Die USA testet immer stärkere Bomben: auf Kosten der eigenen Soldaten, die als Versuchskaninchen der radioaktiven Strahlung ausgesetzt sind. Potenzielle Folgen auf Menschen und Umwelt werden jahrzehntelang vertuscht. Mit der Entwicklung erster Interkontinentalraketen wird das Wettrüsten zwischen Ost und West auf eine neue Eskalationsstufe gehoben. 1962 droht der Konflikt schliesslich ausser Kontrolle zu geraten. Die Kubakrise führt die Welt zum ersten Mal an den Rand einer internationalen, nuklearen Katastrophe. In der ZDFinfo-Reihe 'Das Atomzeitalter' geben Zeitzeugen und Experten Einblicke in eine Epoche, die unsere Gesellschaften verändert hat und unseren Planeten über Jahrtausende prägen wird. Es ist ein Zeitalter der Angst, der Faszination, der Hoffnung und zerstörter Illusionen. Was waren seine prägenden Momente? Wo führt es uns hin? ZDFinfo auf Spurensuche nach den Ursprüngen eines strahlenden Zeitalters.
Bis 1990 liefert die DDR Uran für Moskaus Atombomben – mit drastischen Folgen für Mensch und Umwelt: Dörfer verschwinden, Landschaften werden radioaktiv verseucht, Bergleute erkranken. Die 'Wismut' im Erzgebirge ist zeitweise der grösste Uranbergbaubetrieb der Welt. Die Jagd nach dem radioaktiven Metall bezahlen viele Kumpel mit dem Leben. Die Sanierung der strahlenden Altlasten kostet bis heute Milliarden. Eine Mammutaufgabe für Generationen. Im atomaren Rüstungswettlauf mit den USA fordert die Sowjetunion von der DDR immer mehr Uran. Bis 1990 werden mehr als 216.000 Tonnen Uran geliefert. Das Uran aus dem Erzgebirge ist unverzichtbar für Moskaus Atomprogramm. Um den Uran-Hunger zu stillen, wird der Bergbau auf Thüringen ausgeweitet. Die Konsequenzen für die Region sind drastisch: Häuser stürzen ein, ganze Dörfer werden abgerissen. Radioaktive Abfälle werden in offene Gruben gekippt, chemische Laugen in Flüsse geleitet. Dramatisch ist es im Dorf Culmitzsch. 1962 bricht dort nachts der Damm eines riesigen Schlammbeckens, in dem Abfälle aus der Uranaufbereitung lagern. Eine radioaktive Flut ergiesst sich Richtung Dorf, kontaminiert das Erdreich und den Fluss. Die DDR-Führung lässt Culmitzsch räumen und später abreissen. Was bleibt, ist eine Sperrzone. Die Umweltzerstörung ist nicht zu übersehen – offiziell ist sie tabu. 1987 filmt der Bürgerrechtler Michael Beleites heimlich die radioaktive Verseuchung. Seine Recherchen geraten in den Westen und er ins Visier der Staatssicherheit. Am schlimmsten trifft es die Bergleute. Sie arbeiten unter Tage mit radioaktivem Erz, atmen uranhaltigen Staub und Radongas ein. Der Uranbergbau fordert Tausende Opfer. Viele Kumpel erkranken, manche sterben. Die Diagnosen ähneln sich: Staublunge, Gelenkschäden, Lungenkrebs. Das Lungenkrebsrisiko unter Uranbergleuten sei etwa doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung, sagt die Epidemiologin Michaela Kreuzer vom Bundesamt für Strahlenschutz. Doch der Nachweis eines Zusammenhangs ist schwierig. Tausende Kumpel kämpfen bis heute um die Anerkennung ihrer Erkrankungen als Berufskrankheit. Erst nach dem Mauerfall endet der Uranabbau im Erzgebirge. Die Sowjetunion zieht sich zurück und hinterlässt eine geschundene Landschaft. Die Sanierung der gigantischen Altlasten ist ein Milliardenprojekt, das die Region noch für Jahrzehnte prägen wird. Uran aus dem Erzgebirge macht die Sowjetunion zur Atommacht. Doch der Preis für die Jagd nach dem radioaktiven Stoff ist hoch: Bis heute sterben Bergleute an Krebs, ganze Dörfer sind verschwunden, Landschaften verwüstet. Die einzigartige Geschichte der 'Wismut' wirkt bis heute nach.
Kurz nach Kriegsende 1945 startet im Erzgebirge eines der grössten Geheimprojekte der Nachkriegszeit: Unter dem Tarnnamen 'Wismut' graben Arbeiter nach Uran für Stalins Atombombe. Sachsen und Thüringen sind im Kalten Krieg anfangs die wichtigsten Uran-Lieferanten Moskaus. Zehntausende schuften unter strenger Geheimhaltung und Lebensgefahr. Viele kommen ums Leben – durch Unfälle und die Langzeitfolgen radioaktiver Strahlung. 1945 verändert die erste Atombombenexplosion das Machtgefüge der Welt für immer. Um im atomaren Wettlauf mit den USA mitzuhalten, benötigt die Sowjetunion Tausende Tonnen Uran. Mit Hochdruck lässt Stalin in ganz Osteuropa danach suchen. In Sachsen werden seine Geologen fündig, die Geigerzähler schlagen aus. In alten Silberminen schlummern riesige Uranvorkommen. 'Wismut' – hinter diesem Namen verbirgt sich ab 1947 eines der geheimsten Industrieprojekte der Nachkriegszeit. Dort fördern sie das Uran für das sowjetische Atomprogramm. Am 29. August 1949 ist es so weit: Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe. Das Uran aus der 'Wismut' ist hierfür ein entscheidender Faktor. Das Erzgebirge wird zum Hotspot des Kalten Krieges. Zehntausende Bergarbeiter werden in die Region gebracht, um nach Uran zu graben. Doch die Bedingungen sind lebensgefährlich: Einstürze und Unfälle sowie die Belastung mit Staub, Radongas und radioaktiver Strahlung gehören zum Alltag. Rund um Johanngeorgenstadt, Schneeberg und Schlema entstehen neue Schächte, Siedlungen und Sperrzonen. Zeitweise beschäftigt die 'Wismut' mehr als 200.000 Menschen und steigt auf zum weltweit grössten Uranbergbaubetrieb. Trotzdem ist es ein Verlustgeschäft, denn was die DDR an die Sowjetunion liefert, sind Reparationen für den verlorenen Krieg. Die 'Wismut' ist in der DDR topsecret. Sowjetsoldaten sichern die Anlagen. Wer unter Spionageverdacht gerät, muss um sein Leben fürchten. Allein zwischen 1951 und 1953, so der Historiker Rainer Karlsch, werden rund 70 'Wismut'-Kumpel in der Sowjetunion hingerichtet. Gleichzeitig lockt das Unternehmen mit hohen Löhnen und Privilegien. Für viele Familien bedeutet die Arbeit einen Ausweg aus Not und Hunger der Nachkriegsjahre. Es ist der Beginn einer ambivalenten Geschichte zwischen Hoffnung, Aufstieg und Leid. Die Folgen des Raubbaus werden erst Jahre später deutlich. Uran aus dem Erzgebirge macht die Sowjetunion zur Atommacht. Doch der Preis für die Jagd nach dem radioaktiven Stoff ist hoch: Bis heute sterben Bergleute an Krebs, ganze Dörfer sind verschwunden, Landschaften verwüstet. Die einzigartige Geschichte der 'Wismut' wirkt bis heute nach.
Mit frauenverachtenden Aussagen erreicht Andrew Tate Millionen Follower. Wie ist der rasante Aufstieg des umstrittenen Internetstars zu erklären? Wer zieht im Hintergrund die Fäden? Zwei Jahre lang recherchiert Reporter Matt Shea in Tates Online-Netzwerk 'The War Room'. Er spricht mit ehemaligen Mitgliedern und Mitarbeitern von Tate und mit Frauen, die auf die Betrugsmasche hereingefallen sind. Und enttarnt den mutmasslichen Kopf des Netzwerks. Iggy Semmelweis (bürgerlicher Name: Miles Sonkin) steht offenbar an der Spitze des 'War Room', wo zahlende Mitglieder lernen, Frauen zu manipulieren und zum Drehen von Sexvideos zu zwingen. Der BBC liegen 12.000 Seiten Chatprotokolle aus dem War Room vor. Daraus geht hervor, dass Iggy neue Mitglieder gezielt kontaktiert, um ihnen anhand von Büchern und Onlinekursen beizubringen, Frauen gefügig zu machen. Dabei scheint es einen fest vorgeschriebenen Ablauf zu geben, wie zwei betroffene Frauen bestätigen: Zunächst wird den Frauen eine romantische Beziehung vorgegaukelt, anschliessend werden sie sozial isoliert, dürfen Freunde und Familie nicht mehr sehen und werden dazu überredet, sich als Zeichen der ultimativen Loyalität den Namen des Mannes tätowieren zu lassen. Sind die Frauen schliesslich in die gewünschte Abhängigkeit geraten, werden sie zur Sexarbeit genötigt, wobei die Gewinne aus dem Webcam-Business grösstenteils oder ganz an die Männer fliessen. Andrew Tate und sein Bruder werden im Dezember 2022 in Rumänien wegen Vergewaltigung, Menschenhandels und Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt. Trotz der laufenden Ermittlungen reisen sie im Februar 2025 in die USA aus. Dort ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft in Florida gegen die Brüder. Muss sich Iggy Semmelweis als mutmasslicher Drahtzieher ebenfalls verantworten?
2021 wird Ghislaine Maxwell angeklagt, Jeffrey Epsteins Sexhandelsring organisiert zu haben. Wie wurde die Tochter aus gutem Haus und Jetsetterin zur Komplizin eines Sexualverbrechers? Der Epstein-Skandal schlug hohe Wellen. Nach Epsteins angeblichem Selbstmord in Untersuchungshaft gerät Ghislaine Maxwell in den Fokus der Ermittler und der Öffentlichkeit. Mehrere Missbrauchsopfer behaupten, Maxwell habe sie gefügig gemacht. Die jungen Frauen fühlten sich gefangen in einem System der Einschüchterung, Gewalt und Abhängigkeit, das Ghislaine Maxwell organisiert haben soll. Dabei missbrauchte der Milliardär Jeffrey Epstein die oft minderjährigen Mädchen nicht nur selbst, sondern bot sie auch prominenten und mächtigen Freunden an. Einer von ihnen ist Prinz Andrew, den eine langjährige Beziehung mit Ghislaine Maxwell verbindet. Virginia Giuffre behauptet, als Minderjährige von Prinz Andrew mehrfach missbraucht worden zu sein. Und es sei Ghislaine Maxwell gewesen, die bei Epsteins Sexhandelsring im Hintergrund die Fäden zog. Der Prozess gegen Ghislaine Maxwell wirft ein grelles Licht auf das geheime Leben der Reichen und Mächtigen.
Pornhub – eine Grösse im weltweiten Online-Pornogeschäft, mit jährlich Milliarden Euro Umsatz. Doch jetzt steht die Plattform wegen illegal verbreiteter Privatvideos massiv in der Kritik. Opfer klagen 2020 erstmals öffentlich, dass auf Pornhub anonym und unerlaubt auch Videos von Minderjährigen oder Vergewaltigungsvideos hochgeladen würden. Schnell wird klar: Der Branchenriese kümmert sich weder ausreichend um die Kontrolle noch um die Opfer. Die Dokumentation beleuchtet das 'System Pornhub' und den dahinterstehenden, weitverzweigten Pornhub-Mutterkonzern Mindgeek mit Hauptsitz in Montreal. Dazu gehören auch Sexportale wie 'Redtube', 'Youporn' und 'My Dirty Hobby'. Insgesamt gibt es 30 Tochterfirmen und mehr als 100 einschlägige Websites. 'Das System Pornhub – Schmutzige Geschäfte mit der Lust' zeichnet die Entstehung, Entwicklung und das Geschäftsmodell der Online-Pornografie nach und nimmt eine Branche unter die Lupe, die von 'User-generated Content' lebt. Dabei wird deutlich, was dies für die freiwilligen und unfreiwilligen Darsteller auf den Plattformen bedeutet: Frauen berichten, wie sie damit Geld verdienen, Opfer erzählen von ihrem Kampf um Löschung illegal eingestellter Privatvideos und den Folgen daraus – von Depressionen bis hin zu Suizidversuchen. Der New Yorker Anwalt Michael Bowe vertritt mehr als 30 Opfer und erklärt, wie wenig Pornhub zum Schutz seiner Mandantinnen unternommen hat – was auch ein ehemaliger, langjähriger Mindgeek-Mitarbeiter bestätigt.
Wenn es um Penisse geht, heisst es oft: je grösser, desto besser. Aber ist das wirklich so? Die Zuschauer lernen in diesem Film Männer kennen, denen ihr XXL-Gemächt das Leben zur Hölle macht. 13,5 Zentimeter misst ein durchschnittlicher erigierter Penis. Männer, die erheblich über diesem Mass liegen, werden oft fetischisiert oder verspottet. Erfahrungen, die Fussballtrainer Scott, Künstler Joe und Cambridge-Absolvent Matt täglich machen. Das Geschlechtsorgan des 35-jährigen Scott misst stolze 24 Zentimeter. Er leidet unter den ständigen Sprüchen und Witzen seiner Mannschaftskollegen. Auch bei der Partnersuche ist sein Riesenpenis für ihn eher Fluch als Segen. Ähnlich geht es dem 22-jährigen Joe, der aufgrund seiner Penisgrösse sogar schon Job-Absagen erhalten hat. Zu obszön sei der Anblick der Beule in seiner Hose. Doch Joe beschliesst, das Beste aus seiner Situation zu machen, und geht in die Offensive. Das beste Stück von Cambridge-Absolvent Matt misst im erigierten Zustand fast 27 Zentimeter. Zu viel, findet Matt, und zieht eine Penis-Verkleinerung in Erwägung. Doch sind die zu erwartenden Vorteile wirklich das hohe Operationsrisiko wert? Die Zuschauer lernen auch Bonnie kennen, die sich selbst als 'Size Queen' bezeichnet. Sie hat eine ausgeprägte Vorliebe für XXL-Penisse und setzt diese gerne in Amateur-Pornos in Szene. Wird ihr neuer Co-Star Andy, ein ehemaliger Klempner, Bonnies grosse Erwartungen erfüllen? Auch YouTuber Cam hat leidvolle Erfahrungen mit der Fetischisierung schwarzer Männer und ihrer Geschlechtsorgane gemacht. Bei der Recherche für ein Aufklärungsvideo über das 'Big Black Cock'-Phänomen wagt er sich auf eine Stripshow, bei der ausschliesslich schwarze Männer auf der Bühne stehen.
Cast
Matt Barr, Joe Brady, Cam, Julia Davis, Andy Lee, Scott Longman, Bonnie Slayed
Ein Social-Media-Trend, bei dem männliche Teenager und junge Erwachsene alles dafür tun, ihr Aussehen zu perfektionieren. Die Methoden dafür sind oftmals drastisch – und gefährlich. Bei manchen geht das Looksmaxxing zudem mit Selbst- und Frauenhass einher. Filmemacher Ben Zand hat ein Jahr lang in der bizarren Szene recherchiert. Er trifft Looksmaxxer, die überzeugt sind, nur besonders attraktive Männer hätten Erfolg im Leben und bei Frauen. Darunter der 20-jährige Finn, der viele Stunden am Tag in Looksmaxxing-Foren verbringt. Um männlicher zu wirken und sein Gesicht zu modellieren, spritzt er sich verschreibungspflichtige Medikamente. Oder Influencer Austin Wayne, der auf seinen Plattformen Tipps zur Selbstoptimierung gibt und seinen Anhängern auch persönliche Coachings anbietet, selbstverständlich gegen Bezahlung. Während Austin Wayne vor allem Massnahmen wie Sport und die richtige Hautpflege propagiert, greifen andere Looksmaxxer zu extremeren Massnahmen. Das reicht von der Bearbeitung der Gesichtsknochen mit einem Hammer bis hin zur kosmetischen Operation. So wie 'LT', der unerkannt bleiben will. Ben Zand trifft ihn im polnischen Warschau. Um acht Zentimeter an Körpergrösse zu gewinnen, hat er sich die Beine operativ verlängern lassen – ein langwieriger, teurer und extrem schmerzhafter Eingriff. In London spricht Zand mit 'Adonis'. In Videochats lässt der 18-Jährige seinen Körper von fremden Frauen bewerten. Er ist davon überzeugt, dass die weibliche Partnerwahl nur auf zwei Faktoren basiert: Geld oder guten Genen. Oftmals ist diese Überzeugung allerdings gepaart mit einem antiquierten, traditionellen Frauenbild bis hin zur Verachtung von Frauen.
Tattoos, Piercings oder Body Modifications: Menschen verändern ihren Körper – schon immer, immer wieder und manchmal auch massiv – trotz Schmerzen, Risiken und Vorurteilen. Tätowierte Gesichter, Teufelshörner, die implantiert werden, oder chirurgisch geformte Elfenohren: Body Modifications fallen auf und können polarisieren. Wenn Menschen ihren Körper bewusst verändern, ist das für viele der beste Ausdruck des eigenen Selbst. Tattoos auf Rücken, Armen und Beinen sind weitverbreitet und damit längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber einige gehen weiter und wollen mehr: Marcel aus Wien lässt seinen Körper nahezu vollständig tätowieren, Tobi lässt sich die Zunge spalten und Teufelshörner einsetzen, Mandy bekommt Elfenohren, Sabrina erhält nach ihrer Brust-OP im Rahmen ihrer Krebserkrankung ihr Körpergefühl wieder zurück, und für Diakon Rainer geht seine Liebe zu Gott buchstäblich unter die Haut. Sie alle haben ihre Körper modifiziert. Aus Spass, als Kunstwerk, zur Identitätsverstärkung oder zur Heilung. 'Also, die typischen Vorurteile, die ich eigentlich mitbekomme mit meinem Aussehen, sind arbeitslos, irgendwie kriminell oder gewalttätig und drogenabhängig', beschreibt Tierpfleger Tobi die Reaktionen auf seine fast 400 Tattoos, Implantate und die gespaltene Zunge. Marcel ist in den sozialen Medien bekannt als 'Eternal Exodia' und hat dafür mehr als 730 Stunden auf dem Tätowierstuhl verbracht. Er richtet sein gesamtes Leben konsequent auf seinen aussergewöhnlichen Look aus, hat seinen Körper zum Kunstwerk gemacht: 'Warum ich es mache? Weil ich das gesamte Kunstwerk sehe. Ich sehe mich in den Spiegeln und denke mir, so was gibt es nur einmal auf der Welt.' Tattoo-Legende Henk Schiffmacher blickt auf über fünf Jahrzehnte in der Branche zurück und hat beobachtet, wie aus einer kleinen Subkultur ein weltweites Geschäft wurde. Mandy erfüllt einen lange gehegten Traum und lässt sich an den Ohren operieren. Jetzt haben sie die Form von Elfenohren. Für Sabrina wird ein medizinisches Tattoo nach ihrer Krebserkrankung zum wichtigen Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Körpergefühl. Und Rainer Fuchs trägt seinen Glauben dauerhaft auf der Haut und erlebt als Diakon, wie seine Tattoos Türen öffnen, die anderen Kirchenvertreterinnen und -vertretern oft verschlossen bleiben. Wie viel Schmerz muss man aushalten, um endlich so auszusehen wie Marcel? Und was war die grösste Angst, bevor Tobi sich das Auge tätowieren liess? Sie zeigen, wie viel Zeit, Geld und Überwindung hinter ihren Veränderungen stecken, und erzählen, weshalb sie diesen Weg trotzdem immer wieder gehen. 'Make me beautiful' fragt, warum der Wunsch nach Individualität für manche Menschen unter die Haut geht und was ihre persönlichen Geschichten über den gesellschaftlichen Blick auf Schönheit, Normalität und Anderssein erzählen.
Ihr Ziel: der perfekte männliche Körper. Ihr Preis: Schmerzen, Kosten, die eigene Gesundheit. Männer tun viel für ihren starken Wunsch nach Schönheit. Sie unterwerfen ihr Leben einem Trainingsplan. Lassen sich für 100.000 Euro die Beine brechen. Verdicken ihren Penis. Spritzen sich illegale Substanzen oder werden Looksmaxxer auf Social Media. Gross, stark, perfekt – der harte Weg zu maximaler Männlichkeit. 'Ich will einfach der Typ mit den dicksten Muskeln sein', beschreibt Maik den Antrieb für seinen Lebenstraum: als Bodybuilder bei Mr. Olympia zu starten. Diesem Traum ordnet er alles unter: aufstehen um 5:30 Uhr, sieben festgelegte Mahlzeiten pro Tag, über 30 Supplements, zweieinhalb Stunden Krafttraining. Für den 16-jährigen Soufian ist gutes Aussehen der Schlüssel zu Erfolg und Beliebtheit: Als Looksmaxxer tauscht er sich auf Social Media mit anderen jungen Männern aus. Lässt sich von der Community oder einer App bewerten, wobei die Skala von 'Subhuman' bis 'Chad' geht. Jede Körperpartie, vom Winkel der Augen bis zum Abstand zwischen Ohr und Kieferknochen, hat dabei einen Idealwert, den es zu erreichen gilt. Nachhelfen können Looksmaxxer mit Aminosäuren, Wachstumshormonen, dem Malträtieren ihres Wangenknochens mit einem Hammer und natürlich zahlreichen als Softmaxxing und lange weiblich geltenden Schönheitsmassnahmen wie Skincare, Botox & Co.Alex leidet unter seiner Körpergrösse und verlängert für viel Geld und mit monatelangen Einschränkungen seiner Beweglichkeit schon zum zweiten Mal seine Beine. Auch vor dem Penis macht die Selbstoptimierung nicht Halt: Er soll länger und dicker werden. Die Nachfrage nach ästhetischer Intimchirurgie steigt stetig. Was ist das Idealbild eines attraktiven Mannes, woher kommt es, und warum sind junge Männer auf einmal bereit, für dieses Ideal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinauszugehen? Von der Balance zwischen attraktivem Äusseren als Lifestyle und extremen Eingriffen in den eigenen Körper auf der Suche nach Perfektion erzählt der Film 'Make me beautiful'.
Filler, Botox, knallharte Sportroutinen und riskante OPs. Frauen gehen sehr weit für ihre Schönheit in Zeiten, in denen der Druck, endlich perfekt auszusehen, nie grösser war. Schöner, glatter, dünner – der Druck, perfekt zu sein, bestimmt das Leben vieler Frauen. Nie gab es mehr Schönheitseingriffe als heute. Die Doku begleitet Frauen, die teils grosse Risiken eingehen und viel Zeit und Geld investieren, um ihren Körper zu optimieren. In einer Welt, in der Social Media zum Alltag gehört und die Grenzen zwischen realen und künstlich veränderten Menschen und Bildern verschwimmen, stehen vor allem junge Frauen unter dem Druck, unerreichbaren Idealen von Schönheit zu entsprechen. Die Dokumentation 'Make me beautiful – Perfekt um jeden Preis' zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien, Unternehmen und Social Media das Selbstbild einer ganzen Generation prägen – und wie weit die Frauen bereit sind, im Namen der Schönheit zu gehen. Den Wunsch, schön zu sein, teilen alle Protagonistinnen des Films. Paula, eine junge Sportinfluencerin in den Startlöchern ihrer Social-Media-Karriere, versucht, dem perfekten Fitness-Ideal zu entsprechen, und geht dabei streng mit sich ins Gericht, wenn mal eine Trainingseinheit ausfallen muss. Reality-TV-Star Melody nimmt gefährliche Operationen in Kauf, um ihr Aussehen immer weiter zu optimieren. Für sie ist der Weg zum 'perfekten Körper' ein nie endender Prozess. Alexandra und ihre Freundinnen zeigen, wie selbstverständlich Botox und andere kosmetische Eingriffe für sie zum Alltag gehören. Die 15-jährige Influencerin Isi erfährt beim Arztbesuch von den dramatischen Konsequenzen der zahlreichen Produkte, die sie in ihren Pflegeroutinen verwendet. Die Protagonistinnen sprechen offen über ihren Alltag, ihre Routinen und Grenzerfahrungen. Sie zeigen, was sie im Namen der eigenen Optimierung tun. Sie erzählen, warum. Und sie sagen selbst, was sie daran begeistert und wo sie ins Grübeln kommen. Kein Erklärstück, keine Einordnung von oben, sondern echte Geschichten aus einer Welt, in der Schönheit für viele zum Teil der Identität geworden ist. Der Film stellt die Frage, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um den Schönheitsidealen der modernen Gesellschaft so nah wie möglich zu kommen.
Sie sind jung, digital und weltweit vernetzt. Sie sind die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Reichtum im 21. Jahrhundert neu definieren. Ihre Erfolgsgeschichten prägen die Welt. MrBeast, Martin Klenk, Ben Francis, Lucy Guo, Ed Craven und Melanie Perkins stehen für eine Generation, die Aufmerksamkeit, Identität und digitale Erlebnisse in Milliardenunternehmen verwandelt – und das in einem atemberaubenden Tempo. Von der Garage bis zur Milliarde: Der Film richtet den Blick auf eine Generation, die die Regeln des Reichtums neu geschrieben hat. MrBeast verwandelte YouTube-Videos in ein globales Medienimperium mit Hunderten Millionen Abonnenten. Martin Klenk machte aus einer Studentenarbeit einen Weltkonzern. Ben Francis nähte in seiner Garage Trainingskleidung – und baute mithilfe von Influencer-Marketing eine der begehrtesten Sportswear-Marken der Welt. Lucy Guo wusste schon als Kind, wie man ein PayPal-Konto eröffnet, und setzte früh auf KI, als andere noch zögerten. Ed Craven bewegt sich mit seiner Vorliebe für Spielwetten souverän im Graubereich der digitalen Wirtschaft. Und Melanie Perkins hat es sich zur Mission gemacht, kreatives Gestalten für jeden zugänglich zu machen. Was sie alle eint: kein Erbe, kein Familienname, keine traditionellen Strukturen – sondern Instinkt, Risikobereitschaft und die Fähigkeit, den Zeitgeist zu lesen, bevor er sichtbar wird. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges – doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Keinen Respekt vor Regeln – nur die Überzeugung, dass wer anders denkt, den Markt beherrscht. Der Film zeigt, wie Rulebreaker Imperien schaffen: radikal, risikobereit und rücksichtslos. Ob in Technologie, Rohstoffen, Pharma oder Finanzen: Christian Angermayer, Travis Kalanick, Zhong Huijuan, Peter Thiel, Gina Rinehart und Masayoshi Son haben die Grenzen des Machbaren verschoben – und so ganze Branchen verändert. Dieser Teil der Reihe 'Die Welt der Superreichen' richtet den Blick auf eine Generation von Milliardären, die Märkte nicht nur bedient, sondern neu erfunden haben – oft gegen Widerstände, Konventionen und die Logik ihrer Branchen. Travis Kalanick verwandelte eine simple Idee in ein globales Mobilitätsimperium – und legte dabei das Taxigewerbe weltweit in Trümmer. Peter Thiel erkannte früher als alle anderen, dass Technologie Macht ist, und investierte sein Kapital konsequent in die Zukunft, die er selbst mitgestalten wollte. Zhong Huijuan baute in einem der reguliertesten Märkte der Welt einen Pharmakonzern von globalem Format – mit Methoden, die die Branche bis heute beschäftigen. Gina Rinehart erbte ein angeschlagenes Unternehmen und machte daraus eines der grössten Bergbauimperien der Erde – unnachgiebig, polarisierend, unaufhaltsam. Christian Angermayer setzt auf Psychedelika, Longevity und Technologie, wo andere noch zögern. Masayoshi Son verwettet Milliarden auf Visionen, die kaum jemand versteht – und scheitert spektakulär, nur um beim nächsten Mal noch grösser zu wetten. Was sie alle eint: kein Respekt vor dem Status quo, kein Zögern an Grenzen – sondern die Überzeugung, dass wer die Regeln schreibt, auch den Markt beherrscht. Doch Erfolg kommt selten ohne Preis: Ihre Wege sind gepflastert mit spektakulären Siegen, milliardenschweren Fehlinvestitionen und Skandalen, die ganze Branchen erschütterten. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges – doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Dynastien zwischen Glanz und Abgrund: Über viele Jahrzehnte entstehen Milliardenvermögen, weltbekannte Marken und die Faszination grosser Familienimperien. Doch hinter dem Glanz stehen oftmals Krisen, Skandale und Konflikte. Die glänzenden Namen sind Agnelli, Bettencourt und Ambani. Umstritten ist die Marcos-Dynastie und bodenständig die Familie Würth. Wie schaffen sie es, langfristig erfolgreich zu sein? Von traditionsreichen Unternehmerfamilien bis zu politisch geprägten Clans: Der Film spannt den Bogen von Europa über Asien bis in die USA und erzählt von Aufstieg und Fall, von spektakulärem Erfolg, tiefen Krisen und den Mechanismen ihrer Macht. Im Fokus stehen die Agnellis, die aus einem Turiner Autobauer ein globales Industrieimperium formten, die Marcos, die durch Korruption Milliarden entzogen, ins Exil gingen und später an die Macht zurückkehrten, sowie die Würth-Familie, die mit konsequenter Aufbauarbeit zu den reichsten Unternehmerdynastien der Welt aufstieg. Ebenso beleuchtet werden die Bettencourts, deren Name durch einen der grössten Familienskandale Frankreichs ging, ohne die Dominanz von L'Oréal zu brechen, und die Ambanis, die mit aussergewöhnlichem Reichtum und ikonischen Symbolen moderner Macht neue Massstäbe setzen. Gemeinsam machen sie sichtbar, was diese Dynastien antreibt, wie sie Krisen überstehen – und warum ihr Einfluss bis heute ungebrochen ist. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges – doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Luxuskonzerne verkaufen mehr als nur ihre Produkte. Es geht um Status und Exklusivität. Hinter den Kulissen dreht sich aber viel um Gewinnmargen, Billigarbeit und fragwürdige Rohstoffe. Ob Diamanten, Smartphones oder Krokodilledertaschen: Oft kauft der Kunde Produkte, deren realer Warenwert nur wenige Prozent des Verkaufspreises ausmachen. Und obendrein umgehen die Luxushersteller Arbeitnehmerrechte und Umweltvorgaben. Die Folge 'Giganten des Luxus' zeigt, mit welchen Mitteln Konzerne ihre Macht verteidigen und ausbauen. iPhone-Hersteller Apple stilisiert sich gerne als Vorreiter für saubere Technologie, steht jedoch wegen der Ausbeutung von Konfliktmineralien in der Demokratischen Republik Kongo und dessen illegalem Schmuggel massiv in der Kritik. Erstmals verklagt ein Staat den Konzern: Die demokratische Republik Kongo möchte Apple für den Umgang mit Konfliktmineralien in Haftung nehmen. Der Diamanten-Riese De Beers inszeniert seine Steine als ewiges Symbol der Liebe, hinterlässt jedoch durch industriellen Bergbau im südlichen Afrika Mondlandschaften und profitierte offenbar von einem lückenhaften Zertifizierungssystem für Diamanten aus problematischen Herkunftsgebieten. Der französische Traditionskonzern Hermès hält für seine extrem teuren Statussymbole wie die 'Birkin Bag' unbeirrt an der Massenzucht und grausamen Tötung von Krokodilen auf riesigen Farmen in Australien fest und ignoriert Tierschutzbedenken weitgehend. Wie die Branche zudem Arbeitsrechte umgeht, offenbart der weltgrösste Luxuskonzern LVMH: Während der Riese nach aussen makellose Handwerkskunst bewirbt, liessen Subunternehmer in Italien für Konzerntöchter Migranten ohne Papiere unter prekären Bedingungen an den Luxustaschen arbeiten. Wissenschaftler, Buchautoren, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Multinationale Transportunternehmen kontrollieren die Warenströme der Weltwirtschaft. Sie beherrschen die Wege auf See und Land oder die Reisen von Millionen Flugpassagieren. Die Big Player liefern sich einen globalen Verdrängungswettbewerb und agieren im Hintergrund. Dabei tragen sie zur Klimaerwärmung bei, lassen Menschen unter problematischen Bedingungen arbeiten und vernetzen sich mit der Politik, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Folge 'Giganten des Transports' beleuchtet die Geschäftspraktiken der Branche und zeigt, mit welchen Mitteln die Grossen der Transportwelt ihre Macht verteidigen und ausbauen. Beispiel Amazon: Der Onlinehändler wälzt das unternehmerische Risiko auf der sogenannten 'letzten Meile' an Subunternehmen ab und steht immer wieder unter Verdacht, Kurierfahrer und Lagerarbeiter durch algorithmische Überwachungssysteme in die physische und psychische Erschöpfung zu drängen. Die dänische Grossreederei Maersk inszeniert sich zwar medienwirksam als klimafreundlicher Vorreiter, steht trotzdem bei Umweltverbänden wegen ihres CO2-Ausstosses in der Kritik. In der Luftfahrt hat der irische Billigflieger Ryanair den Markt revolutioniert, wälzt den ständigen Preisdruck jedoch durch fragwürdige Arbeitsbedingungen und Lohndumping auf sein Personal ab und befeuert gleichzeitig den klimaschädlichen Massentourismus in europäischen Metropolen. Dass das Prinzip 'Profit über Sicherheit' sogar tödlich enden kann, zeigt das Beispiel des Flugzeugherstellers Boeing. Aus immensem Kostendruck und im Wettlauf mit der Konkurrenz verschwieg der Konzern fatale Konstruktionsmängel bei der 737 MAX, was zu zwei Abstürzen mit 346 Toten führte, während warnende Whistleblower verfolgt und schikaniert wurden. Wissenschaftler, Arbeitnehmervertreter, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Multinationale Lebensmittelkonzerne bestimmen unseren Alltag. Sie liefern Produkte für Milliarden Menschen und dominieren globale Märkte. Doch ihre Macht ist meist unkontrolliert. Die heimlichen Herrscher der Konsumgüterindustrie agieren oftmals im Hintergrund. Sie entziehen sich zunehmend der demokratischen Kontrolle, um ihre Profite zu steigern. Dabei werden ökologische, gesundheitliche und soziale Krisen weltweit massiv verschärft. Die ZDFinfo-Dokumentation zeigt die Geschäftspraktiken dieser Giganten und erklärt an konkreten Beispielen, wie rücksichtslos die Jagd nach Profiten auf Kosten von Mensch, Natur und demokratischen Institutionen vorangetrieben wird. Ein prominentes Beispiel ist der US-Getränkeriese Coca-Cola. Der Konzern produziert jährlich etwa drei Millionen Tonnen Plastik. Das sind etwa 200.000 Flaschen pro Minute, die überwiegend aus Erdöl hergestellt werden. Anstatt flächendeckend auf umweltfreundliche Mehrwegsysteme umzustellen, bekämpfte die Einweglobby politische Regulierungen mit viel Aufwand. Denn Einwegsysteme sind billiger: Rücknahme und Reinigung kosten viel Geld. Die Doku zeigt auf, dass auch beim Recycling von Einwegverpackungen von der versprochenen Kreislaufwirtschaft oft keine Rede sein kann. Beim mechanischen Recycling wird Plastik zuerst aussortiert, und ausserdem sinkt die Qualität des Kunststoffes mit jeder Weiterverwertung. Also müssen wieder neue Flaschen produziert werden, was den Plastikmüllberg wieder vergrössert. Noch umfassender, aber für den Endverbraucher fast unsichtbar, agiert das US-Unternehmen Cargill. Mit einem Jahresumsatz von rund 165 Milliarden US-Dollar ist es das grösste private Unternehmen der Vereinigten Staaten und dominiert als Teil eines mächtigen Oligopols den globalen Agrarhandel. Für die Produktion von billigem Fleisch und Soja, das massenhaft in den Produkten weltweiter Fast-Food-Ketten und Supermärkte landet, nimmt Cargill auch Umweltzerstörungen in Kauf. Die NGO 'Mighty Earth' bezeichnete Cargill aufgrund seiner Naturzerstörung gar als das 'schlimmste Unternehmen der Welt'. Der Konzern ist in die illegale Abholzung und Brandrodung im brasilianischen Amazonas-Regenwald und in der artenreichen Cerrado-Savanne verwickelt. Dabei werden nicht nur Ökosysteme für riesige Soja-Monokulturen vernichtet, sondern auch lokale Bauerngemeinschaften von ihrem Land vertrieben. Wie weit die Verflechtung von staatlicher Macht und Grosskonzernen gehen kann, illustriert das Beispiel der China National Tobacco Corporation (CNTC). Der chinesische Staatskonzern kontrolliert rund 44 Prozent des globalen Zigarettenmarktes und produziert jede Minute fünf Millionen Zigaretten. CNTC ist nicht nur für Gesundheitskrisen verantwortlich, sondern unterwanderte auch internationale Gesundheitsgesetze. Als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihr globales Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) verabschiedete, nahm die chinesische Delegation Einfluss auf den Vertragstext: Die offizielle Übersetzung ins Chinesische (Mandarin) wurde gezielt manipuliert. An insgesamt 68 Stellen wurde das bindende Wort 'shall' (muss) in das weichere 'should' (sollte) abgeändert. Durch unscheinbare, aber juristisch hochwirksame redaktionelle Eingriffe wurden umfassende Werbeverbote und strenge Gesundheitsvorgaben abgeschwächt, um die Expansion des Tabakriesen auf dem asiatischen und globalen Markt nicht zu gefährden. Wissenschaftler, Experten, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld – sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen. Wie sind Daten zur politischen Waffe geworden? Es begann spätestens mit Obamas Wahlkampf bis hin zum Skandal um Cambridge Analytica und Donald Trump. Insider und Whistleblower enthüllen, wie Profile, Emotionen und Ängste gezielt gesteuert werden. Die zweite Folge beleuchtet die politische Dimension der Datenmacht. Sie zeigt, wie Facebook und andere Plattformen psychologische Profile erstellen, wie Algorithmen Emotionen manipulieren und politische Kampagnen steuern. Anhand von Fällen wie Cambridge Analytica, Facebook-Experimenten und internationalen Beispielen wird deutlich, wie fragil Demokratie und Öffentlichkeit im Zeitalter der exzessiven Datensammlung geworden sind. 'Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech' untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern – und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Big Tech weiss mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon & Co.dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden. Der Aufstieg der grossen Tech-Konzerne beruhte nicht nur auf innovativer Computertechnik. Denn schon früh setzten sie auf Psychologie, um Nutzungsverhalten zu manipulieren. So wurde die Nutzung der Daten zum Geschäftsmodell. Die Geschichte ist faszinierend: Aus der Hippie-Ära entstehen viele der digitalen Grosskonzerne. Es beginnt im Silicon Valley der 1970er-Jahre und führt zu den heutigen Monopolen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Der Film zeigt, wie aus idealistischen Visionen ein milliardenschweres Geschäftsmodell mit Überwachung, Datenhandel und Manipulation geworden ist – und warum viele Menschen heute kaum noch ohne diese Konzerne leben können. 'Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech' untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern – und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Nach 9/11 beginnt der 'War on Terror' – Afghanistan und Irak sind Schauplätze eines globalen Feldzugs. Donald Trump definiert die Rolle der USA neu: Macht ersetzt Bündnisse, Kriege brechen aus. Terroristen-Jagd, Folterskandale und Drohnenkrieg prägen nach dem Terror von Al-Kaida die US-Aussenpolitik. Doch in der Heimat herrscht zunehmend Kriegsmüdigkeit. Donald Trump propagiert 'America first' und führt sein Land dennoch in einen Krieg mit dem Iran. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schwört US-Präsident George W. Bush die Amerikaner auf einen Feldzug gegen den Terror ein. Zuerst im Visier: Afghanistan. Ziel ist die Zerschlagung des Terrornetzwerks Al-Kaida und die Suche nach Osama bin Laden. Doch auf den schnellen Sturz der Taliban folgt ein Einsatz, der zwei Jahrzehnte dauern soll. Ohne UN-Mandat greifen die USA 2003 den Irak an. Begründung: Der Irak baue Massenvernichtungswaffen und unterstütze den Terror. Doch für beides gibt es keine Belege. Der Sturz von Saddam Hussein hinterlässt ein Machtvakuum. Aufstände, Besatzung und Gewalt destabilisieren den Irak – und sind der Nährboden für den sogenannten Islamischen Staat. Der Versuch, durch Regimewechsel Frieden und Demokratie im Nahen Osten zu schaffen, scheitert. Zugleich beschädigen Folterskandale in Guantanamo und Abu Ghraib die Glaubwürdigkeit der USA. In der Heimat stossen die Kriege in Übersee mehr und mehr auf Ablehnung. Die USA stecken in einer moralischen und militärischen Sackgasse. Unter Barack Obama und Joe Biden wandelt sich die Strategie. Sie ist geprägt vom Drohnenkrieg, dem chaotischen Abzug aus Afghanistan bis hin zur Unterstützung der Ukraine gegen Russland. Dann kommt Donald Trump erneut an die Macht. Mit der Parole 'America first' geht es ihm nicht mehr um globale Ordnung, sondern um nationalen Nutzen. Der Kampf ums Öl ist die treibende Kraft. Bündnisse verlieren an Bedeutung, alte Freunde scheinen neue Feinde zu sein. Trump droht unverhohlen mit militärischer Macht. In diesem Klima eskaliert der Konflikt mit Iran. Die Vereinigten Staaten von Amerika bereiten den Weg in ein neues kriegerisches Zeitalter. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe 'Die Kriege der USA' zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.
Aus Isolationismus zur Weltmacht: Nach Jahren des Rückzugs steigen die USA im Zweiten Weltkrieg zur Militärnation auf. Atomwaffen, Kalter Krieg und das Trauma Vietnam prägen ihr Selbstbild. Als Kämpfer für Freiheit und Demokratie gehen die USA siegreich aus dem Zweiten Weltkrieg hervor und begründen ihren Ruf als Weltpolizist. Doch sie führen auch 'schmutzige Kriege' und hintergehen eigene Ideale. In Vietnam endet ein Krieg erstmals mit einer Niederlage. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 werden die USA die entscheidende Militärmacht im Zweiten Weltkrieg. In Europa treiben US-Soldaten den Vormarsch gegen Nazideutschland voran, im Pazifik kämpfen sie gegen das japanische Kaiserreich. 1945 setzen die USA in Hiroshima und Nagasaki erstmals Atombomben ein – Waffen, deren Zerstörungskraft Kriege beenden, aber auch ganze Städte vernichten können. Ein neues Zeitalter beginnt, in dem die USA eine Schlüsselrolle spielen – militärisch, aber auch beim Aufbau der Vereinten Nationen. Im Kalten Krieg ringen die USA mit der Sowjetunion weltweit in Stellvertreterkriegen um die Vorherrschaft. Ab 1950 verteidigen sie Südkorea gegen den kommunistischen Norden. In den 1960er-Jahren bringt die Kuba-Krise die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Die USA pochen auf ihre Einflusssphäre in der Karibik und verhindern russische Raketen auf Kuba. Gleichzeitig eskaliert der Krieg in Vietnam. Der Einsatz chemischer Waffen und massive zivile Opfer untergraben den Anspruch der USA, im Namen von Freiheit und Frieden zu handeln. Die Niederlage von 1975 erschüttert ihr Selbstverständnis nachhaltig. Der Sturz des Schahs im Iran und die Geiselnahme von Botschaftsmitarbeitern setzen den Keim für einen Konflikt, der viele Jahre später eskaliert. Am Ende des Kalten Krieges bleiben die Vereinigten Staaten die einzige Supermacht. Doch militärische Stärke allein garantiert weder Kontrolle noch moralische Autorität. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe 'Die Kriege der USA' zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.
Als junge Nation befreien sich die USA aus der britischen Kolonialherrschaft, erzwingen im Bürgerkrieg blutig die Einheit und steigen im Ersten Weltkrieg zur Weltmacht auf. Aus dem Unabhängigkeitskrieg erwächst eine Nation, die Freiheit und Gleichheit verspricht. Im Bürgerkrieg drohen die USA fast zu zerbrechen. Doch der Bund hält. Vereint erobern sie den Westen und etablieren sich im 20. Jahrhundert als neue militärische Macht. Im Jahr 1776 erklären 13 Kolonien ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien. George Washington, der Anführer im Befreiungskrieg, wird der erste Präsident der USA. Die Verfassung von 1789 etabliert demokratische Prinzipien. Doch das Versprechen von Freiheit, Gleichheit und dem Streben nach Glück steht im Widerspruch zur Sklaverei und der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung. Die Frage der Sklaverei spaltet das Land und mündet 1861 im Bürgerkrieg. Präsident Abraham Lincoln erklärt alle Sklaven für frei. Der Krieg endet 1865 mit der Kapitulation des Südens und mit Lincolns Ermordung. Im 19. Jahrhundert expandieren die USA. Mit dem Konzept des 'Manifest Destiny' begründen sie ihren Anspruch, den Kontinent zu beherrschen. Die indigenen Völker werden in Reservate verdrängt, und am Ende des Jahrhunderts werden die USA sogar Kolonialmacht: Sie übernehmen Kuba, die Philippinen und Hawaii. 1917 treten die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Sie mobilisieren vier Millionen Soldaten und zwingen das Deutsche Reich zusammen mit ihren Alliierten zur Kapitulation. Die USA beweisen im Ersten Weltkrieg erstmals ihre globale Stärke – der Weg zur führenden Weltmacht des 20. Jahrhunderts ist vorgezeichnet. Vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror: Seit 250 Jahren prägen Kriege die USA und ihre Rolle in der Welt. Die dreiteilige Reihe 'Die Kriege der USA' zeigt den Aufstieg der Vereinigten Staaten zur mächtigsten Militärnation und die weltweiten Folgen.
Sie stecken angeblich hinter dem Sturm auf die Bastille, dem Ersten Weltkrieg und der Coronapandemie: Geheime Mächte steuern die Welt, so denken viele Menschen. Ist der Glaube an diese angeblich geheimen Machenschaften wieder stärker geworden? 'Terra X History' skizziert die Geschichte der modernen Verschwörungstheorien von der Französischen Revolution bis zu QAnon heute, um dieser Frage nachzugehen. Laut Umfragen glauben aktuell rund 30 Prozent der Deutschen an Verschwörungen geheimer Mächte. Dies wurde während der Coronapandemie besonders deutlich, als Tausende sogenannte Zweifler auf die Strasse gingen. Viele sahen in ihnen gar eine Gefahr für unsere Demokratie. Sind diese Sorgen übertrieben? Ein Blick in die Geschichte hilft, die aktuellen Entwicklungen besser einzuschätzen.
Am 11. September 2001 griffen Al Qaida-Terroristen die Weltmacht USA an, zielten auf Symbolorte wie das World Trade Center und das Pentagon – die Folgen dieser Anschläge wirken bis heute nach. Kurz darauf kündigte US-Präsident George W. Bush einen 'Krieg gegen den Terror' an. Doch westliche Militäraktionen in Afghanistan und der US-Angriff auf den Irak brachten keine Stabilität in die Region und fachten weltweit den islamistischen Terrorismus an. Als vor 25 Jahren mehrere entführte Passagierjets wie fliegende Bomben in New York und Washington einschlugen, sah die Welt, welche Gefahr vom islamistischen Terrorismus ausging. Die militärische Reaktion des Westens richtete sich zunächst gegen das Taliban-Regime in Afghanistan, das dem Drahtzieher der Anschläge, Osama Bin Laden, Unterschlupf gewährte. 2003 liess George W. Busch auch den Irak angreifen, um Saddam Hussein zu stürzen. Die Spirale der Gewalt traf auch Europa: Mörderische Anschläge in London, Spanien, Frankreich und Deutschland zeugten von dem Konflikt, in dem westliche Gesellschaften gegen den militanten Islamismus standen. Die Kriege des Westens in Afghanistan und im Irak sind beendet, ohne die Region befriedet zu haben. Und die Gefahr hält bis heute an: Der vermeintliche 'Kampf der Kulturen', der auch im Internet beschworen wird, radikalisiert noch immer 'einsame Wölfe' im Westen, die Anschläge ausüben. Jede Attacke, bei der sich der Täter auf den Islam beruft, befeuert den Konflikt, der mit dem 11. September 2001 spürbar verschärft wurde. Unstrittig ist zugleich, dass die bei weitem überwiegende Zahl der Todesopfer in den Ländern des Mittleren Ostens zu beklagen ist. Bis zu einer halben Million Tote sollen die Kriege, die 9/11 folgten, in der Region gefordert haben. Der Film zeigt, wie der 11. September 2001 die Welt veränderte. Global – aber auch ganz nah bei uns in Deutschland.
Nach den Anschlägen von 9/11 liefert sich die CIA eine jahrelange Verfolgungsjagd mit Osama bin Laden. Beteiligte CIA-Agenten berichten zum ersten Mal von ihrer geheimen Mission. Der Tod Osama bin Ladens 2011 gilt als Ende eines erbitterten Kampfes gegen den Terror. Doch die Suche der CIA nach dem Al-Kaida-Anführer beginnt schon lange vor den Anschlägen. Die Dokumentation rekonstruiert die Suche mit exklusiven Interviews. Der 11. September 2001 gilt als Zäsur und ist eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Noch am Tag der Angriffe erklärt der damalige US-Präsident George W. Bush in einer Ansprache den 'Krieg gegen den Terror' und macht Osama bin Laden zum Staatsfeind Nummer eins. Für die amerikanische Regierung steht fest: Die Anschläge tragen die Handschrift des saudi-arabischen Terroristen. Bereits Ende 2001 erreichen erste CIA-Agenten Afghanistan. Ihr Ziel ist es, die Macht des gefährlichen Taliban-Netzwerkes zu brechen und seinen Befehlshaber zu stellen. Osama bin Laden wird schon seit Anfang der 1990er-Jahre von einer Spezialeinheit des amerikanischen Geheimdienstes überwacht. Trotzdem gelingt es den Agenten nicht, den Führer der gefährlichen Terrororganisation zu fassen. Immer wieder entgehen ihnen Chancen, ihn zu ergreifen. 2011 dann die heisse Spur: Osama bin Laden scheint sich im pakistanischen Abbottabad aufzuhalten. Damit beginnt eine der bestgehüteten Geheimmissionen in der Geschichte der CIA. Mithilfe von Insidern erzählt der Film die geheimen Hintergründe der Jagd auf einen der meistgesuchten Terroristen des 21. Jahrhunderts.
Am 6. Dezember 1917 ereignete sich im Hafen der kanadischen Stadt Halifax eine gewaltige Explosion. Sie kostete Tausende von Menschen das Leben und zerstörte einen ganzen Stadtteil. Die Katastrophe hat sich in das nationale Bewusstsein Kanadas gebrannt. Es war die bis dahin grösste von Menschen verursachte Explosion. Und bis heute eines der tödlichsten Unglücke in der Geschichte des nordamerikanischen Kontinents. Bis zur Erfindung der Atombombe war die Katastrophe von Halifax die grösste von Menschen verursachte Explosion. Als am Morgen des 6. Dezember 1917 im Hafen zwei Schiffe kollidierten, geriet die mit Munition und Sprengstoff beladene 'Mont Blanc' in Brand. Nicht ahnend, in welcher Gefahr sie sich befanden, beobachteten die Einwohner des Hafenstadtteils Richmond das Feuer von ihren Fenstern aus. Als das Schiff um kurz nach 9.00 Uhr explodierte, waren sie den herumfliegenden Glasscherben und Trümmerteilen schutzlos ausgeliefert. Viele Menschen starben sofort, andere wurden unter den brennenden Trümmern begraben. Fast 2000 Menschen starben, etwa 9000 wurden teils schwer verletzt. Die Dokumentation lässt Überlebende und ihre Nachfahren von den Ereignissen berichten. Sie schildert die Rettungsarbeiten und zeigt, wie der Einsatz der Stadtverwaltung zum Vorbild für die Entwicklung von Notfallplänen wurde, die bis zu dieser Katastrophe nicht existierten. Des Weiteren beschäftigt sich der Film mit der bis heute nicht abgeschlossenen Auf- und Verarbeitung einer Katastrophe, die noch immer im Gedächtnis der Kanadier fortlebt.
Die sogenannte Spanische Grippe fordert zwischen 1918 und 1920 weltweit bis zu 50 Millionen Todesopfer. Was wäre, wenn eine solch apokalyptische Pandemie erneut auftreten würde? Anhand von persönlichen Aussagen, Briefen und Tagebucheinträgen derjenigen, die diese Grippe-Pandemie erlebt haben, erzählt die Dokumentation von den Schicksalen, die sich hinter einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte verbergen. 11. November 1918 – der Tag des Waffenstillstandes. Überall auf der Welt feiern die Menschen das Ende des Ersten Weltkrieges. Doch neue Schrecken kündigen sich an. Ein tödliches Virus greift um sich. Schulen und Theater werden geschlossen. Särge stapeln sich. Die Spanische Grippe tötet mindestens 25 Millionen Menschen, nach neueren Schätzungen sogar bis zu 50 Millionen. Die Dokumentation erzählt von erkrankten Soldaten und Zivilisten, ihren Angehörigen und von den Ärzten und Pflegekräften, die den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen und versuchen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Könnte eine solche Pandemie heute erneut ausbrechen? Haben wir aus den Fehlern und den Erkenntnissen von damals gelernt?
Wiederholung
W
Cast
Wendy Barclay, Catharine Arnold, Mark Harrison, Mark Honigsbaum, Michael Bresalier, Paul Birchard, Iain Davie
Börsencrash 1929: Die Welt gerät ins Wanken. Ein Wendepunkt in Berlin, der das Ende der Weimarer Republik einleitet. Ein Strudel der Gewalt entsteht, und Nationalsozialisten erstarken. Die NSDAP macht sich die Verunsicherung des Volkes zunutze und jüdische Personen zum Sündenbock. Im Berliner Polizeipräsidium geht indes eine Anfrage ein: Die Mordkommission um den Kriminalisten Ernst Gennat soll sich um einen Doppelmörder aus New York kümmern. Der unbekannte Mann soll in der US-Metropole zwei Menschen auf brutale Weise getötet haben. Er habe Verbindungen nach Deutschland – mitten ins Berliner Regierungsviertel. Im Schreiben des Chief Inspector ist vom Mörder als ehemaligen kaiserlichen Soldaten und Spion namens '3 X' die Rede sowie von einer Geheimorganisation namens 'Roter Diamant'. Während Gennat den Verbrechen im Verborgenen auf die Spur geht, eskaliert die Gewalt auf den Strassen Berlins. SA-Schlägertruppen heizen die Stimmung auf, und Adolf Hitler greift nach der Macht. Die Wirtschaftskrise nutzt den Nationalsozialisten, die mit Flugblättern 1930 gegen das 'internationale Finanzjudentum' hetzen. Die bürgerliche Mittelschicht ist mit einem Mal bettelarm – die finanzielle Not der Menschen schlägt in Antisemitismus um. Als nicht einmal der Reichspräsident Paul von Hindenburg die Ordnung wiederherstellen kann, bahnt sich Adolf Hitler seinen Weg an die Spitze – mit flammenden Reden und Versprechungen. Trotz der Weltwirtschaftskrise erlebt die Deutsche Reichsbahn zu Beginn der 1930er-Jahre eine Blütezeit. Mehr als 50.000 Schienenkilometer führen durch das Land – über zehntausend Dampfloks befördern Passagiere und Güter. Für viele Reisende ist die Bahn die erste Wahl. An einem warmen Sommertag 1931 verlässt der Schnellzug 'Berlin – Basel' wie jeden Samstag den Hauptbahnhof. Doch an diesem 8. August wird ein Anschlag auf den Zug verübt – er entgleist bei voller Fahrt. Nicht der einzige mysteriöse Anschlag dieser Art, der das Land in Atem hält. Wer steckt dahinter? Und ist die Tat politisch motiviert? Berlin in der Zwischenkriegszeit: Das Leben wird gefeiert. Doch Mordfälle und schwere Verbrechen verdunkeln das Bild der 'Goldenen Zwanziger', während die kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeit erst noch in den Anfängen steckt.
Umbruchstimmung in Berlin – die Goldenen Zwanziger sind vorbei. Blutige Strassenkämpfe erschüttern die Hauptstadt. Gleichzeitig sorgen Arbeitslosigkeit und Armut für mehr Verbrechen. Mit dem Kriminalisten Ernst Gennat an der Spitze gewinnt die Berliner Kripo Weltruhm: Revolutionierte Ermittlungsarbeit soll der Kriminalität ein Ende setzen. Als eine Frau in ihrer Wohnung in Berlin-Tempelhof tot aufgefunden wird, ist Gennats Scharfsinn gefragt. War es ein Unfall? Oder Mord? Die Verletzung am Kopf des Opfers deutet auf vorsätzlichen Totschlag hin. Dazu bemerken die Polizeibeamten, dass sich der Ehemann eigenartig verhält. Er sagt aus, es habe einen Einbruch gegeben. Doch die Mordkommission, die dank Gennats neuer Ermittlungstaktiken Tatortskizzen anfertigt, sieht keinerlei Spuren, die diese Aussage unterstützen. Was hat sich hier wirklich zugetragen? In dieser von politischen und kriminellen Machenschaften geprägten Zeit spielt die preussische Polizei eine immer wichtigere Rolle. Viele arbeitslose Berufssoldaten finden eine Anstellung bei der Polizei, die als sicherer Arbeitgeber gilt und sich als 'Freund und Helfer' positioniert. Ein Organ, das den Staat repräsentiert – aber nicht mehr als Unterdrückungsmaschine. Die Realität sieht hingegen anders aus: In Berlin wird diese Idee von der aufgeheizten politischen Stimmung eingeholt. Es kommt immer öfter zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Kommunisten. Indes entwickelt sich eine weitere Kontrollinstanz: die Kampftruppe der NSDAP, die SA. Ihre Hauptaufgaben sind auf Geheiss von Joseph Goebbels Aufmärsche und gewalttätige Übergriffe auf politische Gegner. Ausschreitungen und Gewalt werden zum Normalzustand. Währenddessen ereignen sich auch immer mehr Kriminalfälle: Ein weiterer mysteriöser Mord beschäftigt die Polizei. Ohne heisse Spur, bis nach elf Jahren ein Verdächtiger auftaucht: Bruno Lüdke. Der junge, ehrgeizige Kommissar Heinrich Franz verhört ihn mit grausamen Methoden, bis er die Antwort hat, die er hören möchte. Aber kann Lüdke wirklich die mehr als 80 Morde begangen haben, die er im Verhör gesteht? Berlin in der Zwischenkriegszeit: Das Leben wird gefeiert. Doch Mordfälle und schwere Verbrechen verdunkeln das Bild der Goldenen Zwanziger, während die kriminalpolizeiliche Ermittlungsarbeit erst noch in den Anfängen steckt.
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Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. 'Das Nazi-Kartell' enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der grössten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als 'Schlächter von Lyon' bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten 'Novios de la Muerte' – die 'Verlobten des Todes' – verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie 'Das Nazi-Kartell' erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die grossen Kokain-Kartelle von Grossdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Wiederholung
W
Cast
Klaus Barbie, Roberto Suárez Gómez, Beate Klarsfeld, Michael Levine
Regie
Justin Webster
Drehbuch
Christian Bergmann, David Lopez Canales, Justin Webster
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. 'Das Nazi-Kartell' enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der grössten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den 'König des Kokains', scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum 'Kokainputsch' und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie 'Das Nazi-Kartell' erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die grossen Kokain-Kartelle von Grossdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Wiederholung
W
Cast
Klaus Barbie, Roberto Suárez Gómez, Beate Klarsfeld, Michael Levine
Regie
Justin Webster
Drehbuch
Christian Bergmann, David Lopez Canales, Justin Webster
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. 'Das Nazi-Kartell' enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der grössten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Durch eine Informantin erfährt er von Roberto Suarez, dem angeblich grössten Drogenbaron der Welt. Wer ist dieser 'König des Kokains', den bislang niemand in der Drogenbekämpfungsbehörde auf dem Schirm hatte? Und was plant er gemeinsam mit dem einflussreichen Klaus Altmann, der seine wahre Identität als ehemaliger NS-Kriegsverbrecher lange Zeit verheimlichen kann? Gelingt es Levine, Suarez und seinen Clan in eine Falle zu locken? Die dreiteilige Serie 'Das Nazi-Kartell' erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die grossen Kokain-Kartelle von Grossdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.
Wiederholung
W
Cast
Klaus Barbie, Roberto Suárez Gómez, Beate Klarsfeld, Michael Levine
Regie
Justin Webster
Drehbuch
Christian Bergmann, David Lopez Canales, Justin Webster
Die deutsch-tschechische Grenzregion ist geprägt von malerischer Natur und gleichzeitig überschwemmt von Crystal Meth, einer der gefährlichsten Drogen der Welt. 6,5 Tonnen Crystal werden jährlich in Tschechien hergestellt, auch für den deutschen Markt. Bettina aus Franken ist seit 30 Jahren süchtig. Sie kommt von der Droge nicht mehr weg. Christian aus Sachsen hat alles verloren – seine Wohnung, Arbeit und Freiheit. Das sächsische Vogtland und Oberfranken sind geprägt von malerischen Landschaften, Wäldern und Schlössern. Doch die beiden Regionen haben auch eine andere Gemeinsamkeit: wachsende Probleme mit der Droge Crystal Meth. In Nürnberg und Chemnitz ist Meth inzwischen die mit Abstand am meisten nachgewiesene Droge im Abwasser. Crystal macht extrem schnell abhängig, das macht diese Droge so gefährlich. Den meisten Abhängigen sieht man ihren Konsum nicht an. Drogen wie Crystal Meth werden gerade auf dem Land auffällig oft im Verborgenen und im Privaten konsumiert. Es kann jeden in der Region treffen – die Akademikerin, die alleinerziehende Mutter, den Lkw-Fahrer. Auch wenn es auf dem Land den Anschein macht, als sei alles ruhig und langsam, steigen auch dort die Lebenskosten, Zweitjobs müssen angenommen werden, der Druck wächst. Die meisten Userinnen und User konsumieren die Droge nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch bei der Arbeit. Man denke, alle wollen nur feiern, sagt Bettina, aber das sei nicht der Fall. Auch Christian, den die Autoren im sächsischen Auerbach treffen, hat ständig bei der Arbeit konsumiert: Man muss ja Leistung zeigen, der Chef will etwas sehen. Doch das ging nicht lange gut, Christian hat alles verloren. Zehn Jahre Gefängnis hat er hinter sich, genauso wie Benjamin aus Meerane, der schon früh mit der Droge in Kontakt kam. Im Knast, sagen beide, komme man sogar noch leichter an Drogen als draussen. Ein Teufelskreis. Alexander Schmidtgall, seit 25 Jahren in Oberfranken als Strafverteidiger tätig, hat fast nur noch mit Crystal-Meth-Fällen zu tun. Im Unterschied zu den Städten sei das Drogenproblem in der Grenzregion weitaus schlimmer und problematischer als anderswo. Er hat seine eigene Meinung über die Jahre entwickelt, wie die Polizei und die Politik damit umgehen. Wie die Konsumentinnen und Konsumenten behandelt werden, denen man die Freiheit und die Existenz raubt, statt ihnen zu helfen. Die Reihe 'Drogen-Land – Provinz im Rausch' beleuchtet Drogenszenen in den ländlichen Gebieten Deutschlands. Die erschreckende Erkenntnis: Nicht nur in den Hotspots der grossen Städte, sondern auch in der deutschen Provinz nehmen die Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen rasant zu. Die Folge 'Crystal Meth an der tschechischen Grenze' nimmt den Drogenkonsum in den ostdeutschen Provinzen unter die Lupe.
Abhängig auf Rezept: Besonders unter Jugendlichen wächst das Interesse an starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln wie Tilidin und Xanax – auch auf dem Land. Mit tödlichen Nebenwirkungen. Schätzungsweise 2,9 Millionen Menschen in Deutschland haben einen problematischen Medikamentenkonsum. Brian ist abhängig von Tilidin, Xanax und Valium. Er steht kurz vor dem Entzug. In der Musik des Rap-Stars T-Low ('Sehnsucht') sind Drogen ein fester Bestandteil. Provinz im Rausch: Die Pfalz im Südwesten von Deutschland ist geprägt von malerischen Wäldern, Weinbergen und Schlössern. Doch auch dort ist auffallend, dass Medikamente wie Tilidin, Codein oder Xanax unter jungen Menschen immer mehr zur Szenedroge werden. Der Soundtrack dazu kommt von Rappern wie Capital Bra ('Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen') oder T-Low mit seinen 'Benzo Diaries'. Der Film trifft Brian (24) aus Pirmasens, für den ein Leben ohne starke Medikamente nicht mehr möglich ist. Nach Jahren in der Abhängigkeit will er endlich den Entzug schaffen. Mit 15 stösst Brian bei Instagram auf 'Lean' – ein süsses lilafarbenes Getränk, gemischt aus Limonade, codeinhaltigem Hustensaft und einem Beruhigungsmittel. Fertig ist das Szenegetränk des Deutschraps, mit dem auch T-Low (23) immer wieder in seinen Musikvideos und bei Instagram posiert, wo ihm rund 230.000 Menschen folgen. 'Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass es hundertprozentig Kids da draussen gibt, die bestimmt wegen mir heutzutage Suchtprobleme haben', gibt T-Low im Interview offen zu. Seine eigene Sucht ist ein fester Bestandteil seiner Songs. 2,3 Millionen Menschen hören ihm auf dem grössten Musikstreaminganbieter Deutschlands regelmässig zu. Seit 1996 haben sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Opioide, also für starke Schmerzmittel, in Deutschland mehr als verdreifacht. In manchen Praxen ist 'der Hausarzt eher Dealer als Arzt', kritisiert Suchtexperte und Psychiater Dominikus Bönsch – und das nicht nur in den Grossstädten. Der Zugang zu Medikamenten auf dem Land ist gut, und wer kein Rezept hat, sucht Kontakte vor Ort oder geht zum Dealer im Netz. 'Immer mehr Leute [suchen] Oxycodon, Lean oder Xanax', berichtet Telegram-Dealer 'X'. Dass der illegale Markt für Medikamente boomt, merkt auch Christine Strass beim Zoll am Frankfurter Flughafen. 2023 hat sie fast eine halbe Million Opioid-Tabletten aus dem Verkehr gezogen. Tendenz: extrem stark steigend. Die ZDFinfo-Doku 'Drogen-Land – Provinz im Rausch – Pillen in der Westpfalz' nimmt den Medikamentenmissbrauch in der Pfalz und in Deutschland unter die Lupe.